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Kundenservice – der Kunde ist König?

06. Juli 2014, marcus - Mannablog

Im Einzelhandel zählt eigentlich die Devise "Der Kunde ist König". Warum viele Unternehmen guten Kundenservice immer noch nicht umsetzen ist mir ein Rätsel. 

Gut behandelt zu werden wünschen wir uns eigentlich in jeder Situation. Egal ob im Privatleben zu Hause, in der Arbeit oder unterwegs im Urlaub. Das Leben ist ja auch gleich viel leichter, wenn wir uns alle zusammen durch eine nette Grundstimmung eine angenehme Atmosphäre schaffen. Besonders erwarten tun wir eine freundliche Art allerdings dann, wenn wir für etwas bezahlen, wie z.B. bei Dienstleistungen oder in Geschäften. Doch gerade dort scheint die Zauberformel des geschäftlichen Erfolgs - Freundlichkeit und Kundenservice - noch nicht wirklich angekommen zu sein.

Störfaktor Kunde

Wer hat es noch nicht erlebt, dass er in ein Geschäft gegangen ist und wurde von keinem der Verkäufer auch nur eines Blickes gewürdigt? Erst nachdem man sich durch wildes „herumgesuche“ in der Nähe des Verkäufers und einem zaghaften „entschuldigen sie bitte“ bemerkbar gemacht hat, kann man hoffen, demnächst auch bedient zu werden. Auch bei Reklamationen begegnet man ernsthaften Ausflucht-Versuchen. „Das gehört so“ oder „mit dem Artikel hatten wir ansonsten nie Probleme“ stellt den Kunden als einsamen Nörgler hin, der mit seinem exquisiten Problem ein wahrer Einzelfall zu sein scheint.

Kundenservice oder Verkaufsstrategie?

Warum wollen wir eigentlich Kundenservice? Kaufen wir mit der Dienstleistung oder Ware denn eigentlich die Freundlichkeit mit? Wer einen Kaufvertrag abschließt wird wahrscheinlich lange suchen müssen, um darin eine Klausel zu finden, die den gleichzeitigen Kauf von Freundlichkeit miteinschliesst. Allerhöchstens bestimmte Serviceleistungen sind mit inbegriffen. Wie diese allerdings umgesetzt werden, steht dann meist wieder auf einem anderen Blatt. Wir kaufen also keine Freundlichkeit, wollen sie aber dennoch haben, viel mehr noch, wir gehen davon aus, dass sie uns zusteht. In Wahrheit steht sie uns aber weder zu, noch können wir sie fordern.

In einer Welt, in der es immer schwieriger wird, sich im Wettkampf mit anderen Unternehmen zu behaupten, gibt es immer großen und ganzen noch genau einen Faktor, der einen wirklichen Unterschied machen kann: Kundenservice. Viele Unternehmen denken inzwischen um und haben diesen Umstand erkannt, allerdings kann man bei vielen erkennen, das der Service nicht echt ist, sondern eine reine Marketingstrategie. Am Ende geht es hier nur wieder nicht um den Kunden, sondern um Gewinnmaximierung. Von echtem „Kümmern“ um den Kunden oft keine Spur. Blöd für das Unternehmen, denn der Kunde merkt das.

Der Kunde im Mittelpunkt

Echter Kundenservice weiß zwar auch, dass er Kunden binden kann und sie zum Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung bringen kann, er geht aber noch weiter: Er kümmert sich tatsächlich um den Kunden. Und das merkt dieser auch. Bei dieser Beziehung ist Kundenservice nicht nur ein Wort, ein Vorsprung vor den anderen, eine Marketingstrategie, sondern ein echtes bemühen um den Menschen. Denn wenn alle zufrieden sind, dann geht es beiden gut, dem Unternehmen und dem Kunden.

Am Ende ist Freundlichkeit und Kundenservice ein Prinzip, dass uns schon Gott mit auf den Weg gegeben hat. Gute und ehrliche Beziehungen mit anderen Menschen aufzubauen fördert das Leben und macht echt Spaß. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um Liebesbeziehungen, Arbeitskollegen, die Verkäuferin am Eisstand oder den Millionendeal eines Großkonzerns handelt. Wenn man echten Service erleben darf, tut das einfach gut.

