Manna

mein Winterwunsch oder vielleicht sollte ich ....

Avatar of claudia claudia - 16. Januar 2019 -

Wieder einmal kommt der Weihnachtsurlaub heran und der Wetterbericht erzählt uns etwas von Wärme und Regen, gemischt von etwas Sonne. So war es für uns auch in diesem Winter. Wir sahen zu wie es regnetes und schauten etwas resigniert auf die grüne Landschaft. Obwohl es wunderschöne Wälder und Wege waren, wollte keine rechte Begeisterung aufkommen. Immer wieder war der Blick mit dem Wunsch nach Schnee vermischt. So entstand in unseren Köpfen eine Mischung zwischen der Realität die wir sahen und den Träumen die wir hatten.

Also entschieden wir im Januar noch einmal einige Tage wegzufahren. Ziel, Traum und Wunsch dieser Bestrebung war: Schnee zu erleben. Und ich kann sagen, der Wunsch danach war groß! 

Die Zeit der Abreise näherte sich und tatsächlich, es fing an mit schneien. Selbst bei uns in Landshut fiel der Schnee in großen Flocken. Innerhalb weniger Stunden hatten wir hier eine tiefe Winterlandschaft. Was für ein herrliches Bild. Alles weiß und immer wieder aufs neue schön: was für eine Stille. Als würden alle plötzlich etwas mehr Zeit haben und mit mehr Bedacht unterwegs sein.

So fuhren wir los und erreichten unser Ziel im bayrischen Wald ohne große Probleme auf der Straße. 

Auch im bayrischen Wald hatte es geschneit und es schneite immer noch weiter. Doch getreu dem Motte: "was uns nicht umbringt macht und härter" waren wir bald danach auf dem Weg an den Gipfel. 

Selbst jetzt noch eine Woche danach, spüre ich den eisigen schneekalten Wind als wir die Bergstation erreichten. Alles war in einer wunderschönen und eisigen Stimmung festgehalten. Unwillkürlich musste ich an die Landschaft im Märchen von der Schneekönigin denken. So ungefähr hätte es dort auch aussehen können.

Am nächsten Morgen spürten wir die Konsequenzen des Schnees. Dabei war der Schaden für uns eher moralischer Natur, während die dort ansässigen und arbeitenden Menschen reale Konsequenzen hatten. 

Der viele Schnee, der extrem starke Wind haben die Bäume wie Streichhölzer umknicken lassen. Die Baumkronen lagen am Boden. Die Bäume fielen einfach um. Das geschieht so schnell, dass ein reagieren nahezu ausgeschlossen ist. Erst rieselt der Baum etwas Schnee, wie ein kleiner sanfter Wind und dann fällt der Baum. Das Krachen des Baumes geschieht nebenbei und eher wenn er zu Boden fällt. 

Doch erst als der Baum 50 meter von uns zu Boden ging, hatten wir eine Ahnung von der tatsächlichen Gefahr die im Wald für uns vorhanden war.

So blieben uns die nächsten Tage wieder viele Wanderungen durch eine wunderbare Winterlandschaft erspart. Statt dessen bauten wir Schneemänner und versuchten uns im Iglubau.

 

 

meine Summary

Manchmal habe ich das Empfinden, dass es mir in meinem Leben ähnlich geht. Es gibt Dinge die ich mir wünsche, ... so sehr wünsche! Wenn sie dann wirklich eintreffen bin ich enttäuscht. 

Manchmal gibt es Wünsche die ich mir so sehr wünsche und der Wunsch geht nicht in Erfüllung. Dann diskutiere ich mit Jesus und gelegentlich bin ich in der Wortwahl ihm gegenüber dann auch nicht sehr wählerisch. Dabei gibt es die klassische warum Frage natürlich auch. 

Als ich den Baum dort krachend zu Boden fallen sah wurde mir bewußt, dass es tatsächlich Wünsche gibt die besser nicht erfüllt werden sollten. 

So habe ich für mich entschieden, dass ich das nächste Mal wenn mein Wunsch nicht in der gewünschten Form Realität wird, als erstes meinen Wunsch überarbeite. Das nimmt mir den Frust und drückt wohl etwas mehr Vertrauen Jesus gegenüber aus. 

Wie ich das mache? Ach das ist einfach. Ich spreche mit Jesus und bitte ihn um ein Upgrade meinem Wunsches. Wenn der Wunsch nicht Realität wird, dann klappt das mit dem Upgrade. Das habe ich diese Woche schon ausprobiert.

 

 

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