Manna

Zu gut für dich

09. Juni 2014, Mannablog

Ist dir schon mal aufgefallen, dass wir andere Leute an den Stellen kritisieren, die uns selbst am leichtesten fallen? An den Stellen, die bei uns ganz gut aussehen?

 

Mir ist heute ein Mädchen aufgefallen, das mit einer sehr grellen Haarfarbe durch die Stadt lief. Dazu passte auch das gleichfarbige Outfit, das schon etwas extravagant wirkte. Jedenfalls würde man das so nicht in einem Katalog finden. Die Trägerin schien sich aber doch ganz wohl damit zu fühlen, zumindest lief sie recht selbstbewusst herum. Mir fiel aber auf, dass sie sich gleichzeitig mit einem Blick umsah, der eher nach Krawall als nach Sonnenschein aussah. Und das, obwohl das Wetter wunderschön war. Ihr Blick graste also ihr Umfeld ab, wohl in dem Bewusstsein, dass sie mit ihrem Aussehen irgendwelche abschätzigen Blicke auffangen und sofort zurückgeben müsste.

 

Die Version der Situation ist meine eigene Interpretation. Ich weiß natürlich nicht, was wirklich in ihr vorging oder was in so einigen Menschen vorgeht, die sich schnell wegen ihrer Andersartigkeit verletzlich machen und zurück pieksen, sobald ein Gedanke darauf kommen könnte. Ich weiß von meinen eigenen Schwachstellen, dass man nicht mit jedem Aspekt seiner selbst so resistent umgeht und mit sich selbst im Reinen ist. Modische Abweichungen von der Norm oder Übergewicht – so etwas kann nicht jeder mit echtem Selbstbewusstsein tragen. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass es da doch viele Unsicherheiten gibt, weil der Betroffene sich zu viel aus dem Vergleich mit anderen macht. Dann werden die, die anders als er sind, schnell als böse abgestempelt, obwohl da kein Signal kam oder dieses missverstanden wurde.

 

Da gibt es also zum Einen die Unsicherheit, die uns dazu bringen kann, dass wir über andere Menschen negativ urteilen, die uns anzweifeln (könnten). Zum Anderen ist da aber auch ein Stolz in den vermutlich meisten Menschen verankert, der sich auf ganz bestimmte Lebensaspekte bezieht. Da gibt es eine Frau, die ihren Haushalt immer tiptop führt und gastfreundlich ist. Der Student, der sehr extravertiert und niemals um ein Wort verlegen ist. Ein Mann, der super einparkt und sein Auto in und auswendig kennt. Das Mädchen in der Grundschule, das immer für seine künstlerischen Fähigkeiten gelobt wird. Die Frau, die auf jeder Feier ihren Gesang zum Besten gibt. Ein Mensch, der zu jedem nett und hilfsbereit ist.

 

Vielleicht findest du dich in der Aufzählung wieder oder kannst dir mal einen Moment Zeit nehmen, um diese bestimmte Stelle in deinem Leben zu identifizieren, die du selten bis nie anzweifelst. Vielleicht siehst du sie ja sogar als gottgegeben und freust dich darüber. Vielleicht steckst du sehr viel Ehrgeiz und Anspruch an dich selbst dort hinein und weißt genau, dass man es mit dem nötigen Ehrgeiz schaffen kann. Trotzdem kann es, denke ich, dazu kommen, dass wir uns unsere Steckenpferde zu sehr zu Herzen nehmen und sie wie eine vergoldete Medaille hinter die Glaswand unseres Herzens stellen.

 

Die erste Folge von solch einem Verhalten ist, dass wir kritikresistent werden und meinen, in unserer Disziplin nur uns selbst als Berater zu brauchen. Wir haben das und das erreicht, das sollen uns die anderen erst mal nachmachen. Kritikunfähigkeit macht einsam, weil andere natürlich ungern mit uns zusammen sein und arbeiten wollen, wenn wir meinen, unsere Meinung wäre die einzig wahre.

 

Die zweite Folge ist weniger traurig für uns selbst als für die anderen: wir nehmen uns heraus, in unserer Königsdisziplin Richter über jeden beliebig anderen zu sein, der darin schlechter ist oder einen Fehler macht, den wir selbst (noch) nicht gemacht haben. Wie immer ist das nicht zu verallgemeinern und sicherlich gibt es bei vielen Leuten, die eine Expertise über Jahre erworben haben, auch eine große Toleranzschwelle für Fehler von anderen und Respekt gegenüber der vielleicht weniger guten Leistung von anderen. Ich würde diese zweite Folge vor allem auf Charakterzüge und „das Gute im Menschen“ beziehen. Die Anteile meiner Persönlichkeit und meines Verhaltens, die ich im Griff habe.

