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Menschen sind nicht perfekt

08. April 2013, Mannablog

Familie ist wichtig. Sie trägt uns mit all unseren Macken und steht uns bei, wenn wir Probleme haben. So sollte es sein. 
Leider ist es in der Realität oft anders. Ich bin ungeduldig und fauche die Tochter an, obwohl sie gar nichts dafür kann. Ich bin vielleicht nur total genervt wegen ... und dann kriegt mein Vater meinen Stress zu spüren, weil er neben mir steht und mich anspricht. Eigentlich will ich das gar nicht. 
Was würde Jesus in meiner Situation tun? Diese Frage sollte Christen helfen, mit Menschen in rechter Weise umzugehen.

Aber auch da holt mich die Realität spätestens dann ein, wenn ein Nichtchrist mir diese Frage stellt, um mein Verhalten zu kommentieren. 
Ja, wenn ich es doch nur immer könnte -  mich optimal und angemessen verhalten. Geduldig und liebevoll bleiben, auch wenn sich mal wieder die ganze Welt gegen mich verschworen zu haben scheint, wenn ganz nach Murphies Gesetzt schief geht, was nur schief gehen kann und natürlich alle Anderen an dem Schuld sind, was mir missglückt und die gute Laune verhagelt, wenn... Du weißt, was ich meine, da bin ich mir sicher. 
Christsein heißt für mich zunächst einmal mir einzugestehen, dass ich nicht wie Jesus bin. In der Bibel finde ich nirgends die Aufforderung, selbst zu einer Art Gott zu werden. Ich bin Mensch - und Menschen machen Fehler. Du genauso wie ich. Deshalb überfordert mich die Frage "Was würde Jesus tun?" 
Allerdings kann ich mich als Mensch bewusst dazu entscheiden, mich mit meinen Fehlern auseinander zu setzen. Ich kann mit anderen darüber reden, was ich immer wieder verbocke und wo ich mich gerne ändern möchte. Und ich kann Jesus bitten, mir dabei zu helfen. 
Wobei? Nicht dabei, so zu werden wie er, aber dabei, zu einer reifen Persönlichkeit zu werden. Das ist mein Ziel, das möchte ich erreichen und es geht allen Menschen so, sie sind auf dem Weg dorthin,  Christen und Nichtchristen, Alte und Junge. Aber weißt du, was cool ist? Ich bin auf diesem Weg nicht alleine. Ich hab' da einen bei mir, der mich versteht, mich liebt und mir helfen will, anzukommen. Kommst du mit? 


Für meine Überzeugung

07. April 2013, marcus - Mannablog

Es gibt Situationen, in denen man lieber keine Überzeugung gehabt hätte. Nämlich genau dann, wenn die eigene Meinung denen der anderen Menschen um einen herum widerspricht; und das in einem wichtigen, empfindlichen Punkt. Mit einer richtigen Überzeugung ist es allerdings so, dass man sie kaum für sich behalten kann. Sie muss fast raus, sie ist eigentlich fast von alleine schon sichtbar. Bei manchen Menschen erkennt man sie schon allein an der Kleidung, sie wird dort auch gerne zur Schau gestellt, egal ob es sich um musikalische, sportliche oder ethische Überzeugungen handelt.

Wenn man nun allerdings der einzige in einer großen Gruppe Menschen ist, der eine andere Vorstellung hat, fühlt man sich oft besser, wenn man sich still verhält und am Besten nicht auffällt. Wie verloren kommt sich z. B. ein Fan im Flügel der gegnerischen Fußballmannschaft vor, in voller, eigener Fan-Montur. Wie viel Mut er wohl bräuchte, um dort trotzdem für seine Mannschaft zu jubeln?

