Manna

Geld = Zeit + Talent, stimmt die Formel wirklich?

30. Juli 2014, claudia - Mannablog

Vor einiger Zeit habe ich folgende Aussage gelesen: Geld = Zeit + Talent. 

Auf den ersten Blick empfinde ich diese Aussage als logisch. Wir arbeiten, d.h. wir geben unser Talent und Zeit einem Arbeitgeber und erhalten dafür Geld. Doch wenn ich länger darüber nachdenke entsteht ein schaler Beigeschmack.

Wenn der Spruch stimmt, dann haben die Menschen in Asien wohl weniger Talent. Denn wie ließe es sich sonst erklären das Menschen 10-12 Stunden für einen Hungerlohn arbeiten?

Doch wir brauchen gar nicht bis nach Asien zu gehen. Was ist mit den Erntehelfern oder den Fahrern der Paketdienste. Haben diese Menschen kein Talent?

Ich bezweifle das!

So stelle ich mir die Frage, was ich persönlich anders machen kann. Was habe ich in der Hand? So ganz sicher bin ich mir nicht, welche realen und durchgreifenden Möglichkeiten es für mich gibt.

Doch da fällt mir was sein. Zumindest bei meinem Paketdienst und der Postfrau kann ich das machen. Ich gebe zu, es ist ganz profan, aber wenigstens etwas. Ich bemühe mich freundlich zu sein und ihnen ein paar freundliche Sätze in den Tag hinein zu geben. 

Und

Ich möchte mich hier bei denen bedanken, die ihre Zeit und ihr Talent für wenig Geld zur Verfügung stellen. Vielen Dank bei den vielen Dienstleistern und Unterstützern, ohne die unser Leben nicht funktionieren würde. DANKE!


Zeitmanagement lernen kostet Erfahrung und Zeit

27. Juli 2014, marcus - Mannablog

Mit Zeit umgehen zu lernen kostet vor allem eines: viel Lehrgeld und Zeit. Und manchmal kommen auch dem besten Zeitmanagement ungeplante Sachen in den Weg.

 

Jeder Mensch hat eine begrenzte Menge an Zeit zur Verfügung, nämlich genau 24 Stunden pro Tag. In diese Zeit müssen wir alles packen, was wir tun müssen, was wir tun sollten und was wir tun möchten. Leider schaffen wir meistens nicht alles, und wir müssen anfangen mit unseren Aufgaben wir mit Bällen zu jonglieren. Welche Lösungsansätze gibt es, um wenigsten halbwegs aus dem Dilemma herauszukommen?

 

Müssen, sollen, wollen

Am einfachsten ist es, die anstehenden Aufgaben erstmal in drei Kategorien einzuteilen: Müssen, sollen, und wollen. Das heisst, es gibt Dinge, die müssen wir tun. Dazu gehören fixe Termine wie eine feste Arbeit, essen und trinken, schlafen. Allerdings könnte man essen, trinken und schlafen vielleicht auch in die Kategorie „sollen“ einordnen, denn für sie gibt es keine festen Zeiten und Längen. Schlafen tut ja eigentlich jeder, aber nicht jeder schläft auch so lange wie er eigentlich sollte. Weitere Dinge die wir tun sollten sind z.B. die Pflege unserer Beziehungen, unsere Zähne putzen, die Wohnung aufräumen und regelmäßig nach dem Ölstand im Auto schauen. Und dann gibt es da noch die Dinge, die wir gerne tun „wollen“. Hierunter zählen sämtliche Hobbies und Sport. Wobei man Sport unter Umständen auch in die Kategorie „sollen“ einordnen könnte, je nach Betrachtungsweise.

 

Prioritäten setzen

Je nach Kategorie und Wichtigkeit machen wir manche Dinge dann zuerst und manche nur noch, wenn sie noch Platz haben. Gut ist es, wenn sich z.B. schon am Anfang der Woche Gedanken macht, welche Dinge man wann erledigen möchte. So kann man bereits im Voraus gute Zeiten platzieren und in etwa ausloten, was man alles in seine Woche packen kann. Wichtigen Dingen sollte man hierbei Pufferzeiten einräumen, falls sie etwas länger dauern als man zuerst angenommen hat. Die übrige Zeit hat man dann noch zur Verfügung für Dinge, die man gerne möchte. Oft ist es hilfreich, wenn man wichtige Dinge auch zuerst erledigt, damit sie dann am Ende des Tages nicht unerledigt bleiben müssen, weil noch irgendetwas unvorhergesehenes dazwischen kommt.

