Manna

Schrott, Müll und Wegwerfen.

05. Oktober 2015, marcus - Mannablog

Zwei eigentlich qualitative Produkte die nachhaltig leider zu kurz gedacht sind.
Zwei eigentlich qualitative Produkte die nachhaltig leider zu kurz gedacht sind.

Wegwerfen ist einfach und praktisch, aus den Augen aus dem Sinn. Einmal alle zwei Wochen kommt die Müllabfuhr und nimmt alles mit. Warum werfen wir eigentlich so gerne weg?

Müll produzieren ist natürlich

Ja, Müll produzieren ist natürlich. Das ist zwar auf den ersten Blick ein provokantes Statement, aber es stimmt, denn die Natur macht es uns vor. Jede lebende Zelle „verbrennt“ Material um Energie zu gewinnen und dabei entsteht Müll, der entsorgt werden muss. Auch Organismen als Ganzes produzieren Müll, sonst würden wir Menschen nicht mehrmals täglich Nummer eins und Nummer zwei auf der Toilette machen. Müllproduktion ist also etwas überall vorkommendes, völlig normales.

Müll ist nicht gleich Müll

Das Problem ist allerdings, dass Müll nicht gleich Müll ist. Die Natur ist ja glücklicherweise so eingerichtet, dass der produzierte Müll auf wundersame Art über die Zeit wieder „verschwindet“, also umgebaut wird. Aus altem wird wieder neues gemacht – wir Menschen machen das nach und nennen es „Recycling“. Wir führen also das Alte dem Produktionskreislauf wieder zu und machen etwas Neues daraus. Am Besten kennen wir dieses Verfahren mit Materialien wie Papier, Glas, Blech und anderen Metallen. Leider funktioniert Recycling nicht mit allen Materialien gleich gut, manchem Müll bleibt es am Ende nur verbrannt oder irgendwo unter oder über der Erde als Müllberg gelagert zu werden.

Wie war das nochmal mit der Qualität?

Was mit dem Wegwerfen eng zusammenhängt ist der Faktor Qualität, zumindest bei Produkten die man eigentlich etwas länger haben möchte. Ich kann mich ja tatsächlich noch an die Zeit erinnern, als auf vielen Gegenständen noch der Hinweis „Made in Germany“ fast stolz prangte. Diese Herkunftsbezeichnung findet sich heute nur noch selten auf gekauften Waren. Letztens zeigte mir ein Freund ein Haarschneidegerät, das er vor etwa 15 Jahren meiner Mutter abgekauft hatte (da hatte sie es aber bestimmt selber schon zehn Jahre), das Ding funktioniert noch tadellos – „Made in West-Germany“. Verglichen mit der Qualität dieser Zeit sollten sich manche Hersteller heutzutage schämen – und wir auch, dass wir deren Schrott auch noch kaufen. Der Großteil heutiger Produkte gibt den Geist ziemlich schnell auf und lässt sich aufgrund seiner Beschaffenheit erstens schwer reparieren und zweitens noch schlechter wieder aufbereiten.

Geld verdienen mit Qualität?

Hersteller setzen teilweise trotz hohem Kaufpreis auf die Kurzlebigkeit ihres Produkts und möchten damit mehr Geld verdienen. Mein Wasserkocher von „Russel and Hobbs“ für 100 Euro macht vor wie es geht: Wertige Optik, dennoch billige Komponenten, keine Ersatzteile – dank Sekundenkleber ist das Gerät nach zwei Jahren Nutzung doch noch kein Elektroschrott. Anderes Beispiel: Ein Gesichtsreinigungsgerät von Philips. Nach einiger Zeit in der es nicht genutzt wurde, ist der Akku wohl hinüber. Nach dem Öffnen zeigt sich in schönes Batteriefach mit eingelegter AA-Batterie – verlötet. Natürlich Philips, du willst ja auch Geld damit verdienen und schreibst in deine Bedienungsanleitung extra rein, dass man die Batterie nicht wechseln kann. Bevor man das Gerät wegwirft soll man bitte die Batterie noch entsorgen, damit man die Umwelt schont – was für ein Scheiß. Wie gut dass es Akkus mit Lötfahnen zu kaufen gibt.

