Manna

Licht in der Mitte des Sturms

02. März 2014, marcus - Mannablog

Vieste, Gargano. Copyright: Emma Eitzenberger.
Vieste, Gargano. Copyright: Emma Eitzenberger.

Mitten im Sturm gibt es Momente, in denen alles aufklart und hell wird. Die Sonne erscheint und für einen Moment ist alles gut.

 

So einen Moment haben wir im letzten Jahr auch in Süditalien erlebt, in der Stadt Vieste im Gargano, direkt am Meer. Es war sehr windig und rings umher dunkle Wolken. Das Meer war aufgewühlt und verteilte seinen salzigen Duft überall in der Luft um uns her. Die dunkelblaue Stimmung erhielt urplötzlich einen fast magischen Glanz, als die Sonne durch die Wolkendecke brach und alles in ein goldenes Licht tauchte. Die Stimmung war einfach unbeschreiblich – es war windig und warm zugleich, dunkel, neblig und bedrohlich aber auch hell und voller Glanz. Meine Frau und ich werden diesen Moment wohl niemals vergessen.

Wir wollen Dich an diesem tollen Moment teilhaben lassen, zumindest mit einem der Bilder, die meine Frau und ich in diesem Moment geschossen haben. Und wenn bei dir einmal die Wolken und der Sturm überhand nehmen, dann denk immer daran: die Sonne ist immer da, auch wenn Du sie nicht sehen kannst.


Contra- oder Prokrasti-Nation?

01. März 2014, Mannablog

Ich würde mal behaupten, dass ein Student in der Prüfungszeit vor Kreativität nur so strotzt! Frage mal einen durchschnittlichen Studenten, den seine Vorlesungen zwar interessieren, dem das Lernen aber irgendwie dennoch etwas überflüssig vorkommt. Prokrastination heißt das Zauberwort, das morgens, mittags und abends auf dem Silbertablett aufgetischt wird.

Ich mag das Wort nicht. Klar, ich mache darüber gerne mit meinem Freund Scherze, zumal wir beide den Bedeutungsgehalt des Wortes ganz unterschiedlich füllen. Es drückt aber immer irgendwie aus, dass man in dem Moment gerade das Falsche macht. Ich möchte – eigentlich – meine Hausarbeit schreiben, aber ich nutze meine Zeit, um diese leckeren Muffins zu backen, die ich neulich entdeckt habe. Die Klausur in einer Woche steht an und rückt immer näher, aber ich bin online unterwegs. Und das nicht auf der Suche nach klausurrelevantem Stoff.

Relevanz spielt bei dem Thema eine ganz entscheidende Rolle. Denn wenn man in so einer Stellen-oder-Fliehen-Situation ist, drängen sich da indirekt Fragen auf wie: Was empfinde ich als relevant für mein Leben? Was möchte ich? Was ist mein Ziel? Und die Antwort darauf ist viel zu oft halbherzig: Ja, ich möchte die Klausur gut bestehen, aber ich will auch das und das machen.

Und da schleichen sich faule Kompromisse ein. Ein Ziel setzen ist gut, um diesen Leitgedanken kommt man in Marketingvorlesungen nicht drum herum. Ein Ziel kann man nur erreichen, wenn man sich darauf zu bewegt. Mir hilft die Ansicht, dass ich jedem weiteren Tag etwas Stress nehme, wenn ich heute etwas für mein Ziel tue. Die Zeit, die zur Verfügung steht, wird sowieso von Tag zu Tag weniger. Also warum soll ich mir selbst etwas vormachen, indem ich alles mögliche mache, und das nie „richtig“, weil ich immer im Hinterkopf habe, dass da doch noch das große Ziel ist, wo ich hin will.

Also lieber mal Zähne zusammenbeißen und loslegen. Eine Stunde, zwei Stunden – das eigene Pensum kriegt man raus. Aber danach weiß ich, dass es das für heute war. Ich kann mich anderen Dingen widmen, die in meinem Leben auch relevant sind. Und was Schönes machen, ein gutes Buch lesen zum Beispiel, oder neue Musik hören. Ich finde Bücher super entspannend, wenn man in fremde Welten eintauchen kann und dabei auch noch was lernt. Und es ist weniger anstrengend für die Augen, als wenn ich mir stundenlang auf dem Bildschirm Serien anschaue.