 

Das Unvorhergesehene

Das Unvorhergesehen ist ohnehin der Killer Nummer eins für wichtige Aufgaben. Wer kennt die Situation nicht: Man hat sich etwas wichtiges für den heutigen Tag vorgenommen und prompt steht unvorhergesehener Besuch vor der Tür, den man jetzt aber nicht einfach wegschicken kann, weil man ihn erstens gerne hat und zweitens sowieso nur total selten sieht. Allerdings können einem nicht nur seine Mitmenschen sondern auch Dinge einen Strich durch die Rechnung machen, indem sie plötzlich nicht mehr funktionieren.In jedem Fall ist das Unvorhergesehene der Killer Nummer eins für wichtige Aufgaben, vor allem dann, wenn man diese auf den letzten Drücker erledigt. Hätte man zu Erfüllung noch ein paar Tage oder Wochen Zeit gehabt, wäre das alles ja kein Problem gewesen. Aber wenn man den wichtigen Brief noch nicht geschrieben hat und der Computer einen Tag vor dem Stichtag verreckt, dann steigt der Stresslevel und mit ihm der Blutdruck ins unermessliche.

 

Alles schon gehabt

Ich habe solche Szenarien zu  genüge schon gehabt. Dieser Blog, der jetzt erst nachts um 23:00 Uhr hier online geht ist ein weiterer Zeuge dieses Phänomens des schlechten Zeitmanagements. Da ich meinen Blog immer meist erst am Samstag Nachmittag oder Abend schreibe, habe ich keine Pufferzeit mehr zur Veröffentlichung. Und da mein komplettes Wochenende mit unverhofften Vorkommnissen zugepflastert war, hatte ich keine Chance und Zeit mehr zu reagieren. Dieser Blog soll nun also ein monumentaler Zeuge einer gelernten Lehre und einer hoffentlich stattfindender Veränderung in meinem Zeitmanagement werden: Ich schreibe meinen Blog ab nun bereits Anfang oder zumindest Mitte der Woche. Und hoffentlich schafft es meine neue Erkenntnis sich auch auf weitere Bereiche auszudehnen. Ich würde es mir wünschen.

 

Außerdem muss ich eine Sache noch mehr üben, die ich eigentlich inzwischen von meiner Chefin Claudia zu genüge erzählt bekommen habe: Lass dir von Gott helfen, deinen Zeitplan zu machen und bitte ihn, dir auch bei dessen Erfüllung zu helfen. Erstens weiß er, was wirklich wichtig ist, zweitens weiß er, was alles dazwischen kommen wird und drittens kann er Kraft geben, die man selber nicht hat.


Wie entstehen Lebensträume?

24. Juli 2014, Mannablog

In der letzten Woche hat mich das Thema Träume beschäftigt. Nicht die Nachtträume, auch wenn die einen manchmal auch ganz schön ins Grübeln bringen können, sondern Träume fürs Leben. Wie entstehen Lebensträume und wie kann man Kindern und Jugendlichen eine Umgebung bieten, in der sich gesunde und altruistische, also nicht nur egoistische Lebensträume entwickeln können?

 

Was ist, wenn jemand Träume nie entwickelt, weil er nichts von den Möglichkeiten weiß? Steckt so ein Empfinden für die Sehnsucht nach etwas in uns oder wird es von außen geweckt? Oder hat Gott es in jeden hineingelegt? Müssen wir danach in uns graben oder vielleicht ganz genau zuhören?

 

In der Bibel sagt Gott, dass er jeden unserer Tage und Schritte bereits im Voraus weiß und dass er in die Ewigkeit in das Herz des Menschen gelegt hat. Also muss ja zumindest in jedem irgendwo die Sehnsucht nach Ewigkeit stecken. Und dann, kombiniert mit den Begabungen und den Dingen, die den eigenen Präferenzen nach reizvoll scheinen, kann sich ein Traumplan entwickeln, der auf irgendeine Weise der Ewigkeit und Erfüllung des Herzens zustrebt.

