Manna

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Deutsche christliche Blogs - was machen die eigentlich?

31. Januar 2016

Prezi-Präsentation: Analyse deutscher christlicher Blogs.
Prezi-Präsentation: Analyse deutscher christlicher Blogs.

Als Blogbetreiber ist es immer interessant, was eigentlich das Umfeld so macht. Da wir hierzu keinerlei vorhandene Daten finden konnten, haben wir selbst eine Datenerhebung vorgenommen.

Die Durchführung einer Bloganalyse von 162 christlichen Blogs aus dem deutschsprachigen Raum erstreckte sich mit Planung und Auswertung über einen Zeitraum von etwa 10 Monaten. Ziel der Erhebung mehrerer Faktoren ist eine Art Bestandsaufnahme der Blogs – wer sind die Betreiber, welche Inhalte produzieren sie, wie setzt sich ihre Zielgruppe zusammen, wie hoch ist ihre Relevanz, wie aktiv gestaltet sich die Ausführung des Blogs und wie lange halten sich bestimmte Blogs über die Zeit hinweg.

Geschlecht und Beruf der Autoren

Der überwiegende Teil der Blogseiten wird mit deutschen „.de“ Endungen betrieben, einige weitere mit „.com“. Andere Endungen kommen kaum vor.

Der Großteil der Blogger ist mit 81 Personen männlich, gefolgt von 40 weiblichen Personen. Zwölf Blogs werden gemischt betrieben und 30 machen hierzu keine Angabe.

Ein Großteil (67%) der Blogs macht keine Angaben zum Beruf des Autors, das übrige Berufsbild zeigt sich mit 20% überwiegend akademisch, Lehrberufe sind lediglich mit 2% vertreten. Allerdings nehmen die Theologen fast 50% der akademischen Berufe ein. Auffällig ist, dass 66 der Blogs zum Zeitpunkt der Datenerhebung zwar noch online aber bereits inaktiv waren oder ein erheblich zurückliegendes Erscheinungsdatum des letzten veröffentlichten Eintrags aufzeigten. Von den regelmäßigen Blogs veröffentlichen 70 monatlich bis wöchentlich. Weitere 14 Blogs veröffentlichen täglich. Zwölf der Blogs veröffentlichen in etwa vierteljährlichen Abständen.

Zeitliche Entwicklung und Social Media

Betrachtet man die Eröffnung neuer Blogs, so lässt sich im Zeitraum von 2002 bis 2014 ein stetiger Anstieg von aktiven Blogs beobachten. Ein stärkerer Anstieg gleich am Anfang der Zeitleiste vor allem zwischen 2006 und 2008 scheint positiv mit der Etablierung von Unternehmen wie Facebook, Wordpress, Youtube und Twitter in Verbindung zu stehen. Ab 2009 wurde damit begonnen, Blogs wieder zu schließen. Auffällig ist ein Anstieg der Schließungen im Zeitraum von 2012 bis 2014.

Bei den Social Media – Plugins auf den Blogseiten führt Facebook mit 57%, gefolgt von Twitter (46%) und Google (26%). Abonnements werden aber auch über Email(33%) und RSS(23%) tätigt.

Inhalt und Darbietung

Inhaltlich bestehen die Blogs zu etwa 75% aus „Andachtsstil“-Veröffentlichungen und persönlichen Berichten. Die restlichen 25% der Blogs befassen sich mit Themen wie Philosophie, Politik, Lifestyle, Design & Kunst, Reise u.a. Die Inhalte sind bei 127 der Blogs mindestens Ansatzweise religiös.

Die Blogs werden vor allem textlich umgesetzt, wobei bei etwa 120 der Blogs auch Bilder zum Einsatz kommen. Videos finden sich auf lediglich 60 Blogs und Audio-Inhalte nur sehr selten.

