Manna

Die Diskrepanz zwischen Soll und Ist

30. September 2012, marcus - Mannablog

Du kennst sie bestimmt in deinem Alltag, diese Situation. Du verlässt dich auf die Umstände, es läuft einfach so dahin, alles ist gut. Und plötzlich ist das Problem da. Der Stau kommt dazwischen. Die Technik versagt. Deine Worte grade waren echt Mist. 
Es fängt an, innerlich ungemütlich zu werden. Du merkst wie die Temperatur deiner Nerven steigt, du stehst unter Strom, viel Strom. Etwas, das meistens schläft versucht aus dir herauszubrechen, du kannst kaum widerstehen. Und schließlich landet sie doch draußen, die Wut, zusammen mit ein paar Worten, die dir im Moment des Aussprechens schon Leid tun. Zu spät.
Warum schaffen es die ungeplanten Probleme immer wieder, uns so unangenehm zu werden? Eigentlich kennen wir sie doch inzwischen schon. Wir wissen, dass wir auf einer Welt leben, die weit davon entfernt ist perfekt zu sein. Wir sind „zusammengesperrt“ mit Menschen, die noch weiter davon entfernt sind, „perfekt“ zu sein. Wir kennen das alles, wir wissen darum. Und trotzdem erwischt es uns immer wieder kalt.
Gott sagt uns in seinem Wort, dass er wieder eine Welt möchte, in der es keinen Tod, keine Traurigkeit, keine Klage und kein Leid mehr gibt. Er zeigt uns eine Welt, in der wieder alles gut ist. Das was einmal war ist für immer vorbei. Das ist Gottes Ideal, dort will er wieder hin mit uns. Das zeigt mir auch, dass wir nicht für dieses Chaos gemacht sind, dass alle noch so frommen Sprüche, dass „das nun einmal zum Leben gehört“ nicht wahr sind. Es gehört nicht zum Leben. Wahres Leben kennt keinen Schmerz, keine Sorge, keine Traurigkeit.
Weil dieser Zustand, in dem wir uns befinden nun aber nicht „normal“ ist, bereitet er uns enorme Schwierigkeit. Wir fühlen einfach, dass etwas nicht passt, dass das nicht das Leben sein kann, so wie es eigentlich sein sollte. Ich bin mir absolut sicher, dass jeder einzelne Mensch auf der Erde diesen absurden Riss in der Seele mit sich trägt, einen Schrei, den er nur durch größte Anstrengung unterdrücken und tief vergraben kann.
Die Diskrepanz zwischen dem im Gehirn eingestellten „Sollwert“ (alles ist gut) und dem momentanen bzw. zukünftigen „Ist-Wert“ wird immer größer werden, insbesondere wenn man die momentanen globalen Zustände hinsichtlich sämtlicher Krisenlagen betrachtet.
Die gute Nachricht ist, dass Gott unsere Ängste kennt und durch was sie ausgelöst werden. Wenn wir ihn lassen, dann schafft er es auch irgendwie diese Diskrepanz zwischen Soll und Ist auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Wie das von Statten geht übersteigt unseren Verstand, aber es funktioniert.
Wenn du das Gefühl hast, dass das Leben nicht so läuft, wie es eigentlich sollte, dann hast du vollkommen recht. Aber lass den Kopf nicht hängen, Gott weiss das auch, und er hat bereits eine Lösung.


Kinder handeln anders oder ein Blog über Risikobereitschaft

28. September 2012, claudia - Mannablog

Erwachsen werden hat wie alles im Leben Vor- und auch Nachteile. Immer wieder wird mir das durch meine beiden großen Kinder deutlich.

Auf der einen Seite kann man unabhängig von den Eltern handeln. Geld ausgeben ohne Rechenschaft ablegen zu müssen, sich die Nächte um die Ohren schlagen, etc.

