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Einfach phantastisch! Neues Leben entsteht

01. Juni 2013, Mannablog

Ich kann mich noch gut erinnern, wie meine kleine Schwester mit mir zusammen je einen Apfelkern in die Erde legten und hofften, es würde ein Apfelbaum daraus entstehen. Als bei mir ein kleiner Sprössling sichtbar wurde, war sie total enttäuscht und sagte: "Ich hab doch immer nachgesehen und den Kern jedes Mal wieder gut zugedeckt." Ich wollte schon als Kind Gärtnerin werden, denn ich war jedes Ma total begeistert, wenn meine kleinen Pflanzen aus Samen wuchsen. In einem kleinen Gewächshaus säe ich ein kleines Korn und schwupss, kommt ein kleines grünes Etwas raus. Dann kann ich zusehen, wie daraus eine neue Pflanze wächst. Einfach nur genial, wie Gott das gemacht hat. Er ist ein großartiger Schöpfer. Und er hat sich so viele Gedanken gemacht über alle Pflanzen. Jede sieht anders aus. Auch die Sprösslinge sind bereits unterschiedlich. Und er hat es nicht nur bei Pflanzen getan sondern in seiner ganzen Schöpfung. Ich bewundere seine unglaublich große Kreativität beim Schaffen von Pflanzen, Tieren und Menschen. Schau dich doch mal um in der Natur, du wirst Erstaunliches entdecken können! md


Fasten ist die stärkste Waffe, die ich kenne

31. Mai 2013, claudia - Mannablog

In der Regel kennen wir Fasten als den bewussten Verzicht auf Nahrung. Viele von uns tun es im Frühjahr, um den Winterspeck los zu werden oder einfach zu Entschlackung. Doch Fasten ist noch viel mehr, es ist die stärkste Waffe, die ich kenne.

Das Fasten, das ich meine, hat seine Basis im Buch Bibel. Dort ist Fasten ein Mittel um Gott, dem Schöpfer dieser Erde, die Dringlichkeit seiner Anliegen mitzuteilen. Mit meinen Worten heißt das:  hast du Not, Anliegen, Sorgen, Angst, dann lohnt es sich zu fasten und auf diese Weise ihm den Schöpfer zum Eingreifen zu bewegen.

Vielleicht klingt das etwas wie Kuhhandel. Ich weiß auch nicht so genau warum Gott einen Unterschied zwischen einem normalen Gebet mit Anliegen und Fasten mit Anliegen macht, aber aus eigenem Erleben kann ich sagen, dass es so ist. Ich erlebe, dass Fasten ein Turbo ist, um Probleme wegzubringen. Die Lösungen sind immer wieder erstaunlich und kreativ. Leider brauche ich manchmal etwas um mit Gottes Lösung einverstanden zu sein.

Ich faste und bringe meine Anliegen im Gespräch (Gebet) zu Gott. Dadurch bekommen diese Anliegen einen Bearbeitungsstempel der heißt: besonders wichtig. Deshalb werden diese auch in besonderer Weise von Gott und seinem Team bearbeitet. Leider (oder zum Glück) habe ich keinen Einfluss darauf wie meine Anliegen bearbeitet werden, aber ich kann mir sicher sein, dass sie sofort bearbeitet werden. Da wir aber nur die Umsetzung sehen, den Bearbeitungsprozess dazu aber nicht, kann es manchmal etwa dauern oder anders sein, als wir uns wünschten. Dann heißt es warten und zuschauen auf Gott und sein Handeln.

