Manna

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Die Parkuhr

25. Mai 2012

Ich war heute wieder mit den abonnierten Zeitschriften unterwegs. Als ich in die kleine Seitenstraße der Ansbacher Straße einbog, hörte ich bereits das Mähen der Schafe und das Gaggern der Hühner und Gänse. Ich blieb für einen Augenblick stehen und schaute über den Zaun. Da sah ich kleine Meerschweinchen. Die erblickte ich heute zum ersten Mal. Ich liebe diesen kleinen Zoo. Ein paar Schritte weiter am Gartentor stand die Frau, die hier wohnte. Ich sprach sie an und erzählte ihr, dass ich mich jede Woche freue, hier mit dem Rad vorbeizufahren. Wir redeten über die Tiere, die Meerschweinchen, die Gänse. Sie erzählte von ihren Kindern, die sich auch an den Tieren erfreuen. Da fiel mein Blick auf eine alte Parkuhr, die sie im Hof stehen hatte. Freudig sagte ich ihr, dass ich dies genial finde. Sie meinte, die Parkuhr haben sie aus dem Schuppen geräumt und nun neben die Bank gestellt. Und jeder der sich hinsetzen will, muss was reinwerfen. Das war natürlich nur im Spaß gemeint. Ich kam ins Nachdenken. Eine Parkuhr an einer Bank. Bezahlen fürs Ausruhen? Um seine Haushaltskasse aufzubessern ist dies eine lustige Idee. Viel schöner ist es aber, wenn man umsonst einen Ruheplatz bekommt, auftanken kann, verschnaufen darf. 
In der Bibel lesen wir in Matthäus 11,28: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ Wie schön ist doch dieses Angebot. Gott stellt uns eine Bank zur Verfügung, auf der wir Platz nehmen dürfen.
Haben auch wir in unserem Garten, vor unserem Haus eine Bank auf der sich unsere müden und erschöpften Nachbarn ausruhen dürfen?

sw

Alexander

Thermorosen

24. Mai 2012

Das erste Mal habe ich Rosen geschenkt bekommen ? rot, voll in der Blüte, einfach wunderschön! Zu sechs Monaten Beziehung, für jeden Monat eine.

Ich hab mich total gefreut, als mein Freund damit bei mir vorbeikam. Besonders, weil ich echt nicht damit gerechnet hätte. Blumen lassen das Herz von so mancher Frau höher schlagen ? warum eigentlich?!

Vielleicht, weil sie so etwas Lebendiges haben, weil man sie pflegen muss, weil sie mit ihrer Farbigkeit Lebensfreude ausstrahlen und einfach mit ihrer Schönheit einen Raum positiv beeinflussen. Und vermutlich auch aufgrund ihrer symbolischen Bedeutung in unserer Kultur. Rosen, Liebe, na klar.

Ich stand mit den tollen Gewächsen erst mal unschlüssig im Raum herum ? noch überrascht, fasziniert von dem tollen Rot und ? mir klar werdend, dass ich keine Vase habe. So was sollte man vielleicht doch mal da haben, aber als Student besitze ich neben Kunstblumen eh nur eine Grünpflanze.

Mein Blick fiel auf einen Tonblumentopf, in dem eine dieser Kunstblumen ihr Dasein fristet. Aber schon bald konnte ich feststellen, dass die Rosen hoffnungslos zu lang waren. Also kam die Schere zum Einsatz. Ein paar Blätter ab ? aber immer noch keine Idee, wie es weitergehen sollte.

In meine afri cola- Flasche passen keine sechs Rosenstängel, auch wenn das wahrscheinlich ganz fash aussehen würde. Nein, meine Wahl fiel notgedrungen auf meine Thermoskanne.

In einem Rausch des Gruppenzwangs hatte ich die mir noch in Schulzeiten gewünscht- als alle damit ihren Kaffee und Tee in die Schule mitbrachten. Seitdem steht sie eigentlich ungenutzt herum und staubt ein.

Und ? ich mag den Anblick! Die Rosen strecken sich aus der Kanne in ihren kräftigen Farben wie aus einer metallisch glänzenden Kunstinstallation. Macht sich in meiner Wohnung super! ;)

Ich denke, viele Dinge muss man auch an sein Leben anpassen. Oder das Leben passt sich an die Umstände an. Die Rosen wurden beschnitten, der Charakter von uns Menschen wird beschnitten.

Wir haben vielleicht nicht die tollste Vase und passen vielleicht nicht perfekt in unser Umfeld, aber unser Umfeld und wir selbst werten sich gegenseitig auf und bringen die Schönheit und den Sinn, die Gott in beides gelegt hat, zum Vorschein.

