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24 Stunden, 7 Tage die Woche

20. Mai 2013, marcus - Mannablog

Heute ist Pfingstmontag, und vielleicht bist du ja einer der glücklichen Menschen, die heute frei haben. Endlich einmal nichts tun, Auszeit haben, entspannen. Vielleicht hast du dir aber auch was vorgenommen und freust dich bereits darauf oder ärgerst dich darüber. Falls es tatsächlich so ist, dass du heute frei hast, und keinerlei Verpflichtungen gegenüber deinem Arbeitgeber hast, dann gehörst du eventuell sogar zu den Berufsgruppen, die man nur Wochentags zwischen 7:30 Uhr und 16:00 benötigt. Freu dich darüber! Hast du schon mal darüber nachgedacht, wie viele Menschen es gibt, die man rund um die Uhr, jeden Tag, die Woche braucht? Und ich denke keineswegs nur an medizinische Versorgung. Egal ob das Telefon spinnt, du einen Wasserrohrbruch hast, deinen Strom auch am Wochenende beziehst oder du irgendwo unterwegs bist und ein Taxi brauchst. In vielen Berufen gibt es Menschen, die bereit stehen, weil jemand anders sie gerade braucht, und sei es zu den unmöglichsten Uhrzeiten. 
Viele dieser Dinge sind nicht einmal unbedingt lebensnotwendig, andere wiederum schon. Es ist schon ein cooles Gefühl nachts um 00:30 Uhr an der Hotline des Telefonanbieters einen Menschen aus Fleisch und Blut am anderen Ende der Leitung zu haben, der mir bei meinen Problemen weiterhelfen kann.
Oder am Sonntagnachmittag mit dem Riesenschnitt in der Hand ins Krankenhaus fahren zu können, und dort jemanden zu haben, der den Defekt beheben kann.
Allerdings gibt es auch Sorgen und Probleme, über die man mit niemandem sprechen kann oder möchte. Es gibt Dinge, die sind so krass, die wiegen so schwer, da existiert einfach kein Mensch, der einem weiterhelfen könnte.
In solchen Fällen bin ich froh, dass mein Gott sich freiwillig bereit erklärt hat, 24 Stunden, 7 Tage die Woche Bereitschaftsdienst zu machen. Egal ob ich ihn morgens darum bitte, tagsüber bei mir zu sein, ob ich abends den Stress des Tages bei ihm ablade, oder um 00:30 Uhr nachts nicht schlafen kann, weil mir etwas auf der Seele liegt. Seine Dienstzeit geht solange, wie ich ihn brauche. Oder du. Oder dein Nachbar.
Und sollte bei dir mal jemand ungelegen klingeln, dann sei froh darüber, dass du gebraucht wirst. Vielleicht bist du ja der einzige, der dem anderen jetzt noch weiterhelfen kann.


Hilfe, gebt mir Ruhe

18. Mai 2013, claudia - Mannablog

Weise und kluge Leute reden davon, wie wichtig es ist zur Ruhe zu kommen. Manche, die nichtweise sind, auch, so wie wir. Doch am Ende des Tages, wenn man selbst nicht zur Ruhe kommt, steht man da und ...nun?

Geht es dir auch so? Die Theorie ist das eine. Alle Kniffe und Tricks hundert mal gehört und selbst ausprobiert. Manche funktionieren, manche nicht.  Doch jedesmal aufs neue wird die Suche nach Ruhe eine Herausforderung.

Kann es also sein, dass unser Leben einfach zu voll ist? Wollen wir zu viel vom Leben? Kann es nicht schnell genug, nicht viel genug sein? Ist es das, was uns die Luft raubt, die wir so dringend brauchen, wenn wir zur Ruhe kommen wollen?