Kürzlich erlebt habe ich den z.B. letztens beim Hersteller meines Computers. Wie bereits letztens erwähnt hat mein Mac den Geist aufgegeben. Nach zwei Telefonaten mit dem Support bekam ich einen Termin im Apple Store Rosenstraße in München und konnte nach der Diagnose „SSD kaputt“ etwa eineinhalb Stunden später meinen Rechner wieder mitnehmen. Ich war wahnsinnig happy, die Leute dort waren superfreundlich und ich werde jetzt jedem erzählen, was für einen wahnsinnig guten Service Apple hat. So etwas nennt man dann im Fachjargon „Win-Win“.

Welche Erfahrungen hast Du mit Freundlichkeit und Kundenservice gemacht? Schreib mir in den Kommentaren!


FSJ Stelle bei modobonum

04. Juli 2014, claudia - Mannablog

Für alle Kurzentschlossenen mit erfolgreichem Schulabschluss in der Tasche:

Bei modobonum ist ein FSJ möglich!

Hier noch ein paar Eckdaten:

Ein FSJ läuft mindestens 6 Monate, bis maximal 1,5 Jahre.

Es gibt drei Seminare mit insgesamt 25 Seminartagen.

Das FSJ ist ganz normal sozialversicherungspflichtig, also mit Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung.

Sofern du keine anderen größeren Einkünfte erzielst, wird das Kindergeld weiter bewilligt.

Wir bieten dieses gemeinsam mit dem Netzwerk- M an. Netzwerk- M übernimmt die Betreuung der FSJ-ler und auch die Durchführung der Seminare.

Urlaub nicht zu vergessen: 26 Tage.

Am Ende der Zeit stellen wir ein Zertifikat bzw. Zeugnis aus.

 

Hier findest du noch mehr Informationen zum FSJ:

http://deinjahr.org/2010/front_content.php?idcat=429


Welche Blogs von und für Christen gibt es in D-A-CH?

02. Juli 2014, marcus - Mannablog

Wir wollen die christliche Bloggerszene analysieren.

Welche Seiten gibt es? Wer schreibt sie? Wie oft erscheinen Artikel? Und viele Fragen mehr. Allerdings benötigen wir hierfür Deine Hilfe und auch die Deiner Freunde! Schreibt uns bitte, welche christlichen Seiten/ Blogs ihr lest oder kennt!

Was wir mit Modobonum machen, tun andere auch und deshalb starten wir diese Projektstudie. Unser Ziel ist es herauszufinden, warum Menschen über Gott schreiben, was sie über Gott schreiben und wer ihre Leser sind.


Ein Leben wie ein Urlaub?

01. Juli 2014, Mannablog

Bestimmt kennst du diese stolzen Posts in den sozialen Netzwerken: „Aah, Urlaub! Der Himmel auf Erden, endlich!“ Und dazu dann ein filterbelastetes Instagramfoto.

In mir steigt dann manchmal eine gewisse Sehnsucht auf, es den Leute gleich zu tun. Ist ja auch schon längst bestätigt, dass Facebook depressiv und eifersüchtig macht, blabla. Diese Gefühle vergehen bei mir aber relativ schnell wieder, wenn es ein paar Tage später heißt: „Heute geht’s wieder nach Hause, ich will nicht!! Es war einfach sooo schön hier.“ Dann noch das obligatorische Schmollmundselfie und diverse weinende Smileys geben den Rest.

Urlaube kommt und gehen. Ich habe diese Woche den Spruch „Choose quality over quantity“ gelesen. Weise Worte und ich kann dem eigentlich zustimmen. Etwas richtig gut zu machen statt durch 100 Dinge zu hetzen, klingt plausibel. Ist aber auch in einem vollen Alltag nicht so leicht umsetzbar. Ich kriege zur Zeit auch immer mehr die Folgen von Bachelor- und Masterumstellung zu spüren. Studieren mit allem drum und dran kann richtig viel Zeit beanspruchen, zumal man so viel mehr Rollen ausfüllt als nur die des Studierenden.

