Manna

Klamotten für die Sorgenkinder

11. Mai 2013, Mannablog

Ich war diese Woche shoppen. Ich steh dem grundsätzlich etwas kritisch gegenüber, weil ich weiß, dass mir manches nicht gefällt und nicht alles passt und steht. Daher war ich jetzt überrascht, dass ich nach nicht zu langer Zeit zwei Hosen gefunden hatte, die mir im Gegensatz zu den restlichen gefallen haben – und gleichzeitig auch noch verbilligt waren. Ich hätte mich auch damit abgefunden, etwas Teureres zu kaufen, aber natürlich war ich umso zufriedener mit dieser Lösung. Statt noch länger mit sinkender Laune durch die Geschäfte zu rasen, konnten mein Freund und ich uns stattdessen noch eine Weile in ein Eiscafé setzen – viel bessere Gesellschaft als mit Hosen und T-Shirts!

Zum Leben braucht der Mensch einiges. Essen, Kleidung, möglichst ein Dach über dem Kopf. Dass wir uns auch darum kümmern müssen, wusste auch Jesus, als er auf der Erde war. Er hat sich mit Leuten zum Essen getroffen, welches zubereitet werden musste. Die Füße wurden gewaschen, nachdem sie den Tag auf den staubigen Straßen verbracht hatten. Zwischen all der Geschäftigkeit der alltäglichen Bedürfnisse machte Gottes Sohn dennoch einen feinen Unterschied: er vermehrte Brot und Fische, er nahm sich selbst ausgiebig Zeit, um seinen Jüngern die Füße zu waschen, er macht aus Wasser Wein und er ließ sich von einer Heidin zu trinken geben.

Es scheint erst einmal so, als würde er ebenso wie wir konsumieren und Alltägliches leben. Doch bei einem genaueren Blick sehen wir, dass er die selbstverständlichen Dinge nutzt, um Gespräche zu beginnen, um Sorgen zu vertreiben, um Prioritäten zu setzen, um zu dienen. Er nimmt sich Zeit für das Wichtige und er beschleunigt die Dinge, die seinen Nachfolgern und den Menschen, denen er begegnet, die Zeit und den Blick für das Wesentliche stehlen.

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“, waren seine Worte. Und: „Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? oder: Was werden wir trinken? oder: Womit werden wir uns kleiden?“ Gott weiß, dass wir Menschen das alles brauchen, er hat uns so geschaffen. Jesus sagt: „Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt.“ (Matthäus 6,32)

Ich glaube, dass Gott uns ganz praktisch helfen möchte, die alltäglichen Dinge zu nutzen, die uns zu guten Begegnungen führen können und die, die wir überbewerten, unbesorgt an ihren Platz zu stellen. Was bringt ein perfektes Essen, wenn die Leute sich nichts zu sagen haben? Was bringt ein perfektes Outfit, wenn die Person sich mehr darauf konzentriert als auf den Umgang mit ihren Mitmenschen? Manchmal ist es dran, wie Maria zuzuhören anstatt in der Küche herum zu wuseln oder zu feiern, anstatt sich Sorgen um den ausgehenden Wein zu machen. Es gibt in der Bibel zahlreiche solche Geschichten zu entdecken – welche gibt es in deinem eigenen Leben?


Das (Über)Lebensspiel

10. Mai 2013, gastbeitrag - Mannablog

Fühlst du dich auch manchmal wie ein Kind und brauchst etwas zum Spielen? Im Grunde genommen ist doch unser ganzes Leben wie ein Spiel. Ständig müssen wir knifflige Herausforderungen und Rätsel lösen und manchmal auch in total unrealistischen Stationen den Kopf über Wasser halten.

Doch sei mal ehrlich, hat dein Lebens-Spiel einen Sinn? Füllt es Dich aus? Und macht es Dich langfristig glücklich?
Ich bin davon überzeugt, dass der Designer dieses Spieles, Gott, beim Erstellen auch einen Sinn mit vorgesehen hat. Zu schade nur, dass so viele Menschen so leben als könnten sie einfach den „Retry“-Knopf drücken, wenn sie den Sinn verfehlen oder „Game over“ gehen. Doch dieser Knopf ist im Lebens-Spiel nun mal nicht vorhanden.

