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Klatsch und Tratsch, Interpretation und Gerücht, Lüge und Wahrheit

06. Juni 2014, claudia - Mannablog

Nichts ist so schön wie über andere herzuziehen. (Solange sie es nicht mitbekommen.) Gestern abend saßen wir in einem Restaurant, als am Nebentisch der Klatsch und Tratsch des Ortes analysiert und umgerührt wurde.

Gerade habe ich in Bild.de vorbeigeschaut und musste mal wieder feststellen, dass sich das Gespräch vom Nachbartisch und die Quatität bei Bild nicht wirklich unterschieden. Etwas EHEC und Kachelmann, mit Alice Schwarzer und Royal Soap. Etwas Wahrheit und Lüge miteinander vermischt und fertig ist das Gerücht.

Wehe dir, wenn du das Objekt der Begierde bist. Es ist völlig egal welches Verhalten du zeigst, immer bist du dran.

Hast du aber auch gestern beim Spiel um Klatsch und Tratsch mitgemacht, dann wäre es an der Zeit dir selbst eine Frage zu stellen. Würde es dir gefallen, wenn über dich so gesprochen und gehandelt wird. Sag nicht einfach, aber es war doch die Wahrheit. Prüfe dein Verhalten ob es der Sache, um die es geht, angemessen ist. Fragen wir unseren eigenen Bauch mahnt er uns zur Verbesserung.

Nicht umsonst heißt es: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Die große Kunst ist es zu erkennen, wann was dran ist. Ich wünsche mir von uns Menschen, dass wir lieber einmal mehr schweigend zusammen sitzen, als Klatsch und Tratsch mit Lüge und Wahrheit umzurühren.


Limonadenrezepte für Zitronentage

03. Juni 2014, claudia - Mannablog

Jeder Tag verdient eine Chance. Manchmal sehen wir sie nur nicht.

Max Lucado ist in meinen Augen ein faszinierender Schriftsteller. Ich mag viele seiner Bücher. In seiner leichten Art beschreibt er sein Glaubensleben und seine Herausforderungen mit Gott und den Mitmenschen.

Alex hat ein Buch geschenkt bekommen: Limonadenrezepte für Zitronentage.

Auch wenn mancher sagt, die Bibel langt und das vom Prinzip auch richtig ist, so stelle ich fest, dass Bücher von Christen wichtig sind. Sie zeigen uns, dass wir nicht alleine sind. Sie helfen bei den Herausforderungen mit Gott und den Mitmenschen.

Suchst du ein kleines mutmachendes Buch zum Verschenken oder selbst Lesen, möchte ich dir Limonadenrezepte von Max Lucado empfehlen.


Gibt es Vorherbestimmung?

01. Juni 2014, claudia - Mannablog

Letzte Woche ging es in einem Gespräch um die Frage der Vorherbestimmung. Immer wieder kommt die These auf, Gott weiß doch eh alles und damit ist doch auch unser Werdegang klar und damit ist alles vorherbestimmt und wir haben keine wirkliche freie Entscheidung. Nach dem Prinzip, es gibt nur einen guten Weg A und alle anderen Varianten sind falsch.

Bei solchen Fragen dauert es manchmal eine Weile bis ich eine Antwort geben kann. Hier ist meine Antwort dazu:

Ich kenne ein junges Mädchen, das riesige Füße hat und dabei noch kleiner ist als ich. Vor einiger Zeit ermittelte ein Arzt anhand ihres Fußknochenaufbaus die Größe die sie eigentlich hätte erlangen sollen. Wenn ich mich recht erinnere war es um die 1.80 Meter. Schuld an ihrem stagnierenden Wachstum waren schlimme Erlebnisse in ihrer Wachstumsphase. Ihre Füße waren schon gewachsen, nur der Rest war nicht mehr nachgekommen, weil die Kraft für Überleben und Wachsen nicht ausreichte.

Gott YHWH wollte also nicht, dass sie so klein wird. Er wollte eine attraktive Frau schaffen und hat ihr alles in die Wiege gelegt, was sie dazu braucht. Allerdings haben andere Menschen negativen Einfluss auf ihr Leben genommen und sie muss die Folgen tragen, ob sie will oder nicht. Er hat es getan, obwohl er wusste, was in ihrem Leben alles geschehen wird.