Ich glaube, deshalb wollen Menschen sich diese „Aus“-Zeiten gönnen. Wo das Rennen hinter der To-Do-Liste mal aufhört (oder wer jagt hier eigentlich wen?) und man Qualität (er-)lebt. Aber sollten wir, so gut Urlaub auch tut, nicht dennoch jeder für sich mal hinterfragen, was Qualität des Lebens wirklich bedeutet? Ist das Qualität, wenn ich krampfhaft nach dem besten Urlaubsangebot suche und meine Begleitung anmotze, weil wir fast unser wasauchimmer verpassen? Ist das Qualität, eine Beziehung schleifen zu lassen, von wegen „Nein, Schatz. Essen gehen ist nicht drin – wir wollen doch in den Urlaub fahren!“

Klar, hier ist die Grenze zur Geduldslosigkeit leicht überschritten. In einigen Aspekten ist es gut, warten zu lernen und geduldig zu sein, nicht alles zu bekommen, was man meint zu brauchen. Aber das Extrem, nur auf die Höhepunkte im Monat, im Jahr zuzuleben beobachte ich doch auch!

Dabei muss Arbeit und Alltag ja nicht immer total spaßig sein, aber zumindest einem Zweck dienen, Sinn vermitteln. Uns so einteilbar sein, dass ich immer wieder Inseln finde, auf denen eine Pause möglich ist – wo ich Mensch bin, mit allen seinen Bedürfnissen und Funktionen außerhalb von Arbeit und Pflichten.

Man muss sich mal vorstellen, wie jeder Mensch so vor sich hin ackert, sich und seine Aufgaben wahrscheinlich oft zu wichtig und zu ernst nimmt und am Ende seines Lebens zerrieseln er und sein Werk zu Erde – wenn es gut lief, hat seine Arbeit etwas mehr bewirkt als mit seinem Tod zu enden.

Wenn ich mir vorstelle, dass da mal mein himmlischer Vater vor mir stehen wird und mit mir mein Leben anschaut – glaube ich wirklich, ihn beeindruckt es, wenn ich unter Dauerstress stand, alles erledigt habe und meinte, alles überblicken zu müssen?

Vielleicht reicht es manchmal, in den Dingen, in denen das möglich ist, nur für heute zu denken und zu planen. Heute zu leben, so wie sich das wahrscheinlich jeder schon oft vorgenommen hat. „Deshalb sorgt euch nicht um morgen - der nächste Tag wird für sich selber sorgen! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Lasten hat.“ Matthäus 6,34

Was mir sonst so eingefallen ist:

- Musik, Menschen und Natur erleben.

- Mehr auf das 'wie' als auf das 'was' achten. Hat die Qualität von Leben am Ende nicht auch damit zu tun, 'wie' ich in der anstrengenden Zeit mit xy umgegangen bin und mit welchem Motiv ich diese Aufgabe xy freiwillig übernommen habe? Ja, warum tu ich eigentlich, was ich tu?

- Die Sabbathruhe suchen und finden. Sich zum Beispiel den Sonntag wirklich frei nehmen und Frieden und Ruhe (oder vielleicht brauchst du als Ausgleich ja gerade mal etwas Action, um den Kopf frei zu kriegen?) an Gottes Herz finden.

„Meinen Frieden gebe ich euch; einen Frieden, den euch niemand auf der Welt geben kann.“ Johannes 14,27

- Viel Wasser oder Tee trinken, schlafen.

- Aufgaben der Woche aufschreiben, wegstreichen – Erfolge visualisieren.

- Auch mal gute Dinge streichen, wenn sie so sehr zur Routine geworden sind, dass sie nur Zeit stehlen. Ein Hobby ist schön und gut, wenn es auch wirklich ein Ausgleich zur Arbeit ist und man wirklich dahinter steht. Wenn man immer auf die Uhr schauen muss bzw. nach dem Kino die halbe Nacht nacharbeitet, ist das auch blöd. Sich bewusst dafür entscheiden.

- Die Qualitätselemente des persönlichen Lebens in den Alltag integrieren. Platz schaffen. Ich habe mir jetzt zum Beispiel eine separate Kreativecke gebaut, eine andere als mein Schreibtisch, wo ich sonst arbeite.

