Manna

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Die Melodie des Regens

15. Mai 2012

Draußen ist es trüb und grau. Es regnet und sieht nicht so aus als würde es in nächster Zeit besser. In der Regel ist dies ein Grund auch trüb und grau durch die Gegend zu laufen.

Wenn ich allerdings die herrlich gelb blühende Forsythie sehe und wie sie sich in Wind und Regen bewegt, dann ist das einfach ein herrliches Bild. Unsere Natur freut sich über den Regen. Er war so dringend nötig.

Wann hast du dich das letzte Mal einfach in den Regen gestellt und zugehört? Hörst du das Prasseln auf deinen Kopf? Klingt das nicht herrlich? Ich mag die Melodie des Regens. Wenn du dem Regen zuhörst, dann hörst du seine Melodie. Obwohl oft kopiert, ist es doch niemanden gelungen. Ist diese Melodie nicht Balsam für unsere Seele, so still und beruhigend?

Wir wünschen dir einen guten Tag mit Freude am Regen.

claudia

Werden wie Kinder oder Kinder an die Macht

14. Mai 2012

Im Buch Bibel (Lukas 18,15-17)  gibt es die Aussage, dass wir Menschen nur dann in Gottes Reich kommen, wenn wir werden wie Kinder. Ich muss gestehen, dass ich mit dieser Aussage meine Probleme habe. Zum einen liegt es sicher daran, dass wir selbst keine Kinder haben.  Zum anderen erlebe ich Kinder oft als kleine Tyrannen. Was haben diese kleinen Tyrannen mit dem Reich Gottes zu tun?

Diese Woche habe ich zwei Kinder kennen gelernt und ich glaube, dass es solche Kinder gewesen sind über die in diesem Text gesprochen wurde. Sie erbrachten den Beweis, dass Kinder anders sein können. Ich habe zwei Kinder kennen gelernt, die mit ihren Eltern als Familie lebten. Kinder, die Ohren hatten zum Hören und Kinder, die aus Liebe zu den Menschen um sie herum handelten.

Als ich dann heute morgen über diesen obigen Text fiel wurde mir plötzlich klar, dass es um Beziehung und um unser Handeln geht. Wie gehe ich mit den Menschen (und Gott) um mich herum um? Kinder mögen jemanden und möchten ihm eine Freude machen, da wird nicht lange überlegt, da wird gehandelt.

Diese beiden Kinder, Lena und Stefan, haben mich gewonnen. Sie taten es durch ihre Liebe, die sie in ihrem Tun ausdrückten.

cdj

claudia

Manchmal hilft schon einfach mal reden

13. Mai 2012

Die Probleme hängen in der Luft, und zwar richtig dick. Es herrscht Unzufriedenheit, und das nicht zu knapp. Umstände, Missverständnisse, unbeabsichtigte Fehler, Ärger. Die Summe der Dinge, die schief laufen, ist offensichtlich groß, aber wie schon das Sprichwort sagt:
“Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile.” So ist es auch hier, die Stimmung brodelt ordentlich, und es ist endlich soweit, dass darüber gesprochen werden muss.
Die Situation selbst bringt die Leute zusammen, jeder wünscht sich, dass endlich alles auf den Tisch kommt, dass mit offenen Karten gespielt und nicht mehr hintenrum geredet wird. Alle finden sich fast spontan zusammen und alles wird gesagt. Worte fallen, Probleme werden angesprochen, Verständnis zeigt sich, Erleichterung macht sich breit. Dinge werden in einem neuen Licht gesehen.
Die Probleme sind immer noch da, es hat sich daran noch nichts geändert. Aber es wurde endlich darüber gesprochen, es ist endlich alles offenbar geworden. Auch wenn noch viel zu tun ist, so ist das wichtigste schon passiert: Beziehungen sind gelebt worden, Menschen haben einander gesagt, wie sie denken und fühlen. Sie haben sich einander anvertraut und sich verletzlich gemacht bis zu einem gewissen Grad.
Endlich geht es allen wieder besser, es hat richtig gut getan.

