Manna

Produktivität erhöhen: Ruhe

14. September 2013, claudia - Mannablog

Da heute Sabbat ist, gibt es einen älteren Beitrag zum Thema Ruhe von Claudia:

Heute morgen habe ich die Zusammenfassung einer Studie gelesen. Leider stand nicht dabei, welche Uni diese durchgeführt hat. Ich weiß nur, dass sie vor einigen Jahren in den USA gemacht wurde.

Inhalt: Wer einen Tag in der Woche regelmäßig Pause macht und zur Ruhe kommt, der lebt nicht nur länger und besser, sondern der ist kreativer und kann intensiver arbeiten als andere.

Ist doch total erstaunlich oder nicht? Zur Ruhe kommen und erholen ist also nicht nur etwas für den Urlaub und den Feierabend auf dem Sofa. Warum nur tun wir alle uns so schwer damit?

Wir wollen heute mit Freunden zur Ruhe kommen und Pause machen. Treffpunkt ist bei uns zu Hause um 9 Uhr zum Frühstücken. Es wird ein ruhiger Tag ohne Arbeit werden. Gemeinsam den Erschaffer dieser Erde begegnen, viele Gespräche und Lachen, Essen und spazieren gehen stehen auf dem Programm. Es wird bestimmt sehr schön werden, wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit!

Ich möchte diesen einen Tag ohne Arbeit und mit viel Ruhe nicht mehr hergeben. Der Ruhetag ist eine wunderbare Erfindung!


Milch und Morgenroutine

13. September 2013, Mannablog

In der westlichen Welt kennen wir etwas wohl ziemlich gut: das Gefühl, zu viel Auswahl zu haben. Zumindest in einigen Lebensbereichen wie Ausbildung oder Käsetheke kann man echt nicht meckern. Da gibt es zwar manche Einschränkungen, aber dennoch ist das Feld, das sich einem eröffnet, sehr groß.

Wie trifft man da seine Entscheidungen? Klar, den Beruf wechselt man normalerweise nicht ständig. Aber es gibt ja auch alltägliche Entscheidungen, die man immer wieder neu überdenken muss. Oder eben nicht. Manche Tätigkeiten tut man schon so aus der Gewohnheit heraus, dass man sich über die Entscheidungen, die ihnen zugrunde liegen, kaum noch Gedanken macht.

Hast du eine Routine, nach der du deinen Tag beginnst oder beendest? Mir ist aufgefallen, dass es viel ausmacht, ob die Routine mich beherrscht oder ob ich über sie bestimme. Es gibt routiniertes Verhalten, das uns von unserer eigentlichen Bestimmung und den guten Möglichkeiten abhält.

Morgens die Mails zu checken ist für mich nicht das Problem, aber ich weiß – wenn ich erst mal den Strom an Nachrichten und Aufgaben an mich heranlasse, bin ich viel zu sehr versucht gleich zu antworten und zu arbeiten. Dabei könnte es doch gut sein, dass eine Zeit der Ruhe mit einer Tasse Kaffee oder Tee und einem guten Buch, vielleicht ja DEM Buch überhaupt, uns erst Kraft gibt, um den Tag gut zu beginnen und zu meistern.

Das Thema Entscheidungen im Alltag ist mir diese Woche auch noch an anderer Stelle begegnet. Ich war mal wieder in einem Supermarkt einkaufen, in dem ich sonst nicht so oft bin und habe mir dort mal das eine oder andere Neue zugelegt. Als ich heute meine Haferflocken essen wollte, musste ich feststellen, dass meine Milch fast leer war. Ein eigentlich selbstverständliches Lebensmittel hatte ich beim Anblick der großen Auswahl im Supermarkt schlichtweg vergessen. Ich habe erst gemerkt, dass ich es brauche und dass ich mich nicht genügend darum gekümmert habe, als ich es wirklich brauchte. 

Okay, Milch ist nicht unverzichtbar. Gottes Nähe aber schon. Aus seiner Gegenwart können wir leben, Kraft und Weisheit für unseren Tag bekommen. Wenn wir ihn stehen lassen und den Konsum anderer Dinge vorziehen, wird er uns womöglich an irgendeiner Stelle des Tages fehlen. Den Draht können wir wieder herstellen, aber dennoch ist es leichter, wenn wir die Verbindung schon am Morgen herstellen.

Wo merkst du, dass deine Routine nur noch automatisiert und nicht für die aktuelle Situation angebracht ist?


