Manna

Zeitlosigkeit: Modernes Design für Vergangenheit und Zukunft

23. Januar 2015, marcus - Mannablog

Auch die ehemalige DDR konnte schon Retro.
Auch die ehemalige DDR konnte schon Retro.

Es gibt Dinge, die sind einfach Zeitlos. Egal ob sie bereits vor 50 Jahren oder gestern erst auf den Markt gekommen sind, sie werden immer gut aussehen. Auch in 100 Jahren noch.

Design zeigt die Zeitepoche

Jedes Werkstück, Gerät oder Kunstwerk, dass aus Menschenhänden hervorgeht, sieht ganz bestimmt aus, hat ein bestimmtes „Design“. Viele Designs kann man einer ganz bestimmten Zeitepoche zuordnen, so wie es z.B. bei Kunstwerken üblich ist. Auch Möbel fallen ganz besonders stark in einen bestimmten „Zeitgeist“ und lassen uns so zumindest erahnen, wen sich ihre Erbauer vielleicht zum Vorbild genommen haben. Gleiches gilt auch für technische Geräte und Bauwerke.

Am Freitag z.B. habe ich Bilderbücher sortiert, die Flüchtlingskindern zum Lesen lernen erhalten sollen. Aus welcher Zeit diese in etwa stammen, lies sich nicht in erster Linie am Abnutzungsgrad feststellen, sondern vor allem an ihrem Design. Wobei auch hier wieder alt nicht gleich schlecht war. Es gab durchaus Bücher mit einem zwar alten, aber dennoch zeitlosen Design. Allerdings waren diese leider die Ausnahme....

Design verändert Leben

Gutes Design sieht nicht nur momentan gut aus, es überdauert viele Jahre. Darüber hinaus behindert sein Aussehen nicht seine Funktionalität sondern unterstreicht diese sogar noch. 

Wer eine Wohnung betritt kann mit wenigen Blicken sehr interessante Feststellungen über den Besitzer der Wohnung treffen. Welche Möbel befinden sich darin? Herrscht ein bestimmter Stil vor? Gibt es unterschiedliches Mobiliar aus verschiedenen Jahrzehnten? Ist dieses ansprechend kombiniert oder einfach nur unansehnlich zusammengewürfelt? Ist die Wohnung klar, hell und aufgeräumt oder dunkel, zugestellt und staubig? Sehr schnell kann man so einen Blick in das innere des Wohnungsbesitzers erhaschen.

Aber nicht nur, dass wir durch die Dinge mit denen wir uns umgeben anderen einen Blick in uns hinein erlauben. Die Dinge um uns herum sind auch im Stande uns zu verändern. Nicht umsonst flüchten sich so viele Menschen in ihrer Freizeit in die Natur – diese Umgebung übt einfach einen beruhigenden Einfluss auf uns aus.

Echte Designer machen das Beste für die Menschen

Echte Designer erschaffen Dinge, die gut sind. Dinge die das Leben schöner machen und es erleichtern. Ihre Produkte sind so gestaltet, dass sie uns immer wieder aufs neue in ihren Bann ziehen.

Einer der besten Designer, meiner Meinung nach, ist und bleibt der Schöpfer des Universums und der Erde, denn seine Kreationen erfüllen sämtliche Anforderungen an gutes Design: Seine Erfindungen sind schön und praktisch zugleich. Sie strahlen Ruhe, Majestät und Kraft aus. Sie sind zeitlos und überdauern tausende von Jahren. Wenn sie nicht sterben oder kaputt gehen würden, könnte man fast sagen, sie sind für die Ewigkeit gemacht. Im wahrsten Sinne des Wortes.


Meine Scherbenhaufen

23. Januar 2015, Mannablog

Foto: Hans Braxmeier, CC0 Public Domain, Pixabay

Mein Jahr hat ganz motiviert angefangen. Ich möchte in diesem Jahr heiraten und bis dahin noch ordentlich trainieren. Ich muss sagen, dass mein Vorhaben, wie in einigen Jahren zuvor, im Januar bisher echt gut umsetzbar gewesen ist.

