Manna

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Die einzige Kommunikation

24. Juni 2012

Ich habe gestern Nachmittag einen Artikel in der WIRED gelesen, der über die Zeit vor dem Sturz von Gaddafi in Lybien handelte. Interessant war, dass der Schreiber besonderes Augenmerk auf die Kommunikation über das Internet lenkte, und wie das Regime diese Kontrollierte. 
Die einzige Chance des Widerstands sich zu formieren bestand über das Internet, und dieses wurde leider komplett von Gaddafis Geheimdiensten kontrolliert. Komplette Email und Skype-Kommunikationen wurden abgefangen und abgehört, und massenweise Akten über das komplette Onlineleben von Menschen angelegt. 
Die Kommunikation funktionierte ohnehin zeitweise dann nur noch innerhalb des Landes; eine Kontaktaufnahme in andere Länder war kaum möglich.
Niz und Mokhtar Mhani bauten eines Tages eine Satellitenschüssel eines Konzerns ab, und schmuggelten diese unter Todesgefahr nach Hause, um mit Hilfe von Kontakten in Ägypten einen sicheren Satelliteninternetzugang einzurichten. Dieser Zugang war einer der wenigen die es überhaupt noch gab, um den Kontakt mit der Außenwelt aufrecht zu erhalten.
Nur durch solch tapfere Widerstandskämpfer war es den Menschen dort möglich, ihren Tyrannen los zu werden.
Ich musste bei dieser Geschichte unweigerlich an das Schicksal unserer Welt denken. Auch wenn wir ihn nicht sehen und keiner an ihn glaubt, die Bibel spricht davon, dass Gott einen Feind hat, einen Gegner. Er hat sich vor langer Zeit unsere Heimat unter den Nagel gerissen, und jetzt leben wir im Krieg. Zwar nicht überall, aber insgesamt. Doch Gott hat durch Jesus dafür gesorgt, dass wir wieder einen Kontakt zur Außenwelt aufnehmen können, und dieser Kontakt funktioniert über das Gebet. Tapfere Menschen haben über die Jahrhunderte dafür gesorgt, dass wir heute die Bibel haben können, und von Jesus lesen können.
Wenn du dir also auch einmal abgeschnitten von der Außenwelt vorkommst, und der Krieg dieser Welt über dich hereinbricht, dann nimm einfach Kontakt mit Gott auf. Nutze diese einmalige Gelegenheit. Er hat die Macht dich aus deinem Gefängnis herauszuholen. 
Wer den Artikel nochmal nachlesen möchte, findet diesen unter http://www.wired.com/threatlevel/2012/05/ff_libya/all/

marcus

Saunabekanntschaft

23. Juni 2012

Ich sitze an einem verregneten, etwas windigen Aprilabend in einem Schaukelstuhl im Ausruhraum der Sauna. In der Hand habe ich das Buch „Gott und die Hütte“. Ich vertiefe mich in die Zeilen um den Zusammenhang zu begreifen, während über mir der Lautsprecher versucht Musik in meine Ohren zu bringen. Da werde ich von einer Sauna-Kollegin auf das Buch angesprochen. Sie fragt mich, ob ich gläubig sei. Wir kennen uns schon lange, doch erst jetzt kommen wir ins Gespräch über Gott, den Glauben, Vertrauen und Vergeben. Es fasziniert mich immer wieder, wenn ich auf Menschen treffe, die Gott in ihr Leben aufgenommen haben, mit ihm reden, auf ihn hören. Sie erzählt mir, dass ihr Leben durch tiefe Täler geht, aber immer wieder ins Licht kommt. Da berichte ich ihr von der Botschaft, die ich durch das Buch „Die Hütte“ erhalten habe und die mir im Alltag Kraft gibt: Gott kann aus jedem Unglück, aus jedem Schicksalsschlag, aus jeder Traurigkeit etwas Gutes machen. 
Regina ging etwas eher nach Hause – ich lege mich noch auf die Bank und denke über unser Gespräch nach. Ich fühle mich wohl. Es tut so gut, ein schönes Gespräch geführt zu haben.
Ich freue mich nun schon auf den nächsten Saunabesuch, wo ich Regina wieder treffen werde. Wir haben etwas, das uns verbindet: die Liebe zu Gott und zu seiner Führung.

