Manna

Mehr Zeit für Schönheit

14. Dezember 2014, marcus - Mannablog

In der Hektik des Alltags bleibt die Zeit für Schönheit oft auf der Strecke. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Vergangene Woche auf dem Nachhauseweg von der Arbeit musste der Strassenverkehr richtig um meine Aufmerksamkeit buhlen. Links neben ihr befand sich ein atemberaubend schönes Sonnenuntergangspanorama, das die Berge und Wälder samt Wolkenmeer in ein kräftiges, rosafarbenes Panorama verwandelte. In solchen Situationen würde ich am liebsten mitten auf der Straße anhalten, aussteigend und auf die nächstgelegene Wiese gehen um den Anblick zu genießen. Denn meistens sind diese wunderschönen Momente nicht von langer Dauer, nach etwa einer Viertelstunde ist das Phänomen meistens wieder vorbei.

In solchen Momenten wird mir dann wieder bewusst, wieviele schönen Momente wir jeden verpassen, weil wir einfach zu beschäftigt sind. Tausend Dinge auf unseren To-Do-Listen haben unsere Aufmerksamkeit den ganzen Tag fest im Griff und verstecken eine Welt voller Wunder um uns herum.

Wenn Du Dich in meinem Erlebnis wiederfinden kannst, dann wünsche ich uns beiden vier Dinge. Ein klein wenig mehr Zeit. Gutes Zeitmanagement. Offene Augen für die Schönheit und die Wunder unserer Welt. Und die Ruhe diese richtig genießen zu können.

Das Bild ist übrigens in der Situation entstanden. Es ist nicht wirklich schön, aber es zeigt meiner Ansicht sehr gut unser Problem. Keine Zeit für die Schönheit.

Sonnenuntergang an der Hauptstraße.
Sonnenuntergang an der Hauptstraße.

Rückblick - Es ist Freitag und die Woche neigt sich zu Ende

12. Dezember 2014, claudia - Mannablog

Quelle: Saul aus Puebla, CC0 Public Domain, Pixabay

Es ist Freitag und die Woche neigt sich zu Ende. Zeit sich zu erinnern. Was war eigentlich diese Woche?

Diese Woche ist Lukas in seine Weihnachtsferien aufgebrochen. Erst hat er 14 Tage FSJ Schulung in Oberbayern und danach sofort Ferien. Es ist doch erstaunlich, wie schnell ich mich daran gewöhnt habe, dass er hier arbeitet und lebt. Plötzlich ist das Haus ein ganzes Stück leerer. Keiner da, der am Nachmittag um 15 Uhr auftaucht und "Kaffee" ruft. Doch nicht nur das. Lukas sorgte auch dafür, dass der Manna Blog nicht vergessen wird. Nun ist Lukas bis zum 6.1. weg. Es ist also keiner da, der erinnert.

Dann war da noch meine Entdeckung des zweiten Postfaches in Facebook. Zu meiner Freude hat Veronika geantwortet. Sie hat mir zugesagt Material für ein Manna zu liefern. In dem Manna Blog wollen wir ihre Arbeit in Stuttgart vorstellen.

Im Rahmen einer Recherche habe ich einen guten Autor gefunden, nur hatte sein Blog keinerlei Kontaktaufnahmeformular. Bis jetzt hat er mir in Facebook leider noch nicht geantwortet. Vielleicht kennt er ja dieses zweite Postfach genauso wenig, wie ich vor kurzem noch. 

Unser Büro ist etwas weihnachtlich geworden. Wobei es ein sehr angepasstes Weihnachten ist. Im Erzgebirge, meiner Heimat, wäre die Deko nicht so dezent und zurückhaltend. Gelegentlich vergesse ich sogar eine Räucherkerze für den Räuchermann zu entzünden. 

Doch jetzt ist erst einmal Wochenende und Pause. Wir gehen in einen Tag ohne Arbeit. Schon alleine das hier nieder zu schreiben klingt herrlich verheißungsvoll. 

Wir wünschen dir auch einen arbeitsfreien Tag an diesem Wochenende.


Keine Angst mehr

10. Dezember 2014, claudia - Mannablog

Quelle: Brigitte Werner, CC0 Public Domain, Pixabay

Manchmal hören, lesen und sehen wir etwas eine gefühlte Ewigkeit lang. Wir kennen den Inhalt und wir wissen um die Bedeutung dessen, denn so wurde es uns erzählt. Doch dann macht es eines Tages klick und plötzlich ist das Wissen in unser Herz gerutscht. So ist es mir gestern gegangen. 

