Manna

Gesundheit und Krankheit

24. Mai 2013, gastbeitrag - Mannablog

Vollmond, schön dass du da bist, inzwischen mag ich dich.

Es gab eine Zeit, da sagte mir mein Kopf, dass wir Vollmond haben. Viele Jahre litt ich unter Migräne. Das hieß: Hinlegen, Zimmer verdunkeln, die Kinder mussten ruhig sein. Meist dauerte es 3 Tage trotz Medikamente.

Es gibt kaum Menschen, die wirklich gesund sind. Die Medizin spricht von einer Disposition, einer vererbten Krankheitsneigung. Stress, ungesundes Essen und falsche Lebensweise bringen dann die Krankheit ans Licht. Nach jeder Geburt bekam ich eine Krankheit dazu. Nur warum? Ich war vorher fit wie ein Tennisball, habe Sport getrieben und mich vollwertig vegetarisch ernährt. Und dann litt ich plötzlich nach einer Traumgeburt unter Gallenkoliken. Der Arzt war ratlos. Kind Nummer 2 brachte mir ein Zwölffingerdarmgeschwür und Kind Nummer 3 Migräne. Nein, nicht dass ihr jetzt denkt, ich mache die Kinder dafür verantwortlich.

Heute weiß ich, dass Beziehungen krank machen. Ungelöste Konflikte mit dem Chef, den Nachbarn, den Eltern, dem Ehepartner, dem Prediger. Es gibt ausreichend Literatur dazu. Nur, wenn man fromm ist, denkt man lange, das halte ich schon aus. Weit gefehlt. Wenn du dich selbst nicht genug liebst, dann meldet sich eben dein Körper. Du musst hingucken, darüber reden, mit Gott und dem Problem. Du musst vergeben und das Problem dem überlassen, der alleine Menschenherzen verändern kann, deines und das des anderen.

Doch Jesus verändert nicht nur Herzen, ER will auch deine körperliche Gesundheit wiederherstellen.
Jesus ist auf die Erde gekommen, um die Menschen von den Mächten der Finsternis zu befreien und sie zurück in Gottes Familie zu holen. ER ist gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören. Ich glaube an einen Gottvater, der mit Werken der Liebe um seine Kinder wirbt. So hat Jesus den Vater gezeigt. Und er ging umher und heilte alle Kranken. Die ersten Jünger machten es ihm nach. Lies mal die Apostelgeschichte. Sie brachten die Kranken sogar aus anderen Städten nach Jerusalem zur ersten Gemeinde und alle wurden geheilt (Apg.5, 16).

Letzte Woche las ich ein Interview mit Samuel Koch. Querschnittsgelähmt, völlig abhängig von der Hilfe anderer, glaubt er, dass Gott ihn heilen wird. Aber er sei noch nicht so weit. Was für ein ehrliches Eingeständnis. Mit ihm bete ich, dass wir, die wir noch krank sind, auf dem Weg nach Jerusalem, das "Nochkranksein", im Vertrauen aushalten, dass Gott Heilung nach seinem timing schenken wird.


sooo gläubig, Vertrauen und wem vertraust du?

23. Mai 2013, claudia - Mannablog

Gestern hatte ich ein interessantes Gespräch. Unter anderem wurde dabei eine Frage an mich gestellt, die ich sinngemäß hier wiedergeben und beantworten möchte. Wobei es eigentlich mehr wie eine Feststellung klang, als nach einer Frage. Ich wurde gefragte, ob ich: sooo gläubig bin. Geantwortet habe ich in ungefähr dieser Weise: Nein sooo gläubig bin ich nicht. Ich habe eine Beziehung zu Gott.

Was heißt es gläubig zu sein? Was ist eigentlich damit gemeint? Gläubig kommt von glauben, an etwas oder eine Person. Im Grund hätte ich die Frage wohl mit: "ja ich bin..." beantworten sollen. Denn auch wenn diese Frage gezielt auf ein Verhältnis zu Gott bezogen war, so hat mein Gegenüber schon recht. Wir glauben alle, die Frage ist nur an was.

Die meisten Menschen glauben an sich selbst. An ihre Ideen und Kraft, an ihre Leidensfähigkeit und und und. Warum? Ersetze einfach mal glauben durch vertrauen. Schauen wir mit dieser Brille in unser aller Leben, merken wir, dass wir als erstes und intensivstes uns selbst vertrauen.

