Manna

Ich bin traurig, bitte sprich mich an!

25. Mai 2014, marcus - Mannablog

Menschen, denen es schlecht geht, machen es uns oft schwer sie anzusprechen. Das geht aber nicht von Ihnen aus, sondern von uns - weil wir zuviel denken. 

So gut wie jeder hat irgendwann mal in seinem Alltag mit Menschen zu tun, denen es gerade nicht gut geht. Wir erkennen sie am traurigen Gesicht, an ihrer Stille und manchmal auch an ihrer beklemmenden "Stimmung", die zwischen ihnen und uns in der Luft liegt. Meist sind uns die Stille, die unausgesprochnen Fragen und das erdrückende Gefühl so unangenehm, dass wir uns scheuen diese anzusprechen. Stattdessen weichen wir aus oder versuchen eine Unterhaltung auf Banalitäten aufzubauen, die uns Sicherheit in einer Art Unverfänglichkeit zu bieten scheint. Aber ist das wirklich richtig?

Ich bin traurig...

Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit kann viele Ursachen haben: Schwere Krankheit eines selbst oder eines lieben Menschen, der Verlust des Partners oder generell einfach eine schwierige Lebensphase. Manche versuchen dieses Gefühl vor uns zu verstecken und setzen eine Maske des Lächelns auf, die aber meist nicht ausreicht, die lähmende Betroffenheit in Ihnen zu verstecken. Sie haben Angst davor, nicht verstanden, übergangen oder unschön angeredet zu werden. Vielleicht fühlen sie sich auch momentan einfach nicht nach reden, geschweige denn ihre Gedanken zu äußern. Wir können das gut nachvollziehen, denn es gibt Momente in denen es uns ganz genauso geht. 

 

...bitte sprich mich an!

Da ich beruflich viel mit Menschen zu tun habe die krank sind, ist die Konfrontation mit schweren Lebenslagen für mich keine Seltenheit. Dennoch geht es mir fast jedes mal wieder so: Sprichst du ihn auf sein Leid an oder lässt du es sein und sprichst nur das nötigste? Denn "Small-Talk" funktioniert auf Anhieb nicht - nicht mit einem Menschen der momentan mit "riesigen" Dingen beschäftigt ist. Mein Gespür hat mich den richtigen Weg einschlagen lassen und ich habe den Menschen einfach angesprochen - er hatte eine schwere Krebserkrankung. 

Meine direkte Frage auf seine Krankheit hat die unsichtbare Mauer zwischen uns gebrochen und Menschlichkeit, Verständnis, Nähe und Wärme in sein Leiden gebracht. Ich konnte seine Traurigkeit verstehen und ihm mein Mitgefühl und meine Hoffnung mitteilen. Durch meine Frage, selbst auf die Gefahr einer Ablehnung hin, wurde eine Beziehung aufgebaut zwischen uns, während Schweigen die Mauer nur größer gemacht hätte. 

 

Der direkte Weg

Leider lassen wir Menschen uns immer einreden, dass es besser ist uns wahnsinnig viele Gedanken zu machen und uns tausend Möglichkeiten zu überlegen, was passieren könnte wenn wir etwas tun. Nicht dass Überlegen generell schlecht ist, aber wenn es um das Aufbauen von Beziehungen geht, dann sollten wir nicht zögern. Im Fall eines traurigen Menschen kann eigentlich nicht viel passieren. Im schlimmsten Fall kann uns derjenige sagen, dass er jetzt nicht mit uns darüber reden möchte. Im Zweifelsfall ist es immer gut, seine Frage als Option zu formulieren: "Darf ich Sie fragen, wann sie ihre Krankheit das erste Mal bemerkt haben?" Man kann auch zusätzlich denjenigen noch versichern: "Sie müssen mir nicht antworten wenn Sie nicht wollen." In den wenigsten Fällen wird ein Mensch jedoch eine Unterhaltung über sein Leid verneinen. Und wenn doch, dann hast Du nichts dabei verloren, ganz im Gegenteil: Die Mauer des Schweigens wird trotzdem ein Stückchen kleiner geworden sein.  

 

Ich wünsche Dir Mut, deine Mitmenschen auf ihre Trauer und ihr Leid anzusprechen. Aber nicht nur auf Trauer und Leid, sondern auch auf ihre Freuden, Hoffnungen und Leidenschaften! Du wirst sehen, es lohnt sich.


