Manna

Das (Über)Lebensspiel

24. Juni 2013, gastbeitrag - Mannablog

Fühlst du dich auch manchmal wie ein Kind und brauchst etwas zum Spielen? Im Grunde genommen ist doch unser ganzes Leben wie ein Spiel. Ständig müssen wir knifflige Herausforderungen und Rätsel lösen und manchmal auch in total unrealistischen Stationen den Kopf über Wasser halten.
Doch sei mal ehrlich, hat dein LebensSpiel einen Sinn? Füllt es Dich aus? Und macht es Dich langfristig glücklich?
Ich bin davon überzeugt, dass der Designer dieses Spieles, Gott, beim Erstellen auch einen Sinn mit vorgesehen hat. Zu schade nur, dass so viele Menschen so leben als könnten sie einfach den „Retry“-Knopf drücken, wenn sie den Sinn verfehlen oder „Game over“ gehen. Doch dieser Knopf ist im LebensSpiel nun mal nicht vorhanden.
Am Ende meines Lebens soll kein „Game over“ stehen. Ich möchte mehr als nur einen guten Highscore, wo die Leute sagen „beachtlich“. Vom Designer selbst, von Gott höchst persönlich, möchte ich hören „Ich bin stolz auf dich, wie du jede Aufgabe, jedes Quest, gelöst hast, darum habe hier ein Krone mit vielen Sternen als Pokal für dich!“
Und wie schaffe ich es, mein LebensSpiel so zu meistern? Ganz einfach: Der Designer ist mein Papa. Und wie das bei Papas so ist, kann man mit ihm zusammen spielen und ihn um Rat und Hilfestellung bitten. Noch nie habe ich es bereut das Gamepad aus der Hand gegeben zu haben. Dadurch beginnt der Spaß erst richtig.
Weißt du was? Das Beste kommt noch: Der momentane Zustand ist nur so etwas wie ein VorLevel, eine Art DemoVersion. Ja, unser Leben hier soll nicht damit enden, dass dein Charakter gelöscht wird, weil er unbrauchbar geworden ist. Nein, dein Charakter soll weiterleben. Alle Bugs und Unschönheiten werden in der Vollversion nicht mehr existieren. Kein endloses Abmühen mehr und ein Spaßfaktor so hoch, wie wir ihn noch nicht mal erahnen können.
Ob du diesen „Spielstand“ erreichst, liegt ganz in deiner Hand. Ich möchte dir nur empfehlen, dass auch du dich an den Designer wendest und ihm Deine ganze Konsole zugänglich machst.


Prism betreibt Spionage? Macht nichts, Tempora auch.

23. Juni 2013, marcus - Mannablog

Überwachung durch Prism
Überwachung durch Prism

Wenn wir nicht viel zu verbergen haben, mag es uns vielleicht egal sein, was „Prism“ oder „Tempora“ alles ausspionieren. Wenn Menschen in unserer Umgebung etwas über uns wissen, mag es vielleicht schon anders aussehen.

Diese Tage ist das Spionageprojekt „Prism“ der NSA (National Security Agency) und das Britische Abhörprogramm „Tempora“ in aller Munde. Wir haben uns ja schon länger gedacht, dass sich die Regierungen Zugriff auf unsere Online-Kommunikation verschafft haben, aber so richtig offensichtlich war es nun doch nicht. Seit bekannt worden ist, welches Ausmaß die Überwachung inzwischen angenommen hat, ist die Empörung auf der ganzen Welt groß. Immer mehr Überwachungprogramme kommen ans Licht, auch die Briten sollen weltweit Daten gesammelt haben und das in noch größerem Stil als die USA.

Die einen unterstützen die Sammelwut der Regierungen, da sie ja helfen Terrorverdächtige dingfest zu machen, bevor etwas Schlimmeres geschieht. Datenschützer schlagen Alarm und befürchten nun endgültig den „Gläsernen Menschen“, der völlig durchleuchtet und bekannt ist. Wieder anderen ist die ganze Thematik einfach egal, da sie ohnehin nichts relevantes zu verbergen haben oder einfach ignorant sind.

Wie auch immer es bei dir aussieht, wahrscheinlich wäre es dir sehr unangenehm, wenn es einen Menschen in deinem Leben gäbe, der einfach alles über dich weiß. Sämtliche schmutzige Gedanken, krasse Peinlichkeiten und geheime Wünsche und Träume sind ihm bekannt und du müsstest ständig Angst haben, dass er eine oder alle diese Informationen über dich in Umlauf bringt. Ständig müsstest du Angst haben, dass dieser jemand dein Leben zur Hölle macht. Gut, dass es so jemanden nicht gibt, oder?

