Manna

Eben noch hinter dem Blog, jetzt schon vor der Kamera

21. April 2013, marcus - Mannablog

Wenn alles normal abläuft und das Leben seinen gewohnten Gang geht, dann bekommst du von mir eigentlich nicht viel zu sehen. Meine in Worte formulierten Gedanken findest du nicht einmal in handschriftlicher Form, um mich intensiver analysieren zu können. Allein der Inhalt und mein Schreibstil ist es, der dir zur Verfügung steht.

Das Tolle am Bloggen ist, dass ich genügend Zeit habe, um das, was ich sagen möchte, zu formulieren und in Worte zu kleiden. Niemand sieht den Prozess, sondern nur das, was im Endeffekt dabei raus kommt.

Ganz anders ergeht es mir dieses Wochenende in Leipzig. Modobonum ist unterwegs, um Filmaufnahmen zu machen und Interviews zu geben. Natürlich weiß ich in diesem Fall in etwa, was ich sagen möchte. Aber wenn die Kamera läuft, dann läuft sie und ich muss an einem Stück, ohne Fehler, erzählen. Wie du dir sicher vorstellen kannst, habe ich einige Anläufe gebraucht, um ein zufrieden stellendes Ergebnis zu erreichen, Lachflashs und Zungendreher inklusive. Mein Trost dabei war, dass es, ausnahmslos, jedem im Team ganz genauso erging.

Das Leben ist eben nicht immer planbar und wohl überlegt. Viele Situationen im täglichen Leben erfordern kompromisslose Spontaneität, schnelle Entscheidungen, gutes Timing und den Mut trotz Fehler immer weiterzumachen. Wichtig ist dabei nur, dass du insgesamt weißt, was du im Leben möchtest. Selbst mit einem Plan im Kopf ist es noch schwer genug, in einem wichtigen Moment das Richtige zu sagen, zu tun oder die richtige Entscheidung zu treffen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man nicht alles wissen kann. Oft schon hat mir ein Gebet aber die entscheidende Hilfe von Gott gebracht.

Wenn du manchmal keinen Plan hast, wie es weitergehen wird, dann vertraue dich ihm an und verlasse dich auf die Stimme in dir drin.

Wir bedanken uns bei René Karich vom dcf, dass er sich für uns Zeit genommen hat.


Heute ist DER Tag, heute ist dein Tag, JETZT

20. April 2013, claudia - Mannablog

Heute morgen beim Aufstehen fiel mir ein Lied in meinen Kopf und hält sich seitdem beharrlich darin fest. Eigentlich ist es gar kein ganzes Lied, sondern nur eine Strophe: "Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat".

Kennst du das? Bereits heute an morgen und die Arbeit denken? Was läuft, wo könnte es Probleme geben? Was muss alles erledigt werden? Hoffentlich geht alles mit der Familie gut, ... usw. Ist doch erstaunlich.

Wir haben nur die Möglichkeit das Jetzt zu gestalten. Wenn wir das tun, gestalten wir auch unser Morgen, aber das Morgen selbst können wir nicht verändern.

Im Jetzt liegt die Chance für uns, unser Jetzt ist dieser Tag heute. Es ist nicht morgen und war auch nicht gestern. Vielleicht ist heute DER Tag deines Lebens und du merkst es nicht einmal, weil dein Kopf nicht dabei ist.

Wir senden dir herzliche Grüße aus diesem Tag, denn heute ist der Tag! Nimm dein Heute in die Hand und lebe dein Heute. Lass es dir nicht von dir und deinen Vorstellungen rauben. Egal ob du in Urlaub fährst oder krank in der Klinik liegst, heute ist der Tag ein Geschenk für dich.

Das du dein Jetzt erleben kannst, ist ein Geschenk dessen, der die Zeit erfunden hat. Gott, YHWH hat sie erfunden für dich. Lebe diesen Tag und ärgere dich nicht darüber, denn über Geschenke soll man sich freuen.


Auf dem Weg zu unserer ersten Videoproduktion

19. April 2013, claudia - Mannablog

Heute ist es soweit. Wir starten zu unseren ersten professionellen Videoaufnahmen.

Dazu fahren wir nach Leipzig. Dort treffen wir uns mit einem Kameramann und dem DCF (Deutsches Christliches Fernsehen). Ich muss gestehen, das ist spannend. Nicht nur für mich, für uns alle. Wie wird das werden? Wie viele Stunden werden wir für 4 Minuten  brauchen?

So wie ich uns kenne, werden wir hinterher wissen, was wir beim nächsten Video anders machen.