Was Tim und Struppi mit Justin Bieber teilen

23. Mai 2014, claudia - Mannablog

Tim und Struppi in "Der Sonnentempel", Foto CDJ

Justin Bieber habe ich gerade gelesen, ist immer noch ein Ankreisch- Schwarm junger Mädchen. Er wurde über YouTube entdeckt und bekannt. Inzwischen hat der 20-jährige weltweit bekannt. Wenn er auftritt, fallen die Mädchen scharenweise aus den Schuhen und beschäftigen dadurch Polizei und Sanitäter. Ihm ist es so gut wie keinem anderen Star gelungen, über Facebook und Twitter eine Beziehung zu seinen Fans aufzubauen.

Auch Tim und Struppi haben eine Beziehung zu ihren Fans. Diese ist allerdings ganz altmodisch und geschieht über die alten Comics. Im Jahr 1929 erblickten die beiden Helden in Belgien das Licht der Welt. Vieles in den Geschichten ist nicht ganz ernst zu nehmen. Was zum einen an den Geschichten selbst liegt und zum anderen am veränderten Zeitgeist. Vielleicht würden Tim und Struppi nur noch eine immer kleiner werdende Schar von Anhängern haben (und von modernen IT-affinen, glatt gebügelten Helden überholt werden), wenn nicht .... 2007 klagte ein Herr Mbutu-Mondobono gegen den Verlag, wegen Rassismus im Heft "Tim und Struppi im Kongo". Über den Ausgang des Verfahrens habe ich im Internet keine Informationen gefunden.

So bekommen beide "Helden" ihren Status von Anderen zugesprochen. In dem Menschen sich mit ihnen beschäftigen, geben sie ihnen einen Wert in ihrem leben.

Da fällt mir jemand ein, bei diesem Team ist meine Wertschätzung gut aufgehoben. Schau doch mal bitte dahin. Hast du freie Energieressourcen, dann sind sie dort beim CFI sehr gut aufgehoben. Vor allem bekommst du Dankbarkeit und Freude zurück.


modobook in Bildern

20. Mai 2014, claudia - Mannablog

Vor einem Jahr waren wir als Team in Leipzig und haben unser erstes Video gedreht. Wie jeder gleich merkt, sind wir keine Profis, die mit Routine und Gelassenheit eine Rolle spielen. Dafür lernst du das Team kennen.

In den nächsten Wochen kommen 4 kurze Videos auf unseren neuen modobonum Youtube Kanal. Alle sind an diesem Drehtag entstanden. 

Das Ziel für dieses Video war eine Erklärung für das modobook zu liefern. Viel Spaß!

 

 

 


Auswüchse der Pubertät: Was mein lila Pixie mich gelehrt hat

18. Mai 2014, Mannablog

„Hotter Than My Daughter“ heißt das neue RTL-Format, bei dem Guido Maria Kretzschmer erneut Mädels und Frauen zu einer optischen Veränderung behilflich ist. Nein, ich bin eigentlich kein großartiger Fan von solchen Formaten, auch wenn ich hin und wieder den Leerlauf im Gehirn mag, der sich bei „Shopping Queen“ einstellt. Mich hat die neue Sendung heute wohl auf dem richtigen Fuß erwischt, ich lag jedenfalls nicht nach 10 Minuten lachend in der Ecke. Stattdessen saß ich Kartoffeln raspelnd - wie bezeichnend - vor dem Laptop und habe mich mit den Kandidatinnen tatsächlich mitgefreut.

Wenn mich am Anfang der Sendung so jemand anschaut, der mit über 50 extrem ausgeflippt aussieht, dann macht das was mit mir. Ich schalte vermutlich auf eine Mischung aus Mitleid, Fremdschämen und Abwärtsvergleich – vielleicht nicht immer, ich will dem Format ja auch nicht komplett auf den Leim gehen. Aber wenn Guido sich so geduldig um jede einzelne Kandidatin bemüht und verspricht, dass er ihre Vorzüge hervorheben und etwas Tolles kreieren wird, dann bin ich gespannt auf das Ergebnis.

Und ich finde, das kann sich sehen lassen. Als ich das erste Mal die ungeschminkten Augen von der einen Kandidatin gesehen habe, fand ich es richtig rührend, wie man da nicht das „Ich will auffallen und das um jeden Preis“ gesehen hat, sondern herzliche Blicke, die hinter die Fassade blicken lassen. Ebenso hat mich berührt, wie ihre Tochter sich erst verstecken wollte und nach der Veränderung geradezu gestrahlt hat. Da stand in meinen Augen eine wunderschöne Frau, so wie Gott sie sich gedacht hat!

