Manna

Die Frau im Café

06. Mai 2012, marcus - Mannablog

Die Frau kam auf mich zu, und ich bemerkte sie erst, als sie schon direkt vor dem kleinen Couchtischchen stand. „Ich darf das abräumen, oder?” Ich hatte es noch nicht geschafft, meine Lippen zu einem Wort der Zustimmung zu formen, da hatte sie das Tablett auch schon in der Hand und brachte es zu einem der fahrbaren Regale mit Metallschienen, die genau für die Tabletts gemacht waren. 

Ich hatte an diesem Morgen einen Termin in einer Autowerkstatt, um die Frontscheibe meines Autos reparieren zu lassen. Um die Wartezeit von vier Stunden zu überbrücken, machte ich mich auf den Weg in die Stadt und entschloss mich im McCafé ein kleines Frühstück zu mir zu nehmen und dabei ein wenig zu lesen. Normalerweise sieht mein Morgen ganz anders aus, und so fand ich Gefallen daran, einfach noch ein wenig Zeit mit Lesen auf der Couch zu verbringen.
Die Frau war mir schon aufgefallen, als ich mich setzte. Sie sah verbraucht aus, hatte eine Tasche und paar Tüten neben sich liegen, und war damit beschäftigt irgendetwas Kleines zu essen, und an ihrem fast leeren Getränk zu nippen. Während ich frühstückte und las, schenkte ich ihr keine weitere Beachtung.
Nun aber hatte sie meine Aufmerksamkeit erregt.

Sie setzte sich wieder und machte sich daran, ein kleines Stück Folie zu öffnen. Sie musste das Gebäck, welches man zum Café bekommt, vom Tablett genommen haben. Das war also ihre Absicht gewesen. Jetzt hatte ich es auch verstanden. Die Frau hatte wohl Hunger. Als sie mich anblickte, fiel mir auf, dass ich sie angestarrt hatte, und um sie nicht zu verunsichern, wendete ich rasch meinen Blick ab. Ich wollte sie ansprechen, aber was sollte ich sagen? Ich würde mich dumm fühlen, ihr Geld anzubieten, wenn sie es vielleicht gar nicht brauchte oder mochte. Meine Gedanken überschlugen sich, und während ich sie aus dem Augenwinkel beobachtete kramte ich mit meiner Hand nach etwas Geld in meiner Hosentasche. Es reichte noch genau für einen Italian-Bagel. Ich schaltete also die Kritikerstimme in meinem Kopf ab und folgte meinem Herzen zwei Meter hinüber zu dieser Frau. Ich weiß nicht mehr was ich genau sagte. Irgendetwas mit Tablett, Hunger, Essen und Geld. Was auch immer es war, bevor ich fertig war hielt die Frau schon ihre Hand hin und nahm die paar Euro entgegen. Ich drehte mich um und ging an meinen Platz zurück.
Die Frau packte zusammen und verschwand. Als wäre sie nur hier gewesen, um dieses bisschen Hilfe entgegenzunehmen.
Ich war erleichtert. Es fühlte sich gut an, auf mein Herz gehört zu haben.

Ich möchte dich ermutigen, auf dein Herz zu hören. Natürlich sollst du auch nachdenken, überlegen, Pro und Contra abwägen und genau prüfen. Aber am Schluss, da solltest du auf dein Herz hören. Es weiß sehr oft viel besser, was gut und richtig ist.
me


sooo gläubig, Vertrauen und wem vertraust du?

05. Mai 2012, claudia - Mannablog

Gestern Nacht hatte ich ein interessantes Gespräch. Unter anderem wurde dabei eine Frage an mich gestellt, die ich sinngemäß hier wiedergeben und beantworten möchte. Wobei es eigentlich mehr wie eine Feststellung klang, als nach einer Frage. Ich wurde gefragte, ob ich: sooo gläubig bin. Geantwortet habe ich in ungefähr dieser Weise: Nein sooo gläubig bin ich nicht. Ich habe eine Beziehung zu Gott.

Was heißt es gläubig zu sein? Was ist eigentlich damit gemeint? Gläubig kommt von glauben, an etwas oder eine Person. Im Grund hätte ich die Frage wohl mit: "ja ich bin..." beantworten sollen. Denn auch wenn diese Frage gezielt auf ein Verhältnis zu Gott bezogen war, so hat mein Gegenüber schon recht. Wir glauben alle, die Frage ist nur an was.

Die meisten Menschen glauben an sich selbst. An ihre Ideen und Kraft, an ihre Leidensfähigkeit und und und. Warum? Ersetze einfach mal glauben durch vertrauen. Schauen wir mit dieser Brille in unser aller Leben, merken wir, dass wir als erstes und intensivstes uns selbst vertrauen.