Es gab in der Geschichte immer wieder Menschen, deren Mut ich bewundern muss. Wie hoch der Preis auch war, sie sind für ihre Überzeugungen eingestanden. Ob sie nun Mahatma Gandhi, Martin Luther King oder Oskar Schindler hießen. Selbst gegen stärkste Strömungen haben sie weiterhin das getan, was sie tun mussten. Die Liebe zu ihren Mitmenschen hat sie dazu getrieben.

Sie alle sind nur kleine Beispiele der Liebe Gottes zu uns Menschen. Jesus selbst sagte zu der Gruppe Menschen, die ihm folgte, dass kein Mensch eine größere Liebe beweisen kann, als dass er sein Leben für jemand anders gibt. Es hat nicht mehr lange gedauert, bis er selbst sein Leben für seine Freunde, also uns, gegeben hat. Seine Liebe zu uns hat ihn dazu getrieben.

Ich wünsche dir und mir, dass wir diese Liebe auch in unseren Herzen haben, egal welche Konsequenzen daraus entstehen könnten. 


Deutschland sucht den Superstar. Und du?

06. April 2013, marcus - Mannablog

Heute schreibe ich mal über ein Thema, das mich eigentlich nicht wirklich interessiert, und das normalerweise auch gar keinen Eingang in meine Gehirnwindungen findet, da ich keinen Fernseher habe. Würde natürlich auch über das Internet funktionieren - aber nein, danke. Wir waren Nachmittags bei Freunden und haben gemeinsam Kuchen gegessen, und uns im Anschluss noch ein öffentliches Klavierkonzert angehört, es war ein wirklich schöner Nachmittag, und der Pianist war wirklich sehr gut. Abends nach dem Essen war unsere Energie etwas raus, und so haben wir uns entschieden einfach mal dem Fernseher die Unterhaltung zu überlassen, und zwar in Form von Dieter Bohlen und seiner "professionellen" Jury. Oder "Dschurie" wie seine Kandidaten sagen würden. Ich möchte jetzt gar nicht all zu sehr auf das Gesehene direkt eingehen, nur vielleicht soviel: armes Deutschland. Da suchen sie händeringend nach einem Superstar, zu dem alle aufschauen können und ihn bewundern können. Und alles, was die Fernsehlandschaft in Bohlens Sendung hervorzubringen vermag, ist ein Haufen Jugendliche, kaum dem Kindesalter entkommen, die nach Zuneigung, Anerkennung und Bestätigung hungern. Dabei sind diejenigen ja nur die Spitze des Eisbergs, der größte Teil der Hungernden hat es ja nicht einmal bis in die Vorausscheidung geschafft. Und der noch größere Teil hat bestimmt nicht einmal getraut, sich überhaupt anzumelden. 
In meinen Augen schafft es diese Sendung, etwas darzustellen, was immer stärker in allen Bereichen der Menschheit erkennbar wird: Die Suche, das Hungern danach, jemand Besonderes zu sein, größer zu sein als man ist, endlich einmal gesehen zu werden. Um das zu erreichen macht die stellvertretende Horde Jugendlicher so ziemlich alles, was die Jury von ihnen verlangt und was denen eventuell gefallen könnte. Sechzehnjährige Kinder prostituieren sich halb vor der Kamera, spielen die harten Typen und legen sich auf Wunsch der Jury eine ?neue Fassade zu?, die mehr rockt als die eigene Persönlichkeit. Und abends brechen sie dann in Tränen aus, weil der ganze Druck und die Angst zu versagen zu groß wird. Ist ja auch völlig klar, selbst wenn es das Schicksal eines jeden von uns wäre ein Superstar zu werden, dann würden wir das ganz bestimmt nicht über Nacht werden. Jede Pflanze braucht Zeit zum Wachsen, und mit uns Menschen ist das nicht anders.
Wenn ich an dieser Stelle die Fernbedienung in die Hand nehme, den Fernseher ausschalte und einfach mal in die Runde schaue - also hier in unsere deutsche Runde - dann sehe ich eigentlich das gleiche Bild, es gibt kaum einen Unterschied zur inszenierten Supershow Bohlens. Überall sehe ich Menschen, die nach Anerkennung hungern, danach hungern, geliebt zu werden, gelobt zu werden, jemanden zu haben, der sie zu etwas Besonderem macht. Und die sich auch immer wieder einmal eine ?neue Fassade? zulegen, um anzukommen. Wenn wir mal ehrlich sind, dann haben wir doch alle dieses innere Bedürfnis, von jemandem, zu dem wir aufsehen, Bestätigung zu bekommen. Und noch viel mehr. 
Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch DU zu diesen Leuten gehörst. Du bist mit Sicherheit auch auf dieser endlosen Suche nach Zuneigung, Anerkennung, Bestätigung und dem Schulterklopfer, der dir sagt, dass du etwas gut gemacht hast. Vielleicht bist du auch einer von den Leuten, die über die Möchtegern-Superstars im Fernsehen lachen. Dabei gibt es genügend Situationen auch in deinem Leben, wo dir das Lachen bereits vergangen ist, stimmt´s?
Während Deutschland noch nach dem einen Superstar sucht, der am Schluss dann glücklich grinsen kann (zumindest bis er aus seinem Traum aufwacht ), suchen Millionen Deutsche trotz vieler Enttäuschungen nach ihrem Platz im Leben. Nicht immer ist das für uns selbst ganz offensichtlich, und doch werden wir diese Aussage bestätigen müssen, wenn wir ganz ehrlich zu uns sind. Und diese Suche wird nicht aufhören, bis wir diesen Platz gefunden haben.
Ich wünsche dir viel Erfolg beim Suchen. Falls du mal bei deiner Suche nicht weiterkommst oder einfach nicht fündig wirst, oder schon überall ohne Erfolg gesucht hast, dann wirf doch einfach auch mal einen Blick in die Geschichte von Jesus in der Bibel. Dort haben schon mehr Menschen ihren Platz gefunden als du vielleicht denken würdest.