Wie traurig und tragisch ist es, dass so viele Menschen nach Wegen suchen, um sich entweder zu verstecken oder besonders in den Vordergrund drängen zu können. Es gibt so Tage, da sehe ich auf der Straße nicht einfach nur die Menschen in ihren Hipsterklamotten, im Businessanzug oder mit Turnschuhen und Jogginghose. Ich sehe die Gesichter, die unsicher aussehen, besorgt, genervt und gestresst, wütend, verliebt, stolz. Besonders sensibel hat mich der Film „Finding Vivian Maier“ (Pressevorführung; Kinostart: 26.06.14) dafür gemacht. Die zu Lebzeiten unbekannte Fotografin hat Menschen in den unterschiedlichsten Situationen auf Fotos gebannt, mit den vielseitigen Facetten einer Gefühls- und Erlebenswelt, die sich in so einem menschlichen Gesicht abzeichnen kann.

Ich selbst habe auch schon eine lange Geschichte hinter mir, in der ich versucht habe, mich auszudrücken, zu finden und vielleicht auch zu verstellen. Wenn ich da so an die Anfänge der Pubertät denke – strubbeliger Pixie Cut, lila und Haargel ein Muss – muss ich gleichzeitig lachen, aber auch den Kopf schütteln. Als Mensch ist man auf der Suche und man sucht an sehr vielen Stellen. Wenn man an seine Grenzen gekommen ist, geht es im Umfeld weiter. Was kann mir mein Freund geben, wie macht er mich komplett? Wie kann ich meinen Traum so perfektionieren, meine Anstrengungen intensivieren, dass sie mir das geben, wonach meine Seele in den Momenten schreit, wenn all das nicht verfügbar ist? Wenn ich schlaflos im Bett liege, das Smartphone aus, nur der Mond wach ist und meine Fragen spiegelt?

Einen Ausdruck für deine einzigartige und wunderbare Persönlichkeit zu finden, das kann ein Ziel deines Lebens sein. Aber ich bin überzeugt davon, dass dieser Ausdruck eine natürliche Folge davon ist, dass man seine Lebensaufgabe Tag für Tag erfüllt und Leben weitergibt. Ich muss mich nicht hervorheben, um mich zu finden. Es reicht, dass ich den, der mich gemacht hat, besser kennen lerne und mit ihm zusammen entdecke, wie ich gemeint war. So kann ich über das Bild, das ich und andere von mir haben, hinauswachsen, ohne dass es ein Krampf wird. So kann ich eine gefundene Persönlichkeit werden, die nicht nur einzigartige Klamotten, Stil und Make-Up verkörpert, sondern ihre Bestimmung mit Leben füllt, die Tag für Tag von Bedeutung ist. Und das egal, ob diese groß und schillernd erscheint oder nicht.


geliebt sein und lieben

16. Mai 2014, claudia - Mannablog

 

Auf dem Weg nach Hause habe ich im Radio ein Lied gehört. Der Beginn des Liedes war etwas schräg und ich wollte den Sender wechseln, doch dann blieb ich hängen. Ich lade dich ein auch hängen zu bleiben und das Lied anzuhören. 

Mich hat beim anhören folgende Frage bewegt: Welcher Mensch ist mir so wichtig, dass ich dazu bereit bin Dinge zu tun, die ich eigentlich nicht mag.

Für Christen stellt sich darüber hinaus noch die Frage: Wie wichtig ist mir Jesus? Könnte ich ihm ein ähnliches Liebeslied aus ganzem Herzen singen?


unendlich geliebt

14. Mai 2014, claudia - Mannablog

"Unendlich geliebt", zwei einfache Worte zu einem Kreis verbunden. So einfach kann Freude und Lächeln erzeugt werden. 

Mandy wollte Menschen im Alltag erreichen. Durch eine Freundin inspiriert kam sie auf die Idee Chips für Einkaufswagen produzieren zu lassen. Am Anfang waren es 1.000 Stück. Doch die Resonanz auf "unendlich geliebt" war überwältigend und so wurden es immer mehr. Aktuell ist die Auflage für unendlich geliebt bei 171.000 Chips. 

Schon alleine das beeindruckt mich, denn Mandy ist kein Verein und keine Firma. Die Chips für den Einkaufswagen sind bei ihr privat bestellbar. Sie und ihr Mann tragen die Verantwortung dafür. 

Unendlich geliebt, das ist es, was wir uns alle wünschen. Deshalb schlägt der Chip richtig gut ein. 

In einem Interview mit Pro erzählt Mandy mehr über die Idee vom Chip für den Einkaufswagen und die Finanzierung. Denn auch ein Chip, der nicht die Welt kostet, ergibt in der Menge halt doch eine große Zahl.