 

Aber ich glaube, viele Menschen können ihre Träume nicht so richtig fassen, in Worte vor anderen oder ins Auge für sich selbst. Sodass sie fokussiert und anvisiert werden können. Wahrscheinlich verändern sich Träume auch mit den wachsenden Erfahrungen. In „Comfort Trap“ (http://www.youtube.com/watch?v=hyaDYqitp78) von House of Heroes geht es darum, dass Träume auch verschüttet werden können: Wenn ich in der Bequemlichkeitsfalle stecke – darauf bedacht, mich glücklich und erfolgreich zu machen und dem gängigen Lebensentwurf zu folgen – und dabei sozusagen meinen Traum, der über das Irdische hinausgeht, vergesse, weil hier alles so profan ist.

 

Und gleichzeitig sagt Jesus uns in der Bibel indirekt: Ich bin in das Profane gekommen und habe darin gelebt. Das Leben wird nicht weniger sinnvoll, wenn du im Alltag lebst. Aber wirkliches Leben, die Qualität, die in dem Ganzen steckt, kriegst du nur bei mir und über das Sichtbare hinaus.

 

Ich denke, das was mich hier beschäftigt – mein Job, Essen, meine Beziehungen zu Menschen – sind alles Geschenke Gottes. Aber um wirklich tief zu graben und an den Kern von Gottes Traum für mich zu kommen, muss ich ihm im Gebet nachjagen. Wie die Band Memphis May Fire in ihrem Song „Divinity“ (http://www.youtube.com/watch?v=IVkILaATTQI) es ausdrücken: „Destiny is different than a dream, despite our failures and our shortcomings. We all have divine purpose to be nothing short of a miracle story.“

Gott kann uns einen klaren Blicken geben auf seinen Traum, die Bestimmung für unser Leben. Sei das hier mitten im Studium, mitten im Job, mitten im Familienchaos oder abstrakter, irgendwo im Urwald.

 

Der Kern eines Traums lässt sich, glaube ich, immer auf gewisse Motive festmachen. Wenn ich den Traum verfolge, eine große Familie zu gründen und zu versorgen, dann möchte ich Wachstum und Geborgenheit fördern. Elternschaft leben. Wenn ich etwas Kommunikatives machen möchte – Kunst, Werbung, Film, Fotografie, Schreiben etc. - dann ist meine Funktion so eine Art 'Auge' im Reich Gottes. Ein Sicht- oder Sprachrohr zu sein, das zwischen Mensch und Mensch und Gott und Mensch vermittelt, das ausdrücken kann, was unbewusst im Raum steht.Wenn dein Traum ist, Naturwissenschaft zu entdecken, dann ist der Hintergedanke vielleicht, dass du das Werk des Lebens ergründen willst, die Faszination aufdecken und das Potential des Schöpfers in der Schöpfung für den Menschen nutzbar machen möchtest. Wie ein Archäologe gräbst du die Schätze Gottes aus und befreist sie von der Erde. Trifft wahrscheinlich auch auf Betreuer, Seelsorger und

Psychologen zu.

Jeder hat also so seine Art, Potential in den verschiedensten Formen freizulegen. Es ist wie ein Kreislauf des Dienens untereinander: die Verkäuferin, der Fitnesstrainer, der Ingenieur, der Pastor, der Informatiker, der Bauarbeiter, die Bloggerin. Alle investieren. Nutzen wir das Potential, um wiederum in andere zu investieren?

Gott schenkt den Menschen viel Gnade und er erhält uns und unsere Lebensträume. Er sieht diese Symbiose der Lebensträume und er sieht, wo wir im Kreis laufen und erst einmal suchen müssen: Was ist mein Traum und wo ist mein Platz? Ich wünsche mir, dass die Menschen wieder mehr danach suchen, was für gute Motive Gott in ihre Sehnsüchten hineingelegt hat und schlichtweg danach fragen. Dass diese Träume und Tätigkeiten wieder organisch statt mechanisch sind. Dass wir nicht die ganze Welt gewinnen und dabei unsere Seele verlieren.

 

Denn wenn man es mal nach dieser Theorie betrachtet, dann ist jeder Mensch, der seine Träume egoistisch verfolgt, nur scheinbar ein Teil dieser Symbiose aus Geben und Nehmen. Vielmehr ein Steinchen in einer klaren Welle. Er hat wenig Halt und er trägt auch nicht die Welle in sich mit.

