Manna

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Mein Tipp für die richtige Abbiegung

20. Oktober 2014

Letztens habe ich einen neuen Abschnitt auf dem Weg meines Lebens erreicht, einen Abschnitt, auf den mich Claudia in gewisser Weise gebracht hat.

Ich weiß, dass ich erst am Anfang meines Lebens- Weges bin. Wobei, nein nicht ganz, denn die Schule habe ich ja schon hinter mir. Und ich bin mir sicher, dass das auch ein ganzes Stück Weg war.

Wenn ich so über meinen Weg nachdenke, finde ich das schon ziemlich krass, was ich so erlebt habe und wer mich auf meinen Weg schon begleitet hat. Jesus ist eigentlich erst seit kurzem dabei.

Ich bin jetzt 16 ½ Jahre alt, und kannte Jesus eigentlich schon länger, dennoch begleitet er mich erst seit fast zwei Monaten aktiv auf meinen Weg, und das obwohl ich mich seit 3 ½ Jahren als Christ bezeichne, bzw. Nachfolger Jesu seit neuestem. Und auch wenn Jesus mich bisher noch nicht aktive auf meinen Weg begleitet hatte, so habe ich ihn doch immer wieder gespürt und einen Tipp bekommen welche Abbiegung ich nehmen soll.

Ob ich dann darauf gehört habe, das steht wieder auf einem anderen Blatt. Mittlerweile weiß ich, dass Jesus mir immer das Beste vorschlägt.

Das alles habe ich versucht in diese Kurzform hinein zulegen:

Der Weg unseres Lebens ist lang.

Manchmal gehen wir Kurven,

Manchmal gehen wir gerade.

Manchmal sind Steine im Weg,

Manchmal ist der Weg frei.

Manchmal sehen wir wie es weiter geht,

Manchmal führt der Weg hinter einen Hügel.

Manchmal gehen wir Berg auf,

Manchmal gehen wir Bergab,

Manchmal gehen wir eben.

Doch eines ist immer gleich: Jesus möchte mit uns den Weg gemeinsam gehen, und uns zeigen, wo lang wir gehen sollten.

Ich möchte dir eine Geschichte erzählen, welche ich von einem Pastor bei meinem Abschlussgottesdienst in der Schule gehört habe:

"Eines Tages starb ein Mann, er ging mit Jesu an einem Strand, welcher sein Leben wieder spiegelt.

Er kommt an die schönen Zeiten vorbei und auch an Zeiten, bei denen es dem Mann nicht so gut ging. Überall sieht er zwei Spuren.

Doch dann kommt der Mann an seinen schlimmsten Zeiten vorbei und sieht nur eine Spur, da fragt er Jesus: „Warum hast du mich in meinen schlimmsten Zeiten alleine gelassen? In den Zeiten, in denen ich dich am meisten gebraucht hätte!“

Doch Jesus lächelt den Mann und meinte: „Mein Freund, ich habe dich niemals alleine gelassen. In deine schlimmsten Zeiten, bei denen du nur eine Spur siehst, da habe ich dich getragen.“

Diese Geschichte finde ich sehr schön da sie sagt, dass wenn der Weg eines Tages zu schwer für dich sein sollte, dann wird Jesus dich auch mal tragen.

Und nun frage ich dich: Willst du deinen Weg des Lebens nicht auch mit Jesus gemeinsam gehen?

Sogar meine Heimat Bayern zieht den Kürzeren.

19. Oktober 2014

Malerisches Bayern. Bei mir um die Ecke.
Malerisches Bayern. Bei mir um die Ecke.

Kaum zu glauben, dass es ein Land gibt, gegen das sogar Bayern im vergleich den kürzeren zieht. Wer hätte das gedacht.

Man sagt, daheim sei es am schönsten. Wir fahren zwar alle gerne Weg in den Urlaub und manchmal sogar richtig weit, aber wenn es dann nach zwei bis drei Wochen wieder nach Hause geht, stellt sich so ein bestimmtes Gefühl ein. Wahrscheinlich kennst Du dieses Gefühl auch: Tief durchatmen, endlich wieder daheim!

Warum das so ist, weiß ich nicht. Ich gehe mal davon aus, dass es einfach mit Vertrautheit, Sicherheit und auch Geborgenheit zu tun hat. Wir fühlen uns einfach dort wohl, wo wir es gewohnt sind. Manche zieht es dann später an andere Orte, sei es wegen Beruf, Liebe oder freier Wahl. Und doch wird der erste Flecken Land, auf dem wir unser Leben begonnen haben, für die meisten immer etwas besonderes bleiben.

