Manna

Wenn Träume platzen

08. Februar 2013, claudia - Mannablog

Jeder von uns hat Träume. Doch was machen wir, wenn sich die Träume als unrealisierbar heraus stellen?

Bereits als Kind träumen wir von der Zukunft, von Dingen, die wir uns wünschen. Mit unserem Älterwerden wachsen unsere Träume gelegentlich mit uns mit. So vergehen die Jahre und irgendwann kommt der Punkt, an dem wir uns von Träumen verabschieden müssen. Entweder sind sie uns über den Kopf gewachsen oder sie sind unerreichbar geworden. Ein Traum ist geplatzt.

Da wir Meister im Verdrängen sind, versuchen wir auch unsere geplatzen Träume zu vergessen und ignorieren sie. Vielleicht sollten wir das nicht tun. Ich vermute, dass es besser wäre, sie aus unserem Leben richtig zu verabschieden, denn immerhin waren sie ein Teil von uns und unserem Leben.

Wie wäre es mit einer Beerdigung für die geplatzten Träume? Einen Moment, der diesem Traum und dir gehört. Schreib deinen Traum auf und mache dann ein kleines Feuer damit. (Bitte nur den Zettel und nicht die Einrichtung drum rum.)

Ohne Gefühle lassen sich Träume nicht beerdigen. Tränen und Trauern gehören dazu, sonst bleibt es ein Ritual. Nimm dir Zeit und erinnere dich, irgendwann nahm der Traum seinen Anfang.

Manchmal geschieht es allerdings, das ein Traum Realität wurde ohne dass wir selbst es merken. Das Leben brachte ihn einfach.

Es lohnt sich Träume zu haben. Sie sind ein Teil von uns und machen unser Leben spannend.


Macht Schokolade satt?

06. Februar 2013, Mannablog

Ich hatte diese Woche ein ziemlich eindrückliches Erlebnis. Als ich an einem Abend noch nicht einschlafen konnte und nachdachte, lenkte Gott meine Gedanken auf einen bestimmten Weg und ging mit mir meinen Alltag durch, unter einer bestimmten Prämisse, die er mir scheinbar beibringen wollte.

Es ging im Großen und Ganzen um Zufriedenheit. Wieder einmal hat er mir diese Lektion erteilt, dass wenn wir nicht sein Wort als Grundnahrungsmittel wahrnehmen, den ganzen Tag auf der Suche nach Ersatznahrung sind und nicht zur Ruhe kommen. Das hat mir neu bewusst gemacht, was Gott damit meint, wenn er sagt „Lass dir an meiner Gnade genügen“ oder - dass er die Fülle ist. Und wie wichtig es ist, sich seiner Wahrheit auszusetzen, weil sie die Nahrung ist, die uns sättigt.

Unser Gespräch ging noch weiter, indem ich den Eindruck hatte, Gott möchte ein bestimmtes Joch wegnehmen. Joch, das klingt so total altmodisch und ist ja in unserem Sprachgebrauch kaum noch zu finden. Aber was es heißt, das wissen die meisten wahrscheinlich noch: es ist eine Last, die man sich auferlegen lässt.

Gott hat mir gezeigt, dass es im Leben nicht nur ganz offensichtliche Lasten gibt, sondern dass es einen Bereich gibt, unter den wir uns sogar gern selbst versklaven lassen: die Unzufriedenheit und Maßlosigkeit. Er hat mir den Zusammenhang gezeigt, der dazwischen besteht, dass manche seiner Kinder ohne Maß konsumieren und schlucken, was ihnen in den Weg kommt und der unbefriedigten Sehnsucht nach Sättigung in Gott.

Der springende Punkt war letztendlich, dass wir als Kinder Gottes den Heiligen Geist nicht umsonst bekommen haben. Er wird uns in alle Wahrheit führen und die Wahrheit wird uns frei machen, d.h.auch, dass wenn wir auf seine Stimme hören, wir nicht mehr auf die Stimmen von irgendwelchen Dingen hören müssen, die uns vorzuschreiben scheinen, was unser Maß ist.

