Manna

Und plötzlich war es Liebe statt Bitterkeit

05. September 2012, Mannablog

Ich gebe zu, ich bin zur Zeit emotional etwas durch den Wind. Ich hab mich in einer Freundschaft ziemlich verrannt und weiß menschlich gesehen nicht mehr, wie ich sie retten könnte. Es sind so viele Worte gefallen, so viele Missverständnisse und so viele bewusste Verletzungen. 
Ein Neuanfang hat es nur für eine Weile getan, dann kam es wieder zum Rückschlag.
Jetzt habe ich eines Abends das Gefühl gehabt, ich würde auf all die Scherben sehen, verursacht durch uns beide. Und als würde ich total mittellos sein, weil ich nicht über jemand Anderen entscheiden kann. Als mir das so bewusst geworden ist, hat mich plötzlich eine totale Welle von Liebe erfasst. Ich kann es wirklich kaum anders beschreiben – ich musste losheulen und konnte der Person nicht mehr das nachsagen oder in Gedanken mit Bösem verbinden, was ich ihr vorher immer vorgehalten habe. Ich konnte in den Momenten nur denken „Ich habe die Person lieb! Wie kann das sein?!“ Gott hat irgendwie einen Damm gebrochen und meine Hilflosigkeit in Liebe verwandelt. So was hab ich schon mal erlebt, aber noch nicht sehr oft.
Ich glaube, dass es auch damit zusammen hängt, was Gott mir schon Ende der letzten Woche gezeigt hatte. Nachdem ich am PC fertig war, habe ich auf meinem Schreibtisch ein Buch vorgekramt. Darin hat jemand Lobpreis aufgeschrieben – jeden Tag Gottes Wahrheiten gesammelt. In dem Moment hatte ich wirklich nicht meine kaputte Freundschaft im Kopf, aber während ich die zufällig aufgeschlagene Seite las, wurde mir eine Art Schleier von den Augen genommen.
Es stand da in etwa: "Danke für Menschen in meinem Leben, die mir mehr Schmerz als Freude zu bereiten scheinen, denn ich glaube, dass du uns aus einem bestimmten Grund zusammengeführt hast. Danke, dass ich durch deine Gnade entscheiden kann, jede bittere Wurzel, die in mir wächst, herauszureißen und diese Menschen mit einem Herzen anzusehen, das sagt: „Du schuldest mir gar nichts mehr. Ich darf in Dir ruhen, während sich Deine guten Pläne in diesen Beziehungen entfalten – zu Deiner Zeit.“ (nach „31 Tage Lobpreis“ von Ruth und Warren Myers)
Das hat mich total geflasht. Und was ist jetzt – ein paar Tage später? Genau das, was ich gelesen habe, beginnt in meinem Herzen, in meinen Gedanken zu einer Wahrheit zu werden und zu einer reellen Annahme. Ich bin Gott so dankbar dafür! Und ich wünsche dir genau so, Heilung zu erfahren und Bitterkeit für die Liebe Gottes aufzugeben.


Neubeginn

03. September 2012, Mannablog

Für viele Kinder und Jugendlichen beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt. Altes wird zurückgelassen und Neues gewagt:
Der Kindergarten wird zur Vergangenheit und die Schule beginnt.
Die Schule wird zur Vergangenheit und die Ausbildung beginnt.
Die Ausbildung wird zur Vergangenheit und das Arbeitsleben beginnt.

Was hört bei dir auf? Was wird zur Vergangenheit?
Was darf bei dir ganz neu beginnen?

Wäre es nicht gut, den besten Begleiter, den besten Freund, den Besten Ratgeber mitzunehmen?
Wäre es nicht gut, Gott bei allem dabei zu haben? ER kennt deine Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Er kennt dich ganz genau, deine Stärken, deine Schwächen, deine Wünsche,… Er kennt alles und ER will dein Bestes. ER will dein Begleiter sein, dein bester Freund und Ratgeber.
Nimm Ihn doch mit - mit ins Neue, Unbekannte.