Für mich sind diese Füße ein wunderbares Besipeil wie Gott YHWH handelt. Er ist wie perfekte Eltern zu uns. Auch Eltern können bei vielen Handlungen ihrer Kinder schon vorher sagen, wie etwas ausgeht. Deshalb akzeptieren sie trotzdem das Handeln ihrer Kinder und helfen hinterher beim Scherben zusammen kehren.

So akzeptiert Gott YHWH auch das Versagen anderer Menschen an uns und unser Versagen an ihnen. Wir alle handeln nicht immer richtig, nur die Konsequenzen sind unterschiedlich heftig.

Ich bin froh, dass mein Vater YHWH einen besseren Überblick hat. Sowohl in meinem Leben, als auch auf unsere Erde als Ganzes. Ob ich ihn aber frage, wie ich handeln soll und seinem Vorschlag folge, liegt an mir allein. Das ist in meinen Augen das eigentliche Thema. Deshalb gibt es mit dem Gott der Bibel, YHWH keine Vorherbestimmung die nur einen Weg als guten festlegt. Mein Vater YHWH gibt mir ein Leben in Fülle und das immer wieder aufs neue. Dabei öffnet er neue Türen und zeigt neue Möglichkeiten. Eltern versuchen immer wieder, dass Beste aus ihren Kindern zu holen und ihnen alle Chancen für ein tolles Leben zu geben. Genau so ist mein Vater YHWH auch. Ach, und die gute Nachricht: das gilt genauso auch für dich. :-)

Nocheinmal: Es gibt keine Vorherbestimmung, sondern ein Leben in Fülle auch für dich.


Sintflutartiger Regen und ein Stadtplan

31. Mai 2014, claudia - Mannablog

Vor einigen Tagen waren wir gemeinsam in Meissen unterwegs. Der Himmel war leicht bewölkt, es waren angenehme Temperaturen, die Stimmung gut. Es versprach ein sehr schöner Tag zu werden. 

Schnell noch ein Foto vom aushängenden Stadtplan gemacht und los ging es die Stufen hoch zum Dom. Eine kurze Überlegung: Jacke - ja/nein? Wozu denn? Es ist doch wunderbares Wetter.

Im Dom merkten wir nicht, wie das Wetter kippte und es zu regnen begann. Erst auf dem Weg zur Tür merkten wir den kühlen Wind und die Feuchtigkeit. Unsere Augen überzeugten uns, dass unser Gespür richtig war. LEIDER!

Es regnete Sintflutartig bei sehr frischen Temperaturen, insgesamt noch weitere 4 Stunden am Stück. Die wir erst in der Kirche verbrachten und dann im gegenüber liegenden Kaffee. Kein Taxi war zu bekommen, kein Weg schien wieder zu unserem Auto zurück machbar zu sein.

Irgendwann betete ich dann: Jesus, wenn es denn regnen soll, dann lass uns wenigstens was sinnvolles daraus machen. (Du merkst meine Verzweiflung.) Kurz darauf wurde es besser und wir konnten im Regen über eine Abkürzung, die nur in der Karte stand zum Auto fliehen. 

Später hörten und sahen wir die Folgen des starken Regens vor Ort. Wir sahen die Pegel der Elbe steigen und waren froh und dankbar gut in unserem Auto angekommen zu sein. 


Improvisieren wie ein Profi

29. Mai 2014, Mannablog

Unsere Großelterngeneration wusste noch, wie man sich zu helfen wusste. Wenn was kaputt war, dann haben sie es repariert und irgendwie improvisiert. Bis zu einem bestimmten Grad ist das wie bei vielen solchen Aussagen natürlich nicht wahr oder auf jeden Menschen zu verallgemeinern. Aber es gibt dennoch die Tendenz dazu, dass wir heute viel mehr Dinge austauschen und ersetzen, wenn sie nicht mehr funktionieren, wie wir das gewohnt waren oder wenn sie nicht mit dem Zeitgeist und unserem Belieben mitgehalten haben.