Da geht die Woche zu Ende und du hast das Gefühl, noch jede Menge Dinge tun zu müssen. Die gute Nachricht ist, eine neue Woche beginnt im Anschluss an die alte. Auch wenn wir denken, dass alles noch sein muss, so sind es meistens wir selbst die uns die Aufgaben auflegen.

Etwas, was wir genießen, ist unser Tag Pause machen am Samstag, also heute. Wir erleben wie unser Kopf einige Zeit braucht um zur Ruhe zu kommen. Gott, Alex und ich reden darüber was uns bewegt und in der vergangenen Woche hält. Wir delegieren an Gott ab, was wir nicht lösen können und bitten ihn den Alltag hinter uns zu lassen. Und dann gibt es einen Moment und wir wissen, jetzt sind wir da. Das ist für uns zur Ruhe kommen.

Hast du das noch nicht erlebt? Wir empfehlen es Dir selbst auszuprobieren, um zur Ruhe zu kommen.


Was geschah eigentlich an Pfingsten?

17. Mai 2013, claudia - Feiertag, Mannablog

Pfingsten steht vor der Tür und viele freuen sich auf Ferien. Wenn schon nicht Ferien, dann wenigstens ein paar Tage frei.

Doch was geschah nun eigentlich an Pfingsten?

Wenn Weihnachten mit einer Geburt etwas recht Normales war und wir ganz großzügig mit Ostern umgehen und es mit Tod in Verbindung bringen, dann ist Pfingsten der totale Exot unter den Feiertagen.

Jesus war wieder auferstanden und in den Himmel abgereist. Dabei hatte er seinen Freunden aufgetragen, dass sie die Stadt Jerusalem nicht verlassen sollten, denn er wollte ihnen etwas schicken. Leider hatte er ihnen nicht gesagt, wie lange sie warten sollten und was genau geschehen wird. Jesus hatte dies damit begründet, dass sie diese Unterstützung brauchen würden für die Erfüllung des Jobs. So warteten sie und die Zeit verging.

Das was die Freunde Jesus an Pfingsten bekamen, war das volle Set an Selbstverwirklichung. Plötzlich konnten sie viele unterschiedliche Sprachen sprechen. Sie konnten Menschen gesund machen und gute Reden halten. Sie bekamen Mut und Vertrauen. Pfingsten war also ein aktives Fit machen seiner Freunde.

Wenn wir uns wundern warum Christen nicht so sind wie damals die Freunde Jesus, dann sollten wir an diesem Punkt anfangen zu forschen. Jesus sagte ganz klar, erst mache ich euch fit und dann geht los. Für mich ist dabei ein Detail an Pfingsten besonders interessant. Die Freunde trafen sich viel, lange und oft um miteinander und mit Jesus im Gebet zu sprechen. Das Gespräch im Gebet scheint also wichtig zu sein. Wenn wir uns ein zweites Pfingsten wünschen, dann sollten wir mit beten anfangen.