Ich bin dir also nicht wichtig genug?

22. Juni 2012

 Wir sind Menschen, ja. Aber wie oft hat Jesus gesagt, dass wenn wir mit ihm leben, eigentlich nicht mehr wir leben, sondern er durch uns?!
Als Mensch erlebe ich Enttäuschungen. Ich erwarte von meinen Mitmenschen bestimmte Dinge. Werden meine Erwartungen nicht erfüllt, stellt sich meist automatisch eine gewisse Enttäuschung ein.
Kann ich überhaupt ohne Erwartungen leben? Nein. Soll ich auch nicht komplett. Ich darf von Gott Gutes erwarten und hoffen. Er hat versprochen, dass er seine Verheißungen einhält und dass wir ihm damit in den Ohren liegen dürfen!
Was ist, wenn ich aber Probleme damit habe, nicht von meinem Partner zu erwarten, dass er sich von selbst meldet? Was ist, wenn ich von meiner Freundin erwarte, dass sie selbst mitbekommt, dass es mir schlecht geht und ich jemanden zum Reden brauche?
Wenn man darüber mal länger nachdenkt, merkt man im Regelfall, dass viele Erwartungen übersteigert sind. Wie soll mein Gegenüber, das so anders gestrickt ist als ich, wissen, was ich möchte? Reden ist dabei Gold.
Was aber, wenn wir schon x Mal darüber geredet haben und ich das Gefühl habe, es ändere sich nichts? Dann gibt es kaum eine plausible Antwort, um nicht enttäuscht zu sein. Dann muss ich mir bewusst machen, dass der Andere sein Verhalten, das ich gerade observiere, nicht auf der hohen Priorität wie ich ansiedelt. Dass ihm noch tausend andere Dinge durch den Kopf schwirren und dass vieles, was er tut, wahrscheinlich nicht darauf ausgerichtet ist, jemand anderen bewusst zu verletzen.
Und ich kann mir klar machen, was ich eigentlich von meinem Gegenüber verlange: eine Drehung um beliebig hohe Grade! Wie lange brauche ICH für solch eine Drehung?! Wie lange muss ich kämpfen, um eine lästige Eigenschaft los zu bekommen und das erst recht, wenn sie jemand Anderem an mir auffällt und nicht mir selbst auf den Nägeln brennt.
Wie gehst du mit Enttäuschungen um? Versuche in nächster Zeit deine Mitmenschen mit barmherzigen Augen anzuschauen. Denn so willst doch bestimmt auch du angesehen werden, oder nicht?
 

witzig

21. Juni 2012

Mit was für Hausaufgaben mein Sohn nach Hause kommt….da muss ich manchmal echt den Kopf schütteln.
So auch dieses Mal wieder. Hausaufgabe: Bringe 3 Schüler-Lehrer Witze mit.
Da waren wir gesessen, und haben das www durchforstet nach Witzen.
Aber es war gar nicht so leicht mit unserm Maßstab witzige Witze zu finden.
Unser Maßstab: witzig und nicht niedermachend & nicht irgendwas mit Sex.
Nach fast einer halben Stunde hatten wir endlich den 1. !!!
Da stellte ich mir die Frage, ob wir verlernt haben, einfach NUR witzig zu sein.
Muss es jedes Mal was mit Sex oder mit Diskriminierung zu tun haben.
Ist es so schwer NUR witzig zu sein?
Deshalb mein Aufruf: Schreibt mir eure witzigen Witze.
Mal schauen, wer das noch kann.
Und vielleicht ist er witziger, wie den 1. den mein Sohn im www gefunden hat:
Lehrer: „Wie viele Erdteile gibt es?“
Schüler: „Sechs!“
Lehrer: „Genauer bitte!“
Schüler: „1, 2, 3, 4, 5, 6!“

Um des lieben Frieden willens

20. Juni 2012

Es gibt Menschen, vor allem Christen, die meinen, um des lieben Friedens willen immer wieder die „andere Wange“ hinhalten und alles stillschweigend mit Liebe ertragen und zudeckeln zu müssen.
Ich war bis vor kurzem auch so ein Mensch, so ein Christ.
Aber Gott hat es nicht so gewollt, dass wir alles ohne Widerworte ertragen sollen.