Beim Thema Vernetzung und Abonennten zeigen sich ganz klar einige Favoriten. Hier scheint auch sichtbar, dass es einige wenige gibt, die versuchen ihre Blogs ansatzweise professionell zu führen. Weitere statistische Analysen hierzu stehen noch aus.

 

Die offizielle Präsentation, die wir auch auf dem Media-Day der Stimme der Hoffnung vorgestellt haben, gibt es hier zum Ansehen.

marcus

Bericht vom Lobpreis in der Christuskirche

01. Dezember 2015

Einmal im Monat treffen sich viele Christen aus unterschiedlichen Kirchen zum gemeinsamen Lobpreis in der Christuskirche in Landshut. An jedem der Termine ist ein Anderer für die Leitung verantwortlich. Letzten Sabbat war es das erste Mal modobonum.

Da unser Team über ganz Deutschland verstreut ist, war die Idee eines digitalen Lobpreises schnell geboren. Als das Programm fertig war, bildeten 7 Lieder den Rahmen um Gebet, Erfahrungsaustausch und einem Mut machenden Wort. 

Wir wissen nicht genau, wie viele Teilnehmer da waren. Ich schätze so um die 50. Es war sehr schön, hinter sich den Chor der Christen zu hören, die trotz aller Unterschiede, miteinander Gott anbeten und Jesus die Ehre geben. 

Immer wieder wird von der Einheit der Christen gesprochen und mancher meint, dass damit ein "Parteibuch"  verbunden ist. Der Wunsch vieler spiegelt sich darin alle Christen in einer Kirche zu vereinen.

Wenn ich das Wort von Jesus richtig verstehe, dann bildet er diese Einheit. Wir verspüren das Bedürfnis nach Einheit und doch streben wir immer wieder nur danach unsere Vorstellung von Einheit durchsetzen zu wollen.

Auf unserer Erde, so wie sie jetzt ist, kann Einheit immer nur zeitlich begrenzt und mit Gewalt anderen gegenüber durchgesetzt werden. Das Bedürfnis von uns Menschen über andere zu herrschen zerstört alles. 

Jesus ist anders. In der Bibel wird ein Bild verwendet vom Körper. Dort werden seine Nachfolger als Glieder eines Körpers beschrieben und Jesus ist der Kopf dieses Körpers. 

Dann wird dazu aufgefordert, auf den Kopf zu hören und sich auf ihn auszurichten und nicht auf die anderen Glieder. Nachdem Motto, Hand und Fuß ihr habt beide unterschiedliche Aufgaben kümmert euch darum. 

Wenn jeder von uns, die wir uns zu Jesus bekennen, mit ihm gemeinsam lebt, dann ist Einheit hergestellt. 

claudia

Einladung zum Lobpreis in der Christuskirche

23. November 2015

Am kommenden Sabbat findet in der Christuskirche in Landshut wieder ein Lobpreisgottesdienst statt. Dieses Mal mit einer Premiere, modobonum ist für den Lobpreis verantwortlich.

Seit vielen Jahren schon, findet jeden letzten Sabbat im Monat ein gemeinsamer Lobpreis Gottesdienst der Kirchen von Landshut statt. Immer um 9.30 Uhr, eine Stunde lang, treffen sich Christen aus den unterschiedlichen Kirchen um miteinander Gott anzubeten und Jesus die Ehre zu geben.

Das schöne ist, dass jeden Monat eine andere Gruppe oder Kirche für den Lobpreis zuständig ist. So gibt es Lebendigkeit, Abwechslung und immer wieder neue Lieder. Wir genießen die Zeit, in der es nicht um Unterschiede und Streit geht, sondern gemeinsame Anbetung. Wie genießen die Zeit des gemeinsamen Gebetes und der Begegnung.

Mancher meint, dass dies doch gar nicht möglich ist. Die Unterschiede werden als das Markante und Entscheidende angesehen. Doch wer bin ich, dass ich die Beziehung meines Bruders oder meiner Schwerster werte? Ich bin nur für mich und mein Leben verantwortlich. (wie wunderbar!)

