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Die T-Killerzelle und andere tapfere Krieger

12. Juni 2013, marcus - Mannablog

Irgendwas stimmt da nicht. Dieses klitzekleine Kratzen in der linken, hinteren Ecke ganz unten im Rachenraum gehört da nicht hin. Wird schon nicht so schlimm sein, mir geht´s ja eigentlich ganz gut, das geht bestimmt wieder vorbei. Aus dem Kratzen wurde im Laufe des Abends ein trockener, schmerzender Hals, der sich zu einer allgemeinen Mattheit mit Halsschmerzen formte und schließlich in einem fieberhaften Infekt mit allem drum und dran mündete. 
Es wäre ja wirklich interessant, in diesem Moment mal mit einem Mikroskop in meinen Körper hineinsehen zu können, und das Geschehen dort zu beobachten. Ich gehe jede Wette ein, dass der Krieg, der dort stattfindet, es mit jedem Hollywood-Action-Blockbuster aufnehmen könnte. Der Körper wartet mit einem wahren Arsenal an Waffen auf, das er spezifisch gegen die unterschiedlichsten Angreifer und Feinde einsetzen kann. Es gibt Zellen, die einfach alles fressen was sich ihnen in den Weg stellt. Zellen, die giftige Substanzen ausscheiden um Angreifer platt zu machen; andere Zellen wiederum gehen ständig Patrouille und kontrollieren andere Körperzellen, ob diese zum Beispiel mit Viren infiziert sind. Es gibt Gedächtniszellen, die sich die Angreifer genau einprägen, um sie in Zukunft sofort wieder erkennen zu können; und eine Gruppe von Zellen, die Oberflächenbestandteile von Bakterien und Viren einsammeln, um diese dann anderen, auf Töten spezialisierten Zellen zu zeigen - den T-Killerzellen. Das hört sich doch gut an, wir haben tatsächlich eine Killerzelle. Die bekommen sozusagen das Passbild der Eindringlinge vorgehalten und gehen dann auf die Jagd!
Ohne dass wir es mitbekommen, verrichtet so das Immunsystem sein Alltagsgeschäft und hält ständig anfallende Eindringlinge und entartete Körperzellen in Schach. Wenn es allerdings mal zu einem richtigen Kampf kommt, dann bekommen wir das sehr wohl mit, unter Umständen dann sogar mit hohem Fieber, Husten, Schnupfen, und so weiter. Ich möchte mir gar nicht vorstellen wie es wäre, wenn dieses Immunsystem von einem Tag auf den anderen einfach ausfällt. Wenn auf einmal alle verantwortlichen Körperzellen keine Lust mehr haben und sich lieber in Richtung Haut auf den Weg zum Sonnen machen. Gott sei Dank hat mein Immunsystem seine Arbeit noch nicht quittiert, sondern hängt sich rein, koste es, was es wolle.
Man könnte wirklich sehr viel lernen von der Hingabe der Zellen des Körpers, ein Teil des großen Ganzen zu sein. Wo wir auch hinsehen, egal ob im Körper oder in der Natur im allgemeinen, existiert keine Pflanzen oder kein Lebewesen, ohne dass es nicht einem anderen einen Nutzen bringt. Na gut, auch die Natur ist nicht mehr perfekt, aber das ist ein anderes Thema.
Wenn du also morgens aufstehst und gesund bist, dann hast du schon den ersten Grund um Gott danke zu sagen für ein gut funktionierendes Immunsystem, und seine Bereitschaft sich für dich aufzuopfern. Vielleicht hast du dann ja noch am selben Tag die Möglichkeit für jemand anders da zu sein.


Schlafen und fittes Erwachen für Schlafsuchende - Thema: Sport

11. Juni 2013, claudia - Mannablog

Derzeit habe ich eine Miniserie zum Schlafen laufen. Ursprung war eine Aussage, die in einer populären deutschen Tageszeitung stand. Dort war zu lesen, dass jeder 4. mit Einschlaf-, bzw. Durchschlafproblemen kämpft. Am nächsten Morgen ist an ein fittes Erwachen nicht zu denken.