Hier meine Bedienungsanleitung zum Thema Fasten:

  1. Faste nur, wenn du es wirklich erst meinst.
  2. Mache gleich als erstes mit ihm klar Schiff und entschuldige dich für dein Nicht-auf-ihn-hören-(Wollen) und alle Schuld die trennend zwischen euch steht.
  3. Falle nicht gleich mit der Tür ins Haus, wie sich das für eine gute Beziehung gehört. Sondern danke ihm für das viele Gute was du bereits von ihm empfangen hast. (Hast du keine Idee was du sagen sollst, dann danke ihm für das was du nicht weißt, er aber trotzdem getan hat.)
  4. Faste nur, wenn du auch bereit bist dich und deine Meinung zu ändern. Willst du deinen Willen durchsetzen, dann faste bitte nicht.
  5. Faste nur, wenn du Gottes Willen akzeptierst. Sowohl in seinem Handeln, als auch das, was er dir in seinem Wort der Bibel aufgeschrieben hast.
  6. Prüfe deine Anliegen. Stimmen sie mit Gottes Willen überein? Schau in seinem Buch Bibel nach.
  7. Fasten heißt durch Verzicht Gott die Dringlickeit klar zu machen. Damit ist jeglicher Konsum gemeint. Also Essen, Computer, Internet, Fernsehen, Zeitung, Sport.... Nimm etwas, was für dich eine Bedeutung hat und nicht etwas was dir unwichtig ist.

Es wird immer etwas geschehen, was dich vom Fasten abzuhalten versucht. Dann musst du beweisen, dass du es ernst meinst. Da gilt es stur dabei zu bleiben und nicht umzufallen. Hältst du dich daran, dann wird dein Fasten erfolgreich sein.

Weil es mir so wichtig ist, hier nochmal: Fasten ist kein Ritus/Ritual. Fasten ist eine mächtige Waffe in den Händen aller Menschen die sich zu Jesus Christus und damit zu Gott bekennen. Fasten verändert handeln und Geschehen auf dieser Erde, denn Gott greift persönlich ein. Er tut es zum Wohl seiner Kinder. Er tut es um seine Macht klar zu stellen. Ich kann es dir persönlich empfehlen.

 

 


Instantkram

30. Mai 2013, Mannablog

Sich nach einem anstrengenden Tag zum Finale von Germanys Next Topmodel vor den Fernseher hauen, mit einem heißen Chai Latte aus der Tüte zum Selbermachen – und das bei Regenwetter: klingt für mich persönlich ganz verlockend. Chai Latte und GNTM haben sogar etwas gemeinsam: beides ist Instantkram, lecker und ganz schön schnell wieder weg vom Fenster.

In einem Interview meinte eine der Modelfinalistinnen gestern, sie sei von jetzt auf eben bekannt geworden, vom Dorfmädel zur Berühmtheit. Viel schneller als Stars, die Jahre brauchen, um sich einen Namen zu machen und auf der Straße erkannt zu werden. Die GNTM-Kandidatin wird nach drei Monaten Fernsehshow erkannt und … wahrscheinlich nach ebenso drei Monaten größtenteils wieder vergessen oder schlicht irrelevant geworden sein.

Das Dilemma unserer „Instantzeit“ ist, dass alles schnell und pompös daher kommt, aber kaum etwas von Dauer und Tiefe ist. Schürft man hinter dem Bachelorabschluss, versteckt sich dort ohne zusätzliche Lebenserfahrung nicht so viel, wie man vielleicht nach drei Jahren vermutet. Das irre tolle Umstyling in der TV-Show ist im ersten Moment Staunen wert, aber verwächst sich wieder, wird im Alltag „mitgenommen“.

Was wir brauchen ist Coaching, Anleitung, Üben, intensive Veränderungen, die über das Laufen auf dem Runway hinaus gehen. Die Fähigkeit Stürme auszuhalten und Fehler nicht zu verteufeln. Die Angst vor dem Fehler, vor dem Rückschritt hält den einen oder anderen vom nächsten Schritt ab. Und dann sind wir nicht mehr als blitzblank polierte Schaufensterpuppen, die für einen Moment ein Scheinwerferlicht trifft.