Allerdings gibt es auch Hersteller die zeigen, dass es anders geht. Produktion größtenteils in Deutschland, über Jahre hinweg verfügbare Ersatzteile für die Selbstreparatur, bei Bedarf Reparaturservice. Positiv hervorheben muss ich hier einfach meinen Kopfhörerhersteller „Beyerdynamic“. Herstellung komplett so gut wie in Deutschland, exzellenter Kundenservice und Ersatzteile sogar noch für die Modelle der 80er Jahre. Vorbildlich. Anstatt auf schnelle Produktzyklen mit vielen Entsorgungen und Neukäufen zu setzen, wird hier eher in bessere Materialien und höhere Preise für das Produkt und Ersatzteile gesetzt.

Umdenken – bist du dabei?

Wegwerfen ist für uns auf den erste Blick also einfacher und billiger (weil es in der Neuanschaffung bei minderer Qualität weniger kostet). Deshalb werfen wir auch gerne weg – wir werden alten „Schrott“ los. Wäre es nicht besser, wir würden etwas mehr Geld ausgeben und hätten länger etwas von den Dingen, die wir uns kaufen? Wäre es nicht super, wenn Hersteller lieber ihr Geld mit leicht selbst wechselbaren Ersatzteilen oder exzellentem Kundenservice verdienen würden anstatt mit Billigschrott der ständig ersetzt werden muss? Muss alles immer aus billigem Plastik sein, damit man ein paar Euro sparen kann? Mich würde sehr interessieren, wie deine Meinung dazu ist und welche Erfahrung du mit Produkten machst, die du kaufst.


Esoterikmesse - Teilnahme nein oder doch ja?

21. September 2015, claudia - Mannablog

Zwei Mal schon waren wir mit modobonum und einem kleinen Team auf der Esoterikmesse. Im November wird es in München wieder eine Esoterikmesse geben und wir stellen uns die Frage aller Fragen: Teilnahme nein oder doch ja?

Jedes Jahr 2 Mal findet die Esoterikmesse statt, Anfang Mai und Anfang November. Unser erster Besuch war mehr ein auf die Messe stolpern, denn viel prägendes und übernommenes stand uns selbst im Weg. Wohlmeinende Menschen um uns herum waren um uns besorgt. Viele Gespräche mussten geführt werden. 

Die zweite Esoterikmesse war, im Vergleich dazu, richtig gut organisiert. Wir hielten zwei gut besuchte Vorträge über gute Entscheidungen und die sieben Siegel (im Buch Bibel, Offenbarung). Die Resonanz auf der Esoterikmesse war positiv. Die Menschen wollten in Kontakt bleiben. Und genau an dieser Stelle begann unser Problem.

Modobonum hat seinen Sitz in Landshut. Keiner aus unserem Team ist in München zu Hause. Wenn wir Veranstaltungen anbieten wollen und Kontakte pflegen ist der regionale Bezug Grundvoraussetzung. Daraufhin fragten wir in München einige Freunde und lokale Kirchengemeinden an. 

Wollen wir auf der Esoterikmesse sein, dann müssen wir die Anmeldung innerhalb der nächsten zwei Wochen abschicken. Doch nach aktuellen Stand brauchen wir über die Anmeldung nicht nachzudenken.

1. Wir haben keine ausreichenden finanziellen Mittel, für die Kosten von ca. 800 EUR.

2. Wir haben keine lokalen Freunde, die selbständig oder mit uns gemeinsam Veranstaltungen (auch/besonders) im Nachgang anbieten und vor allem, die Freundschaften zu den Besuchern pflegen wollen.

Denke ich an die Menschen, die ich dort kennen gelernt habe, dann bedauere ich es zutiefst. Selten habe ich so viele offene Menschen kennen gelernt, die sich Freundschaft und Annahme wünschen. Menschen die offen sind und bereit für Neues, die verändern wollen und nicht im Istzustand verharren.

Wenn ich darüber nachdenke, dann ist das Wort "enttäuscht" gar nicht so unpassend. Denn genau das ist es was ich empfinde, wenn ich daran denke, dass es bis jetzt nicht gelungen ist den Punkt 2 zu lösen.

Finden sich diese Freunde, dann findet sich auch das Geld dazu. Davon bin ich überzeugt.

Und Nun?

Suchen wir im Großraum München neue Freunde, die Freundschaften aufbauen wollen und mit uns gemeinsam neue Beziehungen schaffen. Wie sieht es mit dir aus?

