Manna

Schweigen - aus Trauer? - oder bedeutet es wegschauen?

07. Januar 2015, claudia - Mannablog

Heute Mittag erreichte mich die Meldung von dem Anschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo in Paris. Nach meinem Wissenstand starben bei dem Anschlag 12 Menschen. Sie verloren ihr Leben, weil sie nicht wegschauen wollten, sondern Satire als ein Mittel der Kommunikation und des Dialoges verwendeten.

Szenenwechsel - wegschauen?

Als wir mit dem Manna Blog 2011 starteten, trafen wir eine Entscheidung einstimmig. Wir wollten keine kritischen Themen in die Hand nehmen. Im Laufe der Zeit ist die Liste der Themen die in der Öffentlichkeit kritisch betrachtet werden immer länger geworden. Gefühlt gibt es immer jemanden der sich auf den Schlips getreten fühlt, sogar wenn es um die Liebe geht. Die Kritik und der Umgang sind lieblos, keiner möchte freiwillig zum Freiwild erklärt werden.

Wenn ich so nachdenke, dann könnte ein Schweigen auch als wegschauen verstanden werden. Wegschauen, das ist ein Wort was mich an die Geschichte des 20. Jahrhunderts erinnert. In vielen Jahrzehnten war wegschauen die kollektive Haltung vielen Menschen.

Nachdenken

Seit einigen Wochen beschäftigt mich die Frage, ob die Entscheidung von damals nicht überdacht werden sollte. Da gibt es Pegida, die Wirtschaftspolitik, die Kindererziehung und und und ... 

Dabei bin ich der Überzeugung, dass das Leben nicht schwarz - weiß ist. Nicht auf dieser Erde und nicht in unseren Zeiten. Als Autor möchte man im Blog zu einem Punkt kommen und das bei ca. 400 Worten. Wer schreibt, weiß um diese Herausforderung. Werden kontroverse Themen angefasst, ist persönliche Vorarbeit nötig und vor allem muß die Frage nach der eigenen Position geklärt sein. Und dann gibt es auf manche Themen einfach mehr Fragen als Antworten.

Wir sind kein Journalistischer Blog, wir sind überzeugte Nachfolger Jesu, was bedeutet das für den Inhalt?

Zurück zum Thema schweigen

Als ich heute die Nachrichten und einige Twitterbeiträge #CharlieHebdo laß, stellte sich mir die Frage des Preises. Ist das den Preis des eigenen Lebens wert?

Christen sollen sich zum Wohl der Menschen in ihrem Land einsetzen, so erinnere ich mich. Für mich gehört das Mitreden dazu. 

Und doch möchte ich schweigen. Ich möchte schweigen, um den Menschen in Paris dadurch meine Achtung auszudrücken. Ich möchte schweigen um mit ihnen zu trauern und meinen Respekt zum Ausdruck zu bringen.


Ein Jahr geht zu Ende - was bleibt und was kommt

31. Dezember 2014, claudia - Mannablog

Quelle: Gerd Altmann, CC0 Public Domain, Pixabay

Während ich die Unterlagen für das Finanzamt fertig mache, höre ich einen Vortrag den ich in 2011 gehalten habe. 

In dem Vortrag geht es um Relevanz von uns, in unserem Leben und Alltag. Der Vortrag erinnerte mich daran, dass wir einmal loszogen, um den Menschen in Deutschland die gute Nachricht zu bringen. Dafür waren wir bereit viel zu geben, was ist davon nach drei Jahren geblieben?

Der Vortrag war eine Aufforderung an uns Christen für die Menschen in unserem Umfeld Relevant zu sein. Es ist wichtig, dass sie die gute Nachricht hören! Welcher Mensch möchte schon, dass sein Leben sinnlos ist, ein Hauch im Wind.

Während ich mir selbst zuhöre, merke ich wie ich zu mir selbst rede und es macht mich sehr nachdenklich. 

Das Jahr geht zu Ende, was bleibt? Schaue ich auf die Aktivitäten, ist das geleistete ein kleines Wunder, bei der personellen und finanziellen Ausstattung. Das beantwortet aber immer noch nicht die Frage: "was bleibt". Es bleiben Begegnungen und Beziehungen. Es bleibt die Liebe meiner Familie und die Erkenntnis einen großartigen Vater zu haben. 