Das Glück ist im Eimer

09. September 2013, marcus - Mannablog

Das Leben ist manchmal wie ein Glückskeks. Man weiß nicht, was für einen drin ist und oft ist es nur von kurzer Dauer.

Glück ist in unserem Alltag allgegenwärtig. Wir wünschen uns gegenseitig viel Glück, sind am liebsten glücklich, strahlen vor Glück und haben manchmal einfach Glück gehabt. Für manche ist es eine Art Lebenseinstellung, andere warten ihr ganzes Leben darauf. Und so schnell wie es kommt, ist es oft auch gleich wieder weg.

Wenn verschiedene Menschen definieren, was Glück eigentlich ist, bekommen wir die verschiedensten Antworten. So unterschiedlich die Antworten auch sein mögen, etwas Gemeinsames haben sie alle: dieses ganz bestimmte Gefühl in der Brust, das sich im ganzen Körper ausbreitet und das wir am liebsten nie wieder loslassen möchten.

Wie gut, dass wahres Glück mehr ist, als ein Keks mit einem Stück Papier mit Spruch darauf, eingepackt in Folie, welche anschließend sofort im Mülleimer landet.

Auf dieser Welt ist wahres Glück eine Utopie, weil alles, und auch wenn es noch so schön ist, irgendwann einmal zu Ende ist. Spätestens mit dem Tod. Wahres Glück ist nur möglich in einer perfekten Welt, die niemals endet. Wie gut, dass uns Gott genau so eine versprochen hat! 


Modobook trifft NERF

07. September 2013, claudia - Mannablog

Während das modobook durch Deutschland reist, traf es auch auf eine Gruppe NERF- Begeisterter.

Große Erheiterung und viel Gelächter waren auch mit dabei.

Am Ende waren alle völlig ausgepowert und erschöpft.

So war erst einmal eine Erholungspause nötig, bevor das modobook seine Reise fortsetzen konnte.


Gedanken beeinflussen uns

06. September 2013, gastbeitrag - Mannablog

Gedanken, sie kommen und du musst entscheiden, denke ich sie weiter oder ignoriere ich sie.
Wenn das so einfach wäre. Gegen Mitternacht schaue ich mir einen Spielfilm an. Er handelt über Prostitution in Berlin. Nicht freiwillig, sondern unter der harten Rute eines russischen Zuhälters. Als ich im Bett liege, kreisen die Gedanken. 1.30 Uhr und Lara ist noch nicht zuhause. Einschlafen ist nicht möglich. Erst nachdem sie meine SMS beantwortet hat, komme ich zur Ruhe.
Am nächsten Tag will ich mit mitfahrgelegenheit.de nach Rostock zurück fahren. Eine Bahnverbindung gibt es leider nicht. Einige Autofahrer bieten sich an. Jan, Mercedesfahrer, seine Emailadresse hat den Anhang @immerverliebt.de, fährt gegen Mittag. Ideal für mich. Aber dieser kleine Anhang ?immerverliebt.de - sendet Gedankensignale, die es mir erschweren, ihn anzurufen. Pünktlich um 14.15 Uhr ? Treffpunkt U-Bahn Tempelhof- sitze ich in seinem Auto. Ich sitze vorne. Es steigt noch ein junger Mann dazu. Ich werde sehr bequem fast vor die Haustür chauffiert. Zwei Stunden lang haben wir ein interessantes Gespräch über das Leben und wie negative Gedanken unsere Energie rauben und wir sogar krank werden. Abends zuhause erreicht mich eine SMS ? vielen Dank für das gute Gespräch.
Gedanken beeinflussen meinen Tag jede Stunde, jede Minute. Ich muss aus meinem Archiv gute Gedanken dagegensetzen, damit mich nicht alte Erfahrungen und Ängste abhalten vom guten Leben.
Ich bin zwar nur ein Mensch, sagt Paulus, aber ich kämpfe nicht nach Menschenart. Meine Waffen in diesem Kampf sind nicht die eines schwachen Menschen, sondern die mächtigen Waffen Gottes. Mit ihnen zerstöre ich feindliche Festungen: Ich bringe falsche Gedankengebäude zum Einsturz. (2. Kor.10,3)
Welche Gedanken holst du aus deinem Archiv, wenn du Angst hast? Wie bringst du falsche Gedankengebäude zum Einsturz?
esk


Der Schmetterling in dir

05. September 2013, Mannablog

Vor Kurzem las ich den folgenden Spruch von Dietrich Bonhoeffer:

Tritt aus ängstlichem Zögern heraus in den Sturm des Geschehens, nur von Gottes Gebot und deinem Glauben getragen, und die Freiheit wird deinen Geist jauchzend empfangen.“

Da ich mir neulich das Schmetterlingshaus im Chemnitzer Botanischen Garten näher angeschaut habe, hatte ich eine ganze Auswahl an schönen Schmetterlingsfotos, die ich mit diesem Spruch verbinden konnte. Und was bietet sich besser an zur Verbildlichung von Freiheit und Heraustreten?

