Manna

Herzsprungqualitäten

05. Juli 2013, Mannablog

Es gibt etwas, das mich ins Schwärmen bringt. Zeit, eine Aufgabe und genug Materialien – und die Ideen und das Konzept, das sich langsam spinnt.

Zuerst wird ein Plan gemacht, eine Mindmap oder einfach wilde Ideen aufgeschrieben, skizziert. Vielleicht frage ich jemanden, was am besten nachvollziehbar oder am schönsten ist. Dann folgt die Skizze auf einem gewöhnlichen Papier. Grobe Striche, wo soll was stehen, wo soll sich welche Illustration befinden? Die lockeren Bleistiftstriche werden mit festerem Druck nachgezeichnet, die Abbildung bekommt eine definierte Gestalt.

Steht erst mal das Konzept, kommt der Moment, in dem sich entscheidet, inwiefern sich das Bild bzw. die Komposition von anderen unterscheidet. Ich entscheide, welche Papier ich wähle, wie dick es ist, welche Oberflächenbeschaffung es hat, welche Färbung. Auf welches Format soll sich das Bild erstrecken? Abhängig ist diese Entscheidung auch von der Wahl der Technik: Aquarell und Wasser, Pastell, klassische Bleistiftzeichung, Tusche, Marker oder vielleicht mal etwas mit schwarzem Liner? Die Vielfalt ist fast erschlagend und jede einzelne Technik hat ihre einzigartige Art und Weise das Bild in meinem Kopf wiederzugeben.

Nach der zarten Vorzeichnung, der exakten Verteilung der wichtigen Merkmale eines Gesichtes, einer Schrift usw., kann endlich losgelegt werden. Dieser Teil ist am entspanntesten. Vorher musste ich noch genau zusehen, dass das herauskommt, was ich geplant habe. Jetzt kann ich das Gerüst colorieren, schattieren, umranden. Das Bild bekommt Charakter, Schärfe, Farbe.

Vielleicht scanne ich es anschließend noch ein und bearbeite im Computer die Farben und Kontraste nach, füge zusätzliche Elemente ein und bringe das Motiv noch etwas mehr zum Strahlen. Oder ich rahme das fertige analoge Bild ein und verschenke es.

Dieser Prozess ist für mich so etwas Wertvolles, dass ich richtig merke, wie mein kleines Herz einen kleinen Satz macht, wenn ich daran denke. Sinnvoll und schöpferisch leben zu wollen, das ist ein Geschenk von Gott an jeden Menschen. Gott hat jedem von uns unterschiedliche „Herzwärmer“ gegeben, Themen und Dinge, die uns begeistern. Lass dich von der Vielseitigkeit der Menschen und ihrer Begeisterungen inspirieren. Wir leben in einer Welt, in der es nicht – den – Besten oder – die – Beste gibt, wir können uns gegenseitig inspirieren und ergänzen und anstecken von der Freude am Schaffen von Neuem.


„gackern – schnattern – mäh“

04. Juli 2013, Mannablog

Am Freitag habe ich die Aufgabe abonnierte Zeitschriften auszutragen. Die Hefte werden in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in einer Kiste vor unser Haus gelegt. Ich bin dann erst einmal damit beschäftigt, jedes Heft, jede Zeitung mit dem jeweiligen Adressaufkleber zu versehen und gleich richtig zu sortieren, so wie mein Weg verläuft. Die Wetterlage war nicht so schön. Es war kalt und nebelig. Mit Schal, Winterjacke und Handschuhen radelte ich auf meinem vollgepackten Rad los. Erst in die Rother Straße, dann Denkmalstraße, Raiffeisenstraße, Luitpoldstraße, Ansbacher Straße. „Ach, was ist denn da?“, dachte ich. Ich liebe diese kleine Seitenstraße. Hier gackern die Hühner und schnattern die Gänse. Das erlebe ich jede Woche und jedes Mal gefällt es mir. Doch heute hörte ich noch ein „mäh“. Das war neu: ein Schäfchen schaute mich an. Ich freute mich! Bei den Gänsen denke ich an Weihnachten, die dem Schaf an Ostern. Weihnachten ist Jesus geboren, Ostern ist er gestorben und wieder auferstanden

„Jesus wurde in der Stadt Betlehem in Judäa geboren, als König Herodes in Jerusalem regierte.“ (Matthäus 2,1)

„Jetzt ist alles vollendet. Dann neigte er den Kopf und starb.“ (Johannes 19,30)

„Gott hat ihn vom Tod erweckt.“ (Matthäus 28,7)

sw


Schweigen statt Streit in Beziehungen macht im Alter glücklicher

03. Juli 2013, marcus - Mannablog

Eine aktuelle Studie geht davon aus, dass mancher Streit in der Beziehung vielleicht besser ausgeschwiegen werden sollte. Paare, die dies beherzigen, würden im Alter glücklicher zusammenleben.