Gestern ging es um die Bedeutung der 2-3 Stunden vor dem Einschlafen. In dieser Zeit sollten wir unserem Körper die Möglichkeit geben runterzufahren, also zu entspannen.

Sport ist gesund

Ich weiß nicht so genau, wem der Ursprung des Zitates zuzuschreiben ist, ich kenne das Zitat von Georg Kreisler. [youtube:fnJYO6JzK7k] Auch wenn Herr Kreisler nicht so ganz Unrecht zu haben scheint, so ist eine sportliche Aktivität für einen guten Schlaf unerlässlich.

Im Grund ist Sport ein viel zu hochgegriffenes Wort. Um gut schlafen zu können, langt eine halbe Stunde zügig laufen und das drei Mal in der Woche.

Ich finde es erstaunlich, dass unser Körper eine Belastung für sich selbst benötigt. Bekommt er diese Beanspruchung nur für die graue Masse im Gehirn, ist es einfach zu wenig.

Wer einfach gehen uncool findet, der hat das gesamte Programm an sportlichen Möglichkeiten. Im Grunde gibt es keine Beschränkung, auch Umgraben im Garten oder Holz hacken erfüllt den schlaffördernden Zweck.

Eine einfache Grundregel sagt: 2-3 Mal in der Woche für mindestens eine halbe Stunde echte körperliche Belastung, beser an frischer Luft als drinnen.

In diesem Sinn: gutes Schwitzen!


Schlafen und fittes Erwachen für Schlafsuchende - Thema: Abschalten

10. Juni 2013, claudia - Mannablog

Je nach recherchierter Quelle hat jeder 2.-4. in Deutschland seine Schwierigkeiten mit dem Schlafen. Sei es das Einschlafen, was nicht so gelingen will oder ein frühes Erwachen mitten in der Nacht, am Morgen fühlen wir uns wie gerädert und wollen einfach nur im Bett bleiben. Von dem Phänomen sind nicht nur die älteren Jahrgänge betroffen. Die Herausforderung "Schlafen" betrifft alle Altersgruppen gleichermaßen. Weil Schlafen für uns so wichtig ist, entstand eine kleine Serie mit Ideen und Gedanken zum Schlafen und Erwachen.

Abschalten vom Tag

Wir alle hören, sehen und erleben eine ganze Menge jeden Tag. Das kann in Form von persönlicher Aktion sein oder auch nur passiv am Fernseher, im Internet und an der Spielekonsole. All dieses Erleben will unser Kopf aufräumen und an die dazu gehörenden Zellen schicken. Dazu braucht er Zeit und vor allem Pause.

Mit anderen Worten, aufräumen kommt vor Abschalten. Wer bis zu letzt aktiv ist, braucht erst einmal etwas Zeit im Bett das Erlebte zu verarbeiten, bevor er abschalten kann. Hilfreich ist es deshalb 2-3 Stunden vor dem Schlafengehen die Aktivitäten runter zu fahren. 

Allestun: Das betrifft Multitasking besonders. Vieles gleichzeitig zu tun ist eher Kontraproduktiv, als eine Möglichkeit um runter zu fahren. Deshalb gilt vor dem Schlafen gehen, immer nur ein Ding gleichzeitig tun.

Aufarbeiten: Ich gehe noch weiter, wer schlafen will, wenn er ins Bett geht, der sollte seine Abendgestaltung überarbeiten. Hilfreich ist ein Gespräch bei dem der Tag aufgearbeitet wird. Alex und ich tun das, indem wir miteinander über unsere Tageserlebnisse reden. Aktives aufarbeiten des Tages fördert den Abschaltenprozess des Körpers. Das zur Ruhe kommen gelingt dann in der Regel schneller.

Abschalten: Zum Abschalten kann auch der Fernseher, das Internet oder ein Buch gehören. Alles das beschäftigt unser Unterbewusstsein und kann uns den Schlaf rauben. Sogar dann, wenn wir anderer Meinung sind als unser Körper.

