Manna

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Sich trauen zu vertrauen

14. Juni 2012

„Vertraust du mir überhaupt?!“ - Ich hätte immer wieder verdient, diesen Satz von Gott um die Ohren geschlagen zu bekommen.
Ich wurde letzte Woche gefragt, ob ich im nächsten Semester in meiner Hochschulgruppe im Leitungsteam mitarbeiten möchte. Meine Reaktion nach einer Woche Bedenkzeit war: „Ich trau mir das nicht zu!!“
Mir ist dann nach ein paar Stunden klar geworden: es geht hier gar nicht um mich! Es geht hier darum, dass Gott in meiner Schwachheit stark ist. Er braucht mich eventuell an einer bestimmten Stelle und ich rede mich raus, weil ich unsicher bin über meine Fähigkeiten.
Ich bin immer noch unsicher, wie ich mich entscheiden werde. Aber ich habe Gott die Frage nach seinem Willen gestellt und ich warte jetzt auf seine Antwort.
Was soll das denn für eine Vertrauensbeziehung sein, bei der ich letztendlich doch nur mir selbst vertraue?!
Immer wieder gibt es Umwälzungen und Neues, mit dem jeder Mensch individuell konfrontiert wird. Wir können Berufsentscheidungen treffen, können Hobbies pflegen oder eine Familie gründen. Wir können unseren Wohnort wechseln und eine neue Gemeinde besuchen, unseren Freundeskreis erweitern oder gewisse Verantwortungspositionen übernehmen.
Egal, was jetzt oder demnächst in deinem Leben ansteht: traue Gott alles zu! Wage den ersten Schritt, wenn du meinst, Gott gibt dir grünes Licht. Das Tollste ist: Gott wird dich nicht nur halten und dich wie auf Flügeln von Adlern tragen, wenn es wirklich sein Wille war. Nein, er wird dir auch den Weg wieder hinaus zeigen und zu dir stehen und dir Weisheit schenken, wenn du ihn fragst. Er schreibt auf krummen Linien gerade.

Es regnet, es regnet, die Erde wird nass

13. Juni 2012

Heut ist mal wieder ein Regentag.
Den ganzen Tag schon Regen, Regen, Regen.
Da fiel mir das Lied ein, das ich vor paar Jahren komponierte.
Naja, ok,?die Melodie gibt?s schon und der Text haut dich wirklich nicht vom Hocker.
Aber damals war die Stimmung so wie das Wetter - trübe.
?Es regnet, es regnet, die Erde wird nass? lautet der Titel und der Text (Melodie: Ihr Kinderlein kommet, die erst Zeile). Und das wird unendlich wiederholt. Bis einem was Besseres einfällt, was man bei diesem Wetter machen kann oder es zu regnen aufgehört hat.
Ja, beim ersten Mal singen war es wirklich so öde, wie es sich grad rausliest!
Aber zwischenzeitlich singen wir das ?Lied? mit einer Freude in der Stimme, weil wir Favoriten haben, was bei Regenwetter gemacht wird. Und deshalb können wir uns selbst über einen Regentag uns freuen.
Kannst du mit Freude ?Es regnet, es regnet, die Erde wird nass? singen, weil du spitzen Favoriten für Regentage hast?
Und welche sind das?

Auch ohne Schuld?

12. Juni 2012

Vor langer Zeit sollte eine Frau gesteinigt werden, weil sie fremd gegangen war. Als es um ihre Verurteilung ging, waren die Menschen sehr bemüht sie so schnell wie möglich umzubringen. Doch da geschah etwas ganz Erstaunliches. Ein Mann stellte sich gegen alle Anderen. Er verteidigte die Frau nicht mit einer flammenden Rede, er beschimpfte auch nicht die "Heiligen". Er veränderte die Situation mit einem einzigen Satz: "Wer unter euch ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein." Die Botschaft war klar und einfach und kam beim Publikum an. Ganz langsam löste sich die Gruppe der Anderen auf und der Mann war mit der Frau allein.

