Manna

Das Leben

08. Juni 2012, Mannablog

Gestern wurde mir wieder vor Augen geführt, dass Freud und Leid, Leben und Tod so eng beieinander sind.
*Eine liebe Nachbarin hat ihr erstes Kind bekommen, eine Tochter, beide wohl auf.
*Eine Freundin meiner Mom hat sich versucht das Leben zu nehmen, mit 270 Tabletten.
*Eine Beziehung vertieft sich. Wird herzlicher.
*Eine Beziehung wurde wegen EINER Entscheidung zerstört.
*Eine Mutter muss ihre Tochter ein Stückweit loslassen, weil sie überraschend und mit grad so 18 Jahre auszieht.

„Tja, so ist das Leben!“ hört man immer wieder von Leuten.
Das stimmt schon, aber ich könnte auf so vieles echt verzichten. Vor allem wenn es so geballt kommt.
Sehne mich nach … JA „Friede-Freude-Eierkuchen“. Ich habe diese Zankereien, diese Ungerechtigkeit, Krankheit und den Tod so satt.
Wie gut, dass ich Christ bin, denn als Christ darf man die Gewissheit haben, dass all dies mal ein Ende hat. Und darauf freu ich mich und sehne mich nach diesem LEBEN.
Aber ob es dort auch „Eierkuchen“ gibt? Auch wenn es in der Bibel so nicht drin steht, für Gott ist doch alles möglich! Also mein Eierkuchen wird mit Apfelmus und Zimt&Zucker belegt!
Und deiner?


Die Farbe meines Glücks

07. Juni 2012, Mannablog

Ich lese gerade das Buch „Glück hat tausend Farben“ von Titus Müller. Darin geht es um verschiedene Formen von Glück und wie man es im Alltag erleben kann. Wenn ich an der Kasse warten muss und beim Warten merke, dass Gott mich so beschenkt hat. Oder dass ich durch Staunen und langsameres Leben einfach mehr Intensität empfinde, bei dem, was ich tu.

 

Am Wochenende bin ich endlich zwanzig geworden. In meinem Freundeskreis bin ich damit momentan das Küken und für mich war die Zwanzig eigentlich nicht weit entfernt. Aber je näher der Geburtstag kam, desto mehr hab ich mich selbst unter Druck gesetzt. Die Zwanzig steht für mich irgendwie für ein Idealalter. Bis dahin sollte man schon das und das erreicht haben und ab dann erst recht das und das tun. Wenn ich später sage: „Hachja, damals mit Zwanzig war man noch jung...“, woran denk ich dann? An stressige Unitage? An Zukunftsängste? An vertane Zeit vor dem PC?

 

Im Leben ist es immer wichtig, Tag für Tag zu leben. Auch wenn du keine Zwanzig mehr bist – jeder einzelne Tag zählt. Egal, ob die Uhr tickt und egal, welche gesellschaftlichen Druckgedanken hinter einem stehen. Den Ausgleich zu finden, das macht einen glücklich. Zu wissen, dass es in jedem Alter Herausforderungen und Gutes gibt. Andere zu beschenken und für sie da zu sein, das baut auch mich auf. Glück hat tausend Farben, vielleicht ist es jetzt rot, in zwanzig Jahren grün … heute ist es vielleicht der Berufsaufstieg und der Aufbau einer Beziehung und in zwanzig Jahren das Zur-Ruhe-Kommen und die Geborgenheit in Beziehungen, die man über Jahre gepflegt hat.

 

Welche Farbe hat dein momentanes Glück? Suchst du vielleicht nach der falschen?


Vogel im Netz

06. Juni 2012, Mannablog

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Vögel bei mir durchdrehen. Vor einiger Zeit habe ich bereits über den kleinen Vogel geschrieben, der gegen die Scheibe flog.
Gestern ging ich beim Gießen an den Erdbeeren vorbei und sah wieder ein kleines verirrtes Etwas, das zappelte. Zunächst habe ich es gar nicht weiter beachtet. Als es aber beim nächsten Besuch des Erdbeerbeetes noch immer zappelte, schaute ich genauer hin.
Da hat sich unser kleiner Vogel in dem Netz verfangen, hing kopfüber und zappelte um sich zu befreien. Er tat mir ja so leid, der arme kleine Wicht.
Ich holte eine Schere und schnitt das Netz über ihm durch. Er hoppelte nach unten, aber das Netz hatte sich auch in seinen Flügeln verfangen, so dass er nicht fliegen konnte.

