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ein paar Gedanken zu Ruhe und was ich tun kann um sie zu finden

28. März 2013, claudia - Mannablog

Vor einiger Zeit las ich einen Fachbeitrag über eine besondere Erkrankung. Die junge Frau kann nichts vergessen. Alles was sie sieht und hört, alles was in ihrem Umfeld geschieht, speichert ihr Gehirn ohne eine Schranke  davor. Ihr Gehirn sortiert also nicht, nach dem Prinzip brauche ich noch oder lösche ich gleich. Als Ergebnis davon wurde sie krank.

Ist es nicht wunderbar, dass unser Gehirn eine Grundselektion vornimmt? Das entspannt und gibt Ruhe. Ist immer etwas los, sorgt das in unserem Kopf für Arbeit und das ist Belastung. Immer wieder kommt es vor, dass wir dann keine Ruhe finden. Es ist einfach zu viel los. Uns geht es in solchen Momenten wir dieser jungen Frau. Nur haben wir den Vorteil, dass wir  daran etwas ändern könnten.

Wir sehnen uns nach Ruhe und tun in unserem Alltag oft das ganze Gegenteil. Du wünschst dir Ruhe und sitzt wieder vorm Rechner und hängst im Internet? Ich kann dich trösten, es geht nicht nur dir alleine so.

Eines aber weiß ich, wollen wir Ruhe finden, können wir in unserem Alltag eine ganze Menge dafür tun. Läuft deine Musik immer? Probiere es mal mit abschalten. Am Anfang ist diese Ruhe ungewohnt, doch es ist Gewohnheit. Mit der Zeit stellst du fest wie herrlich Ruhe ist. Ich möchte meine Ruhe zu Hause nicht mehr hergeben. Läufst du Gefahr am Rechner hängen zu bleiben, dann setze dir ein Zeitlimit und dann schalte den Rechner aus.

Ohne Ruhe werden auch wir krank. Deshalb wünschen wir dir ein wunderschönes Wochenende in Ruhe. Hier auch gleich eine kleine Unterstützung zum Ruhen, zu Träumen:


Probleme einfach überhören

24. März 2013, marcus - Mannablog

Ich habe letztens ein Programm einem Test unterzogen, das dafür gut ist Knacken, Rauschen und andere Störgeräusche aus Aufnahmen zu entfernen. Man kann das Ganze zum Beispiel auch verwenden, um Schallplatten zu digitalisieren und anschließend von unschönen Geräuschen zu befreien. Da ich weder Plattenspieler noch Platten habe, machte ich mir mit Hilfe eines Audio-Werkzeugs einfach welche: Es fügt Knacken, Kratzen, und andere Störgeräusche in beliebiger Intensität zu Aufnahmen hinzu. Nachdem ich meine „Schallplatten“ fertig hatte, testete ich die Software auf Herz und Nieren und verglich die Ergebnisse mit den Originaldateien. Ich war wirklich zufrieden mit der erbrachten Leistung des Programms und malte mir schon aus, ein durchweg positives Review zu schreiben.
Zuhause angekommen wollte ich es allerdings nochmal genauer wissen und nutzte zum Abhören diesmal mein Audio-Interface und meine guten alten Beyerdynamic DT770 Pro Kopfhörer. Was sich mir damit dann offenbarte, konnte ich anfänglich kaum glauben. Ich hatte das Gefühl, die Dateien überhaupt gar nicht bearbeitet zu haben. Da waren sie wieder, die Störgeräusche! Anscheinend hatte ich die Geräusche mit der eingebauten Soundkarte und den kleinen Kopfhörern einfach nicht wahrnehmen können. Und so musste ich meine Meinung noch einmal revidieren….

Die Geschichte hat mich wieder einmal gelehrt, dass man manchmal schon etwas genauer hinsehen bzw. -hören muss, bevor man sich ein Urteil erlauben kann. Oft sind wir Menschen sehr schnell dabei, ein Vorurteil zu fällen, dass dann auch andere noch beeinflusst. Und meistens haben wir von der ganzen Sache überhaupt keine Ahnung, sonst wäre es ja auch kein Vorurteil. Und hätten wir die Sache näher betrachtet, dann hätten wir sogar noch Verständnis und würden das dumme Gerede gleich sein lassen.

Ich möchte dich ermutigen, alles, was dir begegnet, erst einmal zu hinterfragen und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Es könnte sein, dass du etwas Wichtiges übersehen hast. Es gibt nur einen, der alle Details kennt, und selbst obwohl er das tut, behandelt er jeden Menschen so, als würde es nur Gutes zu berichten geben. Gott macht das so, und wir sollten es wenigstens versuchen. Wir haben in dieser Hinsicht noch sehr viel zu lernen. Also Kopfhörer auf und genau hinhören. 