 

Was ist dein Traum? Was denkst du, wie Träume entstehen?


Was zum Leben nötig ist

23. Juli 2014, claudia - Mannablog

Alles begann mit der Frage was wir zum Leben wirklich brauchen. Einige Antworten waren: Freunde und Familie, Gesundheit und inneren Frieden, ...

Ungefähr 25 Freunde machten mit. Am Ende kamen wir zu einer interessanten Zusammenfassung. Oft werden uns Dinge erst wichtig, wenn sie uns verloren gegangen sind.

Ist dir auch etwas verloren gegangen?

Es gibt eine gute Fabel dazu: Eine Frau verlor ihr Geld, was sie zum Leben für die Woche braucht. Überall suchte sie danach, doch das Geld blieb weg. Am Ende kehrte sie in ihrer Verzweiflung die ganze Wohnung durch, auch unter den Schränken. Sie sucht an allen Stellen, Ecken und Enden. Egal ob die scheinbar sinnvoll waren oder nicht. Und tatsächlich, es war nicht logisch wie das Geld an diesn Platz kam. Immer wieder hatte sie dort im Schubkasten nachgeschaut und es nicht gesehen. Nun lag das Geld da und lachte sie unschuldig an.

Manchmal kommt es uns ja so vor, als ob dieses Suchen sinnlos wäre. Doch die Fabel zeigt, dass sich suchen lohnt.


Der Blick in den Mikrokosmos

20. Juli 2014, marcus - Mannablog

Der Mikrokosmos der Schnittlauchblüten.
Der Mikrokosmos der Schnittlauchblüten.

Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, kann der Blick viele faszinierende Dinge entdecken. Bis in den Mikrokosmos hinein steckt unsere Welt voller Detailreichtum.

Gestern lag ich bei schönstem Sonnenschein daheim im Gras und lies mir die Sonne auf den Pelz brennen. Gegen Abend erst, versteht sich, ich will ja keinen Sonnenbrand bekommen. Auf meiner Decke liegend wanderte mein Blick über das Gras hinweg und folgte meinen Gedanken auf eine kleine Reise durch den Mikrokosmos.

Eine Welt in der Welt

In der Froschperspektive sieht ein ganz normaler Garten aus wie ein Meer voller andersartiger Bäume und Sträucher. Endlose Weiten an Grasdschungel erstreckten sich gefühlt fast bis zum Horizont und haben mich neugierig gemacht. Den Blick auf die Grashalme und Kleeblüten direkt vor mir gerichtet, spielte sich vor meinen Augen das blühende Leben ab. Erst fielen mir nur die etwas größeren Käfer auf, die auf den riesigen Halmen auf- und abkletterten, ohne dabei großartig Pausen einzulegen. Je länger ich die filigranen Blüten angeschaut habe, desto mehr sind mir immer winzigere Lebewesen aufgefallen, mit dem bloßen Auge kaum mehr zu erkennen. Perfekte, mikroskopisch kleine Fliegen mit noch kleineren Flügeln bewegten sich zwischen den Haaren der Blütenstengel. Egal wie klein ein Wesen ist, es gibt wohl immer noch eines das eine noch geringere Größe vorzuweisen hat.

Der volle Überblick

Als ich so in der Sonne lag und dem quirligen Lebenswandel der Insekten zugeschaut habe, wurde mir bewusst: die kleinen Kerle haben wahrscheinlich überhaupt keine Ahnung, dass sie von mir beobachtet werden. Gerne hätte ich gewusst, was in ihnen so vorgeht, wie ihre „Gedanken“ eigentlich so aussehen oder ob sie überhaupt so etwas wie Gedanken haben. Außerdem wurde ich mir meiner Übermacht bewusst, mit der ich alles Mögliche mit ihnen hätte anstellen können. Eigentlich muss es mit Gott irgendwie ähnlich sein. Er ist so groß, und trotzdem hat er auf unserer kleinen Welt alles im Überblick. Egal wie klein etwas ist, sein Auge sieht es trotzdem. Und im Gegensatz zu mir weiß er genau was in seinen Geschöpfen so los ist. Trotz seiner Macht und Größe würde er diese niemals aus Willkür gegen uns verwenden, denn sein Herz fühlt mit unserem.