Gedanken beeinflussen uns

15. Mai 2013, gastbeitrag - Mannablog

Gedanken, sie kommen und du musst entscheiden, denke ich sie weiter oder ignoriere ich sie.
Wenn das so einfach wäre. Gegen Mitternacht schaue ich mir einen Spielfilm an. Er handelt über Prostitution in Berlin. Nicht freiwillig, sondern unter der harten Rute eines russischen Zuhälters. Als ich im Bett liege, kreisen die Gedanken. 1.30 Uhr und Lara ist noch nicht zuhause. Einschlafen ist nicht möglich. Erst nachdem sie meine SMS beantwortet hat, komme ich zur Ruhe.
 Am nächsten Tag will  ich mit mitfahrgelegenheit.de nach Rostock zurück fahren. Eine Bahnverbindung gibt es leider nicht. Einige Autofahrer bieten sich an.  Jan, Mercedesfahrer, seine Emailadresse hat den Anhang  @immerverliebt.de, fährt gegen Mittag. Ideal für mich. Aber dieser kleine Anhang –immerverliebt.de - sendet Gedankensignale, die es mir erschweren, ihn anzurufen. Pünktlich um 14.15 Uhr – Treffpunkt U-Bahn Tempelhof- sitze ich in seinem  Auto. Ich sitze vorne. Es steigt noch ein junger Mann dazu. Ich werde sehr bequem fast vor die Haustür chauffiert.  Zwei Stunden lang haben wir ein interessantes Gespräch über das Leben und wie negative Gedanken unsere Energie rauben und wir sogar krank werden. Abends zuhause erreicht mich eine SMS – vielen Dank für das gute Gespräch.
 Gedanken beeinflussen meinen Tag jede Stunde, jede Minute. Ich muss aus meinem Archiv gute Gedanken dagegensetzen, damit mich nicht alte Erfahrungen und Ängste abhalten vom guten Leben.
Ich bin zwar nur ein Mensch, sagt Paulus, aber ich kämpfe nicht nach Menschenart. Meine Waffen in diesem Kampf sind nicht die eines schwachen Menschen, sondern die mächtigen Waffen Gottes. Mit ihnen zerstöre ich feindliche Festungen: Ich bringe falsche Gedankengebäude zum Einsturz.  (2. Kor.10,3)
Welche Gedanken holst du aus deinem Archiv, wenn du Angst hast? Wie bringst du falsche Gedankengebäude zum Einsturz?


Perspektive Leben ist nicht ärgern oder Umgang mit Provokation

14. Mai 2013, claudia - Mannablog

Es war ein wunderbarer Morgen und plötzlich geschah es, ich wurde angemacht auf eine überhaupt nicht nette Art und Weise. Ich war erstaunt und spürte wie Ärger in mir hochsteigen wollte. Doch im gleichen Moment wusste ich, dass ich diesen Ärger weder in meinem Herzen noch in meinem Kopf wollte. Also schob ich ihn ganz schnell wieder zurück. Nein ärgern wollte ich mich nicht. Ich fühlte mich auch nicht zuständig. Doch wie damit umgehen? Hier ist mein Blog dazu:

Geht es dir auch so? Jemand steigt dir auf die Füße und es tut weh? Dabei fühlst du dich gar nicht zuständig für den Frust des anderen. Dann habe ich eine gute Übung für dich und für den, der dir auf die Füße steigt.

Überlege, warum der andere wirklich sauer ist. Was sind seine Beweggründe, dass er dich anmacht und ärgerlich ist?Versuche dich in ihn hinein zu versetzen und ihn zu verstehen. Es geht dabei nicht um recht haben, sondern um das Annehmen des anderen. Er ist ein Mensch, so wie du. Nicht mehr und nicht weniger!

Springe über deinen Schatten und zahle nicht mit gleicher Wortwahl zurück. Gib deinem Gegenüber zu verstehen, dass du ihn nicht verletzen wolltest. (Am Besten du meinst es auch so.) Wenn es doch geschah, dann entschuldige dich, es kostet nichts und bringt Frieden in eure Herzen.


Endlich nicht mehr schlafen

13. Mai 2013, marcus - Mannablog

Letztens bin ich mit meiner Frau morgens im Auto unterwegs gewesen. Wir fuhren in Richtung Sonnenaufgang, und wie es der Tag so wollte war es einer von diesen Sonnenaufgängen, die einfach nur wunderschön sind. Zartes Rot hat sich wie auf einem Aquarell vermischt mit allen möglichen Blautönen und hinter uns wurde es zunehmend dunkler, da der anbrechende Tag sich den Weg bis zum anderen Horizont noch nicht vollständig erobert hatte.

