Manna

Gefiltert nach gastbeitrag Filter zurücksetzen

Sich dessen erinnern

05. Dezember 2014, gastbeitrag - Mannablog

Foto: David Mark, CC0 Public Domain, Pixabay

Der Himmel ist himmelweit
von der Erde entfernt.
Distanz ist gewollt.

Eine Himmelsleiter?
Gute Handwerker
könnten sie basteln;
aber: wo anlehnen?

Der Weg von oben nach unten -
zwar nicht gefahrlos -
wurde schon lange in Gang gesetzt.

Es wäre fatal,
die Geburtsstunde
dieses Geschehens zu vergessen.

Josef Butscher

Mehr Gedichte gibt es in Wachsen in der Liebe zu finden. 


meine und deine Kindheitsträume

30. September 2014, gastbeitrag - Mannablog

Ich möchte dir von einem Thema erzählen was mir witziger Weise, vor ein paar Tagen in den Sinn gekommen ist. Kindheitsträume, wer hatte die nicht?

Als ich grad mein Bundesfreiwilligendienst in einer christlichen Kinderkrippe beendet hatte, habe ich mir rückblickend ein paar Gedanken drüber gemacht wie das wohl war als ich noch so klein war. Mittlerweile bin ich schon 18 Jahre alt, ist also schon eine Weile her als ich in diesem Alter war.

An vieles kann man sich ja leider nicht mehr erinnern aber eines werde ich bis heute nicht vergessen, nämlich was mein größter Kindheitstraum war. Aber bevor ich den verrate erzähl ich kurz wie es überhaupt dazu kam.

Ich bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen und bin mit Abstand die jüngste von 3 Kindern, ich habe 2 ältere Schwestern die für mich damals die größten Vorbilder waren. Wie das aber eben häufig bei den jüngsten Geschwistern nun mal so ist,  darf man oft bei vielen Sachen die die Großen machen, nicht mitmachen! Ich hab mich immer schnell ziemlich alleine gefühlt.

Was dann zu meiner Lieblings Beschäftigung wurde weiß bis heute noch, ich schaute gerne Kinderfilme bei denen es immer einen Superhelden gab. Der Superheld war für mich immer der aller coolste, und ich denke das ich nicht das einzige Kind war das so dachte.

Und nach und nach entstand daraus mein ganz persönlicher Kindheitstraum. Für mich stand fest, ich wollte auch so ein Superheld werden, einer der cool ist, der dazu gehört und dem alle Aufmerksamkeit geschenkt wird. Mal abgesehen davon das dies so ein typischer bekannter Kindheitstraum ist, den wahrscheinlich viele selber hatten, ging es für mich besonders darum dazu zugehören und endlich auch so cool wie meine Schwestern sein zu können.

Natürlich hatte auch ich sehr viel Fantasie und habe mir die größten Abenteuer ausgemalt, die man unbedingt als Superheld erleben wollte. So kam es zu meinem Kindheitstraum und ich muss sagen heute belächle ich diesen Traum und bin ehrlich gesagt froh das es eben nur ein "Kindheitstraum" war.

Heute lässt man die Fantasie weg und denkt viel zu realistisch. Heutzutage hätte ich gar nicht mehr den Mut ein Superheld sein zu wollen. Trotzdem denk ich noch gern daran zurück, als mir das alles noch so möglich erschien.

Vielleicht hat dich meine Geschichte angeregt auch mal an deinen Kindheitstraum zurück zu denken. Vielleicht ist es bei dir auch schon viel länger her als bei mir, aber ich kann sagen egal wie alt  man ist und egal wie lange diese Zeit schon her ist, ist es trotzdem sehr spannend sich mal zurück zu versetzen und über seinen Kindheitstraum nachzudenken, das gehört zu deiner ganz eigenen Lebensgeschichte.

