Manna

Mut ist gar nicht so einfach

10. Juli 2012, Mannablog

Am Wochenende war ich zu Besuch bei meinen Großeltern und meinem kleinen Cousin Pascal (6). Auf dem Programm stand auch eine Gartenfeier zum Geburtstag meines Onkels. Im Garten gab es für den Kleinen jede Menge Dinge, die unbedingt angeguckt werden müssen. Da er aber viel zu ängstlich ist, musste Oma, Mama, Cousine und was noch alles festhaltbar war, an der linken Hand mit ihm durch den Garten streifen. 

Es ist erstaunlich, was einem Kind so alles Angst machen kann. Da war der Hund, gut, das kann ich verstehen. Aber Angst vor Schmetterlingen und Fischen? Er wollte auf die Schaukel und hatte Angst als ich ihn auf das Brett heben wollte.

Am Ende jedoch hat er den Pool entdeckt, ein großes Wasserbecken und da musste er natürlich unbedingt rein. Mich hat fasziniert, dass die Angst plötzlich wie weg gewesen ist. Das Problem war dann eher, ihn wieder rauszukriegen.

Und wenn wir erwachsen werden – wie ist das mit der Angst? Hast du Angst? Wovor?

Da ist es gut zu wissen, dass wir diese Dinge auch vor Gott bringen können, denn er ist die Hand an unserer Seite. Er will mit uns gehen, gerade dann, wenn wir Angst haben. Nur Mut, es lohnt sich. Pascal weiß das nun auch.


Einfach spitze, dass du da bist

09. Juli 2012, Mannablog

Findest du es auch so toll, einfach mal gedrückt zu werden?
Findest du es auch so toll, nette Worte von jemandem über dich zu hören?
Findest du es auch so toll, wenn jemand dir sagt, dass er dich vermisst oder dass er dich gern hat?
Ja?
Find ich auch toll. Ich find es toll, dass ich solche Freunde haben darf.
Die mir ihr Ohr und ihre Zeit schenken, wenn mal der "Schuh drückt".
Die mich aufbauen, wenn ich am Boden bin.
Die sich freuen, die ein Strahlen ins Gesicht bekommen, wenn sie mich sehen.
Das tut gut!
Heute hab ich mal wieder eine Aufgabe für dich, mich und uns alle.
Du hast bestimmt auch solche Freunde, oder?
Und ich glaub es ist mal an der Reihe, dass wir ihnen danke sagen.
Vielleicht mit Worten, vielleicht mit einer lieben Nachricht, vielleicht mit einem Blümchen, oder doch eher was Süßes?
Bist du bereit?
Ach, was frag ich? Klar doch! Find ich spitze.
Vielleicht kannst du schreiben, für was du dankbar bist.
Und vielleicht kannst du anderen Tipps geben, wie du deinem Freund gesagt hast: "Einfach spitze, dass du da bist".
Ich freu mich. Und ich glaub, ich werde nicht die Einzige bleiben. 


Unterschiedliche Eigenschaften

08. Juli 2012, marcus - Mannablog

Die letzten Tage habe ich zu einem großen Teil mit einer einzigen Frage verbracht, die ihrerseits wieder neue Fragen aufgeworfen hat. Vor einem halben Jahr habe ich mir ein neues Macbook Pro gekauft. Ich bin auch begeistert davon, es ist eine richtige Powermaschine und hat so richtig Dampf drauf. Der Nachteil ist allerdings, dass ich es relativ häufig mitnehme, und es dafür eigentlich fast schon etwas schwer ist. Versteh mich nicht falsch – das ist auf der einen Seite schon jammern auf hohem Niveau. Aber wenn ich es mehrmals die Woche mit in den Bereitschaftsdienst und mit in die Weiterbildung nehme, dann sind 15” und 2,5 Kilo irgendwann einfach etwas groß. So überlege ich nun, mir ein MacBook Air zuzulegen mit 11” und etwa einem Kilogramm Gewicht. Es hat alles was ich brauche, nur ist es halt leider nicht mehr so Leistungsfähig wie das Pro. Eigentlich reicht es voll aus für alle wichtigen Aufgaben die ich so damit erledige. Und doch bleibt der Restzweifel, ob ich nicht doch irgendwann mal die Power brauchen könnte. Denn momentan war die Rechenleistung nur nötig für die ein oder andere Runde Rallye fahren....