Müde wie wir waren, fuhren wir so, und genossen das sich uns dort zeigende Panorama. Wir unterhielten uns, und plötzlich kam mir der Gedanke in den Sinn, wie es denn wäre, wenn wir nicht mehr schlafen müssten. Denn eigentlich sind diese schönen Momente sehr kurz, und der Großteil des Tages wird doch meist bestimmt von Arbeit und Pflichtveranstaltungen. Man fährt in der Früh zur Arbeit, meist ist es noch dunkel, und wenn man viel Glück hat, dann bekommt man - so wie an diesem Morgen - noch einen schönen Anblick als Aufmunterung und Start in den Tag. Je nachdem was man dann arbeitet ist man mehr oder weniger viel drinnen, und kommt dann erst abends wieder raus, wenn es meist schon fast dunkel ist. Manchmal erlebt man noch einen schönen Sonnenuntergang, und dann ist der Tag - zumindest im Winter - schon wieder dahin.

Wer jetzt erst mal frei hat, der ist wirklich zu beneiden, denn meist geht es ja dann zu Hause noch weiter mit irgendwelchen Tätigkeiten. Mir vergeht die Zeit dann viel zu schnell, und wenn ich dann endlich fertig wäre, und bereit mich auf die Couch zu setzen und einfach mal etwas zu lesen, dann bin ich schon so müde, dass meistens nicht mehr viel möglich ist. Ich zögere den Schlaf zwar oft hinaus - was auch nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, da ich es dann spätestens am nächsten Morgen zu spüren bekomme - aber irgendwann muss ich mich dann doch hinlegen. So ist es nun mal in dieser Welt. Wie schön wäre es, wenn man einfach nicht mehr schlafen müsste. Was man da alles tun könnte, es wäre genial.

Natürlich wäre das auch nur dann genial, wenn man dann auch nicht müde und fertig ist vom Nichtschlafen, sondern immer, zu jeder Zeit voll mit Energie!

Hört sich nach einem tollen Szenario an oder? Ich sag dir was: Ich freu mich schon drauf. Wenn Gott - so wie es im Buch steht - wiederkommt, dann wird er die Erde und die Menschen, die zu ihm gehalten haben nämlich ordentlich umkrempeln. Und das was jetzt krank und schwach ist, das wird dann voller Gesundheit und Kraft sein. Von Schlaf wird da keine Rede mehr sein, denn ganz nebenbei: Die Nacht wird in Gottes Nähe abgeschafft sein!

Nachlesen kannst du das Ganze im Buch Offenbarung im Kapitel 21:1-6:

“Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen, und auch das Meer war nicht mehr da. Ich sah, wie die Stadt Gottes, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam: festlich geschmückt wie eine Braut an ihrem Hochzeitstag. Eine gewaltige Stimme hörte ich vom Thron her rufen: »Hier wird Gott mitten unter den Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst in ihrer Mitte leben. Er wird alle ihre Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr haben. Leid, Klage und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei.«  Der auf dem Thron saß, sagte: »Sieh, ich schaffe alles neu!« Und mich forderte er auf: »Schreib auf, was ich dir sage, alles ist zuverlässig und wahr.« Und weiter sagte er: »Alles ist in Erfüllung gegangen. Ich bin der Anfang, und ich bin das Ziel, das A und O. Allen Durstigen werde ich Wasser aus der Quelle des Lebens schenken.”

Und in Kapitel 22:4-5:

“Sie werden Gott von Angesicht zu Angesicht sehen, und seinen Namen werden sie auf ihrer Stirn tragen. Dort wird es keine Nacht geben, und man braucht weder Lampen noch das Licht der Sonne. Denn Gott, der Herr, wird ihr Licht sein, und sie werden immer und ewig mit ihm herrschen.”

Schreib mir doch einfach mal, was du jetzt schon mit all der Zeit machen würdest, wenn du nicht mehr schlafen müsstest. Also ich weiß da schon eine ganze Menge!