Es gibt aber auch viele Nachteile. Eine wurde mir gestern plastisch vor Augen geführt. Kinder handeln, sie haben eine Idee und die wird umgesetzt. Da gibt es keine langen Analysezeiten. Es wird nicht überlegt, ob das sinnvoll ist. Manchmal noch nicht mal ob das richtig ist. Je älter Kinder werden, um so mehr bringen wir ihnen bei, nachzudenken und sinnvoll zu handeln. Sie wägen ab nach Aufwand und Nutzen.

Während sie so analysieren und Entscheidungen treffen, fehlt immer öfter die Risikobereitschaft der Kindertage.

Ob wir als Erwachsene auch so sind? Wieviel Spontaneität haben wir noch? Erstreckt sie sich auf Blumen für die Frau und einen Pizzeriabesuch? Ich wünsche uns jedenfalls mehr Spontaneität, Ideen einfach mal umzusetzen und nicht erst auf das nächste Jahr zu warten.


Der Stachel des Todes

27. September 2012, Mannablog

Es sind so Phänomene, die der Alltag enthält und gleichzeitig ganz tiefgehende Dinge, die sich kreuzen. Mein Nagellack blättert langsam ab, die Bäume verlieren ihre Blätter. Am Sonntag noch hatte ich ein kleines Kind auf dem Schoß und war begeistert von seiner Lebendigkeit und heute sehe ich einen heruntergekommenen Mann, der seine alte Mutter im Rollstuhl umher schiebt. Immer wieder hält er an, redet auf sie ein und will sie aufwecken. Aber sie bleibt regungslos mit geschlossenen Augen sitzen. Vor einigen Wochen habe ich die beiden vor einem Eiscafé getroffen, er hat ihr eine Eistüte gebracht und sich mit ihr an dem lauen Abend recht rührselig beschäftigt. Und jetzt – ist sie tot? Ist sie womöglich vorhin still und leise von ihrem Sohn gegangen, für den sie zur Lebensaufgabe geworden war?
Diese Gedanken haben mich ziemlich verfolgt und traurig gemacht. Tod und Leben, das liegt so nah beieinander. Sobald jemand in diese Welt geboren wird, hat er schon wieder Potential, zu gehen. Tod hat doch meist diesen Beigeschmack von später Zukunft. Und seine vage Existenz im öffentlichen Gespräch und Alltag bewirkt, dass wir uns einige Ausreden einfallen lassen. Ausreden dafür, unser Leben nicht so leben zu müssen, wie wir es sollten und vielleicht auch eigentlich wollen. Zumindest noch nicht. Aber werden wir wirklich irgendwann aufwachen, wenn wir uns nach dieser Prämisse richten – wenn ich noch nicht bald von der Welt gehe, hab ich noch genug Zeit um Fehler zu machen, falsche Verhaltensweisen zu verfestigen, zu bereuen und mich dann schwungartig im perfekten Schritt in Richtung Tod zu bewegen?!
Was soll das? Der Prediger in der Bibel sagte schon, dass das Leben nur ein Hauch ist. Kaufen wir die Zeit aus, so wie es geraten wird? Es geht hier nicht darum, alles zu machen, was möglich ist. Sich abzurackern und perfekt zu werden. Nein – der Prozess ist oft schon das Ziel, das wir auf dieser Erde verfolgen können. Gott an uns ranlassen, in unseren Alltag. Nicht zu verzweifeln am bevorstehenden Tod, wann auch immer der kommen mag, und auch nicht an seinen Vorwegerscheinungen – der gestorbenen menschlichen Natur, die uns selbst und anderen das Leben manchmal so schwer macht.
Lassen wir Jesus unseren Anfang und unser Ziel sein, unabhängig von Geburt und Tod. „Tod, wo ist dein Stachel?“ 1. Korinther 15,55


Liebe (neu) wecken

26. September 2012, claudia - Mannablog

Heute heiraten die meisten Paare aus Liebe zueinander. Folgende Frage spielt also im Alltag keine Rolle mehr: Wie weckt man Liebe im Herz eines anderen Menschen?