Es geht um unseren Tod. 

Der Text den ich gelesen habe erzählt von einem Gegenspieler, der uns Menschen vernichten will. Dabei sind wir für ihn nur ein Mittel um Gott eines auszuwischen. Er will so viele Menschen wie irgend möglich vernichten. Dieser Gegenspieler weiß, dass Gott jeden einzelnen Menschen sehr liebt.

Dieser Gegenspieler ist schuld daran, dass wir Menschen den Tod erleiden. Weil Gott uns Menschen so sehr liebt, entwickelte er einen Plan zur Rettung für uns. 

Gott will nicht das wir sterben. Er möchte uns leben schenken in Fülle, Wachstum ohne zeitliche Begrenzung. Deshalb opferte Gott einen Teil von sich selbst, um diesen Gegenspieler zu besiegen. Das war nötig, weil es der einzige Preis war der akzeptiert wurde.

Die Konsequenz daraus, ist das Geniale. Wir Menschen sind vom Tod befreit und werden ihm nicht verfallen. Wir brauchen keine Angst vor dem Tod mehr zu haben, denn jeder der dieses Geschenk für sich selbst in Anspruch nimmt wird leben. 

Der Gegenspieler will mit Angst über uns herrschen. Doch diese Macht ist gebrochen.

Wir sind frei, um zu leben. 

Das ist es, was mir gestern in mein Herz hinein rutschte. Es geschah einfach so, wie das halt mit Geschenken so ist. 


mein schöner Blog

10. Dezember 2014, claudia - Mannablog

Quelle: mariamarinb, CC0 Public Domain, Pixabay

Heute Nachmittag habe ich zwei Versionen eines Blogs über das Thema Tod geschrieben. Doch selbst bei der zweiten Version blieb der Text einfach sperrig. Er wollte einfach nicht zu einem verständlichen Blog werden.

Nun habe ich Alex nach seiner Meinung gefragt. Er stellte mir, nach seinem hören, die Gegenfrage: Was willst du damit erreichen? Meine Antwort war: Erzählen das man keine Angst vor dem Tod haben muß. Es gibt so viele Menschen die davor große Angst haben und alles mögliche tun, damit sie weg geht. Dabei müssen sie doch keine Angst haben. 

Aber wie erkläre ich das in einfachen Worten? Diese Antwort habe ich noch nicht. 


Post in der Kategorie "Sonstiges"

09. Dezember 2014, claudia - Mannablog

Eine Art Bedienungsanleitung, wenn die Post ausbleibt

Ich muß mich wohl schämen! Nun ich gebe zu, dass ich kein gigantisch intensiver Facebook Nachrichten Produzent bin. Allerdings nutze ich Facebook als einfaches Kommunikationstool, zum Austausch von Kurznachrichten. Doch hier der Reihe nach.

Ein Blick in die Statistik meines Facebook Kontos sagt mir, dass ich seit Februar 2009 ein Konto besitze. Wahrscheinlich war es eine Vorbereitung für die Entstehung von dejongsblog.de

In meiner gefühlten Eigeneinschätzung gibt es nicht so sehr viele Beiträge von mir,  außer dem Beitrag für den Blog. Der über vier Jahre hinweg täglich kam. Ein paar Beiträge von anderen werden weiter verteilt oder geliked. Es wird zum Geburtstag gratuliert und kommentiert. Das war`s schon.

Der Schwerpunkt liegt in den privaten Nachrichten und das wo ich doch eigentlich zur Generation der Telefonierenden gehöre. Die Begründung dafür ist einfach. Frau sitzt am Rechner, das schreiben der Nachrichten geht schnell und du erreichst eine sehr große Gruppe von Freunden und Familienmitgliedern auf einfache Weise. Irgendwann hatte ich mir dann eine offene Facebook Seite angewöhnt und die Anzahl der Gespräche nahm zu.

Nachrichten im Postfach "Sonstiges"

Trotzdem dauerte es über 5 Jahre, bis ich bei den privaten Nachrichten einen zweiten Ordner entdeckte. Dabei muß ich Jens Hendrick danken. Er ist Blogger und ihn suchte ich zu erreichen. Als ich meine Nachricht an ihn abschickte, erzählte mir Facebook das meine Nachricht in seinen Ordner "sonstiges" wandert, da wir nicht befreundet seien.