Kleiner Raum

12. Mai 2013, marcus - Mannablog

Wir haben uns gestern Abend spontan mit ein paar Leuten beim ortsansässigen Griechen getroffen, um gemeinsam den Abend zu verbringen. Obwohl wir einen Platz für sieben Leute reserviert hatten, war das Lokal sowas von gerammelt voll, dass wir etwa 20 Minuten auf einen freien Platz warten mussten. Dies ist zum Teil auch nicht verwunderlich, da die Räumlichkeit für die zentrale Lage doch eher klein ist, dafür aber um so gemütlicher. Während des Wartens kam dann die Frage auf, ob es vom Besitzer nicht intelligent gewesen wäre, etwas größer zu planen, um mehr Gäste bewirten zu können, denn die gleiche Situation spielt sich eigentlich jedes Wochenende genauso ab. Wäre mehr Platz vorhanden, könnten mehr Leute gleichzeitig dort hingehen und das gute Essen genießen.
Irgendwie sträubte sich in mir etwas gegen diesen Gedanken. Ich stellte mir die Situation vor. Mehr Platz, Tische, die weiter entfernt voneinander stehen. Mehr Personal, das umher eilt. Irgendwie gestaltete sich mein Bild irgendwie steriler als jenes, das mir direkt vor Augen lag. Es ist doch gerade der etwas enge, mit Menschen vollgepackte, warme Raum, der diesen Ort mit Leben füllt und das Interesse weckt. Es ist was los, es rührt sich was. Man wird freundlich vom Besitzer empfangen und bekommt als Willkommensgruß ein kleines Getränk nach Wunsch. „Wir haben momentan noch keinen Platz, aber stellt euch schon mal hierher, wir kriegen das gleich hin!“ Als wir endlich endlich unseren Platz einnehmen konnten, war es einfach schön, da zu sein.
Wir haben es heute Mittag sogar gleich noch einmal eng, da wir mit Freunden bei uns zu Hause brunchen. Zuerst war es nur ein Muttertagsbrunch. Mittlerweile ist es ein gemeinsamer Brunch mehrerer Familien und Freunde geworden. Eigentlich wird es sehr eng, fast zu eng werden. Aber wir haben es einfach nicht übers Herz gebracht, jemanden der anwesenden Personen nicht einzuladen. Wo Menschen beisammen sind, da bewegt sich etwas, da sind Gedanken, da ist Freude, da sind Geschichten, die man teilen kann. Auch wenn wenig Platz da ist, eigentlich wird es nur umso gemütlicher. Wie schade wäre es, Menschen, die man gerne hat, auszuladen von einer Feier, nur weil man nicht genügend Platz zu haben scheint.

Unweigerlich muss ich dabei an die Einladung Gottes an uns Menschen denken. Er schreibt in der Bibel von einer neuen Welt die er macht und deren Einweihungsfeier er gerne mit allen Menschen feiern würde. Gut, dass dort genügend Platz für alle sein wird. Aber selbst wenn es dort nicht genügend Platz geben würde, in einer Sache bin ich mir hundertprozentig sicher: Er würde es niemals übers Herz bringen, jemanden auszuladen. Garantiert. Und selbst wenn es dort eng werden würde, es wird bestimmt nur umso gemütlicher. 


Klamotten für die Sorgenkinder

11. Mai 2013, Mannablog

Ich war diese Woche shoppen. Ich steh dem grundsätzlich etwas kritisch gegenüber, weil ich weiß, dass mir manches nicht gefällt und nicht alles passt und steht. Daher war ich jetzt überrascht, dass ich nach nicht zu langer Zeit zwei Hosen gefunden hatte, die mir im Gegensatz zu den restlichen gefallen haben – und gleichzeitig auch noch verbilligt waren. Ich hätte mich auch damit abgefunden, etwas Teureres zu kaufen, aber natürlich war ich umso zufriedener mit dieser Lösung. Statt noch länger mit sinkender Laune durch die Geschäfte zu rasen, konnten mein Freund und ich uns stattdessen noch eine Weile in ein Eiscafé setzen – viel bessere Gesellschaft als mit Hosen und T-Shirts!