 

Und da kriegt die sonst so runde Sache ihren Knick – wenn ich mir herausnehme in meinem „Gutsein“ andere beurteilen und abschätzend betrachten zu müssen, dann ist das „Gutsein“ vielmehr eine Selbstrechtfertigung und basiert mehr auf persönlichem Stolz als auf wirklicher Herzensgüte. Nichts gegen einen Rat unter Freunden, aber ich denke, das ist ein Punkt, an dem man schnell mal eine Grenze, wenn auch nur gedanklich, überschreiten kann. Ich wünsche mir und euch gute Erfahrungen damit, alles Gute, was wir empfangen haben und weitergeben dürfen, alles Gute, was wir im Laufe des Lebens entwickeln und was wir auf dem Herzen haben, in Dankbarkeit anzunehmen und damit treu umzugehen. Und das ohne, dass es wieder zum Werkzeug wird, das andere degradiert. 


Das gute Gefühl des Erfolgs

08. Juni 2014, marcus - Mannablog

Wechsel der Bremsblöcke.
Wechsel der Bremsblöcke.
Die neuen Bremsblöcke sind gut zu erkennen.
Die neuen Bremsblöcke sind gut zu erkennen.

Erfolg ist ein gutes Gefühl, und die meisten von uns haben es hoffentlich schon wenigstens einmal gehabt. Aber was macht Erfolg aus, was ist das eigentlich?

Wenn Du an Erfolg denkst, dann kommt Dir wahrscheinlich etwas anderes in den Sinn als deinen Freunden oder mir. Manche sehen den Erfolg im prallgefüllten Bankkonto eines Businnessmans, andere in den vollgefüllten Konzerthallen eines Superstars und manche in der abgeschiedenen, einsamen Bezwingung des eigenen Körpers auf einem der höchsten Berge der Erde. Bedeutet das jetzt aber wiederum, dass wir kleinen Normalos keinen Erfolg haben können? Ist uns das gute Gefühl des Erfolgs nicht vergönnt?

Ich wachse über mich hinaus

"Soll ich es machen? Ach, ich weiß nicht. Ich habe so etwas noch nie gemacht. Ich traue mich nicht." So oder ähnlich klingt es, wenn ein Mensch es nicht wagt, etwas zu tun, was er vorher noch nie getan hat. Die Angst vor dem Ungewissen, vor dem Versagen und vor den spottenden Blicken anderer ist ein großer Faktor in dieser Unsicherheit. Ebenso mit von der Partie sind mangelndes Selbstvertrauen und manchmal auch Bequemlichkeit. 

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich habe noch keinen Menschen mit dieser Einstellung gesehen, der das Gefühl von Erfolg annähernd sichtbar an sich trägt. Wer auch immer Erfolg erlebt hat, konnte diesen mit Sicherheit nicht vor dem Abendprogramm des Fernsehers mit einer Tüte Chips in der Hand erreichen. Wer Erfolg hat, wächst über sich hinaus, wagt etwas und gewinnt dabei. 

Das Ziel vor Augen erreichen

Erfolg haben heißt laut Definition, selbst gesteckte Ziele zu erreichen. Jetzt kommen wir der Sache also schon näher. Echter Erfolg hat also primär nichts mit Geld oder Berühmtheit zu tun. Denn es gab auch reiche Leute die sich das Leben genommen haben oder berühmte Leute, die lediglich durch zweifelhaftes Betragen auffielen. Erfolg haben kann also nur, wer sich selbst Ziele steckt und dann alles daran setzt diese zu erreichen. Das müssen auch gar keine weit entfernten Ziele sein. Es reicht ja schon, wenn Du vornimmst, heute fünf Kilometer zu laufen und dies dann auch schaffst. Natürlich kann es auch sein, dass Du Dir ein größeres Ziel vornimmst, für das Du dann Zwischenerfolge verbuchen kannst. Kein Marathonläufer wird anfangs daran gedacht haben, sofort     die ganze Strecke auf einmal zu laufen. Aber eines hat mit Sicherheit keiner von Ihnen: Das Ziel vor den Augen verloren. 