Setzen wir unsere Erwartung letztlich nicht genau damit unter Druck und besonders hoch an, dass wir oft auf der Suche nach „Glück“ sind? „Gott nahe zu sein ist mein Glück.“ Psalm 73,28 Das war die Jahreslosung von 2013. Vielleicht gilt sie ja auch heute, sogar für dich und mich.


Herausforderungen im Leben, einfach nur funktionieren oder der „Flow“

29. Juni 2014, marcus - Mannablog

Hat meinen Flow zerstört: Macbook Air.
Hat meinen Flow zerstört: Macbook Air.

Menschen mögen Herausforderungen im Leben. Aber wenn es um alltägliche Dinge geht, dann sollen sie am liebsten einfach nur funktionieren, sonst geht der Flow verloren.

 

Eigentlich kenne ich kenne ich keinen gesunden Menschen, der ab und zu nicht auch gerne mal eine kleine Herausforderung löst. Herausforderungen stellen und vor Probleme und Rätsel, die gelöst werden wollen, und erfüllen somit ähnliche Anforderungen wie ein gutes Computerspiel. Wenn man sich dann letztendlich durchgekämpft hat und am Ziel angekommen ist, erhält man als Belohnung ein richtig gutes Gefühl – zusätzlich zum gemeisterten Problem.

 

Einfach nur funktionieren

Jeder von uns kennt allerdings Dinge, die in erster Linie einfach nur funktionieren sollen. Im großen und ganzen sind das die Dinge des Alltags. Ich habe noch niemanden erlebt, der vor Freude in die Luft gesprungen ist, weil er morgens zu spät zur Uni oder Arbeit kommt, weil das Auto plötzlich nicht anspringt oder die Bahn mal wieder einen technischen Aussetzer hat. Genauso werden die wenigsten es als positive, willkommene Herausforderung ansehen, wenn mitten im Winter die Heizung ausfällt oder mitten in der Sommerurlaubsreise durch Süditalien die Klimaanlage des Autos.

 

Herausforderungen, die uns anspornen und willkommen sind, liegen eher auf anderen Gebieten. Meistens sind das Dinge die wir freiwillig tun und uns gerne auferlegen, wie z.B. die Reparatur eines kaputten Autos an sich, der Bau einer Gartenhütte oder die Kreation eines unvergesslichen, aber schwierigen Abendessens. Natürlich gehören hier auch berufliche Herausforderungen dazu, die es zu schaffen gilt.

 

Wenn der „Flow“ blockiert wird

Manche Dinge, wenn sie nicht funktionieren, tun besonders weh, und zwar weil sie den „Flow“ blockieren. Das heißt, sie unterbrechen eine momentan stattfindende, außergewöhnlich gut laufende Aufgabe. Für manche ist das die nicht funktionierende Kaffeemaschine, für andere das ständig klingelnde Telefon und für mich ist es seit etwa zwei Wochen mein Mac.

 

Eigentlich heißt es ja immer, Macs funktionieren einfach – und bisher war das bei mir eigentlich auch immer so. Aber seit etwa zwei Wochen friert das Ding ständig ein und es geht nichts mehr. Dann dauert es meist etwas fünf Minuten, bis er wieder läuft. Anfangs waren die Aussetzer noch eher selten, aber seit etwa zwei Wochen stürzt das Teil im Extremfall bis zu 15 mal pro Tag ab. Gut, dass ich eine erweiterte Garantie dafür gekauft hab und somit auch nach zwei Jahren noch echt guten Telefonsupport bekommen habe. Wahrscheinlich konnte ich das Problem jetzt eingrenzen, aber mein Flow ist trotzdem jeden Tag aufs neu gestört gewesen. Und das mitten in einer wichtigen Arbeit, die bald fertig werden soll. Alltagsdinge die nicht funktionieren, sind der Killer jeder Kreativität. Auf dieser Erde tendiert leider tatsächlich alles in Richtung „kaputt gehen“, anstatt in Richtung „es wird immer besser“. Wenn man sich Dinge kauft, muss man eigentlich schon im Hinterkopf haben, dass dieses Teil irgendwann einmal zu einem Zeitpunkt „X“ den Geist aufgeben wird. Gut, dass uns Gott eine neue Welt versprochen hat, auf der es keinen Tod mehr gibt. Ich zähle da jetzt einfach mal „kaputt gehen“ mit dazu.