 Vor zwei Wochen sind meine Frau und ich aus einer USA-Reise zurückgekommen. Es war überall wunderschön, an manchen Orten sogar ganz besonders. Als wir zurückgekommen sind, haben wir ein paar schöne Herbsttage für Spaziergänge in der Sonne und im Wald genutzt. Dabei ist mir wieder einmal aufgefallen, wie schön es in meiner Heimat Bayern ist.

Kaum zu fassen, dass Gott in seinem Wort versprochen hat, dass wir einmal an einem Ort sein werden, wo wir keinen Gedanken mehr an diese alte Welt verschwenden werden, so schön sei es dort. Dass muss schon wirklich schön dort sein, wenn sogar mein schönes Bayern dagegen den kürzeren zieht! 

marcus

Stöhn, was für ein Tag oder doch nicht?

17. Oktober 2014

Irgendwie ist die unausgesprochene Erwartungshaltung, dass immer alles gut und wunderbar läuft. Wenn das mal nicht der Fall ist, dann redet man nicht darüber, steckt den Kopf in den Sand und wartet bis es vorbei ist.

Als es heute Abend 19 Uhr wurde war ich ganz erstaunt, dass dieser Tag tatsächlich zu Ende zu gehen schien. Was für ein Tag! Er war im Grund bereits um 11 Uhr heute morgen gelaufen. Ich hatte eine Erwartungshaltung an diesen Tag. Meine Vorstellung war dabei gar nicht so exotisch. Am Morgen wollte ich noch an einer Präsentation arbeiten. Der modobonum Blog sollte auch seinen Weg ins Netz finden. Ja sollte, das trifft es ganz gut.

Nun ist es Abend, meine Präsentation kommt erst am Sonntag wieder dran und der Blog hat einen veränderten Inhalt. 

Doch was ist nun schlimm daran? Bei näherem Nachdenken finde ich andere Dinge die an diesem Tag stattdessen gelaufen sind. So merke ich, dass meine Erwartungshaltung mir einen Streich spielt. Ich bewerte den vergangenen Tag nicht nach dem wie er gelaufen ist, sondern nach meiner Vorstellung wie er hätte laufen sollten.

Zu den Dingen die gelaufen sind gehören ganz simple wie Gardinen aufhängen und Wäsche weg räumen. Das sind die scheinbaren Kleinigkeiten die das Leben doch immer wieder ausmachen. Mein persönliches Highlight ist etwas anderes. Weil nicht ging was die Gedanken in meinem Kopf hätte gefangen nehmen sollen, sinnierte ich über die Frage nach, wie man zu Menschen die man nicht kennt eine Beziehung aufbauen kann.

Es gibt da etwas von dem sie unbedingt wissen müssen und ich persönlich möchte sie davon überzeugen. Wie also muss die Werbung aussehen? Theoretische Antworten habe ich gefunden, doch diese Antworten in reale Worte und Folien zu bauen empfinde ich als die eigentliche Herausforderung. (für die nächste Woche)

Jetzt ist doch tatsächlich Abend geworden und ich habe meinen Frieden mit dem vergangenen Tag geschlossen. 

Schönes Wochenende!

alex

Miteinander reden, Grenzen erweitern

16. Oktober 2014

Miteinander reden ist einfach. Miteinander reden, so dass beide das Gleiche hören und meinen ist eine Kunst. Wir Menschen reden jeden Tag viele Worte und manche davon sollten wir uns lieber schenken. Es gibt aber auch Worte, die nicht gesprochen werden, obwohl sie so dringend nötig wären.

Mein Denken ist von meinem Erleben und meiner Weltsicht geprägt. Genau so geht es jedem Menschen. Weil wir wissen, dass Reden unsere innersten Empfindungen preisgibt, verstummen wir zu oft. Unser Bedürfnis nehmen wir wahr und suchen Hilfe bei Menschen von denen wir ausgehen, dass sie es besser können.

Auch ich in meiner Kommunikation bin Lernender. Immer wieder stoße ich an meine Grenzen.

Am Wochenende habe ich eine Lernhilfe entdeckt, die immer funktioniert, immer verfügbar ist und nichts kostet. Meine Freundin nimmt diese Lernhilfe auch in Anspruch. Welche das ist?