Mut, etwas zu schaffen

Es stimmt, es kostet Mut etwas neues schaffen zu wollen. Aber ich kann Dir nur Mut zusprechen. Fang mit kleinen Dingen an. Kleine Erfolge machen Lust auf mehr und öffnen Potenziale in Dir, die Du Dir vorher niemals hättest erträumen können! Mein letztes Erfolgserlebnis, war z.B. die Reparatur meines Autos, welche Wechsel der Scheinwerferanlage inklusive Frontblinker und Wechsel der Bremsblöcke umfasste. Für manch andere ist so etwas vielleicht alltägliche Arbeit, aber für mich erhielt für diesen "Mut" das tolle und lang andauernde Gefühl des Erfolgs. 

Egal was es ist, was Du eigentlich schon lange gerne machen würdest, was hält Dich zurück? Zeig deinem inneren Schweinehund, dem ewigen Angsthasen und Couchpotato die Zähne! Ich wünsche Dir alles was Du vielleicht dazu brauchen könntest: Mut, Begeisterung, Durchhaltevermögen und Kraft. Und natürlich wünsche ich Dir dabei letztendlich viel Erfolg! 


Klatsch und Tratsch, Interpretation und Gerücht, Lüge und Wahrheit

06. Juni 2014, claudia - Mannablog

Nichts ist so schön wie über andere herzuziehen. (Solange sie es nicht mitbekommen.) Gestern abend saßen wir in einem Restaurant, als am Nebentisch der Klatsch und Tratsch des Ortes analysiert und umgerührt wurde.

Gerade habe ich in Bild.de vorbeigeschaut und musste mal wieder feststellen, dass sich das Gespräch vom Nachbartisch und die Quatität bei Bild nicht wirklich unterschieden. Etwas EHEC und Kachelmann, mit Alice Schwarzer und Royal Soap. Etwas Wahrheit und Lüge miteinander vermischt und fertig ist das Gerücht.

Wehe dir, wenn du das Objekt der Begierde bist. Es ist völlig egal welches Verhalten du zeigst, immer bist du dran.

Hast du aber auch gestern beim Spiel um Klatsch und Tratsch mitgemacht, dann wäre es an der Zeit dir selbst eine Frage zu stellen. Würde es dir gefallen, wenn über dich so gesprochen und gehandelt wird. Sag nicht einfach, aber es war doch die Wahrheit. Prüfe dein Verhalten ob es der Sache, um die es geht, angemessen ist. Fragen wir unseren eigenen Bauch mahnt er uns zur Verbesserung.

Nicht umsonst heißt es: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Die große Kunst ist es zu erkennen, wann was dran ist. Ich wünsche mir von uns Menschen, dass wir lieber einmal mehr schweigend zusammen sitzen, als Klatsch und Tratsch mit Lüge und Wahrheit umzurühren.


Limonadenrezepte für Zitronentage

03. Juni 2014, claudia - Mannablog

Jeder Tag verdient eine Chance. Manchmal sehen wir sie nur nicht.

Max Lucado ist in meinen Augen ein faszinierender Schriftsteller. Ich mag viele seiner Bücher. In seiner leichten Art beschreibt er sein Glaubensleben und seine Herausforderungen mit Gott und den Mitmenschen.

Alex hat ein Buch geschenkt bekommen: Limonadenrezepte für Zitronentage.

Auch wenn mancher sagt, die Bibel langt und das vom Prinzip auch richtig ist, so stelle ich fest, dass Bücher von Christen wichtig sind. Sie zeigen uns, dass wir nicht alleine sind. Sie helfen bei den Herausforderungen mit Gott und den Mitmenschen.

Suchst du ein kleines mutmachendes Buch zum Verschenken oder selbst Lesen, möchte ich dir Limonadenrezepte von Max Lucado empfehlen.


Gibt es Vorherbestimmung?

01. Juni 2014, claudia - Mannablog

Letzte Woche ging es in einem Gespräch um die Frage der Vorherbestimmung. Immer wieder kommt die These auf, Gott weiß doch eh alles und damit ist doch auch unser Werdegang klar und damit ist alles vorherbestimmt und wir haben keine wirkliche freie Entscheidung. Nach dem Prinzip, es gibt nur einen guten Weg A und alle anderen Varianten sind falsch.