Um das ein bisschen zu veranschaulichen, hier ein paar Beispiele: Wenn du auf der Suche nach Zufriedenheit bist, kann es sein, dass du nach einem Arbeitstag nach Hause kommst und dich vor den Fernseher schmeißt und dir alles, was dir geboten wird, ansiehst. Du setzt dir keine Grenzen bzw. setzt dem Fernseher nicht die Grenzen, die dir der Heilige Geist innerlich zeigt. Danach merkst du vielleicht, dass du die Zeit auch mit deiner Familie hättest verbringen können oder anders – jedenfalls bist du nicht satt geworden.

Oder – für wie viele Frauen unter uns heißt der kleine Feind 'Schokolade' und es ist bewundernswert, wenn man sich da strikte Grenzen setzen kann. Aber mir geht es manchmal so, dass ich einfach weiter essen möchte, bis eine Packung xy eben alle ist. Das muss aber nicht sein!

Ich glaube, die Quintessenz war, dass wir selbst entscheiden können, wo wir Grenzen setzen und dass der Heilige Geist in uns uns seine guten Grenzen aufzeigen möchte, weil er am besten weiß, was gut für uns ist und wo wir wirkliche Nahrung finden.

Übrigens habe ich am nächsten Morgen Jesaja 58 (Verse 6-11) gelesen. Und es war (zusammen mit noch ein paar anderen Dingen, die ich am Abend davor gehört hatte), als hätte Gott mir für diese Stelle schon eine Erklärung gegeben. Lies doch auch mal rein und höre, was Gott dir sagt. 


Die Botschaft unserer Kaffeemaschine

04. Februar 2013, claudia - Mannablog

Die Botschaft unserer Kaffeemaschine war klar und deutlich: "Kümmere dich um mich"

Heute morgen hat unsere Kaffemaschine ihren Dienst verweigert. Sie erklärte uns klar und deutlich, dass Liebesentzug, also zu wenig Fürsorge und Kümmern zu einer Fehlfunktion führt. Also begannen wir uns um unsere Kaffeemaschine zu kümmern.

Sie bekam eine Entkalkung und eine intensive Reinigung aller Teile. Nun steht eine auseinander gebaute Kaffeemaschine in unserer Küche und trocknet vor sich hin. Wir hoffen, dass sie hinterher wieder funktioniert und ihren Dienst wieder aufnimmt.

Geht es uns Menschen nicht manchmal auch so? Uns fehlt das Kümmern unserer Umwelt, Zuspruch und Annahme. Wir bekommen keine Pflege und Fürsorge, sondern sind im Erhaltungsmodus. Irgendwann versagen wir den Dienst, wir wollen nicht mehr. Nicht immer geschieht das so klar und deutlich wie bei uns heute morgen. Manchmal ist es auch ein leises Aussteigen.

Bekommen wir von unserem Umfeld kein Lob und Anerkennung, fehlt das um uns Kümmern, die Fürsorge und die Anteilnahme, dann verkümmern wir Menschen und steigen aus. So verlassen Mitarbeiter ihre Firmen, Ehepaare trennen sich und Familien brechen auseinander.

Durch ein regelmäßiges Kümmern läßt sich dies vermeiden. Im Grund ist Anteilnahme, Lob und Fürsorge einfach auszudrücken. Nicht immer müssen es die großen Dinge sein, vor allem die Kleinigkeiten sind es doch, die unser Leben ausfüllen. Diese wahrzunehmen und zu würdigen ist gegenseitiges Kümmern.

Wenn wir schon mit unserer Kaffeemaschine heute morgen angefangen haben, dann wollen wir mit unserer Umwelt weiter machen und sie auch etwas betütteln. Wie wärs, mach doch mit!


All das, was wir von anderen erwarten

01. Februar 2013, Mannablog

Heute gibt es wieder einmal einen Gastbeitrag. Vielen Dank an dich, Sandra!