Das einzig Gute am Prokrastinieren ist für mich übrigens der Fakt, dass ich in der Anfangsphase in ein „Ach ja, ich habe ja noch so viel anderes zu tun, was sowieso gemacht werden muss“ verfalle und dann ist plötzlich die Rümpelecke ordentlich oder der Geschirrberg abgewaschen und weggeräumt. Und das Fenster könnte auch mal wieder geputzt werden, wenn die Sonne so schön scheint, oder? In solchen Situationen sollte man auch einfach etwas Humor haben und diese Phasen wenigstens sinnvoll nutzen.

So ein bisschen praktische Arbeit kann zumindest neben dem Lernen auch wieder einen Motivationsschub geben und ist mal eine Abwechslung zur kopflastigen Arbeit. Dann kann man beim Lernen durch das saubere Fenster schauen und tagträumen, äh, oder Gott um Konzentration bitten. Und wenn die Sonne dann zwischen den Wolken hervorblitzt, sollte man das vielleicht eher als Zwinkern und Hoffnungsstrahl verstehen und nicht sauer sein, weil es draußen viel schöner ist als am Schreibtisch. 


die Amsel und ihr Lied

28. Februar 2014, claudia - Mannablog

Nicht weit von uns entfernt, gibt es eine Kleingartenkolonie. Dort entlang führt mich mein Fahrradweg gen Innenstadt. Eine Stelle an diesem Weg mag ich nicht so besonders. Es gibt eine 90 Grad Linkskurve die nicht einsehbar ist. So kommt es immer Mal wieder zu unliebsamen Begegnungen, zwischen den unterschiedlichen Nutzerarten, wie Radfahrern und Fußgängern. 

Doch gestern wurde dieser Kreis um eine weitere Gefahrensituation erweitert. Während ich, auf meine Kurve konzentriert, zum lenken ansetzte, kam aus dem Gebüsch von links in geradem Konfrontationskurs eine Amsel geflogen. Sie und ich mussten uns treffen, das war sofort klar. Also machten wir uns beide an ein Ausweichmanöver, was auch gelang. 

Schimpfend und laut vor sich hin krach machend flog die Amsel weiter. Zu meinem Bedauern konnte ich nicht verstehen, was sie von sich gab. Es könnte ungefährt so gewesen sein: "Kann dieser Mensch nicht besser aufpassen. Warum fliegt der denn nicht, ist doch viel einfacher."

Während ich die Amsel immer noch in meinem Rücken hörte musste ich, weiter fahrend, vor mich hinlächeln. Ja, ich bedauerte das Sprachproblem zwischen uns beiden schon sehr. Oh, so gerne hätte ich sie verstehen wollen.

Heute morgen nun sang unsere Hausamsel ihr erstes Lied in diesen Frühling hinein und wieder wünschte ich mir ihre Sprache zu verstehen. Was wird sie zur Begrüßung des Tages wohl singen?

Doch während ich noch, im Halbschlaf, ihrem Lied lauschte gingen meine Gedanken in die Zukunft. Irgendwann, wenn es diesen neuen Planeten Erde gibt und wir Menschen alle unsere Fähigkeiten haben die wir haben sollten, dann kann ich bestimmt auch das Lied der Amsel verstehen. Das finde ich klasse!


modobooks beim sonnen

27. Februar 2014, claudia - Mannablog

Es war herrliches Frühlingswetter. Die Sonne schien an die Hauswand und wärmte die Terrasse. Wer wollte da noch arbeiten? So zog es mich weg vom Schreibtisch, weg in die Sonne, zur Bank auf der Terrasse. 

Doch als ich zur Tür hinaus trat und um die Ecke blickte, sah ich das unsere Bank bereits belegt war. Drei modobooks saßen miteinander auf der Bank und sonnten sich. 

Obwohl die modobooks nicht sehr groß an körperlicher Größe sind, nehmen sie doch viel Raum ein. Nicht immer sieht man an der körperlichen Statur den Inhalt und doch füllt er das Umfeld aus. 

Bereitwillig machten die drei Platz und so saßen wir kurze Zeit später gemeinsam in der Sonne und genossen diesen herrlichen Frühlingstag.