Deshalb bleibe ich doch lieber bei meiner Antwort von gestern Abend. Sooo gläubig bin ich nicht, ich habe eine Beziehung zu Gott und vertraue ihm. (und das lohnt sich :-))


Mogelpackung – drin, was draufsteht?

22. Mai 2013, Mannablog

Es gibt ja so tolle wiederauffüllbare Verpackungen von z. B. Seife und ähnlichem Zeug. Eigentlich soll man da wohl genau dasselbe einfüllen, das auch vorher drin war und was drauf steht. Aber womöglich kauft man sich dann etwas günstigeres und bedient sich weiterhin der schicken Verpackung. Auch bei Flaschen bietet sich das an. Es gibt ja Leute, die kaufen sich ständig die teuren Markengetränke und es ist wirklich drin, was drauf steht. Mir ist das ehrlich gesagt zu teuer, deshalb fülle ich mir oft Tee oder Wasser in die alten Markenflaschen.

Sind wir Menschen auch manchmal solche Mogelpackungen? Wir sagen vielleicht, dass wir Christen sind und unsere Verpackung – regelmäßige Gottesdienstbesuche, geschlossene Augen beim Tischgebet – geben vielleicht ihr „Ja“ dazu. Aber wie sieht es in uns aus?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein Leben gibt als Mogelpackung, ohne gleich der bewusste Heuchler zu sein. Man kann sich nämlich selbst ganz schön in die Tasche - oder Verpackung - lügen. Es kann uns glauben machen, dass wir Jesus nachfolgen, wenn wir regelmäßig Predigten hören. Wir können denken, wir wären ein besserer Mensch, weil wir anderen den Fahrstuhl aufhalten. Oder weil wir Dinge unterlassen, niemanden anpöbeln etc.

Aber irgendwie erinnert mich das an das Gleichnis mit dem Zöllner und dem Pharisäer. Der Geistliche und der weltliche Geldeintreiber, beide gingen zum Tempel um zu beten und nur einer von ihnen war wirklich echt. Der, der auf sein Leben geachtet hat, der sich gut gekleidet hat, zu den Versammlungen ging, der seine Almosen gab? Oder der, der den Leuten das Geld aus der Tasche zog und krumme Geschäfte abschloss?

Nun ja. Vermutlich hätte man auf den ersten getippt. Aber es gibt einen dezenten Unterschied, der in diesem Vergleich alles entscheidet: Gott liebt Demut und er hasst Selbstgerechtigkeit. Der Geistliche, der sich selbst als so hoch ansah, er ist eine perfekte Mogelpackung, denn er merkt nicht, wie sein Stolz alles zunichte macht, was seinen Glauben ausmachen soll. Der Mensch ist Sünder und wird allein durch Glauben und Gnade gerechtfertigt. Würde er sich durch seine Taten selbst erretten können, würde das Jesu' Tod und Auferstehung geradezu verspotten. Und ehrlich, tun wir das nicht indirekt oder direkt des Öfteren?

Ich wünsche mir – und dir – dass wir wieder lernen, demütig zu sein und uns nicht darin zu suhlen, dass wir etwas „Gutes“ getan haben. Es ist wie in dem umgekehrten Königreich Gottes überhaupt: unser Input ist Gottes Liebe, unser Output das Wesen, das wir entwickeln, das den guten Willen Gottes tut. Und das beinhaltet Demut, denn Gottes Logik ist nicht umgekehrt.