Im Vorfeld haben wir uns viele Gedanken gemacht, wie wir den Lobpreis gestalten könnten. Langsam nimmt unser Programm Gestalt an. Immer wieder purzeln neue Ideen in unseren Kopf und Freude darauf macht sich in unseren Zellen breit.

Auch du bist herzlich eingeladen, am kommenden Samstag um 9.30 Uhr in die Christuskirche nach Landshut zu kommen. Wir freuen uns auf ein wunderbares miteinander, zur Ehre unseres Königs Jesus Christus.

claudia

modobonum im „Adventisten Heute“

18. November 2015

Nur das Gute verbindet Menschen. Wie modobonum das Knüpfen von Beziehungen fördert - auch zu Gott.

Was bedeutet modobonum eigentlich und was machen die so? Diese Fragen haben wir in der aktuellen Ausgabe der „Adventisten Heute“ beantwortet.

 

Wenn du ein Update über modobonum und unsere Aktivitäten bekommen möchtest, kannst du dich in einem aktuellen Artikel der Zeitschrift „Adventisten Heute“ über uns informieren. Wir geben dir darin einen groben Überblick über uns und unsere Arbeit. Der Artikel ist kostenlos online zu lesen unter 

 

www.advent-verlag.de/cms/cms/upload/adventistenheute/AH-2015-10/index.html

 

Viel Freude beim Lesen wünscht dir das gesamte Team von modobonum.

marcus

Weihnachtsbriefmarken 2015 - Porto 2.0

01. November 2015

Ganz unscheinbar hing das Plakat in der Kirche am Informationsbrett. Wie jedes Jahr im Herbst wurde dort für die Weihnachtsmarken der Paritätischen Wohlfahrtverbände geworden. Fast war ich schon dran vorbei, als mein Blick hängen blieb.

Die Briefmarken sind normale Briefmarken mit einer Sonderspende von 30 ct pro Briefmarke. Empfänger der Pluserlöse der Weihnachtsmarken ist seit über 40 Jahren die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. Die in ihr zusammen arbeitenden Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht.

Ich blieb stehen und schaute mir das Plakat mit der darauf abgebildeten Kirche an. "Wohlfahrtsmarke mit Musik" war darauf zu lesen. 

Auf dem Plakat ganz unten in der Ecke, konnte ich folgendes lesen:

  1. Post mobil App runter laden
  2. Weihnachtsmarke mit Smartphone oder Tablet scannen
  3. Frohe Weihnachten mit "Stille Nacht,heilige Nacht!"

Zu Hause ging ich ins Internet um nach der Aktion zu suchen und mehr Informationen zu finden. Als Erstes kam ich zum Onlineshop und erfuhr, dass die Briefmarken ab 2.11.2015 verfügbar sind. Doch etwas über die Musikapp erfuhr ich nicht.

Nach einigem Suchen fand ich auch eine Seite mit weiteren Informationen zur Briefmarke und zum Motiv. Allerdings stand auch dort nichts von einer App und Musik. 

So bleibt nur auf die Briefmarken zu warten und das dann auszuprobieren. Schade!

Ausprobieren werden wir es auf jeden Fall, denn ich finde die Idee gut.

 

 

 

 

claudia

Wochenrückblick - oh happy day

09. Oktober 2015

oh happy day - der Blick nach vorne

Letzte Woche bekamen wir einen langersehnten Bescheid. Doch der Reihe nach, will ich die ganze Geschichte erzählen.

Im Frühjahr lernten wir eine junge syrische Christin kennen die in Schweden gestrandet war und nun versuchte nach Deutschland zu kommen. Eines Tages hieß es, dass sie gelandet sei. Doch gemäß Dublin Abkommen wurde der Antrag auf Asyl abgelehnt.

An das Telefonat mit ihr kann ich mich noch gut erinnern. Wir waren auf dem Weg in den Urlaub. Eine tiefe Machtlosigkeit machte sich breit. Sie erreichte uns noch viele hunderte Kilometer entfernt.