Wir alle erleben in unserem Umfeld Versagen. Wir versagen und andere versagen an uns. Schuld entsteht und diese Schuld steht zwischen uns, sie lähmt uns, bindet unser Denken und Handeln. Dieser eine Satz bricht alles auf und verändert. In unseren Urteilen sind wir schnell dabei, den anderen auch zu steinigen. Wir heben den ersten Stein und dann ... Hoffentlich ist dann dieser Mann an unserer Seite und ruft seinen Satz zu uns.

claudia

"Getroffen"

11. Juni 2012

Kennst du noch das Spiel „Schiffe versenken?“.
Mein Sohn sitzt grad an diesem Spiel und versucht die Schiffe zu treffen und zu versenken.
H9 – Feuer – BlubbBlubb.
Blaue Flotte Ziel eingeben. E7 – Feuer – BlubbBlubb.
H8 – Feuer – Brrrccch – Treffer – Roten Flugzeugträger getroffen.
Oh das erinnert mich daran, als ich noch auf der Suche war nach dem wahren Glauben.
In so vielen Glaubensrichtungen ließ ich mein Radar los, und schoss ins Unbekannte.
Aber überall machte es BlubbBlubb.
Eines Tages verstand ich die richtige Art Christ zu sein. Ich musste meine Denkweise grundlegend ändern. Keine Kirche dieser Welt kann dir die Treffer-Karte für das ewige Leben geben.
Dies kann nur Jesus, Gottes Sohn. Wenn man verstanden hat, wer Er ist, was Er getan hat und dass Er das auch für DICH getan hat,…erst dann heißt es bei dir „Treffer“.
Spätestens jetzt zeigt Er dir dann, in welchen Gewässern du dich aufhalten sollst – also in welcher Gemeinde dein Platz ist.
Und wenn wir dann unser altes Leben versenkt („Treffer-versenkt“) haben, können wir durch Ihn erneuert werden. Und Er kann uns zu einem guten „Radar“ für andere Menschen schaffen.
BlubbBlubb oder Treffer-versenkt? Wofür entscheidest du dich?

Gebietserweiterung

10. Juni 2012

Ich befinde mich momentan mal wieder auf Familienbesuch. Diesmal hat es uns nach Österreich, zur Mutter meiner Frau, verschlagen. Dass du diesen Blog jetzt lesen kannst, ist eh ein Wunder, da ich eigentlich gerade überhaupt gar keine Zeit habe. Wir teilen diese Tage nämlich unsere verfügbare Zeit zwischen einer Mama, zwei Schwestern nebst Schwager und einem Hund auf. Der Hund heißt übrigens Hugo und ist ein Energiebündel sondergleichen. Außerdem ist er als Neuzugang das jüngste Mitglied der Familie. Gestern Abend ist dann noch ein weiterer Teil der Verwandtschaft aus Italien angereist, was natürlich gebührend mit einem reichhaltigen Essen gefeiert wurde.

Als ich damals meine Frau heiratete, war mir zwar bewusst, dass ich es mit einer großen Anzahl Rumänen zu tun bekommen würde, aber wieviele es tatsächlich sind, wo sie überall auf der Welt verstreut wohnen, und wie herzliche Leute sie alle sind, damit hatte ich nicht gerechnet. Ich glaube es ist nicht übertrieben, wenn ich behaupte, dass ich durch die Heirat mit meiner Frau mein Staatsgebiet gewinnbringend erweitern konnte. 
Egal ob du ebenso wie ich verheiratet bist oder nicht, selbst wenn du nur neue Freunde kennengelernt hast, du kommst automatisch in neue Kreise, lernst viele neue Menschen kennen. Manche dieser Menschen öffnen auch ihre Häuser und Wohnungen für dich. Vielleicht wohnen sie sogar in anderen Ländern und laden dich ein, sie dort besuchen zu kommen.
Es ist interessant, dass dieses Prinzip auch bei Jesus funktioniert. Er hat auf dieser Welt viele neue Freunde gefunden, die alle durch ihn Gott kennenlernen konnten. Und er hat sie alle sogar eingeladen mit ihm in seine Heimat zu kommen und dort mit ihm zu leben. Und es ist noch nicht zu spät, auch du kannst das. Jeder kann das.