Unser Drehbuch ist in Excel und besteht aus 63 Zeilen. Jede Zeile hat seinen Text und die Beschreibung was dabei passiert. Wir haben eine Liste, was wir alles einpacken müssen: Luftmatratzen und Bettzeug, modobooks,  Kamera, Asterix Comic, Intel Cap, ..... Nicht nur für mich als Frau eine wichtige Frage: Was ziehe ich an?

Wir haben also ein spannendes Wochenende vor uns. Auf jeden Fall erhältst du von uns einen Bericht, wie es gelaufen ist. Und irgendwann, wenn er fertig ist, bekommst du auch unseren Clip zu sehen.


Schmiere für´s Ego

18. April 2013, Mannablog

Unsere Gesellschaft lebt und liebt das Selbstmarketing. Wir sehen es auf Facebook, wir sehen es auf der Straße. Mit Photoshop wird das Profilbild nachbearbeitet, der Student kommt frisch aus dem Fitnessstudio, das Mädchen im McDonalds zieht sich in der Toilette ihren Lippenstift nach. Und ich - ich bin mittendrin. Ich habe sogar gerade eine Hausarbeit darüber geschrieben, dass es auf YouTube so viele Tutorials gibt, die sich mit Äußerlichkeiten beschäftigen. Und das nicht, weil mir das Thema aufgedrückt wurde, sondern weil es mich interessiert.

In letzter Zeit ist mir mehr und mehr klar geworden, dass es Dinge im Leben gibt, die nicht so viel Zeit und Elan verdienen, wie ich ihnen zuteile. Ausgiebige Essenseinkäufe, Kochen, jeder Morgen vor dem Badspiegel, mein Fitnessprogramm. Das alles ist schön und gut, es trägt durchaus zu einer besseren Lebensqualität bei und wenn ich ehrlich bin, kann ich dem viel abgewinnen. Für den Moment. Ich liebe es etwas aufzuhübschen, Entwicklungen zu sehen, wenn ich den Sport jeden Tag wiederhole, meinem Freund etwas Ungewohntes zu kochen, was etwas aufwendiger ist. Aber bei diesen Dingen, die quasi das Öl für unseren Lebensmotor sind, dürfen wir nicht die eigentliche Straße aus dem Blick verlieren. Jugendliche Schönheit vergeht mit den Jahren und Hunger habe ich am nächsten Tag erneut.

"Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du wandeln sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten." (Psalm 32, 8) In diesem Vers wird klar: Wir müssen Gott anschauen, um seinen Weg für uns zu entdecken und uns darauf zurecht zu finden. Gottes Weg mit uns geht Tag für Tag, Stunde für Stunde weiter. Deshalb ist es wichtig, dass wir unsere Belange, die uns einen angenehmen Alltag verschaffen sollen, dem unterordnen, was an der Tagesordnung Platz Eins einnehmen soll. Wenn wir eine Ahnung davon bekommen haben, wie sehr Gott uns liebt und was er für uns tut und getan hat, dann können wir ihm vertrauen, dass er sich wie um die Vögel auch um unsere Alltagssorgen kümmert. Und dass unser Tag nicht im Eimer ist, nur weil wir unser strenges Sportworkout ausfallen lassen mussten, weil jemand Hilfe brauchte, weil wir Zeit in der Bibel oder im Gebet verbracht haben oder zu was Gott uns sonst hin geführt hat. Augen auf also für Gottes Augen.


Aus welcher Quelle trinke ich?

17. April 2013, Mannablog

Bei uns in der Nähe gibt es eine Gesundheitsquelle, frisches Wasser vom Berg. Dorthin kommen viele Menschen mit leeren Flaschen und füllen sich das Wasser ab. Sogar die Ärzte schicken ihre Patienten zu dieser Quelle. Dieses Wasser dient als Heilquelle für verschiedene Krankheiten. Auch wir trinken dieses Heilwasser. Es schmeckt erfrischend.

Es gibt viele Quellen, aus denen wir schöpfen um Kraft und Freude für den Tag zu bekommen. Manch einer meint, auf jeder Hochzeit tanzen zu müssen. Man verausgabt sich, versucht jeden Termin wahrzunehmen, der sich bietet. Aber auch hier muss eine Quelle des Kraftschöpfens geboten werden. Ein anderer kann nicht „nein“ sagen. Immer für andere da zu sein, sich selbst hinten anstellen, kann für den einen oder anderen Lebenssinn sein. Kraft schöpfen? Man muss lernen, auch mal an sich selbst zu denken. Aber auch Ehrgeiz, sich zu profilieren um Applaus zu bekommen, kann eine Lebensquelle sein, im Zeitalter der Technik sieht man immer wieder, dass die guten Noten der Kinder auf facebook gepostet werden. Ansehen, immer im Mittelpunkt stehen, das laugt die Kraft aus.