Es grüßt dich Alena 


Warum bin ich Christ: Stuart

11. September 2014, gastbeitrag - Mannablog

Warum bin ich Christ: heute von Stuart vom Bodensee, Student

Um es gleich zu Anfang auf den Punkt zu bringen: Ich bin durch wissenschaftliche Fakten zum Glauben gekommen und durch sachliche Argumente, die ich für richtig halte. Ich weiß, dass ist eher eine ungewöhnliche Antwort, aber jeder wird irgendwann einmal dazu kommen, seinen Glauben kritisch zu hinterfragen und zu prüfen. Gerade in unserer Zeit, wo ja so viele unbiblische Lehren und Ansichten im Umlauf sind und so viel gegen die Glaubwürdigkeit der Bibel geschossen wird. Ich wurde als Kind katholisch getauft und bin in einer weitgehend säkularen Familie aufgewachsen. Durch den Religionsunterricht lernte ich Gott und den christlichen Glauben näher kennen und interessierte mich dafür. Später beschäftigte ich mich auch selbständig mit der Bibel. Dabei entdeckte ich unter anderem, dass es in diesem Buch erfüllte Prophezeiungen gab. Ich meine jetzt nicht irgendwelche nebulösen oder mehrdeutigen Aussagen, die man so und so interpretieren kann, sondern ganz klare und nachprüfbare historische Prophezeiungen über den Aufstieg und Fall von Städten, Reichen und Königen, die sich buchstäblich erfüllt hatten. Dies brachte mich zu der Ansicht, dass die Bibel tatsächlich von Gott inspiriert sein musste, denn dass die betreffenden Propheten diese Aussagen Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte vorher so genau machen konnten, kann man nicht einfach auf erfolgreiches Raten oder kluge politische Spekulationen zurückführen. Bald darauf hatte ich Kontakt mit Siebenten-Tags-Adventisten und begann dort ein Bibelstudium regelmäßig über viele Monate. In dieser Zeit studierte ich die Bibel noch intensiver und lernte zahlreiche weitere Argumente und Beweise für ihre Glaubwürdigkeit kennen. Auch verstand ich jetzt erst den Auftrag von Jesus Christus und die Größe dessen, was er für uns getan hatte. Schmerzhaft musste ich auch erkennen, dass die Evolution, die ich bis dahin für eine unanfechtbare Tatsache gehalten hatte, keineswegs sicher bewiesen ist. Alle Fakten, die immer als Beweise für diese Theorie hingestellt werden können auch vor dem Hintergrund der biblischen Schöpfung sinnvoll gedeutet werden.
Der Glaube der Adventisten erschien mir in sich logisch und mit der Bibel voll übereinstimmend. Deshalb entschloss ich mich nach einem Jahr kritischen Studiums zur Taufe und trat dieser Gemeinschaft bei. Ich habe es bis heute nicht bereut.
So, dass war in Kürze meine Geschichte. Ich hoffe, sie hilft Euch weiter. Viele Grüße und Gottes reichsten Segen wünsche ich Euch! Stuart


Wo kann ich Gott treffen?

18. Juni 2014, gastbeitrag - Mannablog

Hast du dir jemals Gedanken gemacht über Fragen wie diese: Warum sagst du Amen nach dem Beten? Ist Gott so wie dein leiblicher Vater und er hat nie Zeit? Wo kann ich Gott treffen?

All diese Fragen und viele weitere stellt Schlunz. Eigentlich ist es ein Kinderbuch und Schlunz ist ein Junge, den die Familie im Wald findet. Doch bezeichnender Weise ist es eine christliche Familie und Schlunz mischt die Familie mit seinen Fragen auf.

Der Schlunz erzählt eine sehr schöne und liebevolle Familiengeschichte und ganz nebenbei gibt es eine leichte Einführung in den christlichen Glauben.

Der Schlunz ist nicht nur ein Buch für Kinder. Es ist geschrieben für uns alle. Es ist leicht zu lesen und sorgt für eine gesunde Bewegung der Lachmuskulatur. Eine Freundin hatte mir das Buch geliehen, als wir über die Frage diskutierten, wie ich Christsein schreibe. Am liebsten würde ich ganze Passagen daraus einfach zitieren.

Leider tun wir viel zu viel in unserem Leben ohne unser Handeln zu hinterfragen. Mit Schlunz in der Familie geht das nicht. Er hinterfragt unsere Handlungen und christlichen Verhaltensmuster. Im Buch von Harry Voß gelingt dieses Hinterfragen erfolgreich. 


Danke

21. April 2014, gastbeitrag - Mannablog

Danke.

Wie geht es euch mit dem Geschenke und Gefälligkeiten annehmen?

Könnt ihr Danke. sagen? Also, dass ihr euch bedankt, klar! Aber könnt ihr nach dem

Danke einen PUNKT setzen?

Ich kann es nicht.

Wenn ich selber was gebe, Geschenk oder Hilfe, macht es mir Freude, ist ok und ganz

normal. Aber wenn mir jemand etwas schenkt, oder hilft, kann ich keinen Punkt nach dem

Danke setzen. Aber ich will es lernen. Im Kleinen klappt es schon recht gut, aber wenn das

Kleine sich häuft oder sogar groß, riesengroß wird, oh je.

Fragen kommen: warum macht sie das? Will er dafür eine Gegenleistung? Wie kann ich

das nur wieder gut machen?

Nicht nur ich hab da meine Probleme, sondern auch immer mehr Menschen!

