Manna

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Einschlafen bei Titanic

26. April 2012

Gestern habe ich es mir tatsächlich angetan: drei Stunden Überlängenkino in 3D. Titanic stand auf dem Programm und dem pärchenüberlasteten Kinosaal ins Gesicht geschrieben. Und wenn teilweise auch erst danach.

Auch 15 Jahre nach Produktion des Films und beim 4. Sehen geht er mir immer noch nahe. Die Szene, in der die Musiker auf dem Schiff weiterspielen, bis zum wirklich bitteren und kalten Ende. Die, in der eine Mutter ihren Kindern eine Gute-Nacht-Geschichte erzählt, bevor sich der Raum, in dem sie schlafen, mit Wasser füllt. Und zahlreiche weitere Szenen – sie regen bei den meisten Frauen (und vielleicht auch vereinzelten Männern?!) die Tränenproduktion an.

Als die Titanic schon fast zerbrochen war, kamen immer noch Leute aus den unteren Stockwerken gerannt bzw. wurden heraus geschwemmt. Ich habe mich gefragt, wieso sie erst so spät nach oben gekommen sind, wo doch schon einige Zeit viel Aufruhr und Chaos geherrscht hatte.
„Die haben einfach zu tief geschlafen...“, war die einfache Antwort meines Freundes. Und das mit fatalen Folgen.

Irgendwie hat mich das weiter beschäftigt. Als Student ist es so leicht, mal etwas zu verschlafen. Eine Vorlesung, wie ich heute fast. Oder man schläft so tief, dass man die Nachbarn beim Feiern nicht mehr hört. Aber auch metaphorisch gesehen, kann es doch passieren, dass ich zu tief „schlafe“, um mitzubekommen, dass Andere um mich herum Hilfe brauchen. Oder dass ich selbst in der Schieflage bin und mein Untergrund zu schwanken beginnt. Oder ich hole mir so viel Schlaf, dass ich keine Zeit dafür finde, darauf zu hören, ob der Kapitän etwas sagt. Was er sagt. In dem Zusammenhang kann schlafen vieles bedeuten – sprichwörtlich die Augen vor Dingen zu verschließen oder sie nur für Dinge zu öffnen, die eher irrelevant sind, zum Beispiel.

Gibt es auch in deinem Leben Schlafphasen, die dich unaufmerksam werden lassen? Wie wachst du auf?
ak

Alexander

Perspektive Leben ist nicht ärgern oder Umgang mit Provokation

25. April 2012

Es war ein wunderbarer Morgen und plötzlich geschah es, ich wurde angemacht auf eine überhaupt nicht nette Art und Weise. Ich war erstaunt und spürte wie Ärger in mir hochsteigen wollte. Doch im gleichen Moment wusste ich, dass ich diesen Ärger weder in meinem Herzen noch in meinem Kopf wollte. Also schob ich ihn ganz schnell wieder zurück. Nein ärgern wollte ich mich nicht. Ich fühlte mich auch nicht zuständig. Doch wie damit umgehen? Hier ist mein Blog dazu:

Geht es dir auch so? Jemand steigt dir auf die Füße und es tut weh? Dabei fühlst du dich gar nicht zuständig für den Frust des anderen. Dann habe ich eine gute Übung für dich und für den, der dir auf die Füße steigt.

Überlege, warum der andere wirklich sauer ist. Was sind seine Beweggründe, dass er dich anmacht und ärgerlich ist?Versuche dich in ihn hinein zu versetzen und ihn zu verstehen. Es geht dabei nicht um recht haben, sondern um das Annehmen des anderen. Er ist ein Mensch, so wie du. Nicht mehr und nicht weniger!

Springe über deinen Schatten und zahle nicht mit gleicher Wortwahl zurück. Gib deinem Gegenüber zu verstehen, dass du ihn nicht verletzen wolltest. (Am Besten du meinst es auch so.) Wenn es doch geschah, dann entschuldige dich, es kostet nichts und bringt Frieden in eure Herzen.

cdj

claudia

Begeisterung

24. April 2012

Begeisterung

Ich bin ein Pflanzenfan. Es gibt nichts Schöneres für mich, als einen kleinen Krümel Etwas in Form von einem Samenkorn in die Erde zu stecken und nach einigen Tagen wächst was Grünes. Dieses kleine Wunder fasziniert mich jedes Mal auf´s Neue. Leben entsteht aus dem Nichts.
Meine Schwester lacht wenn ich oben vor den Pflänzchen hocke und sie beobachte, als ob ich das Wachsen und Werden mit meinem Zuschauen beschleunigen könnte. Ich behandele die „Kleinen“ wie meine Babys und warte sehnsüchtig darauf, dass sie groß werden.
Wahrscheinlich hat sie Recht und ich vermute, dass es Müttern genauso geht. Die Pflänzchen sind entstanden, weil ich sie gesät habe.
Wie wunderbar Gott doch die Natur gestaltet hat. Da gibt es soooo viele unterschiedliche Pflanzen, jede auf ihre Art total einzigartig und sehenswert.
Ich freue mich schon auf den Sommer und die bunte Blütenpracht, die hoffentlich noch dieses Jahr beginnt, wenn die „Kleinen“ größer geworden sind. Und nun werde ich mal nachsehen ob es ihnen gut geht.
md