Wie sieht es mit dem Erwartungsdruck im Beruf aus? Perfektionismus? Nur sechs Wochen Urlaub im Jahr. Und die werden hergenommen um im Haus und Garten zu arbeiten? Wo bleibt da die Quelle zum Kraft schöpfen?

Jesus sagt: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen.“ (Johannes 10,10b)

Wir dürfen dankbar sein: Für Termine, die wir wahrnehmen können, für Nachbarn, die uns brauchen, für Auftritte auf der Bühne, gute Noten in der Schule und Vorankommen im Beruf.

Bei all den Tätigkeiten, die es jeden Tag zu meistern gilt, dürfen wir Gottes Angebot nicht vergessen: „Du selbst bist die Quelle, die uns Leben schenkt. Deine Liebe ist die Sonne, von der wir leben.“ (Psalm 36,10)


Karl Marx und Lenin, Opium für das Volk und warum er irrt

16. April 2013, claudia - Mannablog

Karl Marx schrieb: Religion ist das Opium des Volkes. Das war 1844. Einige Jahrzehnte später griff Lenin diesen Ausspruch auf mit einer kleinen Veränderung: Religion ist Opium für das Volk. Beides klingt nicht besonders schön und einladend. Setzt es doch den persönlichen Bezug zu Religion mit Drogen und damit Drogenabhängigkeit gleich.

Religion in meiner Umgebung ist ein bunter Baukasten zum selbst zusammen bauen. Etwas Christliches und etwas Asiatisches, das ganze vermischt mit etwas Mythologie. Ziel ist dabei ein persönliches Wohlgefühl zu erreichen.

Interessanterweise erfüllt es damit genau diese Definition von Karl Marx und Lenin. Es ist Opium um von etwas anderem abzulenken.

Was ist aber, wenn das, was am meisten weggeschoben wird, das Christentum, wahr ist? Was ist wenn es diesen Gott gibt und er diese Erde wirklich geschaffen hat und was ist wenn er von dir und mir Rechenschaft verlangt für unser Leben? Wie ist das, wenn du plötzlich Bericht geben musst, warum du nicht gehandelt hast, als es möglich war?

Religion mag Opium für das Volk sein. Aber in einem irrt Karl Marx gewaltig. Bloß weil er diesen Gott aus seinem Leben geschoben hat, hat er nicht aufgehört zu existieren. Von daher ist das Handeln von Marx sein goldener Schuss gewesen.


Ein Gefühl für das Schöne

15. April 2013, marcus - Mannablog

Es gibt Menschen, die haben einfach einen Blick für Schönes. Manch einer kann sich anstrengen, Kurse besuchen und sein Bestes geben, dann schafft er es vielleicht irgendwann, das, was er gelernt hat, umzusetzen. Ob er dadurch tatsächlich einen Blick für das Schöne bekommen hat, ist allerdings fraglich, vielleicht hat er nur Werkzeug an die Hand bekommen, nach bestimmten „Schönheits-Prinzipien“ zu handeln. Wiederum ist ja sowieso die Frage, was eigentlich „Schönheit“ überhaupt ist, denn die liegt ja sprichwörtlich ohnehin im Auge des Betrachters. Man selbst sollte sich halt wenigstens wohlfühlen, mit den „schönen“ Sachen mit denen man sich umgibt.

Ich habe in meinen Augen das große Los gezogen. Denn es gibt einen Menschen in meinem Leben, der sich ständig mit schönen Dingen umgibt und der das mit einer absoluten Leichtigkeit tut, ohne es jemals gelernt zu haben. Das wundervolle ist, dass ich mit diesem Menschen in einem Haus wohne und dadurch auch ständig von schönen Dingen umgeben bin. Wahrscheinlich kannst du dir schon denken, wer dieser Mensch ist: Meine Frau.
Egal was man ihr in die Hand gibt, sie macht es zu etwas Schönem. Eine Handvoll Natur, ein paar Blumen und ein paar Meter Stoff, Bänder und sonstige ähnliche Dinge und schon erkennt man die einzelnen Bestandteile kaum wieder. Die Inspiration dazu war dann wohl dieser gestrige erste Frühlingstag. 