Beti stellte einen Antrag auf Prüfung ihrer Ablehnung und das Warten begann. Viele Wochen, einfach nur warten. Warten auf Antwort. In der letzten Woche nun kam endlich Antwort. 

Oh happy day. Was für eine Freude und Begeisterung, dass sie bleiben darf. Es war richtig zu spüren, wie die Entspannung über die Nervenbahnen durch den Körper zog. Was für eine gute Nachricht. Eine Nachricht, die den Blick nach vorne richtet und Neues entstehen läßt.

oh happy day - Ordination heißt Neues beginnt

Ein paar Tage später waren wir zur Ordination eines neuen Pastors in die Kreuzkirche der Baptisten eingeladen. Für mich war es das erste Mal, dass ich an einer Ordination teilnahm und ich war schon sehr gespannt.

Da ich in einem anderen Projekt derzeit viele Räume und Gebäude besichtige, war ich auf das Gebäude gespannt. Wir fanden große und helle Räume vor, die Offenheit ausstrahlen, eine Vielzahl von Kinderräumen, die schön gestaltet und dekoriert waren. Ein großer Mittelraum der eine Art Verbindungsglied zwischen den einzelnen Bereichen bildet und gleichzeitig auch den Treffpunkt bildet, ist sicher auch ein symbolischer Knotenpunkt, der junge und alte miteinander vereint.

Ordiniert und damit für den Dienst als Pastor eingesegnet wurde Johnatan Walzer. Er hat in München Theologie studiert und lebt bereits seit 6 Jahren mit seiner Familie in der Gemeinde. Mit seiner Einsegnung beginnt für die Familie ein neuer Lebensabschnitt, Neues beginnt. Er ist nun der offizielle Pastor der Baptisten in Landshut geworden. 

In der Predigt ging es um vier Elemente die für einen Pastor im Dienst wichtig sind. Das erste Element stellt den Blick auf Jesus in den Mittelpunkt. Die Feierstunde wurde von viel Musik und Gesang zur Ehre Jesus umrahmt. Im Nachgang gab es gutes Essen und selbstgebackenen Kuchen, oh happy day.

oh happy day - ein neuer Fußbodenbelag

Es gibt noch ein sehr persönliches oh happy day. In der kommenden Woche beginnen in unserer Kirche die Arbeiten am Fußboden. Über 25 Jahre ist der Fußboden nun schon in Benutzung. Nach einer langen Vorbereitungszeit, beginnen in der kommenden Woche die Arbeiten daran.

claudia

Schrott, Müll und Wegwerfen.

05. Oktober 2015

Zwei eigentlich qualitative Produkte die nachhaltig leider zu kurz gedacht sind.
Zwei eigentlich qualitative Produkte die nachhaltig leider zu kurz gedacht sind.

Wegwerfen ist einfach und praktisch, aus den Augen aus dem Sinn. Einmal alle zwei Wochen kommt die Müllabfuhr und nimmt alles mit. Warum werfen wir eigentlich so gerne weg?

Müll produzieren ist natürlich

Ja, Müll produzieren ist natürlich. Das ist zwar auf den ersten Blick ein provokantes Statement, aber es stimmt, denn die Natur macht es uns vor. Jede lebende Zelle „verbrennt“ Material um Energie zu gewinnen und dabei entsteht Müll, der entsorgt werden muss. Auch Organismen als Ganzes produzieren Müll, sonst würden wir Menschen nicht mehrmals täglich Nummer eins und Nummer zwei auf der Toilette machen. Müllproduktion ist also etwas überall vorkommendes, völlig normales.

