Manna

Mein Schnee von gestern

28. Februar 2013, Mannablog

Deutschland, ein Wintermärchen. Für viele wird dieses Märchen inzwischen schon eindeutig zu lange dauern, wenn sich der Schneematsch in die Schuhe schleicht und die Kälte sich dazu gesellt. Auch die Straßen sind bei uns nicht gerade schneefrei, ganz abgesehen von den Fußwegen.

Als ich diese Woche gerade dabei war, einen recht steilen Fußweg hoch zu stolpern, sah ich gegenüber eine Fußgängerin, die trotz Absatzschuhen und Gepäck schneller war als ich. Das hat mich motiviert, doch noch einen Zahn zuzulegen, da ich sowieso schon spät dran war.

Als ich nach einer Weile wieder hinüber sah, konnte ich erkennen, dass das ein hoffnungsloses Unterfangen werden würde. Auf der anderen Straßenseite war der Fußweg geräumt, auf meiner Seite ist mein Fuß mit jedem Schritt im Matsch gelandet und ein Stück zurück gerutscht.

Schnee von gestern. Hast du noch Schnee von gestern in deinem Herzen rumliegen, der dich daran hindert voranzukommen?

Schnee von gestern, das kann Verschiedenes sein: veraltete Vorstellungen über dich selbst, Vorurteile gegenüber anderen und Gott oder das Nachtragen und Nichtvergessenwollen von Fehlern deiner Mitmenschen und dir.

Wenn sich darüber noch eine Eisschicht bildet, wird es nicht nur für dich, sondern auch für andere gefährlich, die dir über deinen Schneeweg laufen. Bitterkeit ist dafür die beste Voraussetzung.

„Lass die Sonne nicht über deinem Zorn untergehen.“, hat Jesus gesagt und er wusste scheinbar, dass sich aufgeschobenes Schneeschieben nicht besonders positiv auf unser Vorankommen und unser Gestalten von Beziehungen auswirkt.

Er bietet dir seine Hilfe an beim Schneeschieben. Jetzt ist es an dir, die Schippe zu schnappen und bald wird dort, wo der Schnee den Weg versperrt hatte, nur noch eine austrocknende Pfütze übrig sein.


Der Blick im Tunnel oder wo auf der Treppe stehst du

27. Februar 2013, claudia - Mannablog

In den letzten Tagen sind Alex und ich viele Tunnel gefahren. Es ging rein in den Tunnel und war schlagartig dunkel. An der Seite waren ein paar Positionierungslichter für die Orientierung und wir fuhren. Die Straße ging um die Kurve, sie ging nach unten oder stieg an, aber was auch war wir fuhren weiterhin im Tunnel. Doch dann irgendwann wurde es wieder hell, wir sahen das Ende des Tunnels und plötzlich waren wir draußen.

Genau so ist unser Leben auch. Es gibt immer irgendeinen Tunnel. Sei es die Arbeit, eine Situation in der Familie, die Finanzen. Als bei mir mein ganzes Leben in Scherben schien, bekam ich ein Bild von einem befreundeten Maler gemalt. Dieses Bild hängt bei uns an einer zentralen Stelle und erinnert uns an die Vergänglichkeit von "Glück".

Damals galt für mich nur das Prinzip Hoffnung. Doch wie das aussehen sollte hätte ich nicht beantworten können. Je nach Situation definierte ich für mich eine Position auf der Treppe. Mal bin ich ganz oben und schaue auf das was kommt und manchmal stehe ich ganz unten und habe die Treppe noch vor mir.

Was wir in unserem Leben gelegentlich vergessen ist die kleine schwarze Tür der persönlichen Entscheidung. Während wir die Treppe nach oben steigen, kommen wir nicht nur der Perspektive näher, sondern auch dieser Tür. Immer wieder habe ich festgestellt, dass Menschen am Ende nicht die Perspektive wählten, sondern die Tür.

Wo stehst du? Wie entscheidest du?


Schön, dass jemand an dich denkt

26. Februar 2013, gastbeitrag - Mannablog

Völlig unerwartet erhielt ich heute einen Anruf von einem Freund. Ich nahm den Anruf entgegen, ohne die Telefonnummer des Anrufers zu erkennen. Ein Mann mit einer angenehmen Stimme meldete sich: "Hallo, hier ist Tim. Wie geht es dir?"

Ich hatte lange nicht mehr mit Tim gesprochen. Es schien gefühlt mehrere Jahre, seit dem ich das letzte Mal mit ihm sprach. Ich erwiderte: "Danke, mir geht es gut."

Wir sprachen einige Minuten und er sagte mir einfach, dass er in der letzten Zeit öfter an mich dachte. Erst jetzt hatte er die Zeit gefunden mich anzurufen.