Bevor wir einstauben, lasst uns wirklich leben – nicht nur instant – eine gute Anleitung finden wir dazu in Gottes Wort. Der Gott der Bibel ist ein Gott, der mit den Menschen ist und genau weiß, wie sich der Kampf um wirkliche Veränderung anfühlt. Er war selbst einmal Mensch.

Wenn du glaubst, dass Gott dir keine Hilfe sein kann, dann schau mal ganz unvoreingenommen in sein Wort, so als hättest du noch nie davon gehört. Es ist überraschend, wie Gottes Liebe wirken kann, wenn sie auf ein Herz trifft, das weiß, dass es Liebe braucht. Um zu leben, jeden Tag, ohne Instant.


Mach, was du am besten kannst

29. Mai 2013, claudia - Mannablog

Mach was du am Besten kannst, ist ein Lied von den Rinks. Nach unserer Überzeugung müsste das Lied jeden Tag im Radio laufen.

Du weißt nicht was du kannst? Dann finde es heraus!

Habe den Mut und lass deine Träume Realität werden.

Warum probierst du es nicht aus?

Warum hörst du auf andere Menschen, die Gründe dagegen finden?

Finde keine Gründe dagegen, sondern fang an.

Mach was du am Besten kannst und verliere nicht den Mut!

Überwinde dich selbst und beginne heute!

cdj


Regen, der an die Scheiben klopft und Ruhe für Körper und Seele

28. Mai 2013, claudia - Mannablog

Das erste, was wir hörten, war der Regen, der an die Scheiben klopfte. Unsere Augen waren noch geschlossen und ganz instinktiv zogen wir die Decken höher über unsere Schultern. Während wir noch so halb schlafend vor uns hin träumten, krochen die ersten Gedanken in unsere Köpfe. So hatten wir uns den Tag in den Bergen nicht vorgestellt.

Wo nur war das herrliche, warme Sonnenscheinwetter zum Rad fahren? Oder sollte uns das Wetter die Ruhe geben, die wir die letzten Tage so sehr vermisst hatten? Weiter kamen unsere Gedanken nicht, beim Stichwort Ruhe schliefen wir beide wieder ein. Erst ein vorbeifahrender Traktor holte uns aus dem Land der Ruhe zurück.

Ja, Ruhe ist unser Begehr. Nichts brauchen wir so sehr wie Ruhe für unseren Körper und unsere Seele.

Doch Gott hatte ein Einsehen mit uns. Nun da wir es auch geschafft haben und uns diesem Tag endlich annähern, hat es aufgehört mit regnen. Als die Vögel anfingen mit singen, dachte ich im ersten Moment, dass es die Musik im Radio sei. Erst ein Blick durchs Fenster überzeugte mich von realen fliegenden Vögeln.

Danke Vater, dass du Gott bist und ein Einsehen mit deinen Kindern hast. Danke, dass es aufgehört hat mit regnen und ein schöner Tag in Ruhe werden wird.

Wir wünschen dir auch einen so schönen Tag, wie er uns vergönnt ist. Wir wünschen dir Freude und vor allem Ruhe in dein Herz.


Große Sehnsucht nach ... wonach eigentlich?

27. Mai 2013, claudia - Mannablog

Als typischer Sachse reise ich für mein Leben gerne. Bin ich allerdings ohne meinen Mann unterwegs, fehlt er mir schon am ersten Tag. Es ist der Austausch und die Gespräche, seine Sicht auf die Welt und die Dinge, die uns bewegen. Seine Gedanken und Ideen fehlen mir! Auch wenn es Telefon gibt, so ist das nicht das Gleiche. Sind mein Mann und ich getrennt voneinander fühle mich immer ein klein wenig unkomplett.

Als ich vor einiger Zeit allein im Hotelzimmer vor mich hin (von meinem Mann) träumte, fiel mir ein großes Defizit von uns Christen auf. Über Jesus können wir viel reden, doch reden wir mit ihm? Haben wir überhaupt ein Bedürfnis danach?

