Manna

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Unser Wochenrückblick

29. August 2015

(c) CC0 Public Domain, Pixabay

Im Gespräch mit unserer Nachbarin stellten wir fest, dass die Zeit viel zu schnell vergeht. Manchmal weiß ich schon am Ende der Woche nicht mehr was alles in dieser Woche gelaufen ist.

Da fällt mir Paul ein. Er hatte großen Streß zu Hause und brauchte dringend eine Lösung. Also fingen wir an für Paul und seine Familie zu beten und nach einem Bett zu suchen. Wir wünschen uns, dass er seine Ausbildung weiter macht und und mit seiner Familie klar kommt. Heute nun brachte er Entwarnung. Die Wogen haben sich beruhigt und wir freuen uns mit ihm.

Eine große Freude war diese Woche die Mitteilung vom BAMF, als sie empfahlen das Dublin Verfahren für Syrische Bürger auszusetzen. Das bedeutet, dass noch nicht abgeschlossene Anträge in Deutschland bearbeitet werden können. Warum wir uns freuen? Nun zu uns gehört auch Betty, sie ist über Schweden nach Deutschland gereist und sollte nach Schweden zurück gehen. Nun sind wir voller Hoffnung, dass dies nicht geschieht. 

Das FSJ von Lukas ist vorbei und er bereitet sich auf seine Ausbildung vor. Mit einer lachenden Träne im Augen, sind die Monate verflogen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie er die ersten Tage bei uns war. Nach einem Jahr schien es, als würde er zum Inventar gehören und plötzlich ist das Haus leer. Es scheint, als ob ein Teil der hierher gehört fehlt. Umso schöner ist es zu erleben, dass er zwar nicht mehr regelmäßig da ist, aber sein Herz. 

Dazu kam einiger Papierkram und Telefonate mit Finanzamt, Amtsgericht und Notar. Was ist denn eine Stunde Zeit, ... gar nichts. 

Der obligatorische Blick aufs Konto sorgte nicht gerade für Freude. Tja, ein neuer FSJ'ler mag zwar schön sein, ist aber nicht bezahlbar. Man könnte das auch so ausdrücken: Es scheint wohl nicht dran zu sein. 

Ein Tag Pause

Für Anne ist heute ein großer Tag. Sie hat heute ihre kirchliche Trauung. Liebe Anne, wir wünschen dir einen wunderschönen Tag im Kreis deiner Familie.

Für uns ist jetzt Sabbat. Wir klappen die Rechner zu und freuen uns auf einen Tag Pause. Wir freuen uns auf Familie und Freunde, gutes Essen und miteinander sein.

Wir wünschen auch dir einen guten Tag Pause und danach eine erfolgreiche neue Woche!

Hillsong United - No Other Name - Oceans (Where Feet May Fail)

claudia

Gute Zeit

27. August 2015

Die Frage: Was ist für dich eine gute Zeit?

Was ist für dich eine gute Zeit? Das war die Frage die wir gestellt haben. 

Als Alex und ich mit Kamera und Mikro bewaffnet los zogen, war es schon etwas aufregend. Noch nie hatte ich jemanden ein Mikro hingehalten und um eine Antwort gebeten. Es bewegte mich die Frage, werden die Menschen antworten und wenn ja was? 

Wir stellten uns und modobonum vor und stellten die Frage, ob wir die Antwort filmen dürfen. Dann ging es los:

Die Antworten:

Was nicht im Video ist

Immer wieder wurden wir nach unseren Beweggründen für die Frage gefragt. Mit der Zeit entstand der Eindruck, dass unsere Gesprächspartner ihre Antworten für uns passend machen wollten. 

Da muss ich an einen jungen Mann denken. Er formulierte sofort und ganz spontan seine Antwort. Dann schaute er uns an und fragte, ob er das überhaupt so sagen dürfte und ob die Antwort im Ordnung ist. Im ersten Ansatz war es die natürliche und ehrliche Antwort, um danach im nächsten Moment durch ein unsichtbares Rastes geprüft zu werden.

Immer wieder bewegte die Frage: Kann ich mit meinen Antworten etwas falsch machen.

Ein anderer Teil wollte nicht in der Kamera erscheinen und gab deshalb keine Antworten.

Was bleibt?

Gute Zeit ist in den meisten Fällen eine Zeit mit anderen Menschen. Gute Zeit verbringt man miteinander. Wir können die Antworten gut verstehen, sprechen sie uns doch aus dem Herzen.