Die nächsten Wochen zeigen ob unser Werbeblog erfolgreich ist und sich neue Türen öffnen. Vielleicht heißt es dann wieder: Ja, modobonum ist auf der Esotikmesse. 


Mein Wochenrückblick - Blogger für Flüchtlinge

05. September 2015, claudia - Mannablog

Im Grund bin ich mir nicht mal sicher, ob ich mich wirklich Blogger nennen kann, schreibe ich doch derzeit viel zu wenig. Und doch betrifft uns das Thema Flüchtlinge persönlich und unmittelbar. Darum unterstützen wir auch die Initiative Blogger für Flüchtlinge

Alles begann im letzten Jahr mit einem Artikel in der Regionalzeitung. Dort wurde von einer größeren Gruppe Syrer berichtet die neu in Landshut waren. Damals fingen wir als Kirchengemeinde an uns zu engagieren. 

Denke ich an das erste große Treffen mit den Familien zurück beeindrucken mich immer noch ihre Antworten auf die Frage was sie dringend brauchen. "Hilfe beim deutsch lernen und Arbeit". 

Diesem Wunsch haben wir versucht zu entsprechen. Inzwischen sind die ersten beiden in Arbeit und wir suchen nun ein Praktikum für zwei Friseure. 

Es ist aber nicht einfach Unterstützung für Menschen die in Not sind. Das viel wichtigere sind die Freundschaften die entstanden sind. Doch nicht nur Freundschaften sind entstanden, auch unsere Familie ist gewachsen. Wir  haben einen kleinen Bruder bekommen und einen großen Bruder mit seiner Familie. 

Mein kleiner Bruder nun hat inzwischen mehrer Cousins die quer durch Deutschland verstreut angekommen sind. Davon sind zwei unter 18 Jahre und wir bemühen uns nun die Familie zusammen zu bekommen und die beiden Kleinen dazu. 

Deutschland ist ein tolles Land. Alles ist organisiert und wenn man nur den Weg kennt ist vieles machbar. Aber wehe dir, du kennst den Prozessablauf nicht. So habe ich in der letzten Woche versucht die Prozesse heraus zu finden. 

Warum hat jemand nur einen subsidiären Schutzstatus und was bedeutet das? Wie gelingt es jemanden aus einem Bundesland in ein anderes zu bekommen? Meine Vorstellung, sie steigen einfach in den Zug geht ja gar nicht. (Ich muss inzwischen über meine Vorstellung lachen. Hätte ich doch besser wissen müssen, dass das bei uns in Deutschland nicht so einfach geht.) Hauptsächlich sind dabei die Verteilungsquoten der Länder im Weg. Wenn ich also einen syrischen Flüchtling nach Landshut holen will, dann muss ein anderer Flüchtling dafür Landshut verlassen.

Und nebenbei kenne ich inzwischen die inhaltlichen Grundzüge des Dublin Abkommen. Obwohl es kurzzeitig in den Medien transportiert wurde, ist Dublin auch für die syrischen Flüchtlinge nicht ausgesetzt. So bangen wir derzeit um eine Freundin die in Brandenburg gestrandet ist. 

Alles das bedeutet viele Telefonate und Mails. Nachfragen und erklären in beide Richtungen. Einmal in Englisch in Richtung Familie und Freund und in Deutsch zu den Behörden und Verantwortungsträgern.

Trotz aller Herausforderungen, scheint hier der richtige Moment für einen Ausdruck meiner Hochachtung zu sein. Egal mit wem ich es zu tun hatte, alle waren freundlich und motiviert. Alle Mitarbeiter von Behörden haben geduldig meine Fragen beantwortet und mit mir nach Lösungen gesucht. Ich bin mir sicher, dass der Druck der auf vielen von ihnen liegt enorm ist. 

Denke ich nur an die Sozialpädagogen die die minderjährigen Flüchtlinge betreuen und was sie hören und verarbeiten müssen, dann frage ich mich ob sie nachts noch schlafen können. Oder ich denke an die Polizisten die nicht nur dankbarer syrische Flüchtlinge vor sich haben, sondern auch sogenannte "Mitschwimmer" und trotzdem korrekt und freundlich bleiben.

Die Menschen die derzeit in unser Land drängen werden unser Land verändern. Ich wünsche mir, dass sie unser Land lieben und seine Menschen achten. Deutschland und seine Menschen haben in den letzten Jahrzehnten immer wieder gezeigt, dass Fremde willkommen sind. Fremde die zu Freunden werden. 