24 Stunden, 7 Tage die Woche

20. Mai 2013, marcus - Mannablog

Heute ist Pfingstmontag, und vielleicht bist du ja einer der glücklichen Menschen, die heute frei haben. Endlich einmal nichts tun, Auszeit haben, entspannen. Vielleicht hast du dir aber auch was vorgenommen und freust dich bereits darauf oder ärgerst dich darüber. Falls es tatsächlich so ist, dass du heute frei hast, und keinerlei Verpflichtungen gegenüber deinem Arbeitgeber hast, dann gehörst du eventuell sogar zu den Berufsgruppen, die man nur Wochentags zwischen 7:30 Uhr und 16:00 benötigt. Freu dich darüber! Hast du schon mal darüber nachgedacht, wie viele Menschen es gibt, die man rund um die Uhr, jeden Tag, die Woche braucht? Und ich denke keineswegs nur an medizinische Versorgung. Egal ob das Telefon spinnt, du einen Wasserrohrbruch hast, deinen Strom auch am Wochenende beziehst oder du irgendwo unterwegs bist und ein Taxi brauchst. In vielen Berufen gibt es Menschen, die bereit stehen, weil jemand anders sie gerade braucht, und sei es zu den unmöglichsten Uhrzeiten. 
Viele dieser Dinge sind nicht einmal unbedingt lebensnotwendig, andere wiederum schon. Es ist schon ein cooles Gefühl nachts um 00:30 Uhr an der Hotline des Telefonanbieters einen Menschen aus Fleisch und Blut am anderen Ende der Leitung zu haben, der mir bei meinen Problemen weiterhelfen kann.
Oder am Sonntagnachmittag mit dem Riesenschnitt in der Hand ins Krankenhaus fahren zu können, und dort jemanden zu haben, der den Defekt beheben kann.
Allerdings gibt es auch Sorgen und Probleme, über die man mit niemandem sprechen kann oder möchte. Es gibt Dinge, die sind so krass, die wiegen so schwer, da existiert einfach kein Mensch, der einem weiterhelfen könnte.
In solchen Fällen bin ich froh, dass mein Gott sich freiwillig bereit erklärt hat, 24 Stunden, 7 Tage die Woche Bereitschaftsdienst zu machen. Egal ob ich ihn morgens darum bitte, tagsüber bei mir zu sein, ob ich abends den Stress des Tages bei ihm ablade, oder um 00:30 Uhr nachts nicht schlafen kann, weil mir etwas auf der Seele liegt. Seine Dienstzeit geht solange, wie ich ihn brauche. Oder du. Oder dein Nachbar.
Und sollte bei dir mal jemand ungelegen klingeln, dann sei froh darüber, dass du gebraucht wirst. Vielleicht bist du ja der einzige, der dem anderen jetzt noch weiterhelfen kann.


Hilfe, gebt mir Ruhe

18. Mai 2013, claudia - Mannablog

Weise und kluge Leute reden davon, wie wichtig es ist zur Ruhe zu kommen. Manche, die nichtweise sind, auch, so wie wir. Doch am Ende des Tages, wenn man selbst nicht zur Ruhe kommt, steht man da und ...nun?

Geht es dir auch so? Die Theorie ist das eine. Alle Kniffe und Tricks hundert mal gehört und selbst ausprobiert. Manche funktionieren, manche nicht.  Doch jedesmal aufs neue wird die Suche nach Ruhe eine Herausforderung.

Kann es also sein, dass unser Leben einfach zu voll ist? Wollen wir zu viel vom Leben? Kann es nicht schnell genug, nicht viel genug sein? Ist es das, was uns die Luft raubt, die wir so dringend brauchen, wenn wir zur Ruhe kommen wollen?

Da geht die Woche zu Ende und du hast das Gefühl, noch jede Menge Dinge tun zu müssen. Die gute Nachricht ist, eine neue Woche beginnt im Anschluss an die alte. Auch wenn wir denken, dass alles noch sein muss, so sind es meistens wir selbst die uns die Aufgaben auflegen.

Etwas, was wir genießen, ist unser Tag Pause machen am Samstag, also heute. Wir erleben wie unser Kopf einige Zeit braucht um zur Ruhe zu kommen. Gott, Alex und ich reden darüber was uns bewegt und in der vergangenen Woche hält. Wir delegieren an Gott ab, was wir nicht lösen können und bitten ihn den Alltag hinter uns zu lassen. Und dann gibt es einen Moment und wir wissen, jetzt sind wir da. Das ist für uns zur Ruhe kommen.

Hast du das noch nicht erlebt? Wir empfehlen es Dir selbst auszuprobieren, um zur Ruhe zu kommen.


Was geschah eigentlich an Pfingsten?

17. Mai 2013, claudia - Feiertag, Mannablog

Pfingsten steht vor der Tür und viele freuen sich auf Ferien. Wenn schon nicht Ferien, dann wenigstens ein paar Tage frei.

Doch was geschah nun eigentlich an Pfingsten?

Wenn Weihnachten mit einer Geburt etwas recht Normales war und wir ganz großzügig mit Ostern umgehen und es mit Tod in Verbindung bringen, dann ist Pfingsten der totale Exot unter den Feiertagen.