Zwei Frauen an meiner Tür

23. April 2012

Zwei Frauen an meiner Tür

Es klingelte an der Tür. Zwei Frauen standen draußen. Sie teilten mir mit, dass sie eine Umfrage machen und stellten gleich ihre erste Frage: "Wer glauben Sie ist Jesus gewesen? " Ein paar Vorschläge brachten sie auch gleich mit: ein guter Mensch, ...

Als Antwort darauf drückte ich ihnen die Adresse vom Blog in die Hand. Diese war verbunden mit meiner Aufforderung: schau doch mal rein, dort findest du meine Antwort. Ich merkte ihre Enttäuschung, die sie auch in Worte kleideten als sie gingen.

In Erinnerung blieben mir die großen, schwarz umrandeten Augen der älteren der beiden Frauen. Schon lange habe ich mich nicht so überrumpelt gefühlt wie von diesen beiden Frauen. Und so habe ich nicht gefragt, was sie auf ihre eigene Frage antworten würden. Gerne hätte ich ihre Antworten gehört. Ich weiß, wie viel Mut dazu gehört von Haustür zu Haustür zu gehen. In dem Moment, als ich die Frauen an meiner Tür sah, dachte ich nur an mein volles Programm am Nachmittag und was es bedeuten würde, wenn ich sie herein bitten würde. Nein, ich wollte mir die Zeit nicht stehlen lassen.

Ohne dass sie es wussten, war dies eine lehrreiche Erfahrung für mich. Vermutlich haben sich die anderen Türöffner so ähnlich gefühlt, als an ihrer Tür geklingelt wurde. Eigentlich schade.

Ich bin gespannt, ob eine der beiden Frauen tatsächlich den Mut hat und auf unseren Blog schaut und vielleicht sogar diesen Beitrag liest. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn sie wieder kommen würden.
cdj

claudia

Mehr das Positive sehen

22. April 2012

Ich befinde mich momentan aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit in einer Weiterbildung zur Führungskraft. Obwohl ich nicht von Natur aus ein typischer Leitwolf bin, merke ich, dass mir die Tätigkeit mit zunehmender Länge auch mehr Freude bereitet. Die Weiterbildung wird sich insgesamt über ein Jahr erstrecken, und obwohl ich nun erst zwei Wochen davon hinter mir habe, bin ich jetzt schon wirklich begeistert. Begeistert darüber, wie viel wertvolles Wissen es gibt, das einem helfen kann, wenn man Menschen führen muss.
Wenn es darum geht mit Menschen zusammen zu arbeiten, führen die Unterschiedlichkeiten und Andersartigkeiten der Menschen immer wieder zu Spannungen. Jeder von uns kann das im täglichen Leben erfahren. Egal ob das nun im Privatleben oder in der Arbeit passiert. Es gibt Bewahrer, Macher, Entwickler, Prüfer, Überzeuger, Integratoren, Berater und Organisatoren. Und vielleicht findest du auch noch andere Kerneigenschaften der Menschen, mit denen du zu tun hast. Jeder dieser Menschen, die zu deinem Team gehören, egal ob es deine Arbeitskollegen sind oder deine Familie, hat andere Fähigkeiten und Eigenschaften - positive sowie negative. Oft fallen uns bei Konflikten nur die negativen Seiten auf, die positiven blenden wir dann nur zu gern aus.
Dabei ist es wichtig, nicht bei den störenden Faktoren zu bleiben, sondern zu fragen: „An welcher Stelle ergänzt mich dieser Mensch? Welche Eigenschaften hat er, die mir fehlen? Wie bereichern wir uns gegenseitig?”
So werden wir ganz schnell feststellen, dass Gott das mit Absicht gemacht hat, dass wir uns gegenseitig brauchen. Wir sind mehr voneinander abhängig als uns das manchmal lieb ist. Dabei hat es doch so viel Gutes. Es ist in Ordnung, wenn ich etwas mal nicht kann. Dafür gibt es bestimmt jemanden in meinem näheren Umfeld, der mir genau an dieser Stelle weiterhelfen kann.