Am Ende meines Lebens soll kein „Game over“ stehen. Ich möchte mehr als nur einen guten Highscore, wo die Leute sagen „beachtlich“. Vom Designer selbst, von Gott höchst persönlich, möchte ich hören „Ich bin stolz auf dich, wie du jede Aufgabe, jedes Quest, gelöst hast, darum habe hier ein Krone mit vielen Sternen als Pokal für dich!“
Und wie schaffe ich es, mein Lebens-Spiel so zu meistern? Ganz einfach: Der Designer ist mein Papa. Und wie das bei Papas so ist, kann man mit ihm zusammen spielen und ihn um Rat und Hilfestellung bitten. Noch nie habe ich es bereut das Gamepad aus der Hand gegeben zu haben. Dadurch beginnt der Spaß erst richtig.

Weißt du was? Das Beste kommt noch: Der momentane Zustand ist nur so etwas wie ein Vor-Level, eine Art Demo-Version. Ja, unser Leben hier soll nicht damit enden, dass dein Charakter gelöscht wird, weil er unbrauchbar geworden ist. Nein, dein Charakter soll weiterleben. Alle Bugs und Unschönheiten werden in der Vollversion nicht mehr existieren. Kein endloses Abmühen mehr und ein Spaßfaktor so hoch, wie wir ihn noch nicht mal erahnen können.

Ob du diesen „Spielstand“ erreichst, liegt ganz in deiner Hand. Ich möchte dir nur empfehlen, dass auch du dich an den Designer wendest und ihm deine ganze Konsole zugänglich machst.


Kommunikation ändern, oder wer in der Beziehung ist schuld, dass es nicht funktioniert?

09. Mai 2013, claudia - Mannablog

In der gegenseitigen Kommunikation gibt es eigentlich nur zwei Prinzipien zur Bearbeitung von Herausforderungen. Entweder ich sehe mich in der Pflicht zur Veränderung oder mein Gegenüber. Beide Sichtweisen haben ihre Berechtigung und sind an sich nicht falsch.

Lange Zeit war mein Gegenüber Schuld an der Situation. Dementsprechend war die Kommunikation auch aufgebaut. Es spielte keine Rolle, wie hoch der Schuldanteil des Anderen war. Hauptsache er wurde schuldig erklärt. Diese Sicht änderte sich vor einigen Jahren. Der Fokus verschob sich zu: du bist in der Pflicht. Willst du mit dem anderen auskommen, dann ändere dich und das wird schon werden. Das Pendel schwankte in die entgegengesetzte Richtung. Alle Macken und Eigenheiten meines Gegenüber werden mit dieser Sicht entschuldigt und in Schutz genommen. Das geht bis in  die externe Kommunikation. Frei nach dem Prinzip: ach lass ihn halt, er kann nicht anders. Eltern nehmen ihre Kinder in Schutz, obwohl sie von derem Fehlverhalten wissen oder Partner jeweils den andern.

Je nach persönlicher Konfliktbereitschaft gehen wir selbst auch entweder den ersten oder zweiten Weg. Einen Gefallen tun wir uns aber in beiden Fällen nicht. Durch sie nehmen wir uns die Möglichkeiten einer offenen und freundschaftlichen Art und Weise des Umgangs miteinander. Unsere Beziehungen leiden.

Unsere Kommunikation ist nun mal ein wichtiger Bestandteil einer jeden Beziehung die wir pflegen. Deshalb gilt es von beiden Teilen ein Stück zu nehmen. Probiere es mal, ändere ein Stück von dir. Meistens gibt es mindestens einen Punkt von dem wir wissen, wir sollten ihn ändern. Danach lade deinen Kommunikationspartner in ein Gespräch ein und adressiere einen Punkt der aus deiner Sicht wichtig ist.

Suche dir einen guten Zeitpunkt. Nach 10 Stunden intensiver Arbeit ist nicht der richtige Moment um Herausforderungen in der Kommunikation zu üben. Das geht am Besten nach einer Erholungsphase, z. B. einem Tag frei. Plane genügend Zeit für euer Gespräch ein. Zwischen Tür und Angel funktioniert so etwas nicht. Plane also Luft ein und nicht nur 5 Minuten vor dem Abendfilm im Fernsehen.

Hab Vertrauen in dich und deinen Gesprächspartner und es wird klappen. Viel Erfolg!


Es klingelt an der Tür ...

