Manna

Mit Jesus läuft alles einfach besser, stimmt das wirklich?

02. April 2013, claudia - Mannablog

Dieses Zitat war der Streitpunkt. "Wir erleben, dass die Botschaft von Jesus eine befreiende Kraft ist, die wir nie wieder vermissen möchten. Mit ihm läuft alles einfach besser."

Läuft mit Jesus wirklich alles besser? Schnell ist Widerspruch gefunden. Argumente, die gegen diese Aussage sprechen, könnten folgendermaßen lauten: Jesus hat von Verfolgung gesprochen und vom Leid als sein Nachfolger. Jesus sprach davon, dass die Christen verachtet werden und deshalb Nachteile erleiden.

Wie ist es nun mit der Aussage: mit ihm läuft alles einfach besser? Ich kann nicht für andere Christen sprechen. Doch für das Leben  von Alex und mir gilt, unser Leben läuft mit Jesus einfach besser. Nein, wir sind keine Millionäre und auch nicht immer gesund. Auch in unserem Leben gibt es Menschen und Situationen, die uns als Christen bis an die Grenze fordern. Gerade aber weil das alles so ist, läuft es mit Jesus besser.

Ohne Jesus wäre ich nicht mehr am Leben. Ohne ihn hätte ich nie diesen wunderbaren Mann gefunden. Ohne Jesus müsste ich mit meiner Schuld alleine klar kommen. Ohne Jesus wäre ich an Menschen bereits zerbrochen, weil ich mit ihnen nicht klar gekommen wäre. Ohne Jesus wäre ich ein zynisches und unausstehliches Etwas geworden.

Wenn ich Berichte aus anderen Teilen der Welt lese und was Christen erleben, weil sie Christen sind, dann ziehe ich meinen Hut vor ihnen. Doch gerade sie sind es die sagen, dass es sich lohnt Christ zu sein.

Meinen Jesus lass ich nicht, auch wenn die Welt untergeht. Das ist so, weil ich erlebt habe, dass mein Leben mit ihm besser läuft. (Deshalb fällt mir das gehen über Klippen ohne Brücke trotzdem schwer. Doch Jesus sagt, dass er die Brücke ist.)


Zuckerschock

31. März 2013, marcus - Mannablog

Zuckerschock ist ein wahnsinnig gemeiner Zustand. Kurz zuvor sitzt du noch da, bist meist auch in guter Gesellschaft, und genießt die angeregte Unterhaltung nebst sich auf dem gebogenen Tisch befindlichen Süßspeisen. Und plötzlich ist er da: der Zuckerschock.

Keine Ahnung ob du das jemals hattest, aber mir ist es erst gestern Nachmittag wieder passiert. Nach einem deftigen Essen gab es noch ein reichhaltiges Kuchenbüffet mit verschiedenen Leckereien. Natürlich muss auch von jedem ein Stück gegessen werden - den Bäckerinnen und auch meiner Neugier zuliebe.

Allerdings hätte ich ja wissen müssen, dass die Fülle an Nahrungsmitteln, insbesondere der zuckerhaltigen Nahrung (nennen wir sie mal  Nahrungsergänzungsprodukte), meine kognitive Leistung etwas einschränken würde. Bei mir äußert sich das Ganze dann in einer Denkblockade mit Müdigkeit und gestörter Filterfunktion für Außenreize. Kurz gesagt: Lasst mir momentan einfach meine Ruhe! Nach einer Runde Couching und Freiheit von Störfaktoren wie akustischen oder visuellen Reizen z.B. in Form von Gesprächen, stabilisiert sich die Situation dann zunehmends wieder.

Es fasziniert mich, wie unser Körper auf Überforderungen aller Art reagiert und wie schnell er sich wieder erholt, wenn wir ihm zeitnah ausreichend Zeit dafür geben. Egal mit was wir uns überlasten, wenn wir immer wieder Phasen der Ruhe einplanen, geht meist alles gut. Ein Problem bekommen wir erst dann, wenn die Zeiten der vielen Arbeit und des Stresses nicht mehr enden wollen und wir die Warnzeichen unseres Körpers und unserer Seele nicht beachten.