Wenn du also in der nächsten Woche einmal soweit bist, dass dich jemand aufgrund seiner Eigenschaften aufregt, dann frag dich doch einfach einmal was dieser Mensch hat, das dich ergänzen könnte, weil du es nicht kannst. Versuch ihn positiven Augen zu sehen. Es kostet nichts und kann dein Zusammenleben verändern.

me

 

marcus

Ich - ein Engel?

21. April 2012

Ich brachte meine Tochter gestern Mittag nach Wicklesgreuth zum Bahnhof. Sie wollte mit ihren Freundinnen nach Nürnberg zum Shoppen fahren. Am Bahngleis mussten wir noch ein paar Minuten warten. Es war sehr kalt. Eine Frau sprach uns an, sie erzählte uns, dass der Zug um 11.05 Uhr, Richtung Neuendettelsau nicht gekommen ist und ob wir wüssten, was da los sei. Sie habe einen Arzttermin und hoffe nun, dass der nächste Zug kommt. Wir kamen ins Gespräch. Sie berichtete uns von ihrer Knieoperation und überlegte, wie sie wieder nach Hause komme, wenn auch da kein Zug fährt. Ich fragte sie, zu welchem Arzt sie müsse? Zum Orthopäden nach Neuendettelsau. Diesen Arzt kannte ich und ich bot ihr an, sie hin zu fahren. Ihr Gesicht erhellte sich und sie fragte, ob ich dies wirklich tun würde. Natürlich war dies ein ernst zu nehmendes Angebot von mir. Wir warteten noch bis der Zug kam, der meine Tochter nach Nürnberg bringen sollte. Der Zug kam, die Freundin rief aus der Tür und Selina stieg zu ihr ein. Ich ging mit der 73-jährigen Dame zum Auto. Sie musste langsam laufen, denn sie hatte ihre Krücken nicht dabei. Während der Fahrt zum Arzt konnte sie ihre Freude nicht bremsen. Sie sagte: „Wenn es mal nicht mehr weiter geht, dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her“, und meinte, ich sei ein Engel. Auch ich habe mich über die Begegnung gefreut. Wie sie mir danken kann, fragte sie. Ich sagte, sie soll einfach DANKE sagen. Und die nette Dame sagte beim Aussteigen, dass sie mich in ihren Gebeten einschließen werde. Wenn ich in den nächsten Tagen was Nettes erlebe, dann ist dies auf ihr Gebet zurück zu führen. Dies waren ihre Worte. Es tut gut, einem Menschen zu helfen. 

sw

Alexander

Nordkorea, die Lebensmittelhilfe der USA und die christlichen Werte von Europa

20. April 2012

Schagzeile Focus am 18.4.2012: Die nordkoreanische Regierung in Pjöngjang droht den USA mit Rache. Nordkorea kündigte Vergeltung an, weil die USA die Lebensmittelhilfen für Nordkoreas Bevölkerung eingestellt hatte.

Als kurz vor Weihnachten Kim Jong II starb, wurde sein jüngster Sohn Kim Jong Un Nachfolger in Nordkorea. Laut Presse verbrachte Kim Jong Un einige Jahre seiner Ausbildung in Europa. Das Europa, was wir kennen, ist geprägt von christlichen Werten wie Fürsorge und der Akzeptanz des Nächsten. Nur durch diese christlichen Werte konnte sich unser Kontinent zu dem entwickeln, was er ist.

Warum nur schicken Väter ihre Kinder nach Europa/ USA in die Ausbildung, wenn sie zeitgleich diese christlichen Werte und die Religion verfolgen? Für mich passt das nicht zusammen. Warum nur nimmt dieses Land die Lebensmittelhilfe eines christlich geprägten Landes wie den USA an, obwohl es die Christen im eigenen Land der Reihe nach umbringt?
cdj

claudia

iPad umsonst

19. April 2012

Seit einigen Tagen beschäftigen mich zwei Worte: geben und nehmen. Nicht in dem Sinne, wie man sie meist benutzt: Wer nimmt, muss auch geben. Sondern so, wie es in dem Lied "Blessed be" besungen wird. 

Ich habe vor etwa einem Jahr ein iPad gewonnen. Die Freude war riesig, ich konnte es nicht wirklich realisieren, bis ich es dann wirklich in der Hand hielt. Einfach so, umsonst.

In dieser Woche musste ich dann feststellen, dass es auf ominöse Weise seinen Geist aufgegeben hat. Nachdem ich es lange nicht benutzt habe, geht es einfach nicht mehr an, selbst mit externer Stromzufuhr nicht.

Die erste Reaktion sollte wahrscheinlich sein: Warum?! Das Gerät, das mir viel Freude gebracht, mich in der Uni unterstützt hat und in dessen Apps ich einiges an Geld gesteckt habe, ist einfach- kaputt?! Das hab ich nicht verdient, Gott!