Was ist, wenn es so jemanden tatsächlich gibt? Er kennt nicht nur deine Bankdaten, deinen Zugang zu Facebook und Email und deine morgendlichen Gewohnheiten. Er weiß einfach alles über dich. Deine Lieblingsfarbe, deine Träume, Wünsche, Ängste und Hoffnungen. Er weiß um deine Schwächen, Gemeinheiten, Gedanken, Zwänge und Süchte. Würde er es darauf anlegen, könnte er dich jederzeit blos stellen und dein soziales Leben in einem Augenblick zerstören. Aber er tut es nicht.

Gott, dein Schöpfer weiß alles über dich. Er kennt dein Herz wie sein eigenes, blickt in dein tiefstes Inneres. Er nutzt diese Information einzig und allein, um das Beste in dir zu entfachen. 

Es mag ein unbehaglicher Gedanke sein, doch darf sich jeder Mensch in diesem Wissen äußerst geborgen fühlen. Wer sich unbedingt im Angesicht der totalen Überwachung unwohl fühlen möchte, hat in Prism einen besseren Kandidaten gefunden.


Aufrecht gehen oder die Chance für ihr Leben

22. Juni 2013, claudia - Mannablog

Vor einiger Zeit waren wir im Auto unterwegs durch Landshut, als mitten im Industriegebiet eine junge Frau unsere Aufmerksamkeit erregte. Es war Sehen und Kopfschütteln, während sich instinktiv in meinem Mund eine Bemerkung formte und den Weg nach außen fand.

Da lief sie nun, keine 20 Jahre, leicht gebeugt über ihr Smartphone in leicht schlurfendem Gang. Es war offensichtlich, dass entweder die Bewegung fehlte oder dem Essen reichlich zugesprochen wurde. Unterstützt wurde der Eindruck durch die schwarzen, schlabberigen Klamotten, die sie anhatte. Kurzum, kein Anblick der Freude macht.

Doch während mein Mund einen Kommentar von sich gab, der mir nicht zur Ehre reichte, gingen meine Gedanken weiter. Ich dachte daran, dass Jesus Christus für genau diese junge Frau gestorben ist. Er ist gestorben, weil ihr Bild jammervoll und hilfesuchend ist. Er ist gestorben für sie, damit sie wieder aufrecht gehen kann. Warum nur erzählt ihr niemand von DER Chance für ihr Leben?

Jesus hat sie so lieb, dass er sich nicht von ihrer Hülle blenden lässt, sondern ihr Herz sieht. Er sieht ihre Einsamkeit und ihren Hunger nach Leben. Deshalb möchte er die Brücke sein, zu einem neuen Leben in Fülle.

He, wenn dir Ähnliches passiert wie mir, dann bitte ich dich denke daran. Jesus ist genau für diesen Menschen gestorben, damit er aufrecht gehen kann und eine Chance für sein Leben bekommt. Deshalb behandele ihn mit Respekt und der Ehre die ihm gehört. Er ist richtig wertvoll.


Hast du Zeit?

21. Juni 2013, gastbeitrag - Mannablog

Ich hatte Freunde, die in ihrer Wohnung alle Türen entfernt hatten, auch die Badezimmertür. Auf die  Toilette gehen und die Türe nicht zuschließen  zu können, nein, das ging für mich gar nicht. Also ich mag Türen. Sie haben schon eine wichtige Funktion. Sie schützen vor Lärm, vor Licht, vor Kälte. Sie geben mir das Gefühl von Sicherheit.

Neulich ging ich in der Stadtbibliothek geradeaus in Richtung offener Fahrstuhl. 2 Teenager lächelten mich an oder grinsten sie etwa?, denn  die Tür schloss sich vor meinen Augen. Noch rechtzeitig ein Druck auf den Türöffner und sie öffnete sich noch einmal. Wie schön. Ich hatte es eilig. Warten oder Treppe steigen, das hätte mir gar nicht gefallen.

Doch immer öfters erlebe ich folgende Frustration. Der Bus hält einige Meter vor mir. Meine Beine sind nicht schnell genug. Die Tür schließt sich,  der Türöffner  reagiert kein zweites Mal, kein gnädiger Busfahrer, der nochmal öffnet. Der Bus fährt davon. Er fährt nach Plan. Ich muss lernen, früher loszugehen. Mein Nachbar meinte sogar, du musst so viel Zeit einplanen, dass du mit mir noch ein Schwätzchen halten kannst, wenn du zum Bus gehst. Ja,  Zeitmanagement  wird immer wichtiger.