Auch mal wieder Lust auf eine Tasse Kaffee aus der Thermoskanne? Oder doch lieber auf die Rosen?

ak

Thermorosen

Ich geh zu Fuß zur Schul´

23. Mai 2012

Sie ist wieder gestartet: Die alljährliche „Zu Fuß zur Schule“-Woche. Die Kinder lernen schon eine Woche vorher die Lieder und bekommen DEN Ausweis mit.
Für jedes Mal, das sie zu Fuß in die Schule laufen oder wieder nach Hause, bekommen sie einen Stempel. Ein richtiges Wetteifern ist im Gange: „schau ich hab schon 4 Stempel“.
Am Montag in der Früh gab es ein Fest im Schulhof. Die Lieder wurden gesungen, die Kinder bekamen ihre Buttons und alle stürmten danach ins Schulgebäude, hochmotiviert.
Am Freitag ist dann Abschluss-Feier, mit Singen, mit ….
Ja, ihr kennt ja die „coolen“ Lieder gar nicht. :)
Hier mein Favorit: „Und alle Kinder singen laut“, das Lied wird zur Melodie von „die Affen rasen durch den Wald“ gesungen.
(kursiv = Refrain)
1.) Die Schüler rasen in die Schul‘
auf flinken Füßen, oh wie cool,
und alle Kinder singen laut:
„Wir geh’n zu Fuß zur Schul‘,
wir geh’n zu Fuß zur Schul‘,
denn wer zu Fuß geht, der ist supercool,
wir geh’n zu Fuß zur Schul‘,
wir geh’n zu Fuß zur Schul‘,
denn wer zu Fuß geht, der ist cool“.
2.) Schon morgens sind wir super drauf,
wir stehen extra früher auf,
und alle Kinder singen laut: (Refrain)
3.) Links, rechts, links, schau’n wir uns um,
dann macht es niemals rums und bum. …
4.) Die Erstklässler sind zwar noch klein,
sie schaffen’s trotzdem schon allein. …

Wie sieht das eigentlich mit uns aus?
Können wir auch zu uns sagen: Wer zu Fuß geht, der ist supercool? Ich glaube, bei diesen Spritpreisen sollten wir das mal ausprobieren:
Ich geh zu Fuß und lass mein Auto stehn,
das kann man dann auch am Kontostand sehn!
kd

Alexander

Wissen über Gott und die Bibel oder Christ?

22. Mai 2012

Es gibt viele Menschen, die ein beeindruckendes Wissen der Bibel haben. Sie wissen, wo was steht und wie was gemeint sein soll. Immer wieder stehe ich daneben und bin einfach nur erstaunt. Mit ihrem Wissen der Bibel beeindrucken sie nicht nur mich, sondern auch andere Menschen. Dadurch werden sie in der Wertung gleich etwas größer.

Dass dieses Wissen aber nur Wissen ist und (leider) nur selten eine Umsetzung im Alltag findet, habe ich wahrgenommen, aber nicht verstanden. Dir fällt sicher auch jemand ein, der Wunderbares aus der Bibel erzählt. Schaust du aber in sein Leben, dann findest du das Wissen nicht. Es hat keine Verbindung gefunden in den Alltag.

Erst habe ich diese Menschen bewundert, inzwischen tun sie mir glatt leid. Das Wissen über die Bibel und das Wissen über Gott ohne Umsetzung in unserem Leben ist leider nichts wert. Es ist nicht mehr als der Inhalt eines Buches. Auf diese Weise verwendet ist Gott nur Mittel zum Zweck, mehr nicht.

Willst du Christ sein, dann geht es um Beziehung. Um deine Beziehung zu diesem Gott. Erst wenn du ihm begegnest, beginnt sein Wort zu leben. Es verändert und hat eine wahnsinnige Kraft und Dynamik. ohne diese Beziehung zu YHWH, zu diesem Gott, bleibt alles nur Wissen.

cdj

claudia

EM 2012 Teil 1

21. Mai 2012

Bald ist es wieder so weit. Am 8. Juni um 18 Uhr geht es los: die EM 2012.
Bei jedem Spiel: 1 Ball, 11 Spieler pro Mannschaft, 2 Teams, und eine Unmenge an Fans am Spielfeldrand und am Bildschirm.
16 Teams kämpfen um den Titel.

Was ist aber die beste Gewinnchance?
*Dass zig Millionen für die Spieler ausgegeben wurde?
*Dass der Altersdurchschnitt unter 25 Jahre liegt?