Unser Wochenrückblick

29. August 2015, claudia - Mannablog

(c) CC0 Public Domain, Pixabay

Im Gespräch mit unserer Nachbarin stellten wir fest, dass die Zeit viel zu schnell vergeht. Manchmal weiß ich schon am Ende der Woche nicht mehr was alles in dieser Woche gelaufen ist.

Da fällt mir Paul ein. Er hatte großen Streß zu Hause und brauchte dringend eine Lösung. Also fingen wir an für Paul und seine Familie zu beten und nach einem Bett zu suchen. Wir wünschen uns, dass er seine Ausbildung weiter macht und und mit seiner Familie klar kommt. Heute nun brachte er Entwarnung. Die Wogen haben sich beruhigt und wir freuen uns mit ihm.

Eine große Freude war diese Woche die Mitteilung vom BAMF, als sie empfahlen das Dublin Verfahren für Syrische Bürger auszusetzen. Das bedeutet, dass noch nicht abgeschlossene Anträge in Deutschland bearbeitet werden können. Warum wir uns freuen? Nun zu uns gehört auch Betty, sie ist über Schweden nach Deutschland gereist und sollte nach Schweden zurück gehen. Nun sind wir voller Hoffnung, dass dies nicht geschieht. 

Das FSJ von Lukas ist vorbei und er bereitet sich auf seine Ausbildung vor. Mit einer lachenden Träne im Augen, sind die Monate verflogen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie er die ersten Tage bei uns war. Nach einem Jahr schien es, als würde er zum Inventar gehören und plötzlich ist das Haus leer. Es scheint, als ob ein Teil der hierher gehört fehlt. Umso schöner ist es zu erleben, dass er zwar nicht mehr regelmäßig da ist, aber sein Herz. 

Dazu kam einiger Papierkram und Telefonate mit Finanzamt, Amtsgericht und Notar. Was ist denn eine Stunde Zeit, ... gar nichts. 

Der obligatorische Blick aufs Konto sorgte nicht gerade für Freude. Tja, ein neuer FSJ'ler mag zwar schön sein, ist aber nicht bezahlbar. Man könnte das auch so ausdrücken: Es scheint wohl nicht dran zu sein. 

Ein Tag Pause

Für Anne ist heute ein großer Tag. Sie hat heute ihre kirchliche Trauung. Liebe Anne, wir wünschen dir einen wunderschönen Tag im Kreis deiner Familie.

Für uns ist jetzt Sabbat. Wir klappen die Rechner zu und freuen uns auf einen Tag Pause. Wir freuen uns auf Familie und Freunde, gutes Essen und miteinander sein.

Wir wünschen auch dir einen guten Tag Pause und danach eine erfolgreiche neue Woche!

Hillsong United - No Other Name - Oceans (Where Feet May Fail)


Gute Zeit

27. August 2015, claudia - Mannablog

Die Frage: Was ist für dich eine gute Zeit?

Was ist für dich eine gute Zeit? Das war die Frage die wir gestellt haben. 

Als Alex und ich mit Kamera und Mikro bewaffnet los zogen, war es schon etwas aufregend. Noch nie hatte ich jemanden ein Mikro hingehalten und um eine Antwort gebeten. Es bewegte mich die Frage, werden die Menschen antworten und wenn ja was? 

Wir stellten uns und modobonum vor und stellten die Frage, ob wir die Antwort filmen dürfen. Dann ging es los:

Die Antworten:

Was nicht im Video ist

Immer wieder wurden wir nach unseren Beweggründen für die Frage gefragt. Mit der Zeit entstand der Eindruck, dass unsere Gesprächspartner ihre Antworten für uns passend machen wollten. 

Da muss ich an einen jungen Mann denken. Er formulierte sofort und ganz spontan seine Antwort. Dann schaute er uns an und fragte, ob er das überhaupt so sagen dürfte und ob die Antwort im Ordnung ist. Im ersten Ansatz war es die natürliche und ehrliche Antwort, um danach im nächsten Moment durch ein unsichtbares Rastes geprüft zu werden.

Immer wieder bewegte die Frage: Kann ich mit meinen Antworten etwas falsch machen.

Ein anderer Teil wollte nicht in der Kamera erscheinen und gab deshalb keine Antworten.

Was bleibt?