Wie die Süddeutsche schreibt, belegt eine aktuelle Studie der San Francisco State University, dass Paare manchmal glücklicher sein würden, wenn nicht jede Meinungsverschiedenheit ausdiskutiert würde. Über einen Zeitraum von 13 Jahren wurden 130 Paare mittleren und höheren Alters bezüglich ihrer „Streitigewohnheiten“ beobachtet. Im Laufe der Jahre neigten sowohl Männer als auch Frauen zunehmend dazu, heiklen Themen auszuweichen und auf ungefährlichere Gespräche auszuweichen. Die Forscher sind sich nicht sicher, woran dieses Verhalten liegt. Ob es nun Resignation ist, Vertrauen zueinander, das fortgeschrittene Alter oder die Dauer der Beziehung, eines scheint sicher zu sein: Es kann Beziehungen gut tun, Konflikten einfach mal auszuweichen.

Ich kann mir vorstellen, dass es nicht sinnvoll ist, überhaupt keine Konflikte in seiner Partnerschaft zuzulassen. Bestimmte Sachen müssen einfach besprochen werden, damit die Verhältnisse geklärt sind. Auch würde es schon von Armut zeigen, wenn einem die Gedanken und Gefühle des Partners so egal sind, dass man jede Meinungsverschiedenheit prinzipiell aussitzt. Gerüchte besagen ja, dass es die Kleinigkeiten sind, die das Fass in Beziehungen zum Überlaufen bringen - die offene Zahnpastatube nebst Flecken im Waschbecken ist hierfür Paradebeispiel.
Schade wäre es, wenn das Schweigen in der Beziehung tatsächlich auf einer Art Resignation beruhen würde, weil man denkt, dass das Reden nichts bringt und es sich ohnehin nichts ändert. Viel schöner wäre die Vorstellung, dass ein Paar über die Fehler des Anderen in Liebe hinwegsehen kann oder diese, wenn nötig, zu einem besseren Zeitpunkt anspricht. Manche Konflikte werden nur in der Hitze des Moments so gravierend empfunden und verlieren, wenn man etwas wartet, ihre Brisanz.

Der weise Mann Salomo hat einmal geschrieben, dass Hass Streit sucht, aber Liebe vieles zudeckt. Manche Übersetzungen sagen auch: Liebe sucht Verständigung. Hierin steckt für meine Begriffe sehr viel Wahrheit. Manchmal wird Verständigung eben auch durch ein wohlgesinntes Schweigen, mit einer gehörigen Umarmung, ausgedrückt.

Mich würde interessieren, was ihr zu dem Thema zu sagen habt, schreibt eure Meinung in den Kommentaren! 


"Komm in die Stille" von Jim Hohnberger

30. Juni 2013, gastbeitrag - Empfehlung Buch

Vor einiger Zeit habe ich ein Buch geschenkt bekommen mit dem Titel: Komm in die Stille. Geschrieben hat ein Ami über sein Leben und seine Suche nach Gott. Obwohl er ein erfolgreicher Immobilienmakler war, spürte er eine Sehnsucht in sich. Von dieser Sehnsucht nach Ruhe und Frieden getrieben, stellte die Familie ihr Leben komplett auf den Kopf. Dieses auf den Kopf stellen war wohl sowohl schmerzlich als auch heilsam für ihr Leben, ihre Ehe und die Beziehung zu Gott. Er schreibt, dass sie erst im zur Ruhe kommen in der Lage waren, Gott wirklich zu hören. Und Jim begegnet Gott, besser gesagt Gott war schon da und er schenkte ihnen diese Ruhe, nach der sie sich so sehr sehnten. Suchst du Ruhe? Bist du mit deinem Leben unzufrieden? Dann empfehle ich dir "Komm in die Stille"


Schritte zum Ziel

27. Juni 2013, Mannablog

Mit welchen Dingen motivierst du dich? Manchen Menschen hilft es, sich mit der Aussicht auf etwas Schokolade, einen Film oder ein Treffen mit einem Freund zu motivieren. Nach einem Tag im Büro kann sicherlich auch ein Spaziergang an der frischen Luft ein Motivator sein, aber nach Stunden auf dem Bau ist es wohl eher verlockend sich an den Abendbrottisch zu setzen und sich zu entspannen.