Das klassische Beispiel, auf das man das beziehen kann, sind wahrscheinlich Beziehungen. Das ist aber bei jedem anders und darauf will ich jetzt auch nicht näher eingehen. Ob du dich von deinen Partnern regelmäßig trennst und warum – oder ob du das mit deinen „Freunden“ so machst, das ist deine Sache und deine Frage an dich selbst. Aber wir machen das ja auch mit den ganz alltäglichen Dingen so. Zumindest weiß ich, dass es viele Leute gibt, die sich ständig neue Geräte kaufen, weil es ein Upgrade gibt. Dann kommt das alte halt weg oder wird verschenkt und man stellt sich auf das neue ein. Das alte war deshalb ja nicht schlecht, hat nur im Vergleich nicht mehr so gut abgeschnitten.

Ich lese zur Zeit ein paar Bücher zum Thema Kreativität. Darin wird beschrieben, wie man Probleme lösen kann, indem man um die Ecke denkt und improvisiert. Wenn man schon oft Erfolge verzeichnen konnte, fällt es einem leichter, sich selbst kreative Lösungen zuzutrauen. Und der Erfolg stellt sich dann auch leicht wieder ein. Ich merke das auch in meinem Nebenjob. Da funktioniert irgendeine Sache in der Adobe-Palette nicht und ich muss es manuell lösen oder mir Sachen ausdenken, über die ich noch nie nachgedacht habe. Das ist herausfordernd, aber macht auch richtig viel Spaß. Danach freue ich mich, dass ich den Dingen nicht hilflos ausgeliefert bin, sondern auch mal auf Umwegen zu einem Ergebnis komme.

Kann es sein, dass wir uns manchmal mit unseren hohen Ansprüchen und selbstgefertigten Schablonen selbst das Leben vermiesen? Ich meine solche Aussagen wie „Das Wochenende ist gelaufen – schau dir mal den Haufen Arbeit an!“ oder „An dem Tag kann ich doch niemals alle meine Freunde zu meiner Geburtstagsfeier einladen, irgendwer kann da garantiert nicht!“. Nachvollziehbar sind sie natürlich, ich rühre manchmal ganz gerne mit in dem Selbstmitleidstopf. Aber im Prinzip verbaue ich mir damit alle Umwege. Ich mache einfach zu und will nicht weiter über eine Lösung nachdenken. Ich weiß nicht, auf wen sich meine Enttäuschung richtet – nach Belieben auf mich, meine Aufgaben, andere Menschen, das Wetter. Wer schuld ist, ist in solchen Sachen nicht wirklich wichtig.

Ich habe zur Zeit viel zu tun und deshalb schreibe ich auch selten einen Blogbeitrag. Vielleicht könnte ich öfter etwas schreiben, aber dann wäre es vielleicht nicht so gut durchdacht oder würde mir nicht wirklich auf dem Herzen liegen. Heute habe ich mich aber doch mal dazu durchgerungen. In den letzten Tagen habe ich außerdem überlegt, wie ich meinen Geburtstag feiern könnte und ob überhaupt. Die Uni-Aufgaben gehen mir gerade nicht aus, da wusste ich einfach nicht, wann es mal klappen sollte. Aber mal ehrlich – ich studiere nicht, um später zu bereuen, dass ich nicht mal Zeit dafür hatte, meinen Geburtstag zu feiern! Also habe ich kurzerhand beschlossen, doch zu feiern und das in dem Rahmen, der mir gerade möglich ist. Wir können in so vielen Lebensbereichen improvisieren und werden uns darüber wohl mehr freuen als über eine Anleitung aus dem Bilderbuch, die ohne Probleme in unser Leben passt.

Gott hat uns die Gabe gegeben, Dinge zu kreieren, kreativ zu sein, umzudenken. Lasst uns das nutzen und damit auch anderen dienen. Perspektivlosigkeit macht sich nirgendwo gut. Egal ob auf dem Lebenslauf, in der Teamarbeit oder der persönlichen Planung. Sie zeugt davon, dass wir Gott nicht wirklich vertrauen, der uns doch aber versprochen hat, uns alles zum Besten dienen zu lassen.


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