Für mich ist es eine Eigenschaft, die auch Ehepaare, Familien, Firmen, Abteilungen, …. haben sollten.
EINS-SEIN!
Es ist von Vorteil den Anderen ganz genau zu kennen: mit seinen Schwächen, seinen Stärken, seinen Eigenheiten. Ihn dann bestmöglich in das Team einzufügen und gezielt zu fördern. Auch sollten sich die einzelnen Teammitglieder/Ehepartner/Mitarbeiter schleifen lassen vom anderen. Jeder hat Kanten und Ecken und nur bei gegenseitigem Schleifen, passen die zwei (Elf) immer besser zusammen.  Aber nur schleifen, keine „Rumpser“ wie beim Boxauto. Denn damit macht man mehr kaputt als dass man eine Einheit schafft.
Als Einheit hat man die besten Chancen auf Erfolg. Sei es als Fußballmannschaft, in der Ehe oder in der Firma.

Was ist für dich das Element, das die bestmöglichste Gewinnchance gewährt?

kd

Alexander

Erstmal alles zerlegen

20. Mai 2012

Ich habe diese Woche eine wirklich interessante Begebenheit auf der Seite des Fotografen James Maher gefunden. Er berichtet darin, wie er mit Freunden an einem professionell organisierten Fischfang teilnahm. Sie fuhren mit dem Boot aufs offene Meer hinaus, und um ihre Wertsachen sicher zu verstauen, wurden sie vom Kapitän angewiesen, diese in einen Trockencontainer zu geben. Dieser wurde dann sicher verschlossen, damit der eventuell raue Seegang den wichtigen Sachen nichts anhaben konnte. Was der Kapitän wirklich mit Trockencontainer meinte war, dass sämtliche Geldbeutel, Taschen, Handys und Kameras über eine Stunde in Meerwasser eingeweicht wurden, nachdem er versehentlich eine Entleerungsvorrichtung verstopft hatte. Mit unter den zerstörten Sachen war leider eine Kamera, die James ans Herz gewachsen war, und die auch nicht gerade billig gewesen war.
Zuhause angekommen machte er sich ans Werk und begann die Kamera in ihre Einzelteile zu zerlegen, was gar nicht so einfach war. Die Kamera war sehr kompakt gebaut, alles war sehr ausgeklügelt, kein Platz verschenkt und mehr als einhundert Schrauben hielten das gute Ding zusammen.
Erst jetzt konnte man auch das wirkliche Ausmaß des zerstörerischen Salzwasser richtig erkennen. Aufgrund der Komplexität und Zerstörung war es ihm nicht möglich, die Kamera wieder zusammenzubauen. 

Mit uns Menschen ist es doch manchmal nicht anders, oder? Alles funktioniert gut, das Leben ist schön und uns geht es blendend. Dann passiert etwas, wir fallen in ein Loch, fühlen uns überflutet und das Wasser steht uns bis zum Hals. Selbst wenn uns dann jemand findet und merkt, dass da etwas nicht ganz stimmt, sieht er doch nur die äußeren Korrosionserscheinungen. Wie es innen aussieht, davon hat er keine Ahnung. Und wahrscheinlich ist das meistens auch gut so. 
Ich selbst bin eigentlich ein sehr positiver Mensch, und so schnell werfen mich Sachen nicht aus der Bahn. Und doch hatte ich auch schon Momente, in denen es einfach gut tat zu wissen, dass da jemand ist, der mein Innerstes kennt. Gott kennt die Einzelteile, aus denen du und ich gemacht sind. Er weiß genau wie wir ticken. Er kann uns zerlegen und alle Teile wieder sauber und funktionstüchtig machen. Und im Gegensatz zu James mit seiner Kamera schafft er es auch uns wieder zusammenzubauen. Es tut einfach gut zu wissen, dass wir bei Gott gut aufgehoben sind. 

Hier ist noch der link zu dem Erlebnis mit Bildern von der Kamera zu selber nachlesen:

http://www.jamesmaherphotography.com/photoblog_view_post/767-taking-apart-the-fuji-x100

marcus

Noch ein Ü-Ei - na toll!

19. Mai 2012

„Don't take for granted anything...“ kommt mir aus dem Radio entgegen. Nimm nichts für selbstverständlich.

Mir ist diese Woche aufgefallen, dass Rücksicht nehmen eine wichtige Sache ist.

Ich war mit meinem Freund einkaufen und wollte mir einfach nur ein Ü-Ei an der Kasse leisten. „Schau maaaal, mal wieder ein Ü-Ei wär doch super, ne?!“

Kettenreaktion. Mein Freund war eher abgeneigt, ich hab's mir trotzdem geschnappt. Neben uns in der Schlange höre ich eine Mutter sagen „Na, das war jetzt aber echt nicht die beste Idee...!“, mit einem leicht gequälten Lächeln im Gesicht. Ihr Kind ist nämlich mit den Worten „ICH WILL AUCH!!“ begeistert zu dem kindhohen Eierturm gerannt und hat bereits die ersten Paletten angehoben.