Früher gab es öfters einmal Ehen, die von den Eltern eingefädelt wurden. Da ging es nicht um die Frage der Liebe, sondern um Vermögen und Beziehungen. Die Ehe, das Zusammenleben zweier Menschen spielte bei diesen Betrachtungen eine untergeordnete Rolle. Von manchen Ehen berichtet die Geschichte, dass sie Hund und Katz waren. Doch es gibt auch diese Geschichten, die von Liebe berichten. Eine Liebe, die durch die Beziehung und den Umgang miteinander wuchs und Bestand hatte.

Doch wie weckt man Liebe (neu) bei einem anderen Menschen? Wie kann ich zwei, die perfekt zueinander passen, miteinander  bekannt machen? Mich beschäftigt die Frage, ohne dass ich bis jetzt eine praxistaugliche Lösung gefunden habe.

Ich weiß zwei Dinge, die nötig sind um Liebe (neu) zu wecken. 1. Die Beiden müssen Zeit miteinander verbringen. Ohne Zeit miteinander wächste keine Liebe. 2. Sie müssen ein gewisses Interesse oder Neugier für den anderen haben. Ohne ein Interesse am anderen wächst keine Beziehung heran.

Ich werde sie wohl einfach miteinander bekannt machen müssen und alles andere ihnen überlassen. Dann wird die Zeit zeigen, ob Liebe zu wecken gelang.

PS. Für einen Neustart gilt Gleiches.

 


Kommunikation und Fotos für modobonum

24. September 2012, claudia - Mannablog

Für den Start der neuen Webseite bei modobonum suchen wir viele unterschiedliche Fotos. Also schrieb ich in der letzten Woche dazu einen Blog. Die Kommunikationswege, die unser Aufruf genommen hat, zeigt viel über unsere virale Kommunikation.

Am Anfang war der Blog. Er wurde auf Facebook gepostet, weiter verteilt und an andere Pinnwände geschrieben. Von dort aus ging er seinen Weg über die Mund-zu-Mund-Propaganda. Woher wir das wissen? Aus allen unterschiedlichen Kanälen kam Rückmeldung bei uns an.

Kommunikaton war und ist immer wieder spannend und sie funktioniert viral.

Wir freuen uns weiter über Fotos für modobonum. Die Fotos werden ab Start November zu sehen sein und ein Copyright beinhalten, dass den Namen des Fotografen und modobonum trägt. Zusätzlich möchten wir gerne den Fotografen in einem kleinen Blog mit Foto vorstellen. (Es sei denn der Fotograf möchte das gar nicht.)

Wir freuen uns über viele schöne weitere Fotos und vor allem auf weitere spannende Kommunikationswege.


Revolution oder Evolution

23. September 2012, marcus - Mannablog

Wenn ihr euch noch zurückerinnern könnt, drehte es sich in der Einleitung meines letzten Blogs um das neue iPhone. Inzwischen ist das gute Teil da, und was soll man sagen? Alle sind enttäuscht. Naja, vielleicht nicht alle. Etwa 2 Millionen Vorbesteller in den ersten 24 Stunden und etliche weitere in den darauffolgenden Tagen nicht. Und auch als das Gerät dann endlich letzten Freitag herausgekommen war, lobten alle das Gerät und bescheinigten nur Bestes. Wer waren also die Enttäuschten? Hauptsächlich die Technik - und Mainstreampresse, weil es ihnen zu wenig "revolutionär" ist. "Nichts Neues" war die gemeinsame Aussage.
Es stimmt ja auch. Seit das erste Modell auf den Markt kam, hat sich am Gesamtpaket nicht viel verändert. Und doch ist es nicht mehr das gleiche Gerät wie vor 5 Jahren. Es ist besser geworden, trotzdem erkennt es jeder sofort wieder, weil es im wesentlichen immer noch die selbe Idee ist. Es ist evolutioniert.
Wenn du dir die Dinge dieser Welt ansieht, dann kannst du dieses Prinzip in vielem wieder erkennen. Das Prinzip Auto ist noch immer das selbe wie vor vielen Jahren, aber es hat sich verändert, ist besser geworden. Sportartikel sind im Wesentlichen immer noch dieselben Produkte, aber sind ihren ersten Modellen um Längen überlegen. Diese Liste ließe sich noch fortsetzen.
Als Gott damals unsere Welt, und alles was darauf existiert, ins Leben gerufen hat, nannte er alles "sehr gut". Es war nichts da, was noch verbesserungsbedürftig gewesen wäre. Leider gab es Probleme, deren Auswirkungen wir noch heute spüren. Es läuft einfach alles nicht mehr so, wie es eigentlich sollte. Das kannst du in deinem Leben mit Sicherheit bestätigen.
Nun steht Gott vor einer wirklich schwierigen Aufgabe: Er muss unvollkommene Wesen, die ihren eigenen Dickschädel haben, wieder zu dem Punkt bringen, wie es damals war: "Sehr gut". Wenn er das erste Mal damit anfängt, in deinem Leben etwas zu verbessern, und du dich darauf bewusst einlässt, dann fühlt sich das an wie eine Revolution. Alles wird anders, du fühlst dich wie neu geboren. Wenn er dann weitermacht, hast du oft das Gefühl, es ist mehr eine Evolution, und oft merkst du es gar nicht, so klein und unsichtbar ist die Veränderung. Und wenn du zurückblickst merkst du: Es war doch ein weiter Weg. Und alles ist jetzt anders.
Wenn du eine R / evolution in deinem Leben willst, dann lass Gott in deinen Alltag.