Mit uns Menschen ist es im Endeffekt doch nicht anders. Manche sind groß und dick und haben dafür mächtig was in der Birne. Andere sind klein und dünn und haben ihre Leistung eher in anderen Bereichen. Und dazwischen gibt es noch ganz viele Abstufungen und Eigenheiten. Und doch ist jeder von uns für irgendetwas gut. Meistens sogar für mehrere Dinge. Wichtig ist nur, dass wir den Wert in unseren Mitmenschen und uns selbst erkennen. Egal ob du ein Macbook Pro oder Macbook Air bist, du hast viele gute Seiten. Du bist gut genau so, wie dich dein Ingenieur gebaut hat.  Es wird nur Zeit dass du deine Stärken erkennst, akzeptierst und rauslässt.

Und für mich bleibt jetzt immer noch die Entscheidung zwischen Pro oder Air. Was würdest du machen? Schreib mir einfach deine Meinung in den Kommentaren! 


Großputzaktion auf Arbeit

06. Juli 2012, Alexander - Mannablog

Heute kommt der Beitrag von Anie. Vielen Dank! 

Ich hatte heute Großputzaktion bei der Arbeit. Beim Ausräumen der obersten Regale ist mir eine Krippe auf den Kopf gefallen und hat leichte Spuren auf meiner Stirn hinterlassen. Sie war Gott sei Dank nicht schwer und ich konnte an Ort und Stelle  darüber lachen.
 Jetzt kommen mir aber noch andere Gedanken zu diesem Vorfall. Gottes Geschenk an uns - sein Sohn Jesus - ist auch heruntergefallen auf diese Erde und hat als Kreuz bis heute, ja bis in unser Leben hinein Spuren hinterlassen.
 Zuerst mal bei Gott selber - krasse Spuren von Leid und Schmerz - die seine Liebe zu uns auszeichnen. Aber auch Spuren in meinem Leben und ich wünsche mir, sichtbar nach außen für andere. Ich wünsche mir Spuren auf meinem Gesicht, die von der Liebe, dem Werk Jesu und der Hoffnung zeugen, so dass sie anderen Mut machen, sodass sie auch ihr Gesicht Gott zuwenden.

Ich wünsche uns allen, dass wir Gottes Spuren sehen in seinem Wort, in dieser Welt, in unserem Leben, in diesem Tag - und dass wir Ihm vertrauen, dass die Spuren Seinem guten Plan folgen.

Anie


Sonne, wo bist du?

06. Juli 2012, Mannablog

Seit Tagen regnet es und Wolken machen den ganzen Himmel dicht.
Da hab ich mich gefragt: Hey Sonne, wo bist du?
Und heute Morgen erinnerte ich mich an ein Foto, das ein lieber Bruder gemacht hatte.
Auch an das, was ich dazu kommentierte, erinnerte ich mich wieder.
Manchmal kommen die Ratschläge, die man anderen gibt, wie ein Bumerang zurück. So war es diesmal auch wieder. Gut so.

Die Sonne ist immer da, nur manchmal sehen wir sie vor lauter Wolken nicht mehr. Aber sie ist da!
Mit Gott ist das auch so: Er ist immer da, auch wenn wir vor lauter Lebens-Wolken Ihn nicht mehr sehen, ist Er dennoch IMMER da.
Beruhigend, oder?

Also, kein "Sonne, wo bist du?" sondern "Mal schauen, wenn ich dich wieder sehen kann"

PS: Danke an  Rosario Alongi für das schöne Bild von der Sonne :)


Ja, es ist alles (nicht) okay!