Das hab ich ja super hingekriegt, denke ich.

Das ist keine große Sache, aber sie hat mir trotzdem gezeigt, dass wir nicht ohne Blick nach rechts und links durch die Welt spazieren sollten. Manchmal besonders nicht in Bezug auf das, was Gott uns anvertraut hat an Finanzen, Gaben und anderem. 

Zu schnell bin ich dabei, mich aufzuregen, dass ich mir ja wieder eine Schokolade gekauft habe, obwohl ich doch eigentlich sparen wollte- an Geld und Kalorien. Oder jemand protzt allzu sehr mit seinem Talent – was auch immer das sei. Vielleicht unbewusst!

Der Punkt ist, dass es immer Menschen gibt, die weniger haben. Und sei es nur in den bestimmten Bereichen. Ich jedenfalls möchte mehr Verantwortung für mich selbst und für andere übernehmen, durch das, was ich sage und tu. Mehr darauf achten.

Vielleicht kann ich dann auch endlich dem Obdachlosen an der Bushaltestelle etwas Geld geben und nicht zehn Minuten lang mit mir selbst hadern.

Kommt dir so was bekannt vor?

ak

Alexander

Das kleine Vögelchen

18. Mai 2012

Und dann machte es rumps und da mich jedes Geräusch aufschreckt, suchte ich nach der Ursache. Da hing in unserem Busch ein kleiner Vogel. Er war vor unsere Scheibe geflogen und hing nun dort wie ein Schluck in der Kurve, mit dem Rücken nach unten. Ich war viel zu erschreckt, um etwas zu tun. Aber ich war ja zum Glück nicht alleine. Zwei beherzte Hände griffen zu und trugen den kleinen Vogel auf die Wiese. Dort saß er nun und ich stand hinter der Glastür auf der Lauer, bereit, jede Katze und sonstige Angreifer zu verscheuchen. Das Vogelkind tat nichts und ich machte mir schon ernstlich Sorgen, dass er Schaden genommen hatte. So stand ich eine halbe Stunde, in der nichts geschah. 

Der Vogel schaute sich in seiner Umgebung interessiert um, tat aber sonst nichts. Und dann, als ich schon dachte, das wird wohl nichts mehr, rappelte er sich auf und machte ein paar Schritte, bevor er davonflog, als sei nichts gewesen.

Da war ich schon sehr froh und dankbar, dass ihm nichts geschehen war. Gott kümmert sich eben auch um die Kleinigkeiten im Leben und das ist wunderbar.

md

Danke, dass du so bist wie du bist

17. Mai 2012

Danke, dass es dich gibt!

Danke für deinen Einsatz und deine Energie.

Danke für deinen Mut im Alltag.

Danke für die vielen kleinen und großen Freuden, die du uns immer wieder schenkst.

Danke für deine Liebe

Danke, dass du so bist wie du bist.

claudia

Ich gehe auf eine einsame Insel und nehme mit ...

16. Mai 2012

Ich gehe auf eine einsame Insel und nehme mit?

Kennst du dieses Spiel noch?
Das erste Kind musste diesen Satz sagen und dann etwas dran hängen, das es mitnehmen würde. Also z. B. ?Ich gehe auf eine einsame Insel und nehme mit ein Kissen.?
Dann kommt das nächste Kind dran. Dieses Kind wiederholt den Vorsatz und hängt seine Idee dran, was es mitnehmen würde. So z. B.: ?Ich gehe auf eine einsame Insel und nehme mit ein Kissen und eine Chipspackung.? Und so geht es reihum. Bis sich ein Kind in der Reihenfolge irrt, dann hört diese Runde auf und eine nächste beginnt.

Dieses Spiel ist mit vor paar Tagen wieder in den Sinn gekommen, nicht weil ich es geliebt hab (hab es eher gehasst, weil ich echt mies darin war), sondern weil ich mich fragte, auf was man heut zu Tage nicht mehr verzichten kann. Und wenn man dann eine Reise auf eine einsame / unbewohnte Insel macht, ob man diese Dinge überhaupt braucht + benutzen kann.

Z. B. ein Handy: Unverzichtbar, geht einfach nicht mehr ohne. Aber auf der Insel, völlig nutzlos. Kein Empfang!!! Und keine Steckdose zum Aufladen.

Z. B. ein Laptop: Es gibt eigentlich kaum mehr jemand in Deutschland, der nicht online ist! Aber auf der Insel, völlig nutzlos. Kein WLAN in der Nähe!!! Und der Akku hält auch nicht ewig!

Was würdest du mitnehmen?

Spielstart:

?Ich gehe auf eine einsame Insel und nehme mit?EIN FEUERZEUG !?

kd

Alexander