 

Jetzt würde mich natürlich interessieren, was Deine persönlichen Flow-Killer sind. Wenn es nicht gerade deinen Flow zerstört, dann nimm Dir doch die Zeit und schreib mir in den Kommentaren!


Der perfekte Ort

27. Juni 2014, claudia - Mannablog

Es ist Freitag Abend 19 Uhr. Gefühlt habe ich einen grauenvollen Tag hinter mich gebracht. Meine Ratio bemüht sich dem zu widersprechen, doch die Ratio kann den Emotionen nicht stand halten. 

Als ich auf der Suche nach einem passenden Bild war um diese meine Abendverfassung zu beschreiben, fiel ich über diese Aufnahme von Manila. Es war ein herrlicher lauer Frühabend, doch kein Strand sondern nur Kaimauer. In der Ferne war wunderschönes blaues, angenehm warmes Wasser vor einem herrlich blauem Himmel, doch bei näherer Betrachtung war das Wasser nicht besonders sauber. 

Ich wünsche mir ein neues Leben, mit sauberem Wasser und herrlich blauem Himmel, mit einem sauberen feinen Sandstrand wo meine Füsse sich im Sand eingraben können. Nur weiß ich, dass meinem Wunsch auf dieser Erde nicht entsprochen werden kann, weil es dieses perfekte Paradies hier nicht gibt. 

Ich aber bin der Überzeugung, dass es so einen Ort gibt. Nach dieser neuen Erde sehne ich mich.


The tree of life - Es gibt zwei Wege durch das Leben

26. Juni 2014, Mannablog

"Es gibt zwei Wege durch das Leben - den Weg der Natur und den Weg der Gnade. Man muss sich entscheiden, welchen man geht."

Ich habe diesen Film von einer sehr guten Freundin empfohlen bekommen. Also hab ich mich nach der Arbeit ins Kino gesetzt und mir "the tree of life" angeschaut.

Es ist ein Film, wie du noch nie einen gesehen hast, fern von Gewalt und Blutvergießen. Es geht um einen Erwachsenen, der auf seine Kindheit zurückschaut: Vater, Mutter, ewig ringt ihr in mir und nie hört ihr auf. Die Eltern vertreten völlig verschiedene Lebensanschauungen. Während die Mutter liebevoll mit ihren Söhnen umgeht und auf all das Schöne in der Natur weist, ist der Vater auf Drill und Stärke aus: Seine Söhne sollen es in der Welt zu etwas bringen, rücksichtslos, tyrannisch und gewalttätig ist sein Handeln.

Ich war so gefangen von dem Film, der Musik u.a. Die Moldau von Smetana, die man auch im Trailer hören kann. Wenn du also einen wirklich wundervollen Film sehen willst, der auf die Schönheit der Natur verweist, dann schau dir the tree of life an! Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen. Oder hast du schon mal einen Schmetterling auf der Hand gehabt oder gesehen, wie eine Qualle sich fortbewegt oder wie es im Inneren eines Vulkans ausschaut? Hast du gesehn, wie Wassertropfen in Großaufnahme aussehen? Wenn nicht, dann hast du jetzt die Möglichkeit, herrliche Bilder anzuschauen.

"Wer nicht liebt, dessen Leben fliegt an ihm vorbei."


Wandern bedeutet Anstrengung und Erfolg

25. Juni 2014, claudia - Mannablog

Es sollten nur etwas mehr als 300 Höhenmeter Unterschied sein. Im Nachhinein betrachtet, war das auch alles ganz entspannt. 

Als wir aber auf dem Schneefeld standen und der Trampelpfad scheinbar senkrecht nach oben wollte, streckten sich die Schritte in die Länge. Die zwei untersten Gestalten gehören jedenfalls auch noch zu uns. 

Oben an der Hütte in der Sonne im Windschatten des Hauses, war alles ganz schnell vergessen und einfach nur gut.