Unser Schöpfer hat Dinge geschaffen, die an sich schon schön sind. Und er hat uns die Möglichkeit gegeben, diese zu verändern und zu etwas Neuem zu kombinieren. Es ist einfach toll, wie viel Kreativität uns unser Schöpfer mitgegeben hat. Wir sollten die Ergebnisse dieser jeden Tag genießen. 


Zeit und Ruhe verändern ....

13. April 2013, claudia - Mannablog

Letzte Nacht war ganz klar. Seit langem haben Mond und Sterne nicht so schön geleuchtet. Es war einfach toll. Während Alex und ich so in die Nacht schauten, bemerkten wir, wie die Menschen konzentriert unterhaltend und diskutierend vorbei gingen. Sie nahmen ihre Umwelt nicht wahr, geschweige denn die Nacht und den herrlichen Himmel.

Es ist für mich immer wieder erstaunlich, dass wir Ruhe brauchen um unsere Umwelt wahrnehmen zu können. Je weniger Ruhe wir haben, um so weniger nehmen wir von unserer Umwelt wahr. Von der Natur ganz zu schweigen.

Glaubst du, du kannst nicht runter fahren und zur Ruhe kommen? Lass dich trösten, es geht. Abgesehen vom Willen dazu, ist etwas Zeit nötig. Der Zeiteinsatz dafür lohnt sich allerdings.

Ich finde es beeindruckend, wie sich die Wahrnehmung verändert, wenn der eigene Körper anfängt zur Ruhe zu kommen. Was würden wir wohl wahrnehmen, wenn wir Westeuropäer entspannt und in Ruhe leben würden?

Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir uns mal auf die Suche danach machen sollten.


(S)Ein Zeitplan

12. April 2013, Mannablog

Ich muss Ende Mai meine letzte Hausarbeit abgeben und dafür brauche ich unbedingt etwas Motivation, damit ich auch noch meine Bachelorarbeit im vorgesehenen Zeitraum gut über die Runden bringe. Mit meinem Freund habe ich abgemacht, dass ich bis in einer Woche fertig sein muss, sonst passiert das eine oder das andere bleibt aus.

Nach unserer Abmachung habe ich mich gleich an die ersten Seiten gesetzt. Das grobe Gerüst und die Überschriften standen, das provisorische Inhaltsverzeichnis, die Seitenzahlen. Am nächsten Tag ging es weiter, es kamen etwa fünfzehn Seiten dazu plus einige noch unausgefüllte Tabellen und Leerseiten. Das Literaturverzeichnis hat sich gefüllt. Der Samstag sah für mich nicht mal sehr stressig aus, ich hab gelesen, geschrieben trotz Zahnschmerzen, war mit einem Kumpel unterwegs und hatte zwischendurch richtig Zeit. Nun war ich so im Schreibfieber, dass ich am liebsten den Sonntag auch noch dazu genutzt hätte. Aber nein, mir wurde klar, dass Gott den Ruhetag für mich und für ihn und uns beide reserviert hatte. Also musste ich mich zusammenreißen und die Hausarbeit weitgehend von mir wegschieben. Der Tag war im Endeffekt auch echt schön, zumal meine Zahnschmerzen einfach verschwunden waren.

Am Montag konnte ich dann wieder weiterschreiben und abends meinem Freund das Zwischenergebnis zeigen. Als er sah, dass die Arbeit schon über 20 Seiten hatte, hat er erst mal gefragt, ob ich vielleicht so ein Zeitwunder gehabt hätte, wie bei Jesus und der Vermehrung von Brot und Fischen. Im Nachhinein glaube ich, dass er gar nicht so Unrecht hatte.

Ich glaube, Gott gibt uns manchmal einen ganz persönlichen Motor, um Aufgaben, die uns zwar wichtig scheinen, aber für ihn nur zweitrangig sind, gut und schnell über die Bühne zu bringen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar, denn hätte ich nicht diese Motivation und den Einfall mit dem Zeitplan gehabt, würde ich wahrscheinlich noch unnötige Zeit vor den leeren Seiten sitzen. Stattdessen habe ich jetzt genug Zeit, die Feinarbeit zu machen und bin gleichzeitig offen für das, was Gott für die nächste Zeit womöglich als wichtiger ansieht. Zum Beispiel die Zeit mit ihm. Und wofür noch, da lasse ich mich überraschen.

Gott hat für uns alle seinen „wunder“-baren Zeitplan und ich wünsche dir, dass du ihn erlebst.


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