Doch egal wie deine gute Zeit aussieht, ob es Zeit allein ist oder mit Freunden. Wichtig ist, dass es diese Zeiten gibt und sie ein Teil unseres Lebens sind. Eine gute Zeit, sollte nie die Ausnahme im Kalender sein. 

Deshalb wünschen wir dir heute eine gute Zeit!

claudia

„Wer sein Ziel weit steckt, hat viel Raum zum wachsen“.

14. Juni 2015

"Wer sein Ziel weit steckt, hat viel Raum zum Wachsen". Eine Karte, die ich von der Fernuniversität Hagen zum Studienstart bekommen habe.
"Wer sein Ziel weit steckt, hat viel Raum zum Wachsen". Eine Karte, die ich von der Fernuniversität Hagen zum Studienstart bekommen habe.

Die meisten von uns haben in ihrem Leben schon einmal auf ein Ziel hingearbeitet. Wenn die Ziele plötzlich ausgehen, dann ist es höchste Zeit, neue zu finden.

 

 

Ziele begleiten uns bereits sehr früh in unserem Leben. Ziele haben meist damit zu tun, einen gegenwärtigen Zustand in der Zukunft positiv zu verändern. Als Kind wollten wir all die tollen Sachen auf dem unerreichbaren Tisch erreichen und so haben wir stehen gelernt. Wir wollten nicht nur getragen werden sondern selbst entscheiden wo wir hingehen, also haben wir laufen gelernt. Wir wollten unsere Wünsche und Bedürfnisse anderen mitteilen und an den interessanten Gesprächen der Erwachsenen teilnehmen, also haben wir Sprechen gelernt.

 

Mit offenen Augen durch die Welt

Ab diesem Zeitpunkt konnte uns nichts mehr bremsen. Wir sind mit offenen Augen durch die Welt gegangen und haben die faszinierenden und neuen Dinge der Welt in der wir leben förmlich „aufgesaugt“. Jeden Tag gab es Neues zu entdecken und unseren Eltern Löcher in den Bauch zu fragen,  um mehr und mehr verstehen zu können.

 

Wenn Neues zu viel wird

Irgendwann kommt dann bei vielen der Punkt, an dem das „Neue“ zu viel wird. Bei manchen setzt dieser Punkt bereits in der Schulzeit ein, bei anderen erst im Berufstrott des Alltags, manchen Retten sich noch in die Rente und bei manchen kommt dieser Punkt nie. Plötzlich interessieren wir uns nicht mehr wirklich für Neues, wir retten uns von Wochenenden zu Wochenende und schlagen die Zeit mit passiven Berieselungen oder nichts tun tot.

 

Neue Ziele animieren zum wachsen

Ohne Ziele ist Wachstum unmöglich, denn wenn wir uns nicht bewusst auf einen Punkt in der Zukunft zubewegen, stehen wir still. Alles bleibt gleich, es gibt keine Veränderung mehr uns irgendwann wird uns dieser Zustand förmlich ankotzen. Versprochen.

 

Selbst wenn du dich bereits in dieser Phase befindest, dann gibt es einen Ausweg: setze dir neue Ziele. Eigentlich ist es ziemlich egal, was für Ziele das sind, die Hauptsache ist, dass sie für dich etwas erstrebenswertes bedeuten. 

 

Lebenslanges Lernen.

Ziele haben eigentlich immer damit zu tun, dass wir auf dem Weg dorthin etwas neues Lernen. Egal ob du mehr über Geschichte wissen möchtest, ein Instrument spielen möchtest, ein Zimmer ausbauen oder einen Berg erklimmen möchtest. Du wirst Lernen. Und indem du lernst wirst wachsen – und zwar enorm. Somit bekommst du zwei Dinge, die dir niemand mehr wegnehmen kann: Wissen und Erfahrung.

 

Viel Raum zum Wachsen

Das Foto der Karte mit dem Spruch „Wer sein Ziel weit steckt, hat viel Raum zum wachsen“ habe ich zum Studienstart von der Fernuniversität Hagen bekommen. Und je mehr ich über den Spruch nachdenke, desto mehr spüre ich, wie wichtig konkrete Ziele im Leben sind, damit wir nicht auf der Stelle treten.