Warum lassen wir Menschen es eigentlich überhaupt erst soweit kommen? Es wäre nicht nötig. Geht es dir auch so in deiner Familie, an deinem Arbeitsplatz, in deinem Verein, in deiner Kirche? Dann mach mit und verändere etwas. Sprich die Dinge an. Zuerst ist es hart, aber dann werden alle dankbar dafür sein.

me

marcus

Freude ist kein Gefühl sondern eine Lebenseinstellung

12. Mai 2012

Als erstes sind es die Augen, die Augen mit den Lachfalten. Noch nie hat ein Mensch so viel Werbung gemacht für Freude, wie Yun am vergangenen Wochenende. Sein Werben war ein tiefer, motivierender Appell.

Aus seinem Mund bekommt diese Werbung zur Freude auch eine besondere Dimension. Wer so viel Schmerzen, Folter und Leid erlebt hat, nur weil er Christ ist, weiß worüber er spricht. Immer wieder kommt sein Appell "entscheide dich für die Freude".

Er sagt, als Christ hast du die Möglichkeit dich für Freude zu entscheiden. Freude bleibt damit nicht nur ein Gefühl, sondern ist auch eine Lebenseinstellung. Freude ist auch in Leid und Krankheit möglich, denn du bist von Jesus teuer erkauft. Dein Leben ist so wertvoll, weil Jesus für dich gestorben ist. Weil dein Leben so wertvoll ist, hast du keinen Grund freudlos zu sein.

Langt dir das nicht als Grund, oder du brauchst etwas zum Sehen um dich zu freuen, dann schaue dir den Vogel vor deinem Fenster an oder den Baum. Entscheide dich jeden Tag aufs neue für Freude und warte nicht auf den besonderen Moment.

claudia

Freude

11. Mai 2012

Ich hatte sehr schlecht geschlafen. Da kannst du dir bestimmt meine Laune vorstellen. Ich zog halblebig mein morgendliches Programm durch, brachte erst meinen Sohn auf den Weg und dann kam meine Tochter dran. Sie hatte erst zur zweiten Stunde Schule und hatte das Bedürfnis, dass ich sie zur Schule begleite. Luftsprünge vor Freude tat ich nicht. Aber nachher revidierte ich meine Meinung. Es war das Beste, was mir passieren konnte. Es war gutes Wetter, frische Luft… okay, okay bevor du hier aufhörst zu lesen: es wurde wirklich gut. Meine Tochter ist ein richtiges Strahlekind (naja meistens zumindest) und das steckt an. Im Schulhof angekommen, rannte sie dann freudestrahlend auf ihre Freunde zu. Sie spielten noch im Schulhof bis es klingelte. Bei jedem Kind konnte man die pure Freude im Gesicht ablesen. Meine Freude ging mit großen Schritten auf der Skala nach oben. Nachdem ich dann noch mit zwei Freudinnen gesprochen hatte, war mein Freudepegel im grünen Bereich angekommen. Ich machte mich auf den Heimweg, aber da wartete noch ein „Schmankerl“. Just in dem Moment als ich in unsere Straße (zu Fuß) einbog, bog auch eine liebe Nachbarin ein (mit dem Auto). Sie ist hochschwanger – Anfang Juni ist es soweit (zumindest laut Berechnung) -, sie ist meines Alters und wir verstehen uns echt gut. So hatten wir noch ein fast einstündiges Gespräch. Es war schön, mit ihr die Freude zu teilen, und ihr zu sagen, dass ihre Gefühle, Gedanken, Taten für eine Hochschwangere absolut normal sind. Es tat gut. Nach dieser Stunde gingen wir beide mit einem Lächeln nach Hause. Ich bin echt dankbar, dass meine Tochter mich „mitgeschliffen“ hatte, denn so konnte sich der Tag vollkommen ändern, für mich und meine Umgebung.

Wann hast du dich das letzte Mal so richtig gefreut? Und über was?  Bin gespannt auf deine Freudebringer.

kd

Alexander

Meine Elite-Beziehungen und meine Prioritäten

10. Mai 2012

Das heutige Manna ist für mich selbst eher traurig. Ich hoffe trotzdem, dass ein Impuls für dich dabei ist. Mir ist in dieser Woche etwas klar geworden, das mich auf eine gewisse Art betroffen gemacht hat. Zum anderen denke ich, dass darin viel Potential steckt.