Ich frage Jesus, was ich sagen soll. In meinem Fall hatte ich 10 Minuten Zeit zur Vorbereitung. Meine Freundin hatte nur ein paar Sekunden. Wir beide können diese Lernhilfe sehr empfehlen. Wenn du nicht weißt, was du reden sollst oder wie, dann frage doch bei Jesus nach. Er wird dir die richtigen Worte geben, du musst sie "nur" aussprechen.

Viel Freude beim Reden!

claudia

Das Hamsterrad als Karriereleiter

14. Oktober 2014

Mary, did you know ... that the Dishes don't wash themselves?

Was unterscheidet einen Ersti von einem Studenten, der kurz vor seinem Abschluss steht? Mh, ich schätze, in meinem Fall war es so, dass ich am Anfang ziemlich sorglos in das Studium hinein gelebt habe, als ich ungefähr wusste, wie der Hase läuft. In dieser Woche haben die Erstis an meiner Uni wieder jede Menge Party und Spaß mitgenommen, ich kann ihnen das nicht wirklich übel nehmen.

Ich fühle mich aber irgendwie auch etwas alt, wenn ich merke, dass ich Studium, Job und Karriere immer mehr Wichtigkeit zugemessen habe, je mehr Semester es wurden. Die Unerfahrenheit der ersten Semester war spannend und spaßig. Mit den Jahren habe ich freiwillige Aufgaben übernommen und berufliche Aufträge bekommen - beides hat Zeit und Elan gekostet. Ich möchte damit nicht sagen, dass es schlecht ist, gut zu arbeiten.

Aber seit ich diese Woche in einem Blog den Satz "Das Hamsterrad kann von innen betrachtet wie eine Karriereleiter aussehen." gelesen habe, hat er mich immer wieder heimgesucht und ich hinterfrage meine Motive hinter der ganzen Geschäftigkeit. Ich drehe mich, ständig, um die Dinge, die zu tun sind. Ein paar freie Tage sind Balsam für die Seele, aber auch irgendwie eine Tortur, weil ich es nicht gewöhnt bin, mal etwas nicht wirklich 'Sinnvolles' zu tun.

Da muss ich unweigerlich an den Satz denken, den Jesus zu Martha gesagt hat, als er bei ihr und ihrer Schwester Maria zu Besuch war: "Nur eines aber ist wirklich wichtig und gut! Maria hat sich für dieses eine entschieden, und das kann ihr niemand mehr nehmen." (Lukas 10, 42) Maria hat sich zu Jesus gesetzt und er hat ihr jede Menge erzählt. Ja, eine Frau kann scheinbar auch gebannt zuhören, ohne zu quatschen - wenn da der Sohn Gottes vor ihr sitzt. Martha dagegen hat sich darum gekümmert, dass der Haushalt rund läuft. Was soll ich sagen.

Ich bin wohl die geborene Martha. Wenn man sich mal deutsche Klischees anschaut, dann sind da Planen und Organisieren (Bürokratie!) ganz weit oben. Ich bin gerne zielstrebig und zuverlässig. Wenn ich von einer Sache überzeugt bin, mach ich dafür auch mal etwas mehr als nötig. Die Frage ist nur: Wie lang hält so was an? Eine YouTuberin hat neulich in einem ihrer Videos gemeint, dass man so etwas nicht könnte, wenn man nichts zurückbekommt. Burnout ahoi und so.

Ich verstehe das, weil ich auch schon manchmal gedacht habe, dass dieses ständige Auf-Abruf-Da-Sein einen Standard erhebt, der mir irgendwann auch das Genick brechen kann. Man muss klar seine Meinung, auch diesbezüglich, vertreten. Das ist ein gutes Recht eines Menschen. Dieses Zurückbekommen hat für mich aber auch einen Haken. Es hat nicht jeder, dem ich helfe, die Möglichkeit, mir etwas zurückzugeben. Jegliche Form von Selbstlosigkeit und Hilfsbereitschaft ohne Hintergedanken wird hier ja von vornherein angeknackst.

In der Bibel ist gerade die selbstlose Liebe, die Agape, die Liebe, mit der wir Gottes Wesen am besten widerspiegeln können. So eine Liebe gibt. Ich kann mir ganz viel Anerkennung von meinem Chef erhoffen (siehe diese Werbung: www.youtube.com/watch, von meinen ehrenamtlichen Mitarbeitern, von den Menschen, die mir nicht mehr zurückgeben können als ein Dankeschön oder ein Lob. Aber das kann doch kein gesunder Ausgangszustand sein, wenn ich mit einem leeren Tank losfahre, in der Hoffnung, dass er gefüllt wird und in der Sicherheit, dass ich bei fehlender Füllung aussteige und nicht weiter in die richtige Richtung fahre.