Heillos effizient

05. April 2013, Mannablog

Bringt sich der moderne Mensch um ein besonderes Geschenk? Bringt er sich womöglich um etwas Essentielles? Du kennst bestimmt Menschen, die nur auf ihre eigenen Ziele konzentriert leben. Vielleicht ertappst du auch dich selbst dabei, dass dir für deine Karriere, deine Beziehung, dein Glück, deine Effizienz andere (Dinge) schlichtweg egal sind.

Ich habe heute mit Freunden das neue Semesterprogramm unserer Hochschulgruppe geplant. Vorher haben wir uns einen Plan für das Planen gemacht – drückt das nicht schon die deutsche Mentalität aus? Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass ich noch vor Kurzem davon ausgegangen wäre, der effizienteste Weg sei der schnellste: die Liste, die vor mir liegt, wird abgearbeitet und zwar ohne große Umschweife. Das klingt irgendwie schrecklich rational und wie eine donnernde Leistungsmaschine, die keine Rücksicht auf Personen und Gefühle nimmt. Aber sind wir heute nicht manchmal geradezu dazu getrimmt, genau so im Job vorzugehen – sachlich, zielstrebig – sodass sich das womöglich auch auf private Angelegenheiten auswirkt? Da ist der Partner, wie er eben ist, mit Schwächen behaftet und wir sagen ihm diese klipp und klar und hinterher folgt gleich noch die Liste mit den Eigenschaften, die wir uns früher mal für unseren Traumpartner notiert haben. Fehlt nur noch der Satz „Ich kann so nicht arbeiten!“

Meine Güte, drehen wir uns um uns selbst. In der Bibel heißt es schon, dass wir aus Staub geschaffen sind und wir werden wieder zu Staub. Unser Leben wird als Haschen nach dem Wind beschrieben und auf der Jagd nach persönlichem Glück und schnellen Ergebnissen können wir uns selbst und unsere Erwartungen nicht einholen. Gerade diese Woche hat mir wieder jemand erzählt, dass ihn das Erreichen seiner Zieletappen nicht glücklich gemacht hat. Vielmehr hat es ihn leer zurück gelassen, weil auf dem Treppchen nichts stand, was ihn satt machen konnte. Kein Festessen, nur der schale Geschmack, dass man sich selbst übertroffen hat.

