Manna

Erstmal alles zerlegen

20. Mai 2012, marcus - Mannablog

Ich habe diese Woche eine wirklich interessante Begebenheit auf der Seite des Fotografen James Maher gefunden. Er berichtet darin, wie er mit Freunden an einem professionell organisierten Fischfang teilnahm. Sie fuhren mit dem Boot aufs offene Meer hinaus, und um ihre Wertsachen sicher zu verstauen, wurden sie vom Kapitän angewiesen, diese in einen Trockencontainer zu geben. Dieser wurde dann sicher verschlossen, damit der eventuell raue Seegang den wichtigen Sachen nichts anhaben konnte. Was der Kapitän wirklich mit Trockencontainer meinte war, dass sämtliche Geldbeutel, Taschen, Handys und Kameras über eine Stunde in Meerwasser eingeweicht wurden, nachdem er versehentlich eine Entleerungsvorrichtung verstopft hatte. Mit unter den zerstörten Sachen war leider eine Kamera, die James ans Herz gewachsen war, und die auch nicht gerade billig gewesen war.
Zuhause angekommen machte er sich ans Werk und begann die Kamera in ihre Einzelteile zu zerlegen, was gar nicht so einfach war. Die Kamera war sehr kompakt gebaut, alles war sehr ausgeklügelt, kein Platz verschenkt und mehr als einhundert Schrauben hielten das gute Ding zusammen.
Erst jetzt konnte man auch das wirkliche Ausmaß des zerstörerischen Salzwasser richtig erkennen. Aufgrund der Komplexität und Zerstörung war es ihm nicht möglich, die Kamera wieder zusammenzubauen. 

Mit uns Menschen ist es doch manchmal nicht anders, oder? Alles funktioniert gut, das Leben ist schön und uns geht es blendend. Dann passiert etwas, wir fallen in ein Loch, fühlen uns überflutet und das Wasser steht uns bis zum Hals. Selbst wenn uns dann jemand findet und merkt, dass da etwas nicht ganz stimmt, sieht er doch nur die äußeren Korrosionserscheinungen. Wie es innen aussieht, davon hat er keine Ahnung. Und wahrscheinlich ist das meistens auch gut so. 
Ich selbst bin eigentlich ein sehr positiver Mensch, und so schnell werfen mich Sachen nicht aus der Bahn. Und doch hatte ich auch schon Momente, in denen es einfach gut tat zu wissen, dass da jemand ist, der mein Innerstes kennt. Gott kennt die Einzelteile, aus denen du und ich gemacht sind. Er weiß genau wie wir ticken. Er kann uns zerlegen und alle Teile wieder sauber und funktionstüchtig machen. Und im Gegensatz zu James mit seiner Kamera schafft er es auch uns wieder zusammenzubauen. Es tut einfach gut zu wissen, dass wir bei Gott gut aufgehoben sind. 

Hier ist noch der link zu dem Erlebnis mit Bildern von der Kamera zu selber nachlesen:

http://www.jamesmaherphotography.com/photoblog_view_post/767-taking-apart-the-fuji-x100


Noch ein Ü-Ei - na toll!

19. Mai 2012, Alexander - Mannablog

„Don't take for granted anything...“ kommt mir aus dem Radio entgegen. Nimm nichts für selbstverständlich.

Mir ist diese Woche aufgefallen, dass Rücksicht nehmen eine wichtige Sache ist.

Ich war mit meinem Freund einkaufen und wollte mir einfach nur ein Ü-Ei an der Kasse leisten. „Schau maaaal, mal wieder ein Ü-Ei wär doch super, ne?!“

Kettenreaktion. Mein Freund war eher abgeneigt, ich hab's mir trotzdem geschnappt. Neben uns in der Schlange höre ich eine Mutter sagen „Na, das war jetzt aber echt nicht die beste Idee...!“, mit einem leicht gequälten Lächeln im Gesicht. Ihr Kind ist nämlich mit den Worten „ICH WILL AUCH!!“ begeistert zu dem kindhohen Eierturm gerannt und hat bereits die ersten Paletten angehoben.

Das hab ich ja super hingekriegt, denke ich.