Hornissenwaben, was für eine beeindruckende Struktur

26. Februar 2014, claudia - Mannablog

In unserem Garten haben wir einen Meisenkasten hängen. Im letzten Jahr allerdings wurde dieser Zweckentfremdet. Die Zweckentfremdung geschah wohl schon im Frühjahr, nur fiel sie uns nicht so auf. 

Doch eines Tages kam Mama und berichtete von einer anderen Art fliegender Mieter. Hornissen hatten unseren Meisenkasten für sich entdeckt und bauten darin fleißig an einer neue Wohnung. Eine Recherche im Internet beruhigte uns. Hornissen leben nur eine Saison an einem Ort und ziehen im nächsten Jahr weiter.

Die Hornissen und wir gingen einander aus dem Weg. Sie schienen uns zu erkennen und störten sich nicht an uns. Doch als im Spätsommer ihnen der Rasenmäher in die Flugbahn kam, war leider doch eine Verteidigungsattake nötig. Da erlebte ich am eigenen Körper, dass der Bericht in Bezug auf die Stiche wohl unrecht hat. Für mich waren die drei Stiche vor Hornissen sehr schmerzhaft und unangenehm. 

Jetzt im Winter nahmen wir unseren Meisenkasten zum reinigen ab. Dabei entstand dieses Foto von der Wabenstruktur der Hornissen. Ist das nicht beeindruckend? 

Innerhalb von wenigen Wochen entsteht diese wunderbare und sehr stabile Verwabung. Was für eine Struktur, diese Ebenen. Wir haben nur so viele Tiere darin Platz gefunden. Immerhin sollen es wohl um die 100 Tiere sein. 

Wie ich heute auf die Hornissen komme? Nun, manchmal sind so kleine Dinge nötig um uns die Sorgen im Alltag leichter zu machen. Mich hat die Wabstruktur im Hornissenkasten daran erinnert, los zu lassen. Gott YHWH sagt, dass wir Menschen ihm extrem wichtig sind. Wir dürfen ihm vertrauen, er wird sich um uns kümmern, so wie er sich um die Tiere kümmert.


Wie lange hält Geduld

23. Februar 2014, marcus - Mannablog

Geduld ist eine Eigenschaft, die nur in besonderen Situationen auf die Probe gestellt wird. Doch genau dann, wenn sie am meisten gebraucht wird, geht sie meist verloren. 

Tief durchatmen, schließ die Augen. Streck die Arme in Richtung Erdboden durch und balle die Fäuste. Kopf in den Nacken, tief durchatmen, gleich geht ´s wieder. Ruhig bleiben, auf keinen Fall schreien jetzt – so oder ähnlich sieht es aus, wenn wir die Geduld verlieren und dennoch versuchen unsere Fassung zu behalten. Wenn die nämlich auch noch verloren geht, dann ist es mit einem Schrei, der unseren Frust herauslässt nicht mehr weit her. Doch was ist eigentlich Geduld, und warum geht sie uns immer ausgerechnet dann verloren, wenn wir sie am dringendsten brauchen?

 

Wahre Geduld verschafft Respekt

Abends nach der Arbeit, wenn wir endlich Zuhause angekommen sind und keine Termine oder Pläne mehr haben, sind wir im Normalfall die geduldigsten Menschen der Welt. Nichts bringt uns im herrlichen Feierabend aus der Fassung außer vielleicht, wir haben wahnsinnigen Hunger und das Essen lässt noch auf sich warten bzw. muss erst noch gekocht werden. Und obendrein würde dann das Essen vielleicht mit unserer Lieblingssendung im Fernsehen kollidieren, weil wir ja immer noch kein Pay-TV mit On-Demand-Streaming haben. Das sollte ja eigentlich auch schon seit letzter Woche funktionieren, wenn das Unternehmen die Freischaltung nicht versammelt hätte…..