Deshalb bleibe ich doch lieber bei meiner Antwort von gestern Abend. Sooo gläubig bin ich nicht, ich habe eine Beziehung zu Gott und vertraue ihm. (und das lohnt sich :-))

cdj


Freunde finden, Freundschaft beginnen

04. Mai 2012, claudia - Mannablog

Spontane Wünsche an den Blog von heute? Antwort: Was Schönes. Hm, da hatte ich es nun. Nachfolgend mein Vorschlag dazu:

Kannst du dich noch erinnern, wann du das letzte Mal eine Postkarte geschrieben hast. Nein, nicht am Computer, sondern real, mit Stift und Briefmarke und so? Gestern hatte ich einen kleinen Workshop, in dem es darum ging, wie man Freunde (wieder) findet. Als Übung am Abschluss schrieben alle Teilnehmer eine Postkarte an einen (neuen) Freund ihrer Wahl.

Mach doch auch mit beim Freunde finden. Noch nie hat es so herrlich schöne Postkarten gegeben. Es gibt alles für jeden Geschmack und Geldbeutel. Ausreden wie "ich habe keine schöne Schrift" oder "ich weiß nicht was" gelten nicht. Um es dir aber leichter zu machen, hier mein Textvorschlag:

Wir haben so lange nichts von einander gehört und das ist schade. Deshalb möchte ich dir ganz herzliche Grüße senden. Ich hoffe, dass es dir (und deiner Familie) gut geht und würde mich sehr freuen, wenn wir mal wieder voneinander hören (oder sehen). Bis dahin wünsche ich dir alles Gute, (sei umarmt) von ...

*Die Texte in der Klammer, sind wahlweise, je nach Variante.

Freundschaft beginnt immer bei uns, nie beim anderen. Deshalb mache mit und versende ein Lächeln.

cdj


Wir haben ein neues Konto!

03. Mai 2012, marcus - Newsletter

modobonum steht für "nur das Gute". Deshalb sind wir ständig - in jeglicher Hinsicht - bemüht, diesen Grundsatz auch in die Tat umzusetzen. So kommt es, dass wir nun auch unser Bankkonto entsprechend zu einer Bank umgezogen haben, die uns in diesem Bestreben unterstützen kann. Beziehungsweise wir sie. Diese Bank heißt GLS Bank und betont bereits auf der Einstiegsseite ihrer Internetpräsenz ihre sozial-ökologische Ausrichtung. Laut ihrem Selbstverständnis ist Geld nur ein soziales Gestaltungsmittel, um ihr Ziel - die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Lebensgrundlagen - zu verwirklichen. Beispiele ihrer Förderungen finden sich u. a. auf dem Gebiet der ökologischen Landwirtschaft oder der regenerativen Energien.

 

Wir freuen uns, eine Bank gefunden zu haben, die mit ihren Zielen unserem christlichen Weltbild und Selbstverständnis entspricht. Geld, das uns gespendet wird, dient somit nicht nur in erster Linie dem Sinn und Zweck von modobonum, sondern arbeitet obendrein für eine Bank mit nachhaltigen Zielen. Wer sich noch ein wenig mehr über unsere neue Bank informieren möchte, kann sich gerne auf deren Internetpräsenz www.gls.de umsehen.

 

Die neue Bankverbindung lautet wie folgt:

modobonum e.V.

GLS

Konto 8213792300

BLZ 430 609 67

 

Es wäre schön, wenn möglichst viele von euch ausprobieren könnten, ob eure Überweisungen - wie von den Banken versprochen - auch innerhalb eines Bearbeitungstages ankommen. 

 

Gottes Segen wünscht euch das gesamte modobonum Team! Vielen Dank für Eure Unterstützung!


Wenn Christen streiten

03. Mai 2012, claudia - Mannablog

Als ich anfing über den Blog von heute nachzudenken, wollte ich eigentlich meine Blogempfehlungsreihe: "warum bist du Christ" fortsetzen. Als ich so anfing und las, entschied ich mich kurzfristig um.

Bis jetzt habe ich noch nichts Vergleichbares gefunden. Kein Thema erhitzt die Gemüter so sehr, wie wenn Menschen über ihren Glauben streiten. Dabei bilden Christen leider viel zu oft keine Ausnahme.

Gestritten wird über alles, denn grundsätzlich kann jeder Punkt aus persönlicher Sicht bestritten werden. Wobei ich mir oft nicht sicher bin, ob es wirklich um die Sache, sprich das Streitobjekt, geht. Vielmehr bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass es um den Fakt des "Recht haben wollens" geht. Es kann einfach nicht sein, dass eine andere Meinung auch gilt. Auf die Idee, dass beide Parteien falsch liegen könnten, kommen wir in der Regel noch viel weniger. Bin ich bereit meine Meinung von Gott korrigieren zu lassen? Oder schließe ich diese Option von vornherein aus? Wer im Bibelserver "Streit" eingibt, bekommt eine lesenswerte Liste von Aussagen darüber.