 

Ich wünsche dir zu jeden Zeitpunkt im Leben eines oder mehrere Ziele, die dich zu einem Menschen reich an Wissen, Erfahrung und Liebe machen. 

marcus

Stereotype Threat - Die Angst vor den Vorurteilen

06. Juni 2015

Gender Stereotyping. (c) Chrish Dunne, flickr: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/
Gender Stereotyping. (c) Chrish Dunne, flickr. https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/

Jeder kennt sie und jeder hat sie in der ein oder anderen Form – Vorurteile. Bestenfalls sind sie harmlos, aber oft gehen sie bis hin zu Rassismus und offener Diskriminierung. Wie groß ist der Schaden, den sie anrichten können?

 

Italiener sind Machos, Deutsche Spießer und Polen klauen dir das Auto unter dem Hintern weg. Nationale Stereotype kann man vielleicht noch mit Humor nehmen. Allerdings gibt es auch negative Vorurteile über Gruppen oder Minderheiten, die nicht mehr lustig sind. Besonders dann nicht, wenn sie diese Gruppen an den Rand der Gesellschaft treiben und aus dem sozialen Leben ausgrenzen.

 

Diskriminierung

Wenn Menschen ode ganze Gruppen aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden und ihnen der Zugang zu Arbeit oder sozialen Institutionen wie Bildung erschwert wird, dann spricht man von Diskriminierung. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir bisher immer gedacht habe, dass eigentlich jeder, der in Deutschland lebt die gleichen Rechte und Möglichkeiten hat. Vielleicht ist das auch auf dem Papier so, allerdings gibt es dabei noch andere Faktoren, die dieses heile Bild von der gerechten Welt ins Wanken bringen. 

 

In meinen Studium lerne ich einen Kurs über kulturelle und soziale Vielfalt und deren mögliche Auswirkungen auf psychische Prozesse und Funktionen. Durch die Beschäftigung mit diesen Inhalten wird mir immer mehr klar, wie schlimm ein falscher Umgang mit Vorurteilen sein kann, egal welche Gruppen es dabei betrifft.

 

Stereotype Threat

Die Angst, dass jemand anders Vorurteile über mich hat, oder dass jemand anders denkt ich hätte Vorurteile gegen ihn nennt man „Stereotype Threat“. Das heisst auf Deutsch soviel wie „Die Angst vor Vorurteilen“. Mit Sicherheit hat jeder schon einmal eine solche Situation erlebt, besonders bewusst wird es einem in Situationen, wo man zu einer Minderheit gehört. Negative Vorurteile gibt es immer, doch wie extrem schlimm diese sich auswirken können, kann man nur nachvollziehen, wenn man es am eigenen Leib erlebt hat ode zumindest aus nächster Nähe „miterlebt“.

 

Ein Experiment zum Thema Stereotype Threat

Letzte Woche bin ich im Zusammenhang mit dem oben genannten Studien-Kurs auf ein Experiment zum Thema „Stereotype Threat“ aufmerksam gemacht worden. Die etwa einstündige Reportage gibt es in der ZDF-Mediathek anzusehen. Sie hat mich sehr zum nachdenken gebracht und mir die Augen geöffnet für ein Problem, dass nicht nur Rassismus betrifft, sondern sich auf alle Bereiche unseres gemeinsamen, unterschiedlichen Lebens erstreckt. 

 

Ich wünsche mir, dass Du Dir diese eine Stunde Zeit nimmst um etwas über dich selbst zu lernen, was dir bis jetzt vielleicht gar nicht so sehr bewusst war. 

marcus

#rp15 – da ist immer noch Platz für Dich

25. Mai 2015

Portraitmalerei.
Portraitmalerei.
Frei.
Frei.

14 Tage nach der Konferenz „Re:publica15“ (www.re-publica.de) in Berlin, muss  man eigentlich schon von einem verspäteten Rückblick sprechen. Dabei ist die Re:publica keine herkömmliche Konferenz sondern eher ein digitales Festival, das größte seiner Art in Europa. 

"finding europe"

Unter dem Motto „finding europe“ fanden sich vom 5.–7. Mai 2015 rund 7.000 Teilnehmer aus über 60 Ländern zusammen um sich über die digitale Zukunft, Ideen, Politik, Studien und Themen wie NSA-Überwachung, Vorratsdatenspeicherung, usw. auszutauschen. Kern des Festivals sind die Teilnehmer, von Interessierten über Gründer, Aktivisten, Blogger, Journalisten, Kreativen, Professoren, Eltern, Politikern bis hin zur Bundesumweltministerin, die zugleich auch zum großen Teil die 850 Speaker auf den 17 Bühnen waren. Nicht nur die Nationalität und der Beruf sondern auch das Alter der Teilnehmern waren breit gefächert, vom Säugling bis zum Senior.