Arbeit:

Ausprobieren: Jeder von uns hat andere Wege zur Ruhe zu kommen. Deshalb gilt, was bei dem einen klappt, heißt nicht, dass es bei jedem klappt. Ausprobieren ist deshalb angesagt. Finde raus, was du für ein Abschalttyp bist. Probiere immer eine Woche lang aus und schau dann wie du schläfst.

In dem Sinn: gutes Erwachen!

Morgen geht es um Sport.


Das Hochwasser hat alles genommen

09. Juni 2013, marcus - Mannablog

Überall in Deutschland kämpft man gegen das Hochwasser. Mancherorts waren die Häuser fast komplett mit Wasser bedeckt. Diese Menschen haben alles verloren.

Während die einen noch um ihr Hab und Gut zittern, sind die anderen schon damit beschäftigt, die Reste der Katastrophe zu beseitigen. Manche Gegenstände konnten aus dem Keller bereits vorher gerettet werden, doch manchen Betroffenen brachte nicht einmal diese Voraussicht etwas, da ihre Häuser fast komplett von Wasser bedeckt waren. Wenn sich die Wassermassen zurückziehen, wird das wahre Ausmaß der Zerstörung erst sichtbar. Möbel, Kleidung, technische Geräte, ja auch die Häuser selbst sind teilweise zerstört und unbewohnbar geworden. Mancher tut sich schwer zu begreifen, was da wirklich passiert ist und wo die Hoffnung in die Zukunft nun zu finden ist. Ich selbst habe so etwas noch nie erlebt und kann mich in diese Situation auch nicht hineinversetzen.

Menschen sind unterschiedlich und werden auch nicht gleich mit dem Erlebten umgehen. Für viele wird es auch das erste Mal sein, dass ein solch gravierender Einschnitt in ihrem Leben passiert. Vor wenigen Tagen war noch alles normal und plötzlich ist alles anders. Alles was noch übrig ist, ist ein Rucksack mit den wichtigsten Sachen. Wer in dieser Situation keinen ungebremsten Optimismus hat und über ausreichend soziale Ressourcen verfügt, wird in Gefahr stehen, jegliche Hoffnung zu verlieren.

Ich weiß nicht, wie es mir gehen würde, wenn alles in meinem Leben auf einmal weg wäre und ich alles verlieren würde. Ich weiß nur eins: Ich danke Gott, dass er in meinem Leben ist und ich weiß, dass er mich nie alleine lässt. Ich wünsche allen Betroffenen, dass sie in all dem Leid und der ungewissen Zukunft wenigstens eines behalten: Hoffnung, Liebe und das Wissen, dass ihr Leben dennoch in Gottes Hand liegt.


Zu Hause ankommen

07. Juni 2013, gastbeitrag - Mannablog

Die letzten Tage unterwegs bin ich das erste Mal mit S- und U- Bahn gefahren. Für mich als Autofahrer war das ein Erlebnis der besonderen Art. Zum einen weil ich das System der Bahnen nicht wirklich intuitiv empfinde und immer wieder mit Suchen beschäftigt war, zum anderen aber wegen der Passagiere. Und einer davon fiel mir heute morgen wieder ein, ihm sei mein Blog von heute gewidmet.
Da lag er auf der queren Fläche der Bank, sitzen war es nicht zu nennen. Der junge Körper wirkte müde und er war es auch. Die Augen geschlossen, hing er auf dieser Bank, die Bierflasche fest in der Hand. Hinter ihm auf dem Sitz lag, genau so müde, ein mittelgroßer sympathisch aussehender junger Hund. Dann nahm er sein Telefon und rief anscheinend zu Hause an. "Ich komme jetzt heim" .... " habe aber meinen Schlüssel verloren". "Ist jemand zu Hause?"
Die Passagiere drum rum schauten auf ihn herab. In ihren Augen war es eine Mischung von Entsetzen, Ekel und Erheiterung über das Telefonat. Mit ihm wollte keiner etwas zu tun haben. Keiner setzte sich zu ihm auf die Bank, rund um ihn war ein großer Abstand.
Doch eigentlich wollte der junge Mann nur nach Hause und er wusste, wo sein zu Hause war. Nur der Schlüssel um hinein zu kommen hat gefehlt.
Ich hätte gerne eine Haltestelle gehabt für diesen jungen Mann. Eine Haltestelle auf der steht: "Palast von Gott YHWH, deinem Vater" und dazu eine Durchsage: "Bitte alle aussteigen, die hierher nach Hause wollen. Die Tür ist offen, er ist zu Hause und freut sich auf dich."
Zu Hause ankommen und zu Hause sein ist einfach wunderbar! Das habe ich heute morgen nach den Tagen Reise wieder einmal besonders erlebt.