05. Juli 2012, Mannablog

Ich habe diese Woche den Film „2:37“ geschaut. Darin geht es um eine Handvoll Jugendlicher an ihrer Schule. Sie alle haben Probleme und Geheimnisse. Sie trauen sich nicht, damit ans Licht bzw. die erschreckend beängstigende Öffentlichkeit ihrer Schule zu gehen oder ihre Probleme sind sowieso schon für jeden offensichtlich, aber keiner fragt nach den tieferliegenden Gründen. Jeder der Jugendlichen lebt vor sich hin, leidet und steht gleichzeitig im ständigen Abwärtsvergleich mit seinen Mitschülern. „Siehst du den da?!“ fällt, nachdem gerade ein eigenes Problem angesprochen wurde. Im Stillen werden die Kämpfe mit der eigenen Identität und dem geheimen Schicksal ausgetragen und es wird keine Hilfe von außen gesucht oder angenommen. Jeder antwortet auf die Frage nach seinem Ergehen mit „Es ist alles okay!“ und keiner hinterfragt diese schwammige Antwort. 
 Wir sind nicht Gott, dass wir hinter jede Maske unserer Mitmenschen schauen könnten. Aber Gott kann uns auf die Menschen hinweisen, die unsere Hilfe brauchen. Auf die, die sich nicht trauen mit ihren Problemen klar Schiff zu machen und auf die, denen keiner zuhört und ihre tieferen Beweggründe hinterfragt, weil sie nie den Mund aufmachen würden. Nicht nur für Andere ist es aufbauend und vielleicht wirkliche Hilfe, wenn wir unsere Augen für IHRE Situation öffnen lassen. Es hilft auch uns selbst! Oft bin ich selbstzentriert und meine Gedanken kreisen um meine Probleme. Wenn mir dann bewusst wird, dass die Welt gefüllt ist von Menschen, die ebenso ihre Lasten mit sich tragen, relativiert sich mein eigenes Problem. Egoismus wird zu Mitgefühl und Aktivismus in Richtung der Anderen. Gott bekommt eine Plattform, auf der er sich um die Wunden der Anderen kümmern kann und gleichzeitig überlassen wir ihm unser eigenes Feld. Schau dich um und lass dir von Gott die Augen öffnen! 


Ihr seid dran

04. Juli 2012, Mannablog

Ja, heute seid ihr dran!
Ihr dürft den Blogbeitrag, den ich anfange, ergänzen.
Es gibt keine Längenvorschriften. Ich hoffe sogar, dass er riesig lang wird.

Möchte heute eine Dankes-Kette starten.
Gibt es was in eurem Leben, für das ihr Gott dankbar seid?
Ja?
Na dann los.
 Ihr könnt eine oder auch viele Sachen nennen oder auch jetzt was sch und dann nachher nochmals was nennen. (Ich glaub das waren zu viele „nennen“, glaub ich muss die Dankes-Kette starten, bevor meine Sätze lauter Ketten sind ;o)

Ich DANKE Gott für meine Kinder (Kerstin)

 


Blickwinkel

02. Juli 2012, Mannablog

Oh Mann. Die letzte Woche war …
Ich musste sooo viel einstecken. Irgendwie schien auf meiner Stirn zu stehen: „Hast du miese Laune, dann lad sie hier ab“.
 Menschen können so gemein sein. Vor allem die Menschen, die wir nah an uns ran lassen / die wir gern haben / die wir lieben.
 Mein Standard-Gedanke war: „Haben die in ihrem Wortschatz noch was anderes außer ICH, ICH, ICH?“
 Denkt jemand mal an mich? Wie ich mich fühl? Wie ich mich so als Sondermüll-Abladeplatz, als Prügelknabe, fühle?
Oh ich sah ihre Fehler so deutlich. Ich spürte die Verletzungen so tief, die sie mir zufügten.
Dabei merkte ich nicht, dass mein Blickwinkel total auf sie und ihr Fehlverhalten gerichtet war.

Am Freitag war dann endlich MEIN Tag. Gott nahm sich meiner an.
 Er nahm mir das Fehlverhalten, den falschen Blickwinkel, reinigte mich davon, und begann mich zu verändern. Er richtete meinen Blickwinkel zuerst auf mich aus, und Er konnte dann sehr gut erst Mal mich schleifen, heilen, veredeln. Gott brauchte nicht lang dafür. Nebenbei nahm Er mir noch eine Schwäche und ein sündhaftes Verhalten.
Wow! Ich fühlte mich so leicht, als würde ich abheben.
Die Umstände von außen haben sich nicht verändert. Aber ICH wurde verändert.
Diese Veränderung des Blickwinkels tat mir richtig gut.
Probiere doch auch mal so eine Blickwinkel-Veränderung aus.