#ziek

So gab z.B. die Bundesministerin Barbara Hendricks Einblick hinter die Kulissen und Erfolge der ersten Viralkampagne #ziek eines Bundesministeriums und stand zusammen mit ihrem Pressesprecher und Agenturvertretern Rede und Antwort. Nicht nur zur gelaufenen Kampagne sondern auch, was für 2015 noch geplant ist.

Goldgrund für Künstler und Flüchtlinge

Der Journalist Alex Rühle berichtete, wie er mit Freunden die Immobilienfirma Goldgrund ins Leben rief um gegen Mietwahnsinn in München aktiv zu werden. Gestartet mit einem „Fake-Bauprojekt“ über die berühmte Renovierung der Müllerstr. 6 (https://youtu.be/tBk2HdyuzB0) haben sie erreicht, dass die Stadt München nun ihre leerstehenden Immobilien für Zwischennutzungen freigibt, z.B. für Flüchtlinge und Künstler. 

Schwarmdummheit

Über Schwarmdummheit referierte der Mathematiker Gunter Dueck sehr anschaulich, wo sie in Erscheinung tritt (oft in Meetings von intelligenten Menschen) und warum sie entsteht.
Und das waren nur drei Panels von den drei Tagen auf den 17 Bühnen. Über 100 weitere Panels stehen auf Youtube (www.youtube.com/republica2010) bereit zum anschauen.

Wo sind die Kirchen?

Was mich fasziniert, ist die bunte und verträgliche Vielfalt der Menschen bei dieser Veranstaltung. Trotz dieser Vielfalt sind Kirchen hier – im ersten Moment zum Glück – nicht vertreten. Je länger ich aber darüber nachdanke, frage ich mich, warum eigentlich nicht? Gerade an so einem Ort, wo sich Menschen zusammensetzen um die Gesellschaft der Zukunft zu gestalten, ist es da nicht sogar fatal, wenn Kirche sich dafür scheinbar nicht interessiert? 

Jedes Jahr wird die Re:publica etwas größter und dennoch ist sie nie ausverkauft, auch das ist ein wichtiger Wert für eine Gesellschaft der Zukunft.

holger

Rückblick Esoterikmesse Mai 2015

04. Mai 2015

Am vergangenen Wochenende war ein Teil unseres Teams in München auf der Esoterikmesse. Eine intensive Vorbereitungszeit fand in diesen 2,5 Tagen ihre Umsetzung. 

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich für die viele Unterstützung bedanken. 

Vielen Dank an Daja, Delia und Sepp, die Teil des Standteams waren. 

Vielen Dank an Peter und seinem, sehr guten, Vortrag zu den sieben Siegeln der Apokalypse. Die Reise durch die Jahrhunderte war sehr anschaulich und gut verständlich.

Vielen Dank an alle, die durch ihre Fürbitte-Gebete mit uns auf der Messe waren.

Vielen Dank für die Unterstützung bei der Vorbereitung, bei den vielen kleinen Handgriffen.

Vielen Dank für die finanzielle Unterstützung. 

Ohne Euch alle wäre eine Teilnahme nicht möglich gewesen.

So wie die Vorbereitungszeit war auch die Messe selbst: intensiv.

Wir haben die vielen Gespräche und Gebete nicht gezählt. Es war zu viel los, als das eine Strichliste funktioniert hätte. Es war immer etwas los.

Es wurden über 600 Bücher verschenkt. Doch nicht nur einfach verschenkt, es waren 600 Momente in denen Menschen sich einfach freuten. Mancher drückte sein Erstaunen darüber aus, dass etwas einfach verschenkt wurde. Doch ist es nicht so? Die guten Dinge im Leben lassen sich in den wenigsten Fällen kaufen.

So blicken wir mit Freude und Dankbarkeit auf die vergangenen Tage zurück. Gott ist groß!

claudia

Ein Tag mit dreißig Stunden oder Zeitmanagement

19. April 2015

Lehrgang der FernUni Hagen für Zeitmanagement und wissenschaftliches Arbeiten.
Lehrgang der FernUni Hagen für Zeitmanagement und wissenschaftliches Arbeiten.