Ich hab diese Lektion mal wieder in den letzten Wochen lernen dürfen.
Es ist einfach falsch, wenn eine Person mir immer wieder und immer wieder weh tut, und ich mich dann noch immer wieder mit ihm an einen Tisch setze und auf heile Welt tue. Wenn das dann noch die Gelegenheit ist für ihn, mir wieder weh zu tun, und ich wieder nichts sage.
Hier sei gesagt, dass ich damit nicht meine, dass wir immer und überall sofort und direkt unsre Meinung den anderen um die Ohren werfen sollen. Ganz gewiss nicht!
Aber ich hab für mich beschlossen, um MEINES lieben Friedens willen, nicht mehr alles stillschweigend zu erdulden, und den Deckmantel der „Liebe“ drüber zu stülpen. 
Wenn es die Person zulässt, werde ich es ansprechen, und versuchen es mit dieser Person zusammen aus der Welt zu räumen. Und wenn diese Person es nicht zulässt, geh ich ihr aus dem Weg, und probiere es irgendwann noch einmal.
Und in Zukunft frage ich mich auch mal nach MEINES Friedens willen.
Lass nicht mehr so viel anstauen. Und so ist eine Aussöhnung oft viel früher möglich.
Also kein Deckmantel der „Liebe“, sondern wahre Liebe, wahrer Friede, für beide.

Das Foto auf dem Schreibtisch

19. Juni 2012

Hast du auf deinem Schreibtisch ein Foto von deinen Liebsten stehen? Von deinen Kindern? Deinem Ehepartner? Deinem Haustier? Ein Foto, an dem sie besonders hübsch aussehen? In einem netten Kleid, ein Foto, mit einem Lächeln auf dem Gesicht? Du stellst das Foto, das in einem schönen Rahmen ist, auf einen guten Platz. Und wenn du während der Arbeit auf das Foto schaust, kannst du dich freuen, dass du Menschen in deinem Leben hast, die dich lieben und die du lieben darfst. 
Es ist früh am Morgen. Du liegst noch im Bett. An der Haustür klingelt es. Widerwillig stehst du auf, im Pyjama und Pantoffeln schlappst du zur Tür. Du öffnest, lugst hinaus und der freundliche Postbote übergibt dir ein Paket. Oder du liegst im Krankenhaus. Dir geht es schlecht, die Haare sind seit Tagen nicht gewaschen und gekämmt, du siehst echt elend aus.
Stell dir vor, dass statt des Postboten ein Fotograf vor der Tür steht und ein Foto von dir macht oder möchtest du im Krankenhaus fotografiert werden? Sicherlich ist es dir lieber, wenn ein Bild von dir gemacht wird, auf dem du in deinem schönsten Kleid, deinem besten Anzug und deinem freundlichsten Lächeln abgebildet bist. Ein Foto, so wie wir es von der Werbung kennen.
Und wie ist es, wenn plötzlich Gott vor dir steht? Er macht keinen Termin aus, damit du dich vorbereiten kannst. Er klopft an deine Herzenstür, du darfst ihm öffnen, egal wie du aussiehst. Dein Haar muss nicht frisch frisiert sein, du darfst im Schlafanazug kommen. Und wenn Gott an dein Krankenbett tritt, darfst du sein, wie du dich im Moment fühlst. Er streichelt dir über den Kopf und möchte dein Arzt sein. Gott macht jeden Tag, jede Stunde ein Foto von dir. Er liebt dich in jeder Lebenslage. Es ist befriedigend zu wissen, dass Gott jeden Menschen liebt und dass er immer um uns ist.
„Von allen Seiten umgibst du mich, ich bin ganz in deiner Hand.“ (Psalm 139, 5)