Ich bin mir sicher, dass auch du diese Momente kennst, in denen sie auf einmal weg ist, die Geduld. Gerade war sie doch noch da, griffbereit, zum Einsatz bereit. Menschen verlieren in den unterschiedlichsten Momenten ihre Geduld, in wichtigen und unwichtigen, in kleinen und großen. Mit Sicherheit gibt es in jeder Sache irgendwann einen Punkt, an dem der Moment gekommen ist, die Geduld beiseite zu schieben und das Ganze endlich zu beenden bzw. weiterzubringen. Vor meinem geistigen Auge gibt es einige Menschen, die für mich der Inbegriff von Geduld sind. Sie ertragen, so scheint es, fast alles. Sie bleiben immer freundlich und versuchen das Beste aus der jeweiligen Situation herauszuholen. Ist der Moment gekommen, schieben sie die Geduld bewusst zur Seite, reagieren aber selbst bei schwierigen und verfahrenen Gegebenheiten immer ruhig und sachlich, ohne andere anzugreifen. Sie üben dann dennoch harte Kritik – durch ihre Geduld und Art und Weise der Kritik wahren sie aber das Gesicht der anderen und erhalten im Gegenzug deren Respekt. Zugegeben, solche Menschen findet man nicht sehr oft, sie befinden sich ganz am äußeren Ende der Geduld-Skala. Am anderen Ende dieser Skala gibt es die Menschen, die sofort wegen jeder Kleinigkeit zu brodeln beginnen und am laufenden Band ihre Fassung verlieren. Sie fühlen sich stets im Recht, Anschuldigungen und Geschrei sind dann bereits vorprogrammiert. Ihre Umwelt erlebt sie als extrem unangenehme Zeitgenossen, meidet sie oder versucht ihnen möglichst alles recht zu machen, nur um ihren Wutausbrüchen aus dem Weg zu gehen. Vor ihnen hat man keinen echten Respekt, höchstens Angst.

 

Ruhe, die Wiege der Geduld

Zwischen den beiden Extremformen der Geduld finden sich sämtliche Abstufungen der Geduld. Schauen wir uns die Menschen auf dieser Messlatte genauer an, erkennen wir sehr schnell, dass Geduld aus einer inneren Ruhe entsteht, gepaart mit Selbstwert und Güte. Menschen, die Geduld haben, können vertrauen – vertrauen dass etwas nicht so schlimm ist oder trotzdem ein gutes Ende nehmen wird. Menschen mit Geduld wissen, dass sie selbst Fehler haben, auch wenn diese vielleicht in anderen Bereichen angesiedelt sind. Menschen mit Geduld sind bereit, andere Menschen aus ihren Fehlern lernen zu lassen, und das in einem positiven Klima der Vergebung und Unterstützung. Allerdings haben sie auch die nötige Stärke, Dinge direkt anzusprechen und im Bedarfsfall das Ruder herumzureißen.

 

Geduld - ein Geschenk des Himmels

Woher haben solche Menschen aber ihre innere Ruhe, ihr Vertrauen, ihren Selbstwert und ihre Güte? Mit Sicherheit gibt es ein paar Lebenskünstler, die diese Eigenschaften aus irgendeinem Grund einfach mitbringen. Wie können aber wir – du und ich – zu solcher Geduld kommen? Aus meiner Erfahrung heraus ist Geduld nicht etwas, was man hat oder nicht hat. Viele Umstände beeinflussen sie: gesundheitlicher Zustand, Stress, Beziehungsprobleme und so weiter. Allerdings gibt es eine Grundlage, die uns alle diese Dinge besser meistern lässt – Gottvertrauen. Wenn dein und mein Leben in Gottes Hand sind und wir uns in ihm geborgen fühlen, wird es für Lebensstürme unmöglich, uns komplett zu entwurzeln. Und die kleinen „Geduldsproben“ des Alltags werden bald keine mehr sein. Ich lade dich ein, Dein Leben Gott zu geben. Denn Geduld ist ein Geschenk des Himmels.


Ich sehe was, was du nicht siehst

22. Februar 2014, Mannablog

Ich erlebe immer wieder, wie Christen ihre Statements zu bestimmten Themen abgeben und darin relativ wenig Liebe zu finden ist. Vielleicht aus Angst um und Verantwortungsgefühl für andere, aus Unsicherheit oder aus simplen Wortgefechten heraus. Eine gut durchdachte und von Gott bestätigte Meinung ist voll in Ordnung. Aber es gibt auch in der Bibel den Hinweis darauf, dass das, was wir ohne Liebe tun, sinnlos ist: „Wenn ich in Gottes Auftrag prophetisch reden kann, alle Geheimnisse Gottes weiß, seine Gedanken erkennen kann und einen Glauben habe, der Berge versetzt, aber ich habe keine Liebe, so bin ich nichts.“ 1. Korinther 13,2 Und in Vers 1 heißt es auch, dass alle Engelszungen nichts bringen, wenn sie lieblos daher reden.

