Manna

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Tagesbeginn

04. Juni 2012

Ich wollte nur einen Kaffee machen und die Milch war leider alle. Also ging ich in den Keller, holte eine Milchpackung und wollte die Lasche abziehen. Wie zu erwarten, riss diese und ich musste ein Loch hineinpieksen. Noch im Halbschlaf stellte ich mich so clever an, dass ich gleich noch ein zweites Loch stach, nämlich in die Wand der Packung und mit einem Schwall ergoss sich Milch auf den Boden.
Was für ein Start in den Tag! Ich dachte mir, das Beste ist wieder ins Bett zu gehen. Aber wie sich zeigte, wurde er dann doch noch ganz gut. Wenn dein Tag auch mies startete, will ich dir Mut machen. Es kann nur besser werden.

In diesem Sinne wünsche ich dir einen guten Start in den Tag und in die Woche!

Informationsflut

03. Juni 2012

Ich sitze wieder einmal in meinem Bereitschaftszimmer in der Arbeit, und es geht mir momentan wirklich wieder gut. Zumindest gemessen an den letzten Tagen, in denen ich Kopfschmerzen, wohl auch etwas leichtes Fieber und Magenbeschwerden hatte. Das Schlimmste an der ganzen Sache waren wirklich die Kopfschmerzen, da ich es hasse wenn ich mich nicht mehr auf wichtige Dinge konzentrieren kann. Wobei - das stimmt nicht ganz. Auf die wichtigen Dinge kann ich mich schon noch konzentrieren, aber nicht mehr auf Sachen, die meine Aufmerksamkeit für längere Zeit binden. Eine der Sachen, die ich zwar gerne tue, die mir dann aber zunehmend schwerer fällt, ist Lesen. Dabei ist die Aufnahme von Information für mich eine schon fast lebensnotwendige Sache. So kommt es wohl auch dazu, dass das Internet für mich eine wahre Freiheit bedeutet. Ich kann zu jeder Zeit, an jedem Ort, wann immer ich will, Informationen abrufen. Leider ist es so, dass ich natürlicherweise tagsüber meinem Wissensdurst nicht mehr hinterherkomme. Das versuche ich dann abends - beziehungsweise fast schon nachts - nachzuholen und tue damit meinem Körper auch keinen Gefallen.

Ich bin mir also fast sicher, dass ich von höchster Stelle eine Art Auszeit verordnet bekommen habe. Ich hätte die letzten Tage nur noch schlafen können und habe auch zeitweise absolute Unlust gegenüber Informationsaufnahme gehabt. Und jetzt sitze ich hier auf meinem Bett, und habe etwas sehr, sehr Wichtiges gelernt. Es kann auch einmal sehr schön sein, einfach nur nichts zu tun. Ich glaube, dass ich das in Zukunft öfter einmal "nicht" tun werde!

Wenn dir also auch einmal alles zu viel wird, und dir dein Körper schon fast mit dem Prügel zeigt das es mal wieder Zeit ist umzudenken, dann mach es einfach wie ich: nichts.

marcus

Welche 25 Jahre lebst du?

02. Juni 2012


Die ersten 25 Jahre geht man in den Kindergarten, in die Schule, an die Uni, in die Lehre, um zu lernen, wie man in den ...

nächsten 25 Jahren Sachen kauft, Computer, iPad, Möbel, Autos, Häuser, die man dann in den ...

letzten 25 Jahren seines Lebens wegwirft, an die Kinder und andere Personen spendet oder bei ebay vertickt.

Danke an Arno Backhaus, aus "Das Senfkornprinzip"

Mehr zum Nachdenken gibt es unter ISBN: 978-3-417-26210-0

claudia

Die Weiterfahrt verzögert sich auf unbestimmte Zeit

31. Mai 2012

Am Wochenende war ich endlich mal wieder meine Familie besuchen. Nur zwei Tage, aber immerhin. Als ich am Pfingstmontag in den Zug stieg, hatte ich im Kopf, nach max. 4,5 Stunden zu Hause anzukommen und dann endlich mal mein Rad sommertüchtig zu machen. (Das hab ich schon seit Wochen vor...)

Es sollte aber anders kommen. Nach einem Umstieg, 50 Minuten Aufenthalt und 5 Min. Verspätung kam mein Zug, der daraufhin noch mal etwa eine Stunde fuhr. Dann blieb er stehen. Und stand und stand... geschlagene 2,5 Stunden, bis überhaupt mal eine Ansage kam, wie es weiter geht! Vorher wurde nur gesagt, dass es Gleisstörungen gibt und sich die Weiterfahrt auf unbestimmte Zeit verzögert.

Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich natürlich nicht mit dem Zug gefahren! Aber nun saß ich da und wusste ja nicht, wie lang sich das Ganze ziehen würde. Und dass ich 3,5 Stunden länger unterwegs sein würde.
Meine Laune war eigentlich ganz gut, die Leute in meinem Abteil sind herum gewuselt, haben das Security-Personal zugetextet und ich fand's ganz lustig ihnen zuzusehen. Jeder zweite hatte sein Handy am Ohr und ließ Verwandte und Bekannte im Internet nach dem Grund des Übels recherchieren.

Und ich? Ich konnte mich wunderbar meinen Uniaufgaben und ebenfalls zahlreichen Anrufminuten widmen und an einem Geschenk weiter basteln. Nach etwa 1,5 Stunden Stillstand schaute ich dann zwischen den Sitzen hindurch zum anderen Ende des Abteils und da schaute mir tatsächlich ein Kommilitone entgegen. Genialer Zufall jedenfalls und so war ich den Rest der Fahrt inklusive erneuter späterer 55 Minuten Aufenthalt nicht allein.

Was sagt mir das? - Solche Unterbrechungen der menschlichen Pläne können manchmal ganz gut sein. Mein Rad ist immer noch nicht geputzt, aber ich hab ein kleines bisschen gelernt, meine Pläne auch mal über den Haufen zu werfen und spontan das Beste aus einer Situation zu machen. Außerdem ist Gott die ganze Zeit dabei gewesen und deshalb bin ich auch zu Hause angekommen, irgendwann ;).
Wie reagierst du auf solche Zwischenfälle?

Schreiberlinge gesucht

30. Mai 2012

Heute kommt mal wieder ein Aufruf zum Mitschreiben. :)
Ich weiß, es ist schönes Wetter und viele Leute sind im Urlaub. Gerade deshalb gibt es nach wie vor nicht genug Beiträge für den täglichen Blog.
Wenn du also Zeit und Lust hast, schreib doch auch einen Beitrag, damit du weiterhin jeden Tag etwas zu lesen hast.
In diesem Sinne wünschen wir euch allen einen gesegneten Tag.

Vertrauen

29. Mai 2012

Wie damals bei den Waltons steht auch uns eine Weltwirtschaftskrise bevor, oder wir sind schon mitten drinnen. Jedenfalls reden einige Leute davon, was auf uns in kürzester Zeit zukommen soll. Ich selber sehe so manches als Spekulation an. Ich habe das Glück in einem Land zu leben, wo es mir und meiner Familie verhältnismäßig gut geht. Ich habe jeden Tag einen gefüllten Kühlschrank, der Weg zum Aldi ist nicht weit und mein Magen kennt Hunger nicht. Ich wohne in einem gemütlichen kleinen Haus, habe sogar einen Garten, in dem Blumen und so manches Kraut wächst. Mein Mann und ich haben Arbeit und die Kinder gehen zur Schule. Ich bin zufrieden. Und dennoch werde ich fast täglich damit konfrontiert, dass dieser Luxus in bevorstehender Zeit zu Ende sein soll. Da höre ich, dass die Renten nicht mehr sicher sind, unser Bargeld bald nichts mehr wert ist und dass die Banken, wo ich mein Geld habe, geschlossen werden sollen. Ich gehe fast jeden Tag in den nahegelegenen Supermarkt, um das zu kaufen, was ich für diesen Tag brauche. Ich liebe keine Bevorratung. Dennoch wird mir in letzter Zeit immer wieder erklärt, ich solle einen Vorrat für schlechte Zeiten schaffen. Dies fällt mir schwer, mir geht es gut und ich will nicht wahrhaben, dass dies mal anders sein könnte.

Blind in die Zeit hineinlaufen, die mir geschenkt wird, ist nicht gut. Jeden Tag mit Gottes Hilfe rechnen, das ist das, was mir Halt gibt. Ich danke Gott, dass er mir Zufriedenheit schenkt und die Gewissheit, dass ich mich immer auf ihn verlassen kann. Er stand mir schon in vielen Krisen bei und darauf vertraue ich auch weiterhin.

Und sie wollten sie umbringen oder Ruhe und Pfingsten

28. Mai 2012

Die erste Gemeinde gründete sich von ganz alleine. Die Freunde Jesu hatten den Wunsch sich zu treffen um miteinander zu reden.  Je mehr sie von dem Erlebten erzählten, umso größer wurde die Gruppe der Freunde Jesu.

Recht schnell schon wollten die Gegner Jesu diese Gruppe umbringen. Es wurde ein Meeting einberufen und sie diskutierten darüber wie sie dies in die Tat umsetzen könnten. Ein Wort gab das Andere und die Fetzen flogen. Doch einer hatte sich noch nicht geäußert, Gamaliel. Er ergiff das Wort und alle lauschten.

An Beispielen zeigte er, dass Jesus nicht der erste religiöse Spinner war. Viele Gruppen vor Jesus waren schnell wieder verschwunden. Ein paar Jahre in denen die Begeisterung hoch schwappte. War der Führer erst einmal tot, dann ging alles wieder unter.