Jesus war wieder auferstanden und in den Himmel abgereist. Dabei hatte er seinen Freunden aufgetragen, dass sie die Stadt Jerusalem nicht verlassen sollten, denn er wollte ihnen etwas schicken. Leider hatte er ihnen nicht gesagt, wie lange sie warten sollten und was genau geschehen wird. Jesus hatte dies damit begründet, dass sie diese Unterstützung brauchen würden für die Erfüllung des Jobs. So warteten sie und die Zeit verging.

Das was die Freunde Jesus an Pfingsten bekamen, war das volle Set an Selbstverwirklichung. Plötzlich konnten sie viele unterschiedliche Sprachen sprechen. Sie konnten Menschen gesund machen und gute Reden halten. Sie bekamen Mut und Vertrauen. Pfingsten war also ein aktives Fit machen seiner Freunde.

Wenn wir uns wundern warum Christen nicht so sind wie damals die Freunde Jesus, dann sollten wir an diesem Punkt anfangen zu forschen. Jesus sagte ganz klar, erst mache ich euch fit und dann geht los. Für mich ist dabei ein Detail an Pfingsten besonders interessant. Die Freunde trafen sich viel, lange und oft um miteinander und mit Jesus im Gebet zu sprechen. Das Gespräch im Gebet scheint also wichtig zu sein. Wenn wir uns ein zweites Pfingsten wünschen, dann sollten wir mit beten anfangen.


Gedanken beeinflussen uns

15. Mai 2013, gastbeitrag - Mannablog

Gedanken, sie kommen und du musst entscheiden, denke ich sie weiter oder ignoriere ich sie.
Wenn das so einfach wäre. Gegen Mitternacht schaue ich mir einen Spielfilm an. Er handelt über Prostitution in Berlin. Nicht freiwillig, sondern unter der harten Rute eines russischen Zuhälters. Als ich im Bett liege, kreisen die Gedanken. 1.30 Uhr und Lara ist noch nicht zuhause. Einschlafen ist nicht möglich. Erst nachdem sie meine SMS beantwortet hat, komme ich zur Ruhe.
 Am nächsten Tag will  ich mit mitfahrgelegenheit.de nach Rostock zurück fahren. Eine Bahnverbindung gibt es leider nicht. Einige Autofahrer bieten sich an.  Jan, Mercedesfahrer, seine Emailadresse hat den Anhang  @immerverliebt.de, fährt gegen Mittag. Ideal für mich. Aber dieser kleine Anhang –immerverliebt.de - sendet Gedankensignale, die es mir erschweren, ihn anzurufen. Pünktlich um 14.15 Uhr – Treffpunkt U-Bahn Tempelhof- sitze ich in seinem  Auto. Ich sitze vorne. Es steigt noch ein junger Mann dazu. Ich werde sehr bequem fast vor die Haustür chauffiert.  Zwei Stunden lang haben wir ein interessantes Gespräch über das Leben und wie negative Gedanken unsere Energie rauben und wir sogar krank werden. Abends zuhause erreicht mich eine SMS – vielen Dank für das gute Gespräch.
 Gedanken beeinflussen meinen Tag jede Stunde, jede Minute. Ich muss aus meinem Archiv gute Gedanken dagegensetzen, damit mich nicht alte Erfahrungen und Ängste abhalten vom guten Leben.
Ich bin zwar nur ein Mensch, sagt Paulus, aber ich kämpfe nicht nach Menschenart. Meine Waffen in diesem Kampf sind nicht die eines schwachen Menschen, sondern die mächtigen Waffen Gottes. Mit ihnen zerstöre ich feindliche Festungen: Ich bringe falsche Gedankengebäude zum Einsturz.  (2. Kor.10,3)
Welche Gedanken holst du aus deinem Archiv, wenn du Angst hast? Wie bringst du falsche Gedankengebäude zum Einsturz?


Perspektive Leben ist nicht ärgern oder Umgang mit Provokation

14. Mai 2013, claudia - Mannablog

Es war ein wunderbarer Morgen und plötzlich geschah es, ich wurde angemacht auf eine überhaupt nicht nette Art und Weise. Ich war erstaunt und spürte wie Ärger in mir hochsteigen wollte. Doch im gleichen Moment wusste ich, dass ich diesen Ärger weder in meinem Herzen noch in meinem Kopf wollte. Also schob ich ihn ganz schnell wieder zurück. Nein ärgern wollte ich mich nicht. Ich fühlte mich auch nicht zuständig. Doch wie damit umgehen? Hier ist mein Blog dazu:

Geht es dir auch so? Jemand steigt dir auf die Füße und es tut weh? Dabei fühlst du dich gar nicht zuständig für den Frust des anderen. Dann habe ich eine gute Übung für dich und für den, der dir auf die Füße steigt.