Ein Schmetterling kommt zunächst als Raupe zur Welt. Er fühlt und sieht sich in diesem Zustand nicht als ein Wesen, das wunderschön ist und Hindernisse fliegend überwindet. Aber in ihm liegt eine Identität und Anlage verborgen, die es ihm ermöglicht, das Raupen-Dasein zu nutzen, um genug Futter und Kraft für die Entfaltung seiner wahren Identität zu sammeln. Die Veränderung findet in der Puppe statt, in die sich die Raupe webt. Unsichtbar für die Umwelt – dieses Phänomen begeistert sicher schon Generation für Generation.

Bezogen auf Bonhoeffers Spruch, den er wohl in seinen schwierigsten Zeiten äußerte, macht die Schmetterlingsentwicklung auch uns als Menschen Mut. Ich kenne Tage, an denen ich mich wie die letzte Raupe fühle, und an denen mein Aussehen, meine Leistung und die Bestätigung von anderen diesen Zustand auch noch unterschreiben. Aber es ist und bleibt ein Zustand – nicht meine Identität.

Wenn wir unsere Existenz als Raupe nur als beschwerlich sehen, verlieren wir womöglich das Potential aus den Augen, das Gott in uns gelegt hat. Stattdessen sollten wir die Zeit nutzen, um uns mit guten Dingen zu füttern, die uns unserer eigentlichen Identität näher bringen. Dann wiederum ist es an der Zeit sich zu „verpuppen“ und Gott wirken zu lassen. Lass ihn an deine innersten Einstellungen, Überzeugungen über dich, andere und die Welt, an die Verletzungen und den Stolz. Lass sie von deinem Schöpfer zurechtrücken, mit Farbe versehen.

Und ich glaube, wenn die Puppenzeit vorbei ist, wirst du ausgerüstet sein, um dem Sturm mutig zu begegnen. Wenn du auf Gott vertraust und darauf, dass seine Liebe das Wahre ist, für dich und zum Teilen da, dann erlebst du die Freiheit des Fliegens und das Leben in der Identität als Kind Gottes, nicht als Raupe.

Dann bist du nicht mehr zu 100 Prozent abhängig von dem, wie es gerade um dich herum oder gefühlsmäßig in dir selbst aussieht. „Die Freiheit wird deinen Geist jauchzend empfangen.“ - Uns kann nichts Besseres passieren als dass wir dieses Zutrauen zu Gott finden, dass er alles in der Hand hat und uns auf Flügeln trägt, dass er unsere Identität prägt. Aus dieser Sicherheit heraus entsteht die Freiheit, das Richtige zu tun und mit dem, was wir durch Gott haben und sind, Leben wachsen zu lassen und zu vermehren.