Gerüchteküche

02. September 2012, marcus - Mannablog

Momentan ist in der Technikwelt die Suppe kräftig am Köcheln, da in wenigen Tagen das neue iPhone erwartet wird. Seit mehreren Wochen häufen sich Bilder von angeblichen Bauteilen des Innenlebens aber auch der äußeren Form. Einige Designer haben die Einzelteile auch schon virtuell zusammengesetzt und 3D - Modelle des guten Stücks erstellt. Zusammen mit echten Hinweisen wurden ein paar Vermutungen zusammengewürfelt und so ist das Gerüchtesüppchen mittlerweile fast fertig. Ob es nun tatsächlich genauso aussehen wird, dass werden wir wahrscheinlich am 12. September erfahren - aber selbst das ist noch nicht sicher. 

Irgendwie ist es halt immer dasselbe mit uns Menschen. Wenn es eine Neuigkeit gibt, dann wollen wir es ganz genau wissen, und dabei basteln wir jeden noch so kleinen Hinweis in unsere Vorstellung, wie das erwartete Endergebnis aussehen wird, hinein. Eine ganz besondere "Neuigkeit" beschäftigt die Menschen in diesem Jahr sehr intensiv und stellt alles andere in seinen Schatten: das Ende der Welt. Es gibt zahlreiche Vorstellungen aus der Werbung und aus den Filmen, wie dieses denn aussehen könnte, aber es sei einmal dahingestellt, was davon Fakt und was Fiktion ist. 

Die Gute Nachricht ist, dass der Erschaffer dieser Erde möchte, dass wir auch wissen warum und wie sie einmal endet. Er möchte nicht, dass uns die Dinge, die uns heutzutage begegnen, beunruhigen oder Angst machen. Es gibt sogar ein ganzes Buch in der Bibel, das er extra hat schreiben lassen, damit wir wissen, dass er durch die Zeitgeschichte hindurch, unser ganzes Leben lang, bis zum Schluss, bei uns ist.

Wie auch die Berichte über das neue iPhone besteht dieses Buch aus Einzelteilen, Daten und Fakten, die vermischt mit etwas Vorstellungskraft, zusammen ein großes Ganzes ergeben. Und genau wie das neue iPhone wird auch der Neuanfang, von dem in diesem Buch die Rede ist, mit Sicherheit bald kommen. Nur genau wann - das wissen wir noch nicht. 

Wenn du also nicht ohne Führung durchs Leben gehen willst, dann bitte Gott einfach jeden Morgen deine Zukunft in seine Hand zu nehmen. Du wirst es nicht bereuen.


Das Wasser der Worte

31. August 2012, Mannablog

Welche Worte kommen aus deinem Mund? Menschen können in ihrer Wortwahl ziemlich von ihrem Umfeld geprägt sein. Wenn in der Familie viel gestritten und diskutiert wurde, fällt späteren Freunden vielleicht deutlicher auf, dass XY irgendwie oft gereizt ist oder mit starken Worten hantiert. 
Wie wir mit unseren Worten umgehen, zeigt auch, was wir glauben. Wir können entmutigt zu allem und jedem sagen, wie hoffnungslos oder unsicher es ist oder wir sind so optimistisch, in allem eine Lösung zu sehen. Und wenn nicht, dann ist es trotzdem gut oder richtig.
Wir können uns gegenseitig ermutigen. Wir können auch still sein und Andere ausreden lassen. Gott hat so viel Potential in das Werkzeug der Zunge gelegt. Wir können uns gegenseitig ergänzen und im Gespräch und mit unseren Worten etwas schaffen. Der Glaube an das, was wir sagen, was sich auf Gottes Verheißungen gründet oder was wir im Namen Jesu erbitten, der füllt die Worte mit Leben.
Worte können aber auch verletzen. Es kann sein, dass wir ihnen zu viel Bedeutung beimessen und uns nach jedem kleinen Ausrutscher oder einer Verfehlung im Ton sauer sind und genau so reagieren. Dann werden unsere Worte zu Wortgefechten, ihr lebenspendendes Potential wird zur Waffe und macht kaputt.
Ist unsere Quelle rein oder verschmutzt? Ist das, was aus unserem Mund kommt, mal schmutzig und mal sauber? Wünschen wir uns, Gott und Anderen nicht vielmehr, dass immer gesundes Wasser aus uns fließt?
Lass dich nicht einfach in dem Umstand gehen, dass sich nichts ändern wird – wenn du weißt oder merkst, dein Reden macht Dinge kaputt oder ist nicht so, wie Gott es einsetzen möchte. Bitte Gott, deinen Mund zu reinigen und ihn so zu gebrauchen, wie er ihn gedacht hat. Gott hat schon zu Mose gesagt, als er Bedenken hatte zu reden, dass nicht er, sondern Gott selbst dem Menschen den Mund gegeben hat. Wenn wir uns ganz auf ihn verlassen dürfen – ist das nicht ermutigend?