Ist es die gleiche Sehnsucht mit ihm zusammen sein zu wollen, wie ich für meinen Mann empfinde? Die Bibel beschreibt das Verhältnis zwischen Jesus und uns Menschen als Beziehung zwischen Mann und Frau. Jesus Christus war bereit alles zu geben für die Gemeinschaft und das Zusammensein mit dir und mir.

Spiegelt unser Verhalten zu ihm auch nur einen Bruchteil dieser Sehnsucht wieder? Ich bin mir da nicht so sicher. Seit gestern abend habe ich aber eine Ahnung, was es heißt, mit jemanden zusammen sein zu wollen. Bin gespannt welche Auswirkungen es auf mein Verhältnis zu Jesus haben wird.


Wandel der Zeit

26. Mai 2013, marcus - Mannablog

Letztes Wochenende waren wir mit Freunden in Prag  und Karlsbad und haben uns diese Städte angesehen. Dabei sind uns besonders die vielen alten Gebäude aufgefallen, die verbunden mit neuen Elementen ein wirklich tolles Bild abgeben. Alt und neu verbinden sich zu einer Reise durch die Zeit.
Selbst für historische Laien bietet das Stadtbild von Karlsbad und Prag einen wahren Augenschmaus. Wo man hinsieht buhlen reich verzierte Gebäude um die Gunst des Betrachters. Die allermeisten Fassaden und auch Innenräume sind schön renoviert worden und bilden ein farblich und auch optisch abwechslungsreiches Ambiente. Es ist faszinierend, durch Straßen zu schlendern, in denen schon vor Jahrhunderten Menschen gewandert sind und ihren täglichen Geschäften nachgegangen sind.
Heute ist das Stadtbild durchzogen von vielen neuen Errungenschaften. Ob es nun Reklameschilder sind, neuartig designte Gebäude wie das tanzende Haus Prags oder altbekannte Ketten, wie das überall auf der Welt bekannte Restaurant mit dem goldenen M, gerade die Gegensätze bieten eine interessante Einheit. Den Höhepunkt dieser „Verquickung“ findet man meiner Ansicht allerdings in alten Gebäuden, die mit neuen Elementen stilvoll ausgestattet worden sind. Ein bekanntes Beispiel in Deutschland hierfür wäre wohl der Reichstag in Berlin.
Das Festhalten an alten Dingen und die Vermischung mit Neuem kann nicht nur optisch sehr reizvoll sein. Sie erinnert uns auch immer wieder an das, was vergangen ist. Gebäude sind Zeugen aus einer anderen Zeit, die mahnen oder auch erbauen können und auch Einrichtungsgegenstände sagen etwas über ihren Schöpfer aus. Allerdings haben Orte oder Dinge den Nachteil, dass man „vor Ort“ sein muss, um den Nutzen der Erinnerung zu haben. Deshalb gibt es eine tolle Erfindung, die man überall nutzen kann, egal ob man zuhause ist oder in Prag oder sonst irgendwo auf der Welt: einen Tag der Erinnerung. Die Bibel nennt diesen Tag „Sabbat“, was „Ruhe“ bedeutet. Schon als er vom Schöpfer eingesetzt wurde, war es ein Tag des Zusammenseins und des Feierns. Das ist er auch bis heute geblieben, ist aber noch viel mehr als das: Es ist ein Tag der Erinnerung, der uns an eine vergangene Zeit erinnert. Die Zeit, als Gott die Erde gemacht hat und noch alles in Ordnung war. Gleichzeit ist der Sabbat ein fester Punkt in der Zeit, der immer da war und uns auch für die Zukunft die Sicherheit gibt, dass Gott unser Schöpfer ist und uns liebt.
Genauso wie uns alte Gebäude Orientierung in der Zeitleiste geben, so kann auch der Ruhetag Gottes, durch die Besinnung auf das Wichtige im Leben, eine Orientierung für uns sein. 