Wenn dann auch noch jemand Fremdes einem was Gutes tut, nett und zuvorkommend ist

oder auch etwas schenkt, kommt kaum einer damit klar. Das Misstrauen ist so groß

geworden.

Beispiel: Ich war mit meiner Tochter und meiner Mutter im Lidl. Als wir dann Richtung Kasse

fuhren, war da eine Frau, aufgeregt, mit der Situation etwas überfordert.

Weil sie eigentlich nur paar Dinge brauchte, hatte sie nur einen Korb, der aber überquoll.

Auch ihre Arme brauchte sie schon um alles zu tragen. „Warum hab ich bloß keinen

Wagen mitgenommen? Sonst nehme ich immer einen?“

Ich schaute in meinen Wagen.

„Wollen sie meinen haben? Ich hab nicht viel, und meine Tochter kann mir beim Tragen

helfen!“

Sie schaute mich verwundert an.

„Ach nein, das kann ich doch nicht machen!“

„Doch, es ist wirklich kein Problem! Nehmen Sie ihn.“

„Ja, wirklich?“

„Ja!“

„Also danke. Muss aber schauen, ob ich einen Euro hab!“

„Ist ein Chip drin. Können sie behalten, ist ok!“

„Nein, nein. Sie bekommen ihn draußen wieder!“

„Ist ok“

„Danke nochmals“

Kleinigkeit! Aber Menschen haben damit Probleme.

Wir (ich) sollten das so akzeptieren können:

Mal sind wir in der Lage zu helfen, und Mal die anderen.

Und wenn andere uns was Gutes tun, sollten wir auch nach dem DANKE einen Punkt

setzen!

DANKE.


Berufstätig oder nicht - Mütter sind Frauen mit Kindern

21. März 2014, gastbeitrag - Mannablog

Auf die Frage, ob Mütter erwerbstätig sein sollten, gibt es keine richtige Antwort. Demzufolge aber auch keine falsche. Trotzdem wird seit Jahren in den Medien – in der Gesellschaft überhaupt – heftig über sie diskutiert. Hat eine Frau ihre beruflichen Wünsche, ihren Drang zur Selbstverwirklichung, gefälligst zurückzustellen, sobald sie sich für Kinder entscheidet? Oder ist sie dann das „Heimchen am Herd“?

Meine Erfahrung ist: Die größten Feinde von Müttern, die mit dieser Problematik zu tun haben, sind nicht die Arbeitgeber, ist nicht „die Gesellschaft“ – es sind wir Mütter selbst, untereinander. Unglaublich, mit welcher Bösartigkeit da getuschelt wird: „Wusstest du? Die x hat ihr Kind mit einem halben Jahr in die Krippe gegeben! Das ist doch unmöglich!“ – „Verstehst du das, dass y nicht endlich wieder anfängt zu arbeiten? Die muss doch zu Hause vor Langeweile sterben mit ihrem Kind!“

Die fiktiven Briefe einer berufstätigen an eine nicht berufstätige Mutter (und umgekehrt) der Ärztin Dr. Carolyn Ee sind darum so anrührend wie utopisch. Wenn wirklich eine solche Achtung und Wertschätzung unter uns herrschen würde, gäbe es deutlich weniger Gerede und dafür viel mehr tatkräftige gegenseitige Unterstützung.

Dabei ist das Aufeinander-Herumhacken aus meiner Sicht ziemlich leicht zu durchschauen: Es drückt nichts anderes aus als die Unsicherheit bezüglich der eigenen Entscheidungen und des eigenen Lebenskonzeptes. Eine Mutter, die sich gut überlegt hat, wie sie das mit dem Beruf und den Kindern regeln will, was zu ihr und ihrer Familie passt, und die auch dazu steht, hat es nicht nötig, einen anderen Lebensentwurf schlecht zureden.

Ich für mich persönlich habe herausgefunden, dass ich ohne Job nicht zufrieden sein kann. Und ich bin übrigens auch fest davon überzeugt, dass Gott sich freut, wenn ich mit Elan und Spaß meiner Arbeit nachgehe. Andererseits möchte ich mich auch in angemessener Weise um meine wunderbaren Kinder kümmern. Beides klappt nicht ohne Kompromisse, aber es klappt. Ich möchte es nicht anders haben. Das heißt jedoch nicht, dass für eine andere Mutter nicht etwas völlig anderes gelten kann.

Hören wir doch auf, einander die Fähigkeit zu sinnvollen eigenen Entscheidungen abzusprechen und konzentrieren wir uns lieber darauf, uns gegenseitig zu respektieren und zu unterstützen!


To top

Nach oben