Abkürzungen – keine Zeit zum Ausschreiben

21. September 2012, Mannablog

Als mein Sohn Stefan in die fünfte und jetzt in die sechste Klasse kam, wurde ich immer wieder mit neuen Abkürzungen beworfen.
Fächer die plötzlich mit WAG, WZG und so abgekürzt wurden.
Das witzigste Fach hieß LGDD. Weißt Du was da in diesem Fach gelehrt wird?
Pass auf. Sitzt Du gut?

L esen
G efährdet
D ie
D ummheit
 Das gibt´s echt! Kann dir den Stundenplan zeigen.
Jede Woche hat Stefan eine Stunde LGDD. Da wird die ganze Stunde gelesen.
Auch wenn man SMS oder Emails verschickt, kürzt man ab, um Zeit und Zeichen zu sparen: hdl, hdgdl, 4U, CU, ILU, 2U, ?...
Aber möchte man(n) nicht mal umarmt werden und gesagt bekommen : HAB DICH LIEB? Statt auf seinem Handy zu lesen hdl?
Verstümmeln wir mit den Abkürzungen nicht nur unsre Schrift, sondern auch unsre Fähigkeit mitzufühlen, zu trösten, Liebe und Geborgenheit zu geben,...
Eine Abkürzung gefällt mir ganz besonders: WWJD.
Kennst du nicht?
Also mir hilft sie jeden Tag, bei jeder Entscheidung, die ansteht.
W hat
W ill
J esus
D o?
Das frag ich mich: Was würde Jesus jetzt in dieser Situation tun?
Probier's doch mal aus. Mach dich aber auf Überraschungen bereit!


Fotos gesucht

20. September 2012, claudia - Mannablog, Newsletter

Auch bei uns ist die Sommerpause unwiderbringlich zu Ende gegangen. Gestern abend war der erste Teamcall.

An der neuen Webseite wird fleißig gearbeitet. Sie ist auch der Grund für die folgenden Zeilen.

Gunter, unser Programmierer, bittet dich um Unterstützung. Derzeit kämpft er mit einer technischen Herausforderung und bittet um dein Mitkämpfen im Gebet. Bitte unseren gemeinsamen Vater um die Lieferung der richtige Idee zur Lösung des Problems. 

Und wir kommen mit noch einer Bitte zu dir: Wir suchen Fotos. Es sollen Fotos aus der Natur sein, ob Pflanzen oder Tiere, Makros oder Teleeinstellungen ist dir überlassen. Wichtig ist, dass du das Foto selbst gemacht hast. Die Fotos sollen ein Teil eines neuen Mutmach-Blogs werden. 