Du und Ich zur selben Zeit im Fokus

Eine weitere Sache, die ich mit meinen Insekten nicht hinbekommen habe ist, ihnen allen gleichzeitig zuzusehen. Meine Aufmerksamkeit konnte ich immer nur auf einen gewissen Bereich im Gras vor mir lenken. Gott kennt eine solche Einschränkung nicht. Du und Ich müssen nicht nebeneinander im Gras sitzen, damit er sich gleichzeitig um uns beide kümmern kann. Du musst nicht zu mir in die Nähe von Rosenheim kommen, damit du etwas von seiner Aufmerksamkeit abbekommst. Wo Du auch bist, Gott kann sich um uns beide gleichzeitig kümmern – und noch viele Menschen mehr.

Wenn Du das alles eigentlich total unglaublich findest, dann bist Du hier in bester Gesellschaft. Dennoch ist es wahr, Gott unterliegt nicht den Einschränkungen, die uns als Menschen zu schaffen machen. Und er begibt sich gerne auf unsere Ebene, um uns zu zeigen, dass er uns versteht und zu uns hält. Wie sonst hätte er als Mensch auf dieser Welt vor mehr als zweitausend Jahren so viel Gutes tun können. Wenn Du also das nächste mal die Welt um dich herum genauer inspizierst, dann denk daran: Gott ist Dir auch ganz nah und kümmert sich um Dich, auch wenn Du das vielleicht nicht immer merkst.


Neuigkeiten: unser 1. FSJ`ler

17. Juli 2014, claudia - Mannablog

Schon seit zwei Jahren gibt es die Möglichkeit bei modobonum ein freiwilliges soziales Jahr zu machen. Doch bis jetzt konnte die Stelle nicht besetzt werden. Gestern war es soweit, die Unterschriften wurden unter den ersten FSJ Vertrag gesetzt.

In der Regel sind es soziale Einrichtungen die ein FSJ anbieten, wie Krankenhäuser, Altenheime und Sozialstationen. Um so größer war unsere Freude, als wir den Vertrag mit netzwerk- M in den Händen hielten. Er gibt uns die Möglichkeit ein FSJ anzubieten. Netzwerk- M ist der Träger und wir die Einrichtung vor Ort. 

Da wir derzeit dem FSJ`ler kein Zimmer zur Verfügung stellen können, erwies sich die Suche nach einem geeigneten Jugendlichen als recht schwierig. Um so größer war unsere Freude, als wir eine Bewerbung vom Nachbarort erhielten. 

Nach zwei Gesprächen und einem Kennen-lern-tag war es nun gestern so weit, die Verträge wurden unterschrieben. Unser Neuzugang heißt Lukas und wird unser kleines Team ab September tatkräftig unterstützen.

Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung. Bestimmt wird er sich im September selbst vorstellen. Von unserer Seite erst einmal: herzlich willkommen bei modobonum!


Unverstandene Probleme oder der Microsoft–Support

12. Juli 2014, marcus - Mannablog

Probleme sind zum lösen da. Wenn man mit seinem Problem allerdings nicht verstanden wird und sich auch niemand richtig Mühe gibt, ist das extrem frustrierend. So erging es mir mit dem Microsoft-Support.

 

Probleme gehören mit zu den normalsten Dingen auf dieser Welt. Mir ist kein Mensch bekannt, der sich damit brüstet würde, noch nie in seinem Leben überhaupt irgendein Problem gehabt zu haben. Der natürliche Wunsch eines jeden Betroffenen ist die Lösung seines Problems, und zwar möglichst rasch.

 

Lösbare Probleme

Ein Großteil der existierenden Probleme sind solche, die man selber lösen kann. Das heißt, es reicht, wenn man sich selbst hinsetzt, etwas nachdenkt und dann ohne Fremde Hilfe das Problem in Angriff nimmt. Vielleicht gibt es auch noch einen guten Freund, der mitanpacken muss, damit die Lösung in der Praxis durchführbar ist. Alles in allem liegt es aber in der eigenen Hand, für Abhilfe zu sorgen, und das ist auch gut möglich.