Wir können das Wort „Liebe“ also herumschreien, können die Pinnwände unserer Facebookfreunde mit Liebesbekundungen tapezieren oder lieblose Kommentare schreiben, nur um unser Recht zu bestreiten. Die Liebe wird davon nicht stärker, geschweige denn ist das alles ein Nachweis für ihre Existenz.

 

Dem vertrauen, der mich liebt

Das Thema ist wirklich nicht immer leicht. Wenn Jesus sagte, das neue Gebot für uns ist die Liebe zu Gott und dem Nächsten, dann ist manchmal unklar, was Liebe bedeutet. Sich an die Ordnung Gottes zu halten, aber den anderen liebevoll anzunehmen, genau so wie er ist?

Bei Gott ist Erkennen und Liebe oft auf einer Ebene angesiedelt. Genauso Weisheit und Ehrfurcht vor Gott. Gottes Willen für mein Leben zu erkennen setzt voraus, dass mir seine Perspektive wichtig ist. Liebe ergibt sich aus meinem Vertrauen auf die Liebe, die er für mich hat. Wenn Gott von sich sagt, er ist die Liebe höchstpersönlich, kann ich ihm dann vertrauen, dass seine Wege für mich von dieser Liebe geprägt sind? Und kann ich diese liebevollen Wege Gottes auch anderen zumuten?

 

Eine gute Freundschaft?

Liebe soll eine Tür sein, die zum Echtsein einlädt und die eine Atmosphäre der Wertschätzung schafft. Jede gute Freundschaft sollte irgendwann an so einen Punkt kommen. Meine Freunde geben mir nicht nur positives Feedback. Ich verrenne mich vielleicht in eine Sache und komme allein nicht raus und mir sagt ein Freund – Hey, das fällt mir bei dir auf, und du scheinst damit nicht besonders glücklich zu sein. Kann ich dir helfen? Willst du mal das und das versuchen?

Ich bin sehr dankbar für solche Freunde. Die Jahre vergehen manchmal und man bemerkt währenddessen kaum von selbst, wo man in Gewohnheiten o.ä. abdriftet, die ungesund sind. Klar kann sich das Ego schnell aufplustern, wenn man plötzlich damit konfrontiert wird. Erst recht, wenn man bisher keinen Änderungsbedarf gesehen hat. Aber mein Gegenüber ist ein Freund, nicht wahr? Jemand, der mich kennt und der mich liebt. Wenn ich schon nicht den Bedarf in meinem Leben sehe, den Rat anzunehmen – nehme ich immerhin wahr, dass sich dieser Freund um mich kümmert, sich Gedanken um mich macht, mit mir Lebenserfahrung teilt, die ich vielleicht noch nicht habe?

 

Ein goldener Apfel

Dann rumort diese Sache vielleicht in mir und es tut vielleicht auch ein bisschen weh und es ist unbequem aus einer Gewohnheit herauszukriechen. Aber das Wissen um die Liebe und die Unterstützung schleift die harten Kanten der Worte.

Schon die Sprüche der Bibel fassen dieses Thema mit einer ähnlichen Quintessenz zusammen: „Ein gutes Wort zur rechten Zeit ist so lieblich wie goldene Äpfel in einem silbernen Korb. Eine weise Ermahnung ist dem, der sie beachtet, ebenso kostbar wie Schmuck aus reinem Gold.“ Sprüche 25, 11-12

 

Was ist Liebe denn überhaupt?

Und bei alledem ist es gut sich immer wieder klar zu machen, was das Wesen der Liebe ausmacht. Sie hofft immer, sie verzeiht. Sie kämpft gegen Ungerechtigkeit. Sie setzt sich für den Vorteil der anderen ein. Das sind ziemlich herausfordernde Worte in 1. Korinther 13. In Römer 5,5 wird denjenigen zugesagt, die Gottes Heiligen Geist bekommen (haben), auch die Liebe Gottes in sich zu tragen. Wo „Liebe Gottes“ drauf steht, da ist auch Liebe Gottes drin – davon können wir ausgehen, oder? Ich wünsche mir, dass wir lernen aus der Liebe, wie sie beschrieben wird, zu lieben und zu geben. Mehr aus dem Vertrauen zu Gott zu leben als aus dem Drang, immer die besseren Argumente haben zu müssen. Aus Gottes Frieden heraus Dinge anzusprechen, aber auch ruhen zu lassen und anderen Freiheit dem entgegen zu überlassen, was wir in Liebe sagen. Zu wissen, wann es dran ist, den den ersten Stein werfen zu lassen, der ohne Sünde ist. (vgl. Johannes 8,7)