Müll ist nicht gleich Müll

Das Problem ist allerdings, dass Müll nicht gleich Müll ist. Die Natur ist ja glücklicherweise so eingerichtet, dass der produzierte Müll auf wundersame Art über die Zeit wieder „verschwindet“, also umgebaut wird. Aus altem wird wieder neues gemacht – wir Menschen machen das nach und nennen es „Recycling“. Wir führen also das Alte dem Produktionskreislauf wieder zu und machen etwas Neues daraus. Am Besten kennen wir dieses Verfahren mit Materialien wie Papier, Glas, Blech und anderen Metallen. Leider funktioniert Recycling nicht mit allen Materialien gleich gut, manchem Müll bleibt es am Ende nur verbrannt oder irgendwo unter oder über der Erde als Müllberg gelagert zu werden.

Wie war das nochmal mit der Qualität?

Was mit dem Wegwerfen eng zusammenhängt ist der Faktor Qualität, zumindest bei Produkten die man eigentlich etwas länger haben möchte. Ich kann mich ja tatsächlich noch an die Zeit erinnern, als auf vielen Gegenständen noch der Hinweis „Made in Germany“ fast stolz prangte. Diese Herkunftsbezeichnung findet sich heute nur noch selten auf gekauften Waren. Letztens zeigte mir ein Freund ein Haarschneidegerät, das er vor etwa 15 Jahren meiner Mutter abgekauft hatte (da hatte sie es aber bestimmt selber schon zehn Jahre), das Ding funktioniert noch tadellos – „Made in West-Germany“. Verglichen mit der Qualität dieser Zeit sollten sich manche Hersteller heutzutage schämen – und wir auch, dass wir deren Schrott auch noch kaufen. Der Großteil heutiger Produkte gibt den Geist ziemlich schnell auf und lässt sich aufgrund seiner Beschaffenheit erstens schwer reparieren und zweitens noch schlechter wieder aufbereiten.

Geld verdienen mit Qualität?

Hersteller setzen teilweise trotz hohem Kaufpreis auf die Kurzlebigkeit ihres Produkts und möchten damit mehr Geld verdienen. Mein Wasserkocher von „Russel and Hobbs“ für 100 Euro macht vor wie es geht: Wertige Optik, dennoch billige Komponenten, keine Ersatzteile – dank Sekundenkleber ist das Gerät nach zwei Jahren Nutzung doch noch kein Elektroschrott. Anderes Beispiel: Ein Gesichtsreinigungsgerät von Philips. Nach einiger Zeit in der es nicht genutzt wurde, ist der Akku wohl hinüber. Nach dem Öffnen zeigt sich in schönes Batteriefach mit eingelegter AA-Batterie – verlötet. Natürlich Philips, du willst ja auch Geld damit verdienen und schreibst in deine Bedienungsanleitung extra rein, dass man die Batterie nicht wechseln kann. Bevor man das Gerät wegwirft soll man bitte die Batterie noch entsorgen, damit man die Umwelt schont – was für ein Scheiß. Wie gut dass es Akkus mit Lötfahnen zu kaufen gibt.

Allerdings gibt es auch Hersteller die zeigen, dass es anders geht. Produktion größtenteils in Deutschland, über Jahre hinweg verfügbare Ersatzteile für die Selbstreparatur, bei Bedarf Reparaturservice. Positiv hervorheben muss ich hier einfach meinen Kopfhörerhersteller „Beyerdynamic“. Herstellung komplett so gut wie in Deutschland, exzellenter Kundenservice und Ersatzteile sogar noch für die Modelle der 80er Jahre. Vorbildlich. Anstatt auf schnelle Produktzyklen mit vielen Entsorgungen und Neukäufen zu setzen, wird hier eher in bessere Materialien und höhere Preise für das Produkt und Ersatzteile gesetzt.

Umdenken – bist du dabei?