Unser Schöpfer weiß um diesen Umstand und er hat bereits vor langer Zeit für diesen Fall vorgesorgt: Er stellt in jeder Woche einen Tag der Freiheit von Stress und Arbeit bereit. Er nennt diesen Tag "Sabbat" - Ruhetag. Ich habe erst gestern diesen Tag genossen und kann dir nur empfehlen, es auch zu tun.

So entgehst du vielleicht nicht immer dem Zuckerschock, aber hast eine große Chance, alle möglichen anderen seelischen Burnout-Katastrophen weiträumig zu umschiffen.


Ohr ab – arm dran?

29. März 2013, Mannablog

Am Sonntag ging es im Gottesdienst um das Thema Vergebung. Es wurde nicht nur an der Oberfläche geschabt, sondern die Notwendigkeit des Vergebens und Loslassens ganz klar betont – damit ein Leben in Freiheit möglich ist. Schließlich hat die ganze Gemeinde Gott viele Lebensaspekte gebracht, die Vergebung brauchten.

In den Osterfeiertagen und der Karwoche liegt das Thema Vergebung eigentlich ganz nahe. Was Jesus am Kreuz eigentlich getan hat, ist viel mehr als die Hingabe in den Tod. Er hat uns vergeben. Er hat unsere Berge von Schuld vergeben.

Mir ist klar geworden, dass Jesus seinen Kindern nicht nur die Schuld vergibt, die irgendwie gerechtfertigt ist. Wenn mir jemand etwas getan hat, dann habe ich oft überlegt, ob er denn irgendwie rechtfertigen kann, warum er das so und so gemacht hat. Aber bedingungslose Vergebung, das ist es, was wir Menschen wirklich nötig haben. Weil wir so oft ohne legitime Rechtfertigung Dinge tun, denken, sagen, die andere verletzen. Handlungen, die unverantwortlich mit Zeit und anderen wertvollen Gütern umgehen. Es ist nicht immer nachvollziehbar, entschuldbar, was wir tun. 
Als Jesus im Garten Gethsemane von den Soldaten gefunden und von Judas verraten wurde, schlug Petrus, ein enger Freund von Jesus, einem der Soldaten das Ohr ab. Jetzt könnte man meinen, Jesus hätte das, gerade unter diesen Umständen, als berechtigt abtun können. Aber nein, so ist er nicht – entgegen jeder Erwartung und so tief verankert in seinem liebevollen Wesen vergibt er – beiden. Und nicht nur das. Er legt auch noch seine Hand auf die Verletzung und heilt das Ohr! Ist das nicht Wahnsinn? Er nähert sich seinem Feind nicht mit einer drohenden oder abwehrenden Geste, sondern mit einer liebevollen, heilenden. Wer muss da perplexer gewesen sein – Petrus oder der Soldat?

Ich wünsche dir, dass du an diesem Osterfest neu erfährst, was für ein großes Geschenk Jesus uns mit seinem Tod und seiner Auferstehung gemacht hat. Dass die Vergebung, die er uns erkauft hat, unendlich viel wert ist und dass wir sie so bitter nötig haben, um selbst ein Leben leben zu können, das anderen nicht mühselig die Schuld hinterher trägt.


ein paar Gedanken zu Ruhe und was ich tun kann um sie zu finden

28. März 2013, claudia - Mannablog

Vor einiger Zeit las ich einen Fachbeitrag über eine besondere Erkrankung. Die junge Frau kann nichts vergessen. Alles was sie sieht und hört, alles was in ihrem Umfeld geschieht, speichert ihr Gehirn ohne eine Schranke  davor. Ihr Gehirn sortiert also nicht, nach dem Prinzip brauche ich noch oder lösche ich gleich. Als Ergebnis davon wurde sie krank.