Zum Leben braucht der Mensch einiges. Essen, Kleidung, möglichst ein Dach über dem Kopf. Dass wir uns auch darum kümmern müssen, wusste auch Jesus, als er auf der Erde war. Er hat sich mit Leuten zum Essen getroffen, welches zubereitet werden musste. Die Füße wurden gewaschen, nachdem sie den Tag auf den staubigen Straßen verbracht hatten. Zwischen all der Geschäftigkeit der alltäglichen Bedürfnisse machte Gottes Sohn dennoch einen feinen Unterschied: er vermehrte Brot und Fische, er nahm sich selbst ausgiebig Zeit, um seinen Jüngern die Füße zu waschen, er macht aus Wasser Wein und er ließ sich von einer Heidin zu trinken geben.

Es scheint erst einmal so, als würde er ebenso wie wir konsumieren und Alltägliches leben. Doch bei einem genaueren Blick sehen wir, dass er die selbstverständlichen Dinge nutzt, um Gespräche zu beginnen, um Sorgen zu vertreiben, um Prioritäten zu setzen, um zu dienen. Er nimmt sich Zeit für das Wichtige und er beschleunigt die Dinge, die seinen Nachfolgern und den Menschen, denen er begegnet, die Zeit und den Blick für das Wesentliche stehlen.

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“, waren seine Worte. Und: „Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? oder: Was werden wir trinken? oder: Womit werden wir uns kleiden?“ Gott weiß, dass wir Menschen das alles brauchen, er hat uns so geschaffen. Jesus sagt: „Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt.“ (Matthäus 6,32)

Ich glaube, dass Gott uns ganz praktisch helfen möchte, die alltäglichen Dinge zu nutzen, die uns zu guten Begegnungen führen können und die, die wir überbewerten, unbesorgt an ihren Platz zu stellen. Was bringt ein perfektes Essen, wenn die Leute sich nichts zu sagen haben? Was bringt ein perfektes Outfit, wenn die Person sich mehr darauf konzentriert als auf den Umgang mit ihren Mitmenschen? Manchmal ist es dran, wie Maria zuzuhören anstatt in der Küche herum zu wuseln oder zu feiern, anstatt sich Sorgen um den ausgehenden Wein zu machen. Es gibt in der Bibel zahlreiche solche Geschichten zu entdecken – welche gibt es in deinem eigenen Leben?


Das (Über)Lebensspiel

10. Mai 2013, gastbeitrag - Mannablog

Fühlst du dich auch manchmal wie ein Kind und brauchst etwas zum Spielen? Im Grunde genommen ist doch unser ganzes Leben wie ein Spiel. Ständig müssen wir knifflige Herausforderungen und Rätsel lösen und manchmal auch in total unrealistischen Stationen den Kopf über Wasser halten.

Doch sei mal ehrlich, hat dein Lebens-Spiel einen Sinn? Füllt es Dich aus? Und macht es Dich langfristig glücklich?
Ich bin davon überzeugt, dass der Designer dieses Spieles, Gott, beim Erstellen auch einen Sinn mit vorgesehen hat. Zu schade nur, dass so viele Menschen so leben als könnten sie einfach den „Retry“-Knopf drücken, wenn sie den Sinn verfehlen oder „Game over“ gehen. Doch dieser Knopf ist im Lebens-Spiel nun mal nicht vorhanden.

Am Ende meines Lebens soll kein „Game over“ stehen. Ich möchte mehr als nur einen guten Highscore, wo die Leute sagen „beachtlich“. Vom Designer selbst, von Gott höchst persönlich, möchte ich hören „Ich bin stolz auf dich, wie du jede Aufgabe, jedes Quest, gelöst hast, darum habe hier ein Krone mit vielen Sternen als Pokal für dich!“
Und wie schaffe ich es, mein Lebens-Spiel so zu meistern? Ganz einfach: Der Designer ist mein Papa. Und wie das bei Papas so ist, kann man mit ihm zusammen spielen und ihn um Rat und Hilfestellung bitten. Noch nie habe ich es bereut das Gamepad aus der Hand gegeben zu haben. Dadurch beginnt der Spaß erst richtig.

