Manna

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Ja, es ist alles (nicht) okay!

05. Juli 2012

Ich habe diese Woche den Film „2:37“ geschaut. Darin geht es um eine Handvoll Jugendlicher an ihrer Schule. Sie alle haben Probleme und Geheimnisse. Sie trauen sich nicht, damit ans Licht bzw. die erschreckend beängstigende Öffentlichkeit ihrer Schule zu gehen oder ihre Probleme sind sowieso schon für jeden offensichtlich, aber keiner fragt nach den tieferliegenden Gründen. Jeder der Jugendlichen lebt vor sich hin, leidet und steht gleichzeitig im ständigen Abwärtsvergleich mit seinen Mitschülern. „Siehst du den da?!“ fällt, nachdem gerade ein eigenes Problem angesprochen wurde. Im Stillen werden die Kämpfe mit der eigenen Identität und dem geheimen Schicksal ausgetragen und es wird keine Hilfe von außen gesucht oder angenommen. Jeder antwortet auf die Frage nach seinem Ergehen mit „Es ist alles okay!“ und keiner hinterfragt diese schwammige Antwort. 
 Wir sind nicht Gott, dass wir hinter jede Maske unserer Mitmenschen schauen könnten. Aber Gott kann uns auf die Menschen hinweisen, die unsere Hilfe brauchen. Auf die, die sich nicht trauen mit ihren Problemen klar Schiff zu machen und auf die, denen keiner zuhört und ihre tieferen Beweggründe hinterfragt, weil sie nie den Mund aufmachen würden. Nicht nur für Andere ist es aufbauend und vielleicht wirkliche Hilfe, wenn wir unsere Augen für IHRE Situation öffnen lassen. Es hilft auch uns selbst! Oft bin ich selbstzentriert und meine Gedanken kreisen um meine Probleme. Wenn mir dann bewusst wird, dass die Welt gefüllt ist von Menschen, die ebenso ihre Lasten mit sich tragen, relativiert sich mein eigenes Problem. Egoismus wird zu Mitgefühl und Aktivismus in Richtung der Anderen. Gott bekommt eine Plattform, auf der er sich um die Wunden der Anderen kümmern kann und gleichzeitig überlassen wir ihm unser eigenes Feld. Schau dich um und lass dir von Gott die Augen öffnen! 

Ihr seid dran

04. Juli 2012

Ja, heute seid ihr dran!
Ihr dürft den Blogbeitrag, den ich anfange, ergänzen.
Es gibt keine Längenvorschriften. Ich hoffe sogar, dass er riesig lang wird.

Möchte heute eine Dankes-Kette starten.
Gibt es was in eurem Leben, für das ihr Gott dankbar seid?
Ja?
Na dann los.
 Ihr könnt eine oder auch viele Sachen nennen oder auch jetzt was sch und dann nachher nochmals was nennen. (Ich glaub das waren zu viele „nennen“, glaub ich muss die Dankes-Kette starten, bevor meine Sätze lauter Ketten sind ;o)

Ich DANKE Gott für meine Kinder (Kerstin)

 

Blickwinkel

02. Juli 2012

Oh Mann. Die letzte Woche war …
Ich musste sooo viel einstecken. Irgendwie schien auf meiner Stirn zu stehen: „Hast du miese Laune, dann lad sie hier ab“.
 Menschen können so gemein sein. Vor allem die Menschen, die wir nah an uns ran lassen / die wir gern haben / die wir lieben.
 Mein Standard-Gedanke war: „Haben die in ihrem Wortschatz noch was anderes außer ICH, ICH, ICH?“
 Denkt jemand mal an mich? Wie ich mich fühl? Wie ich mich so als Sondermüll-Abladeplatz, als Prügelknabe, fühle?
Oh ich sah ihre Fehler so deutlich. Ich spürte die Verletzungen so tief, die sie mir zufügten.
Dabei merkte ich nicht, dass mein Blickwinkel total auf sie und ihr Fehlverhalten gerichtet war.