Überlege, warum der andere wirklich sauer ist. Was sind seine Beweggründe, dass er dich anmacht und ärgerlich ist?Versuche dich in ihn hinein zu versetzen und ihn zu verstehen. Es geht dabei nicht um recht haben, sondern um das Annehmen des anderen. Er ist ein Mensch, so wie du. Nicht mehr und nicht weniger!

Springe über deinen Schatten und zahle nicht mit gleicher Wortwahl zurück. Gib deinem Gegenüber zu verstehen, dass du ihn nicht verletzen wolltest. (Am Besten du meinst es auch so.) Wenn es doch geschah, dann entschuldige dich, es kostet nichts und bringt Frieden in eure Herzen.


Endlich nicht mehr schlafen

13. Mai 2013, marcus - Mannablog

Letztens bin ich mit meiner Frau morgens im Auto unterwegs gewesen. Wir fuhren in Richtung Sonnenaufgang, und wie es der Tag so wollte war es einer von diesen Sonnenaufgängen, die einfach nur wunderschön sind. Zartes Rot hat sich wie auf einem Aquarell vermischt mit allen möglichen Blautönen und hinter uns wurde es zunehmend dunkler, da der anbrechende Tag sich den Weg bis zum anderen Horizont noch nicht vollständig erobert hatte.

Müde wie wir waren, fuhren wir so, und genossen das sich uns dort zeigende Panorama. Wir unterhielten uns, und plötzlich kam mir der Gedanke in den Sinn, wie es denn wäre, wenn wir nicht mehr schlafen müssten. Denn eigentlich sind diese schönen Momente sehr kurz, und der Großteil des Tages wird doch meist bestimmt von Arbeit und Pflichtveranstaltungen. Man fährt in der Früh zur Arbeit, meist ist es noch dunkel, und wenn man viel Glück hat, dann bekommt man - so wie an diesem Morgen - noch einen schönen Anblick als Aufmunterung und Start in den Tag. Je nachdem was man dann arbeitet ist man mehr oder weniger viel drinnen, und kommt dann erst abends wieder raus, wenn es meist schon fast dunkel ist. Manchmal erlebt man noch einen schönen Sonnenuntergang, und dann ist der Tag - zumindest im Winter - schon wieder dahin.

Wer jetzt erst mal frei hat, der ist wirklich zu beneiden, denn meist geht es ja dann zu Hause noch weiter mit irgendwelchen Tätigkeiten. Mir vergeht die Zeit dann viel zu schnell, und wenn ich dann endlich fertig wäre, und bereit mich auf die Couch zu setzen und einfach mal etwas zu lesen, dann bin ich schon so müde, dass meistens nicht mehr viel möglich ist. Ich zögere den Schlaf zwar oft hinaus - was auch nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, da ich es dann spätestens am nächsten Morgen zu spüren bekomme - aber irgendwann muss ich mich dann doch hinlegen. So ist es nun mal in dieser Welt. Wie schön wäre es, wenn man einfach nicht mehr schlafen müsste. Was man da alles tun könnte, es wäre genial.

Natürlich wäre das auch nur dann genial, wenn man dann auch nicht müde und fertig ist vom Nichtschlafen, sondern immer, zu jeder Zeit voll mit Energie!

Hört sich nach einem tollen Szenario an oder? Ich sag dir was: Ich freu mich schon drauf. Wenn Gott - so wie es im Buch steht - wiederkommt, dann wird er die Erde und die Menschen, die zu ihm gehalten haben nämlich ordentlich umkrempeln. Und das was jetzt krank und schwach ist, das wird dann voller Gesundheit und Kraft sein. Von Schlaf wird da keine Rede mehr sein, denn ganz nebenbei: Die Nacht wird in Gottes Nähe abgeschafft sein!

