Manna

So schön!

29. Juni 2012, Mannablog

Einkaufen kann so schön sein.
 Zurzeit ist ja so vieles an Klamotten reduziert, und ich hatte noch zusätzlich einen Gutschein.
Also ging es los.
Ich stöberte durch die Ständer, bis ich es sah…..wow ist das ein Oberteil.
Oh je, nur noch zwei hängten da. Beides in der Größe 42.
 Ich nahm eines mit, Ziel war die Umkleidekabine.
Mmh.
Wusste nicht welches Gefühl ich zulassen sollte.
1.) Juchuuuuu. Hab schon wieder etwas abgenommen und deshalb ist es zu groß. ODER
2.) Mist. Zu groß. Und das zweite, was am Ständer hängt ist ja auch 42. Aber das Oberteil wäre so schön.

Ich schob die Entscheidung der Gefühle auf, ging zur Verkäuferin und fragte, ob sie dies nicht noch in einer Nummer kleiner hätten. Sie verneinte. (Ach menno). Aber dann bat sie mich mitzukommen, denn ihr fiel ein, dass eine Schaufensterpuppe noch eines anhätte. Größe aber unbekannt.
 Als wir hinkamen, stellte sie fest, dass sie Größe 38 trug. „Könnte ich es trotzdem mal probieren?“, fragte ich sie. Und so zog sie die Puppe aus. Ich ging in die Umkleide und…… Juchuuuuuuuu
es passte perfekt. Größe 38, großzügig geschnitten, aber Größe 38!!!
Oh danke Herr, dass ich das erleben darf!
Danke, dass Klamotten einkaufen so schön sein kann.
 Vor paar Jahren kaufte ich nichts zum Anziehen im Laden, sondern nur über Katalog.
Dass mich ja niemand sieht. Aber auch wegen der Größe! Denn in Größe 52 gibt’s nicht so viel Auswahl.
 Jetzt kann ich in normale Läden einkaufen gehen, brauch mich nicht mehr zu verstecken UND kann auch auffällige Farben tragen. 
Danke Herr, dass du mir geholfen hast abzunehmen und mein Gewicht zu halten.
Danke für dieses Einkaufserlebnis.
So schön.


(K)eine schmutzige Alternative

28. Juni 2012, Mannablog

Die Uni spielt verrückt. Wenige Wochen vor den Prüfungen scheinen nicht nur die Studenten durchzudrehen, sondern auch die Technik und die Dozenten. Schon zwei Tage hintereinander durfte ich nun eher nach Hause gehen, weil entweder Stromausfall die Vorlesung lahm legte oder meine Dozentin den falschen Foliensatz mit hatte und der richtige auf ihrem kaputten Stick war.
Da ich nun also meine Zeit sinnvoll nutzen wollte, bin ich zu den Tennisplätzen spaziert. Mein Freund hat dort um die Zeit, in der ich Vorlesung habe, seinen Tennissportkurs. Und ich sollte unbedingt mal vorbeischauen. Also – Überraschung – stand ich davor. Aber vollkommen alleine: der Platz war leer, kein Mensch in Sicht. Erst als ich näher hinsah, konnte ich zwei Taschen und Schläger verstreut auf dem Platz erkennen. Als ich schon daran vorbeigelaufen war, merkte ich, dass im Randgebüsch Stimmen zu hören waren und es verdächtig raschelte.
Und tatsächlich: mein Freund plus Mitspieler waren im Unterholz auf der Suche nach einem Ball, der in elegantem Bogen über die (an sich schon sehr hohe) Absperrung geflogen war. Da ich, wie schon gesagt, sowieso nichts zu tun hatte, hab ich mich mit zwischen die kratzenden Äste und beißenden Brennnesseln gewagt, todesmutig – sodass das kleine Stück Natur im Nachhinein aussah, als wäre eine Horde Wildschweine hindurch gefegt.
Der Ball blieb lange Zeit unentdeckt, genau genommen verschollen. Ich musste mir ständig den Kommentar verkneifen, dass es „doch nur ein Ball sei - einer von vieren!!“. Aber der Ehrgeiz trieb Mr Tennis voran. Letztendlich gaben wir auf. Die Trophäe der erfolglosen Suche war nicht der Ball, sondern ein altes, schmutziges Trinkglas. Eigentlich unversehrt, aber nicht sehr ansehnlich. Mein Freund wollte es unbedingt mitnehmen, aber sein Kumpel und ich protestierten, dass es das wirklich nicht wert wäre und wie lange er schrubben müsste, um es sauber zu kriegen.
Das hat mich an Gottes Suche nach uns erinnert. Er sucht nach dem Verlorenen, nach dir und mir! Er gibt nicht eher auf, bis er DICH gefunden hat und du ihn. Er gibt sich nicht mit einem billigen Ersatz zufrieden. Wenn er dich dann aber gefunden hat, dann ist er sich nicht zu fein, dich mit viel Mühe zu reinigen und für seinen Plan mit der Welt zu benutzen.