Wir haben alle 24 Stunden am Tag, aber wir haben scheinbar nie genug davon. Seltsam, nicht wahr?

Und gerade in der Adventszeit haben die Menschen scheinbar noch weniger Zeit. Es gibt ja so viel zum Fest vorzubereiten, damit es gelingt.

Irgendwann entscheidet dein Timing über Leben oder Tod. Weihnachten ist für die meisten ein wunderschönes Familienfest. Die alten Weihnachtslieder erinnern uns daran, dass  Jesus schon heute mit uns leben will. Er lädt uns immer wieder ein und warnt uns, diese Entscheidung  nicht auf die lange Bank zu schieben. So  sagt Jesus  zu den Menschen:

»Die Tür zum Himmel ist eng. Bemüht euch hineinzukommen, denn viele werden es versuchen,  doch wenn der Hausherr die Tür verschlossen hat, wird es zu spät sein.“ (Lukas 13, 24)

 


Gefühle wie Regenwolken

20. Juni 2013, Mannablog

Gefühle sind manchmal wie Gewitter, wie Regenschauer, die schnell vorbeiziehen. In diesen Tagen merken wir, wie sehr sich Starkregen und Höchsttemperaturen abwechseln können. Viele Menschen neigen dann dazu sich aufzuregen, dass es sich die Zustände ewig nicht ändern und so unangenehm sind.

Ich bin heute aus einem sehr warmen Unitag nach Hause gekommen und mir war einfach nur heiß, wie frisch aus dem Ofen gezogen, und das Wetter hat mich ziemlich müde gemacht. Da ich gerade in der ebenfalls heißen Phase meiner Abschlussarbeit stecke, könnte ich gut und gerne durchdrehen und mich sofort an den Laptop hängen und schreiben. Aber das wäre unvernünftig – genauso wie einfach seinen Gefühlsregungen und Stimmungen nachzugeben. Ja, wir fühlen uns manchmal vernachlässigt, enttäuscht, wütend, traurig.

Aber diese Situation wird nicht für immer anhalten. Ich habe mich nach der Uni erst mal für ein paar Minuten hingelegt und das neue Album „Zion“ von Hillsong United gehört – sehr empfehlenswert zum Entspannen. Jetzt geht es mir viel besser und ich kann Schritt für Schritt weitere Aufgaben angehen. Der Wind weht durch das offene Fenster und bringt meine grauen Zellen auf Trab und die verzweifelten Gedanken von Konzentrationslosigkeit werden weggepustet.

Ich möchte jedem von euch Mut machen, nicht sofort auf die Gefühle zu hören, sondern abzuwarten und zur Ruhe zu kommen. Unser Gott des Friedens möchte uns wieder ordnen. Dann können wir unseren Verstand einschalten, bevor wir handeln. Dann können wir uns, bevor wir reden, fragen, ob die Worte, die auf unserer Zunge liegen gut, wahr und notwendig sind.

Also: durchatmen und los!


Im Supermarkt

19. Juni 2013, gastbeitrag - Mannablog

Elli sitzt mit ihrer Einkaufstasche da und wird angesprochen.

----------------------------------------------------------------------------------------------

X:            Hallo Elli, was hast du denn heute dabei?

Elli:         Das ist meine Einkaufstasche. Weißt du, ich war nämlich ganz alleine einkaufen, ohne der Mama. Ich bin ja kein kleines Kind mehr. Ich kann das schon. Warst du auch schon mal ohne deiner Mama einkaufen?

X:            Na klar!

lli:         Na ja, so ganz alleine war ich doch nicht. Jesus war nämlich ganz unsichtbar dabei.

X:            Das ist ja toll. Und was hast du eingekauft?

Elli:         Also: Cornflakes und eine Tüte Gummibärchen. Du, ich muss dir was erzählen.

X:            Okay, ich höre.

Elli:         Wie war an der Kasse angestanden und vor mir waren drei Jungs, so Jugendliche, viel größer als ich. Und die haben Bier und Zigaretten gekauft.

X:            Aha, und?