Uns Menschen geht es auch oft so. Wir verfangen uns in sichtbaren und auch unsichtbaren Netzen, an denen wir dann hängen und uns nicht befreien können wie der kleine Vogel.
Das müssen gar nicht so "große" Dinge sein wie Lügen, Mord und Totschlag. Ein schlecht geführter oder überfüllter Terminkalender, ein zu hoch gestecktes und deshalb nicht zu erreichendes
Ziel, unrealistische Erwartungen an mich selbst oder an andere. Das sind Dinge, die uns gefangen nehmen und uns den Blick auf die Welt verstellen. Kopfüber zu hängen sieht bestimmt aus Vogelperspektive auch nicht so erstrebenswert aus.
Dann brauchen wir jemanden, der die Schere ansetzt.


Du kannst das

05. Juni 2012, Mannablog

Hinter diesem Foto steckt eine riesendicke Geschichte.
Das Gipfelkreuz steht auf dem ?Hohen Frassen? in Raggal (Österreich). 1979 Meter! Gestartet sind wir bei ca. 1000 m. Die mit der pinken Jacke, das bin ich. Ich heiße Kerstin, bin fix und fertig, aber riesenstolz, glücklich und dankbar. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass ich hier oben stehen und diese wunderbare Aussicht genießen kann.
Vor gut 7 Jahren war ich dicker. Damals wog ich ca. 110 Kilo und trug die Kleidergröße 52.
Seit kurzem trage ich 40/42 und die Waage zeigt 40 Kilo weniger an!
Der Weg war lang und steinig. Es gab Durststrecken, Herausforderungen, Erfolgserlebnisse ? So wie bei dieser Bergbesteigung jetzt.
Klar gehört dazu ein starker Wille, aber so wie ich es nicht alleine auf den Berg geschafft hätte, hätte ich das Abnehmen auch nie im Leben allein geschafft! Beim Abnehmen half mir Gott. ER war mein Coach, mein Berater, mein Motivator aber ER empfing auch mein Mosern, meine Zweifel, meine Hilfeschreie,?.
Beim Berggipfelerklimmen hatte ich sogar drei Helfer:
1.) Brigitte: sie trug mir meinen Rucksack
2.) Frieder: er motivierte mich & unterwies mich im richtigen Atmen und Laufen
3.) Gott: ER half mir durchzuhalten und ER nahm mein Mosern (naja es war zum Schluss schon ausgewachsenes Meckern) entgegen ? und ich hab viel und ausgiebig gemeckert!!!
Ich hab es nicht geglaubt, dass ich es dort auf den Berg hinauf schaffen würde, ich hab es nicht geglaubt, dass ich es mit dem Abnehmen schaffen würde, ABER ich hab es geschafft!!! Juchuuuu.
Einfach unbeschreiblich, was für intensive Gefühle das sind.
Hey, und lass dir eines gesagt sein: wenn ich (die sich nicht viel zutraut) das schafft, dann schaffst du das auch! Du kannst das!


Tagesbeginn

04. Juni 2012, Mannablog

Ich wollte nur einen Kaffee machen und die Milch war leider alle. Also ging ich in den Keller, holte eine Milchpackung und wollte die Lasche abziehen. Wie zu erwarten, riss diese und ich musste ein Loch hineinpieksen. Noch im Halbschlaf stellte ich mich so clever an, dass ich gleich noch ein zweites Loch stach, nämlich in die Wand der Packung und mit einem Schwall ergoss sich Milch auf den Boden.
Was für ein Start in den Tag! Ich dachte mir, das Beste ist wieder ins Bett zu gehen. Aber wie sich zeigte, wurde er dann doch noch ganz gut. Wenn dein Tag auch mies startete, will ich dir Mut machen. Es kann nur besser werden.

In diesem Sinne wünsche ich dir einen guten Start in den Tag und in die Woche!


Informationsflut

03. Juni 2012, marcus - Mannablog

Ich sitze wieder einmal in meinem Bereitschaftszimmer in der Arbeit, und es geht mir momentan wirklich wieder gut. Zumindest gemessen an den letzten Tagen, in denen ich Kopfschmerzen, wohl auch etwas leichtes Fieber und Magenbeschwerden hatte. Das Schlimmste an der ganzen Sache waren wirklich die Kopfschmerzen, da ich es hasse wenn ich mich nicht mehr auf wichtige Dinge konzentrieren kann. Wobei - das stimmt nicht ganz. Auf die wichtigen Dinge kann ich mich schon noch konzentrieren, aber nicht mehr auf Sachen, die meine Aufmerksamkeit für längere Zeit binden. Eine der Sachen, die ich zwar gerne tue, die mir dann aber zunehmend schwerer fällt, ist Lesen. Dabei ist die Aufnahme von Information für mich eine schon fast lebensnotwendige Sache. So kommt es wohl auch dazu, dass das Internet für mich eine wahre Freiheit bedeutet. Ich kann zu jeder Zeit, an jedem Ort, wann immer ich will, Informationen abrufen. Leider ist es so, dass ich natürlicherweise tagsüber meinem Wissensdurst nicht mehr hinterherkomme. Das versuche ich dann abends - beziehungsweise fast schon nachts - nachzuholen und tue damit meinem Körper auch keinen Gefallen.