 

Unlösbare Probleme

Eine andere Kategorie nenne ich jetzt einfach einmal „unlösbare Probleme“. Hierunter fallen jene Angelegenheiten, die außerhalb des eigenen Einflussbereiches liegen. Zur Lösung des Problems benötige ich also eine weitere Person, ohne deren Hilfe ich nicht einmal Ansatzweise eine Besserung der Situation erreichen kann. Im schlimmsten Fall liegt die Lösung des Problems sogar komplett in der Hand eines anderen Menschen.

Solch ein Problem hatte ich die letzten Tage über und wurde hinsichtlich seiner Lösung bisher leider bitter enttäuscht. Eigentlich hätte ich nur jemanden beim Microsoft- Telefonsupport gebraucht, der meine Frage versteht und mich an den richtigen Ansprechpartner weitervermittelt. Leider war keiner der Supportmitarbeiter dazu fähig. Als Nutzer eines Mac-Computers habe ich sonst herzlich wenig mit Microsoft zu tun, hatte aber leider meine Office-Lizenz mit einem Benutzer-Account verknüpft und ein paar Wochen später den Nutzernamen nicht mehr in meinem Kopf gefunden. Er war einfach weg, weil ich mich darauf verlassen hatte, dass dieser in meinem Passwort-Manager gespeichert sei. War er leider nicht.

Der Anruf dauerte etwa eine Stunde, wobei ich die Hälfte der Zeit in Warteschleifen verbrachte und die andere Hälfte zu den verschiedensten Mitarbeitern durchgereicht wurde, die mir allesamt nicht weiterhelfen konnten. Stets hatte ich das Gefühl, nicht richtig verstanden zu werden und erhielt am Ende die Antwort „Das kann ich nicht.“ Meine Bitte, mich mit jemandem zu verbinden, der mehr Möglichkeiten hat, endete wieder am Anfang der Telefonschleife landete. Oh man.

 

Kompetenz und Interesse

Im Nachhinein ist der fade Beigeschmack geblieben, dass es den Support-Mitarbeitern einfach an Kompetenz und Interesse fehlte. Im Vergleich mit meiner Erfahrung beim Apple-Support liegen da wirklich Welten dazwischen. Keine Frage, wer hier einen Kunden gewonnen bzw. verloren hat.

Das Gute ist, dass es sich hier eigentlich um ein relativ kleines Problem handelt, gemessen an dem, was einem im Leben sonst noch alles passieren kann. Wenn es um richtig große Lebensprobleme geht, dann habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass man den besten Kundenservice, das größte Verständnis und die umfassendste Kompetenz bei Gott findet. Seine Service-Hotline endet nicht um 18:00 Uhr, sondern läuft rund um die Uhr. Er kennt uns besser als unsere engsten Freunde. Er hat die schlimmsten Probleme auf dieser Erde als der Mensch Jesus selbst durchgemacht und deshalb Verständnis für unsere Situation. Er hat uns gemacht und weiß wie wir ticken. Und sein Interesse an uns hat er bewiesen, indem er sogar sein Leben für das unsere gelassen hat. Keine Frage, dass er mich damit als „Kunden“ gewonnen hat.


My Goodness

11. Juli 2014, Mannablog

Ein Studium kann so viele Vorträge und Präsentationen enthalten, dass man wirklich Zeitmanagement betreiben muss. Und das beginnt nicht erst, wenn man sich mit der Recherche zum Thema befasst, sondern schon an dem Tag, an dem die Termine verteilt werden. Man kann es drehen und wenden, wie man will – in diesem Semester hätte ich es wahrscheinlich nur schlecht einteilen können. Aber Fakt ist, dass ich jetzt zum Ende hin noch mal ordentlich was tun musste und dass im Endeffekt etwa 80 Prozent der Arbeit zu Hause am Schreibtisch getan wird und die restlichen Prozente werden vor Ort abgeliefert und in die müden Gesichter, wenn sie denn überhaupt erschienen sind, propagiert.

Wenn es nicht schon in der Schulzeit anfing, so muss man sich spätestens in der Studien- und Ausbildungszeit ein dickes Fell aneignen, was den Umgang mit Kritik betrifft. Es ist ja dabei erst mal zweitrangig, ob der Kritiker etwas persönlich meint oder nicht. Fakt ist, dass irgendwo Bedarf für eine Veränderung besteht. Und die Kritik, die reinkommt, kann man immer auch durch den eigenen Filter laufen lassen. War das der Situation geschuldet, einmalig, entspricht das meiner Persönlichkeit? Definiert mich der Fehler oder ist es vielmehr eine Chance voran zu kommen?