Ein Tag mit dreißig Stunden? Das hört sich wirklich verrückt und verlockend zugleich an. Da diese Einrichtung wohl eine Utopie bleiben wird, bleibt wahrscheinlich nur Zeitmanagement übrig.

Zur Zeit könnte der Tag von mir aus gerne 30 Stunden haben. Wenn ich mir überlege, wieviele tatsächlich freie Stunden ich pro Tag während der Woche habe, dann passen diese Stunden an eine Hand meiner 5-Tage-Woche.

Die Mühlen des Alltags

Aufstehen um etwa 5:30 Uhr, Bad, Mittagessen einpacken, frühstücken und los geht´s, um etwa halbsieben, in die Arbeit. Dort gehts um sieben los bis 16:00 Uhr. Daheim ankommen dann um etwa 16:30 Uhr. Wenn ich mir überlege, dass ich gegen 22:30 Uhr eigentlich schon wieder im Bett sein will, damit sich die Qualen des frühen Aufstehens in Grenzen halten, dann habe ich genau noch sechs Stunden für ALLE anderen Aufgaben die so anfallen. Essen machen, essen, Trainieren. Irgendwelche anderen Sachen im Haushalt oder Garten. Und dann sollte ich jeden Tag noch mindestens zwei Stunden was fürs Studium tun. Übrig bleibt dann meistens genau: Nichts. Oder wenigstens so eine halbe Stunde, die ich dann mit meiner Frau verbringe.

Stress oder nicht Stress, das ist hier die Frage

Interessanterweise könnte ich nicht behaupten, dass ich mich deswegen jetzt gestresst fühle. Allerhöchstens dann, wenn mir das Leben noch „ungeplante“ Events einbaut, mit denen ich nicht gerechnet habe. Dann wird es manchmal wirklich knapp! Ich sehe diese Frage des Zeitmanagements momentan eher als zusätzliche „Aufgabe“, die es zu lösen gilt. Denn ob ein Leben in Stress ausartet bestimmt – glaubt es oder nicht – wirklich zum größten Teil unsere eigene Einstellung. Stress entsteht nämlich dann, wenn wir das Gefühl haben, das unsere Fähigkeiten und unsere Energie nicht mehr ausreichen, um die Anforderungen unserer Umwelt zu bewältigen. Wenn man also keinen negativen Stress erleben möchte, ist es wichtig, möglichst viel Energie und eine gesunde Vorstellung von den Anforderungen unserer Umwelt an uns zu haben. Also lieber mal positiv denken anstatt immer „das schaffe ich ja nie…“.

Tipps für Zeitmanagement?

Also richtige Tipps fürs Zeitmanagement habe ich noch nicht. Glücklicherweise weiß meine FernUniversität in Hagen bereits, mit welchen Leuten sie es zu tun hat (nämliche verrückte Berufstätige, denen ihre normale Arbeit noch nicht ausreicht und sich ein Fernstudium antun). So gibt es zum Studienstart extra einen Kurs für wissenschaftliches Arbeiten und Zeitmanagement. Finde ich gut!

Allerdings habe ich damit noch nicht angefangen, das kommt erst nächste Woche. Und deshalb würde mich interessieren, wie ihr da draußen euer volles Leben so organisiert, damit auch ja nichts zu kurz kommt. Immer her mit euren Gedanken, Anregungen, Tipps und so weiter!

marcus

Schreibst Du noch oder tippst du schon – Eure Antworten

12. April 2015

Digitale Handschrift oder Tastatur?
Digitale Handschrift oder Tastatur?

Vor ein paar Wochen haben wir eine Umfrage zum Thema Schreiben oder Tippen gestartet. Bemerkenswert war, dass die Antworten zwar nicht gleich waren, aber doch in die selbe Richtung gingen.

 

 

Wer sich jetzt wundert, worum es eigentlich ging, der kann sich meine Blogs vor ein paar Wochen zum Thema Schreiben ansehen. Kurz zusammengefasst geht es um die Vorteile der Handschrift für das Lernen und Merken von Sachverhalten und den generellen Trend weg vom Stift hin zur Tastatur und dem Tippen. Zusätzlich habe ich ein paar Möglichkeiten diskutiert, wie man elektronische Medien und Handschrift am Ende vielleicht doch noch zusammenbringen kann.