Manchmal denken wir, dass es die großen Dinge sind, die die Welt verändern und wir warten und warten. Doch dann geschieht etwas ganz Einfaches, Simples, wie dieser Chip mit "unendlich geliebt" bedruckt. Der erinnert uns daran, dass es die kleinen Dinge des Lebens sind, die Freude bereiten und das Leben schön machen. Unendlich geliebt, ist eine einfache Botschaft. Nicht kompliziert, für jeden verständlich. 

Unendlich geliebt, das erfüllt unser Herz mit Freude. Es erinnert uns daran, dass es noch mehr im Leben gibt. 


Ja, ich will – und jetzt sei still

12. Mai 2014, Mannablog

Ich finde Hochzeiten wunderschön. In den letzten vier Jahren war ich auf einer Handvoll und jede war auf ihre Weise berührend. Natürlich ist die ganze Angelegenheit in ihrer rituellen Aufmachung dafür gemacht, dass da mal ein Tränchen rollt, aber die meisten Hochzeiten sind auch in sich von einer so reinen und hingebungsvollen, zukunftsträchtigen Atmosphäre geprägt.

In dem Film „Gods at War“ redet Kyle Idleman über die Dinge im Leben von uns Menschen, die uns bestimmen. Die darum kämpfen, unsere Ausrichtung anzeigen zu können. Ein ganz großer Faktor, der um diese Aufmerksamkeit kämpft, ist der Egoismus. Das dicke Ich, über das ich auch schon öfter geschrieben habe. Ich meine, das muss man eigentlich niemandem sagen. So gut ein Mensch sich auch verhält, eine egoistische Grundhaltung kann die schönste Sache irgendwie kaputt machen. Wenn ich mir vorstelle, mein Freund schenkt mir einen Strauß Rosen, nur um vor seinen Kumpels gut dazustehen, dann bin ich enttäuscht. Zählt bei dieser Geste dann überhaupt die Beziehung zwischen uns beiden?

Ich habe in letzter Zeit mal darüber nachgedacht, was es bedeutet die „goldene Regel“ ernst zu nehmen. Meinen Nächsten zu lieben wie mich selbst und das in einer Zeit, wo man ganz schön viel mit seiner eigenen Karriere, dem eigenen Ernährungs- und Fitnessverhalten, dem eigenen Liebesleben und den eigenen Träumen und Hobbys beschäftigt ist. Nicht, dass jeder so offensichtlich egoistisch ist. Aber es ist meiner Meinung nach schon herausfordernder sein Leben auf die ganz andere Lebenswelt eines anderen Menschen einzustellen, wenn man jahrelang für sich allein gelebt hat und tun und lassen konnte, was im Rahmen der eigenen Möglichkeiten lag. Und es wird ja durchaus gefördert, dass man sich um sich selbst kümmert. Es gibt überall Tipps dafür, wie man erfolgreich wird.

Mein Leben komplett mit jemandem zu teilen, ist ab einem gewissen Grad der Todesstoß für das Ego. Und das jeden Tag aufs Neue – nur hoffe ich, dass man dann irgendwann auch mal gern auf sein Recht verzichtet und dem Anderen den Vortritt lässt. Immerhin geht es bei einer Hochzeit und der folgenden Ehe um Liebe. Man schaut dem Menschen am Altar in die Augen, man erkennt ihn als Menschen an, der Liebe und Anerkennung braucht und verdient.

 

Ich glaube, wenn es um das Gegenteil von Egoismus geht, dann muss da das Wort Mitgefühl fallen. Ich habe heute gelesen, dass Empathie darunter leidet, wenn in einer Beziehung vielmehr ein Machtkampf ausgetragen wird, statt dass man sich bewusst in die Lage des Gegenübers hineinversetzt und dem begegnet, was er im Moment braucht. Ob das Liebe oder Respekt sein mag, auch wenn dafür gerade wenig Anlass besteht. Oder ob er seine Ruhe und Freiheit braucht oder eine Schulter zum Anlehnen. Wir leben ein Leben, das wir nur gewinnen können, wenn wir es auch für andere bereit sind loszulassen. (s. Matthäus 10,39) Davon können bestimmt einige Mütter ein Lied singen: sie haben so viel gegeben und bekommen nie alles zurück, aber doch sehr viel. Das hoffe ich zumindest besonders heute am Muttertag!

Schaffen wir, jeder Einzelne, mit unserem Leben und unseren Beziehungen etwas, das Gott wertschätzen kann? Oder halten wir dem Schöpfer stolz und kritikscheu unser gekritzeltes Bild vor die Augen, während er umgeben ist von perfekten Gemälden? Gott möchte tatsächlich unser Bisschen benutzen, er weiß, dass wir erlösungsbedürftig sind. Aber müssen wir wirklich immer weiter unserem Ego nachgeben, das uns doch so viel Lebensfreude und Liebe stiehlt?