Ich wünsch dir alles Gute

18. Juni 2012

Die letzten Wochen haben wieder einige aus meinem Bekannten- und Verwandtenkreis Geburtstag gehabt. Und was wünscht man Geburtstags“kindern“ so in der Regel?: „Ich wünsch dir alles Gute“.
Heute Morgen kam mir dann die Fragen:
* ob wir denn überhaupt wissen, was das Gute ist, das man wünscht?
* ob das Gute, was wir wünschen und meinen auch das Gegenüber so für gut befindet?
Ich persönlich wünsche mir folgendes Gute:
* Gesundheit
* keine finanziellen Sorgen
* ein 2. Auto, damit ich nicht so viel laufen muss und so oft andre um Hilfe fragen muss (ich tu mich echt schwer dabei)
* Friede, Freude, ... (nein heute kein Eierkuchen ;o) und Liebe in der familiären- , Verwandtschafts- und Bekanntenebene.

Aber tut dieses Gute auch mir gut?
Beispiel:
Ich lese so gern, vor allem die Bibel.
2010 gab es eine Zeit, in der ich einfach nicht mehr dazu kam. Mein Alltag war so vollgestopft.
Ich sehnte mich so sehr danach wieder Zeit mit Rumforschen in der Bibel zu verbringen, dass ich Gott bat, mir doch bitte dabei zu helfen, und mir freie Zeit im Alltag schaffen solle.
Naja, Er erhörte dieses Gebet, aber ganz und gar nicht wie ich das erhofft hatte.
Bekam eine schwere Gehirnerschütterung, mit Schwindel, 3D-Sehen,….
Als ich ins Krankenhaus sollte, da noch eine Gehirnblutung vermutet wurde, durfte ich erkennen, dass dies von Gott kam. Ich durfte in dieser Zeit so viel Zeugnis geben, wow! Und ´ne Auszeit verschaffte Er mir auch, da ich ein paar Wochen fast nur im Bett lag, mich nur um mich kümmern konnte, mehr ging echt nicht, AUßER Bibel lesen und hören. Ja, bei mir braucht Er manchmal doch die Hammermethode. Aber ich war dankbar, für das Gute, das Er mir schenkte. Er weiß doch am besten was gut für mich ist.

Die Schublade

17. Juni 2012

Du kennst sie bestimmt auch, diese Schublade. Du weißt schon, welche ich meine. Die Schublade, die du niemandem zeigen würdest, weil sie dermaßen unaufgeräumt ist, dass es einfach peinlich wäre. Zu allem Übel denkst du auch noch so gut wie jeden Tag an diese Schublade, denn du benutzt sie eigentlich fast täglich. Und selbst wenn du sie einmal nicht öffnest, dann reicht allein schon ihr Anblick aus, dass du wieder daran denken musst, sie endlich einmal aufzuräumen. 
Ich kenne dieses Verhalten genauso, und ich werde mich jetzt einfach mal erdreisten es "dumm" zu nennen. Nicht einfach so, nein, ich werde es sogar mathematisch beweisen.
Angenommen du denkst dreimal am Tag für jeweils wenigstens zehn Sekunden daran, diese Schublade aufräumen zu müssen (Was denke ich eine faire mittlere Zeitangabe ist). In einer Woche hast du so bereits drei Minuten und 30 Sekunden damit verschwendet, die Schublade NICHT aufzuräumen. Ein Monat ist bei so einer Sache ja bekanntlich gar nichts, und so sind es inzwischen 15 Minuten geworden, nach zwei Monaten sogar eine halbe Stunde. Du hast dich also in zwei Monaten ein halbe Stunde damit herumgeschlagen die Schublade NICHT aufzuräumen, obwohl du sie in wahrscheinlich höchstens zehn Minuten locker aufräumen hättest können.
Oder denk doch einfach mal an den Freund oder die Freundin, die du schon seit zwei Jahren nicht mehr angerufen hast. Das ärgert dich wirklich, denn ihr hattet euch doch wirklich gern. Wenn du drei mal die Woche für jeweils eine Minute an sie denkst, dann hättest du in den zwei Jahren schon mehr als zweieinhalb Stunden Zeit gehabt mit ihr zu telefonieren. Du hast also praktisch zweieinhalb Stunden deines Lebens damit verbracht NICHT mit ihr zu telefonieren.
Und das sind jetzt nur zwei Beispiele dafür, wie wir Energie in Dinge stecken, die wir NICHT tun. Es liegt an dir allein, wie du in Zukunft mit solchen Energiefressern umgehen wirst. Eines kann ich dir allerdings ganz gewiss sagen: Es NICHT zu tun ist eindeutig dumm. Es bindet deine Energie an unerledigte Dinge, die dich stark beschäftigen und davon abhalten Dinge wirklich zu TUN!
Allerdings gibt es dabei einen Haken: Manche Dinge fallen uns einfach extrem schwer. Wir haben einfach keine Zeit oder Lust. Was wird die Freundin / der Freund sagen nach soviel Zeit? Verstehen wir uns überhaupt noch? Um ehrlich zu sein: DU WEIßT ES NICHT. Du spinnst es dir einfach zusammen. Vielleicht ist es ganz anders und er / sie wird sich riesig freuen, von dir zu hören.
Wenn es dir jetzt immer noch schwer fällt, dann gibt es noch einen Weg, den du am Besten schon von Anfang an wählen kannst. Bitte Gott, deinen Schöpfer, um Hilfe. Er hat dich gemacht, und er kann dir auch Kraft und Mut geben, deiner Angst ins Auge zu sehen. Probier es einfach mal aus.