Wenn man so übermotiviert ist, kann es schnell mal passieren, dass man es übertreibt. Ich habe zum Beispiel zwischendurch am Tag öfter mal Lust auf ein paar Übungen und denke mir dann, dass ich die Aufwärmung doch weglassen kann. Das Ergebnis merke ich, wenn ich am nächsten Morgen mit Schulterschmerzen aufwache.

Die Grenzen des menschlichen Körpers sind nur ein Teil der Dinge, die mich daran erinnern, dass ich nur ein Mensch bin, nur ein Geschöpf, nur aus Staub gemacht und mit Gottes Atem versehen. Ich habe in meinem Leben schon eine stolze Anzahl an Tassen und sonstigem Geschirr fallen lassen bzw. in meiner kleinen Wohnung ungünstig abgestellt, sodass sie sich verselbstständigt haben. Anfangs war es für mich unglaublich ärgerlich. Wie kann ich nur so dumm sein, wieso passiert das gerade mir und so weiter. Früher habe ich wahrscheinlich versucht, mich vor meiner Familie zu rechtfertigen, dass ich an dem Missgeschick nicht wirklich selbst Schuld war.

Wenn man niemanden hat, vor dem man sich rechtfertigen muss, muss man selbst mit der Situation zurechtkommen. Da liegt das gesamte Zimmer voller Scherben und der Kopf muss kühl bleiben. Inzwischen habe ich mir so viel Ruhe angeeignet, dass ich mich nicht mal mehr großartig darüber aufrege, sondern einfach das Kehrblech hole und so strategisch schlau wie möglich versuche, jede Scherbe zu erwischen. Dann kommt alles in den Müll und fertig.

Solche Momente sind natürlich trotzdem nicht toll. Aber ich habe mit der Häufigkeit dieser Erlebnisse gelernt, dass ich mich nicht rausreden kann, wenn ich etwas Dummes angestellt habe. In vielen Lebensbereichen muss ich Verantwortung übernehmen, ob ich will oder nicht. Es ändert sich nichts, wenn ich die Schuld auf andere oder auf die Umstände schiebe. Die Scherben fegen sich nicht selbst auf, wenn ich meiner kleinen Küche die Schuld gebe.

Und so, denke ich, kann jeder von uns seinen Charakter schulen lassen, indem er unangenehme Situationen nutzt, um darin zu lernen und Persönlichkeitsmerkmale wie Ungeduld oder Faulheit in Gutes umwandeln zu lassen. Frei nach 2. Korinther 3,18: „Wir alle aber stehen mit unverhülltem Gesicht vor Gott und spiegeln seine Herrlichkeit wider. Der Herr verändert uns durch seinen Geist, damit wir ihm immer ähnlicher werden und immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit bekommen." Warum sollte Gott nicht unsere Schwächen, unseren Alltag dafür benutzen?


Fanatiker, Engstirnigkeit und jede Menge Gotteskrieger

18. Januar 2015, marcus - Mannablog

Hatred by Ben Slow, Foto: MsSaraKelly, Flickr. https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/
Hatred by Ben Slow, Foto: MsSaraKelly, Flickr. https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Wir alle kennen sie, die Gotteskrieger und engstirnigen Fanatiker. Jeder ist schon einmal einem Fanatiker begegnet, aber wie wird man eigentlich einer?

Wer in letzter Zeit auch nur halbwegs die weltweiten Nachrichten mitverfolgt hat, muss unweigerlich eines feststellen: Die Fanatiker sind auf dem Vormarsch. Allen voran die selbsternannten, islamistischen Gotteskrieger. Aber auch im ganz normalen Alltag begegnen wir ihnen immer wieder. Dabei stellt sich mir eine Frage: Wo kommen sie eigentlich her, die ganzen Fanatiker?

Fanatismus

Nicht nur, dass in der Wortendung „-ismus“ schon eine festgefahrene Richtung festgestellt wird, steckt im „Fanatismus“ auch noch der „Fan“ drin. Wer Fanatiker ist, hat sich also mit Leib und Seele einer ganz bestimmten Sache verschrieben. Was jedem Fanatismus innewohnt, ist die Glorifizierung einer bestimmten Idee, Vorstellung oder Einstellung. Mit dazu gehört auch bei vielen Fanatikern auch eine extrem hohe emotionale Wertschätzung von Objekten, Tätigkeiten oder Interessen. Wer gerne mehr zur Definition wissen möchte, kann sich ja bei Wikipedia belesen. Aber ja nicht für eine offizielle Arbeit verwenden, gell!