Freud und Leid mit der Familie

22. März 2013, claudia - Mannablog

Aussage: Familie ist wichtig

Antwort: Warum?

Aussage: Weil wir Familie brauchen um gemeinsam durchs Leben zu gehen. Wir tragen und kümmern uns um einander.

Antwort: Ich dachte, ich muss alleine durchs Leben gehen.

Aussage: Nein

Es gibt Zeiten in unserem Leben, da spielt die Familie keine große Rolle. Wir suchen unseren Weg ins Leben, dabei scheint die Familie im Weg zu sein.

Erst später begeben wir uns wieder auf die Suche nach Familie. Familie ist nicht immer leicht und manchmal sogar unbequem. Trotzdem gehört Familie in unser Leben. Sie zeigt uns unsere Wurzeln und gibt auf manches Antwort.

Besonders wichtig an Familie ist für mich noch ein weiterer Aspekt: Familie hat die Aufgabe, füreinander einzustehen und einander zu tragen. Wir leben nicht jeder für uns alleine. Wenn wir uns um einander kümmern, ist das manchmal mühsam. Am Ende zeigt sich aber, dass genau diese Zeiten uns zusammenschweißen.

Ach, und an Familie lernen wir uns selbst nicht immer so wichtig zu nehmen. Über den eigenen Schatten springen, d. h. auch mal zurückzustecken, ist in der Familie notwendig, wenn Zusammenleben funktionieren soll.

Ich stelle immer wieder fest, dass es sich lohnt. Deshalb: Nur Mut und viel Spaß mit der Familie!


Zahnlose Platzhalter

20. März 2013, Mannablog

Du hast die Wahl Dinge zu ändern oder nicht. -

Vor einigen Jahren hat mein Kieferorthopäde festgestellt, dass sich eine Zyste vor dem nachwachsenden zweiten Zahn eingenistet hatte. Ich hätte lange warten können, bis mein Eckzahn herausgewachsen sein würde, wäre das nicht entdeckt worden. Während einer OP bekam ich etliche Spritzen in den Kiefer gerammt und sah durch das Loch im OP-Überhang die blutige Angelegenheit, die sich in meinem Mund abspielte. Aber danach wuchs der Zahn nach und ich konnte meine Brackets bekommen.

Manche Angewohnheiten in unserem Leben versperren den Platz für den wahren Platzbesitzer. Sie entstehen oft unbemerkt und nisten sich ein, werden heimisch. Erst, wenn das Erwartete, also das Gute, das eigentlich an seinen Platz gehört, ausbleibt, bemerkt man die Enttäuschung: der Zahn wächst nicht nach und es stellt sich ein Mangelempfinden ein. Was habe ich falsch gemacht, dass mein Verhalten mich nicht glücklich macht?

Dieses Mangelempfinden wird auf Dauer auch nicht durch besseres „Essen“ oder äußerliches „Zähneputzen“ besser, sondern es braucht die innere Entschlossenheit: Ich kann alles durch den, der mich mächtig macht, Christus! (Zitat, Bibel) Ich kann auch diese Zyste, diese mir lieb gewordene, aber platzeinnehmende Angewohnheit hinter mir lassen.

Lassen wir Gott daran oder winden wir uns lieber und kommen mit den Unzulänglichkeiten klar, die uns ein fehlender Zahn bereitet? Jesus möchte unsere hindernden Gewohnheiten aus unserem Leben „heraus operieren“. Da, wo sie waren, ist erst einmal ein Freiraum und vielleicht sogar Schmerz. Wir meinen dann, es sei ein Verlust, vielleicht denken wir auch es war die falsche Entscheidung und wir verpassen jetzt etwas. Aber es ist schlicht und einfach: ungewohnt. Und auch diese ungewohnte Situation kann sich wenden zu neuen Gewohnheiten, die gesund sind. Ich glaube, dass Gott für alle unsere Platzhalter eine Alternative hat. Aber solange wir keinen Platz dafür haben, haben wir wahrscheinlich auch keine Augen dafür, oder? Oder kümmerst du dich um etwas, von dem du weißt, dass du dafür in deinem Plan sowieso keine Zeit hast?

Mit der Zeit wächst der gesunde Zahn nach: gesunde Gewohnheiten, die flexibel sind. Die Früchte bringen, das heißt sie haben auch einen Nutzen – wie der Zahn. Gibt es auch bei dir Potential für neue Zähne?


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