Wir Christen sollten alle Energie, die wir zum Streiten verwenden, umlenken. Es wird Zeit, dass wir unseren Blick vom Streitobjekt weg, auf Gott richten. Wenn wir auf Gott schauen, dann sehen wir seine Liebe zu uns Menschen und merken in unseren Herzen, dass wir anstelle zu streiten lieber seine Liebe an die Menschen weitergeben.

cdj


Vom Berg zum Seelenbad

02. Mai 2012, Alexander - Mannablog

Ist dir schon mal aufgefallen, wie leicht wir Menschen einfach einen Rückzieher machen, wenn es unangenehm wird? Wir wissen, etwas ist gut und wir haben es uns schon seit Langem vorgenommen und dann stehen wir direkt davor – wie die Maus vor der Schlange. Und blitzschnell haben wir uns wieder in unser Loch verzogen.

Das kann ganz unterschiedliche Dinge betreffen. Für die einen ist es die Hausarbeit, für den anderen Verpflichtungen im Job, für manche ein Anruf bei einem alten Freund und für wieder andere das Ansprechen von langwährenden Problemfeldern in einer Beziehung.

Was auch immer es ist, was du zurück hältst – es wird sich aufbäumen und ein immer größeres Hindernis werden, je länger du wartest. Es ist richtig - alle Dinge haben ihre Zeit. Aber wenn die Ausrede, es wäre nicht gerade jetzt die Zeit, schon wochen- bis jahrelang vor sich hin schmort, dann ist eindeutig etwas faul.

Mir ging es am Wochenende ähnlich. Es war schon lange wieder Zeit, mal meinem Opa einen Besuch im Pflegeheim abzustatten - der letzte war sage und schreibe schon über ein Jahr her! Mein Opa wird zunehmend schwächer und so konnte ich aus der Ferne nicht einschätzen, auf was für eine Person in welcher Lage ich treffen würde. Wie würde ich ihn unterhalten können, wie würde ich ihn dazu bringen können, dass er sich wohlfühlt und sich über den Besuch freut?

Diese Gedanken haben mich zu Gott getrieben. Mir ist in dem Moment klar geworden, dass ich Gott den Besuch abgeben darf, dann wird er sich darum kümmern. So bewusst tu ich das nicht immer, aber ich kann sagen, dass es Wirkung gezeigt hat!
Alleine, dass ich mit meinem Freund anwesend war, Zeit mit meinem Opa geteilt und verbracht habe, hat ihn dazu bewogen, wirklich nach Worten zu suchen, die beschreiben, wie sehr er sich gefreut hat. Schließlich flüsterte er die Worte „Das war wirklich ein Seelenbad heute!“. Und das wurde es somit auch für mich.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass fast jeder Mensch Dinge aufschiebt, die ihm unangenehm sind. Du weißt, ob und was das in deinem Leben ist. Wer weiß, vielleicht hält Gott auch für dich das eine oder andere Seelenbad bereit, wenn du deine Bedenken an ihn abgibst?!

ak


Entspann dich

01. Mai 2012, Alexander - Mannablog

Unser Alltag ist so vollgepackt, sodass die Entspannung manchmal….nein,  zu oft zu kurz kommt! Alles scheint sooo wichtig zu sein, und alles muss sofort erledigt sein.

Aber versuchen wir es mal, wieder Ruhezeiten / Zeiten zum Entspannen reinzubekommen. Lasst uns als erstes mit unsren Dingen im Alltag Haufen machen: ein Haufen für“ dringend“ & ein Haufen für „hat noch Zeit“ & ein Haufen für  „?“ (soll ich das überhaupt machen) & ein Haufen für „NÖ“.

Und du wirst sehen, dass dann etwas Zeit übrig bleibt.

Aber wie findet man Ruhe, was hilft uns zu entspannen?

Da kann ich euch nur sagen: Probiert es aus! Denn jeder Mensch hat eine andere Vorstellung von Ruhe und Entspannung.

Manche Menschen entspannen sich beim CD hören.

Manche schnappen sich ein Buch und eine Tasse Tee.

Manche legen sich in die Sonne, Augen zu und los geht’s mit der Entspannung.

Manche brauchen Ohrstöpsel und einen dunklen Raum, um zur Ruhe zu kommen.

Manche können selbst bei Lärm schlafen (manche brauchen Lärm sogar, sodass sie wissen, da ist noch einer).

Manche entspannen sich vom Alltag, indem sie wieder Kind sind.