Hüpffigur

30. August 2012, Mannablog

Ihr glaubt nicht was uns grad passiert ist.... ich glaub es selbst kaum.

Aber zum Anfang der Geschichte zurück. Wenn mir Menschen begegnen oder auch an der Haustüre klingeln und betteln, bekommen sie generell KEIN Geld von mir. Aber nette Worte, Wünsche, ein Glas Wasser (bei Kälte auch eine Tasse Tee / Kaffee, je nach Wunsch), und wenn sie es annehmen auch mal ´ne Banane, Apfel, Stück Kuchen, ..... 

Und heute klingelte wieder einer. Er streckte mir einen Zettel hin, auf dem stand, dass er seit einer OP stumm ist und Geld braucht. Für 20€ bekäme ich sogar ein kleines Geschenk, eine hübsche Hüpffigur.

Während ich las, leerte er schon seine Tasche. Lauter hübsche Figuren kamen hervor.

Ich tippte ihn an, weil er auf mein "ähm" nicht reagierte. Dann gab ich ihm den Zettel zurück und sagte kopfschüttelnd nein danke.
Da er der deutschen Sprache wohl nicht mächtig war, gab ich´s auf mit ihm was zu reden, und fragte ihn, ob er was trinken will, da es doch heute soooo heiß sei. Er nickte.
Ich wünschte ihm dann noch viel Erfolg, und verabschiedete ihn mit einem Lächeln.
Gleich danach mussten wir weg: Zahnarzttermin.
Als wir wiederkamen, staunten wir nicht schlecht!
Eine hübsche Hüpffigur lag vor unsrer Haustür auf der Fußmatte, schön hingestellt. Es war genau diese, die meinem Sohn gefiel. Wir staunten und schauten uns um, aber sahen ihn nirgends.
Also das ist mir noch nie passiert. Aber wenn wir den Menschen mit Liebe begegnen, werden wir doch auch mal selbst überrascht.


Die Zukunft beginnt jetzt (Teil 3) oder die Christen und Social Media

29. August 2012, claudia - Mannablog

Dies ist der dritte und letzte Teil zu Zukunft beginnt jetzt. Bis jetzt ging es um digitale Schaukästen und die Webseite der Kirchengemeinde, heute steht Social Media auf dem Programm:

Wir alle sehnen uns nach Annahme, Freundschaft und Ehrlichkeit. Alle Aktivitäten einer Kirchengemeinde sollten diese Werte im Umgang miteinander widerspiegeln. Wenn wir statisch und damit unpersönlich unterwegs sind, laufen wir aneinander vorbei. Unpersönliche Menschen, die Masken tragen, haben sie selbst in ihrem Umfeld genug. Ist das, was wir von uns weitergeben, eine Einladung zur Freundschaft mit uns und Jesus Christus?