Fanatiker

Fanatiker halten ihre eigene Vorstellungswelt für unbedingt wahr und verteidigen ihr Weltbild vehement. Sie sind im allgemeinen intolerant gegenüber anderen Meinungen und versuchen andere Menschen von ihren Ansichten zu überzeugen. Sie sind für keinerlei Infragestellung ihrer Überzeugungen zugänglich und sind wegen mangelndem kritischem Denken und Selbstreflexion nicht für Argumente offen.

Der Werdegang des Fanatikers

Ich habe mir in letzter Zeit des öfteren die Frage gestellt, wie man eigentlich zum Fanatiker wird. Ein paar markante Eckpunkte sind mir dabei aufgefallen. Falls Du also Interesse hast, Fanatiker zu werden, könntest Du Dich an folgende Liste halten:

? Es ist sehr hilfreich, generell schon einmal wenig Interesse an anderen Menschen zu haben

? Versuche auf keinen Fall, Dich in andere Menschen hineinzuversetzen oder sie verstehen zu wollen.

? Beschäftige Dich recht einseitig. Lies nur Dinge, die mit deiner Meinung übereinstimmen. Höre nur eine bestimmte Art von Musik. Probiere nichts Neues, bleib bei Altbewährtem. Und so weiter, you get the idea.

? Umgib Dich am Besten nur mit Menschen, die deiner Meinung sind und genauso fanatisch sind wie Du. Dann kommst Du nicht auf andere Gedanken und läufst nicht Gefahr, dein Weltbild hinterfragen zu müssen.

? Definiere Dich total über dein engstirniges Weltbild und mache es Dir zum Auftrag, es gegen alles und jeden zu verteidigen. Auf diese Weise wird dich jegliche Kritik unglaublich kränken und in deinem Stolz verletzen. Das wird dir dabei helfen dein Weltbild mit noch mehr krankhaftem Biss zu verteidigen.

Die Liste wird wahrscheinlich nicht vollständig sein und man müsste ein paar Punkte vielleicht noch verbessern. Aber im großen und ganzen solltest Du auf diese Weise gute Chancen haben, ein totaler Fanatiker zu werden!

Fanatismus und Gott

Genauso wie es in allen anderen Bereichen Fanatismus gibt, macht dieses Phänomen auch im Bereich „Gott“ keinen Halt. Und das erleben wir momentan weltweit in besonderem Ausmaß mit dem „Islamismus“. Allerdings gibt es Fanatiker in jeder anderen Glaubensrichtung auch, vielleicht nicht ganz so blutig und unmenschlich. Muss nicht einfach sein für Gott, wenn alle ihn für einen Tyrannen halten, nur weil solche Deppen in seinem Namen seelische und körperliche Grausamkeiten begehen. Dabei sieht Gottes Liste ganz anders aus:

Zeige Interesse an Deinen Mitmenschen

Versuche dich in sie hineinzuversetzen und zu verstehen

Beschäftige Dich breit, informiere Dich und sei bereit Dich selbst in Frage zu stellen. Prüfe alles, aber behalte nur das Gute.

Misch Dich unter die Menschen und sei ihr Freund. So bekommst Du neue Gedanken und kannst für Dein Leben dazulernen.

Definiere Dich über Gottes Liebe zu Dir. Du musst weder Gott, noch Deinen Glauben, Deine Einstellung, Hobbys oder Vorlieben mit Gewalt verteidigen. Akzeptiere die Meinung anderer und hab sie trotzdem gern.

Die Liste ist wahrscheinlich genauso wenig vollständig, aber sie sollte ganz gut im Stande sein, Dich vor Fanatismus zu bewahren, falls Du das willst. Such Dir einfach die Liste raus, die Dir besser gefällt. Viel Erfolg dabei!


Komm Schatz, wir hören uns ein paar Geräusche vom letzten Urlaub an!

11. Januar 2015, marcus - Mannablog

Sonnenschein am Chiemsee.
Sonnenschein am Chiemsee.