Kekse von meinem Papa

06. Juni 2013, Mannablog

Diese Woche durfte ich erleben, dass unser Vater ein Versorger ist. Von wie vielen Männern hört man, dass sie in ihrer Familie als der Versorger dastehen wollen und für die Kosten, die anfallen, aufkommen möchten. Aber nicht jeder menschliche Vater ist wirklich so fürsorglich.

Gott zeigt mir immer wieder, dass er mir bedingungslos schenkt, was ich brauche. Ich könnte die guten Dinge, die ich bekomme, die ich kann, die mir über den Weg laufen, auch als Zufall einordnen. Aber ich weiß, dass wenn ich sie als Liebesgeschenke sehe, ich deutlich dankbarer bin und auch weiß, wem gegenüber ich meinen Dank äußern kann. Einem anonymen Geber nicht danken zu können, ist doch nicht gerade das leichteste. Wenn man von einem Geschenk begeistert ist, dann möchte man doch den Dank am liebsten direkt zur Quelle zurückgeben!

Ich habe in dieser Woche meinen Geburtstag gefeiert und konnte vorher nicht so gut einkalkulieren, wie viele Getränke ich dafür kaufen muss. Die Rechnung schoss ziemlich weit nach oben, aber im Endeffekt ist so viel von der Feier übrig geblieben, plus Schokolade und Kekse, dass ich davon Wochen überleben kann. Und das mit dem Überleben war ja für zumindest ein paar Tage wirklich so eine Sache: das Hochwasser hätte auch schlimmer werden und die Zufahrtswege für Lebensmittel versperren können.

Dass Gott sich um mich kümmert, habe ich auch in Bezug auf meine Gesundheit gemerkt. Während ich letzte Woche noch durch die Gegend humpeln musste, weil ich mir den Rücken gezerrt hatte, war an meinem Geburtstag fast nichts mehr zu spüren. Jetzt ist nach etwa zwei Wochen grauem Himmel ohne ein Fünkchen Blau auch endlich wieder die Sonne draußen! Wenn ich diese Geschenke, und es sind noch ein paar mehr, wirklich persönlich nehme, dann stellt sich mir die Frage nach dem „Warum?“. Und die Antwort auf dieses 'warum' kann ich nicht bei mir finden. Ich habe wirklich nichts getan, was irgendeinen Bonus verdient hätte. Habe in letzter Zeit viel sinnlos fern gesehen und an meiner Bachelorarbeit auch durch das Wetter bedingt nur wenig gearbeitet. Hab nicht mehr gebetet als sonst oder sonstwas. Eher weniger.

Aber darin zeigt sich mir eben Gottes Wesen: seine Liebe besteht auf Gnade. Punkt. Und ich glaube, dass meine Reaktion, wenn mich das glücklich macht, genau das ist, was er damit bezwecken will: dass ich diese Liebe weitergebe und sie nicht wegschließe.

Und ich glaube, dass Gott uns noch mehr schenken möchte, direkt in der Begegnung mit ihm. Er lädt uns ein, dass wir Zeit mit ihm verbringen, mit ihm reden und lesen und hören, was er zu uns sagen will. Er liebt uns, er will uns damit aufbauen! Aber wir können diese Geschenke annehmen oder ablehnen wie einen Spaziergang durch die Sonne, wenn wir lieber drinnen hocken und keine Pause von unserer Geschäftigkeit machen wollen.