Social Media ist das Bedürfnis Beziehung zu pflegen und gleichzeitig der Wunsch, einen offenen Rückzugsweg zu haben. Als Beispiel will ich Facebook aufgreifen, exemplarisch für viele ähnliche Angebote. Ich erlebe dort zwei Arten von Christen. Bei der einen Gruppe erfährt niemand, dass sie Christen sind. Es ist kein Verhalten sichtbar, dass darauf schließen lässt. Ich erfahre anhand ihrer Posts, welche Spiele sie spielen und womit sie ihre Zeit verbringen. Wie wäre es mit folgendem Vorschlag? Jeder Christ, der in Facebook ein Spiel spielt und Freunde dazu einlädt, schreibt an jedem Tag an diese Freunde ein kleines Erlebnis aus seinem Alltag. Das ist am Anfang nicht einfach, doch sie werden die Herzen der Freunde erreichen.

Die andere Gruppe postet mehr oder weniger fleißig irgendwelche geistlich- intellektuell-wirkenden Dinge wie EG-White-Zitate und Bibeltexte. Eine Erklärung dazu, warum sie ausgerechnet diesen Beitrag posten, schreiben sie nicht. Doch erst mit dem persönlichen Bezug macht so ein Post überhaupt Sinn. Besser wären Berichte aus ihrem eigenen Leben (mit Gott).

Hier mein Definitionsversuch: Social Media hat den Sinn, meinen Freunden aus meinem Leben zu erzählen. Wenn wir als Christen genau dazu Facebook und co. verwenden, nutzen wir das Medium Internet effektiv und erfüllen unseren Auftrag quasi ganz nebenbei.

Die Zukunft beginnt jetzt, denn bereits morgen ist sie Vergangenheit. Deshalb nutze die digitalen Möglichkeiten jetzt.


Die Zukunft beginnt jetzt (Teil2) oder die Webseite der Kirchengemeinde

28. August 2012, claudia - Mannablog

Gestern ging es um den Schaukasten vor der Kirche und den Vorschlag diesen durch einen TFT mit der aktuellen Internetseite zu ersetzen. Heute geht es um die Webseite der Kirchengemeinde selbst.

Webseiten sind die Visitenkarte für die Kirche. Dies gilt nicht nur für Kirchen, sondern für alle Unternehmen und Institutionen. Was sagt die Webseite über die Kirche aus?

Anhand der Aufmachung einer Webseite zeigt sich, wie verschlossen oder offen eine Kirchengemeinde ist. Die Sprache ist nach innen gerichtet, Informationen sind schwer zu finden. Veranstaltungen sind selten, ebenso wie Fotos oder Berichte vom Leben in der Kirchengemeinde. Das alles lädt nicht zum verweilen ein, weder auf der Seite noch in der Realität bei den Menschen.

Webseiten, die Termine aus dem vergangenen Quartal oder Jahr zeigen, sind nicht ansprechend. Genauso wenig wie Fotos aus alter Zeit. Webseiten können auf einfache Weise aktuell gehalten werden. Dazu ist kein IT-Profi nötig. Die Bedienung ist heute so leicht und einfach, dass es jeder kann, der will.

Ich vermute deshalb, dass dort eine der großen Herausforderungen auf dem Weg zu einer ansprechenden Webseite liegen. Nur Mut, es lohnt sich. Zu Hause streichen wir doch auch aller paar Jahre unsere Wände und modernisieren unseren Haushalt.

Orientiere dich am Layout deiner Kirche, in Stil, Aussehen, Schrift und Aufbau. Viele Kirchen haben inzwischen ein Corperate Design, was zu verwenden ist. Bitte übernimm dieses, denn es stärkt die Außenwirkung und gibt den Besuchern einen Wiedererkennungswert.

Wenn von News die Rede sind, dann müssen es auch News sein. News, die 3 Monate alt sind, haben den Charakter von News verloren. Maximale Halbwertzeit einer News auf der Kirchenseite ist 30 Tage. Im Normalfall würde ich eine Woche ansetzen. Gibt es keine News, dann ist das auch nicht schlimm. Ich vermute allerdings, dass es sie sehr wohl gibt. Es teilt sie nur keiner mit. Noch ein Hinweis: Eine Verlinkung zum Pressedienst deiner Kirche interessiert als News auf der lokalen Ebene eher weniger. Gefragt sind die News deiner lokalen Kirchengemeinde.