Stell dir vor, du hast einen Topf voll Energie, Liebe und Zuwendung und du darfst den Inhalt an alle Menschen, mit denen du zu tun hast, frei verteilen, wie du es für richtig hältst.

Der Haken kommt an der Stelle, an der ich als Mensch selbst entscheiden darf oder muss, wie ich die Prioritäten meiner Beziehungen setze. Bin ich in einer Beziehung, dann möchte ich am liebsten möglichst viel Liebe und Zeit in meinen Partner investieren.

Doch dabei kann die eine oder andere platonische Freundschaft ins Hintertreffen geraten. Sie liegt einfach auf Eis und irgendwann ist sie erfroren und ich wundere mich, wie das passieren konnte.

Das kann vorkommen, auch wenn ich die andere Person noch sehe, aber Vorurteile und fehlende tiefe Gespräche sich häufen. Aber natürlich auch bei räumlicher und zeitlicher Trennung, weil man nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“, den Anderen einfach verdrängt.

Ich habe mir überlegt, dass ich meine Zeit und Zuwendung so verteilen möchte, wie Gott es auch machen würde. Vor ihm gelten nicht nur meine ausgewählten Elite-Beziehungen, die ich hege und pflege. Vor ihm zählt auch die ehrliche, wenn auch vielleicht kurze Zeit und Liebe, die ich Menschen gebe, die mir viel gegeben haben oder die mir kaum etwas zurückgeben können. Einfach, weil es sie gibt.

Ich will dir nicht unterstellen, dass du auch so unachtsam mit manchen Freundschaften umgehst. Aber falls es doch solche Stellen gibt, die mal ein Pflaster nötig haben, warte nicht, bis sie sich zur Fleischwunde ausgeweitet haben.

ak

Alexander

Perspektive Leben ist dienen, oder erfolgreiche Manager - Menschen

09. Mai 2012

Derzeit lese ich ein wunderbares Buch über Ehe. Wobei, eigentlich geht es gar nicht um Ehe, sondern um unsere Einstellung zu unseren Mitmenschen. Die These von Gary L. Thomas besagt, Beziehung gelingt, wenn die Menschen einander dienen. Das ist nicht immer populär. Wer steckt denn gerne zurück, draufhauen ist einfacher und schneller.

Als ich einer Freundin davon erzählte, fiel ihr eine Studie zu Managern ein. Sie berichtete, dass die Manager besonders erfolgreich sind, die ihrer Firma und ihren Mitarbeitern dienen. Interessant oder?

Weil wir in der Regel mit dienen nicht viel anfangen können, hier mein Definitionsversuch. Dienen heißt den anderen Groß machen und nicht sich selbst. Dienen gelingt nur, mit einem klaren Selbstwert. Ohne diesen ist dienen nicht möglich. Dienen heißt also, dem Anderen immer das Beste geben und das auch so meinen. Doof ist, das es damit bei mir selbst anfängt und ich nicht darauf warten kann, bis mein Gegenüber handelt.

Ich wünsche mir solche Freundschaften, Ehen, Familien, Chefs und Manager.

claudia

Christen sind nicht perfekt

08. Mai 2012

Heute Morgen sind wir mit vielen Christen zusammen um gemeinsam Jesus Christus zu begegnen. Das Erlebte wurde auf meine interne Festplatte gebannt. Es war beeindruckend miteinander zu singen. Ziel aller Lieder war es das eigene Herz Jesus zu übergeben und ihm die Ehre zu erweisen. Während ich mich so umschaue und die Menschen um mich herum ansehe, wird mir bewusst, wie unterschiedlich wir Menschen sind.

Ich sah Menschen unterschiedlichen Alters. Manche Gesichter sind mit Falten vom Leben gezeichnet, abgearbeitet. In anderen Gesichtern war der Stolz des eigenen Herzens zu sehen. Es gab fröhliche Gesichter und traurige Augen. In manchem ist die Liebe zu ihrem Herrn Jesus sichtbar und mancher ist noch auf der Suche nach der Begegnung mit ihm.

