Manna

Gemeinwohlökonomie

17. Februar 2013, marcus - Mannablog

Gemeinwohlökonomie ist ein Wort, das ich gestern zum ersten Mal in meinem Leben gehört habe. Dabei ist es eine wirklich einleuchtende Sache, und ich wusste nicht einmal, dass ich einen Nachbarn habe, der dies in seinem Betrieb praktiziert. Doch erstmal zur Frage, was Gemeinwohlökonomie eigentlich ist:

Da ich kein Fachmann bin, möchte ich das Ganze in meinen eigenen Worten sagen. Es bedeutet, dass man nicht nur wirtschaftet, um möglichst viel Geld zu verdienen. Man wirtschaftet und produziert zum Wohl aller Menschen. Man gibt etwas von dem, was man verdient, zurück oder verlangt von vornherein weniger. Kürzere Arbeitszeiten, gerechtere Lohnverteilung, Arbeitsweisen, die Gesundheit fördern und sowohl der Natur als auch allen anderen dienlich sind. Das ist zumindest das, was ich von der Gemeinwohlökonomie verstanden habe. Entstanden ist diese Idee rund um den Wirtschaftspublizisten Christian Felber in Österreich, und mittlerweile gibt es auch in Bayern und Deutschland insgesamt schon einige Unternehmen, die nach dessen Prinzipien arbeiten.

Ein solcher Mensch, der seinen Betrieb nach diesen Regeln führt, ist Harro Colshorn. Der studierte Jurist führt einen Bioland-Gemüseanbau bei uns daheim um die Ecke (und er hat wirklich leckere Sachen) und ist einer von drei Betrieben, die vor kurzem im Bayerischen Fernsehen vorgestellt wurden. Unter den anderen Unternehmern befindet sich sogar die Sparda Bank München. Wer meinen Nachbarn kennenlernen möchte, der kann sich den Beitrag dazu ansehen oder diesen Artikel des Bayerischen Rundfunks lesen. Das Tolle ist, dass diese Menschen eigentlich etwas umsetzen, was sogar schon in der Bayerischen Verfassung verankert ist. Nur hält sich daran leider kaum jemand.

Ich finde es wirklich bemerkenswert, wie sich Menschen für eine Welt einsetzen, in der es mehr Gerechtigkeit für alle gibt. Eine Welt, in der Ressourcen besser verteilt werden, und in der Menschen aufeinander achten und dafür sorgen, dass jeder genug zum Leben hat und sich niemand zu Tode arbeiten muss. Eine Welt, in der es mehr gibt als Finanzen und Zahlen.

Ich fühle mich erinnert an die Welt, wie ich mir sicher bin, dass auch Gott sie möchte. Gott segne diese Menschen bei der Umsetzung dieser Ziele.


erlebt: gewünschtes Wetter wird geliefert

16. Februar 2013, claudia - erlebt Erfahrungen, Mannablog

Diese Erfahrung ist schon einige Zeit her. Es war im November letzten Jahres:

Derzeit ist richtiges Novemberwetter. Es ist kalt und nebelig. Nur bitte nicht rausmüssen. Mit diesem Denken im Kopf war die Perspektive auf die Holzlieferung am Nachmittag nicht erquickend. Der Blick aus dem Fenster -5 Grad Celsius und da soll ich raus?

Also Maßnahmen einleiten und beten. Gesagt, getan. Die Stunden vergingen und der Nebel blieb. Der Bauer kündigte sich per Telefon an und der Nebel blieb. Ich zog meine Gartensachen an zum Holzmachen und ging raus und die Sonne kam unter dem Nebel an.

So schichteten wir bei herrlichstem Novemberwetter unser Holz auf. Es war wirklich ein Traum von Wetter. Wir waren fertig und ungefähr eine halbe Stunde später wurde es wieder kalt und der Nebel kam wieder.

Ich habe mich jedenfalls gefreut und war begeistert von der guten Zeit draußen. Bei dem Wetter ist unser Holzstapel dieses Jahr auch besonders gut geworden.


Platzende Neugier

15. Februar 2013, Mannablog

Ein 4-jähriges Kind stellt am Tag mehrere hundert Fragen! Als ich das neulich gelesen habe, fand ich das gleichzeitig beeindruckend und erschreckend. Da muss man erst mal mit umgehen können. Je nachdem wie man antwortet, lernt das Kind seine Welt kennen und macht sich ein Bild von den Dingen. Zumindest ein vorläufiges. Also – kleine Verantwortung, oder? Und wahrscheinlich auch eine gewisse Vorbildfunktion.