Gute Zeit ist in den meisten Fällen eine Zeit mit anderen Menschen. Gute Zeit verbringt man miteinander. Wir können die Antworten gut verstehen, sprechen sie uns doch aus dem Herzen.

Doch egal wie deine gute Zeit aussieht, ob es Zeit allein ist oder mit Freunden. Wichtig ist, dass es diese Zeiten gibt und sie ein Teil unseres Lebens sind. Eine gute Zeit, sollte nie die Ausnahme im Kalender sein. 

Deshalb wünschen wir dir heute eine gute Zeit!


„Wer sein Ziel weit steckt, hat viel Raum zum wachsen“.

14. Juni 2015, marcus - Mannablog

"Wer sein Ziel weit steckt, hat viel Raum zum Wachsen". Eine Karte, die ich von der Fernuniversität Hagen zum Studienstart bekommen habe.
"Wer sein Ziel weit steckt, hat viel Raum zum Wachsen". Eine Karte, die ich von der Fernuniversität Hagen zum Studienstart bekommen habe.

Die meisten von uns haben in ihrem Leben schon einmal auf ein Ziel hingearbeitet. Wenn die Ziele plötzlich ausgehen, dann ist es höchste Zeit, neue zu finden.

 

 

Ziele begleiten uns bereits sehr früh in unserem Leben. Ziele haben meist damit zu tun, einen gegenwärtigen Zustand in der Zukunft positiv zu verändern. Als Kind wollten wir all die tollen Sachen auf dem unerreichbaren Tisch erreichen und so haben wir stehen gelernt. Wir wollten nicht nur getragen werden sondern selbst entscheiden wo wir hingehen, also haben wir laufen gelernt. Wir wollten unsere Wünsche und Bedürfnisse anderen mitteilen und an den interessanten Gesprächen der Erwachsenen teilnehmen, also haben wir Sprechen gelernt.

 

Mit offenen Augen durch die Welt

Ab diesem Zeitpunkt konnte uns nichts mehr bremsen. Wir sind mit offenen Augen durch die Welt gegangen und haben die faszinierenden und neuen Dinge der Welt in der wir leben förmlich „aufgesaugt“. Jeden Tag gab es Neues zu entdecken und unseren Eltern Löcher in den Bauch zu fragen,  um mehr und mehr verstehen zu können.

 

Wenn Neues zu viel wird

Irgendwann kommt dann bei vielen der Punkt, an dem das „Neue“ zu viel wird. Bei manchen setzt dieser Punkt bereits in der Schulzeit ein, bei anderen erst im Berufstrott des Alltags, manchen Retten sich noch in die Rente und bei manchen kommt dieser Punkt nie. Plötzlich interessieren wir uns nicht mehr wirklich für Neues, wir retten uns von Wochenenden zu Wochenende und schlagen die Zeit mit passiven Berieselungen oder nichts tun tot.

 

Neue Ziele animieren zum wachsen

Ohne Ziele ist Wachstum unmöglich, denn wenn wir uns nicht bewusst auf einen Punkt in der Zukunft zubewegen, stehen wir still. Alles bleibt gleich, es gibt keine Veränderung mehr uns irgendwann wird uns dieser Zustand förmlich ankotzen. Versprochen.

 

Selbst wenn du dich bereits in dieser Phase befindest, dann gibt es einen Ausweg: setze dir neue Ziele. Eigentlich ist es ziemlich egal, was für Ziele das sind, die Hauptsache ist, dass sie für dich etwas erstrebenswertes bedeuten. 

 

Lebenslanges Lernen.

Ziele haben eigentlich immer damit zu tun, dass wir auf dem Weg dorthin etwas neues Lernen. Egal ob du mehr über Geschichte wissen möchtest, ein Instrument spielen möchtest, ein Zimmer ausbauen oder einen Berg erklimmen möchtest. Du wirst Lernen. Und indem du lernst wirst wachsen – und zwar enorm. Somit bekommst du zwei Dinge, die dir niemand mehr wegnehmen kann: Wissen und Erfahrung.

 

Viel Raum zum Wachsen

Das Foto der Karte mit dem Spruch „Wer sein Ziel weit steckt, hat viel Raum zum wachsen“ habe ich zum Studienstart von der Fernuniversität Hagen bekommen. Und je mehr ich über den Spruch nachdenke, desto mehr spüre ich, wie wichtig konkrete Ziele im Leben sind, damit wir nicht auf der Stelle treten.