Urlaubsfotos kann jeder. Mit einem kleinen Trick werden sogar die akustischen Erinnerungen an den letzten Urlaub wieder lebendig.

Wenn meine Frau und ich in Urlaub fahren, dann darf eines ganz bestimmt nicht fehlen: eine Kamera, um schöne Erinnerungen einzufangen und mit nach Hause zu nehmen.

Fotoalbum

Vor ein paar Jahren hat Emma auch damit begonnen, Fotobücher zu gestalten. Auf diese Weise fristen die besten Bilder auch kein unbeachtetes Dasein auf irgendeinem elektronischen Datenträger. Und wenn jemand die Bilder sehen möchte, kann man das Album herumreichen, wie in den guten, alten Zeiten.

Geräuschealbum

Auf der Suche nach einem kleinen Aufnahmegerät für unterwegs bin ich im Internet beim Stöbern nach Testberichten auf Leute gestoßen, die im Urlaub Geräusche aufnehmen. Neben den Bildern, was so ziemlich jeder macht, nehmen diese Menschen sich also Erinnerungen in Form von Geräuschen an ihr Urlaubsland mit. Ich muss zugeben, dass mich diese Idee wirklich fasziniert hat. Im Nachhinein kommt es mir sogar sehr komisch vor, dass ich noch nie selber auf diese Idee gekommen bin. Vor allem, weil ich ja Hobby-mäßig ohnehin schon ein sehr akustischer Mensch bin.

In meinen nächsten Urlaub wird mich also neben meiner Frau und dem Fotoapparat auch ein kleines Aufnahmegerät begleiten. Ich bin jetzt schon gespannt, welche Geräusche mir vor das Mikrofon laufen werden. 

Welche Geräusche würdest du in deinem Lieblingsurlaubsland aufnehmen?


Schweigen - aus Trauer? - oder bedeutet es wegschauen?

07. Januar 2015, claudia - Mannablog

Heute Mittag erreichte mich die Meldung von dem Anschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo in Paris. Nach meinem Wissenstand starben bei dem Anschlag 12 Menschen. Sie verloren ihr Leben, weil sie nicht wegschauen wollten, sondern Satire als ein Mittel der Kommunikation und des Dialoges verwendeten.

Szenenwechsel - wegschauen?

Als wir mit dem Manna Blog 2011 starteten, trafen wir eine Entscheidung einstimmig. Wir wollten keine kritischen Themen in die Hand nehmen. Im Laufe der Zeit ist die Liste der Themen die in der Öffentlichkeit kritisch betrachtet werden immer länger geworden. Gefühlt gibt es immer jemanden der sich auf den Schlips getreten fühlt, sogar wenn es um die Liebe geht. Die Kritik und der Umgang sind lieblos, keiner möchte freiwillig zum Freiwild erklärt werden.

Wenn ich so nachdenke, dann könnte ein Schweigen auch als wegschauen verstanden werden. Wegschauen, das ist ein Wort was mich an die Geschichte des 20. Jahrhunderts erinnert. In vielen Jahrzehnten war wegschauen die kollektive Haltung vielen Menschen.

Nachdenken

Seit einigen Wochen beschäftigt mich die Frage, ob die Entscheidung von damals nicht überdacht werden sollte. Da gibt es Pegida, die Wirtschaftspolitik, die Kindererziehung und und und ... 

Dabei bin ich der Überzeugung, dass das Leben nicht schwarz - weiß ist. Nicht auf dieser Erde und nicht in unseren Zeiten. Als Autor möchte man im Blog zu einem Punkt kommen und das bei ca. 400 Worten. Wer schreibt, weiß um diese Herausforderung. Werden kontroverse Themen angefasst, ist persönliche Vorarbeit nötig und vor allem muß die Frage nach der eigenen Position geklärt sein. Und dann gibt es auf manche Themen einfach mehr Fragen als Antworten.

Wir sind kein Journalistischer Blog, wir sind überzeugte Nachfolger Jesu, was bedeutet das für den Inhalt?

Zurück zum Thema schweigen

Als ich heute die Nachrichten und einige Twitterbeiträge #CharlieHebdo laß, stellte sich mir die Frage des Preises. Ist das den Preis des eigenen Lebens wert?