 

Wenn Steine auf die Erde fallen und Staub aufwirbeln

In dieser geschilderten Szene, in der die Ehebrecherin gesteinigt werden soll, ist Jesus wie der verstörende und doch ruhende Bildfehler: er zeichnet in den Sand. Er schenkt der Szene keine Beachtung, hängt sich nicht an den wütenden Mob und wird dennoch zu Rate gezogen. Seine gerechte Liebe war wohl irgendwie spürbar und sie war der einzige Weg beide Parteien sprachlos zu machen. Die religiösen Ankläger lassen ihre Steine heimlich fallen und stehlen sich beschämt davon. Die Frau, die ihren Mann betrogen hat, bleibt still, vielleicht schuldbewusst, erstaunt, ängstlich oder dankbar - bis Jesus sie fragt, wo denn ihre Ankläger seien. Sie sind weg. Und mit ihnen auch jede weitere Anklage. Denn Jesus spricht ihr Vergebung zu und gibt ihr einen Rat mit. Der Betrug war nicht richtig, aber er trennt sie nicht von der Liebe Gottes. Anstatt blind gesteinigt zu werden, wird ihr in die Augen gesehen und ein ehrlicher Rat gegeben, der sie in ihrem Leben fördern soll. Ist das nicht Liebe?


Der Körper wird alt, aber der Verstand ist jeden Tag neu

16. Februar 2014, marcus - Mannablog

Sieht man sich Fotos eines Menschen an seinen verschiedenen Lebensabschnitten an, ist es erstaunlich wie er sich verändert und doch der selbe bleibt. Irgendwann macht der Körper nicht mehr mit, aber was ist mit dem was uns wirklich ausmacht - dem Verstand?

Ich kenne keinen Menschen, der sich nicht - wenigstens insgeheim - Bilder von sich selbst ansieht. Es ist, als ob wir uns einfach nicht merken können, wie wir im kleinsten Detail aussehen. Der Blick in den Spiegel zeigt uns, dass noch alles da ist und dass wir auf die Öffentlichkeit losgelassen werden können. Wie leicht wir vergessen, was hinter uns liegt, zeigt uns auch das Erstaunen das wir an den Tag legen, wenn wir uns alte Bilder oder Videos aus unserer Kinder- und Jugendzeit ansehen oder einfach nur aus ein einer zurück liegenden Zeit. Wie sich alles verändert hat…..

Das Leben ist (leider) vergänglich

Wäre es nicht einmal interessant, eine Fotoreihe zu haben, auf der ein Mensch jedes Jahr einmal fotografiert wurde? Am besten einmal so wie Gott ihn schuf und stets vor dem selben Hintergrund und einmal so, wie er sich selbst sieht und gibt. Eine ganze Lebensspanne vom Säuglingsalter bis hin zum Sterbebett….

Ich kann schon fast durchs Internet hindurch spüren, wie viele nun ein Gefühl beschleicht, das den Teil mit dem Sterbebett am liebsten ausklammern würde. Das ist der Gedanke, dem wir lieber nicht zuviel Raum geben wollen, alles andere ja, aber Krankheit und Tod – nein Danke! Dabei ist der Tod leider unausweichlich. Wissenschaftlich gesehen baut der Körper etwa ab dem 25. Lebensjahr schon wieder ab, nüchtern betrachtet beginnt hier bereits das langsame Sterben.