Wie bei allem ist der Blick auf die Ewigkeit hier ein weiser Ratgeber. Vergänglichkeit, Sinnlosigkeit. So etwas sehe ich jeden Tag und ich versuche gar nicht immer dagegen anzukämpfen. Der schale Geschmack, der bleibt, ist für mich dennoch Grund genug, mir Gottes Design für den Menschen anzusehen. Gott ist kein ausbeuterischer Gott. Er hasst Ungerechtigkeit. Er liebt Aufrichtigkeit, auch gegenüber unseren eigenen Grenzen. Gott gibt uns Bestätigung für die Dinge, die wir aus Liebe für ihn ganz persönlich tun - weil wir auch ganz persönlich von ihm ausgesucht sind, für diese Aufgaben, für diesen Ort, für diese Zeit.

Gott betont an vielen Stellen der Bibel, dass ihm der Sabbat - der Ruhetag - und sein göttlicher Frieden für den Menschen enorm wichtig ist (z.B. vgl. Jesaja 56,4-8). Gleichzeitig wird der faule Mensch mit seiner eigenen Dummheit aufgezogen, er solle sich die Ameisen ansehen und von ihnen lernen (vgl. Sprüche 6,6). Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein lebenslanges Lernen ist, darin zu wachsen.

Wir lernen so vieles und das am besten, wenn wir es üben, auch das Denken. Und während ich zur Zeit mal wieder ein Fitnessprogramm durchgehe, möchte ich auch darauf achten, dass ich mein Herz und mein Leben in diesen Sachen fit halte und mich aus dem Hamsterrad zu springen traue. Wie geht es dir so damit?

meine perfekte Erde

13. Oktober 2014

Schaue ich zum Fenster raus, sehe ich einen leicht trüben Herbstnachmittag vor mir. Keine Sonne ist zu sehen. Der Himmel hat eine Mischung von blau und grau. Alles in allem, keine sehr hohe Motivation nach draußen zu gehen. 

Auf dem Weg zum Gewächshaus entdecke ich das Licht am Horizont. Hinten, am Ende, dort leuchtet es hell und freundlich. Es ist eine Verheißung auf bessere Zeiten. 

Direkt neben unserem Gewächshaus wachsen ein paar Erdbeerpflanzen. Obwohl Herbst ist, blüht diese Pflanze und hat zeitgleich Früchte. 

Alles zusammen regt meine Phantasie an. Ich stelle mir die Frage, wie ich mir eine perfekte Erde vorstelle und ich fange an zu träumen.

Ausgehend vom abgeernteten Gewächshaus und den blühenden Erdbeeren wünsche ich mir das ganze Jahr über blühen und ernte. Ach wäre das cool, da gäbe es frische Erdbeeren und Spargel auch im November. Was für eine leckere Vorstellung!

Erbeeren und daneben Zitronenbäume? Auch dieses Bild könnte mir gut gefallen. In einem bin ich mir sicher, graue und trübe Tage sind in meiner Vorstellung von einer perfekten Erde abgewählt. 

Während es mich leicht fröstelt, drehe ich in Gedanken das Thermometer auf 25 Grad Celsius. Ja, das ist eine angenehme und Nutzer freundliche Temperatur die mir gut gefällt. Diese Temperatur baue ich in mein Bild von einer perfekten Erde mit ein.

Welche Vorstellungen hast du von einer perfekten Erde? Vielleicht sind dir ja ganz andere Dinge wichtig. Doch bestimmt hast auch du eine Vorstellung davon, wie deine perfekte Erde aussieht. Davon zu träumen lohnt sich auf jeden Fall. 

claudia

Vom Ende der Geduld

12. Oktober 2014

Wer Geduld hat erträgt etwas, was er eigentlich lieber nicht ertragen würde. Wo fängt Geduld an und wo hört sie auf? Ein individueller Erklärungsversuch.

Geduld ist eine Eigenschaft, die jeder in seinem Leben irgendwann schon einmal gebraucht hat bzw. noch des Öfteren brauchen wird. Geduld beschreibt laut Duden die „Ausdauer im ruhigen, beherrschten, nachsichtigen Ertragen oder Abwarten von etwas“. Wer also von Natur aus ein eher ruhiger und beherrschter Mensch ist, der nachsichtig mit seinen Mitmenschen ist, hat es wohl leichter geduldig zu sein.