 

 

Schreiben oder Tippen – eure Antworten

Wenn es ums Schreiben geht, dann hat jeder seine eigenen Präferenzen und Anwendungsbereiche. Wir wollten von euch wissen, wie es bei euch um die Handschrift bestellt ist und für welche Zwecke ihr noch den guten alten Stift und Zettel hervorkramt. Insgesamt war das Ergebnis nicht wirklich homogen, aber mit der Tendenz in eine gemeinsame Richtung.

 

Wie oft schreibt ihr per Hand?

Eure Antworten reichten in diesem Fall von „Nie“ über „mehrmals pro Woche“ bis hin zu „täglich“.

 

Bei welchen Gelegenheiten schreibt ihr?

Die gängigsten Antworten umfassten hier die Bereiche Privat, Arbeit und unterwegs.

 

Schreibt ihr gerne?

Hier sieht man, dass Schreiben generell eine sehr unterschiedlich betrachtete Angelegenheit ist. Eure Antworten reichten von „Wenn´s sein muss“ über „Geht so“ bis hin zu „Gerne“. Interessant ist, das diese Antworten unabhängig davon gegeben wurden, ob das Schreiben handschriftlich erfolgt oder nicht.

 

Tippt ihr viel?

Absolut umgehauen hat mich die absolute Einstimmigkeit bei dieser Frage. Ausnahmslos wurde von euch angegeben, dass ihr viel tippt. Im Zusammenhang mit der nächsten und letzten Antwort lässt sich die Vermutung aufstellen, dass Tippen meist für längere zusammenhängende Texte in Frage kommt und Handschrift für kürzere Notizen, grafisches und persönliche Mitteilungen.

 

Was schreibt ihr per Hand?

Bei fast fünfzig Prozent der Antworten beschränkt sich der Einsatz von Handschrift lediglich auf Notiz- und Merkzettel. Bei der anderen Hälfte der Antworten wurden Anwendungsgebiete genannt wie Ideen und Konzepte, persönliche Gedanken, Postkarten, Briefe, kleine Nachrichten, Einkaufszettel und Adressen auf Briefe und Pakete.

 

Nicht repräsentativ aber interessant

Da wir hiermit keine groß angelegte Studie durchgeführt haben, sondern lediglich ein Interesse an den Vorlieben unserer Leser hatten, sind die Antworten natürlich nicht repräsentativ. Es lässt sich aber schön erkennen, dass es anscheinend einen gewissen Trend gibt. Tastaturen und Tippen scheinen sich vor allem für „richtige“ Aufgaben durchgesetzt zu haben, wo es um berufliches und viel Text geht. Die Handschrift scheint auf den persönlichen Bereich beschränkt, vor allem im Bereich Briefe und Postkarten und wenn es um ganz wenig Text geht. Auch die schnelle Notiz zwischendurch wird gerne handschriftlich genutzt.

 

Ist Tippen wirklich produktiv?

Die Frage die hier am Ende bleibt: Ist Tippen wirklich produktiv? Mit Sicherheit gibt es Anwendungsbereiche, in denen Tippen die erste Wahl darstellen dürfte. Dennoch kann ich den Gedanken nicht beiseite schieben, dass wir als großes und ganzes die Vorteile unserer Handschrift für den scheinbaren Fortschritt der uns aufdiktierten Tastaturen beiseite geschoben haben. 

 

Versteht mich nicht falsch – elektronische Datenverarbeitung hat immense Vorteile. Aber immer wenn wir ein Jahrtausende altes „Handwerk“ aufgeben, geht meist nicht nur ein Stück Kultur sondern auch sehr viel „Handfertigkeit“ verloren. Und in diesem Fall kann die Wissenschaft sogar belegen, dass Schreiben nicht nur ästhetische Vorteile hat, sondern dem Gehirn hilft, sich Dinge besser zu merken und kreativer zu sein.

 

Das Beste aus beiden Welten?

In einem meiner letzten Blogs hatte ich davon gesprochen, noch eine weitere Möglichkeit testen zu wollen, Handschrift digital zu nutzen. Ich habe es getan und mir für relativ günstiges Geld auf eBay einen fast neuen elektronischen Stift – den Livescribe 3 – zugelegt. Wie es mir mit dem Gerät bisher geht und was es so alles kann, werde ich euch im nächsten Blog verraten.

marcus