So wird trotzdem ein guter Tag

26. Juni 2012, claudia - Mannablog

Geht es dir auch wie uns? Heute ist kein guter Tag. Die Nacht war zu kurz, der Tag wird zu lang sein. Es regnet und regnet. Wäre draußen nicht alles in leuchtenden Grünfarben, würden wir denken, dass Herbst ist. Es ist Montag und die Woche wird sowohl lang, als auch voll gefüllt sein und das mit viel zu vielen Dingen.
Du schaust in deinen Tag und würdest am liebsten rufen: ich bin nicht da! Wenn dein Tag genau so zu sein scheint, dann haben wir eine gute Nachricht für dich!
Du musst dir den Tag auf diese Weise nicht klauen lassen. Du und dein Kopf entscheiden, ob der Tag gut wird. Merkst du, dass der Tag dich ärgern will, dann kannst du STOP rufen. Ich will mich an diesem Tag freuen und nicht ärgern. Male dir eine große Sonne auf ein Stück Papier und jedesmal wenn du dich ärgerst, dann schaue dort hin und lass dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Es wird ein guter Tag werden, für uns uns und für dich! Viel Freude damit.

 


Kinder sind eine Gabe des Herrn

25. Juni 2012, Mannablog

Kinder sind eine Gabe des Herrn, ja, Fruchtbarkeit ist ein großes Geschenk!
(Psalm 127,3)

Ich hab mal versucht mir diesen Vers zu sagen, wenn meine zwei Kiddies wieder den Harakiri-Modus eingestellt hatten. Aber irgendwie zog dieser Vers mich nicht raus aus meiner Genervtheit. Es funktionierte einfach nicht.
Bis ich ihn eines Tages verstand.

?Fruchtbarkeit ist ein großes Geschenk?:
Leider wissen das viele nicht zu schätzen.
Es scheint ja was ganz normales zu sein. Frau wird schwanger, Frau bringt Kind auf die Welt.
Ich möchte euch von einer Bekannten erzählen, für die es nicht was Normales war.
Sie versuchte 8 lange Jahre lang schwanger zu werden. Ließ Hormontherapien und all das über sich ergehen, bis sie endlich nach 8 Jahren schwanger war, es behielt und gebar.
Diese Frau, diese Situation lehrte mich diesen Teil des Bibelverses zu verstehen.

?Kinder sind eine Gabe des Herrn?:
Auch habe ich Frauen kennengelernt, die viel zu früh ihre Kinder verloren haben.
Kinder sind eine Gabe auf Zeit. Ih weiß nicht wie lange ich sie haben darf. Also bin ich für jeden Augenblick dankbar, denn es kann jederzeit vorbei sein.

Jetzt hatte ich diesen Vers verstanden, und konnte ihn für mich annehmen und gebrauchen.

„Stefan, Lena, ihr seid eine Gabe und ein großes Geschenk des Herrn. Ich bin dankbar dafür. Ich liebe euch.”