Der Sonntagsfahrer am Montag

Ich kann mich an unzählige Situationen erinnern, die sich in meinem Auto abgespielt haben und mit relativem Zeitdruck und langsam voranschleichenden Verkehrsteilnehmern vor mir im Auto zu tun hatten. Gedanken wie „Das gibt´s doch nicht“, „Fahr endlich weiter du .......“ oder „Gib endlich Gas!“ entwickeln sich dabei am laufenden Band und lösen einander ab. Besser wird es erst, wenn die Gelegenheit zum überholen da war. Ahhhhh. Tief durchatmen und endlich wieder entspannt in den Sitz lehnen. 

Jetzt kommt allerdings die Krux: Schon mal versucht in so einer Situation Geduld zu haben? Das ist nämlich extrem schwer! So sehr ich mich anstrenge, meist wird es doch nur verkrampftes Ausharren oder ein hoffnungsloses Ergeben in die Situation. Mit „ruhigem, beherrschtem, nachsichtigem Ertragen“ hat das an sich meistens eher wenig zu tun....

Der Sonntagsfahrer wenn ich besser drauf bin

Ebenso kann ich an genügend Situationen zurückdenken, an denen ich in der selben Situation die Ruhe selbst gewesen bin. Ruhig und ausgeglichen folgte ich in aller Seelenruhe entspannt dem allgemeinen Verkehr inklusive meinem langsam vorausfahrenden Verkehrsteilnehmer. 

Mit „ruhigem, beherrschtem, nachsichtigem Ertragen“ hatte das allerdings auch in diesem Fall nicht viel zu tun, da ich ja von vorneherein die Ruhe selbst war. Wo fängt also eigentlich Geduld an und wo hört sie auf? Wie kann ich Geduld bekommen, in den Situationen, in denen ich sie wirklich brauche?

Geduld ist, sich in den anderen hinein zu versetzen

Aus meiner Erfahrung ist es unmöglich, Geduld eben mal dann zu bekommen, wenn man sie gerade braucht. Geduld hat laut Definition damit zu tun, dass ich „nachsichtig“ bin. Nachsicht kann ich allerdings nur bekommen, wenn ich versuche mich in den Anderen hineinzuversetzen und mich nicht selbst als den Nabel der Welt betrachte. Denn nur so kann ich verstehen, dass Andere die Dinge anders machen als ich, aus verschiedensten Gründen länger brauchen als ich, etwas vielleicht erst lernen müssen, und so weiter. 

Ruhig und beherrscht sein, dass sind eher Eigenschaften als Verhaltensweisen. Da gibt es also etwas im Vorfeld zu lernen, bevor ich überhaupt in die Situation komme, diese Eigenschaften zu benötigen.

Ruhe und Frieden als Geschenk

Manche Menschen sind von Natur aus mit einer fast göttlichen Ruhe und gesegnet, während Andere Hitzköpfe sind, die nur auf die richtige Gelegenheit warten, um zu explodieren. Für mich ist die Sache etwas einfacher, da ich mich eher zu ersten Gruppe zählen darf. Ich weiß nicht, zu welchen Menschen Du Dich zählst, aber selbst wenn Du eher ein Hitzkopf bist, gibt es dennoch auch für Dich die Aussicht auf Ruhe, Frieden und Geduld.

Es gibt einen Frieden, von dem Jesus sagt, dass nur er ihn uns Menschen geben kann. Niemand sonst. Es soll sogar ein anderer Frieden sein, als der, den wir aus eigener Kraft auf dieser Welt erlangen können. Egal in welcher Situation Du Dich das nächste Mal befindest und fast am ausflippen bist, versuch es mal mit einem Hilferuf an Gott. Noch besser ist natürlich, Du lässt Dir jeden Tag bereits im Voraus die Kraft für den neuen Tag schenken. Und auch wenn es einfach mal nicht klappen will, kannst Du Dich trösten: Irgendwann ist auch die längste Geduld mal zu Ende.

marcus

Selbstverwirklichung - entdecke deine Fähigkeiten

10. Oktober 2014

Liebe Freundin, noch einmal will ich dir schreiben, hast du doch gefragt wie du dein Potential zur Entfaltung bringen kannst.