Nachlesen kannst du das Ganze im Buch Offenbarung im Kapitel 21:1-6:

“Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen, und auch das Meer war nicht mehr da. Ich sah, wie die Stadt Gottes, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam: festlich geschmückt wie eine Braut an ihrem Hochzeitstag. Eine gewaltige Stimme hörte ich vom Thron her rufen: »Hier wird Gott mitten unter den Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst in ihrer Mitte leben. Er wird alle ihre Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr haben. Leid, Klage und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei.«  Der auf dem Thron saß, sagte: »Sieh, ich schaffe alles neu!« Und mich forderte er auf: »Schreib auf, was ich dir sage, alles ist zuverlässig und wahr.« Und weiter sagte er: »Alles ist in Erfüllung gegangen. Ich bin der Anfang, und ich bin das Ziel, das A und O. Allen Durstigen werde ich Wasser aus der Quelle des Lebens schenken.”

Und in Kapitel 22:4-5:

“Sie werden Gott von Angesicht zu Angesicht sehen, und seinen Namen werden sie auf ihrer Stirn tragen. Dort wird es keine Nacht geben, und man braucht weder Lampen noch das Licht der Sonne. Denn Gott, der Herr, wird ihr Licht sein, und sie werden immer und ewig mit ihm herrschen.”

Schreib mir doch einfach mal, was du jetzt schon mit all der Zeit machen würdest, wenn du nicht mehr schlafen müsstest. Also ich weiß da schon eine ganze Menge!


Kleiner Raum

12. Mai 2013, marcus - Mannablog

Wir haben uns gestern Abend spontan mit ein paar Leuten beim ortsansässigen Griechen getroffen, um gemeinsam den Abend zu verbringen. Obwohl wir einen Platz für sieben Leute reserviert hatten, war das Lokal sowas von gerammelt voll, dass wir etwa 20 Minuten auf einen freien Platz warten mussten. Dies ist zum Teil auch nicht verwunderlich, da die Räumlichkeit für die zentrale Lage doch eher klein ist, dafür aber um so gemütlicher. Während des Wartens kam dann die Frage auf, ob es vom Besitzer nicht intelligent gewesen wäre, etwas größer zu planen, um mehr Gäste bewirten zu können, denn die gleiche Situation spielt sich eigentlich jedes Wochenende genauso ab. Wäre mehr Platz vorhanden, könnten mehr Leute gleichzeitig dort hingehen und das gute Essen genießen.
Irgendwie sträubte sich in mir etwas gegen diesen Gedanken. Ich stellte mir die Situation vor. Mehr Platz, Tische, die weiter entfernt voneinander stehen. Mehr Personal, das umher eilt. Irgendwie gestaltete sich mein Bild irgendwie steriler als jenes, das mir direkt vor Augen lag. Es ist doch gerade der etwas enge, mit Menschen vollgepackte, warme Raum, der diesen Ort mit Leben füllt und das Interesse weckt. Es ist was los, es rührt sich was. Man wird freundlich vom Besitzer empfangen und bekommt als Willkommensgruß ein kleines Getränk nach Wunsch. „Wir haben momentan noch keinen Platz, aber stellt euch schon mal hierher, wir kriegen das gleich hin!“ Als wir endlich endlich unseren Platz einnehmen konnten, war es einfach schön, da zu sein.
Wir haben es heute Mittag sogar gleich noch einmal eng, da wir mit Freunden bei uns zu Hause brunchen. Zuerst war es nur ein Muttertagsbrunch. Mittlerweile ist es ein gemeinsamer Brunch mehrerer Familien und Freunde geworden. Eigentlich wird es sehr eng, fast zu eng werden. Aber wir haben es einfach nicht übers Herz gebracht, jemanden der anwesenden Personen nicht einzuladen. Wo Menschen beisammen sind, da bewegt sich etwas, da sind Gedanken, da ist Freude, da sind Geschichten, die man teilen kann. Auch wenn wenig Platz da ist, eigentlich wird es nur umso gemütlicher. Wie schade wäre es, Menschen, die man gerne hat, auszuladen von einer Feier, nur weil man nicht genügend Platz zu haben scheint.

Unweigerlich muss ich dabei an die Einladung Gottes an uns Menschen denken. Er schreibt in der Bibel von einer neuen Welt die er macht und deren Einweihungsfeier er gerne mit allen Menschen feiern würde. Gut, dass dort genügend Platz für alle sein wird. Aber selbst wenn es dort nicht genügend Platz geben würde, in einer Sache bin ich mir hundertprozentig sicher: Er würde es niemals übers Herz bringen, jemanden auszuladen. Garantiert. Und selbst wenn es dort eng werden würde, es wird bestimmt nur umso gemütlicher. 


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