Die einzige Kommunikation

24. Juni 2012, marcus - Mannablog

Ich habe gestern Nachmittag einen Artikel in der WIRED gelesen, der über die Zeit vor dem Sturz von Gaddafi in Lybien handelte. Interessant war, dass der Schreiber besonderes Augenmerk auf die Kommunikation über das Internet lenkte, und wie das Regime diese Kontrollierte. 
Die einzige Chance des Widerstands sich zu formieren bestand über das Internet, und dieses wurde leider komplett von Gaddafis Geheimdiensten kontrolliert. Komplette Email und Skype-Kommunikationen wurden abgefangen und abgehört, und massenweise Akten über das komplette Onlineleben von Menschen angelegt. 
Die Kommunikation funktionierte ohnehin zeitweise dann nur noch innerhalb des Landes; eine Kontaktaufnahme in andere Länder war kaum möglich.
Niz und Mokhtar Mhani bauten eines Tages eine Satellitenschüssel eines Konzerns ab, und schmuggelten diese unter Todesgefahr nach Hause, um mit Hilfe von Kontakten in Ägypten einen sicheren Satelliteninternetzugang einzurichten. Dieser Zugang war einer der wenigen die es überhaupt noch gab, um den Kontakt mit der Außenwelt aufrecht zu erhalten.
Nur durch solch tapfere Widerstandskämpfer war es den Menschen dort möglich, ihren Tyrannen los zu werden.
Ich musste bei dieser Geschichte unweigerlich an das Schicksal unserer Welt denken. Auch wenn wir ihn nicht sehen und keiner an ihn glaubt, die Bibel spricht davon, dass Gott einen Feind hat, einen Gegner. Er hat sich vor langer Zeit unsere Heimat unter den Nagel gerissen, und jetzt leben wir im Krieg. Zwar nicht überall, aber insgesamt. Doch Gott hat durch Jesus dafür gesorgt, dass wir wieder einen Kontakt zur Außenwelt aufnehmen können, und dieser Kontakt funktioniert über das Gebet. Tapfere Menschen haben über die Jahrhunderte dafür gesorgt, dass wir heute die Bibel haben können, und von Jesus lesen können.
Wenn du dir also auch einmal abgeschnitten von der Außenwelt vorkommst, und der Krieg dieser Welt über dich hereinbricht, dann nimm einfach Kontakt mit Gott auf. Nutze diese einmalige Gelegenheit. Er hat die Macht dich aus deinem Gefängnis herauszuholen. 
Wer den Artikel nochmal nachlesen möchte, findet diesen unter http://www.wired.com/threatlevel/2012/05/ff_libya/all/


Saunabekanntschaft

23. Juni 2012, Mannablog

Ich sitze an einem verregneten, etwas windigen Aprilabend in einem Schaukelstuhl im Ausruhraum der Sauna. In der Hand habe ich das Buch „Gott und die Hütte“. Ich vertiefe mich in die Zeilen um den Zusammenhang zu begreifen, während über mir der Lautsprecher versucht Musik in meine Ohren zu bringen. Da werde ich von einer Sauna-Kollegin auf das Buch angesprochen. Sie fragt mich, ob ich gläubig sei. Wir kennen uns schon lange, doch erst jetzt kommen wir ins Gespräch über Gott, den Glauben, Vertrauen und Vergeben. Es fasziniert mich immer wieder, wenn ich auf Menschen treffe, die Gott in ihr Leben aufgenommen haben, mit ihm reden, auf ihn hören. Sie erzählt mir, dass ihr Leben durch tiefe Täler geht, aber immer wieder ins Licht kommt. Da berichte ich ihr von der Botschaft, die ich durch das Buch „Die Hütte“ erhalten habe und die mir im Alltag Kraft gibt: Gott kann aus jedem Unglück, aus jedem Schicksalsschlag, aus jeder Traurigkeit etwas Gutes machen. 
Regina ging etwas eher nach Hause – ich lege mich noch auf die Bank und denke über unser Gespräch nach. Ich fühle mich wohl. Es tut so gut, ein schönes Gespräch geführt zu haben.
Ich freue mich nun schon auf den nächsten Saunabesuch, wo ich Regina wieder treffen werde. Wir haben etwas, das uns verbindet: die Liebe zu Gott und zu seiner Führung.


Ich bin dir also nicht wichtig genug?