Christen sollen sich zum Wohl der Menschen in ihrem Land einsetzen, so erinnere ich mich. Für mich gehört das Mitreden dazu. 

Und doch möchte ich schweigen. Ich möchte schweigen, um den Menschen in Paris dadurch meine Achtung auszudrücken. Ich möchte schweigen um mit ihnen zu trauern und meinen Respekt zum Ausdruck zu bringen.


Ein Jahr geht zu Ende - was bleibt und was kommt

31. Dezember 2014, claudia - Mannablog

Quelle: Gerd Altmann, CC0 Public Domain, Pixabay

Während ich die Unterlagen für das Finanzamt fertig mache, höre ich einen Vortrag den ich in 2011 gehalten habe. 

In dem Vortrag geht es um Relevanz von uns, in unserem Leben und Alltag. Der Vortrag erinnerte mich daran, dass wir einmal loszogen, um den Menschen in Deutschland die gute Nachricht zu bringen. Dafür waren wir bereit viel zu geben, was ist davon nach drei Jahren geblieben?

Der Vortrag war eine Aufforderung an uns Christen für die Menschen in unserem Umfeld Relevant zu sein. Es ist wichtig, dass sie die gute Nachricht hören! Welcher Mensch möchte schon, dass sein Leben sinnlos ist, ein Hauch im Wind.

Während ich mir selbst zuhöre, merke ich wie ich zu mir selbst rede und es macht mich sehr nachdenklich. 

Das Jahr geht zu Ende, was bleibt? Schaue ich auf die Aktivitäten, ist das geleistete ein kleines Wunder, bei der personellen und finanziellen Ausstattung. Das beantwortet aber immer noch nicht die Frage: "was bleibt". Es bleiben Begegnungen und Beziehungen. Es bleibt die Liebe meiner Familie und die Erkenntnis einen großartigen Vater zu haben. 

Schaue ich in die Zukunft, dann war ich noch nie so ratlos und planlos, wie gerade heute. Wenn man selbst merkt, dass Vertrauen nur Worte sind, aber die Taten ausbleiben, ruft das nach Veränderung. 

Doch Veränderung braucht Zeit zum reflektieren. Diese Zeit werden wir uns erst noch nehmen (müssen). In einem bin ich mir sicher, Veränderung ist nötig und gut.

Vielleicht gehört es zu Sylvester dazu, dass Menschen etwas melancholisch sind, eigentlich doof. Es beginnt etwas neues und wir haben es in der Hand. Es liegt an uns, wie wir die Seiten des neuen Jahres beschreiben. Sind es Seiten voller Zuwendung und Liebe?

Das ist es was wir uns wünschen. Wir wünschen uns Nachfolger Jesu, die für ihre Mitmenschen relevant sind. Wir wünschen uns Menschen, die einander lieben und um einander werben.

Wir wünschen dir und deiner Familie ein Jahr mit viel Freude und Erfolg!


Schnee im Alpenvorland trotz globaler Erwärmung

28. Dezember 2014, marcus - Mannablog

Orchidee im Schnee. Foto: Marcus Eitzenberger.
Orchidee im Schnee. Foto: Marcus Eitzenberger.

Endlich ist der Schnee bei uns im Alpenvorland da. Und das trotz globaler Erwärmung, was bin ich froh.

Wissenschaftler malen ja schon düstere Bilder über die schneearme Zukunft unserer schönen Alpenvorlands. Was bin ich froh, dass diese Prognosen anscheinend noch etwas ausständig sind. Wenn ich heute morgen aus dem Fenster sehe und die kleinen Schneeflocken auf die Erde niederfallen sehe, dann wird es mir echt wehmütig ums Herz, bei dem Gedanken an tropisches Klima hier. Das kann mit getrost gestohlen bleiben ehrlich gesagt.

Wie denkst du darüber? Freust Du Dich über den Schnee oder hättest Du lieber Palmen?


Wann halt ich fest, wann lass ich los?