Ich konnte mich von dem Phänomen Kinderfragen gleich gestern live überzeugen, als ich im Bus unterwegs war. Eine junge Mutti saß mit ihrem kleinen Racker hinter mir und er warf seine Fragen aller paar Sekunden in den Raum.

Sie: „Ich hasse Busfahren.“ - Er: „Ich hasse Busfahren auch!“ - Sie: „Nein, oh nein! Du liebst Busfahren natürlich!!“ Sehr witzig, als dieser Dialog zwischen den beiden zu vernehmen war.

Als ich gestern dann so durch den Schnee lief und mir die Natur, einfach den Himmel, die Erde, was um uns, unter und über uns ist, so angeschaut und darüber nachgedacht habe, ist mir auch eine irgendwie kindliche Art klar geworden, wie wahnsinnig wundervoll das alles gemacht ist! Ich meine, es rennen so viele Menschen durch die Welt, große wie kleine, die sich kaum Gedanken um ihren Schöpfer machen. Und was macht er? Er lässt die Sonne über allen aufgehen. Er lässt es schneien, er lässt den Schnee schmelzen, er gibt jeder Jahreszeit ihren Platz und hat alles unter Kontrolle. So schön und so beeindruckend. Wenn man sich dann noch anschaut, wie Menschen funktionieren und wie sie miteinander so harmonieren und etwas schaffen können – dann zeigt mir das noch mehr, was für eine Detailliebe unser Gott haben muss.

Kinder bringen mich umso mehr dazu, das zu erkennen. Ihr fragender Blick, die Neugier und Aufgeschlossenheit für Antworten ist so erfrischend in einer Gesellschaft mit verschlossenen Blicken und Herzen, die für sich alles geklärt hat.

Manchmal tut es ganz gut, wie ein Kind auf den Schoß unseres himmlischen Papas zu krabbeln, von ihm zu lernen, ihn zu fragen, mit ihm seine Welt zu erkunden und zu bestaunen. Und ihm das nachzuempfinden, was er uns vorlebt. Willst du das?


Meinungsfreiheit und Respekt oder Benedikt tritt zurück

14. Februar 2013, claudia - Mannablog

Es war die Sensation am 11.2.2013. Dank schneller Medien war die Botschaft sofort in aller Munde. Sie wurde reichlich kommentiert, seziert und analysiert. Erst die Geschichtsschreibung wird zeigen wieviel Wahrheit und wie viel reine Phantasie in den Zutaten ist. Der Blick zurück wird es zu berichten wissen.

Kaum jemand der sich zu der Entscheidung von Papst Benedikt XVI nicht geäußert hat. Aufgefallen ist mir die Gnadenlosigkeit mancher Kommentare, Kommentare die ih nicht wiederholen möchte. Beiträge gingen unter die Gürtellinie, waren respektlos einem Menschen und seiner Entscheidung gegenüber. (Nachzulesen unter Twitter.com mit dem Stichwort  #papst)

Ja, wir alle denken und bewerten die Welt nach unserer Sicht in sie hinein. Jeder von uns hat an diesem Punkt zu lernen. Egal ob dieser Mensch Papst ist, er bleibt als erstes Mensch. Deshalb kann er auch erwarten, dass wir mit ihm barmherzig umgehen, auch und gerade in unseren Mutmaßungen und Kommentaren.

Noch etwas hat mich nachdenklich gemacht. Ich stellte mir die Frage, ob in den Kommentaren Gedanken: wie "Auge um Auge" mitschwingen. Entstammen diese Sätze einem Wunsch der Rache und damit der Genugtuung? Oder offenbaren manche Kommentare einen Blick in die Welt der Selbstachtung mancher Kommentatoren.

Meine Zusammenfassung: wer selbst geachtet werden will, sollte andere auch achten.


Vielen Dank für Nichts

12. Februar 2013, claudia - Mannablog

Es war an der Universität in Rostock. Auf dem Parkplatz vor der Bibliothek hat ein kleines Auto gestanden mit einem großen Schriftzug auf der Heckscheibe. Folgendes stand darauf zu lesen: vielen Dank für Nichts.

Da saß ich nun, las und war erstaunt. Wieso für Nichts? War dieses eine ernst gemeinte Aussage eines Studenten oder eine Provokation?