Elli:         Einem von ihm fiel ein Geldschein aus der Tasche, als er bezahlen wollte. Er merkte es gar nicht. Ich bückte mich und hob das Geld auf und rief: „Hallo du hast Geld verloren!“ Und dann hab ich´s ihm gegeben.

X:            Das war sehr nett von dir. Da hat er sich sicherlich bedankt.

Elli:         Das dachte ich auch, aber ganz im Gegenteil. Der hat mich angemault. Er fragte, warum ich das Geld nicht einfach eingesteckt habe. Es hätte ja niemand gemerkt. Ich sei wohl ein bisschen dumm, meinte er dann noch.

X:            Und was haben seine Freunde gesagt?

Elli:         Die haben alle gelacht – die haben mich ausgelacht.

X:            Wenn du das Geld eingesteckt hättest, dann hättest du ja geklaut. Das wäre dann dumm gewesen.

Elli:         Genau, das habe ich den Jungs auch gesagt. Ich hab gesagt, dass Gott es nicht mag, wenn man klaut. Man soll ehrlich sein.

X:            Und hat der eine dann sein Geld genommen?

Elli:         Ja, aber er hat total den Kopf geschüttelt. Und dann hat er wieder gelacht.

X:            Das hast du echt gut gemacht.

Elli:         Ja, ja, gleich am Ausgang draußen blieben sie dann stehen und machten ihre Bierdosen auf. Als ich an ihnen vorbei ging, rief der eine – also, der, dem das Geld runter gefallen ist. „Guckt mal, da ist ja dieser Jesus!“ Die anderen haben alle wieder gelacht. Aber ich habe mich gefreut. Scheinbar konnten sie Jesus neben mir sehen. So was passiert wohl nur ganz selten, dass die Leute Jesus sehen können.

X:            Du hast das dann sicher deiner Mama erzählt und sie hat sich bestimmt gefreut, dass du so ein großes und kluges Kind bist und alles richtig gemacht hast.

Elli:         Ja, ja, und das macht überhaupt nichts, dass die Jungs über mich gelacht haben. Jesus war bei mir und der hat sich sicher auch gefreut, dass ich das Geld nicht geklaut habe.


25 Cent

18. Juni 2013, Mannablog

Beim Einkaufen kurz vor Weihnachten:

Ich hatte meine Einkäufe zusammen und stellte mich an der Kasse an. Nach mir kam ein ca. 12-jähriger Junge, der nur eine Cola Dose bezahlen wollte. Ich ließ ihn den Vortritt, denn ich dachte, er muss vielleicht noch den Schulbus erreichen, der ihn nach einem erlebnisreichen Tag nach Hause bringt. Der Junge freute sich. Ich hab es nicht eilig und ob ich nun 2 Minuten später hier fertig bin, ist mir egal.

Die Kassiererin nahm die Dose in die Hand, zog sie über den Scanner, es piepste und der zu bezahlende Betrag wurde am Display sichtbar. O, Schreck, der Junge hatte die 25 Cent Pfand nicht einkalkuliert. Er hatte nur den reinen Warenwert parat. Er war schlagartig traurig. Blitzschnell kam mir in den Sinn: Die 25 Cent gebe ich dem Jungen.

„Sehr großzügig von Ihnen“, sagte die Dame an der Kasse. „Das ist mein Weihnachtsgeschenk“, sagte ich zu dem Jungen.

Der Junge bedankte sich bei mir und er bekam sogar noch einen Cent heraus. Freundlich fragte er mich, ob ich den haben möchte. „Nein“, sagte ich.

Gott macht es genauso: Er gibt uns viel und er erwartet nichts zurück.

25 Cent können ein Geschenk sein. Man muss keine Millionen verschenken um ein Lächeln zu bekommen.

„Freude zeigt sich am strahlenden Gesicht“ (Sprüche 15, 13).

In diesem Moment bin ich dankbar über die finanziellen Mittel, die mir jeden Tag zur Verfügung stehen. Wie viel davon gebe ich für andere ab? Wie viel spare ich? Wie viel verbrauche ich selber?

Danke Gott, dass du mir so viel gibst, dass ich auch abgeben kann.

„Der Herr hat meinen Herrn reich gesegnet und zu hohem Ansehen gebracht. Er hat ihm viele Schafe, Ziegen und Rinder gegeben, dazu Silber und Gold, Sklaven und Sklavinnen, Kamele und Esel“ (1. Mose 24, 35).