Auf dem Hochseil über Niagara

01. Juli 2012, marcus - Mannablog

Ich habe heute eine Geschichte gehört, die mich sehr beeindruckt hat. Ich habe das Ganze daraufhin noch einmal selbst recherchiert und bin tatsächlich auf die in der Geschichte erwähnten Details gestoßen.
Im Jahre 1859 duellierten sich die beiden Hochseiltänzer Jean-François Gravelet, bekannt als Charles Blondin oder «The Great Blondin» und William Leonard Hunt, der sich «The Great Farini» nannte, regelrecht auf dem Hochseil. Die beiden unternahmen dabei halsbrecherisch anmutende Akrobatik-Manöver, bei denen man sich nicht einmal ansatzweise vorstellen kann, wie das überhaupt funktionieren konnte.
Während sie das Seil überquerten fischten sie sich z.B. aus einem Touristenboot mittels eines Seils  Wasser empor, machten Saltos, beförderten andere Personen huckepack, seilten sich ab und kletterten wieder empor. Blondin schob sogar einen Schubkarren über das Seil, in dem sich ein Ofen befand, mit dem er Omelettes buk und diese dann auf ein Touristenschiff herabließ. Farini stand auf dem Seil Kopf und wusch mithilfe eines Bottichs mitten auf dem Seil Taschentücher. Einer versuchte dabei den anderen an Tollkühnheit zu übertreffen.
Ich weiß nicht wie es dir mit der Geschichte geht, ich finde das alles einfach nur unglaublich. Ich würde das gerne einmal selbst mit eigenen Augen sehen. Diese beiden Männer waren sich ihrer Sache so sicher, dass sie sogar Menschen mit auf das Seil nahmen und diese heil über den Abgrund beförderten. Und diese waren lebensmüde genug, um dort auch noch mitzugehen. Wärst du mitgegangen? Hättest du dich huckepack nehmen lassen und auf dem Seil auf die andere Seite tragen lassen? Ich glaube nicht, dass ich es gewagt hätte. Ich bin ja nicht lebensmüde.
Waren diejenigen, die es machten aber wirklich lebensmüde? Oder kann es sein, dass sie einfach großes Vertrauen hatten? Dass sie sich sicher waren, dass der Akrobat es schafft? Merkst du, wie wichtig es ist Vertrauen zu haben? Ohne Vertrauen sind wir nicht bereit, unser Leben jemand anderen ?anzuvertrauen?. Deinen Freunden, deinen Eltern, deiner Frau, deinem Mann ? ihnen allen musst du vertrauen. Dass sie es wirklich gut mit dir meinen, dass sie dich wirklich lieb haben, einfach so. Wenn du es nicht tust, dann stehst du ziemlich alleine da.
 Ich möchte dir Mut machen zu vertrauen. Du kannst das. Und wenn es niemanden mehr gibt, dem du dein Vertrauen schenken kannst, dann habe ich noch jemanden für dich der es immer Wert ist:  YHWH. Der Gott aus der Bibel. Es lohnt sich, du wirst es selbst erleben.


Egoisten oder nicht ist hier die Frage

30. Juni 2012, claudia - Mannablog

Neulich war ich in einer Schule in München unterwegs, als mir dieses Plakat auffiel. Eigentlich geht es darin um einen Vergleich zwischen spanischen und deutschen Familien. Doch mein Augenmerk blieb bei einem dort beschriebenen Punkt hängen.

In Bezug auf unser Land und unsere Familien heißt es: die Deutschen sind Egoisten.

Kommt das Gespräch auf den Umgang miteinander, dann kommt immer wieder dieser Satz zum Tragen. Die Arme werden verschränkt oder auseinander geklappt um den Weg frei zu machen. Die Gesprächspartner nennen dabei in der Regel die gleichen Punkte.

1. Es wird die Situation beklagt. Keiner findet es gut, dass nur mit Ellenbogen und in egoistischer Haltung miteinander umgegangen wird.

2. Keiner ist bereit von seiner Position abzugehen. Immer muss der andere anfangen.

Mein Fazit: Wenn du und ich nicht bereit sind unsere Position zugunsten eines anderen aufzugeben, wird sich nichts ändern. Mit anderen Worten: Wir können über den Satz " Die Deutschen sind Egoisten" so lange klagen wie wir wollen. Ob uns eine Veränderung ernst ist, zeigt sich in unserem Handeln.

Komm mach doch mit und handle!


To top

Nach oben