Am Freitag war dann endlich MEIN Tag. Gott nahm sich meiner an.
 Er nahm mir das Fehlverhalten, den falschen Blickwinkel, reinigte mich davon, und begann mich zu verändern. Er richtete meinen Blickwinkel zuerst auf mich aus, und Er konnte dann sehr gut erst Mal mich schleifen, heilen, veredeln. Gott brauchte nicht lang dafür. Nebenbei nahm Er mir noch eine Schwäche und ein sündhaftes Verhalten.
Wow! Ich fühlte mich so leicht, als würde ich abheben.
Die Umstände von außen haben sich nicht verändert. Aber ICH wurde verändert.
Diese Veränderung des Blickwinkels tat mir richtig gut.
Probiere doch auch mal so eine Blickwinkel-Veränderung aus.

Auf dem Hochseil über Niagara

01. Juli 2012

Ich habe heute eine Geschichte gehört, die mich sehr beeindruckt hat. Ich habe das Ganze daraufhin noch einmal selbst recherchiert und bin tatsächlich auf die in der Geschichte erwähnten Details gestoßen.
Im Jahre 1859 duellierten sich die beiden Hochseiltänzer Jean-François Gravelet, bekannt als Charles Blondin oder «The Great Blondin» und William Leonard Hunt, der sich «The Great Farini» nannte, regelrecht auf dem Hochseil. Die beiden unternahmen dabei halsbrecherisch anmutende Akrobatik-Manöver, bei denen man sich nicht einmal ansatzweise vorstellen kann, wie das überhaupt funktionieren konnte.
Während sie das Seil überquerten fischten sie sich z.B. aus einem Touristenboot mittels eines Seils  Wasser empor, machten Saltos, beförderten andere Personen huckepack, seilten sich ab und kletterten wieder empor. Blondin schob sogar einen Schubkarren über das Seil, in dem sich ein Ofen befand, mit dem er Omelettes buk und diese dann auf ein Touristenschiff herabließ. Farini stand auf dem Seil Kopf und wusch mithilfe eines Bottichs mitten auf dem Seil Taschentücher. Einer versuchte dabei den anderen an Tollkühnheit zu übertreffen.
Ich weiß nicht wie es dir mit der Geschichte geht, ich finde das alles einfach nur unglaublich. Ich würde das gerne einmal selbst mit eigenen Augen sehen. Diese beiden Männer waren sich ihrer Sache so sicher, dass sie sogar Menschen mit auf das Seil nahmen und diese heil über den Abgrund beförderten. Und diese waren lebensmüde genug, um dort auch noch mitzugehen. Wärst du mitgegangen? Hättest du dich huckepack nehmen lassen und auf dem Seil auf die andere Seite tragen lassen? Ich glaube nicht, dass ich es gewagt hätte. Ich bin ja nicht lebensmüde.
Waren diejenigen, die es machten aber wirklich lebensmüde? Oder kann es sein, dass sie einfach großes Vertrauen hatten? Dass sie sich sicher waren, dass der Akrobat es schafft? Merkst du, wie wichtig es ist Vertrauen zu haben? Ohne Vertrauen sind wir nicht bereit, unser Leben jemand anderen ?anzuvertrauen?. Deinen Freunden, deinen Eltern, deiner Frau, deinem Mann ? ihnen allen musst du vertrauen. Dass sie es wirklich gut mit dir meinen, dass sie dich wirklich lieb haben, einfach so. Wenn du es nicht tust, dann stehst du ziemlich alleine da.
 Ich möchte dir Mut machen zu vertrauen. Du kannst das. Und wenn es niemanden mehr gibt, dem du dein Vertrauen schenken kannst, dann habe ich noch jemanden für dich der es immer Wert ist:  YHWH. Der Gott aus der Bibel. Es lohnt sich, du wirst es selbst erleben.

marcus

Egoisten oder nicht ist hier die Frage

30. Juni 2012

Neulich war ich in einer Schule in München unterwegs, als mir dieses Plakat auffiel. Eigentlich geht es darin um einen Vergleich zwischen spanischen und deutschen Familien. Doch mein Augenmerk blieb bei einem dort beschriebenen Punkt hängen.

In Bezug auf unser Land und unsere Familien heißt es: die Deutschen sind Egoisten.

Kommt das Gespräch auf den Umgang miteinander, dann kommt immer wieder dieser Satz zum Tragen. Die Arme werden verschränkt oder auseinander geklappt um den Weg frei zu machen. Die Gesprächspartner nennen dabei in der Regel die gleichen Punkte.

1. Es wird die Situation beklagt. Keiner findet es gut, dass nur mit Ellenbogen und in egoistischer Haltung miteinander umgegangen wird.