Am Anfang dieses Mannas habe ich geschrieben, dass wir Menschen heutzutage vielleicht an dem Wahren vorbeileben: ich meine damit die Bereitschaft, sich auf die Situationen einzulassen, in die wir gestellt sind. Ich meine damit, zuzuhören, da zu sein, wirklich da. Den Prozess wert zu schätzen und das nicht nur aus gutem Willen, sondern verstehen zu lernen, dass in der Entwicklung einer Sache, in dem stückweisen Gehen, Stehenbleiben und Rücksichtnehmen auf andere wirklich ein Wert steckt. Ich glaube, darin finden wir viel mehr Sättigung und ich wünsche jedem Leser, dass er das in seinen eigenen Erlebnissen erfahren wird.


Was Christen aus der Werbung über Emotionen lernen können

04. April 2013, claudia - Mannablog

In den letzten Jahren hat ein Wandel im Marketing statt gefunden. Dieser Tage habe ich alte Werbeprospekte gesehen und fand das ganz interessant. Früher war der Schwerpunkt in Werbeflyern und Marketingunterlagen die Weitergabe von Produktinformation. Alles war sehr sachlich aufgebaut.

Heute sind die Unterlagen weniger auf Produktinformationen ausgerichtet. Der Schwerpunkt liegt in der emotionalen Ansprache. Die erste Werbung, bei der mir das konkret auffiel, war die Zott-Sahne-Werbung. Kannst du dich noch daran erinnern? Die Familie kommt vom Einkaufen heim, die Idylle schlechthin. Tolles Aussehen, tolle Einrichtung, tolle Kinder, ect. Alle zusammen lassen sich in Freude aufs Sofa fallen und essen einen Joghurt.

Seit dem wurde diese Art von Werbung ausgebaut. Es zeigte sich, dass wir Menschen darauf anspringen. Unternehmen haben erkannt, dass wir Menschen Emotionen haben und es ein Bedürfnis gibt diese anzusprechen.

Wenn nur wir Christen auch entdecken würden, dass Menschen Emotionen haben. Gott hat uns Emotionen gegeben und wir Christen kommunizieren nur an den Kopf. Dabei tun wir Gott und uns Menschen damit unrecht. Eine Beziehung zu Gott zu haben geht nur über unsere Emotionen. Freude, Liebe, Trauer sind wichtige Bestandteile für eine gelingende Beziehung. Willst du also erfolgreich Werbung machen für diese Beziehung, dann geht es nur wenn wir eine emotionale Beziehung weitergeben.


Nur ein kleines Lächeln

03. April 2013, gastbeitrag - Mannablog

Hast du dich schon mal gefragt, warum wir eigentlich lachen? Es wird Frühling, die Sonne scheint, eigentlich sollten alle glücklich sein und das tun, aber...?
Manchmal lacht man vor Freude, manchmal weil es lustig ist, manchmal um andere aufzumuntern, manchmal auch, wenn man sich über jemanden auslacht, es soll auch Leute geben, die lachen, wenn sie traurig sind, ein gefälschtes Lächeln schmerzt auch im Gesicht,...
Diese Ausführungen könnten vermutlich noch endlos weitergehen. Aber warum um alles in der Welt hat Gott sich entschieden uns mit Gefühlen und Emotionen zu machen? Wäre es nicht manchmal viel einfacher ohne?
Als ich noch ein Kind war, was ich eigentlich immer noch bin, habe ich gelernt, dass ein einzeiges Lächeln die Welt verändern und verbessern kann. Mit einer Freundin habe ich dann vor gut 2 Jahren ein Spiel gemacht. Wir sind durch Berlin gelaufen und haben versucht so viele wie möglich Leute zum Lachen zu bringen ohne dabei was zu sagen. Auf alle Fälle hatten wir viel Spaß und am besten funktioniert hat es, wenn man mit einer roten Schaumstoffnase die Leute angelächelt hat...
Versuch doch heute mal, 10 Leute zum Lachen zu bringen, sie glücklich zu machen und schreib deine Erfahrung hier auf!