Es ist Gottesdienst, die Gemeinde kniet zum Gebet. Da kommt ein junger Mann mit grünen, hochtoupierten Haaren, Piercings in Nase, Ohren und Mund, schwarzer nietenbesetzter Lederjacke, Tattoos auf den Händen, zerrissener Hose, die mit schweren Ketten und Sicherheitsnadeln versehen ist und kaputten Leinenschuhen mit bunten Schnürsenkeln und geht ganz leise und andächtig zum Podium und kniet sich betend zu den Gemeindegliedern. Die Frau neben ihn, hübsch gekleidet in einem schicken Kostüm und einem blumigen Parfüm, wird aus ihrem Gebet gerissen, schnuppert an ihrem neu dazu gekommenen Nebenmann und rümpft die Nase. Scheinbar duftet er nicht nach Lavendel oder einem anderen wohlriechenden Duft. Sie stupst ihn leicht an. „Sie wissen schon, wo sie hier sind?“, sie hofft, natürlich mit einem „Nein – keine Ahnung“, doch der junge Mann hebt seine Augen, die er zum Gebet geschlossen hat und nickt nur. Die Frau sprach weiter auf ihn ein. „Ich möchte Sie bitten zu gehen. Dieser Ort ist nichts für so Gestalten wie Sie.“ Traurig und mit hängendem Kopf stand der Punker auf und schlich hinaus.

Nur eine Szene aus dem Musical „Felsenfest“? Wie ist es mit uns? Wie reagieren wir, wenn zum Gottesdienst jemand kommt, dessen Erscheinung uns nicht passt? „All das, was wir von anderen erwarten, all das tut für sie. Behandelt sie so, wie sie euch behandeln sollen“, dieses Lied (Text: Christop Zehender) kann uns und der hübsch gekleideten Frau die Augen öffnen. Wie wollen wir behandelt werden? Sicherlich, dass man freundlich zu uns ist. Auch wir sehen nicht immer aus wie aus dem Ei gepellt. Auch wir haben Tage, wo keiner gerne unsere Gesellschaft sucht. Und dennoch tut es gut, wenn gerade dann, sich jemand zu uns wendet.

Gott ist anders. Er steht uns immer bei. Ganz egal, ob unsere Haare grün oder blond sind, ob wir ein hübsches Kleid anhaben oder eine zerrissene Jeans. Gott lädt uns ein zu sich zu kommen, er ist wie ein Vater zu uns.


HILFE! Mein Schlüssel ist noch in der Wohnung :(

31. Januar 2013, Mannablog, erlebt Erfahrungen

Kennst du das? Du gehst raus aus der Wohnung und auf einmal fällt die Tür zu. Oder du ziehst sie zu und hast den Schlüssel innen stecken lassen?

Heute ist es mir so gegangen. Es klingelte und ich ging raus. Plötzlich kam ein Windstoß und die Tür fiel zu. Glücklicherweise hatte ich wenigstens mein Handy in der Hosentasche. Mit diesem versuchte ich meine Freundin zu erreichen, die den Zweitschlüssel hatte. Sie wohnt nur zwei Häuser weiter. Doch leider ging sie weder ans Handy noch reagierte auf mein Klingeln jemand.

Nun war guter Rat teuer. Schlüsseldienst oder warten? Ich setzte mich erstmal auf die Treppenstufen und genau in dem Moment fing ein Regenschauer an, als ob er auf mich gewartet hatte. Ich betete um Gottes Hilfe, dass doch meine Freundin kommen möge und aufmacht, um mir meinen Schlüssel zu geben.

Nach zwei Minuten rief sie mich zurück

Ich weiß, dass Gott Gebete erhört, wenn jemand in Not ist, aber sooo schnell, das war echt genial! Danke Gott!


Eine Party für dich

30. Januar 2013, Mannablog

Stell dir mal eine Situation vor, in der du versagt hast und deine Eltern oder die Menschen, denen gegenüber du Verantwortung ablegen musstest, maßlos enttäuscht von dir waren. Einen Fehler, den dir keiner vergeben konnte.

Falls dir so etwas einfällt, ist das traurig. Nicht, weil du so einen riesigen Fehler fabriziert hast, sondern entweder weil es anscheinend wirklich Menschen gibt, die nicht vergeben oder weil deine Erwartungshaltung so stark negativ geprägt war, dass du auch erhalten hast, was du vermutet hast. Oder du hast es zumindest so wahrgenommen.