Ich denke, viele können mir da zustimmen: oft ist es wirklich eine Chance. Zu sehen, wie man von Mal zu Mal kleinere oder größere Erfolge verzeichnen kann. Sich darüber wirklich mal zu freuen. Ich meine, man kann ja immer sagen: Ja, das hätte sowieso mein Standard sein müssen, was soll ich da stolz auf mich sein?! - Aber das ist eben nicht immer so. Jeder Mensch geht von einer anderen Grundlage aus in eine Richtung, die er für gut und gesund hält und da ist jeder Schritt in diese Richtung ein Erfolg, den man feiern kann. In Maßen.

Ich persönlich habe mein fast fertiges Semester mit einem Café-Date gefeiert und es war einfach schön, zu wissen – das ist jetzt fast geschafft und meine Mühe hat sich gelohnt. Ich habe beobachtet, dass man als Student auch ganz schön schnell von einer Etappe zur nächsten springen kann und sich dabei gar nicht richtig Zeit lässt, um mal eine geschaffte Sache sacken zu lassen. Wie schon öfter gesagt: der Mensch braucht das, weil er nicht nur wie eine Maschine mechanisch arbeiten will. Davon gehe ich mal aus.

Ich habe mir also Gedanken über Feedback und Ratschläge gemacht und bin dabei auch auf Gott gekommen. Wie ist das eigentlich in dem Bereich? Gott gibt uns eine Menge Ratschläge, die wir befolgen sollen. Wenn ich mir überlege, was alles unter „Götzendienst“ fallen kann (und dass wir Gott lieben sollen und nicht menschengemachte Dinge), dann würde ich mich am liebsten unter meinem Schreibtisch verkriechen und mein Tablet gleich mitnehmen. Und eine Schoki und ein Buch und … wahrscheinlich ein paar Stunden später wieder hervor kommen und wie Garfield gegenüber der Lasagne zu Gott sagen: „Könnte ich noch etwas mehr bekommen?“ Etwas mehr, das mir wirklich das gibt, was ich brauche.

 

Mit dem Anspruch Gottes zu leben, bringt uns ständig in die Misere: Ich kann das nicht halten. Und sobald dieser Gedanke gedacht ist, kommt die Beruhigung, dass Jesus ja für die Menschen gestorben ist, - weil – sie es nicht selbst gebacken kriegen. Das schlechte Gewissen bleibt trotzdem, weil mir dann bewusst wird, dass ich wieder in die Falle getappt bin: Mein Gott ist ein guter Gott, grundgütig sozusagen. Was verspricht er nicht alles in der Bibel, das er uns schenken möchte. Er erhält gerade – dein – Leben! Und ja, er nimmt auch. Aber in der Zwischenzeit von Geburt und Tod ist er unser lebensspendender Atem, das, was uns zum Menschen gemacht hat. Und was mache ich? Ich erstelle mir wieder ein Gedankenbild von ihm, das mich mehr bestraft als er es je in meinem Leben wirklich getan hat. Stattdessen konnte ich so viel Segen erleben und oft hat er fiese Lebensphasen gewendet, wie es mir nicht im Traum eingefallen wäre.

 

Was bleibt ist der Wunsch nach Liebe. Den Nächsten, sich selbst, Gott, die Feinde. Und Gott schießt sie vor: eine Liebe, die erwidert werden möchte. Eine Liebe, die uns Grenzen aufweist, die wir selbst austesten dürfen. Aber wie oft habe ich erlebt, dass die Grenzen – Gottes konstruktive Kritik, wenn man so will – so gut gemeint waren und die Freiheit dahinter nach dem Überschreiten unattraktiv und hässlich zu sein schien. Die Freiheit, nach meinem Gutdünken zu entscheiden, was gut für mich und andere ist – nach Laune und Tagesform, nach Kontext und Gegenüber. Wie froh bin ich da eigentlich, dass ich einen Gott als Gegenüber habe, der eine Kontinuität in das Konzept des Gutseins bringt, die beeindruckt und gleichzeitig ihresgleichen sucht.

Kommen wir dort an, die Liebe dieser „Korrektur“ zu erwidern, in der Erkenntnis ihres Senders?


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