Manna

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Stöhn, was für ein Tag oder doch nicht?

17. Oktober 2014, alex - Mannablog

Irgendwie ist die unausgesprochene Erwartungshaltung, dass immer alles gut und wunderbar läuft. Wenn das mal nicht der Fall ist, dann redet man nicht darüber, steckt den Kopf in den Sand und wartet bis es vorbei ist.

Als es heute Abend 19 Uhr wurde war ich ganz erstaunt, dass dieser Tag tatsächlich zu Ende zu gehen schien. Was für ein Tag! Er war im Grund bereits um 11 Uhr heute morgen gelaufen. Ich hatte eine Erwartungshaltung an diesen Tag. Meine Vorstellung war dabei gar nicht so exotisch. Am Morgen wollte ich noch an einer Präsentation arbeiten. Der modobonum Blog sollte auch seinen Weg ins Netz finden. Ja sollte, das trifft es ganz gut.

Nun ist es Abend, meine Präsentation kommt erst am Sonntag wieder dran und der Blog hat einen veränderten Inhalt. 

Doch was ist nun schlimm daran? Bei näherem Nachdenken finde ich andere Dinge die an diesem Tag stattdessen gelaufen sind. So merke ich, dass meine Erwartungshaltung mir einen Streich spielt. Ich bewerte den vergangenen Tag nicht nach dem wie er gelaufen ist, sondern nach meiner Vorstellung wie er hätte laufen sollten.

Zu den Dingen die gelaufen sind gehören ganz simple wie Gardinen aufhängen und Wäsche weg räumen. Das sind die scheinbaren Kleinigkeiten die das Leben doch immer wieder ausmachen. Mein persönliches Highlight ist etwas anderes. Weil nicht ging was die Gedanken in meinem Kopf hätte gefangen nehmen sollen, sinnierte ich über die Frage nach, wie man zu Menschen die man nicht kennt eine Beziehung aufbauen kann.

Es gibt da etwas von dem sie unbedingt wissen müssen und ich persönlich möchte sie davon überzeugen. Wie also muss die Werbung aussehen? Theoretische Antworten habe ich gefunden, doch diese Antworten in reale Worte und Folien zu bauen empfinde ich als die eigentliche Herausforderung. (für die nächste Woche)

Jetzt ist doch tatsächlich Abend geworden und ich habe meinen Frieden mit dem vergangenen Tag geschlossen. 

Schönes Wochenende!


Ganz nah....an meinem Ohr

16. Dezember 2012, alex - Mannablog

Meine Frau ist gerade nicht bei mir, weil sie ihre Familie in Österreich besucht. Und auch wenn sie hunderte Kilometer weit weg ist, ist sie mir doch ganz nah. Zumindest an meinem Herz. Und seit dem Einzug der modernen Technik auch ganz nah....an meinem Ohr.

Ich weiß noch wie es damals war, als es noch keine Handys gab. Unterwegs war die einzige Möglichkeit der Kommunikation mit entfernten Personen die Telefonzelle. Des Weiteren musste die angerufene Person natürlich zuhause sein, damit man sie erreichen konnte. Das war noch vor etwa 16 Jahren so. Ich ließ mir sogar erzählen, dass es Zeiten gab, wo es im Dorf genau ein Telefon beim Wirt gab, der dann eine Art „Telefondienst“ spielte. Bekam man einen Anruf, musste man erst einmal geholt werden! Wirklich unpraktisch, aber was soll man machen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt.
Der nächste Schritt nach der Telefonzelle waren dann die Pager. Das waren kleine Geräte, die eine eigene Nummer hatten. Diese konnte man anrufen, um automatisch seine Nummer auf dem Gerät zu hinterlassen. Der Page meldete sich mit einem Piepsen und zeigte die Nummer auf einem kleinen Display an. Eine feine Sache, wer einen Page hatte, war prinzipiell immer erreichbar. Nachteil: Wurde man angepaged hieß es erstmal eine Telefonzelle suchen. Aber immerhin.
Manche von euch wissen ja gar nicht mehr, wie gut sie es eigentlich haben. Ihr habt euer Smartphone immer bei euch, müsst euch keinen Meter bewegen um erreichbar zu sein. Und das Ganze sowohl schriftlich, akustisch als auch per Video. Einfach so.
Ihr habt euch schon so daran gewöhnt, dass ihr euch ohne Handy so fühlt, dass ihr von jeglicher Kommunikation abgeschnitten wurdet, stimmt´s? 
Ich muss euch sagen, mir geht es doch genauso. Es ist einfach toll, wenn ich ohne Probleme mit meinen Lieben in Verbindung bleiben kann, genau da wo ich bin.
Und wisst ihr was noch viel besser ist? Diese Technik gibt es schon seit tausenden von Jahren. Zumindest hat sie bei einem einzigen Gesprächspartner schon immer so funktioniert: Gott. Immer erreichbar, von jedem Ort der Erde aus, zu jeder Uhrzeit. Man braucht nichtmal eine Nummer wählen. Einfach drauf los reden, er merkt sofort wenn man ihn meint. Und die Gebühren übernimmt er auch, und glaubt mir, die Flatrate von der Erde bis zum Himmel ist wahrlich nicht billig gewesen. Die hat er mit seinem Leben bezahlt. 


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