08. Mai 2013, Mannablog

Ich überlege mir, ob ich richtig gehandelt habe? Gestern hat es an unserer Haustür geklingelt. Wir haben zwar eine Sprechanlage mit Kamera, denn man kann in der heutigen Zeit nicht vorsichtig genug sein. Aber in diesem Moment rechnete ich fest damit, dass die Nachbarin kommt, denn wir hatten uns zum „Geburtstag-Kaffee-Klatsch-meiner-Tochter“ verabredet, so schaltete ich das Gerät nicht an. Ich machte also fröhlich die Tür auf, aber siehe da, keine Nachbarin, auch kein bekannter Postbote oder Päckchenlieferant, sondern ein kleiner alter Mann, gekleidet in einer schmuddeligen Jacke und einem Hut. Er lächelte etwas und streckte mir seinen Ausweis und einen Zettel entgegen. Da ich vor einiger Zeit schon mal auf so einen Menschen hereingefallen war, bin ich vorsichtig geworden. Er kommt aus Russland und hat alles was er hatte verloren. Da wir in einem guten Sozialstaat wohnen weiß ich, dass Menschen versorgt und ihnen eine Unterkunft geboten werden. Ich dachte, der Mann möchte Geld haben. Nein, Geld gebe ich nicht, denn was macht er mit dem Geld? Alkohol kaufen um seinen Kummer zu vergessen? Vielleicht Zigaretten? Ich war total unsicher. Was geht in so einem Menschen vor, der an Haustüren klingelt um Ansprache zu bekommen. Ja, vielleicht wollte er nur ein bisschen unterhalten werden um den Tag sinnvoll zu gestallten. Ich wusste es nicht. Als ich dann zu verstehen gab, dass er nichts von mir bekommt, deutete er auf seinen Mund und gab mir zu verstehen, dass er Hunger habe. „Sie haben Hunger?“ fragte ich. Er nickte. Ich machte die Haustüre zu, lies den Mann kurz draußen stehen und ging in die Küche. Was packe ich jetzt ein? Der Kuchen und die Plätzchen standen bereits auf einem schön gedeckten Tisch. Ich nahm eine Vespertüte und packte einige Plätzchen ein. Die gab ich dann dem hungrigen Mann. Er freute sich und verabschiedete sich.

„Sie schrien zum Herrn in ihrer Not, der rettete sie aus der Todesangst. Er brachte sie auf den richtigen Weg und ließ sie zu menschlichen Siedlungen finden. Nun sollen sie den Herrn für seine Güte danken, ihn preisen für ihre wunderbare Rettung! Er hat den Verdursteten zu trinken gegeben und den Hungernden reiche Nahrung verschafft.“ (Psalm 107, 7 – 9)

Ich habe dem Mann keine reiche Nahrung verschafft, aber einen kleinen Leckerbissen. Als er dann weg war, dachte ich, dass ich ihm ja noch Banane und Apfel hätte geben können. Und eine Flasche Wasser wäre sicherlich auch gut bei ihm angekommen.

Das nächste Mal mache ich es besser!


Ein Stück Zufriedenheit und Glück

07. Mai 2013, gastbeitrag - Mannablog

Der heutige Blog kommt von Anita Eitzenberger. Wir danken dir für deinen Beitrag! 

Es gibt Tage, an denen ich morgens aus dem Bett steige und nichts ist so, wie ich möchte. Die letzten Stunden verbrachte ich schon eher wach als schlafend im Bett, meine Beine schleppe ich mehr, als dass sie mich tragen und der Blick in den Spiegel zeigt mir jemanden, den ich heute wieder gar nicht mag. Nur die gewohnte Routine bringt mich gewaschen und gestriegelt einen Stockwerk tiefer um mir in der Küche das Frühstück zu machen bevor ich zur Arbeit fahre. Ach ja, ich darf meine Medikamente nicht vergessen einzunehmen, das tägliche Ritual, das ich eigentlich verabscheue, aber für meinen Körper mittlerweile lebensnotwendig geworden ist.