Ich komme immer wieder an den Punkt, wo ich mich schlecht fühle, wenn ich im Gebet vor Gott komme. Mir wird bewusst, dass ich Fehler gemacht habe oder dass ich mich absichtlich aus seinem Herrschafts- und Mitsprachebereich gezogen habe. Dem Bereich, der mir gut tut und der mich schützt. Irgendwie ist das eine Form des Fremdelns, wie man es von kleinen Kindern kennt, die unsicher sind, wem sie trauen können.

Als mir mal wieder solche Gedanken kamen, gab mir Gott eine Antwort. Ich wurde an die Geschichte vom verlorenen Sohn erinnert. Erst fiel mir ein, dass der Vater den Sohn bei seiner Rückkehr nach einem ausschweifenden Leben freudestrahlend wieder willkommen hieß. Aber bei einem Blick in die Bibel waren da noch viel mehr erstaunliche Details der Liebe des Vaters: er sieht das verlorene Kind von weit weg, er rennt ihm entgegen, fällt ihm um den Hals, küsst es. Er geht nicht auf die zermürbten Wortes des Kindes ein, das nun anbietet als weniger als sein leibliches Kind zu leben. Nein, der Vater lässt ein Festgewand bringen, zieht es dem Kind an und bedeckt das dreckige Äußere, für das sich das Kind schämt. Einen Ring, der vorwiegend für Bündnisse verwendet wird, bekommt das Kind an den Finger gesteckt und neue Schuhe für seinen neuen Weg bedecken seine Füße. Sofort werden Vorbereitungen für eine Willkommensparty getroffen, Fleisch wird aufgetischt und alle freuen sich.

Der Sohn, das verlorene Kind, wird so überschwänglich von seinem Vater willkommen geheißen, dass er sich kaum dagegen wehren kann. Sein Äußeres verändert sich, er wird zärtlich begrüßt, er wird gestärkt mit Nahrungsmitteln und emotional aufgebaut mit Freude, Musik und alten Bekannten.

Ist der Vater, der sich uns in diesem Gleichnis vorstellt, ein Vater, dem wir nicht trauen können? Ist das ein Vater, der uns droht und uns alle unsere Fehler vorhält, wenn wir uns hinter dem Rockzipfel hervortrauen? Oder sind es vielmehr unsere Erfahrungen in der gefallenen Welt, die uns das weismachen wollen? Ich wünsche uns allen wirkliche Begegnungen mit unserem Papa im Himmel.


Jesus Freund fürs Leben oder Bruder?

29. Januar 2013, claudia - Mannablog

Das erste Mal höre ich diese Bezeichnung "mein Freund Jesus" in einem Lebensbericht von einem chinesischen Christen. Interessanterweise ist diese Beschreibung einer Beziehung zu Jesus Christus immer noch selten. In der Regel sprechen Christen von Jesus, Jesus Christus, dem Messias, und fügen keine persönliche Beziehungsbeschreibung hinzu.

Manchmal kommt noch mein Bruder Jesus zum Tragen. Diese Beschreibung der Beziehung zu ihm würde ich wohl für mich in Anspruch nehmen. Jesus ist für mich wie mein größerer Bruder. Er hat für mich immer wieder die Kohlen aus dem Feuer geholt. Er hat Dinge in meinem Leben grade gezogen und vor allem und das ist für mich elementar, er ermöglicht es mir, mich hinter seinem Rücken zu verstecken. Er sorgt dafür, dass meine Beziehung zu meinem Vater im Himmel passt. Habe ich etwas angestellt, dann biegt er es auch in Bezug auf meine Beziehung zu meinem Vater wieder gerade.

Wahrscheinlich ist es genau die gleiche Beschreibung, die andere verwenden, wenn sie versuchen zu erklären warum Jesus ihr Freund ist. Es ist möglich, dass Männer diese Beschreibung für einen Freund eher wählen. Liegt sie doch in der Beziehung einfach näher. Ich frage mal kurz meinen Mann was er dazu sagt... Hier sein eAntwort: Freund trifft besser, Bruder nicht.

Je länger ich darüber nachdenke um so mehr komme ich zu der Überzeugung, dass es wohl wirklich ein Geschlechterunterschied sein muss. Frauen sehen in Jesus Christus ihren Bruder und Männer einen/den Freund. Dabei ist es eigentlich ja völlig egal, Hauptsache es gibt eine (positive) Beziehung.


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