Das ist keine große Sache, aber sie hat mir trotzdem gezeigt, dass wir nicht ohne Blick nach rechts und links durch die Welt spazieren sollten. Manchmal besonders nicht in Bezug auf das, was Gott uns anvertraut hat an Finanzen, Gaben und anderem. 

Zu schnell bin ich dabei, mich aufzuregen, dass ich mir ja wieder eine Schokolade gekauft habe, obwohl ich doch eigentlich sparen wollte- an Geld und Kalorien. Oder jemand protzt allzu sehr mit seinem Talent – was auch immer das sei. Vielleicht unbewusst!

Der Punkt ist, dass es immer Menschen gibt, die weniger haben. Und sei es nur in den bestimmten Bereichen. Ich jedenfalls möchte mehr Verantwortung für mich selbst und für andere übernehmen, durch das, was ich sage und tu. Mehr darauf achten.

Vielleicht kann ich dann auch endlich dem Obdachlosen an der Bushaltestelle etwas Geld geben und nicht zehn Minuten lang mit mir selbst hadern.

Kommt dir so was bekannt vor?

ak


Das kleine Vögelchen

18. Mai 2012, Mannablog

Und dann machte es rumps und da mich jedes Geräusch aufschreckt, suchte ich nach der Ursache. Da hing in unserem Busch ein kleiner Vogel. Er war vor unsere Scheibe geflogen und hing nun dort wie ein Schluck in der Kurve, mit dem Rücken nach unten. Ich war viel zu erschreckt, um etwas zu tun. Aber ich war ja zum Glück nicht alleine. Zwei beherzte Hände griffen zu und trugen den kleinen Vogel auf die Wiese. Dort saß er nun und ich stand hinter der Glastür auf der Lauer, bereit, jede Katze und sonstige Angreifer zu verscheuchen. Das Vogelkind tat nichts und ich machte mir schon ernstlich Sorgen, dass er Schaden genommen hatte. So stand ich eine halbe Stunde, in der nichts geschah. 

Der Vogel schaute sich in seiner Umgebung interessiert um, tat aber sonst nichts. Und dann, als ich schon dachte, das wird wohl nichts mehr, rappelte er sich auf und machte ein paar Schritte, bevor er davonflog, als sei nichts gewesen.

Da war ich schon sehr froh und dankbar, dass ihm nichts geschehen war. Gott kümmert sich eben auch um die Kleinigkeiten im Leben und das ist wunderbar.

md


Ich gehe auf eine einsame Insel und nehme mit ...

16. Mai 2012, Alexander - Mannablog

Ich gehe auf eine einsame Insel und nehme mit?

Kennst du dieses Spiel noch?
Das erste Kind musste diesen Satz sagen und dann etwas dran hängen, das es mitnehmen würde. Also z. B. ?Ich gehe auf eine einsame Insel und nehme mit ein Kissen.?
Dann kommt das nächste Kind dran. Dieses Kind wiederholt den Vorsatz und hängt seine Idee dran, was es mitnehmen würde. So z. B.: ?Ich gehe auf eine einsame Insel und nehme mit ein Kissen und eine Chipspackung.? Und so geht es reihum. Bis sich ein Kind in der Reihenfolge irrt, dann hört diese Runde auf und eine nächste beginnt.

Dieses Spiel ist mit vor paar Tagen wieder in den Sinn gekommen, nicht weil ich es geliebt hab (hab es eher gehasst, weil ich echt mies darin war), sondern weil ich mich fragte, auf was man heut zu Tage nicht mehr verzichten kann. Und wenn man dann eine Reise auf eine einsame / unbewohnte Insel macht, ob man diese Dinge überhaupt braucht + benutzen kann.

Z. B. ein Handy: Unverzichtbar, geht einfach nicht mehr ohne. Aber auf der Insel, völlig nutzlos. Kein Empfang!!! Und keine Steckdose zum Aufladen.

Z. B. ein Laptop: Es gibt eigentlich kaum mehr jemand in Deutschland, der nicht online ist! Aber auf der Insel, völlig nutzlos. Kein WLAN in der Nähe!!! Und der Akku hält auch nicht ewig!

