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Das Böse ist immer hässlich

Avatar of marcus marcus - 22. Dezember 2013 - Mannablog

Das Böse – hässlich dargestellt. Bild: Antoine Glédel, Wikipedia Commons
Das Böse – hässlich dargestellt. Bild: Antoine Glédel, Wikipedia Commons
Das Gute – schön dargestellt.
Das Gute – schön dargestellt.

In Filmen oder Geschichten allgemein geht es oft um den Kampf zwischen Gut und Böse. In den meisten Fällen wird das Böse hässlich dargestellt. Ist das so?

Der Kampf zwischen Gut und Böse ist in Filmen oder Bücher oft der Treibstoff für eine gelungene, spannende Geschichte. Interessant ist dabei allerdings, wie das Böse und auch das Gute dabei dargestellt werden.

Es hat schon im Mittelalter angefangen, als der Teufel von der Kirche als ein rotes stierähnliches Wesen mit Hörnern, Hufen und Dreizack in der Hand dargestellt wurde. Moderne Interpretationen greifen auch zu rasiermesserscharfen Zähnen, zerfurchtem Gesicht ohne Haut und drakonisch, abnormal veränderten Augen. 

Auch in Fantasy-Romanen wie z. B. „Herr der Ringe“ sind die bösen Zeitgenossen eigentlich immer als „Monster“ dargestellt, hässliche Kreaturen wie z.B. Orks, denen man im Dunkeln nicht begegnen möchte. Die guten Wesen hingegen sind entweder normal oder als besonders schön dargestellt, im obigen Beispiel z. B. als Elben.

In Geschichten oder Filmen, in denen nur reale Menschen vorkommen, sind die „weniger guten“ oft an ihrem finsteren Blick oder fiesen Aussehen für den Zuschauer leicht zu erkennen.

Diese Art der Darstellung scheint logisch und ist für uns auch nachvollziehbar. Denn missmutige, mürrische Menschen festigen im Laufe ihres Lebens oft tatsächlich eher uneinladende Gesichtszüge und Verfall spiegelt sich meist in Verfremdung und üblem Gestank wieder.

Dennoch frage ich mich, ob diese Art der Darstellung von Gut und Böse immer der Wahrheit entspricht. Ist es nicht so, dass wir im wirklichen Leben oft nur sehr schwer erkennen können, wer uns etwas  Böses will? Versteckt sich das Böse nicht auch hinter Dingen, die wir primär nur sehr schwer durchschauen können? Kann sich nicht vieles, was für uns Menschen am Anfang noch gut aussieht, in Zukunft als schlecht herausstellen? 

Viele Geschichten und Filme haben diese viel subtilere Darstellung des Bösen aufgegriffen und zeigen es in einem schönen Gewand. Erst wenn dieses abgelegt ist, lassen sich die wahren Ausmaße der Katastrophe erkennen.

Wie lässt sich aber erkennen, ob es etwas gut für uns ist oder nicht, oder ob wir einem Menschen vertrauen können oder nicht? Leider funktioniert es oft nur so, dass wir uns ansehen, was das Ergebnis ist, was dabei herauskommt. Die Bibel nennt das „an den Früchten erkennen“. Vieles erkennen wir leider erst am Ende, wenn sich die Frucht voll entwickelt hat.

Ich wünsche dir für dein Leben, dass du ein waches Auge dafür hast, was gut für dich ist und was nicht. Sehr oft schaffen wir das auch nicht alleine, sondern brauchen jemanden, der uns einen gut gemeinten Rat oder eine eindringliche Warnung ausspricht. Menschen können das, aber sie wissen leider auch nicht alles.

Ich bin froh, dass ich Gott in meinem Leben habe, denn es gelingt mir seitdem zumindest die größten Katastrophen zu umschiffen. Außerdem habe ich mit ihm jemanden an meiner Seite, der stärker ist als ich, sollte ich mich doch einmal in einer wiederfinden.

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