Ein einfaches Mittel ist der Test. Gibt es eine neue Webseite, dann zeige diese doch deinen Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen und bitte sie um ihre Meinung.


Die Zukunft beginnt jetzt (Teil1) oder der Schaukasten und die Kirche

27. August 2012, claudia - Mannablog

Wir alle wünschen uns volle Kirchenräume mit vielen liebevollen Menschen, zu denen wir in Beziehung stehen. Schauen wir in unser Leben hinein, erleben wir einen Unterschied zwischen unseren Wünschen und der Realität. Doch woran liegt es? Können die neuen Medien uns eine Kirche geben, die wir uns wünschen?

Das Kommunikationsverhalten unserer Gesellschaft hat sich verändert. War früher der Schwerpunkt auf der Information selbst, so liegt er heute auf einer ganzheitlichen Ansprache des Menschen. Der Umgang mit unseren Schaukästen zeigt, dass wir uns als Kirche mit diesen Veränderungen schwer tun. Vor 50 Jahren noch waren unsere Schaukästen vor den Kirchen zeitgemäße Möglichkeiten, um Menschen zu informieren. Betrachten wir heute die Schaukästen unserer Kirche, grüßen sie aus einer anderen Zeit.

Wie wäre es mit digitalen Schaukästen, die wöchentlich aktualisiert werden? Warum arbeiten die Kirchen noch mit Nadeln und einzelnen Buchstaben, während privat nahezu jeder einen großen TFT an der Wand hängen hat.

Gestern abend erzählte eine Freundin von ihrem Blick auf eine Kirchenwebseite. Diese war so unattraktiv, dass sie nun darüber nachdenkt, ob sie dort wirklich hin will. 

Irgendwie habe ich (anscheinend) eine falsche Auffassung von Schaukästen. Meiner Meinung nach sollten sie einladend, freundlich und zeitgemäß sein. Deshalb wünsche ich mir, dass diese antiquarischen Schaukästen durch eine einladende und freundliche Webseite ersetzt werden.

 


Lebst du deine Sprache?