Was würdest du mitnehmen?

Spielstart:

?Ich gehe auf eine einsame Insel und nehme mit?EIN FEUERZEUG !?

kd


Die Melodie des Regens

15. Mai 2012, claudia - Mannablog

Draußen ist es trüb und grau. Es regnet und sieht nicht so aus als würde es in nächster Zeit besser. In der Regel ist dies ein Grund auch trüb und grau durch die Gegend zu laufen.

Wenn ich allerdings die herrlich gelb blühende Forsythie sehe und wie sie sich in Wind und Regen bewegt, dann ist das einfach ein herrliches Bild. Unsere Natur freut sich über den Regen. Er war so dringend nötig.

Wann hast du dich das letzte Mal einfach in den Regen gestellt und zugehört? Hörst du das Prasseln auf deinen Kopf? Klingt das nicht herrlich? Ich mag die Melodie des Regens. Wenn du dem Regen zuhörst, dann hörst du seine Melodie. Obwohl oft kopiert, ist es doch niemanden gelungen. Ist diese Melodie nicht Balsam für unsere Seele, so still und beruhigend?

Wir wünschen dir einen guten Tag mit Freude am Regen.


Werden wie Kinder oder Kinder an die Macht

14. Mai 2012, claudia - Mannablog

Im Buch Bibel (Lukas 18,15-17)  gibt es die Aussage, dass wir Menschen nur dann in Gottes Reich kommen, wenn wir werden wie Kinder. Ich muss gestehen, dass ich mit dieser Aussage meine Probleme habe. Zum einen liegt es sicher daran, dass wir selbst keine Kinder haben.  Zum anderen erlebe ich Kinder oft als kleine Tyrannen. Was haben diese kleinen Tyrannen mit dem Reich Gottes zu tun?

Diese Woche habe ich zwei Kinder kennen gelernt und ich glaube, dass es solche Kinder gewesen sind über die in diesem Text gesprochen wurde. Sie erbrachten den Beweis, dass Kinder anders sein können. Ich habe zwei Kinder kennen gelernt, die mit ihren Eltern als Familie lebten. Kinder, die Ohren hatten zum Hören und Kinder, die aus Liebe zu den Menschen um sie herum handelten.

Als ich dann heute morgen über diesen obigen Text fiel wurde mir plötzlich klar, dass es um Beziehung und um unser Handeln geht. Wie gehe ich mit den Menschen (und Gott) um mich herum um? Kinder mögen jemanden und möchten ihm eine Freude machen, da wird nicht lange überlegt, da wird gehandelt.

Diese beiden Kinder, Lena und Stefan, haben mich gewonnen. Sie taten es durch ihre Liebe, die sie in ihrem Tun ausdrückten.

cdj


Manchmal hilft schon einfach mal reden

13. Mai 2012, marcus - Mannablog

Die Probleme hängen in der Luft, und zwar richtig dick. Es herrscht Unzufriedenheit, und das nicht zu knapp. Umstände, Missverständnisse, unbeabsichtigte Fehler, Ärger. Die Summe der Dinge, die schief laufen, ist offensichtlich groß, aber wie schon das Sprichwort sagt:
“Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile.” So ist es auch hier, die Stimmung brodelt ordentlich, und es ist endlich soweit, dass darüber gesprochen werden muss.
Die Situation selbst bringt die Leute zusammen, jeder wünscht sich, dass endlich alles auf den Tisch kommt, dass mit offenen Karten gespielt und nicht mehr hintenrum geredet wird. Alle finden sich fast spontan zusammen und alles wird gesagt. Worte fallen, Probleme werden angesprochen, Verständnis zeigt sich, Erleichterung macht sich breit. Dinge werden in einem neuen Licht gesehen.
Die Probleme sind immer noch da, es hat sich daran noch nichts geändert. Aber es wurde endlich darüber gesprochen, es ist endlich alles offenbar geworden. Auch wenn noch viel zu tun ist, so ist das wichtigste schon passiert: Beziehungen sind gelebt worden, Menschen haben einander gesagt, wie sie denken und fühlen. Sie haben sich einander anvertraut und sich verletzlich gemacht bis zu einem gewissen Grad.
Endlich geht es allen wieder besser, es hat richtig gut getan.