Meine Bibel liegt immer in unmittelbarer Nähe des Esstisches oder meist auch darauf. Vor längerer Zeit habe ich mir vorgenommen, alle Evangelien in kleinen Absätzen als tägliche Andacht zu lesen. Ich beginne im Wort Gottes zu lesen und es ist erstaunlich, wie schnell ich meine innere negative Stimmung ohne mein Zutun vorerst mal vergesse! Ich lese und bin in diesem Moment mit meinen Gedanken voll in Szene gesetzt. Ich kann miterleben als wäre ich selbst dabei, wenn Jesus mit seinen Jüngern am See Genezareth entlanggeht und in Bildern erzählt, oder wenn er vom Boot aus zu den vielen begeisterten Menschen am Ufer spricht, die von seinem Wort so fasziniert sind, dass sie sogar das Essen vergessen, sie verspüren erst Hunger als es Abend wurde! Jesus selbst sorgte durch ein Wunder dafür, dass alle Menschen mit nur einer Handvoll Lebensmittel speisen konnten. Ich bin voll dabei, als Jesus vor dem letzten Abendmahl seinen Jüngern die Füße wäscht und Petrus, einer seiner Jünger das so gar nicht verstehen kann, dass sein Heiland ihm die Füße wäscht und er es am liebsten ablehnen würde! Aber Jesus erklärt ihm liebevoll, dass diese Handlung notwendig ist und Petrus sonst keinen Teil an ihm haben würde. Dann sehe ich mich auch unter den Kranken, die Jesus entgegenlaufen, um ihn für einen kurzen Moment für sich zu haben und ihn um Heilung bitten....

Ein kurzer Blick auf unsere Wanduhr lässt mich wieder auf die Tatsachen dieses Morgens kommen, es wird Zeit, das Geschirr in den Geschirrspüler zu stellen, meine Tasche zu packen und mich auf den Weg zur Arbeit zu machen!

Jeden Tag ein kleines Erlebnis mit meinem Herrn! Er nimmt meine trübsinnigen Gedanken einfach mit, das habe ich schon oft erfahren dürfen. Das kann soweit kommen, dass ich nach kurzer Zeit ganz viel Energie bekomme und wie das Sprichwort sagt, Bäume ausreißen könnte oder dass ich rundherum Zufriedenheit und auch Glück verspüre, das ich dann unbewusst an meine Mitmenschen weitergebe!


Mein Gott und Walther, ein Einblick in die Entstehung

06. Mai 2013, Mannablog

Über einen Freund bin ich auf ein neuen Bibelkurs der katholischen Kirche gestoßen. Ziel der Einheiten ist es anschaulich und leicht erklärend den katholischen Glauben zu vermitteln.
Das alles wäre keine weitere Erwähnung wert. Gibt es das doch immer wieder neu auf die Zielgruppen angepasst.
Was aber erwähnenswert ist, sind für mich zwei Dinge:
1. Jemand hat nicht nur einfach ein paar theologische Punkte mit Fragen versehen zu Papier gebracht, sondern mit Liebe und viel Zeit ein sehr schönes, ansprechendes Material gebaut.
2. Es zeigt mal für uns Laien, wie aufwendig so eine Produktion ist und was alles dazu gehört.
Ich will keine Werbung machen, Mitglied der katholischen Kirche zu werden. Trotzdem will ich Werbung machen für dieses Material, zeigt es doch sehr schön spielerisch, dass es auch anders geht.


Vergesslichkeit und Prioritäten

05. Mai 2013, marcus - Mannablog

Mist. Es ist zwei Uhr nachts und ich habe ihn schon wieder vergessen, meinen Blog. Nicht, dass es das erste mal wäre, aber sonst habe ich es meist früher gemerkt, als es noch nicht so spät war. Allerdings bin ich auch eher selten so spät noch wach. Nun, eigentlich ist dieser Blog somit auch eine Lektion in etwas noch wichtigerem, als seinen Blog rechtzeitig abzuliefern, nämlich Prioritäten setzen. Heute hatten Freunde, die wir nur sehr selten zu Gesicht bekommen, die oberste Priorität. Alles andere kam danach.

Wenn wir alle Dinge, die es in unserem Leben gibt, betrachten, dann werden wir eines feststellen: Nichts ist in letzter Konsequenz so wichtig, wie die Menschen und die Beziehungen, die wir zu ihnen haben. Wenn wir uns keine Zeit für unsere Freunde und Familie nehmen, dann werden die Beziehungen darunter leiden und vielleicht sogar irgendwann kaputt gehen. Und selbst wenn nicht, dann berauben wir uns einer Menge schöner Momente. Leider ist das alles im Alltag oft nicht so einfach und manchmal fallen dann halt auch andere Dinge, die vielleicht auch wichtig wären, hinten raus.