Weißt du was? Das Beste kommt noch: Der momentane Zustand ist nur so etwas wie ein Vor-Level, eine Art Demo-Version. Ja, unser Leben hier soll nicht damit enden, dass dein Charakter gelöscht wird, weil er unbrauchbar geworden ist. Nein, dein Charakter soll weiterleben. Alle Bugs und Unschönheiten werden in der Vollversion nicht mehr existieren. Kein endloses Abmühen mehr und ein Spaßfaktor so hoch, wie wir ihn noch nicht mal erahnen können.

Ob du diesen „Spielstand“ erreichst, liegt ganz in deiner Hand. Ich möchte dir nur empfehlen, dass auch du dich an den Designer wendest und ihm deine ganze Konsole zugänglich machst.


Kommunikation ändern, oder wer in der Beziehung ist schuld, dass es nicht funktioniert?

09. Mai 2013, claudia - Mannablog

In der gegenseitigen Kommunikation gibt es eigentlich nur zwei Prinzipien zur Bearbeitung von Herausforderungen. Entweder ich sehe mich in der Pflicht zur Veränderung oder mein Gegenüber. Beide Sichtweisen haben ihre Berechtigung und sind an sich nicht falsch.

Lange Zeit war mein Gegenüber Schuld an der Situation. Dementsprechend war die Kommunikation auch aufgebaut. Es spielte keine Rolle, wie hoch der Schuldanteil des Anderen war. Hauptsache er wurde schuldig erklärt. Diese Sicht änderte sich vor einigen Jahren. Der Fokus verschob sich zu: du bist in der Pflicht. Willst du mit dem anderen auskommen, dann ändere dich und das wird schon werden. Das Pendel schwankte in die entgegengesetzte Richtung. Alle Macken und Eigenheiten meines Gegenüber werden mit dieser Sicht entschuldigt und in Schutz genommen. Das geht bis in  die externe Kommunikation. Frei nach dem Prinzip: ach lass ihn halt, er kann nicht anders. Eltern nehmen ihre Kinder in Schutz, obwohl sie von derem Fehlverhalten wissen oder Partner jeweils den andern.

Je nach persönlicher Konfliktbereitschaft gehen wir selbst auch entweder den ersten oder zweiten Weg. Einen Gefallen tun wir uns aber in beiden Fällen nicht. Durch sie nehmen wir uns die Möglichkeiten einer offenen und freundschaftlichen Art und Weise des Umgangs miteinander. Unsere Beziehungen leiden.

Unsere Kommunikation ist nun mal ein wichtiger Bestandteil einer jeden Beziehung die wir pflegen. Deshalb gilt es von beiden Teilen ein Stück zu nehmen. Probiere es mal, ändere ein Stück von dir. Meistens gibt es mindestens einen Punkt von dem wir wissen, wir sollten ihn ändern. Danach lade deinen Kommunikationspartner in ein Gespräch ein und adressiere einen Punkt der aus deiner Sicht wichtig ist.

Suche dir einen guten Zeitpunkt. Nach 10 Stunden intensiver Arbeit ist nicht der richtige Moment um Herausforderungen in der Kommunikation zu üben. Das geht am Besten nach einer Erholungsphase, z. B. einem Tag frei. Plane genügend Zeit für euer Gespräch ein. Zwischen Tür und Angel funktioniert so etwas nicht. Plane also Luft ein und nicht nur 5 Minuten vor dem Abendfilm im Fernsehen.

Hab Vertrauen in dich und deinen Gesprächspartner und es wird klappen. Viel Erfolg!


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