Jede Aufgabe und jeder Lebensaspekt verfolgt unterschiedliche Ziele. Wir Menschen sind komplex gestrickt. Wenn wir in die Gesellschaft integriert leben, dann erfüllen wir meist mehr als eine Aufgabe. Eine Frau kann heutzutage zum Beispiel Partnerin, Mutter, Berufstätige, Christin, Gitarristin und gleichzeitig ehrenamtliche Suppenküchenhelferin sein.

So eine Vielzahl an Aufgaben zieht eine Menge Verantwortung nach sich. Mir ist aufgefallen, dass es sehr wichtig ist konkrete Ziele zu formulieren, und zwar für jeden Lebensbereich. Ziele sind wie Fixsterne, auf die wir zuschippern. Sogar Paulus sagt in der Bibel: „Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung, die Gott uns in Christus Jesus schenkt.“ (Philipper 3,14)

Die himmlische Berufung – das ist eine sehr schwammige Formulierung für einen pragmatischen Menschen, der Tag für Tag in einer nicht so himmlischen Welt bestreitet. Und dennoch gibt es Berufungen und Ziele, die wir ganz klar als gut und richtig erkennen können. Die Entscheidung, dass man den Einen oder die Eine heiraten und ihm bzw. ihr bis zum Lebensende treu sein möchte – die macht etwas mit einem. Dieser Fixstern ist das, was bleibt, auf das man sich eben fixieren kann, wenn man in der Gefahr steht, vom Weg abzukommen.

Wenn du dich schlecht motivieren kannst und dir die unkonkreten Ziele und Visionen für dein Leben keine Ermutigung sind, dann ist es wichtig zu verstehen, welche Schritte zur Realisierung notwendig sind. Dein Ziel ist es in einer Band dein Instrument zu spielen? Dann geht der Weg nicht drumherum, es zu üben. Und zwar heute. Du bist sicherlich in der Lage, deine Ziele selbst einzuschätzen und weißt auch, ob das Erreichen voraussetzt, dass du jeden Tag, immer dran bleibst. Ob es reicht, einmal im Monat Sport zu machen, um fit zu werden? Viele Ziele wollen uns doch gar nicht den Spaß verderben, sondern sind schlichtweg gut. Vielleicht sogar nicht nur für uns selbst. Wenn du das im Hinterkopf behältst, fällt es dir hoffentlich leichter die Dinge in deinem Leben anzupacken und heute damit anzufangen, dein Ziel zu verfolgen. 


Über den Wolken

26. Juni 2013, gastbeitrag - Mannablog

Heute gibt es mal wieder ein Foto zur Abwechslung. Danke an Tobias für die tolle Aufnahme!

 

 

 