Mit Jesus läuft alles einfach besser, stimmt das wirklich?

02. April 2013, claudia - Mannablog

Dieses Zitat war der Streitpunkt. "Wir erleben, dass die Botschaft von Jesus eine befreiende Kraft ist, die wir nie wieder vermissen möchten. Mit ihm läuft alles einfach besser."

Läuft mit Jesus wirklich alles besser? Schnell ist Widerspruch gefunden. Argumente, die gegen diese Aussage sprechen, könnten folgendermaßen lauten: Jesus hat von Verfolgung gesprochen und vom Leid als sein Nachfolger. Jesus sprach davon, dass die Christen verachtet werden und deshalb Nachteile erleiden.

Wie ist es nun mit der Aussage: mit ihm läuft alles einfach besser? Ich kann nicht für andere Christen sprechen. Doch für das Leben  von Alex und mir gilt, unser Leben läuft mit Jesus einfach besser. Nein, wir sind keine Millionäre und auch nicht immer gesund. Auch in unserem Leben gibt es Menschen und Situationen, die uns als Christen bis an die Grenze fordern. Gerade aber weil das alles so ist, läuft es mit Jesus besser.

Ohne Jesus wäre ich nicht mehr am Leben. Ohne ihn hätte ich nie diesen wunderbaren Mann gefunden. Ohne Jesus müsste ich mit meiner Schuld alleine klar kommen. Ohne Jesus wäre ich an Menschen bereits zerbrochen, weil ich mit ihnen nicht klar gekommen wäre. Ohne Jesus wäre ich ein zynisches und unausstehliches Etwas geworden.

Wenn ich Berichte aus anderen Teilen der Welt lese und was Christen erleben, weil sie Christen sind, dann ziehe ich meinen Hut vor ihnen. Doch gerade sie sind es die sagen, dass es sich lohnt Christ zu sein.

Meinen Jesus lass ich nicht, auch wenn die Welt untergeht. Das ist so, weil ich erlebt habe, dass mein Leben mit ihm besser läuft. (Deshalb fällt mir das gehen über Klippen ohne Brücke trotzdem schwer. Doch Jesus sagt, dass er die Brücke ist.)


Zuckerschock

31. März 2013, marcus - Mannablog

Zuckerschock ist ein wahnsinnig gemeiner Zustand. Kurz zuvor sitzt du noch da, bist meist auch in guter Gesellschaft, und genießt die angeregte Unterhaltung nebst sich auf dem gebogenen Tisch befindlichen Süßspeisen. Und plötzlich ist er da: der Zuckerschock.

Keine Ahnung ob du das jemals hattest, aber mir ist es erst gestern Nachmittag wieder passiert. Nach einem deftigen Essen gab es noch ein reichhaltiges Kuchenbüffet mit verschiedenen Leckereien. Natürlich muss auch von jedem ein Stück gegessen werden - den Bäckerinnen und auch meiner Neugier zuliebe.

Allerdings hätte ich ja wissen müssen, dass die Fülle an Nahrungsmitteln, insbesondere der zuckerhaltigen Nahrung (nennen wir sie mal  Nahrungsergänzungsprodukte), meine kognitive Leistung etwas einschränken würde. Bei mir äußert sich das Ganze dann in einer Denkblockade mit Müdigkeit und gestörter Filterfunktion für Außenreize. Kurz gesagt: Lasst mir momentan einfach meine Ruhe! Nach einer Runde Couching und Freiheit von Störfaktoren wie akustischen oder visuellen Reizen z.B. in Form von Gesprächen, stabilisiert sich die Situation dann zunehmends wieder.