Gespräch im Mutterleib

17. Juni 2013, gastbeitrag - Mannablog

Zweifel und Unglaube sind wie zwei Personen, die mich ständig daran hindern, ein Land zu erreichen, in dem es mir richtig gut geht. Wenn ich Jesus kennenlerne und ich mich auf ihn einlasse, dann kommt Glaube in mein Herz. Glaube, so klein wie ein Senfkorn. Mit diesem Samen kann ich Berge versetzen. Doch dann beginnt ein Streit wie in folgendem Gespräch.

Gespräch von Zwillingen im Mutterleib: Gibt es ein Leben nach der Geburt?

Im Bauch einer schwangeren Frau waren einmal Zwillinge: ein Glaubender und ein Zweifler. Sie unterhalten sich:

Zweifler: "Glaubst du wirklich... an ein Leben nach der Geburt?"

Glaubender: "Ja, natürlich glaube ich an ein Leben nach der Geburt! Unser Leben hier ist doch nur eine Vorbereitung auf das Leben nach der Geburt."

Zweifler: "Blödsinn, so etwas gibt es nicht! Wie soll das denn aussehen, ein Leben nach der Geburt?" Glaubender: "Das weiß ich auch nicht genau, aber es wird sicher viel heller sein als hier und wir werden herumlaufen und mit dem Mund essen."

Zweifler: "So ein Quatsch! Bist du jemals herumgelaufen? Und mit dem Mund essen, hast du so etwas etwa schon mal gesehen? Überlege doch mal, wozu du die Nabelschnur hast!"

Glaubender: "Ich bin davon überzeugt, dass das alles irgendwie gehen wird. Es wird eben alles anders sein als hier, aber wir werden es trotzdem erleben."

Zweifler: "Jetzt höre mal her. Es ist noch nie jemand von "nach der Geburt" zurückgekehrt. Somit ist es erwiesen, dass das Leben nach der Geburt zu Ende ist. Und das Leben hier ist zwar eine einzige Quälerei, auf engem Raum und dunkel, aber der einzige Sinn des Lebens ist, an der Nabelschnur dran zu bleiben. Das siehst du doch wohl."

Glaubender: "Nein, ich bin überzeugt, dass wir nach der Geburt unsere Mutter wirklich sehen werden. Das scheint mir viel sinnvoller zu sein."

Zweifler: "Mutter? Du glaubst an eine Mutter? Wo soll die denn bitte sein?"

Glaubender: "Na überall um dich herum. Wir sind in ihr und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein."

Zweifler: "Ach, hör' doch auf! Mutter! Ich will nichts mehr davon hören."

Glaubender: "Aber höre doch. Psst, sei mal bitte leise! Manchmal, wenn wir ganz ruhig sind, dann kannst du sie singen hören oder spüren, wenn sie unsere kleine Welt streichelt. Ich glaube wirklich, dass unser eigentliches Leben erst dann beginnt."

Spürst du, wie Gott dich streichelt?


Hochzeit am Tegernsee

16. Juni 2013, marcus - Mannablog

Der gestrige Tag war ein Traum für alle diejenigen Menschen unter uns, die Hochzeit gefeiert haben.

Zumindest am Tegernsee war das Wetter wunderschön. Die Sonne strahlte, es hatte um die 20 Grad Celsius und der Wind am See bot die nötige Abkühlung und Kulisse für den perfekten Tag.

Wir waren nicht die einzige Hochzeitsgesellschaft an diesem Tag, unterwegs von der Kirche zum See begegneten wir anderen und an Ort und Stelle vermählten sich nochmals zwei Brautpaare.

Es ist einfach schön zu sehen, wie sich zwei liebende Menschen versprechen, für immer beieinander zu bleiben und einander bis an ihr Lebensende zu lieben, zu achten und zu ehren. Ich wünsche jedem von ihnen eine überirdische und andauernde Liebe, die dieses Versprechen erst wirklich ermöglicht.

Die Hochzeiten haben auch meine Frau und mich wieder an den Tag erinnert, an dem wir uns das Ja-Wort gaben.

Das Tolle ist, dass die Ehe eine Idee unseres Schöpfers ist. Kein Wunder, dass sein Wort davon spricht, dass Gott die Liebe ist. Von wem soll so eine Erfindung sonst kommen, wenn nicht von ihm?