Es ist nun mittlerweile 1:00 Uhr morgens, und ich merke gerade wie gut es tut, eine Familie zu haben, wo man hingehört, wo man angenommen ist. Und ich meine das sowohl irdisch als auch extraterrestrisch.
Mehr noch als jede irdische Familie wünsche ich dir das Glück, ein Kind Gottes zu sein. Als solches gewinnt Geborgenheit eine ganz neue Qualität.

marcus

Das Leben

08. Juni 2012

Gestern wurde mir wieder vor Augen geführt, dass Freud und Leid, Leben und Tod so eng beieinander sind.
*Eine liebe Nachbarin hat ihr erstes Kind bekommen, eine Tochter, beide wohl auf.
*Eine Freundin meiner Mom hat sich versucht das Leben zu nehmen, mit 270 Tabletten.
*Eine Beziehung vertieft sich. Wird herzlicher.
*Eine Beziehung wurde wegen EINER Entscheidung zerstört.
*Eine Mutter muss ihre Tochter ein Stückweit loslassen, weil sie überraschend und mit grad so 18 Jahre auszieht.

„Tja, so ist das Leben!“ hört man immer wieder von Leuten.
Das stimmt schon, aber ich könnte auf so vieles echt verzichten. Vor allem wenn es so geballt kommt.
Sehne mich nach … JA „Friede-Freude-Eierkuchen“. Ich habe diese Zankereien, diese Ungerechtigkeit, Krankheit und den Tod so satt.
Wie gut, dass ich Christ bin, denn als Christ darf man die Gewissheit haben, dass all dies mal ein Ende hat. Und darauf freu ich mich und sehne mich nach diesem LEBEN.
Aber ob es dort auch „Eierkuchen“ gibt? Auch wenn es in der Bibel so nicht drin steht, für Gott ist doch alles möglich! Also mein Eierkuchen wird mit Apfelmus und Zimt&Zucker belegt!
Und deiner?

Die Farbe meines Glücks

07. Juni 2012

Ich lese gerade das Buch „Glück hat tausend Farben“ von Titus Müller. Darin geht es um verschiedene Formen von Glück und wie man es im Alltag erleben kann. Wenn ich an der Kasse warten muss und beim Warten merke, dass Gott mich so beschenkt hat. Oder dass ich durch Staunen und langsameres Leben einfach mehr Intensität empfinde, bei dem, was ich tu.

 

Am Wochenende bin ich endlich zwanzig geworden. In meinem Freundeskreis bin ich damit momentan das Küken und für mich war die Zwanzig eigentlich nicht weit entfernt. Aber je näher der Geburtstag kam, desto mehr hab ich mich selbst unter Druck gesetzt. Die Zwanzig steht für mich irgendwie für ein Idealalter. Bis dahin sollte man schon das und das erreicht haben und ab dann erst recht das und das tun. Wenn ich später sage: „Hachja, damals mit Zwanzig war man noch jung...“, woran denk ich dann? An stressige Unitage? An Zukunftsängste? An vertane Zeit vor dem PC?

 

Im Leben ist es immer wichtig, Tag für Tag zu leben. Auch wenn du keine Zwanzig mehr bist – jeder einzelne Tag zählt. Egal, ob die Uhr tickt und egal, welche gesellschaftlichen Druckgedanken hinter einem stehen. Den Ausgleich zu finden, das macht einen glücklich. Zu wissen, dass es in jedem Alter Herausforderungen und Gutes gibt. Andere zu beschenken und für sie da zu sein, das baut auch mich auf. Glück hat tausend Farben, vielleicht ist es jetzt rot, in zwanzig Jahren grün … heute ist es vielleicht der Berufsaufstieg und der Aufbau einer Beziehung und in zwanzig Jahren das Zur-Ruhe-Kommen und die Geborgenheit in Beziehungen, die man über Jahre gepflegt hat.