Es fasziniert mich, wie unser Körper auf Überforderungen aller Art reagiert und wie schnell er sich wieder erholt, wenn wir ihm zeitnah ausreichend Zeit dafür geben. Egal mit was wir uns überlasten, wenn wir immer wieder Phasen der Ruhe einplanen, geht meist alles gut. Ein Problem bekommen wir erst dann, wenn die Zeiten der vielen Arbeit und des Stresses nicht mehr enden wollen und wir die Warnzeichen unseres Körpers und unserer Seele nicht beachten.

Unser Schöpfer weiß um diesen Umstand und er hat bereits vor langer Zeit für diesen Fall vorgesorgt: Er stellt in jeder Woche einen Tag der Freiheit von Stress und Arbeit bereit. Er nennt diesen Tag "Sabbat" - Ruhetag. Ich habe erst gestern diesen Tag genossen und kann dir nur empfehlen, es auch zu tun.

So entgehst du vielleicht nicht immer dem Zuckerschock, aber hast eine große Chance, alle möglichen anderen seelischen Burnout-Katastrophen weiträumig zu umschiffen.


Ohr ab – arm dran?

29. März 2013, Mannablog

Am Sonntag ging es im Gottesdienst um das Thema Vergebung. Es wurde nicht nur an der Oberfläche geschabt, sondern die Notwendigkeit des Vergebens und Loslassens ganz klar betont – damit ein Leben in Freiheit möglich ist. Schließlich hat die ganze Gemeinde Gott viele Lebensaspekte gebracht, die Vergebung brauchten.

In den Osterfeiertagen und der Karwoche liegt das Thema Vergebung eigentlich ganz nahe. Was Jesus am Kreuz eigentlich getan hat, ist viel mehr als die Hingabe in den Tod. Er hat uns vergeben. Er hat unsere Berge von Schuld vergeben.

Mir ist klar geworden, dass Jesus seinen Kindern nicht nur die Schuld vergibt, die irgendwie gerechtfertigt ist. Wenn mir jemand etwas getan hat, dann habe ich oft überlegt, ob er denn irgendwie rechtfertigen kann, warum er das so und so gemacht hat. Aber bedingungslose Vergebung, das ist es, was wir Menschen wirklich nötig haben. Weil wir so oft ohne legitime Rechtfertigung Dinge tun, denken, sagen, die andere verletzen. Handlungen, die unverantwortlich mit Zeit und anderen wertvollen Gütern umgehen. Es ist nicht immer nachvollziehbar, entschuldbar, was wir tun. 
Als Jesus im Garten Gethsemane von den Soldaten gefunden und von Judas verraten wurde, schlug Petrus, ein enger Freund von Jesus, einem der Soldaten das Ohr ab. Jetzt könnte man meinen, Jesus hätte das, gerade unter diesen Umständen, als berechtigt abtun können. Aber nein, so ist er nicht – entgegen jeder Erwartung und so tief verankert in seinem liebevollen Wesen vergibt er – beiden. Und nicht nur das. Er legt auch noch seine Hand auf die Verletzung und heilt das Ohr! Ist das nicht Wahnsinn? Er nähert sich seinem Feind nicht mit einer drohenden oder abwehrenden Geste, sondern mit einer liebevollen, heilenden. Wer muss da perplexer gewesen sein – Petrus oder der Soldat?

Ich wünsche dir, dass du an diesem Osterfest neu erfährst, was für ein großes Geschenk Jesus uns mit seinem Tod und seiner Auferstehung gemacht hat. Dass die Vergebung, die er uns erkauft hat, unendlich viel wert ist und dass wir sie so bitter nötig haben, um selbst ein Leben leben zu können, das anderen nicht mühselig die Schuld hinterher trägt.


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