Oft klingt es so als sei Selbstverwirklichung eine Erfindung der westlichen Welt der letzten Jahre. Dabei ist das total falsch. Wer im Buch Bibel liest, stellt fest, dass es in diesem Buch immer wieder um die Selbstverwirklichung von uns Menschen geht. Sich selbst zu verwirklichen heißt der zu werden der wir sein könnten/ sollten. Dort wird beschrieben, wie Jesus uns Menschen dabei hilft. Er tut das weil wir in Gott einen gemeinsamen Vater haben.

Wenn du ihm vertraust, dann sind deiner Selbstverwirklichung keine Grenzen gesetzt. Je mehr du die Beziehung zu ihnen pflegst und dich mit ihnen beschäftigst um so mehr wirst du wachsen. Du bekommst Fähigkeiten die du vorher nicht hattest. Du siehst Dinge in anderen Menschen die dir vorher nie aufgefallen sind und negative Eigenschaften von dir werden weniger.

Bist du erst einmal auf unserer neuen Erde, wirst du in diesem Wachstum nicht aufhören. Du hast einen neuen so tollen Körper, das du wie ein Adler sehen kannst und hören wie ein Hase . Bis wir einmal alles im Universum erkundet haben, inklusive unseres Körpers wird eine Ewigkeit vergangen sein. Stell dir mal vor, du gehst über Gras und spürst an deiner Fußsohle jeden einzelnen Halm.

Liebe Freundin, Gott will das du wächst und die Gaben und Fähigkeiten die er dir gegeben hat auch verwendest. Wenn du ihm vertraust, dann gibt es für dich von jetzt an bis in Ewigkeit neues zu entdecken und auszuprobieren. Warum ich davon überzeugt bin? Gott ist ein großer Gott der Vielfalt. Beschränktheit passt einfach nicht zu ihm.

claudia

Strategien für ein Leben in Frieden

09. Oktober 2014

Liebe Freundin ja du hast recht, Christen verhalten sich nicht immer wie Nachfolger Jesu. Weil wir aber alle eine Vorstellung davon haben, wie Christen sich verhalten sollten, fällt ein Negativverhalten besonders auf und verletzt oft noch viel mehr.

Weißt du, auch an mir geht das nicht spurlos vorbei. Auch ich bin enttäuscht wenn Christen sich nicht so verhalten wie ich mir einen Nachfolger Jesu vorstelle. Manchmal kann ich damit besser umgehen und manchesmal fällt es mir wirklich schwer.

Inzwischen habe ich mehrere Schritte entwickelt um damit besser umgehen zu können. Hier will ich sie dir gerne weiter geben:

  1. Bei Jesus um Liebe zu dieser Person oder Personengruppe bitten (Habe ein großes Herz und denke nicht immer gleich das Schlechteste von ihnen.)
  2. Bitte für diese Personen für Sorgen und Anliegen und vor allem das Jesus ihnen gutes schenkt
  3. Sprich Vergebung aus, für das Fehlverhalten der anderen Christen
  4. Adressiere geschehenes Fehlverhalten in liebevoller Weise (das geht aber nicht immer und ist nicht immer passend. Weil es auch an dir und deiner Wahrnehmung liegen kann. Mit anderen Worten, du liegst falsch) Deshalb bitte Jesus um Klarheit, ob ein Gespräch richtig ist und wann. Denn: ein Gespräch mag richtig sein, der Zeitpunkt aber falsch, dann ist das Gespräch nicht sinnvoll.
  5. Bleibt in dir die Bitterkeit bestehen, wird es Zeit die Bitterkeit aus deinem Herzen zu schütteln. Schüttele alles wie Staub von dir. Du bist nicht für den anderen Menschen verantwortlich. Sein Fehlverhalten zu dir  ist von diesem Zeitpunkt an seine Sache.
  6. Bitte Jesus darum dir ein immer ehrliches freundliches Herz zu geben im Umgang mit dem anderen Menschen.
  7. Es funktioniert, Hauptsache du willst wirklich! Willst du nicht, kannst du dir sogar das wollen schenken lassen.

Denke immer daran, wir versagen alle in unserem Verhalten anderen gegenüber. Deshalb ist es wichtig, einander zu vergeben und miteinander in Liebe umzugehen.

Stell dir mal vor, wie das Jesus geht, wenn er auf unseren Planeten schaut und nur unbarmherzige Christen sieht die einander nicht vergeben wollen. Jesus Christus sagte auf dieser Erde folgendes: Wenn seine Nachfolger, also wir, einander nicht vergeben wollen, sieht er auch keinen Grund warum er ihnen vergeben soll. Und das wäre doch übel, oder?

claudia