Das Bild entstand auf dem Flug von Budapest nach Hannover und markiert den Endpunkt einer dreiwöchigen Wanderfreizeit durch Osteuropa (Schwerpunkte Ukraine und Ungarn). Das Problem war, dass ich ein Mädel ohne deutschen aber mit ukrainischen Pass dabei hatte - und dass wir das erst feststellten, aks wir am Anfang der Freizeit schon in Polen waren. Sie hatte keine Visa beantragt und es gab für uns kein Zurück mehr. Wir sind auch ohne Probleme von Polen in die Ukraine und von der Ukraine nach Ungarn gekommen. Zurück wollten wir über die Slowakei und Tschechien nach Deutschland. Und an der ungarisch-slowakischen Grenze passierte es: Die Slowaken liessen das (unter 14jährige) Mädel nicht einreisen - nichtmal zum Transit. Ich hab' meine Gruppe mit ein paar Euro Bargeld, zwei Leitern und dem Spruch, ich würde sie vor der deutschen Grenze schon irgendwie einholen, weitergeschickt und saß mit dem Mädel an der ungarisch-ukrainischen Grenze fest. Der nächste Zug nach Budapest war dann unserer. In Budapest angekommen ging das Klinkenputzen bei den Botschaften los. Blöderweise war Stephanstag - einer wichtigsten ungarischen Staatsfeiertage - und in den Botschaften nur die Notbesetzung zu erreichen. Die Deutsche Botschaft sagte mir, das würde wohl so etwa drei Wochen dauern, bis sich in dieser Visa-Geschichte etwas tun würde. Das war für mich nicht akzeptabel - zwei Tage später waren die Ferien zu Ende und überhaupt musste es einen anderen Weg geben. Sowohl die Tschechen als auch die Slowaken und Ötserreicher waren sich einig darin, einem in Deutschland lebenden Ukrainer kein Tranistvisum für die Reise von Ungarn nach Deutschland auszustellen. Ich hatte noch den Vater aller Magen-Darm-Viren im Leib und dann nur noch den Kanal voll - und meinte zu dem Mädel, bevor ich bereit sei, irgendwie weiter zu denken, wolle ich jetzt ein Hotelzimmer, ein gescheites Essen und 'ne Dusche. Uns blieb als einziger unkomplizierter Weg der Flug von Budapest nach Hannover. Meine Frau konnte von Deutschland aus zwei Tickets reservieren, die wir dann am nächsten Tag in Budpest bezahlen konnten. Beim Einchecken in das Flugzeug machten uns dann die Ungarn Fachsen. Das Mädel war schon einen Tag länger im Land, als es mit dem Einresestempel, das es im Pass hatte, hätte bleiben dürfen. Dass wir am Vortag bei der Aureise Stress hatten, interessierte den guten Mann an der Grenze nicht wirklich. Als wir das dann letztlich mit seinem Vorgesetzen ausdiskutiert hatten, durften wir unter den verstimmten und drohenden Blicken der Herrschaften dann doch noch fliegen. Derweil war meine Gruppe über Prag nach Liberec/Zittau gefahren - und hatte kein Geld mehr für Zugfahrt nach Hannover. Ich wollte sie ja an der Grenze eingeholt haben... Die haben dann Pfandflaschen getauscht und Münzgeld aller möglichen Währungen bei Taxifahrern getauscht, um die das Geld für die Weiterfahrt zusammen zu kriegen. Auch das hat dann geklappt... Wenn ich dieses Bild sehe muss ich immer daran denken, dass mein Gott die Perspektive von "Über den Wolken" hat - den großen Überblick und Möglichkeit, hier und da ein paar Weichen zu stellen, damit Flugzeugplätze frei sind, Grenzbeamte einlenken und Taxifahrer fremdes Münzgeld brauchen können.


Alle Kleider dabei?