Schaue ich in die Zukunft, dann war ich noch nie so ratlos und planlos, wie gerade heute. Wenn man selbst merkt, dass Vertrauen nur Worte sind, aber die Taten ausbleiben, ruft das nach Veränderung. 

Doch Veränderung braucht Zeit zum reflektieren. Diese Zeit werden wir uns erst noch nehmen (müssen). In einem bin ich mir sicher, Veränderung ist nötig und gut.

Vielleicht gehört es zu Sylvester dazu, dass Menschen etwas melancholisch sind, eigentlich doof. Es beginnt etwas neues und wir haben es in der Hand. Es liegt an uns, wie wir die Seiten des neuen Jahres beschreiben. Sind es Seiten voller Zuwendung und Liebe?

Das ist es was wir uns wünschen. Wir wünschen uns Nachfolger Jesu, die für ihre Mitmenschen relevant sind. Wir wünschen uns Menschen, die einander lieben und um einander werben.

Wir wünschen dir und deiner Familie ein Jahr mit viel Freude und Erfolg!


Schnee im Alpenvorland trotz globaler Erwärmung

28. Dezember 2014, marcus - Mannablog

Orchidee im Schnee. Foto: Marcus Eitzenberger.
Orchidee im Schnee. Foto: Marcus Eitzenberger.

Endlich ist der Schnee bei uns im Alpenvorland da. Und das trotz globaler Erwärmung, was bin ich froh.

Wissenschaftler malen ja schon düstere Bilder über die schneearme Zukunft unserer schönen Alpenvorlands. Was bin ich froh, dass diese Prognosen anscheinend noch etwas ausständig sind. Wenn ich heute morgen aus dem Fenster sehe und die kleinen Schneeflocken auf die Erde niederfallen sehe, dann wird es mir echt wehmütig ums Herz, bei dem Gedanken an tropisches Klima hier. Das kann mit getrost gestohlen bleiben ehrlich gesagt.

Wie denkst du darüber? Freust Du Dich über den Schnee oder hättest Du lieber Palmen?


Wann halt ich fest, wann lass ich los?

26. Dezember 2014, Mannablog

Quelle: Jutta Zeisset, CC0 Public Domain, Pixabay

 

Während ich darauf warte, dass ich meine weihnachtlichen Pralinen aus dem Kühlschrank holen kann, wollte ich mir heute mal wieder etwas Zeit für einen Blogpost nehmen. Na, wie viele Weihnachtsfeiern hast du für dieses Jahr schon hinter dir? Ich eine mit viel Blingbling und aufwändiger Deko, die später im Staubsauger, unter den Schuhen, im Gesicht gelandet ist und – da als Wurfgeschosse verwendet - in sämtlichen Ecken der Location zu finden war.

Kennst du Schrottwichteln? Ich feiere seit einigen Jahren mit dieser Tradition Weihnachten. Okay, das Wichteln macht Weihnachten nicht aus, aber Dinge zu verschenken, die man nicht mehr braucht, sorgt immer wieder für Heiterkeit und Überraschungen. Und was nicht zu vergessen ist – man wird das dumme Ding, was man seit einiger Zeit rumstehen hat, endlich los! Also geht es vorher auf die Suche und dann wird schön eingepackt, damit das Geschenk auch ja schnell einen Abnehmer findet, der sich etwas aus der vielversprechenden bunten Auswahl unter dem provisorisch geschmückten Baum aussuchen darf.

Dieses Jahr ist mir bei meiner Suche nach dem ultimativen Schrottgeschenk aufgefallen, wie sehr wir als Menschen zwischen Loslassen und Festhalten balancieren müssen. Es gibt Dinge, die habe ich seit Jahren nicht angefasst, geöffnet, benutzt. Und dann finde ich sie eines Tages und überlege mir, sie bei eben solch einer Weihnachtsfeier zu verschenken und urplötzlich fängt dieses kleine Etwas an, mir zu gefallen! Das darf doch nicht wahr sein. Als hätte man einen kleinen Schatz gehoben, den man schon längst besaß, bekommt das, was man verlieren könnte, jetzt wieder einen Wert. Und mich davon loszueisen braucht dann meist einfach einen kurzen Ruck und dann ist das Vergessen auf meiner und die Freude auf anderer Seite größer als die Nostalgie.

Bei Dingen kann das leicht fallen, aber auffallen tut es mir eben doch, dass da etwas geht. Und dass es ein Wertpotential hat. Aber klar, das letzte Hemd hat keine Taschen, ich kann gar nichts von all den Dingen, die mir selbst jetzt noch nützlich und lieb sind, in die Ewigkeit mitnehmen. Mal am Rande bemerkt.