Hier ein paar Beispiele. Alle Texte kommen aus der gute Nachricht Bibel: Psalm 147,3; Psalm 31,8; Josua 1,6; Jesaja 43,1

Zu jedem Foto soll ein mutmachender Bibeltext kombiniert werden.

Wir freuen uns auf dein Bild. Herzliche Grüße von uns, viel Segenregen für dich 

Claudia und das ganze Team


Die wichtigste Nummer

19. September 2012, Mannablog

Wir sind von sooo vielen Zahlen und Nummern umgeben:
Steuernummern, Versicherungsnummern, Kontonummern, Bankleitzahlen,
Telefonnummern, Handynummern, Personalnummern, Autonummern, Postleitzahlen, Hausnummern, PINs, TANs, Geheimzahlen, Geburtstage, Hochzeitstage, Jahrestage, ?.
Schwirrt da Euch auch manchmal der Kopf davon?!
Und so viele Notrufnummern: bei Vergiftungen, bei Autopanne, die deutsche
Rettungsflugwacht, für jede Kreditkarte gibt es eine andere Notrufnummer, auch für verlorene Handys gibt?s je nach Vertragspartner ne Nummer, dann gibt?s eine Kindernotrufnummer fürs Wochenende, Schlüsselnotdienst-Telefonnummern,.... und natürlich die wahrscheinlich meist gebrauchten
für Einbrüche, Unfälle und ähnliche Notsituationen ? die Polizei mit 110;
? für Brände und Co. die Feuerwehr 112 und
? den Rettungsdienst erreichen wir unter 112 oder 19222. Aber kennst Du auch die aller wichtigste Notrufnummer?
Nein?
5015 lautet sie!
Sie ist zu gebrauchen bei: gebrochene Herzen, zerstörte Leben, verpuffte Träume, Lebenskrisen,... aber auch wenn man jemanden braucht: mit einem offenem Ohr, der einen wirklich versteht, der den perfekten Rat gibt, der einem in den Arm nimmt, der einem seine Schulter leiht,...
Das beste ist: bei dieser Notrufnummer ist immer Einer da, es gibt keine
Warteschleife und es kostet dich keinen Cent. Aber diese Nummer kannst Du mit keinem Telefon der Welt erreichen! Dafür musst du dein Herz benutzen! Ich versprech dir, es lohnt sich diesen Notruf zu wählen!
Probier es einfach mal aus!
Psalm 50,15: Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten...
(sagt Gott in seinem Wort der Bibel)


Und warum habe ich das jetzt wieder verdient?