25. Juni 2013, marcus - Mannablog

Endlich ist der Anlass da, auf den du dich das ganze Jahr gefreut hast. Einfach irre genial, die Vorfreude darauf hat dich die letzten Tage schon kaum noch schlafen lassen! Du hast dir abends schon alle Sachen eingepackt und alles zurechtgelegt, damit es dann am Morgen gleich losgehen kann. Nach einer weiteren “aufregenden” Nacht frühstückst du noch und los geht die Reise. Deine Sachen finden ihren Platz im Kofferraum, für dich ist hinter dem Lenkrad reserviert. Die Autofahrt vergeht wie im Flug und trotzdem immer noch viel zu langsam für deinen Geschmack. Du möchtest endlich da sein, endlich alte Freunde wieder treffen, eine gute Zeit verbringen und das kommende Wochenende genießen. Ein Highlight ist ja auch der Abend, für den du dir extra die neue Abendgarderobe zugelegt hast. Alle werden da sein, richtig gut angezogen, und du mittendrin. Es wird ein toller Abend werden.
Das Schild deiner Ausfahrt reißt dich abrupt aus den Träumen, du blinkst und verlässt die Autobahn. Nach einigen wenigen Kilometern mehr bist du endlich am Ziel deiner Reisen angekommen. Du parkst das Auto und legst die letzten Schritte zurück zum Haus deiner Freunde. Du klingelst, die Türe wird dir aufgetan und deine besten Freunde stehen dir gegenüber, besser gesagt liegen dir nicht mal eine Sekunde später in den Armen!
Du wirfst deine Sachen erstmal in die Ecke und ihr unterhaltet euch ausgelassen über die Dinge, die ihr im Leben des anderen verpasst habt. Die Zeit vergeht wie im Flug, und langsam wird es Zeit euch fertig zu machen für den Abend. Deine Freunde bringen dich auf dein Zimmer und besprechen noch ein paar Kleinigkeiten mit dir. Ein echt schönes Zuhause haben sie hier, und das Gästezimmer in dem du untergebracht bist ist wirklich sehr nett. Du lässt dich aufs Bett fallen, schließt die Augen und geniesst jeden Moment. Es ist ein herrliches Gefühl das sich in dir breit macht. In nicht einmal zwei Stunden ist es soweit, der große Abend ist endlich da....
Es ist Zeit deine Sachen in den Schrank zu räumen und dann langsam das Bad aufzusuchen um dich bereit zu machen. Der Koffer ist schnell geöffnet und....nein....das kann nicht sein....du hattest doch....mist.
Du hast tatsächlich deine Abendklamotten vergessen. Dabei warst du doch ganz sicher, sie aus der anderen Tasche in den Koffer gelegt zu haben. Plötzlich verkrampft sich dein Magen und dir wird ganz schlecht. In deiner Jeans und dem Sweatshirt kannst du unmöglich zu diesem Abend aufkreuzen. Alle werden da sein, und du wirst dermaßen fehl am Platz aussehen, nein das geht gar nicht, so eine Dummheit! Du fühlst dich als ob sich der Fußboden unter dir wegzieht, als ob alles zerbrochen ist, was jemals wert hatte.

Größer könnte der Unterschied zwischen zwei Situationen kaum sein. Zuerst bist du im Himmel, als ist wunderschön. Und plötzlich, keine fünf Minuten später zerbricht deine Welt in tausend Scherben. Vielleicht habe ich das ganze etwas verblümt und auch übertrieben dargestellt, aber ich glaube, dass du sehr wohl weißt, was ich damit herausstellen will. Jeder von uns kennt sie, diese Situation. Du hast etwas Wichtiges vor, du triffst dich mit Leuten zu einem besonderen Anlass, und irgendetwas ist schief gegangen. Das Kleid fehlt, der Anzug ist zu klein geworden, das Hemd hat unerklärlicherweise einen Gelbstich, dein Abendkleid macht gleich zu Beginn des Abends Bekanntschaft mit dem Inhalt des Saftglases eines weiteren Gastes. Die Liste ließe sich fast endlos fortführen. Und nun bist du von einer Sekunde auf die andere völlig deplatziert. 

Egal wie schlimm diese Situation, an die du jetzt gerade denkst, auch gewesen sein mag, es wird in deinem Leben noch einmal eine solche Situation geben. Und diese wird sozusagen “die Mutter” aller dieser Situationen sein.

“Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Geladenen waren nicht würdig. Darum geht hin an die Kreuzungen der Straßen und ladet zur Hochzeit ein, so viele ihr findet! Und jene Knechte gingen hinaus auf die Straßen und brachten alle zusammen, so viele sie fanden, Böse und Gute, und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen. Als aber der König hineinging, um sich die Gäste anzusehen, sah er dort einen Menschen, der kein hochzeitliches Gewand anhatte; und er sprach zu ihm: Freund , wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte.” (Matthäus 22:8-12)

Vielleicht sagst du jetzt ja: Auf welche Hochzeit soll ich denn bitte eingeladen sein? Es ist Gottes Hochzeit mit den Menschen, es ist der Zeitpunkt, wenn er uns endlich wieder zu sich in seine Welt holt. Allerdings brauchen wir dafür die Eintrittskarte. Und diese Karte ist ein passendes Gewand für dieses grandiose Ereignis. Nicht nur, dass wir ohne dieses nicht teilnehmen könnten, wir würden uns ohne es auch dort nicht wohlfühlen. 
Wie können wir es bekommen? Vielleicht wäre es an der Zeit dir darüber Gedanken zu machen, damit du nicht eines Tages sprachlos sein wirst, wie der Mensch in der obigen Geschichte.


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