Hier sind keine perfekten Christen, keine perfekten Menschen. Hier sind Menschen wie du und ich. Christen sind nie perfekt, sind Menschen Christen, dann wollen sie sich gebrauchen lassen von Jesus Christus. Wenn Christen denken, dass sie perfekt sind, dann sind sie für Jesus Christus nicht mehr zu gebrauchen.

Begegnest du Christen, die nicht nach deiner Vorstellung handeln, dann habe Erbarmen mit ihnen und verurteile sie nicht. Nimm sie an wie sie sind, als Menschen.
cdj

claudia

Die Frau im Café

06. Mai 2012

Die Frau kam auf mich zu, und ich bemerkte sie erst, als sie schon direkt vor dem kleinen Couchtischchen stand. „Ich darf das abräumen, oder?” Ich hatte es noch nicht geschafft, meine Lippen zu einem Wort der Zustimmung zu formen, da hatte sie das Tablett auch schon in der Hand und brachte es zu einem der fahrbaren Regale mit Metallschienen, die genau für die Tabletts gemacht waren. 

Ich hatte an diesem Morgen einen Termin in einer Autowerkstatt, um die Frontscheibe meines Autos reparieren zu lassen. Um die Wartezeit von vier Stunden zu überbrücken, machte ich mich auf den Weg in die Stadt und entschloss mich im McCafé ein kleines Frühstück zu mir zu nehmen und dabei ein wenig zu lesen. Normalerweise sieht mein Morgen ganz anders aus, und so fand ich Gefallen daran, einfach noch ein wenig Zeit mit Lesen auf der Couch zu verbringen.
Die Frau war mir schon aufgefallen, als ich mich setzte. Sie sah verbraucht aus, hatte eine Tasche und paar Tüten neben sich liegen, und war damit beschäftigt irgendetwas Kleines zu essen, und an ihrem fast leeren Getränk zu nippen. Während ich frühstückte und las, schenkte ich ihr keine weitere Beachtung.
Nun aber hatte sie meine Aufmerksamkeit erregt.

Sie setzte sich wieder und machte sich daran, ein kleines Stück Folie zu öffnen. Sie musste das Gebäck, welches man zum Café bekommt, vom Tablett genommen haben. Das war also ihre Absicht gewesen. Jetzt hatte ich es auch verstanden. Die Frau hatte wohl Hunger. Als sie mich anblickte, fiel mir auf, dass ich sie angestarrt hatte, und um sie nicht zu verunsichern, wendete ich rasch meinen Blick ab. Ich wollte sie ansprechen, aber was sollte ich sagen? Ich würde mich dumm fühlen, ihr Geld anzubieten, wenn sie es vielleicht gar nicht brauchte oder mochte. Meine Gedanken überschlugen sich, und während ich sie aus dem Augenwinkel beobachtete kramte ich mit meiner Hand nach etwas Geld in meiner Hosentasche. Es reichte noch genau für einen Italian-Bagel. Ich schaltete also die Kritikerstimme in meinem Kopf ab und folgte meinem Herzen zwei Meter hinüber zu dieser Frau. Ich weiß nicht mehr was ich genau sagte. Irgendetwas mit Tablett, Hunger, Essen und Geld. Was auch immer es war, bevor ich fertig war hielt die Frau schon ihre Hand hin und nahm die paar Euro entgegen. Ich drehte mich um und ging an meinen Platz zurück.
Die Frau packte zusammen und verschwand. Als wäre sie nur hier gewesen, um dieses bisschen Hilfe entgegenzunehmen.
Ich war erleichtert. Es fühlte sich gut an, auf mein Herz gehört zu haben.

Ich möchte dich ermutigen, auf dein Herz zu hören. Natürlich sollst du auch nachdenken, überlegen, Pro und Contra abwägen und genau prüfen. Aber am Schluss, da solltest du auf dein Herz hören. Es weiß sehr oft viel besser, was gut und richtig ist.
me

marcus