Freude ins Gesicht geschrieben

11. Mai 2014, marcus - Mannablog

Freude im Gesicht
Freude im Gesicht

Wenn wir Freude empfinden, dann schlägt unser Herz schneller, es kribbelt in den Armen und Beinen und unsere Gefühle stehen uns ins Gesicht geschrieben.

 

Freude ist eines der schönsten Gefühle, die man als Mensch spüren kann. Wer kennt nicht den Moment, in dem das Herz schneller zu schlagen beginnt, die Augen anfangen zu leuchten und man die Welt einfach nur umarmen möchte? Der geliebte Mensch, den man schon so lange nicht mehr gesehen und furchtbar vermisst hat. Das beruhigende Rauschen des Baches, untermalt vom durchdringenden Zirpen der Grillen einer Sommerwiese. Oder die wunderschöne Melodie des Lieblingsliedes, das einen zum mitsingen bringt und die Welt um einen herum vergessen lässt. 

 

Gefühle entstehen im Kopf

Gefühle sind nüchtern betrachtet eigentlich nur innerliche Gedanken oder externe Reize, die bestimmte Vorgänge im Körper auslösen. Je nachdem, welche Gedanken, Erinnerungen oder Ereignisse um uns herum gerade präsent sind, lösen diese bestimmte Reaktionen aus. Erleben wir etwas, das uns Freude bereitet, so veranlasst unser Gehirn, dass zum Beispiel, dass der Puls schneller geht, die Durchblutung gesteigert wird und unser Gesicht eine bestimmte Mimik bekommt. Das was wir dann in unserem Körper "fühlen", erleben wir wiederum als "Gefühl". Wir fühlen uns glücklich, aufgeregt und lebendig. Dieses Erleben führt oft sogar dazu, das sich das Gefühl noch verstärkt.

 

Freude steckt an

Es allerdings nicht nur so, dass ein Gefühl bzw. bestimmte Gedanken oder Ereignisse eine körperliche Reaktion auslösen. Andersherum funktioniert das genauso. Du hast bestimmt schon einmal einen anderen Menschen erlebt, der so gelacht hat, dass Du unweigerlich mitlachen musstest. Oft hast Du dabei nicht einmal gewusst, warum er überhaupt so lacht!

Das hat damit zu tun, dass wir in unserem Kopf Spiegelneurone haben, also Nervenzellen, die den Gesichtsausdruck anderer Menschen erkennen und in uns selbst spiegeln, also nachahmen. Wir müssen auch lachen. Und dadurch ist es uns erst möglich, selbst zu spüren, wie sich der andere gerade fühlt. Gefühle funktionieren also auch rückwärts. Das kannst Du selbst ausprobieren: Lächle doch jetzt einfach mal, grins so richtig breit. Und dann schau ernst, wütend. In deinem Kopf entsteht sofort das entsprechende Gefühl. Du wirst es nicht schaffen, bei einem wütenden Gesicht gleichzeitig Freude zu spüren.

 

Tu Dir und anderen etwas gutes

Natürlich hat auch Trauer und Wut seine Berechtigung. Aber wenn Du einfach mal nicht so gut drauf bist, und Du weißt eigentlich gar so genau warum, dann lächle einfach. Hol dir ein besseres Gefühl in die Brust. Und wenn Du dabei anderen begegnest und sie dich sehen und Deine freudige Stimme hören, dann tust Du dabei nicht nur Dir selbst etwas gutes, sondern auch Deinen Mitmenschen, denn wie schon oben erwähnt: Freude steckt an.

 

Gott lächelt uns an

In der Bibel gibt es einen Segensspruch, den damals vor vielen tausend Jahren sozusagen die Pastoren ihrer Kirchengemeinde mitteilen sollten. Und in diesem kam folgende Aussage vor: "Der Herr blicke euch freundlich an und schenke euch seine Liebe! Der Herr wende euch sein Angesicht zu und gebe euch Glück und Frieden!" Gott, der uns Menschen samt unseren Gefühlen geschaffen hat, weiß am besten, wie er uns glücklich machen kann: Er lächelt uns an, damit wir uns gut fühlen und ihm endlich glauben, dass er es gut mit uns meint. Auch wenn Du Gott nicht sehen kannst, darfst Du ihn Dir ruhig so vorstellen: Als jemanden mit einem lachenden, wohlwollenden Gesicht. Spürst Du schon wie Du zurücklächeln musst?


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