22. Juni 2012, Mannablog

 Wir sind Menschen, ja. Aber wie oft hat Jesus gesagt, dass wenn wir mit ihm leben, eigentlich nicht mehr wir leben, sondern er durch uns?!
Als Mensch erlebe ich Enttäuschungen. Ich erwarte von meinen Mitmenschen bestimmte Dinge. Werden meine Erwartungen nicht erfüllt, stellt sich meist automatisch eine gewisse Enttäuschung ein.
Kann ich überhaupt ohne Erwartungen leben? Nein. Soll ich auch nicht komplett. Ich darf von Gott Gutes erwarten und hoffen. Er hat versprochen, dass er seine Verheißungen einhält und dass wir ihm damit in den Ohren liegen dürfen!
Was ist, wenn ich aber Probleme damit habe, nicht von meinem Partner zu erwarten, dass er sich von selbst meldet? Was ist, wenn ich von meiner Freundin erwarte, dass sie selbst mitbekommt, dass es mir schlecht geht und ich jemanden zum Reden brauche?
Wenn man darüber mal länger nachdenkt, merkt man im Regelfall, dass viele Erwartungen übersteigert sind. Wie soll mein Gegenüber, das so anders gestrickt ist als ich, wissen, was ich möchte? Reden ist dabei Gold.
Was aber, wenn wir schon x Mal darüber geredet haben und ich das Gefühl habe, es ändere sich nichts? Dann gibt es kaum eine plausible Antwort, um nicht enttäuscht zu sein. Dann muss ich mir bewusst machen, dass der Andere sein Verhalten, das ich gerade observiere, nicht auf der hohen Priorität wie ich ansiedelt. Dass ihm noch tausend andere Dinge durch den Kopf schwirren und dass vieles, was er tut, wahrscheinlich nicht darauf ausgerichtet ist, jemand anderen bewusst zu verletzen.
Und ich kann mir klar machen, was ich eigentlich von meinem Gegenüber verlange: eine Drehung um beliebig hohe Grade! Wie lange brauche ICH für solch eine Drehung?! Wie lange muss ich kämpfen, um eine lästige Eigenschaft los zu bekommen und das erst recht, wenn sie jemand Anderem an mir auffällt und nicht mir selbst auf den Nägeln brennt.
Wie gehst du mit Enttäuschungen um? Versuche in nächster Zeit deine Mitmenschen mit barmherzigen Augen anzuschauen. Denn so willst doch bestimmt auch du angesehen werden, oder nicht?
 


witzig

21. Juni 2012, Mannablog

Mit was für Hausaufgaben mein Sohn nach Hause kommt….da muss ich manchmal echt den Kopf schütteln.
So auch dieses Mal wieder. Hausaufgabe: Bringe 3 Schüler-Lehrer Witze mit.
Da waren wir gesessen, und haben das www durchforstet nach Witzen.
Aber es war gar nicht so leicht mit unserm Maßstab witzige Witze zu finden.
Unser Maßstab: witzig und nicht niedermachend & nicht irgendwas mit Sex.
Nach fast einer halben Stunde hatten wir endlich den 1. !!!
Da stellte ich mir die Frage, ob wir verlernt haben, einfach NUR witzig zu sein.
Muss es jedes Mal was mit Sex oder mit Diskriminierung zu tun haben.
Ist es so schwer NUR witzig zu sein?
Deshalb mein Aufruf: Schreibt mir eure witzigen Witze.
Mal schauen, wer das noch kann.
Und vielleicht ist er witziger, wie den 1. den mein Sohn im www gefunden hat:
Lehrer: „Wie viele Erdteile gibt es?“
Schüler: „Sechs!“
Lehrer: „Genauer bitte!“
Schüler: „1, 2, 3, 4, 5, 6!“


Um des lieben Frieden willens

20. Juni 2012, Mannablog

Es gibt Menschen, vor allem Christen, die meinen, um des lieben Friedens willen immer wieder die „andere Wange“ hinhalten und alles stillschweigend mit Liebe ertragen und zudeckeln zu müssen.
Ich war bis vor kurzem auch so ein Mensch, so ein Christ.
Aber Gott hat es nicht so gewollt, dass wir alles ohne Widerworte ertragen sollen.

Ich hab diese Lektion mal wieder in den letzten Wochen lernen dürfen.
Es ist einfach falsch, wenn eine Person mir immer wieder und immer wieder weh tut, und ich mich dann noch immer wieder mit ihm an einen Tisch setze und auf heile Welt tue. Wenn das dann noch die Gelegenheit ist für ihn, mir wieder weh zu tun, und ich wieder nichts sage.
Hier sei gesagt, dass ich damit nicht meine, dass wir immer und überall sofort und direkt unsre Meinung den anderen um die Ohren werfen sollen. Ganz gewiss nicht!
Aber ich hab für mich beschlossen, um MEINES lieben Friedens willen, nicht mehr alles stillschweigend zu erdulden, und den Deckmantel der „Liebe“ drüber zu stülpen. 
Wenn es die Person zulässt, werde ich es ansprechen, und versuchen es mit dieser Person zusammen aus der Welt zu räumen. Und wenn diese Person es nicht zulässt, geh ich ihr aus dem Weg, und probiere es irgendwann noch einmal.
Und in Zukunft frage ich mich auch mal nach MEINES Friedens willen.
Lass nicht mehr so viel anstauen. Und so ist eine Aussöhnung oft viel früher möglich.
Also kein Deckmantel der „Liebe“, sondern wahre Liebe, wahrer Friede, für beide.


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