Und manche können sich einfach immer und überall entspannen, selbst über einem vollen Teller  J

Welcher Entspanntyp bist du? Worin, womit kommst du wieder zur Ruhe?

Bin gespannt auf deine „Techniken“!

kd


Was Christen aus der Werbung über Emotionen lernen können

30. April 2012, claudia - Mannablog

In den letzten Jahren hat ein Wandel im Marketing statt gefunden. Dieser Tage habe ich alte Werbeprospekte gesehen und fand das ganz interessant. Früher war der Schwerpunkt in Werbeflyern und Marketingunterlagen die Weitergabe von Produktinformation. Alles war sehr sachlich aufgebaut.

Heute sind die Unterlagen weniger auf Produktinformationen ausgerichtet. Der Schwerpunkt liegt in der emotionalen Ansprache. Die erste Werbung, bei der mir das konkret auffiel, war die Zott-Sahne-Werbung. Kannst du dich noch daran erinnern? Die Familie kommt vom Einkaufen heim, die Idylle schlechthin. Tolles Aussehen, tolle Einrichtung, tolle Kinder, ect. Alle zusammen lassen sich in Freude aufs Sofa fallen und essen einen Joghurt.

Seit dem wurde diese Art von Werbung ausgebaut. Es zeigte sich, dass wir Menschen darauf anspringen. Unternehmen haben erkannt, dass wir Menschen Emotionen haben und es ein Bedürfnis gibt diese anzusprechen.

Wenn nur wir Christen auch entdecken würden, dass Menschen Emotionen haben. Gott hat uns Emotionen gegeben und wir Christen kommunizieren nur an den Kopf. Dabei tun wir Gott und uns Menschen damit unrecht. Eine Beziehung zu Gott zu haben geht nur über unsere Emotionen. Freude, Liebe, Trauer sind wichtige Bestandteile für eine gelingende Beziehung. Willst du also erfolgreich Werbung machen für diese Beziehung, dann geht es nur wenn wir eine emotionale Beziehung weitergeben.

cdj


Keramik klingt gut!

29. April 2012, marcus - Mannablog

Wir waren gestern bei einem sehr guten Freund und seiner Frau zum Essen eingeladen, und wir haben die Zeit dort wirklich sehr genossen. Es war sehr, sehr lecker, wir haben uns sehr gut unterhalten und eine Menge Spaß gehabt. Da sein Vater Töpfer ist, und richtig schöne Keramik herstellt - die natürlich beim Sohn in Hülle und Fülle vorhanden ist - sind wir dadurch zuerst auf geschichtliche Themen gekommen und später auf diverse Eigenschaften von Keramik. Sie sieht nicht nur absolut schön aus, sondern hat auch noch ganz andere wundervolle Merkmale, die man nicht auf den ersten Blick erkennen kann: Sie klingt. 
Und ganz besonders gut klingt eine spezielle Art von Keramik, das Steinzeug. Das Besondere an dieser ist, dass sie bei wesentlich höheren Temperaturen gebrannt wird als andere Keramik. Und sie klingt einfach schön.
Interessant dabei ist allerdings, dass man, sobald sich ein noch so kleiner Riss in ihr befindet, vergeblich auf den Klang warten kann. Dann klingt nämlich gar nichts mehr, es scheppert nur noch dumpf.
Irgendwie erinnert mich das an die Beziehungen in unserem Leben. Wir freuen uns daran, wenn alles heil und schön ist, dann ist alles wie schöne Musik, und es „klingt” einfach alles gut. Leider kommt es nur allzu oft vor, dass Risse in unseren Beziehungen entstehen, und dann klingt gar nichts mehr. Dann scheppert es nur noch, leider manchmal im wahrsten Sinne des Wortes, und die Gewalt eskaliert. Und wenn es zu weit geht, dann stehen wir oft vor den Scherben unserer zerbrochenen Hoffnungen auf ein gutes Leben.
Manchmal ist es das Leben selbst, das diese Scherben verursacht, aber sehr oft sind wir Menschen selbst schuld an den Rissen in unseren Beziehungen.
Ein Mann hat einmal geschrieben, dass ein Mensch, der ohne Liebe lebt, keinen Wohlklang erschaffen kann. Er macht nur grässlichen Lärm. Die Liebe ist es, die am Ende alles trägt.
Wenn du dich jetzt fragst, was Liebe wirklich ist, und warum sie so einen schönen Klang verursacht, dann nimm dir einmal das „Buch” zur Hand (die Bibel), und lies dort im 1. Korinther das Kapitel 13. Ich bin mir sicher, dass dich das, was du dort liest nicht kalt lässt. Vielleicht ist dieses Wort sogar in der Lage, den ein oder anderen Riss in deinem Leben wieder zu kleben.
me


To top

Nach oben