Wegwerfen ist für uns auf den erste Blick also einfacher und billiger (weil es in der Neuanschaffung bei minderer Qualität weniger kostet). Deshalb werfen wir auch gerne weg – wir werden alten „Schrott“ los. Wäre es nicht besser, wir würden etwas mehr Geld ausgeben und hätten länger etwas von den Dingen, die wir uns kaufen? Wäre es nicht super, wenn Hersteller lieber ihr Geld mit leicht selbst wechselbaren Ersatzteilen oder exzellentem Kundenservice verdienen würden anstatt mit Billigschrott der ständig ersetzt werden muss? Muss alles immer aus billigem Plastik sein, damit man ein paar Euro sparen kann? Mich würde sehr interessieren, wie deine Meinung dazu ist und welche Erfahrung du mit Produkten machst, die du kaufst.

marcus

Esoterikmesse - Teilnahme nein oder doch ja?

21. September 2015

Zwei Mal schon waren wir mit modobonum und einem kleinen Team auf der Esoterikmesse. Im November wird es in München wieder eine Esoterikmesse geben und wir stellen uns die Frage aller Fragen: Teilnahme nein oder doch ja?

Jedes Jahr 2 Mal findet die Esoterikmesse statt, Anfang Mai und Anfang November. Unser erster Besuch war mehr ein auf die Messe stolpern, denn viel prägendes und übernommenes stand uns selbst im Weg. Wohlmeinende Menschen um uns herum waren um uns besorgt. Viele Gespräche mussten geführt werden. 

Die zweite Esoterikmesse war, im Vergleich dazu, richtig gut organisiert. Wir hielten zwei gut besuchte Vorträge über gute Entscheidungen und die sieben Siegel (im Buch Bibel, Offenbarung). Die Resonanz auf der Esoterikmesse war positiv. Die Menschen wollten in Kontakt bleiben. Und genau an dieser Stelle begann unser Problem.

Modobonum hat seinen Sitz in Landshut. Keiner aus unserem Team ist in München zu Hause. Wenn wir Veranstaltungen anbieten wollen und Kontakte pflegen ist der regionale Bezug Grundvoraussetzung. Daraufhin fragten wir in München einige Freunde und lokale Kirchengemeinden an. 

Wollen wir auf der Esoterikmesse sein, dann müssen wir die Anmeldung innerhalb der nächsten zwei Wochen abschicken. Doch nach aktuellen Stand brauchen wir über die Anmeldung nicht nachzudenken.

1. Wir haben keine ausreichenden finanziellen Mittel, für die Kosten von ca. 800 EUR.

2. Wir haben keine lokalen Freunde, die selbständig oder mit uns gemeinsam Veranstaltungen (auch/besonders) im Nachgang anbieten und vor allem, die Freundschaften zu den Besuchern pflegen wollen.

Denke ich an die Menschen, die ich dort kennen gelernt habe, dann bedauere ich es zutiefst. Selten habe ich so viele offene Menschen kennen gelernt, die sich Freundschaft und Annahme wünschen. Menschen die offen sind und bereit für Neues, die verändern wollen und nicht im Istzustand verharren.

Wenn ich darüber nachdenke, dann ist das Wort "enttäuscht" gar nicht so unpassend. Denn genau das ist es was ich empfinde, wenn ich daran denke, dass es bis jetzt nicht gelungen ist den Punkt 2 zu lösen.

Finden sich diese Freunde, dann findet sich auch das Geld dazu. Davon bin ich überzeugt.

Und Nun?

Suchen wir im Großraum München neue Freunde, die Freundschaften aufbauen wollen und mit uns gemeinsam neue Beziehungen schaffen. Wie sieht es mit dir aus?

Die nächsten Wochen zeigen ob unser Werbeblog erfolgreich ist und sich neue Türen öffnen. Vielleicht heißt es dann wieder: Ja, modobonum ist auf der Esotikmesse. 

claudia

Mein Wochenrückblick - Blogger für Flüchtlinge

05. September 2015

Im Grund bin ich mir nicht mal sicher, ob ich mich wirklich Blogger nennen kann, schreibe ich doch derzeit viel zu wenig. Und doch betrifft uns das Thema Flüchtlinge persönlich und unmittelbar. Darum unterstützen wir auch die Initiative Blogger für Flüchtlinge

Alles begann im letzten Jahr mit einem Artikel in der Regionalzeitung. Dort wurde von einer größeren Gruppe Syrer berichtet die neu in Landshut waren. Damals fingen wir als Kirchengemeinde an uns zu engagieren. 