2. Keiner ist bereit von seiner Position abzugehen. Immer muss der andere anfangen.

Mein Fazit: Wenn du und ich nicht bereit sind unsere Position zugunsten eines anderen aufzugeben, wird sich nichts ändern. Mit anderen Worten: Wir können über den Satz " Die Deutschen sind Egoisten" so lange klagen wie wir wollen. Ob uns eine Veränderung ernst ist, zeigt sich in unserem Handeln.

Komm mach doch mit und handle!

claudia

So schön!

29. Juni 2012

Einkaufen kann so schön sein.
 Zurzeit ist ja so vieles an Klamotten reduziert, und ich hatte noch zusätzlich einen Gutschein.
Also ging es los.
Ich stöberte durch die Ständer, bis ich es sah…..wow ist das ein Oberteil.
Oh je, nur noch zwei hängten da. Beides in der Größe 42.
 Ich nahm eines mit, Ziel war die Umkleidekabine.
Mmh.
Wusste nicht welches Gefühl ich zulassen sollte.
1.) Juchuuuuu. Hab schon wieder etwas abgenommen und deshalb ist es zu groß. ODER
2.) Mist. Zu groß. Und das zweite, was am Ständer hängt ist ja auch 42. Aber das Oberteil wäre so schön.

Ich schob die Entscheidung der Gefühle auf, ging zur Verkäuferin und fragte, ob sie dies nicht noch in einer Nummer kleiner hätten. Sie verneinte. (Ach menno). Aber dann bat sie mich mitzukommen, denn ihr fiel ein, dass eine Schaufensterpuppe noch eines anhätte. Größe aber unbekannt.
 Als wir hinkamen, stellte sie fest, dass sie Größe 38 trug. „Könnte ich es trotzdem mal probieren?“, fragte ich sie. Und so zog sie die Puppe aus. Ich ging in die Umkleide und…… Juchuuuuuuuu
es passte perfekt. Größe 38, großzügig geschnitten, aber Größe 38!!!
Oh danke Herr, dass ich das erleben darf!
Danke, dass Klamotten einkaufen so schön sein kann.
 Vor paar Jahren kaufte ich nichts zum Anziehen im Laden, sondern nur über Katalog.
Dass mich ja niemand sieht. Aber auch wegen der Größe! Denn in Größe 52 gibt’s nicht so viel Auswahl.
 Jetzt kann ich in normale Läden einkaufen gehen, brauch mich nicht mehr zu verstecken UND kann auch auffällige Farben tragen. 
Danke Herr, dass du mir geholfen hast abzunehmen und mein Gewicht zu halten.
Danke für dieses Einkaufserlebnis.
So schön.

(K)eine schmutzige Alternative

28. Juni 2012

Die Uni spielt verrückt. Wenige Wochen vor den Prüfungen scheinen nicht nur die Studenten durchzudrehen, sondern auch die Technik und die Dozenten. Schon zwei Tage hintereinander durfte ich nun eher nach Hause gehen, weil entweder Stromausfall die Vorlesung lahm legte oder meine Dozentin den falschen Foliensatz mit hatte und der richtige auf ihrem kaputten Stick war.
Da ich nun also meine Zeit sinnvoll nutzen wollte, bin ich zu den Tennisplätzen spaziert. Mein Freund hat dort um die Zeit, in der ich Vorlesung habe, seinen Tennissportkurs. Und ich sollte unbedingt mal vorbeischauen. Also – Überraschung – stand ich davor. Aber vollkommen alleine: der Platz war leer, kein Mensch in Sicht. Erst als ich näher hinsah, konnte ich zwei Taschen und Schläger verstreut auf dem Platz erkennen. Als ich schon daran vorbeigelaufen war, merkte ich, dass im Randgebüsch Stimmen zu hören waren und es verdächtig raschelte.
Und tatsächlich: mein Freund plus Mitspieler waren im Unterholz auf der Suche nach einem Ball, der in elegantem Bogen über die (an sich schon sehr hohe) Absperrung geflogen war. Da ich, wie schon gesagt, sowieso nichts zu tun hatte, hab ich mich mit zwischen die kratzenden Äste und beißenden Brennnesseln gewagt, todesmutig – sodass das kleine Stück Natur im Nachhinein aussah, als wäre eine Horde Wildschweine hindurch gefegt.
Der Ball blieb lange Zeit unentdeckt, genau genommen verschollen. Ich musste mir ständig den Kommentar verkneifen, dass es „doch nur ein Ball sei - einer von vieren!!“. Aber der Ehrgeiz trieb Mr Tennis voran. Letztendlich gaben wir auf. Die Trophäe der erfolglosen Suche war nicht der Ball, sondern ein altes, schmutziges Trinkglas. Eigentlich unversehrt, aber nicht sehr ansehnlich. Mein Freund wollte es unbedingt mitnehmen, aber sein Kumpel und ich protestierten, dass es das wirklich nicht wert wäre und wie lange er schrubben müsste, um es sauber zu kriegen.
Das hat mich an Gottes Suche nach uns erinnert. Er sucht nach dem Verlorenen, nach dir und mir! Er gibt nicht eher auf, bis er DICH gefunden hat und du ihn. Er gibt sich nicht mit einem billigen Ersatz zufrieden. Wenn er dich dann aber gefunden hat, dann ist er sich nicht zu fein, dich mit viel Mühe zu reinigen und für seinen Plan mit der Welt zu benutzen.