Deshalb war Gamaliel's Vorschlag einfach: bringt sie nicht um. Ihr Leben wird zeigen, woher die neue Lehrer kommt und ob sie Bestand hat. Damit sagte er nichts anderes als Jesus einige Zeit vorher: An ihrem Verhalten werdet ihr meine Freunde erkennen.

Gamaliel ging noch einen Schritt weiter in seiner Begründung: Oder wollt ihr am Ende gegen Gott selbst kämpfen?

Seit der Entstehung der ersten Gemeinde mit Freunden Jesu, sind viele Jahrhunderte ins Land gegangen. Immer wieder kam die Frage auf: bringen wir sie um? Nicht immer ging es so glimpflich aus für die Freunde Jesu, die erst einmal Ruhe hatten. Doch die Gruppe der Freunde Jesu wuchs und wuchs und verbreitete sich rund um die Erde.

Nachzulesen ist die Geschichte in der Bibel: Apostelgeschichte 5,33

claudia

Familienzusammenführung

27. Mai 2012

Ich sitze in der Küche unserer Verwandtschaft in Österreich und bin satt und zufrieden. Wenn ihr dies lest ist es schon Sonntag, aber jetzt gerade ist es noch Samstagabend. Wir haben gerade gegessen - was wir gefühlt schon den ganzen Tag tun - und sitzen gesprächig um den Tisch herum. Mit "wir" meine ich eine Gruppe von zehn Leuten, die alle miteinander Familie sind, aber aus den unterschiedlichsten Orten und mit verschiedensten Sprachen.

An Sprachen gibt es Deutsch, Englisch, Ungarisch, und Rumänisch anzubieten, und es wird alles bunt durcheinander geredet. Die Personen kommen aus Deutschland, Österreich, USA, Ungarn und Rumänien.

Die meisten von uns haben sich bereits viele Jahre nicht mehr gesehen und umso schöner war es, dass wir gemeinsam diesem Tag heute verbringen konnten.

Falls es auch in deinem Leben Menschen gibt, die du schon lange nicht mehr gesehen hast, und gerne würdest, wünsche ich dir, dass es möglichst bald geschehen kann.

Noch viel besser: wenn es nach Gott geht, dann wird es einmal einen Ort geben, an dem wir uns alle wiedersehen können, und auch nicht mehr getrennt werden. Auch dort wird es dann viel Freude und auch viel zu Essen geben!

Wie viel von unserem Essen heute übrig geblieben ist, kannst du auf dem Foto sehen bzw. nicht mehr sehen.

Leere Teller, volle Mägen

marcus

Danke fürs www! ODER: Zufälle gibt’s nicht, oder?

26. Mai 2012

Ich war gestern mal wieder Gott dankbar, dass es das www gibt. Ich hatte am Samstag in einer Gemeinde eine junge Frau kennengelernt. Wir durften wirklich ein sehr gutes Gespräch führen und eine schöne Zeit miteinander verbringen. Sie ist eigentlich nicht von hier, sondern von einem anderen Land und studiert ein Semester hier in Deutschland. Ihre Zeit ist schon fast wieder um, also schon mal danke, dass ich sie jetzt noch kennenlernen durfte. Danke.

Da sie auch auf einer Internetplattform ist, auf der ich unter anderem auch bin, wollten wir uns da treffen.
Am Sonntag schaute ich rein, gab ihren Benutzernamen ein, und…. Ach nein, da sind so viele unter diesem Namen, welche ist sie bloß? Manche Bilder waren eindeutig, manche aber nicht. Bei einer schließlich dachte ich: das muss sie sein. Aber die Zweifel waren zu groß. So ging der Sonntag auch vorbei. Am Montag schaute ich wieder rein, und diesmal drückte ich auf Freundschaftsanfrage, mit den Worten „Bitte lass es die Richtige sein!“. Paar Sekunden später kam schon die Antwort: „JAAAA, ich bin die Richtige!“. Ich hatte sie zum perfekten Zeitpunkt angestupst, denn in 15 Minuten hat sie ein sehr wichtiges Gespräch, in dem sie Zeugnis über ihren Glauben und ihre Beziehung zu Gott geben darf. Und da käme ich grad richtig, zum Helfen, zur Gebetsunterstützung.
Ich war erstaunt, wie perfekt Gottes Zufall mal wieder war (nicht zufällig, sondern zugefallen von Gott; so definiere ich dieses Wort).
Mit Gebet durfte ich sie durch dieses Gespräch durchtragen helfen. Es war eine tolle Erfahrung für uns. An diesen „Zufall“ werden wir uns noch lange erinnern und müssen nochmals danke sagen, dass es das www gibt.

Hast du auch schon mal solche „Zufälle“ erlebt?

kd