26. August 2012, marcus - Mannablog

In der letzten Ausgabe des „National Geographic“ war ein sehr interessanter Artikel über Sprachen. Genauer gesagt über Sprachen, die gerade dabei sind auszusterben. Viele dieser Sprachen haben nur noch weniger als fünfzig Muttersprachler, einige wenige befinden sich sogar nur noch im Gedächtnis einer einzigen Person. Global gesehen stirbt alle zwei Wochen eine Sprache unwiederbringlich aus. Es ist nicht in allen Fällen so, dass die sprechende Bevölkerung dort wegstirbt, sondern viel öfter übernimmt die junge Generation eine andere, größere, weit verbreitetere Sprache wie Spanisch, Englisch, Hindi, etc. Auf den ersten laienhaften Blick hört sich das ja gar nicht allzu schlimm an. Was ist schon eine Sprache mehr oder weniger? Doch mit der Sprache geht nicht nur eine ausgefeilte Ansammlung von Buchstaben und Grammatiken. Es geht auch Kultur, Weltanschauung, eine Art zu denken und zu leben. Die Interviews mit den letzten Überlebenden einer Sprache machen deutlich, dass die Sprache den Sprecher prägt. Ein einziges Wort in einer Sprache kann eine ganze Art zu Leben ausdrücken. Es gibt Sprachen, die so friedlich und weich sind, dass es fast unmöglich ist, auf ihrer Grundlage einen Krieg zu beginnen. Andere Sprachen wiederum sind hart und haben erheblich größeres Aggressionspotential. Die Sprache, die wir sprechen, beeinflusst uns als ganzen Menschen. Wir kennen das doch selbst hier im deutschsprachigen Raum, wie unterschiedlich die Sprachen und ihre zugehörigen Mentalitäten sind, oder?
Auch in der Bibel finden wir dieses Prinzip wieder. Von Petrus, der kurz vor dem Tod von Jesus geleugnet hat, diesen zu kennen, erfahren wir in dem selben Bericht, dass ihn seine Sprache verraten hat. Anhand der Art und Weise wie er redete, stellten die Menschen um ihn herum fest, dass er wohl auch etwas mit diesem Jesus zu tun haben musste.
Auch im Jakobusbrief geht der Schreiber auf dieses Problem ein:
„Wir alle sind in vieler Hinsicht fehlerhafte Menschen. Wer nie ein verkehrtes Wort redet, ist ein vollkommener Mensch; er ist fähig, auch seinen ganzen Leib im Zaum zu halten. Wir legen den Pferden das Zaumzeug ins Maul, damit sie uns gehorchen; so lenken wir das ganze Tier. Oder denkt an ein Schiff: Es ist groß und wird von starken Winden getrieben; trotzdem wird es mit einem winzigen Ruder gesteuert, wohin der Steuermann es haben will. Ebenso ist es mit der Zunge: Sie ist nur klein und bringt doch gewaltige Dinge fertig.“ (Jakobus 3:2–5)
Die Sprachwissenschaft bestätigt es. Unsere eigene Erfahrung sagt uns, dass es so ist. Gott selbst weiß um diese Sache. 
Wie wäre es, wenn wir uns dieses Prinzip zu nutzen machen, und ein kleines Experiment starten? Beobachte mal deine Sprache einen Tag lang und versuche die Gefühle zu erspüren, die sie auslöst. Deine Handlungen. Deine Art zu denken, zu leben. Vielleicht gibt es Wörter, die du ändern möchtest. Das machst du dann am nächsten Tag. Mal sehen, was dabei raus kommt. 


Wie man ein Haus baut

24. August 2012, Mannablog

Ein guter Wirtschafter weiß, wie man investiert. Dass man in langlebige Dinge investiert, die auch neue Ressourcen ausspucken und etwas zurückgeben. Mir hat ein älterer Herr heute gesagt, es sei zwar vonnöten für ein eigenes Haus Geld anzusparen, aber dann sei es wirklich eine gute Investition – so ein Eigenheim. 
In der Bibel gibt es einen Psalm, in dem Folgendes gesagt wird: „Wenn nicht der Herr das Haus baut, müht sich jeder umsonst, der daran baut.“ Wir können das Haus im Sinne von Besitz sehen, aber natürlich auch im übertragenen Sinne als alles, das wir anstreben und womit wir uns im Leben beschäftigen. Vielleicht ist dein „Haus“ deine Zukunftsplanung: dein Beruf, deine Rente, deine Familie, deine Kinder, deine Freunde, dein Projekt. Diese ganzen Dinge sind aufgebaut auf Wünschen, auf Zielen und Vorstellungen. Doch dieses Fundament ist recht wacklig. Wünsche können sich im Laufe des Lebens ändern, es kann sein, dass man merkt, dass man Ziele umstecken muss und Vorstellungen können enttäuscht oder revidiert werden.
Wie gehst du deinen „Hausbau“ an? Gott möchte unser Bauherr sein. Wenn er das Haus baut, so im Umkehrschluss, bauen wir nicht umsonst! Dann ist unser Schaffen und Tun von Bedeutung und zielgerichtet.
Lass Gott dein Haus planen und bauen, sei sein Bauarbeiter an seinem Projekt – deinem Leben. Und investiere gut dort hinein – Zeit, Liebe, Geduld, Aufmerksamkeit für Gottes Reden. Investiere in Zeit mit deinem Schöpfer und dem Schöpfer deines „Hauses“. Diese Zeit ist nicht vertan, sie dient zum Aufbau eines stabilen Fundamentes.


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