Die Gedanken sind frei

Unser Körper wird zunehmends anfälliger, gebrechlicher und stirbt irgendwann, aber was ist mit dem was uns eigentlich als Persönlichkeit ausmacht, unserem Verstand? Naturwissenschaftlich gesehen ist unsere Gedankenwelt kein materielles Ding. Man kann einen Gedanken oder eine Erinnerung nicht anfassen und in der Hand halten. Genauso wie der Bauplan unserer Körpers in den Zellen in der DNS gespeichert ist, so sind in unserem Gehirn Milliarden von Nervenzellen zu einem gigantischen Computernetzwerk verkabelt, die es irgendwie schaffen, Dinge zu speichern und abzurufen. Allerdings gibt es bei diesem System eine Besonderheit, die bisher noch niemand geschafft hat zu imitieren: Wir haben ein Bewusstsein. Wir wissen wer wir sind und woher wir kommen. Wir haben unseren eigenen Willen und Pläne für unsere Zukunft. Wir können Dinge in unserem Geist erschaffen und in die reale Welt übertragen. Wir haben Gefühle, wir lachen, weinen, sind zornig, empfinden Hass, Wut, Trauer, Einsamkeit, Freude, Liebe und haben gelernt anderen zu vergeben, wenn sie uns weh getan haben. Je länger ich darüber nachdenke, was ein Mensch eigentlich ist, desto größere Ehrfurcht und Achtung empfinde ich für dieses so zerbrechliche und doch so anmutige Wesen.

Das altern des Geistes

Erstaunlich, dass ein solch komplexes Konstrukt wie unser Bewusstsein eine rein immaterielle Sache ist, oder? Genauso wie eine CD aus einem physikalischen Träger und der darauf enthaltenen Information besteht, die erst hörbar wird, wenn sie in Schallwellen umgesetzt wird, wird unser Bewusstsein auch erst sichtbar wenn wir uns äußern….und es geht leider auch verloren, wenn der „Datenträger“, also unser Gehirn, seine Funktion aufgibt. Solange der „Träger“ funktioniert, werden digitale Daten niemals alt.

Ich für meinen Teil erkläre mir so den ungestillten Lebenshunger eines Menschen. Das „System“ Mensch funktioniert, und nichts kann ihn bremsen. Auch wenn Menschen spüren, dass der Datenträger nicht mehr so schnell ist, wenn Krankheit oder Alter kommen, bleibt dieser Lebenshunger bestehen.

Egal wie wie jung du bist und noch nicht ans sterben denkst, eine gute Hoffnung habe ich für Dich: Gott hat uns versprochen, dass er in der Zukunft eine neue Welt machen wird, in der alles neu ist. Auch dein Körper. Und Du, also dein Bewusstsein, bist immer noch Du.


Die Bibel ist Gottes Wort

12. Februar 2014, claudia - Mannablog

Ist die Bibel Gottes Wort? War der Titel eines Vortrages, den wir vor einiger Zeit hörten.

Bei der Überschrift musste ich sofort an die mühevollen Versuche der "Väter" denken, die mit Bibeltexten dieses argumentieren wollten. Um so mehr war ich dann von einer anderen Argumentationsreihe überrascht.

Als erster Grund für die Wahrheit der Bibel wurde ihre Verbreitung angeführt. Sie ist in 400 Sprachen komplett übersetzt.  Nur alleine der Gideonbund hat in 12 Monaten 56 Millionen Bibeln verteilt.

Obwohl immer wieder versucht wird die Bibel zu zerstören und schon alleine die langen Zeitabstände ein Überleben dieses Buches unmöglich machen, ist sie heute noch genau so vorhanden wir vor (fast) 2000 Jahren. Weiter ging es mit einer Begründung der Bibel als Gottes Wort in der Archäologie. Ist es nicht erstaunlich, dass die Bibel von 40 Autoren in einem Zeitabschnitt von 1500 Jahren geschrieben wurde und trotzdem in sich logisch und stimmig ist? Dabei haben wir schon Schwierigkeiten uns während unseres Lebens nicht zu widersprechen.

Weiter ging es in die Vorhersagen der Bibel (oft auch Prophetie genannt). Schon die 61 Vorhersagen, die  auf das Leben Jesus eingetroffen sind, stellen die Statistik vor nicht ausdrückbare Zahlenkolonnen.

Als letztes Argument, dass die Bibel wirklich Gottes Wort ist kam das persönliche Erleben. Alles andere sind Daten, Zahlen und logisch klingende Informationen. Doch das persönliche Erleben der Bibel als Gottes Wort lässt es zu etwas Emotionalem werden. In diesem Moment beginnt die Bibel zu leben.

Ich muss gestehen, es ist ein Leben der Herausforderung und es ist ein wahnsinnig buntes Leben. Deshalb ist die Bibel nicht nur ein tolles Buch, sondern wirklich Gottes Wort.


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