Zeitlos glücklich

15. Juni 2013, marcus - Mannablog

Ich habe keine Zeit. Diesen Ausspruch kennst du bestimmt auch. Jeder hat ihn schonmal gesagt, und du mit Sicherheit auch. Mir geht es genauso, und das sogar jetzt gerade. Dabei bin ich eigentlich ohnehin ein Mensch, dem es nichts ausmacht wenn er keine (oder nicht viel) Zeit hat. Das liegt aber eher daran, dass ich mir immer etwas suche um beschäftigt zu bleiben, Leerlauf kenne ich eigentlich so gut wie gar nicht.
Wenn ich auch nicht in der Arbeit bin, dann finde ich trotzdem immer etwas anderes zu tun (das Thema hatten wir ja schonmal in meinem letzten Blog...). Es ist für mich sehr schwer, mich einfach einmal hinzusetzen und nichts zu tun. Das Problem dabei ist allerdings, dass für mich aufgrund meiner Struktur, meist meine Zeit mit Gott hinten raus fällt, da sie dem Anschein nach die unproduktivste Zeit ist. Denn da tut man genau das: Man hat mal Leerlauf, man sitzt einfach nur da und kommt mal runter. Kein unmittelbarer Erfolg, kein sofortiges Ergebnis, keine prompten Erträge. 
Nun ist es allerdings so, dass man als Mensch damit nicht all zu lange durchkommt, ständig nur unter Strom zu stehen. Ich würde fast sagen, dass wir so eine Art Batterie haben, die zwei voneinander abhängige Systeme speist. Das eine System ist unser Körper, die Materie, aus der wir gemacht sind. Das zweite System ist unsere Psyche, unser Geist, der nicht-materielle Anteil unseres Seins.
Es gibt wohl verschiedenste Arten, auf die wir diese Batterie wieder aufladen können, und diese sehen wohl von Mensch zu Mensch auch unterschiedlich aus. Laufen, Walken, Snowboarden, Radfahren, Schwimmen, Bergsteigen, Tanzen, Reiten, Skateboarden, Segeln, Spazieren gehen, in der Hängematte liegen, im Liegestuhl sonnen, am See sitzen, auf der Couch lesen, malen, zeichnen, musizieren, spielen oder auch einfach nur schlafen. Alle diese Dinge können uns neue Kraft und Energie geben. Sie fördern unseren Körper und tun sogar unserer Seele gut und sind ein guter Ausgleich zu unserem beruflichem Leben.
Aber um ehrlich zu sein, fehlt allen diesen Dingen etwas sehr Entscheidendes - ihr Energiezuwachs kommt aus rein irdischen Dingen. 
Für lange Zeit merkt man das wahrscheinlich gar nicht, weil uns die anderen Aktivitäten genügend Ablenkung bieten und auch unsere Batterie wieder etwas ausfüllen. Doch irgendwann einmal kommt der Punkt, an dem wir spüren, dass es nicht reicht, dass es beim besten Willen einfach zu wenig ist.
Es gibt einen Bereich in unserem Leben, der nicht mit alltäglichen irdischen Dingen gefüllt werden kann. Dieser Bereich liegt in unserem Herz und hat eine ganz bestimmte Form. Hört sich vielleicht komisch an, aber die Form sieht aus wie Gott. 
Ich habe jedenfalls letzte Woche wieder einmal gemerkt, dass ich mir zu wenig von dieser Energie in der Form von Gott geholt habe. Ich habe mich also wirklich dazu gezwungen, einfach mal einen Gang runter zu schalten und habe mich abends einfach mal auf die Couch gesetzt und im Buch gelesen und mit Gott geredet. Und das habe ich jeden Tag, die ganze letzte Woche gemacht. Und es hat richtig gut getan, ich habe richtig gemerkt, wie meine Batterie wieder voll wurde. Ich habe erst jetzt wieder gemerkt, was mir fehlt, wenn ich diese Zeit mit Gott hinten raus fallen lasse. Mehr Zeit habe ich dadurch natürlich auch nicht, aber sie ist einfach etwas anders verteilt. Und plötzlich quetsche ich keine Dinge mehr in meine Zeit hinein um sie auszufüllen, sondern ich entferne diese Dinge wieder, weil sie nicht unbedingt nötig sind. Und so bin ich wieder zeitlos - aber um so glücklicher.
Wenn du auch mal zeitlos glücklich bist, und das Gefühl hast, dass dir trotzdem etwas fehlt, dann zieh dich einfach mal auf die Couch zurück, lies etwas in dem Buch Bibel und sprich mit Gott. Vielleicht geht es dir dann auch so, dass du ein paar Dinge rauswirfst, weil sie nicht unbedingt nötig sind.


To top

Nach oben