Gesundheit und Krankheit

24. Mai 2013, gastbeitrag - Mannablog

Vollmond, schön dass du da bist, inzwischen mag ich dich.

Es gab eine Zeit, da sagte mir mein Kopf, dass wir Vollmond haben. Viele Jahre litt ich unter Migräne. Das hieß: Hinlegen, Zimmer verdunkeln, die Kinder mussten ruhig sein. Meist dauerte es 3 Tage trotz Medikamente.

Es gibt kaum Menschen, die wirklich gesund sind. Die Medizin spricht von einer Disposition, einer vererbten Krankheitsneigung. Stress, ungesundes Essen und falsche Lebensweise bringen dann die Krankheit ans Licht. Nach jeder Geburt bekam ich eine Krankheit dazu. Nur warum? Ich war vorher fit wie ein Tennisball, habe Sport getrieben und mich vollwertig vegetarisch ernährt. Und dann litt ich plötzlich nach einer Traumgeburt unter Gallenkoliken. Der Arzt war ratlos. Kind Nummer 2 brachte mir ein Zwölffingerdarmgeschwür und Kind Nummer 3 Migräne. Nein, nicht dass ihr jetzt denkt, ich mache die Kinder dafür verantwortlich.

Heute weiß ich, dass Beziehungen krank machen. Ungelöste Konflikte mit dem Chef, den Nachbarn, den Eltern, dem Ehepartner, dem Prediger. Es gibt ausreichend Literatur dazu. Nur, wenn man fromm ist, denkt man lange, das halte ich schon aus. Weit gefehlt. Wenn du dich selbst nicht genug liebst, dann meldet sich eben dein Körper. Du musst hingucken, darüber reden, mit Gott und dem Problem. Du musst vergeben und das Problem dem überlassen, der alleine Menschenherzen verändern kann, deines und das des anderen.

Doch Jesus verändert nicht nur Herzen, ER will auch deine körperliche Gesundheit wiederherstellen.
Jesus ist auf die Erde gekommen, um die Menschen von den Mächten der Finsternis zu befreien und sie zurück in Gottes Familie zu holen. ER ist gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören. Ich glaube an einen Gottvater, der mit Werken der Liebe um seine Kinder wirbt. So hat Jesus den Vater gezeigt. Und er ging umher und heilte alle Kranken. Die ersten Jünger machten es ihm nach. Lies mal die Apostelgeschichte. Sie brachten die Kranken sogar aus anderen Städten nach Jerusalem zur ersten Gemeinde und alle wurden geheilt (Apg.5, 16).

Letzte Woche las ich ein Interview mit Samuel Koch. Querschnittsgelähmt, völlig abhängig von der Hilfe anderer, glaubt er, dass Gott ihn heilen wird. Aber er sei noch nicht so weit. Was für ein ehrliches Eingeständnis. Mit ihm bete ich, dass wir, die wir noch krank sind, auf dem Weg nach Jerusalem, das "Nochkranksein", im Vertrauen aushalten, dass Gott Heilung nach seinem timing schenken wird.


sooo gläubig, Vertrauen und wem vertraust du?

23. Mai 2013, claudia - Mannablog

Gestern hatte ich ein interessantes Gespräch. Unter anderem wurde dabei eine Frage an mich gestellt, die ich sinngemäß hier wiedergeben und beantworten möchte. Wobei es eigentlich mehr wie eine Feststellung klang, als nach einer Frage. Ich wurde gefragte, ob ich: sooo gläubig bin. Geantwortet habe ich in ungefähr dieser Weise: Nein sooo gläubig bin ich nicht. Ich habe eine Beziehung zu Gott.

Was heißt es gläubig zu sein? Was ist eigentlich damit gemeint? Gläubig kommt von glauben, an etwas oder eine Person. Im Grund hätte ich die Frage wohl mit: "ja ich bin..." beantworten sollen. Denn auch wenn diese Frage gezielt auf ein Verhältnis zu Gott bezogen war, so hat mein Gegenüber schon recht. Wir glauben alle, die Frage ist nur an was.