marcus

Wer hat den schönsten ...?

16. Juni 2012

Kennst du das Lied hier noch:
„Wer hat den schönsten Schuh? Den schönsten Schuh, den hast nur du!“
Ich will heute mal dieses Lied etwas umschreiben und umfunktionieren,.. bist du dabei?
Klar doch!
„Wer hat den schönsten Blog? Den schönsten Blog, den hast nur du!“
Und das wollen wir nun machen!
Hier sind die Stichworte, die in deinem Blog vorkommen sollten:
*Fußball
*Gott/Jesus
Mal schauen, was dir dazu einfällt.
Ach so, die Länge des Beitrag kannst du selber bestimmen, allerdings nicht länger als 300 Worte und nicht kürzer als 10 Worte ;)

Bitte an folgende Email schicken: claudia@modobonum.de 
Und veröffentlicht wird er dann vielleicht unter dem Titel: „EM 2012-Teil …“.

Wer hat den schönsten Blog? Den schönsten Blog, den hast nur…..

Der Blick im Tunnel oder wo auf der Treppe stehst du?

15. Juni 2012

In den letzten Tagen sind Alex und ich viele Tunnel gefahren. Es ging rein in den Tunnel und war schlagartig dunkel. An der Seite waren ein paar Positionierungslichter für die Orientierung und wir fuhren. Die Straße ging um die Kurve, sie ging nach unten oder stieg an, aber was auch war wir fuhren weiterhin im Tunnel. Doch dann irgendwann wurde es wieder hell, wir sahen das Ende des Tunnels und plötzlich waren wir draußen.

Genau so ist unser Leben auch. Es gibt immer irgendeinen Tunnel. Sei es die Arbeit, eine Situation in der Familie, die Finanzen. Als bei mir mein ganzes Leben in Scherben schien, bekam ich ein Bild von einem befreundeten Maler gemalt. Dieses Bild hängt bei uns an einer zentralen Stelle und erinnert uns an die Vergänglichkeit von "Glück".

Damals galt für mich nur das Prinzip Hoffnung. Doch wie das aussehen sollte hätte ich nicht beantworten können. Je nach Situation definierte ich für mich eine Position auf der Treppe. Mal bin ich ganz oben und schaue auf das was kommt und manchmal stehe ich ganz unten und habe die Treppe noch vor mir.

Was wir in unserem Leben gelegentlich vergessen ist die kleine schwarze Tür der persönlichen Entscheidung. Während wir die Treppe nach oben steigen, kommen wir nicht nur der Perspektive näher, sondern auch dieser Tür. Immer wieder habe ich festgestellt, dass Menschen am Ende nicht die Perspektive wählten, sondern die Tür.

Wo stehst du? Wie entscheidest du?

claudia