Gespräch im Mutterleib

04. September 2013, gastbeitrag - Mannablog

Zweifel und Unglaube sind wie zwei Personen, die mich ständig daran hindern, ein Land zu erreichen, in dem es mir richtig gut geht. Wenn ich Jesus kennenlerne und ich mich auf ihn einlasse, dann kommt Glaube in mein Herz. Glaube, so klein wie ein Senfkorn. Mit diesem Samen kann ich Berge versetzen. Doch dann beginnt ein Streit wie in folgendem Gespräch.
Gespräch von Zwillingen im Mutterleib: Gibt es ein Leben nach der Geburt?
Im Bauch einer schwangeren Frau waren einmal Zwillinge: ein Glaubender und ein Zweifler. Sie unterhalten sich:
Zweifler: "Glaubst du wirklich... an ein Leben nach der Geburt?"
Glaubender: "Ja, natürlich glaube ich an ein Leben nach der Geburt! Unser Leben hier ist doch nur eine Vorbereitung auf das Leben nach der Geburt."
Zweifler: "Blödsinn, so etwas gibt es nicht! Wie soll das denn aussehen, ein Leben nach der Geburt?" Glaubender: "Das weiß ich auch nicht genau, aber es wird sicher viel heller sein als hier und wir werden herumlaufen und mit dem Mund essen."
Zweifler: "So ein Quatsch! Bist du jemals herumgelaufen? Und mit dem Mund essen, hast du so etwas etwa schon mal gesehen? Überlege doch mal, wozu du die Nabelschnur hast!"
Glaubender: "Ich bin davon überzeugt, dass das alles irgendwie gehen wird. Es wird eben alles anders sein als hier, aber wir werden es trotzdem erleben."
Zweifler: "Jetzt höre mal her. Es ist noch nie jemand von "nach der Geburt" zurückgekehrt. Somit ist es erwiesen, dass das Leben nach der Geburt zu Ende ist. Und das Leben hier ist zwar eine einzige Quälerei, auf engem Raum und dunkel, aber der einzige Sinn des Lebens ist, an der Nabelschnur dran zu bleiben. Das siehst du doch wohl."
Glaubender: "Nein, ich bin überzeugt, dass wir nach der Geburt unsere Mutter wirklich sehen werden. Das scheint mir viel sinnvoller zu sein."
Zweifler: "Mutter? Du glaubst an eine Mutter? Wo soll die denn bitte sein?"
Glaubender: "Na überall um dich herum. Wir sind in ihr und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein."
Zweifler: "Ach, hör' doch auf! Mutter! Ich will nichts mehr davon hören."
Glaubender: "Aber höre doch. Psst, sei mal bitte leise! Manchmal, wenn wir ganz ruhig sind, dann kannst du sie singen hören oder spüren, wenn sie unsere kleine Welt streichelt. Ich glaube wirklich, dass unser eigentliches Leben erst dann beginnt."
Spürst du, wie Gott dich streichelt?


Erlebnisse meiner Großmutter oder Wurzeln in der Familie

03. September 2013, claudia - Mannablog

Beim letzten Umzug fand Mama ein Buch mit Erlebnissen meiner Großmutter. In altdeutscher Sprache waren darin Erfahrungen und Erlebnisse aus einem halben Jahrhundert deutscher Geschichte aufgezeichnet. Dir Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, ihr Weg zu Gott bis zu mir als Enkelkind war anhand punktueller Berichte darin zu lesen.

Mama laß mir einzelne Berichte vor. Diese waren teilweise so dramatisch und beeindruckend, dass in mir der Wunsch entstand diese Geschichten aufzubewahren. Weil ich die Schrift meiner Großmutter aber nicht lesen kann, haben wir angefangen diese Geschichten zu übertragen. Mama laß vor und ich schrieb in den Computer. Das was da in kurzen, prägnanten Worten berichtet ist, bringt mir meine Familiengeschichte nahe. Ich lese von Siegen und Niederlagen, von Freude und Tränen. Ganz nebenbei erfahre ich auch etwas über die Geschichte unseres Landes.

Obwohl sie schon lange tot ist, kann ich mich noch gut an meine Großmutter erinnern. Vor meinem Auge sehe ich eine kleine, alte Dame mit weißen, kleinen Locken und wenigen Falten. Denke ich an sie zurück, denke ich an die Geschichten die sie mir damals erzählte. Schon als Kind fand ich ihre Geschichten über ihr Leben mit Gott beeindruckend. Ihre Disziplin und ihre Fürsorge sind mir erst viel später bewusst geworden. Mich beeindruckt was ich aus ihrem Leben höre. Es ist das erste Mal, dass ich beginne sie tiefer kennen zu lernen. Viel zu viel habe ich als Kind wieder vergessen.

Und doch hatten ihr Leben und die Berichte, die sie mir als Kind weitergab, einen tiefen Einfluß auf mich und mein Leben. Ihre Berichte waren reales Leben, kein Kino und es waren spannende Geschichten. Es gab Siege, Kämpfe und Enttäuschungen und alles das prägte mich. Tief in mein Herz pflanzte sie mir die Sicherheit eines großen Gottes ein. Ihr bekundetes Leben ließ mich nie an der Existenz Gottes zweifeln und schuf damit ein eigenständiges Verhältnis zu Gott.

Ich wünsche jedem von uns so eine Großmutter, die aus ihrem Leben (mit Gott) erzählt und wie das Leben verlaufen ist. Diese Erzählungen zeigen uns, wo wir her kommen und geben uns Wurzeln in der Familie.


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