Warum lassen wir Menschen es eigentlich überhaupt erst soweit kommen? Es wäre nicht nötig. Geht es dir auch so in deiner Familie, an deinem Arbeitsplatz, in deinem Verein, in deiner Kirche? Dann mach mit und verändere etwas. Sprich die Dinge an. Zuerst ist es hart, aber dann werden alle dankbar dafür sein.

me


Freude ist kein Gefühl sondern eine Lebenseinstellung

12. Mai 2012, claudia - Mannablog

Als erstes sind es die Augen, die Augen mit den Lachfalten. Noch nie hat ein Mensch so viel Werbung gemacht für Freude, wie Yun am vergangenen Wochenende. Sein Werben war ein tiefer, motivierender Appell.

Aus seinem Mund bekommt diese Werbung zur Freude auch eine besondere Dimension. Wer so viel Schmerzen, Folter und Leid erlebt hat, nur weil er Christ ist, weiß worüber er spricht. Immer wieder kommt sein Appell "entscheide dich für die Freude".

Er sagt, als Christ hast du die Möglichkeit dich für Freude zu entscheiden. Freude bleibt damit nicht nur ein Gefühl, sondern ist auch eine Lebenseinstellung. Freude ist auch in Leid und Krankheit möglich, denn du bist von Jesus teuer erkauft. Dein Leben ist so wertvoll, weil Jesus für dich gestorben ist. Weil dein Leben so wertvoll ist, hast du keinen Grund freudlos zu sein.

Langt dir das nicht als Grund, oder du brauchst etwas zum Sehen um dich zu freuen, dann schaue dir den Vogel vor deinem Fenster an oder den Baum. Entscheide dich jeden Tag aufs neue für Freude und warte nicht auf den besonderen Moment.


Freude

11. Mai 2012, Alexander - Mannablog

Ich hatte sehr schlecht geschlafen. Da kannst du dir bestimmt meine Laune vorstellen. Ich zog halblebig mein morgendliches Programm durch, brachte erst meinen Sohn auf den Weg und dann kam meine Tochter dran. Sie hatte erst zur zweiten Stunde Schule und hatte das Bedürfnis, dass ich sie zur Schule begleite. Luftsprünge vor Freude tat ich nicht. Aber nachher revidierte ich meine Meinung. Es war das Beste, was mir passieren konnte. Es war gutes Wetter, frische Luft… okay, okay bevor du hier aufhörst zu lesen: es wurde wirklich gut. Meine Tochter ist ein richtiges Strahlekind (naja meistens zumindest) und das steckt an. Im Schulhof angekommen, rannte sie dann freudestrahlend auf ihre Freunde zu. Sie spielten noch im Schulhof bis es klingelte. Bei jedem Kind konnte man die pure Freude im Gesicht ablesen. Meine Freude ging mit großen Schritten auf der Skala nach oben. Nachdem ich dann noch mit zwei Freudinnen gesprochen hatte, war mein Freudepegel im grünen Bereich angekommen. Ich machte mich auf den Heimweg, aber da wartete noch ein „Schmankerl“. Just in dem Moment als ich in unsere Straße (zu Fuß) einbog, bog auch eine liebe Nachbarin ein (mit dem Auto). Sie ist hochschwanger – Anfang Juni ist es soweit (zumindest laut Berechnung) -, sie ist meines Alters und wir verstehen uns echt gut. So hatten wir noch ein fast einstündiges Gespräch. Es war schön, mit ihr die Freude zu teilen, und ihr zu sagen, dass ihre Gefühle, Gedanken, Taten für eine Hochschwangere absolut normal sind. Es tat gut. Nach dieser Stunde gingen wir beide mit einem Lächeln nach Hause. Ich bin echt dankbar, dass meine Tochter mich „mitgeschliffen“ hatte, denn so konnte sich der Tag vollkommen ändern, für mich und meine Umgebung.

Wann hast du dich das letzte Mal so richtig gefreut? Und über was?  Bin gespannt auf deine Freudebringer.

kd


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