Das sind mir fast die liebsten Anrufe. Welche, die sich einfach ergeben und ein lieber Mensch mal "Hallo" sagen will. Ich bin dankbar dafür, dass es Menschen gibt, die einen selbst nach langer Zeit nicht vergessen.

Fast genauso ist es auch mit Gott. Der Unterschied ist, dass Gott uns jeden Tag erneut versucht zu erreichen. Das Problem: Unsere (Telefon-) Leitung ist besetzt oder wir gehen nicht ran.

Nimm dir heute Zeit, für deinen ganz persönlichen "Anruf" von Gott! Gute Verbindung!


Gehorsam ist gar nicht so einfach

25. Februar 2013, Mannablog

Gott will das Beste für uns und es würde uns wunderbar gehen, wenn wir einfach nur auf ihn hören würden und das tun, was er uns sagt. Wir wissen ja eigentlich, dass das für uns am Besten wäre.

So ging es mir in den letzten Tagen. Bedingt durch verschiedene Allergien fällt das Essen von Milchprodukten und Weizen für mich aus und ich weiß, dass ich gut daran tue, wenn ich konsequent darin bin. Gott half mir auch beim Verzichten und daran Gewöhnen.

Nun stand ich diese Woche vor dem Nutellaglas und habe einen Löffel davon genascht, weil ich naiv dachte, wird schon nichts passieren. Und die "Konsequenz" folgte sofort. Ich bekam ziemlich schmerzhaften Ausschlag. Die Reaktion war stärker als früher, als ich noch Milchprodukte essen konnte. So litt ich die nächsten zwei Tage unter meiner Dummheit und Gier. Vor allem ärgerte ich mich sehr über mich selber, dass ich trotz besseren Wissens mal wieder reingefallen war.

Ich hoffe, ich werde dieses Erlebnis nicht so schnell wieder vergessen und mich davon motivieren lassen. So bete ich nun morgens, dass Gott mir hilft, der Versuchung durch Naschereien (mit Milch) zu widerstehen. Ich weiß, dass er mir helfen wird, denn er will ja auch nicht, dass ich als sein Kind leide und schon gar nicht durch eigene Dummheit.


Der freie Wille

24. Februar 2013, marcus - Mannablog

Die Tage bin ich am Lesen eines Buches, das unter anderem die Eigenart des "freien Willens" behandelt. Dieser freie Wille ist schon eine interessante Sache, besonders im Zusammenhang mit der Unterschiedlichkeit der Menschen.Wenn du morgens aufstehst, dann liegt es primär einmal an dir selbst, wann du es tust. Du kannst entscheiden ob du duschst oder nicht, was du zum Frühstück isst oder ob du es sein lässt und lieber gleich auf das Mittagessen wartest. Du entscheidest sogar, ob du in die Arbeit gehen willst oder nicht. Allerdings gibt es für jede Entscheidung auch Einschränkungen, die mit Konsequenzen behaftet sind. Wenn du nicht aufstehst, kommst du zu spät zu Arbeit. Das klappt ein paarmal vielleicht auch ganz gut, aber irgendwann wirst du ordentlich Probleme mit dem Chef bekommen. Auch auf die Dusche kannst du prinzipiell verzichten, allerdings wird deine Umwelt mitunter empfindlich auf deine an dir haftenden Ausdünstungen reagieren. Ganz zu schweigen von deinen Arbeitskollegen. Die Entscheidung mit dem Frühstück ist dagegen im Bereich ?harmlos? anzusiedeln. Hier wirst du keine wirklichen Probleme zu befürchten haben, außer einem ordentlichen Hunger auf Nahrung. Genialerweise hast du den freien Willen aber auch in allen anderen und vor allem auch moralischen Fragen. Du kannst reden und lästern über wen und wann du willst, du kannst unfreundlich sein oder freundlich, du kannst sogar körperlich grob werden und andere verletzen. Es gibt sogar Menschen, die gehen bis zum letzen Schritt - sie bringen jemanden anderen um. Vielleicht hast du an dir selbst auch schon Grausamkeiten erlebt, die du einfach nicht vergessen kannst.Leicht zu verstehen ist das alles nicht. Warum lässt Gott das alles zu in deinem Leben? Könnte er das nicht verhindern?Das Problem an der ganzen Sache ist der freie Wille. Er ist Segen und Fluch zugleich. Jeder Mensch auf Erden hat Anspruch darauf aus freien Stücken zu lieben, sonst wäre es keine echte Liebe. Aber es hat auch jeder Anspruch darauf es nicht zu tun. Denn eine erzwungene Liebe wäre per Definition keine echte Liebe. Es scheint also sehr böse Dinge auf dieser Welt zu geben, die Gott nicht einmal verhindern könnte wenn er wollte, weil er sich an unseren freien Willen gebunden hat.Es liegt also in deiner Hand, was du mit deinem freien Willen anfängst. Du kannst ihn zum Guten oder zum Schlechten einsetzen. Ich wünsche dir, dass du jeden Tag die richtige Entscheidung triffst. Hoffentlich ist es die Entscheidung deinen Mitmenschen - und damit auch dir - Gutes zu tun.