Entscheide selbst, was dir lieber ist.


Geduld ist nicht meine Stärke

05. Juni 2013, Mannablog


Kennst du das? Geduldig sein und warten auf etwas, was du nicht beeinflussen kannst? Irgendwie warten wir doch alle auf etwas.
Dass es Abend wird und der Partner heimkommt, dass die Kinder groß genug bzw. selbständiger sind, dass der neue Kinofilm endlich anläuft. 
Im Moment warte ich auf neue Arbeit. Viele Bewerbungen sind geschrieben und einige Arbeitgeber haben geantwortet, ein Großteil noch nicht. Ein paar vielversprechende Angebote sind dann doch geplatzt – kurzum: Ich sitze und warte, wo ich arbeiten darf. Daran hängt noch mehr: Umzug, neuer Ort, Wohnung suchen, … 
Ich muss leider sagen, dass mich diese Ungewissheit nicht so gelassen bleiben lässt, wie ich das gern hätte. Gott weiß ja schon, wo er mich haben will, wo ich leben und arbeiten soll.
Die Ungewissheit nervt mich, die Zeit drängt und es gibt so viel zu tun. Ich will mich nicht auf den letzten Drücker um alles kümmern müssen. Ich will mich darauf verlassen, dass er das Beste für mich vorbereitet hat.
Kennst du diese Spannung? Dann schreibe mir doch, wie du mit solchen Situationen umgehst.


Der Sohn des Untergrunds

04. Juni 2013, claudia - Mannablog, Empfehlung Buch

Vor Weihnachten kam wieder die Frage auf, was verschenken wir unseren Freunden? Nach einigem Nachsinnen fiel mein Blick auf ein Buch mit dem Titel "Sohn des Untergrunds".

In ihm geht es um das Leben von Isaac Liu, dem Sohn des Heavenly Man. Siehe dazu auch meinen Blog über den "Heavenly Man". Isaac erzählt aus seiner Kindheit und Jugend in Asien, von Hunger, Verfolgung, Not und Angst. Vieles von dem, was er und seine Familie erlebt haben, ist für uns in Deutschland unvorstellbar und so sind wir geneigt, sein Leben als Geschichten abzutun. Wir können uns die berichteten Grausamkeit einfach nicht vorstellen und wie als Selbstschutz setzen wir Behauptungen in die Welt.

Doch leider ist es so einfach nicht. Bloß, weil es uns hier gut geht, heißt es nicht, dass es woanders auch so ist. Das Leben der Christen in China und in vielen weiteren Ländern Asiens ist leider nicht so idyllisch wie bei uns. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen fordern uns heraus. Sie hinterfragen unsere Beziehung zu unserem Gott und laden uns ein, sie neu zu ordnen.

In Der Sohn des Untergrunds erzählt Isaac Liu von seinen Kämpfen und Leben mit dem Gott des Himmels. Das Buch ist in kleine Kapitel unterteilt und hat einen flüssigen Schreibstil. Manches steht zwischen den Zeilen geschrieben, was zum Nachdenken auffordert.

Ich möchte dir den "Sohn des Untergrunds" empfehlen. Es lohnt sich einen Blick in das Leben von Isaac Liu zu werfen.


erlebt - mein Glücksklee

03. Juni 2013, claudia - Mannablog, erlebt Erfahrungen

Ein Bericht aus dem letzten Jahr:

Als es gar nicht anders ging, machte ich mich auf um einkaufen zu gehen. Es war egal wie elend ich mich fühlte, es musste einfach sein. Also fuhr ich nach dem Besuch im Krankenhaus zum Einkaufen. Dort am Eingang der Passage ist auch ein kleiner Blumenladen. Eine bunte Auswahl an Blumen begegnete meinem Herzen. Doch Stehenbleiben und Kaufen war bei allem Wollen im Programm nicht vorgesehen. Also setzte ich meinen Weg fort. Geblieben war nur ein ganz leiser Wunsch: ach, ich hätte auch gerne welche.