Ist es nicht wunderbar, dass unser Gehirn eine Grundselektion vornimmt? Das entspannt und gibt Ruhe. Ist immer etwas los, sorgt das in unserem Kopf für Arbeit und das ist Belastung. Immer wieder kommt es vor, dass wir dann keine Ruhe finden. Es ist einfach zu viel los. Uns geht es in solchen Momenten wir dieser jungen Frau. Nur haben wir den Vorteil, dass wir  daran etwas ändern könnten.

Wir sehnen uns nach Ruhe und tun in unserem Alltag oft das ganze Gegenteil. Du wünschst dir Ruhe und sitzt wieder vorm Rechner und hängst im Internet? Ich kann dich trösten, es geht nicht nur dir alleine so.

Eines aber weiß ich, wollen wir Ruhe finden, können wir in unserem Alltag eine ganze Menge dafür tun. Läuft deine Musik immer? Probiere es mal mit abschalten. Am Anfang ist diese Ruhe ungewohnt, doch es ist Gewohnheit. Mit der Zeit stellst du fest wie herrlich Ruhe ist. Ich möchte meine Ruhe zu Hause nicht mehr hergeben. Läufst du Gefahr am Rechner hängen zu bleiben, dann setze dir ein Zeitlimit und dann schalte den Rechner aus.

Ohne Ruhe werden auch wir krank. Deshalb wünschen wir dir ein wunderschönes Wochenende in Ruhe. Hier auch gleich eine kleine Unterstützung zum Ruhen, zu Träumen:


Probleme einfach überhören

24. März 2013, marcus - Mannablog

Ich habe letztens ein Programm einem Test unterzogen, das dafür gut ist Knacken, Rauschen und andere Störgeräusche aus Aufnahmen zu entfernen. Man kann das Ganze zum Beispiel auch verwenden, um Schallplatten zu digitalisieren und anschließend von unschönen Geräuschen zu befreien. Da ich weder Plattenspieler noch Platten habe, machte ich mir mit Hilfe eines Audio-Werkzeugs einfach welche: Es fügt Knacken, Kratzen, und andere Störgeräusche in beliebiger Intensität zu Aufnahmen hinzu. Nachdem ich meine „Schallplatten“ fertig hatte, testete ich die Software auf Herz und Nieren und verglich die Ergebnisse mit den Originaldateien. Ich war wirklich zufrieden mit der erbrachten Leistung des Programms und malte mir schon aus, ein durchweg positives Review zu schreiben.
Zuhause angekommen wollte ich es allerdings nochmal genauer wissen und nutzte zum Abhören diesmal mein Audio-Interface und meine guten alten Beyerdynamic DT770 Pro Kopfhörer. Was sich mir damit dann offenbarte, konnte ich anfänglich kaum glauben. Ich hatte das Gefühl, die Dateien überhaupt gar nicht bearbeitet zu haben. Da waren sie wieder, die Störgeräusche! Anscheinend hatte ich die Geräusche mit der eingebauten Soundkarte und den kleinen Kopfhörern einfach nicht wahrnehmen können. Und so musste ich meine Meinung noch einmal revidieren….

Die Geschichte hat mich wieder einmal gelehrt, dass man manchmal schon etwas genauer hinsehen bzw. -hören muss, bevor man sich ein Urteil erlauben kann. Oft sind wir Menschen sehr schnell dabei, ein Vorurteil zu fällen, dass dann auch andere noch beeinflusst. Und meistens haben wir von der ganzen Sache überhaupt keine Ahnung, sonst wäre es ja auch kein Vorurteil. Und hätten wir die Sache näher betrachtet, dann hätten wir sogar noch Verständnis und würden das dumme Gerede gleich sein lassen.

Ich möchte dich ermutigen, alles, was dir begegnet, erst einmal zu hinterfragen und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Es könnte sein, dass du etwas Wichtiges übersehen hast. Es gibt nur einen, der alle Details kennt, und selbst obwohl er das tut, behandelt er jeden Menschen so, als würde es nur Gutes zu berichten geben. Gott macht das so, und wir sollten es wenigstens versuchen. Wir haben in dieser Hinsicht noch sehr viel zu lernen. Also Kopfhörer auf und genau hinhören. 


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