Bei solchen Fragen dauert es manchmal eine Weile bis ich eine Antwort geben kann. Hier ist meine Antwort dazu:

Ich kenne ein junges Mädchen, das riesige Füße hat und dabei noch kleiner ist als ich. Vor einiger Zeit ermittelte ein Arzt anhand ihres Fußknochenaufbaus die Größe die sie eigentlich hätte erlangen sollen. Wenn ich mich recht erinnere war es um die 1.80 Meter. Schuld an ihrem stagnierenden Wachstum waren schlimme Erlebnisse in ihrer Wachstumsphase. Ihre Füße waren schon gewachsen, nur der Rest war nicht mehr nachgekommen, weil die Kraft für Überleben und Wachsen nicht ausreichte.

Gott YHWH wollte also nicht, dass sie so klein wird. Er wollte eine attraktive Frau schaffen und hat ihr alles in die Wiege gelegt, was sie dazu braucht. Allerdings haben andere Menschen negativen Einfluss auf ihr Leben genommen und sie muss die Folgen tragen, ob sie will oder nicht. Er hat es getan, obwohl er wusste, was in ihrem Leben alles geschehen wird.

Für mich sind diese Füße ein wunderbares Besipeil wie Gott YHWH handelt. Er ist wie perfekte Eltern zu uns. Auch Eltern können bei vielen Handlungen ihrer Kinder schon vorher sagen, wie etwas ausgeht. Deshalb akzeptieren sie trotzdem das Handeln ihrer Kinder und helfen hinterher beim Scherben zusammen kehren.

So akzeptiert Gott YHWH auch das Versagen anderer Menschen an uns und unser Versagen an ihnen. Wir alle handeln nicht immer richtig, nur die Konsequenzen sind unterschiedlich heftig.

Ich bin froh, dass mein Vater YHWH einen besseren Überblick hat. Sowohl in meinem Leben, als auch auf unsere Erde als Ganzes. Ob ich ihn aber frage, wie ich handeln soll und seinem Vorschlag folge, liegt an mir allein. Das ist in meinen Augen das eigentliche Thema. Deshalb gibt es mit dem Gott der Bibel, YHWH keine Vorherbestimmung die nur einen Weg als guten festlegt. Mein Vater YHWH gibt mir ein Leben in Fülle und das immer wieder aufs neue. Dabei öffnet er neue Türen und zeigt neue Möglichkeiten. Eltern versuchen immer wieder, dass Beste aus ihren Kindern zu holen und ihnen alle Chancen für ein tolles Leben zu geben. Genau so ist mein Vater YHWH auch. Ach, und die gute Nachricht: das gilt genauso auch für dich. :-)

Nocheinmal: Es gibt keine Vorherbestimmung, sondern ein Leben in Fülle auch für dich.


Sintflutartiger Regen und ein Stadtplan

31. Mai 2014, claudia - Mannablog

Vor einigen Tagen waren wir gemeinsam in Meissen unterwegs. Der Himmel war leicht bewölkt, es waren angenehme Temperaturen, die Stimmung gut. Es versprach ein sehr schöner Tag zu werden. 

Schnell noch ein Foto vom aushängenden Stadtplan gemacht und los ging es die Stufen hoch zum Dom. Eine kurze Überlegung: Jacke - ja/nein? Wozu denn? Es ist doch wunderbares Wetter.

Im Dom merkten wir nicht, wie das Wetter kippte und es zu regnen begann. Erst auf dem Weg zur Tür merkten wir den kühlen Wind und die Feuchtigkeit. Unsere Augen überzeugten uns, dass unser Gespür richtig war. LEIDER!

Es regnete Sintflutartig bei sehr frischen Temperaturen, insgesamt noch weitere 4 Stunden am Stück. Die wir erst in der Kirche verbrachten und dann im gegenüber liegenden Kaffee. Kein Taxi war zu bekommen, kein Weg schien wieder zu unserem Auto zurück machbar zu sein.

Irgendwann betete ich dann: Jesus, wenn es denn regnen soll, dann lass uns wenigstens was sinnvolles daraus machen. (Du merkst meine Verzweiflung.) Kurz darauf wurde es besser und wir konnten im Regen über eine Abkürzung, die nur in der Karte stand zum Auto fliehen. 

Später hörten und sahen wir die Folgen des starken Regens vor Ort. Wir sahen die Pegel der Elbe steigen und waren froh und dankbar gut in unserem Auto angekommen zu sein. 


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