26. Dezember 2014, Mannablog

Quelle: Jutta Zeisset, CC0 Public Domain, Pixabay

 

Während ich darauf warte, dass ich meine weihnachtlichen Pralinen aus dem Kühlschrank holen kann, wollte ich mir heute mal wieder etwas Zeit für einen Blogpost nehmen. Na, wie viele Weihnachtsfeiern hast du für dieses Jahr schon hinter dir? Ich eine mit viel Blingbling und aufwändiger Deko, die später im Staubsauger, unter den Schuhen, im Gesicht gelandet ist und – da als Wurfgeschosse verwendet - in sämtlichen Ecken der Location zu finden war.

Kennst du Schrottwichteln? Ich feiere seit einigen Jahren mit dieser Tradition Weihnachten. Okay, das Wichteln macht Weihnachten nicht aus, aber Dinge zu verschenken, die man nicht mehr braucht, sorgt immer wieder für Heiterkeit und Überraschungen. Und was nicht zu vergessen ist – man wird das dumme Ding, was man seit einiger Zeit rumstehen hat, endlich los! Also geht es vorher auf die Suche und dann wird schön eingepackt, damit das Geschenk auch ja schnell einen Abnehmer findet, der sich etwas aus der vielversprechenden bunten Auswahl unter dem provisorisch geschmückten Baum aussuchen darf.

Dieses Jahr ist mir bei meiner Suche nach dem ultimativen Schrottgeschenk aufgefallen, wie sehr wir als Menschen zwischen Loslassen und Festhalten balancieren müssen. Es gibt Dinge, die habe ich seit Jahren nicht angefasst, geöffnet, benutzt. Und dann finde ich sie eines Tages und überlege mir, sie bei eben solch einer Weihnachtsfeier zu verschenken und urplötzlich fängt dieses kleine Etwas an, mir zu gefallen! Das darf doch nicht wahr sein. Als hätte man einen kleinen Schatz gehoben, den man schon längst besaß, bekommt das, was man verlieren könnte, jetzt wieder einen Wert. Und mich davon loszueisen braucht dann meist einfach einen kurzen Ruck und dann ist das Vergessen auf meiner und die Freude auf anderer Seite größer als die Nostalgie.

Bei Dingen kann das leicht fallen, aber auffallen tut es mir eben doch, dass da etwas geht. Und dass es ein Wertpotential hat. Aber klar, das letzte Hemd hat keine Taschen, ich kann gar nichts von all den Dingen, die mir selbst jetzt noch nützlich und lieb sind, in die Ewigkeit mitnehmen. Mal am Rande bemerkt.

Aber es gibt neben Dingen ja auch Menschen. Ganz besondere, einzigartige Menschen – wir alle eben. Menschen kommen auch in die Jahre und stauben ein – als Fotos an meiner Wand, in meiner Erinnerung, auf meinem Schreibtisch, in meinem Nummernspeicher, in meiner Freundesliste auf Facebook. Verblenden in den diffusen Hintergrund meines Alltags, den Routinen der Tage, den selbstverständlichen Treffen, der Bezeichnung unserer Beziehung.

Menschen wie Dinge werden besonders, werden wieder begehrenswert, wenn man sie verlieren kann. Ich hasse meine Eifersucht und trotzdem sind wir auf Du und Du. Sie redet mir dumme Sachen ein, aber sie hat mich auch etwas gelehrt, das ich nicht missen will: dass mein Gegenüber wertvoll ist, dass ich es nicht einfach kampflos aufgeben will und werde. Dass ich mich entschlossen für unsere Beziehung einsetze und ehrliche Wertschätzung über den Wunsch nach Sicherheit und Kontrolle stelle.

Mein Freund hat mir eine wahnsinnige Frage gestellt und – ja. Ja, ich will. Und ja, ich will den Wert sehen, egal in welcher Verbindlichkeit wir zueinander stehen. Egal, wie lang die Beziehung schon geht. Sehen, was ich habe oder besser – was er, was Gott mir mit diesem Menschen schenkt. Danke.


Wir wünschen dir Frieden

25. Dezember 2014, claudia - Mannablog

Quelle: Gerd Altmann, CC0 Public Domain, Pixabay

Bevor ich mich dem Weihnachtsblog zuwand, warf ich einen Blick in die Süddeutsche Zeitung. Ohne das ich scrollen mußte, laß ich von Brandanschlägen und Attentaten. In den vielen Weihnachtspredigten überall auf der Welt wird über die nicht zählbaren Konflikte gesprochen. 