 

Ich wünsche dir zu jeden Zeitpunkt im Leben eines oder mehrere Ziele, die dich zu einem Menschen reich an Wissen, Erfahrung und Liebe machen. 


Stereotype Threat - Die Angst vor den Vorurteilen

06. Juni 2015, marcus - Mannablog

Gender Stereotyping. (c) Chrish Dunne, flickr: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/
Gender Stereotyping. (c) Chrish Dunne, flickr. https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/

Jeder kennt sie und jeder hat sie in der ein oder anderen Form – Vorurteile. Bestenfalls sind sie harmlos, aber oft gehen sie bis hin zu Rassismus und offener Diskriminierung. Wie groß ist der Schaden, den sie anrichten können?

 

Italiener sind Machos, Deutsche Spießer und Polen klauen dir das Auto unter dem Hintern weg. Nationale Stereotype kann man vielleicht noch mit Humor nehmen. Allerdings gibt es auch negative Vorurteile über Gruppen oder Minderheiten, die nicht mehr lustig sind. Besonders dann nicht, wenn sie diese Gruppen an den Rand der Gesellschaft treiben und aus dem sozialen Leben ausgrenzen.

 

Diskriminierung

Wenn Menschen ode ganze Gruppen aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden und ihnen der Zugang zu Arbeit oder sozialen Institutionen wie Bildung erschwert wird, dann spricht man von Diskriminierung. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir bisher immer gedacht habe, dass eigentlich jeder, der in Deutschland lebt die gleichen Rechte und Möglichkeiten hat. Vielleicht ist das auch auf dem Papier so, allerdings gibt es dabei noch andere Faktoren, die dieses heile Bild von der gerechten Welt ins Wanken bringen. 

 

In meinen Studium lerne ich einen Kurs über kulturelle und soziale Vielfalt und deren mögliche Auswirkungen auf psychische Prozesse und Funktionen. Durch die Beschäftigung mit diesen Inhalten wird mir immer mehr klar, wie schlimm ein falscher Umgang mit Vorurteilen sein kann, egal welche Gruppen es dabei betrifft.

 

Stereotype Threat

Die Angst, dass jemand anders Vorurteile über mich hat, oder dass jemand anders denkt ich hätte Vorurteile gegen ihn nennt man „Stereotype Threat“. Das heisst auf Deutsch soviel wie „Die Angst vor Vorurteilen“. Mit Sicherheit hat jeder schon einmal eine solche Situation erlebt, besonders bewusst wird es einem in Situationen, wo man zu einer Minderheit gehört. Negative Vorurteile gibt es immer, doch wie extrem schlimm diese sich auswirken können, kann man nur nachvollziehen, wenn man es am eigenen Leib erlebt hat ode zumindest aus nächster Nähe „miterlebt“.

 

Ein Experiment zum Thema Stereotype Threat

Letzte Woche bin ich im Zusammenhang mit dem oben genannten Studien-Kurs auf ein Experiment zum Thema „Stereotype Threat“ aufmerksam gemacht worden. Die etwa einstündige Reportage gibt es in der ZDF-Mediathek anzusehen. Sie hat mich sehr zum nachdenken gebracht und mir die Augen geöffnet für ein Problem, dass nicht nur Rassismus betrifft, sondern sich auf alle Bereiche unseres gemeinsamen, unterschiedlichen Lebens erstreckt. 

 

Ich wünsche mir, dass Du Dir diese eine Stunde Zeit nimmst um etwas über dich selbst zu lernen, was dir bis jetzt vielleicht gar nicht so sehr bewusst war. 


#rp15 – da ist immer noch Platz für Dich

25. Mai 2015, holger - Mannablog

Portraitmalerei.
Portraitmalerei.
Frei.
Frei.

14 Tage nach der Konferenz „Re:publica15“ (www.re-publica.de) in Berlin, muss  man eigentlich schon von einem verspäteten Rückblick sprechen. Dabei ist die Re:publica keine herkömmliche Konferenz sondern eher ein digitales Festival, das größte seiner Art in Europa. 