If Words were my Language

24. Juni 2014, Mannablog

In letzter Zeit komme ich immer wieder mit der englischen Sprache in Berührung. Zum Einen kenne ich ein paar Leute, mit denen ich auf Englisch rede und zum Anderen lese ich gerade ganz gern Sherlock Holmes. Mir macht es vor allem Spaß laut zu lesen, weil ich da noch mehr das Gefühl für die Sprache bekomme (und eine heisere Stimme gratis dazu). Schaden kann es ja eigentlich auch nicht, an seiner Aussprache zu feilen. Ich komme damit zwar nie an die tollen Akzente heran, die die unterschiedlichen Muttersprachler setzen, aber zumindest kann ich irgendwann so gut werden, wie es mir persönlich möglich ist.

learn a languageVor einer Weile habe ich mir in der Drogerie so einen English Breakfast Tea gekauft. Für das ultimative englische Frühstücksgefühl, direkt nach dem Aufwachen sozusagen. Naja, nicht wirklich. Er schmeckt mir zwar gut und wahrscheinlich macht mich der Schwarze Tee darin auch etwas munterer, aber ich fühle mich deshalb nicht mehr der anderen Seite des Ärmelkanals zugehörig.

 

Eine Fremdsprache ist an sich ganz praktisch, wenn man in einer Situation ist, in der man sie braucht. Beim Urlaub im Ausland oder beim Auslandssemester, beim beruflichen und privaten Kontakt mit unterschiedlichen Kulturen, im Sprachkurs etc. Aber solange man sie nicht akut braucht, hockt sie unbenutzt in ihrer Schublade. Damit sie nicht völlig eingestaubt ist, wenn sie dann doch mal gebraucht wird, muss sie immer wieder in den Mund genommen werden und das Gehirn durchwandern. So blöd das klingt. Und vielleicht geht es dir dann auch wie mir manchmal – dass du in der Fremdsprache denkst und dir überlegen müsst, wie das, was du sagen willst, denn gleich in deiner Muttersprache ausdrückbar ist.

 

Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, wie wichtig es ist, eine bestimmte Sprache fließend sprechen zu können. Ich meine die Beziehungssprache mit Gott. Es gibt Zeiten, da spreche ich lieber mit Freunden über das, was mich beschäftigt und ich denke Gott hat uns auch bewusst als soziale Wesen geschaffen. Aber es gibt auch die Tage, an denen ich genau weiß, dass ich mir damit zwar irgendwas von der Seele reden würde, aber keine Antwort auf der ganzen Welt mir das geben könnte, was Gott mir geben kann.

Vielleicht kennst du solche Momente, wo du innerlich mit dir selbst kämpfst und dir eine Sache zu groß und unfassbar scheint, um sie mit Worte auszudrücken. Ich merke, dass es mir hilft, auch und besonders diese unausgesprochenen Worte vor Gott zu bringen. Er hat versprochen, meine Gedanken schon zu hören und zu verstehen, bevor ich sie in zurechtgelegten Worten an ihn richte. Diese Sprache ist vertraut und von so einem Frieden und Geborgenheit geprägt, dass alleine das Wissen um seine Fürsorge manchmal Antwort genug ist.

 

cracks in your wallIch habe letztes Wochenende mal wieder intensiv Musik gehört, diese Art von Musikhören, wo man einfach nur dasitzt und zuhört – mit den Ohren, dem Gefühl, dem Herzen – auf Text und Musik. Klingt kitschig, nennt man glaube ich genießen. Jedenfalls wollte ich ein paar schöne Lieder für jemanden zusammenstellen, der gerade viel um die Ohren hat (nur eben vielleicht nicht die passende Musik), und dabei ist mir ein Lied besonders aufgefallen. Jason Gray – „Fear is Easy, Love is Hard“ heißt es. Es geht darin darum, dass ein Mensch sich lieber einigelt anstatt zuzulassen, dass die Liebe in ihm das Licht anmacht. Es geht darum, dass wir manchmal krampfhaft an den Mauern um unser Herz festhalten und aus blöden Situationen heraus bitter werden.

make my words a beautiful bouquetIch möchte nicht hart und bitter werden und mein Herz ummauern. Das Herz soll nicht auf Krawall gebürstet sein, sondern Liebe sammeln und weitergeben. Was denkst du, das klingt doch besser – oder? Für mich ist der beste Weg dahin, den Abfluss zu benutzen. Meine Sprache mit Gott einzusetzen und zu erleben, was sie und er mit mir machen.


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