Vielen Dank für Nichts? War das Auto nichts und was ist mit seinem Studienplatz, von seinem Leben mal ganz zu schweigen.

Nachfolgend habe ich immer wieder an diesen Satz denken müssen. Vielen Dank für Nichts. Wie ist es in unserem Leben?

Wer freut sich heute noch über Geschenke, ohne gleich an Gegengeschenke zu denken? Freuen wir uns einfach oder fühlen wir eine Abhängigkeit in uns?

Sind wir bereit uns in unserer Lebensgestaltung von anderen Menschen abhängig zu machen? Wollen wir nicht unser Leben an allen Ecken immer selbst in die Hand nehmen und gestalten?

Sind unsere Beziehungen nicht auch von dem Versuch der eigenen Unabhängigkeit geprägt? Wir wollen unabhängig sein. Das gilt für unsere Mitmenschen und erst recht für unser Verhältnis zu Gott.

Also ist es doch eine logische Konsequenz zu schreiben. Vielen Dank für Nichts.

Schade, gerade unsere Beziehungen und unsere Abhängigkeiten voneinander machen das Leben spannend und schön. Vielen Dank für Nichts, ist deshalb für mich eine Bankrotterklärung an das Leben.


MÜV statt TÜV

10. Februar 2013, marcus - Mannablog

Letzten Monat war mit einem unserer Autos der zweijährige Besuch beim netten Herrn vom TÜV fällig. Zuerst war ich ja noch recht optimistisch was den Zustand unseres Schmuckstücks betraf, wurde dann aber durch die prüfend - Fehler - aufzählende Art des TÜV - Prüfers schnell meiner Hoffnungen beraubt. Ein Mangel gesellte sich zum Nächsten, und am Ende hatte ich eine ziemliche Liste in der Hand, die meinem Auto „gravierende“ Mängel bescheinigte. Eigentlich war ich mir schon fast im Klaren darüber gewesen, dass ja nicht alles so toll sein konnte, wie es äußerlich den Anschein machte. Die Fehler lagen halt eben doch tiefer...
Ich habe mich dann also mit der Liste daheim hingesetzt und die Ersatzteile bestellt. Wie gut, dass ich einen Papa habe, der mit sämtlichen Werkzeugen inklusive Hebebühne ausgestattet ist und nebenbei auch vor keiner noch so schwierigen Reparatur zurückschreckt. Das ganze gestaltete sich darüber hinaus auch noch äußerst schwierig und war nur durch Spezialwerkzeug und jede Menge Einfallsreichtum und Durchhaltevermögen lösbar. Die Reparaturen zogen sich über mehrere Tage, aber diesen Freitag war es dann endlich soweit: wir waren fertig!
Jetzt habe ich wieder ein Auto dass nicht nur außen super aussieht, sondern auch im Fahrwerk hält was es verspricht.
Ach ja - TÜV heisst übrigens Technischer Überwachungsverein. 

Interessant ist, dass so ziemlich alles was man kaufen kann irgendwie geprüft wird, ob es auch den Anforderungen entspricht, die man an es stellt. Egal ob das nun ein Auto ist, ein Fön oder ein Kinderhochstuhl. Im Falle der Autos sind dann ja auch Nachprüfungen notwendig, um die Funktionsfähigkeit auch im fortlaufenden Betrieb immer wieder festzustellen.
Dabei ist mir der Gedanke gekommen, ob es nicht auch sinnvoll wäre, eine Art MÜV einzuführen, einen „Menschlichen Überwachungsverein“. Ok, sagen wir mal so: Den gab es schon des öfteren mal in der Geschichte der Menschheit. Da hieß er dann halt meistens anders (z.B. STASI) und wurde eigentlich immer gegen die Menschen eingesetzt. So etwas meine ich nicht. Ich meine eher eine Hilfe, dass es einem gut geht, dass das Leben halt so läuft wie es eigentlich gedacht ist. Allerdings gibt es keinen Menschen, der in einen so „hinein schauen“ kann, so wie man das bei einem Auto macht. Und das ist wahrscheinlich auch gut so. Gut, dass diesen Part unser Schöpfer übernehmen kann. Er kennt uns genau, kann bis ganz hinein sehen und weiß auch was es zu reparieren gibt. Vergiss also TÜV, MÜV, oder wie sie alle heißen. Der Profi in dieser Hinsicht ist GOTT. Und das Beste: Der Service kostet dich nichts außer der Treue zu seiner Werkstatt. 


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