Ich bin mir also fast sicher, dass ich von höchster Stelle eine Art Auszeit verordnet bekommen habe. Ich hätte die letzten Tage nur noch schlafen können und habe auch zeitweise absolute Unlust gegenüber Informationsaufnahme gehabt. Und jetzt sitze ich hier auf meinem Bett, und habe etwas sehr, sehr Wichtiges gelernt. Es kann auch einmal sehr schön sein, einfach nur nichts zu tun. Ich glaube, dass ich das in Zukunft öfter einmal "nicht" tun werde!

Wenn dir also auch einmal alles zu viel wird, und dir dein Körper schon fast mit dem Prügel zeigt das es mal wieder Zeit ist umzudenken, dann mach es einfach wie ich: nichts.


Welche 25 Jahre lebst du?

02. Juni 2012, claudia - Mannablog


Die ersten 25 Jahre geht man in den Kindergarten, in die Schule, an die Uni, in die Lehre, um zu lernen, wie man in den ...

nächsten 25 Jahren Sachen kauft, Computer, iPad, Möbel, Autos, Häuser, die man dann in den ...

letzten 25 Jahren seines Lebens wegwirft, an die Kinder und andere Personen spendet oder bei ebay vertickt.

Danke an Arno Backhaus, aus "Das Senfkornprinzip"

Mehr zum Nachdenken gibt es unter ISBN: 978-3-417-26210-0


Die Weiterfahrt verzögert sich auf unbestimmte Zeit

31. Mai 2012, Mannablog

Am Wochenende war ich endlich mal wieder meine Familie besuchen. Nur zwei Tage, aber immerhin. Als ich am Pfingstmontag in den Zug stieg, hatte ich im Kopf, nach max. 4,5 Stunden zu Hause anzukommen und dann endlich mal mein Rad sommertüchtig zu machen. (Das hab ich schon seit Wochen vor...)

Es sollte aber anders kommen. Nach einem Umstieg, 50 Minuten Aufenthalt und 5 Min. Verspätung kam mein Zug, der daraufhin noch mal etwa eine Stunde fuhr. Dann blieb er stehen. Und stand und stand... geschlagene 2,5 Stunden, bis überhaupt mal eine Ansage kam, wie es weiter geht! Vorher wurde nur gesagt, dass es Gleisstörungen gibt und sich die Weiterfahrt auf unbestimmte Zeit verzögert.

Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich natürlich nicht mit dem Zug gefahren! Aber nun saß ich da und wusste ja nicht, wie lang sich das Ganze ziehen würde. Und dass ich 3,5 Stunden länger unterwegs sein würde.
Meine Laune war eigentlich ganz gut, die Leute in meinem Abteil sind herum gewuselt, haben das Security-Personal zugetextet und ich fand's ganz lustig ihnen zuzusehen. Jeder zweite hatte sein Handy am Ohr und ließ Verwandte und Bekannte im Internet nach dem Grund des Übels recherchieren.

Und ich? Ich konnte mich wunderbar meinen Uniaufgaben und ebenfalls zahlreichen Anrufminuten widmen und an einem Geschenk weiter basteln. Nach etwa 1,5 Stunden Stillstand schaute ich dann zwischen den Sitzen hindurch zum anderen Ende des Abteils und da schaute mir tatsächlich ein Kommilitone entgegen. Genialer Zufall jedenfalls und so war ich den Rest der Fahrt inklusive erneuter späterer 55 Minuten Aufenthalt nicht allein.

Was sagt mir das? - Solche Unterbrechungen der menschlichen Pläne können manchmal ganz gut sein. Mein Rad ist immer noch nicht geputzt, aber ich hab ein kleines bisschen gelernt, meine Pläne auch mal über den Haufen zu werfen und spontan das Beste aus einer Situation zu machen. Außerdem ist Gott die ganze Zeit dabei gewesen und deshalb bin ich auch zu Hause angekommen, irgendwann ;).
Wie reagierst du auf solche Zwischenfälle?


To top

Nach oben