So wird trotzdem ein guter Tag

26. Juni 2012

Geht es dir auch wie uns? Heute ist kein guter Tag. Die Nacht war zu kurz, der Tag wird zu lang sein. Es regnet und regnet. Wäre draußen nicht alles in leuchtenden Grünfarben, würden wir denken, dass Herbst ist. Es ist Montag und die Woche wird sowohl lang, als auch voll gefüllt sein und das mit viel zu vielen Dingen.
Du schaust in deinen Tag und würdest am liebsten rufen: ich bin nicht da! Wenn dein Tag genau so zu sein scheint, dann haben wir eine gute Nachricht für dich!
Du musst dir den Tag auf diese Weise nicht klauen lassen. Du und dein Kopf entscheiden, ob der Tag gut wird. Merkst du, dass der Tag dich ärgern will, dann kannst du STOP rufen. Ich will mich an diesem Tag freuen und nicht ärgern. Male dir eine große Sonne auf ein Stück Papier und jedesmal wenn du dich ärgerst, dann schaue dort hin und lass dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Es wird ein guter Tag werden, für uns uns und für dich! Viel Freude damit.

 

claudia

Gesucht wird noch immer

26. Juni 2012

Ihr kennt das ja schon, vermute ich. Heute fällt der tägliche Blogeintrag wieder aus, weil es niemanden gibt, der für heute geschrieben hat. Ja, du hast richtig geraten: Wir suchen noch immer Leute, die mitschreiben. Wenn du dich also angesprochen fühlst, dann melde dich doch. Wir freuen uns!
In diesem Sinne einen schönen Tag!

Kinder sind eine Gabe des Herrn

25. Juni 2012

Kinder sind eine Gabe des Herrn, ja, Fruchtbarkeit ist ein großes Geschenk!
(Psalm 127,3)

Ich hab mal versucht mir diesen Vers zu sagen, wenn meine zwei Kiddies wieder den Harakiri-Modus eingestellt hatten. Aber irgendwie zog dieser Vers mich nicht raus aus meiner Genervtheit. Es funktionierte einfach nicht.
Bis ich ihn eines Tages verstand.

?Fruchtbarkeit ist ein großes Geschenk?:
Leider wissen das viele nicht zu schätzen.
Es scheint ja was ganz normales zu sein. Frau wird schwanger, Frau bringt Kind auf die Welt.
Ich möchte euch von einer Bekannten erzählen, für die es nicht was Normales war.
Sie versuchte 8 lange Jahre lang schwanger zu werden. Ließ Hormontherapien und all das über sich ergehen, bis sie endlich nach 8 Jahren schwanger war, es behielt und gebar.
Diese Frau, diese Situation lehrte mich diesen Teil des Bibelverses zu verstehen.

?Kinder sind eine Gabe des Herrn?:
Auch habe ich Frauen kennengelernt, die viel zu früh ihre Kinder verloren haben.
Kinder sind eine Gabe auf Zeit. Ih weiß nicht wie lange ich sie haben darf. Also bin ich für jeden Augenblick dankbar, denn es kann jederzeit vorbei sein.

Jetzt hatte ich diesen Vers verstanden, und konnte ihn für mich annehmen und gebrauchen.

„Stefan, Lena, ihr seid eine Gabe und ein großes Geschenk des Herrn. Ich bin dankbar dafür. Ich liebe euch.”