Denke ich an das erste große Treffen mit den Familien zurück beeindrucken mich immer noch ihre Antworten auf die Frage was sie dringend brauchen. "Hilfe beim deutsch lernen und Arbeit". 

Diesem Wunsch haben wir versucht zu entsprechen. Inzwischen sind die ersten beiden in Arbeit und wir suchen nun ein Praktikum für zwei Friseure. 

Es ist aber nicht einfach Unterstützung für Menschen die in Not sind. Das viel wichtigere sind die Freundschaften die entstanden sind. Doch nicht nur Freundschaften sind entstanden, auch unsere Familie ist gewachsen. Wir  haben einen kleinen Bruder bekommen und einen großen Bruder mit seiner Familie. 

Mein kleiner Bruder nun hat inzwischen mehrer Cousins die quer durch Deutschland verstreut angekommen sind. Davon sind zwei unter 18 Jahre und wir bemühen uns nun die Familie zusammen zu bekommen und die beiden Kleinen dazu. 

Deutschland ist ein tolles Land. Alles ist organisiert und wenn man nur den Weg kennt ist vieles machbar. Aber wehe dir, du kennst den Prozessablauf nicht. So habe ich in der letzten Woche versucht die Prozesse heraus zu finden. 

Warum hat jemand nur einen subsidiären Schutzstatus und was bedeutet das? Wie gelingt es jemanden aus einem Bundesland in ein anderes zu bekommen? Meine Vorstellung, sie steigen einfach in den Zug geht ja gar nicht. (Ich muss inzwischen über meine Vorstellung lachen. Hätte ich doch besser wissen müssen, dass das bei uns in Deutschland nicht so einfach geht.) Hauptsächlich sind dabei die Verteilungsquoten der Länder im Weg. Wenn ich also einen syrischen Flüchtling nach Landshut holen will, dann muss ein anderer Flüchtling dafür Landshut verlassen.

Und nebenbei kenne ich inzwischen die inhaltlichen Grundzüge des Dublin Abkommen. Obwohl es kurzzeitig in den Medien transportiert wurde, ist Dublin auch für die syrischen Flüchtlinge nicht ausgesetzt. So bangen wir derzeit um eine Freundin die in Brandenburg gestrandet ist. 

Alles das bedeutet viele Telefonate und Mails. Nachfragen und erklären in beide Richtungen. Einmal in Englisch in Richtung Familie und Freund und in Deutsch zu den Behörden und Verantwortungsträgern.

Trotz aller Herausforderungen, scheint hier der richtige Moment für einen Ausdruck meiner Hochachtung zu sein. Egal mit wem ich es zu tun hatte, alle waren freundlich und motiviert. Alle Mitarbeiter von Behörden haben geduldig meine Fragen beantwortet und mit mir nach Lösungen gesucht. Ich bin mir sicher, dass der Druck der auf vielen von ihnen liegt enorm ist. 

Denke ich nur an die Sozialpädagogen die die minderjährigen Flüchtlinge betreuen und was sie hören und verarbeiten müssen, dann frage ich mich ob sie nachts noch schlafen können. Oder ich denke an die Polizisten die nicht nur dankbarer syrische Flüchtlinge vor sich haben, sondern auch sogenannte "Mitschwimmer" und trotzdem korrekt und freundlich bleiben.

Die Menschen die derzeit in unser Land drängen werden unser Land verändern. Ich wünsche mir, dass sie unser Land lieben und seine Menschen achten. Deutschland und seine Menschen haben in den letzten Jahrzehnten immer wieder gezeigt, dass Fremde willkommen sind. Fremde die zu Freunden werden. 

claudia