Ein Blick ohne Statussymbole

22. Februar 2013, claudia - Mannablog

Hast du dir die Menschen in deinem Umfeld mal ohne ihre Statussymbole vorgestellt?

Mama und ich hatten einen freien Tag, den wir in einem Thermalbad miteinander verbrachten. Während ein Mann in das Becken mit dem Thermalbad stieg, stellte ich mir die Frage, wer er wohl ist. Und dabei fiel mir auf, dass im Wasser alle gleich sind. Abgesehen von einer Brille sind keinerlei Statussymbole sichtbar. Kein Schmuck, Kleidung, Elektronik, Auto oder ähnliches.

Mein Blick ging über die Wasserbecken und die Menschen, die dort badeten. Mir fielen an ihnen andere Dinge auf als ihre Statussymbole. Ich sah hängende Schulter, gebogende Rücken, Köpfe mit und ohne Haare, krumme Beine. Dann achtete ich auf ihren Umgang miteinander. Er war entspannter und unverkrampft. Ich sah Freundlichkeit und Lächeln.

Alle diese Menschen waren auf der Suche nach Gesundheit, Erholung und Entspannung. Auch darin waren sie einander also gleich. Es ist doch erstaunlich, welchen Einfluss Statussymbole auf unser Verhalten miteinander haben. Vielleicht sollten wir mal weniger auf Statussymbole schauen und mehr auf das, was beim zweiten Blick erst sichbar wird.

Ich vermute, dass wir von diesem Moment an  freundlicher miteinander umgehen.


Dünnwandig, mit Herzblut gefüllt

21. Februar 2013, Mannablog

Ich habe heute den Vers in der Bibel gelesen, in dem steht, dass wir der Ton in Gottes Händen sind. An anderen Stellen wird auch deutlich, dass wir Gefäße sind, die vom Heiligen Geist erfüllt Gottes Zielen dienen. Wie sehen seine Gefäße nun wirklich aus?

Ein Gefäß kann auch mit ihm untypischen Dingen gefüllt werden, die es verunreinigen. Dann ist es nötig, dass unser Töpfer uns wieder rein wäscht. Vielleicht ist es sogar nötig, dass unsere Existenz Risse bekommt, damit wir merken, dass wir zu durchlässig geworden sind. Dass wir nicht mehr dem Ziel dienen, zu dem wir geschaffen wurden. Dann kann uns Gott mit seinen liebevollen, aber auch starken Händen wieder in Form bringen und neu brennen.

Ich war mit meiner Familie heute in einer Töpferstube. Die Töpferin hat uns erklärt, dass eine Tontasse mit dünner Wand nicht so viel Wärme schluckt und somit mehr Aroma im Getränk belässt. Das hat mich jetzt daran erinnert, dass auch wir Menschen als Gefäße hin und wieder die Wärme in uns selbst ziehen wollen und dass dann ein eher fader, kühler Geschmack für unsere Mitmenschen übrig bleibt. Dienen wir noch dem Ziel, wenn wir uns selbst erst unseren Anteil an Kuschelfaktor nehmen und das, was übrig bleibt, den wirklichen Adressaten abgeben?

Diese Frage stellt sich mir besonders auch in Momenten, wo ich eigentlich mal einen ganzen Tag für mich nehmen könnte. Ich erwarte wahrscheinlich eine total Zufriedenheit, wenn ich mal nur faulenze und es mir gut gehen lasse. Aber komischerweise stellt sich die dann doch nicht ein und ich fühle mich erst dann richtig zufrieden und glücklich, wenn ich jemandem helfen konnte. So ging es mir zum Beispiel, als ich gestern die Wohnung meiner Familie sauber gemacht habe, obwohl ich hier meinen Urlaub verbringe.

Was die Frau in der Töpferstube noch sagte, war, dass die Menschen, die etwas Getöpfertes benutzen, merken, ob es mit Liebe und Begeisterung gemacht wurde oder ob es nur aus Routine und Pflichtbewusstsein entstanden ist. Irgendwann wird es langweilig, wenn wir nur für uns selbst das Gute nehmen und wenn wir das Gute für Andere nur tun, weil es von uns erwartet wird.

Ich finde es wirklich erstaunlich, wie Gott durch so etwas zu uns redet! Bleiben wir weiter offene Gefäße, die sich von ihm formen und füllen lassen und zu dem Zweck eingesetzt werden können, der für uns vorgesehen ist.


To top

Nach oben