18. September 2012, marcus - Mannablog

Zwei Tage ist es jetzt her. Es war wieder einmal so ein Tag, an dem man seine beiden Tragegestelle am Besten überhaupt nicht aus dem Bett gehievt hätte. Eigentlich hat der Tag ganz gut begonnen, aber schon recht bald nach dem Aufstehen hat das Unglück seinen Lauf genommen.
Nachdem die Kette vom Fahrrad gerissen war, habe ich den Rest des Weges zum Bahnhof mit meinem neuen modifizierten Tretroller zurückgelegt, nur um auf halbem Weg festzustellen, dass sich ein halber Liter Sojamilch über meine Utensilien im Rucksack gegossen hatte. Der einzige Trost (nachdem die nagelneue Daunenjacke auch etwas von der Milch abbekommen hatte) war, dass das iPad, welches ich im Rucksack mit hatte, größtenteils verschont geblieben war, nichts Dramatisches.
Gefühlt hab ich mich, als hätte sich die ganze Welt gegen mich verschworen, und obendrein war ich ja noch am Anfang meines Arbeitsweges. Ich hatte also noch lange genug Zeit um mir über das Geschehene den Kopf zu zerbrechen.
Vielleicht hast du ja so eine Situation auch schon erlebt, in der du das Gefühl hattest, dass einfach alles schief geht. Das fühlt sich irgendwie ungerecht an, egal wie schlimm die Ereignisse tatsächlich sind.
Vielleicht mag deine Situation für Außenstehende ja lächerlich und klein aussehen, aber ich kann es verstehen, wenn sie das für dich nicht ist. Vielleicht drückt dich ja unterbewusst schon seit längerem etwas ganz anderes, und diese "Kleinigkeit" von gerade eben hat einfach nur dein Seelenfass zum Überlaufen gebracht.
Man kommt oft auch unweigerlich auf den Gedanken, warum man das eigentlich alles durchmachen muss. "Habe ich etwas Schlimmes verbrochen, dass mir das jetzt passieren muss?" "Ich tue doch zurzeit eigentlich nur Gutes, warum geht es mir so schlecht?! Ich habe das doch nicht verdient!"
Im Bericht über das Leben von Jesus, den sein Freund Johannes geschrieben hat, begegnet Jesus einem Mann, der blind geboren wurde. Da die Menschen damals glaubten, dass Krankheit oder Unheil auf ein böses Verhalten zurückzuführen wäre, wollten die Freunde von Jesus natürlich gerne wissen, was dieser Mann denn verbrochen hätte, dass er so ein Unglück erleiden muss.
Jesus lässt sie bei dieser Gelegenheit nicht im Unklaren darüber. Er erklärt ihnen ganz eindeutig, dass dieses Schicksal nicht die Folge von schlechten Taten ist.
Nachlesen kannst du das Ganze im Buch Johannes, im Kapitel neun, von Anfang an:
Unterwegs sah Jesus einen Mann, der von Geburt an blind war. »Meister«, fragten die Jünger, »wer ist schuld daran, dass dieser Mann blind ist? Hat er selbst Schuld auf sich geladen oder seine Eltern?« »Weder noch«, antwortete Jesus. »Vielmehr soll an ihm die Macht Gottes sichtbar werden. (Johannes 9:1-3 HFA)
Gott ist nicht einer, der alle deine schlechten Taten mit Leid und unangenehmen Dingen aufwiegt. Wenn Gott alle schlechten Dinge, die durch unseren Egoismus und Starrsinn ausgelöst werden, mit Leid und Gemeinheiten abrechnete, dann würde es uns bestimmt um einiges schlechter gehen.
Viele unangenehme Tage und auch schlimmeres Leid sind sehr oft eine Verkettung unglücklicher Umstände. Die Kette des Fahrrads ist einfach gerissen weil sie alt war, die Milchtüte war halt leider beschädigt, und ich hatte eben obendrein noch die neue Jacke an. Wir haben zu viel Stress, ernähren uns schlecht, haben keine Zeit, sind Umweltgiften ausgesetzt und haben schlechte Gene. Wir leben eben nun mal auf einer zum großen Teil kranken, kaputten Erde.
Ich habe an diesem Morgen dann während der Zugfahrt noch eine Andacht gelesen, die nicht besser hätte passen können.
Es ging darum, dass wenn man mit Gott lebt und ihn als Freund hat, die Chance bekommt an solchen Erfahrungen zu wachsen und immer mehr Stärke und Durchhaltevermögen zu bekommen.
Ich wünsche dir, dass du, egal in welcher Situation du auch sein magst, nie vergisst, dass der Gott des Himmels und dieser Erde trotzdem bei dir ist und sich um dich kümmert.
"Glücklich sind alle, die ihre Stärke in dir suchen, die gerne und voll Freude zu deinem Tempel ziehen. Wenn sie durch ein dürres Tal gehen, brechen dort Quellen hervor, und ein erfrischender Regen bewässert das Land. So wandern sie mit stets neuer Kraft, bis sie vor Gott auf dem Berg Zion stehen. Denn Gott, der Herr, ist die Sonne, die uns Licht und Leben gibt, schützend steht er vor uns. Niemand ist so gut zu uns wie er, durch ihn gelangen wir zu hohem Ansehen. Wer ihm rückhaltlos ergeben ist, den lässt er nie zu kurz kommen. Herr, du Gott über Himmel und Erde! Glücklich ist jeder, der sich auf dich verlässt! (Psalm 84:6-8, 12, 13 HFA) 


To top

Nach oben