Aber es gibt neben Dingen ja auch Menschen. Ganz besondere, einzigartige Menschen – wir alle eben. Menschen kommen auch in die Jahre und stauben ein – als Fotos an meiner Wand, in meiner Erinnerung, auf meinem Schreibtisch, in meinem Nummernspeicher, in meiner Freundesliste auf Facebook. Verblenden in den diffusen Hintergrund meines Alltags, den Routinen der Tage, den selbstverständlichen Treffen, der Bezeichnung unserer Beziehung.

Menschen wie Dinge werden besonders, werden wieder begehrenswert, wenn man sie verlieren kann. Ich hasse meine Eifersucht und trotzdem sind wir auf Du und Du. Sie redet mir dumme Sachen ein, aber sie hat mich auch etwas gelehrt, das ich nicht missen will: dass mein Gegenüber wertvoll ist, dass ich es nicht einfach kampflos aufgeben will und werde. Dass ich mich entschlossen für unsere Beziehung einsetze und ehrliche Wertschätzung über den Wunsch nach Sicherheit und Kontrolle stelle.

Mein Freund hat mir eine wahnsinnige Frage gestellt und – ja. Ja, ich will. Und ja, ich will den Wert sehen, egal in welcher Verbindlichkeit wir zueinander stehen. Egal, wie lang die Beziehung schon geht. Sehen, was ich habe oder besser – was er, was Gott mir mit diesem Menschen schenkt. Danke.


Wir wünschen dir Frieden

25. Dezember 2014, claudia - Mannablog

Quelle: Gerd Altmann, CC0 Public Domain, Pixabay

Bevor ich mich dem Weihnachtsblog zuwand, warf ich einen Blick in die Süddeutsche Zeitung. Ohne das ich scrollen mußte, laß ich von Brandanschlägen und Attentaten. In den vielen Weihnachtspredigten überall auf der Welt wird über die nicht zählbaren Konflikte gesprochen. 

Doch oft brauchen wir gar nicht so weit weg schauen. Auch in unseren Familien gibt es Konflikte. Sie stören unsere Beziehungen und liegen wie Blei zwischen uns. Lassen wir diese Konflikte in unseren Herzen wachsen, geht die Beziehung irgendwann zu Grunde.

Freunde von uns, die keine Christen sind, erzählten, dass Weihnachten für sie eine Zeit für Beziehungen ist. Deshalb feiern sie Weihnachten, obwohl sie sonst keinen Bezug haben. 

Ich mußte schmunzeln. Sie beschrieben Weihnachten und seine Bedeutung auf einfache und klare Weise, denn genau das ist die eigentliche Bedeutung von Weihnachten. 

Gott möchte eine persönliche liebende Beziehung zu uns Menschen. Deshalb wendet er sich uns Menschen zu. 

Wenn sich der Gott des Universums uns Menschen zuwendet, können wir das auch. Tun wir das, enstehen Beziehungen neu und das bringt Frieden.

Wir wünschen dir und deiner Familie frohe Feiertage!


Der Schwibbogen und das Licht

23. Dezember 2014, claudia - Mannablog

Winter steht an, so sagt es mein Kalender. Schaue ich in die Natur, scheint bereits Frühling zu werden. Die Rosen blühen immer noch vor unserem Fenster, während die Schneeglöckchen bereits im Anmarsch sind. Bei herrlichem Sonnenschein, gingen wir heute über die Felder spazieren. 

Das alles mit Weihnachten in Verbindung zu bringen, fällt mir etwas schwer. 

In meiner Kindheit war Weihnachten etwas tolles. Draußen war es dunkel und kalt. In den Fenstern standen Schwippbögen und leuchteten in die Nacht hinaus. Sie zeugten von Wärme und Geborgenheit. Das Licht der Kerzen leuchtete hell und freundlich in die Nacht hinaus. 

Obwohl alles dunkel war, konnte die Dunkelheit dem Licht der Schwippbögen nichts anhaben. Das Licht leuchtete in die Dunkelheit hinein, überall wo das Licht war, war es hell.

Denke ich an mein Elternhaus, sehe ich das Licht in den Fenstern hell hinaus in die Nacht leuchten. 