Ich habe den Abend heute auf jeden Fall genossen und freue mich auch noch auf den gemeinsamen Sonntag. Und da ich mich ja noch rechtzeitig an meine Pflicht als Blogger erinnert habe, kann ich dich jetzt sogar - zumindest gedanklich - an meiner schönen Zeit teilhaben lassen. Im Angesicht unseres oft überfüllten Alltags, wünsche ich dir und mir immer das richtige Gespür zu haben, was wichtig und was noch wichtiger ist. Und ich wünsche uns den Mut, zu unseren Entscheidungen zu stehen, wenn es mal darum geht, zu rechtfertigen, wieso wir eine sehr wichtige Sache wegen einer noch viel wichtigeren nicht erledigt haben. 

Als Symbol für die schöne Zeit mir Freunden habe ich ein Bild mit Essen gewählt, denn das gehört dort einfach dazu!


Auch mit Arbeit zu? Dann probiere doch auch mal einen Tag der Ruhe

04. Mai 2013, claudia - Mannablog

Ruhe, ein Wort, was für ein Klang...

Dass Arbeit süchtig machen kann, wissen wir inzwischen. Immer wieder merke ich aber, dass auch wir Nichtsüchtigen von Arbeit gefangen genommen werden. In der Regel wollen wir unsere Arbeit gut machen. Dementsprechend sind wir nicht nur mit unseren Händen, sondern auch mit unseren Köpfen ganz bei der Arbeit. Wir tun und machen. Dabei ist es egal. ob es der Haushalt ist oder das alles füllende Hobby oder ein Arbeitsverhältnis. Alles ist Arbeit, denn der Körper kommt dabei nicht zur Ruhe.

Mit diesen ganzen Dingen sind wir so beschäftigt, dass wir gar nicht aufhören können. Wir denken und machen und tun. Doch zur Ruhe kommen gelingt nicht wirklich.

Kennst du das auch? Dann habe ich eine - ich muss gestehen, recht simple - Lösung. Mach es doch mal wie es im Buch der Bücher steht und mache heute frei. Nimm dir einen Tag in der Woche als Tag der Ruhe. Am Besten fange am Abend vorher schon an, denn das hilft beim Runterfahren und Ankommen in diesem Ruhe - Tag.

Immer wieder spricht der Verantwortliche des Buches von dieser Ruhe. Wenn es dich interessiert, dann gib mal Ruhe ein und lies dir die vielen Texte dazu durch. Ich finde es immer wieder spannend was das Buch dazu zu sagen hat.

Ruhe, ich kann dir einen solchen Tag der Ruhe nur empfehlen. Lasse deinen ganzen Alltag hinter dir und mache heute mal nichts von den vielen Dingen die du sonst tust. Viel Spaß!


Mein schöner toter Garten

03. Mai 2013, Mannablog

Ich habe mir heute zwei kleine Gärten angelegt. Seit Wochen haben sich bei mir dafür Kies, Dekosteine, Kunstpflanzen und andere Details angesammelt und ich musste einiges an Geld in den gängigen Hobbykramläden lassen. Aber wenn ich mir die bunten Wohlfühloasen in ihrer Schuhkartongröße so ansehe, bereue ich das nicht. Sie sehen für mich so einladend aus, dass ich am liebsten für ein paar Stunden schrumpfen und mich hineinlegen wöllte – auf dem Fensterbrett in der prallen Sonne.

Aber so leicht ist das nicht und so muss ich mich damit begnügen, die Kartons mit künstlicher Befüllung von außen zu betrachten. Sie erinnern mich an ein Baby, auf das man stolz blickt, dessen Entwicklung man aber nicht zu 100 % in der Hand hat. Bei meinem Garten habe ich genau genommen keine Hoffnung bzw. Bedenken, dass er sich in einen Urwald verwandelt oder auf meine Höhe wächst: Er ist leblos, nur schön anzusehen.

Wie muss sich unser Schöpfer fühlen, wenn er seinen Garten ansieht – seine Geschöpfe – die sich so viel daraus machen, wie sie äußerlich wirken und aussehen, und dabei manchmal sogar aufhören zu wachsen und lebendig zu sein? Unser Gärtner freut sich, uns lebendiges Wasser zu geben und uns wachsen zu sehen. Er beschneidet uns an manchen Stellen, aber sein Ziel ist, sein Schöpfungswerk zur vollen Blüte und Frucht zu bringen. Er möchte Zeuge dieser von ihm geschaffenen Schönheit werden.

Geben wir ihm und uns doch die Chance dazu.


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