Doch oft brauchen wir gar nicht so weit weg schauen. Auch in unseren Familien gibt es Konflikte. Sie stören unsere Beziehungen und liegen wie Blei zwischen uns. Lassen wir diese Konflikte in unseren Herzen wachsen, geht die Beziehung irgendwann zu Grunde.

Freunde von uns, die keine Christen sind, erzählten, dass Weihnachten für sie eine Zeit für Beziehungen ist. Deshalb feiern sie Weihnachten, obwohl sie sonst keinen Bezug haben. 

Ich mußte schmunzeln. Sie beschrieben Weihnachten und seine Bedeutung auf einfache und klare Weise, denn genau das ist die eigentliche Bedeutung von Weihnachten. 

Gott möchte eine persönliche liebende Beziehung zu uns Menschen. Deshalb wendet er sich uns Menschen zu. 

Wenn sich der Gott des Universums uns Menschen zuwendet, können wir das auch. Tun wir das, enstehen Beziehungen neu und das bringt Frieden.

Wir wünschen dir und deiner Familie frohe Feiertage!


Der Schwibbogen und das Licht

23. Dezember 2014, claudia - Mannablog

Winter steht an, so sagt es mein Kalender. Schaue ich in die Natur, scheint bereits Frühling zu werden. Die Rosen blühen immer noch vor unserem Fenster, während die Schneeglöckchen bereits im Anmarsch sind. Bei herrlichem Sonnenschein, gingen wir heute über die Felder spazieren. 

Das alles mit Weihnachten in Verbindung zu bringen, fällt mir etwas schwer. 

In meiner Kindheit war Weihnachten etwas tolles. Draußen war es dunkel und kalt. In den Fenstern standen Schwippbögen und leuchteten in die Nacht hinaus. Sie zeugten von Wärme und Geborgenheit. Das Licht der Kerzen leuchtete hell und freundlich in die Nacht hinaus. 

Obwohl alles dunkel war, konnte die Dunkelheit dem Licht der Schwippbögen nichts anhaben. Das Licht leuchtete in die Dunkelheit hinein, überall wo das Licht war, war es hell.

Denke ich an mein Elternhaus, sehe ich das Licht in den Fenstern hell hinaus in die Nacht leuchten. 

Der Schwippbogen im Erzgebirge

Im Erzgebirge wurde schon über die Jahrhunderte viel Bergbau betrieben. Erst waren es Zinn und Silber, mit Ende des 2. Weltkrieges wurde Uran abgebaut. In den Wintermonaten erlebten die Kumpel (Bergleute) für viele Monate hinweg nahezu kein Tageslicht. Zum Arbeitsbeginn am frühen Morgen war es noch dunkel, und nach dem Ende der Schicht am Abend war die Sonne bereits untergegangen.

So wurde der Schwippbogen zu einem Ausdruck der Sehnsucht der Bergleute nach Tageslicht. Für die zu Hause wartenden Familien war der Schwippbogen ein Ausdruck für den brennenden Wunsch auf eine sichere Heimkehr der Bergleute. 

Heimkehren, das wünschen wir uns heute noch. Wir sehnen uns nach einem Ort der Geborgenheit und Liebe. Nicht nur im jetzt und hier, sondern tief in uns spüren wir die Sehnsucht nach dem einen Ort. Zu keiner Zeit im Jahr wird dieses werben um uns Menschen so sichtbar wie jetzt, mitten in der Dunkelheit.

In der Bibel schreibt Johannes gleich im ersten Kapitel folgendes: Das Leben selbst war in ihm, und dieses Leben schenkt allen Menschen Licht. Das Licht scheint in der Dunkelheit, und die Dunkelheit konnte es nicht auslöschen. Doch obwohl die Welt durch ihn geschaffen wurde, erkannte die Welt ihn nicht, als er kam. Er kam in die Welt, die ihm gehört, und sein eigenes Volk nahm ihn nicht auf. 

All denen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden. Sie wurden dies weder durch ihre Abstammung noch durch menschliches Bemühen oder Absicht, sondern dieses neue Leben kommt von Gott. Er, der das Wort ist, wurde Mensch und lebte unter uns. 

Wenn das nicht ein Grund zum feiern ist!


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