"finding europe"

Unter dem Motto „finding europe“ fanden sich vom 5.–7. Mai 2015 rund 7.000 Teilnehmer aus über 60 Ländern zusammen um sich über die digitale Zukunft, Ideen, Politik, Studien und Themen wie NSA-Überwachung, Vorratsdatenspeicherung, usw. auszutauschen. Kern des Festivals sind die Teilnehmer, von Interessierten über Gründer, Aktivisten, Blogger, Journalisten, Kreativen, Professoren, Eltern, Politikern bis hin zur Bundesumweltministerin, die zugleich auch zum großen Teil die 850 Speaker auf den 17 Bühnen waren. Nicht nur die Nationalität und der Beruf sondern auch das Alter der Teilnehmern waren breit gefächert, vom Säugling bis zum Senior.

#ziek

So gab z.B. die Bundesministerin Barbara Hendricks Einblick hinter die Kulissen und Erfolge der ersten Viralkampagne #ziek eines Bundesministeriums und stand zusammen mit ihrem Pressesprecher und Agenturvertretern Rede und Antwort. Nicht nur zur gelaufenen Kampagne sondern auch, was für 2015 noch geplant ist.

Goldgrund für Künstler und Flüchtlinge

Der Journalist Alex Rühle berichtete, wie er mit Freunden die Immobilienfirma Goldgrund ins Leben rief um gegen Mietwahnsinn in München aktiv zu werden. Gestartet mit einem „Fake-Bauprojekt“ über die berühmte Renovierung der Müllerstr. 6 (https://youtu.be/tBk2HdyuzB0) haben sie erreicht, dass die Stadt München nun ihre leerstehenden Immobilien für Zwischennutzungen freigibt, z.B. für Flüchtlinge und Künstler. 

Schwarmdummheit

Über Schwarmdummheit referierte der Mathematiker Gunter Dueck sehr anschaulich, wo sie in Erscheinung tritt (oft in Meetings von intelligenten Menschen) und warum sie entsteht.
Und das waren nur drei Panels von den drei Tagen auf den 17 Bühnen. Über 100 weitere Panels stehen auf Youtube (www.youtube.com/republica2010) bereit zum anschauen.

Wo sind die Kirchen?

Was mich fasziniert, ist die bunte und verträgliche Vielfalt der Menschen bei dieser Veranstaltung. Trotz dieser Vielfalt sind Kirchen hier – im ersten Moment zum Glück – nicht vertreten. Je länger ich aber darüber nachdanke, frage ich mich, warum eigentlich nicht? Gerade an so einem Ort, wo sich Menschen zusammensetzen um die Gesellschaft der Zukunft zu gestalten, ist es da nicht sogar fatal, wenn Kirche sich dafür scheinbar nicht interessiert? 

Jedes Jahr wird die Re:publica etwas größter und dennoch ist sie nie ausverkauft, auch das ist ein wichtiger Wert für eine Gesellschaft der Zukunft.


Rückblick Esoterikmesse Mai 2015

04. Mai 2015, claudia - Mannablog

Am vergangenen Wochenende war ein Teil unseres Teams in München auf der Esoterikmesse. Eine intensive Vorbereitungszeit fand in diesen 2,5 Tagen ihre Umsetzung. 

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich für die viele Unterstützung bedanken. 

Vielen Dank an Daja, Delia und Sepp, die Teil des Standteams waren. 

Vielen Dank an Peter und seinem, sehr guten, Vortrag zu den sieben Siegeln der Apokalypse. Die Reise durch die Jahrhunderte war sehr anschaulich und gut verständlich.

Vielen Dank an alle, die durch ihre Fürbitte-Gebete mit uns auf der Messe waren.

Vielen Dank für die Unterstützung bei der Vorbereitung, bei den vielen kleinen Handgriffen.

Vielen Dank für die finanzielle Unterstützung. 

Ohne Euch alle wäre eine Teilnahme nicht möglich gewesen.

So wie die Vorbereitungszeit war auch die Messe selbst: intensiv.

Wir haben die vielen Gespräche und Gebete nicht gezählt. Es war zu viel los, als das eine Strichliste funktioniert hätte. Es war immer etwas los.

Es wurden über 600 Bücher verschenkt. Doch nicht nur einfach verschenkt, es waren 600 Momente in denen Menschen sich einfach freuten. Mancher drückte sein Erstaunen darüber aus, dass etwas einfach verschenkt wurde. Doch ist es nicht so? Die guten Dinge im Leben lassen sich in den wenigsten Fällen kaufen.

So blicken wir mit Freude und Dankbarkeit auf die vergangenen Tage zurück. Gott ist groß!


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