Der Schwippbogen im Erzgebirge

Im Erzgebirge wurde schon über die Jahrhunderte viel Bergbau betrieben. Erst waren es Zinn und Silber, mit Ende des 2. Weltkrieges wurde Uran abgebaut. In den Wintermonaten erlebten die Kumpel (Bergleute) für viele Monate hinweg nahezu kein Tageslicht. Zum Arbeitsbeginn am frühen Morgen war es noch dunkel, und nach dem Ende der Schicht am Abend war die Sonne bereits untergegangen.

So wurde der Schwippbogen zu einem Ausdruck der Sehnsucht der Bergleute nach Tageslicht. Für die zu Hause wartenden Familien war der Schwippbogen ein Ausdruck für den brennenden Wunsch auf eine sichere Heimkehr der Bergleute. 

Heimkehren, das wünschen wir uns heute noch. Wir sehnen uns nach einem Ort der Geborgenheit und Liebe. Nicht nur im jetzt und hier, sondern tief in uns spüren wir die Sehnsucht nach dem einen Ort. Zu keiner Zeit im Jahr wird dieses werben um uns Menschen so sichtbar wie jetzt, mitten in der Dunkelheit.

In der Bibel schreibt Johannes gleich im ersten Kapitel folgendes: Das Leben selbst war in ihm, und dieses Leben schenkt allen Menschen Licht. Das Licht scheint in der Dunkelheit, und die Dunkelheit konnte es nicht auslöschen. Doch obwohl die Welt durch ihn geschaffen wurde, erkannte die Welt ihn nicht, als er kam. Er kam in die Welt, die ihm gehört, und sein eigenes Volk nahm ihn nicht auf. 

All denen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden. Sie wurden dies weder durch ihre Abstammung noch durch menschliches Bemühen oder Absicht, sondern dieses neue Leben kommt von Gott. Er, der das Wort ist, wurde Mensch und lebte unter uns. 

Wenn das nicht ein Grund zum feiern ist!


Mein Vertrauen zu ...

19. Dezember 2014, claudia - Mannablog

Gerade ist mein, meiner Meinung nach, sehr schöner Blog über Vertrauen vor meinen Augen, ohne Fehlermeldung, verschollen. Er ist in den Weiten meiner digitalen Nullen und Einsen verloren gegangen.

Habe ich jetzt weniger Vertrauen in meinen Rechner und seine Fähigkeiten, bloß weil er nicht gemacht hat was ich will? Nein!

Und wie ist das mit meinem Vertrauen zu Gott?


Revolutionary! - eine Herausforderung auf einhundert Seiten

17. Dezember 2014, claudia - Mannablog

Revolutionary ist der Titel für ein Buch von David Pierce.

David Pierce ist wohl vor einiger Zeit in Landshut gewesen. Lukas hatte davon erzählt, doch ich konnte mich nicht aufraffen zu dem Vortrag von ihm zu gehen. Das was Lukas nach dem Event erzählte, machte mich jetzt auch nicht so neugierig mehr von David Pierce zu erfahren.

Weil Lukas aber so viel zu lesen hatte, kam er mit dem Buch von David Pierce und sagte: Ich schaffe es jetzt nicht zu lesen, dann ließ du doch mal. Danach kann ich es immer noch lesen um es dem Besitzer danach zurück zu geben.

Auf der Rückseite ist ein Mann mit langen Haaren und einem breiten Grinsen im Karohemd zu sehen. Die Werbung auf der Rückseite sorgte bei mir für ein Augenbrauen hoch heben. Auch das war noch nicht so sehr überzeugend für mich.

Weil aber Lukas das Buch brachte,

wollte ich es nicht ungelesen zurück geben. Also machte ich mich drüber und las quer. Meine Art quer zu lesen beginnt immer hinten und arbeitet sich zwei Mal punktuell durch das Buch.

Das was ich lass beeindruckte mich. Dieser David Pierce ist ein echter Nachfolger von Jesus. Einer der selbst lebt was er sagt. 

Im Internet habe ich auf Anhieb nicht so viel über ihn gefunden. Seine Art von Jesus zu erzählen ist nicht meine Art. Hätte ich ihn erst gehört, dann wäre das Buch eine noch viel größere Herausforderung für mich geworden. So bin ich einfach begeistert.

In seinem Buch Revolutionary! schreibt David Pierce über 10 Grundsätze, mit denen christliche Künstler die Welt verändern können. Basis dieser 10 Grundsätze ist sein Leben als Bandleader von nolongermusic

Im Grunde ist das nicht nur ein Buch für Künstler. Das Buch geht an alle die die Welt verändern wollen, weil sie Jesus nachfolgen. Deshalb geht das Buch auch an uns. 