Keine 50 Meter weiter wurde mein Wunsch erfüllt. Dabei hatte ich ihn noch nicht mal als Bitte nach oben geschickt. Am Eingang des Supermarktes sah mich eine der Verkäuferinnen und schenkte mir einen kleinen Glücksklee. Und ich muss gestehen, ich habe mich scheckig bunt darüber gefreut.

Zu Hause wurde die komische Pappmascheefigur entsorgt und nun grüßt mich mein Glücksklee immer, wenn ich in die Küche komme. Er erinnert mich daran, dass mein Vater im Himmel nicht nur weiß, was wir wirklich brauchen, sondern auch, was unser Herz erfreut. Meines hat er mit dem Glücksklee erfreut.


Jede Stimme zählt bei Audioaufnahmen

02. Juni 2013, marcus - Mannablog

Die Musik, die wir heutzutage im Radio hören, ist extrem bearbeitet und es wird auch mit vielen Tricks gearbeitet. Hört man sich die Aufnahme etwas genauer an, dann fällt einem erst auf, wie gearbeitet wird.

Gestern war ein alter Bekannter da, der auch Musik und gerne Aufnahmen macht, also Homerecording. Allerdings ist es bei ihm schon etwas her, er kommt noch aus der Zeit mit analogen Vierspur-Rekordern. Wir haben ein wenig gefachsimpelt und ich habe ihm mein Equipment und ein paar kürzlich aufgenommene Sketche für Songs gezeigt. Dabei bin ich auf ein paar professionell aufgenommene Beispiel-Dateien für meine Aufnahmesoftware gestoßen, die veranschaulichen, wie die Musik dort bearbeitet und gemischt wurde. Das Tolle daran ist, dass man Dinge nicht nur hört, sondern auch „sehen“ kann, wie die einzelnen Instrumente und Stimmen zueinander in Beziehung gesetzt worden sind. Die Gesangsstimme zum Beispiel bestand im Refrain aus sechs einzelnen Spuren, auf denen die Stimme jeweils anders bearbeitet war. Zusammen hörte sich das ganze dann sehr „fett“ an, für sich genommen nicht. Hört man sich das fertige Lied an, fällt einem dieser Trick nicht einmal auf. Unsere Ohren haben sich schon so sehr an die „Trickserei“ gewöhnt, weil die meiste Musik wie selbstverständlich so bearbeitet ist.

Ob jemand dies nun schlimm findet oder nicht, das bleibt jedem selbst überlassen. Im fertigen Produkt fällt einem so etwas, wie gesagt, ja nicht einmal direkt auf. Im Leben ist es ja nicht anders, vieles besteht aus vielen Einzelteilen, die man teilweise nicht einmal wahrnimmt. Ist ein Teil aber nicht mehr da oder funktioniert nicht mehr richtig, merken wir, dass etwas fehlt oder das Gleichgewicht gekippt ist.
Manchmal stirbt ein Mensch, der die Familie zusammengehalten hat. Ist er weg, zerbröselt alles und die Einheit ist weg. Zu Lebzeiten noch war alles wie selbstverständlich, niemand hätte gedacht, dass alles an ihm hing. Auch in der Natur basiert alles auf Zusammenhängen und einem überall vorhandenen Gleichgewicht. Fehlt ein Teil, entsteht Krankheit.

Wir Menschen tun gut daran, mehr auf Kleinigkeiten zu achten, mehr Gefühl für unsere Umwelt und unsere Mitmenschen zu entwickeln. Es ist nicht unmöglich seine Antennen zu schärfen und mehr Signale aufzunehmen. Eventuell merkst du auch schneller, wenn deinen Mitmenschen etwas bewegt und du ihm bei etwas behilflich sein kannst. Vielleicht hörst du das nächste mal, bei deinem Lieblingslied, noch etwas genauer hin, was da alles so im Hintergrund abläuft. 
 


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