Die meisten Menschen glauben an sich selbst. An ihre Ideen und Kraft, an ihre Leidensfähigkeit und und und. Warum? Ersetze einfach mal glauben durch vertrauen. Schauen wir mit dieser Brille in unser aller Leben, merken wir, dass wir als erstes und intensivstes uns selbst vertrauen.

Deshalb bleibe ich doch lieber bei meiner Antwort von gestern Abend. Sooo gläubig bin ich nicht, ich habe eine Beziehung zu Gott und vertraue ihm. (und das lohnt sich :-))


Mogelpackung – drin, was draufsteht?

22. Mai 2013, Mannablog

Es gibt ja so tolle wiederauffüllbare Verpackungen von z. B. Seife und ähnlichem Zeug. Eigentlich soll man da wohl genau dasselbe einfüllen, das auch vorher drin war und was drauf steht. Aber womöglich kauft man sich dann etwas günstigeres und bedient sich weiterhin der schicken Verpackung. Auch bei Flaschen bietet sich das an. Es gibt ja Leute, die kaufen sich ständig die teuren Markengetränke und es ist wirklich drin, was drauf steht. Mir ist das ehrlich gesagt zu teuer, deshalb fülle ich mir oft Tee oder Wasser in die alten Markenflaschen.

Sind wir Menschen auch manchmal solche Mogelpackungen? Wir sagen vielleicht, dass wir Christen sind und unsere Verpackung – regelmäßige Gottesdienstbesuche, geschlossene Augen beim Tischgebet – geben vielleicht ihr „Ja“ dazu. Aber wie sieht es in uns aus?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein Leben gibt als Mogelpackung, ohne gleich der bewusste Heuchler zu sein. Man kann sich nämlich selbst ganz schön in die Tasche - oder Verpackung - lügen. Es kann uns glauben machen, dass wir Jesus nachfolgen, wenn wir regelmäßig Predigten hören. Wir können denken, wir wären ein besserer Mensch, weil wir anderen den Fahrstuhl aufhalten. Oder weil wir Dinge unterlassen, niemanden anpöbeln etc.

Aber irgendwie erinnert mich das an das Gleichnis mit dem Zöllner und dem Pharisäer. Der Geistliche und der weltliche Geldeintreiber, beide gingen zum Tempel um zu beten und nur einer von ihnen war wirklich echt. Der, der auf sein Leben geachtet hat, der sich gut gekleidet hat, zu den Versammlungen ging, der seine Almosen gab? Oder der, der den Leuten das Geld aus der Tasche zog und krumme Geschäfte abschloss?

Nun ja. Vermutlich hätte man auf den ersten getippt. Aber es gibt einen dezenten Unterschied, der in diesem Vergleich alles entscheidet: Gott liebt Demut und er hasst Selbstgerechtigkeit. Der Geistliche, der sich selbst als so hoch ansah, er ist eine perfekte Mogelpackung, denn er merkt nicht, wie sein Stolz alles zunichte macht, was seinen Glauben ausmachen soll. Der Mensch ist Sünder und wird allein durch Glauben und Gnade gerechtfertigt. Würde er sich durch seine Taten selbst erretten können, würde das Jesu' Tod und Auferstehung geradezu verspotten. Und ehrlich, tun wir das nicht indirekt oder direkt des Öfteren?

Ich wünsche mir – und dir – dass wir wieder lernen, demütig zu sein und uns nicht darin zu suhlen, dass wir etwas „Gutes“ getan haben. Es ist wie in dem umgekehrten Königreich Gottes überhaupt: unser Input ist Gottes Liebe, unser Output das Wesen, das wir entwickeln, das den guten Willen Gottes tut. Und das beinhaltet Demut, denn Gottes Logik ist nicht umgekehrt.


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