Doch mein erster Gedankengang war merkwürdigerweise erst der zu besagtem Lied. Ich hab es nicht verdient, das iPad zu gewinnen. Womit also, dass es ganz bleibt? Gott gibt, Gott nimmt. Ich weiß, dass er mich versorgt und dass das Nehmen und Geben in einem Gleichgewicht bleibt, das mir nicht schadet.

In der Bibel kann man die Geschichte von Jona lesen, der in der gleißenden Sonne vor der Stadt Ninive sitzt. Gott lässt ihm einen Schattenspender in Form einer Pflanze wachsen. Nachdem sich Jona kurz daran freuen konnte, war sie eines Morgens einfach wieder verdorrt. Du kannst dir vielleicht denken, wie er darauf reagiert hat?!

Suche doch mal in deinem Alltag nach angeblichen Ungerechtig- und Selbstverständlichkeiten, die du sonst nur einseitig betrachtest. Steckt vielleicht irgendwo ein Ausgleich oder etwas Unverdientes darin?

ak

Alexander

Jesus- Freund für´s Leben oder Bruder?

18. April 2012


Das erste Mal höre ich diese Bezeichnung "mein Freund Jesus" in einem Lebensbericht von einem chinesischen Christen. Interessanterweise ist diese Beschreibung einer Beziehung zu Jesus Christus immer noch selten. In der Regel sprechen Christen von Jesus, Jesus Christus, dem Messias, und fügen keine persönliche Beziehungsbeschreibung hinzu.

Manchmal kommt noch mein Bruder Jesus zum Tragen. Diese Beschreibung der Beziehung zu ihm würde ich wohl für mich in Anspruch nehmen. Jesus ist für mich wie mein größerer Bruder. Er hat für mich immer wieder die Kohlen aus dem Feuer geholt. Er hat Dinge in meinem Leben grade gezogen und vor allem und das ist für mich elementar, er ermöglicht es mir, mich hinter seinem Rücken zu verstecken. Er sorgt dafür, dass meine Beziehung zu meinem Vater im Himmel passt. Habe ich etwas angestellt, dann biegt er es auch in Bezug auf meine Beziehung zu meinem Vater wieder gerade.

Wahrscheinlich ist es genau die gleiche Beschreibung, die andere verwenden, wenn sie versuchen zu erklären warum Jesus ihr Freund ist. Es ist möglich, dass Männer diese Beschreibung für einen Freund eher wählen. Liegt sie doch in der Beziehung einfach näher. Ich frage mal kurz meinen Mann was er dazu sagt... Hier sein eAntwort: Freund trifft besser, Bruder nicht.

Je länger ich darüber nachdenke um so mehr komme ich zu der Überzeugung, dass es wohl wirklich ein Geschlechterunterschied sein muss. Frauen sehen in Jesus Christus ihren Bruder und Männer einen/den Freund. Dabei ist es eigentlich ja völlig egal, Hauptsache es gibt eine (positive) Beziehung.

cdj

claudia

Tipps zur Beziehungspflege

16. April 2012

Beziehungen sind wichtig. Für viele stehen diese bei Umfragen an erster Stelle. Alle reden davon und darüber. Doch irgendwie beschleicht mich immer mehr das Gefühl, als würden wir lieber darüber reden, als Beziehungen wirklich pflegen.

Sowohl Freunde als auch Familienangehörige leider an einer Art Dauerstress. Nie haben sie Zeit, Besuche sind selten und meistens kürzerer Natur. Kommen dann noch Kinder dazu, wird die Situation noch spannender. Dabei ist uns allen klar, dass Beziehungen gepflegt werden wollen. Doch was machen die nur falsch?

Eine Freundin sprach davon, dass auch Beziehungen Ballast sein können. Er drückt und engt ein, dabei wäre aufräumen sinnvoller. Wenn das so ist, dann gibt es Potential zum Optimieren. Vielleicht gibt es auch in deinem Leben Beziehungen die auf Eis gelegt werden sollten. Nicht alles tut uns selbst gut und ist sinnvoll.

Manchmal langt aber schon einfach ein bisschen weniger. Auch mit nur einem Telefonat pro Woche mit Freund/in ist es möglich zu überleben. Auch wenn manche Frau sich ein Leben ohne ihre beste Freundin gar nicht vorstellen kann.

Bei uns ist es wohl eher umgekehrt. Wir haben einen kleinen Kreis von Freunden. Wir schätzen uns gegenseitig und trotzdem kann es mal vier Wochen überhaupt keine Gespräche zwischen uns geben. Wenn wir uns allerdings hören und sehen, dann ist die Zeit immer sehr schön und entspannt.

Beziehungen sind Momente in denen wir entspannen können, weil wir uns wohl fühlen. Dies ist die Basis einer jeden Beziehung.
cdj

claudia