  1. Gott belohnt die, die ihn mit aufrichtigem Herzen suchen
  2. Ein - Mann Publikum
  3. Gott möchte alle Ehre
  4. Kein Kreuz, keine Kraft
  5. Sei relevant
  6. Bitte Gott um sein gebrochenes Herz
  7. Lass dich von Gott prägen, nicht von der Szene
  8. Dein Verhalten hinter der Bühne, gibt dir Autorität auf der Bühne
  9. Kommerzieller Erfolg kann Misserfolg bedeuten
  10. Lass dich nicht von der Angst aufhalten

Die Kapitel sind nicht lang. Die Sprache ist klar, ehrlich und offen. Vor allem aber ist das Buch eine Herausforderung. Es ist eine Herausforderung an Christen. David Pierce ist in seiner Liebe und Überzeugung für Jesus so klar, wie es Paulus vor 200 Jahren war. Da ist kein Platz für Kompromisse. 

Das alles hat mich beeindruckt

und neuen Mut gemacht. Z.B. macht er klar, dass die Botschaft vom Kreuz immer Sprengstoff ist und nie bequem sein wird. 

Im Buch steht folgendes Zitat von Glenn Kaiser: Ich denke, wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass es Unterschiede gibt zwischen denen, die Jesus nachfolgen, und denen, die es nicht tun - unabhängig von ihrer Kultur, Kunstform oder ihrem Beruf. Wenn es in deinem oder meinem Leben letztlich keinen Unterschied gibt, muss die Frage gestellt werden: Bist du tatsächlich Christ oder nur ein Poser, der von dem profitieren will, was er bekommt, indem er vorgibt etwas zu sein, was er nicht ist. 

Deshalb hier meine uneingeschränkte Empfehlung für: Revolutionary! von David Pierce!


Du machst den Unterschied

15. Dezember 2014, claudia - Mannablog

Quelle: Niek Verlaan, CC0 Public Domain, Pixabay

Auch Kirchengemeinden sind im Grunde nur große Familien. Da mag man sich und manchmal auch nicht. Es gibt unterschiedliche Meinungen und gelegentlich wird mit viel Inbrunst gestritten. Bei uns wurde am vergangenen Wochenende mit viel Leidenschaft gefeiert. Es war die jährliche Weihnachtsfeier die alle zusammenbrachte. Es wurde gefeiert, gelacht und gefreut.

Der entscheidende Moment aber kam hinterher, als es an's aufräumen ging. Wie in jeder Familie ist die Motivation zur Arbeit nicht immer und bei allen Mitgliedern sehr ausgeprägt. Gestern Abend allerdings erlebte ich, dass Familie bei allen Meinungsverschiedenheiten doch zusammen hält. Alle räumten auf. Es gab keinen der nicht an irgendeiner Stelle mit half. Jeder packte an. Für mich war das ein sehr cooles Erleben. 

Das machte mir eine bekannte Erkenntnis wieder neu bewußt: 

Jeder Einzelne macht den Unterschied. Durch die Mitarbeit drückte jeder Einzelne auch seine Unterstützung aus. Nur in dem alle anfassten, war das Aufräumen in einer Stunde geschafft. 

Manchmal scheint es so, als ob mitmachen nicht mehr nötig ist. Scheinbar läuft das Leben doch auch ohne meine Mitarbeit und meine Hilfe, so scheint mancher zu denken. Mitarbeit beschränkt sich dann auf einen Besuch im Fitnessstudio oder eines der vielen "Mitmach Videos" im Netz. 

Ich bin der Überzeugung, dass jeder Mensch einmalig ist. Deshalb ist auch Jeder wichtig. Keiner kann einen anderen Menschen ersetzen, auch wenn Unternehmen mit ihrer Personalpolitik manchmal den Eindruck erwecken. Es mag sein, dass Aufgaben mit gleicher Qualität und Quantität von unterschiedlichen Menschen erledigt werden. Deswegen sind die Menschen dahinter trotzdem nicht gleich.

Gerade diese Einmaligkeit eines Menschen macht den Unterschied aus. Darum möchte ich hier nochmal in die Runde rufen: Du machst den Unterschied! Es ist wichtig, dass du bist. Es ist wichtig, dass du dich engagierst.


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