 

Welche Farbe hat dein momentanes Glück? Suchst du vielleicht nach der falschen?

Vogel im Netz

06. Juni 2012

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Vögel bei mir durchdrehen. Vor einiger Zeit habe ich bereits über den kleinen Vogel geschrieben, der gegen die Scheibe flog.
Gestern ging ich beim Gießen an den Erdbeeren vorbei und sah wieder ein kleines verirrtes Etwas, das zappelte. Zunächst habe ich es gar nicht weiter beachtet. Als es aber beim nächsten Besuch des Erdbeerbeetes noch immer zappelte, schaute ich genauer hin.
Da hat sich unser kleiner Vogel in dem Netz verfangen, hing kopfüber und zappelte um sich zu befreien. Er tat mir ja so leid, der arme kleine Wicht.
Ich holte eine Schere und schnitt das Netz über ihm durch. Er hoppelte nach unten, aber das Netz hatte sich auch in seinen Flügeln verfangen, so dass er nicht fliegen konnte.

Uns Menschen geht es auch oft so. Wir verfangen uns in sichtbaren und auch unsichtbaren Netzen, an denen wir dann hängen und uns nicht befreien können wie der kleine Vogel.
Das müssen gar nicht so "große" Dinge sein wie Lügen, Mord und Totschlag. Ein schlecht geführter oder überfüllter Terminkalender, ein zu hoch gestecktes und deshalb nicht zu erreichendes
Ziel, unrealistische Erwartungen an mich selbst oder an andere. Das sind Dinge, die uns gefangen nehmen und uns den Blick auf die Welt verstellen. Kopfüber zu hängen sieht bestimmt aus Vogelperspektive auch nicht so erstrebenswert aus.
Dann brauchen wir jemanden, der die Schere ansetzt.

Du kannst das

05. Juni 2012

Hinter diesem Foto steckt eine riesendicke Geschichte.
Das Gipfelkreuz steht auf dem ?Hohen Frassen? in Raggal (Österreich). 1979 Meter! Gestartet sind wir bei ca. 1000 m. Die mit der pinken Jacke, das bin ich. Ich heiße Kerstin, bin fix und fertig, aber riesenstolz, glücklich und dankbar. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass ich hier oben stehen und diese wunderbare Aussicht genießen kann.
Vor gut 7 Jahren war ich dicker. Damals wog ich ca. 110 Kilo und trug die Kleidergröße 52.
Seit kurzem trage ich 40/42 und die Waage zeigt 40 Kilo weniger an!
Der Weg war lang und steinig. Es gab Durststrecken, Herausforderungen, Erfolgserlebnisse ? So wie bei dieser Bergbesteigung jetzt.
Klar gehört dazu ein starker Wille, aber so wie ich es nicht alleine auf den Berg geschafft hätte, hätte ich das Abnehmen auch nie im Leben allein geschafft! Beim Abnehmen half mir Gott. ER war mein Coach, mein Berater, mein Motivator aber ER empfing auch mein Mosern, meine Zweifel, meine Hilfeschreie,?.
Beim Berggipfelerklimmen hatte ich sogar drei Helfer:
1.) Brigitte: sie trug mir meinen Rucksack
2.) Frieder: er motivierte mich & unterwies mich im richtigen Atmen und Laufen
3.) Gott: ER half mir durchzuhalten und ER nahm mein Mosern (naja es war zum Schluss schon ausgewachsenes Meckern) entgegen ? und ich hab viel und ausgiebig gemeckert!!!
Ich hab es nicht geglaubt, dass ich es dort auf den Berg hinauf schaffen würde, ich hab es nicht geglaubt, dass ich es mit dem Abnehmen schaffen würde, ABER ich hab es geschafft!!! Juchuuuu.
Einfach unbeschreiblich, was für intensive Gefühle das sind.
Hey, und lass dir eines gesagt sein: wenn ich (die sich nicht viel zutraut) das schafft, dann schaffst du das auch! Du kannst das!