Nach der Nachricht fand ich diesen Ordner mit Namen "Sonstiges" bei mir neben dem Postfach recht schnell und war ganz erstaunt, dass auch bei mir Nachrichten dort drin sind und auf Beantwortung warten.

Doch mit der Entdeckung dieses Ordners wurde mir auch klar, warum manch andere Kontaktaufnahme scheiterte. Es scheint nicht nur mir so zu gehen, dass ich den Ordner mit der Beschriftung "Sonstiges" nicht wahr nehme. 

Deshalb hier an dieser Stelle meine Entschuldigung. "Sollte eine Nachricht an mich auf diesem Weg nicht beantwortet worden sein, bitte ich um erneute Zustellung. Vielen Dank" 

Allen denen es auch so geht wie mir, wünsche ich viel Spaß beim entdecken und lesen.


Motivation ist Bunt

08. Dezember 2014, claudia - Mannablog

Was uns motiviert und zu was?

Wie sieht Motivation für dich aus? Als ich heute auf der Suche nach einem Bild war, erstaunte mich die Vielfalt und die großen Unterschiede bei den Bildern. 

Was ist Motivation?

Schwarz - weiß oder bunt, komplexer Bildaufbau und ganz einfache Struktur. Allen diesen Bildern ist das Wort Motivation gemeinsam. 

Mittendrin viel mir der Spruch auf: "Make Things happen". Ist das Motivation? 

Der Pschyrembel definiert Motivation folgendermaßen: Die Gesamtheit der Beweggründe (Motive), die zur Handlungsbereitschaft führen, nennt man Motivation.

In einem Artikel gab es eine enge Verknüpfung zwischen Lust und Motivation. Inhaltlich ging es darum, dass Lust dafür verantwortlich ist ob man motiviert ist oder nicht. Hm, ich weiß nicht so genau. Als Erstes rebelliert mein Bauchgefühl bei dieser Verknüpfung, dann mein persönliches Erleben.

Schaue ich in das Leben von Menschen in meinem Umfeld, dann benötige ich das Wörtchen Lust nicht um Motivation zu empfinden etwas zu tun. Manchmal scheint es eher, als ob Lust und Motivation zwei gegensätzliche Pole sind.

Viel zu oft, hat meine Motivation mit Lust überhaupt nichts zu tun, sondern ist einfache intellektuelle Notwendigkeit. Meine Gedanken beschäftigt ein Thema und diese Auseinandersetzung motiviert mein Handeln.

Inzwischen habe ich festgestellt, dass man Motivation auch lernen kann. Ich weiß nicht genau, warum mir dabei Spock von Star Treck einfällt. Verantwortung und Fürsorge sind lernen wir von unseren Eltern kennen und übernehmen sie als Erwachsene in unser Handeln. Verantwortung und Fürsorge sind zwei sehr starke Element, in Bezug auf die Motivation. 

Es gibt eine sehr alte Geschichte von zwei Brüdern. Der Vater bat seine Söhne um Hilfe für die Arbeit. Der eine sagte "ja", aber er half nicht. Der Andere sagte "nein", ging dann aber doch hin und half seinem Vater. Der Sohn half seinem Vater aus Liebe und Zuneigung.

Und prüfe 

Gerade hatten wir Kinderbesuch bei uns im Büro. Das Mädchen erzählte uns von ihren Freundinnen. Sie würden sie manchmal überreden, dass sie etwas tut was sie eigentlich nicht möchte. Ist doch erstaunlich. Es geht kleinen Mädchen wie großen Erwachsenen. Die Mittel werden mit dem Alter immer subtiler, aber das Ziel einen Menschen in eine bestimmte Richtung zu motivieren bleibt.

Nicht umsonst, werden wir immer wieder daran erinnert unsere Motivation selbst zu überprüfen. Die Anregung zur Motivation kann von außen kommen, doch ob es eine Motivation zum Handeln darstellt entscheiden wir Menschen für uns alleine. 

Das Ergebnis unserer Motivation

Wie auch immer Motivation für dich aussieht und was auch immer der Grund ist, wichtig ist die Tat. Erst dann hat die Motivation ihr Ziel erreicht. An der Tat zeigen sich die Beweggründe unserer Motivation. Die Tat offenbart, wovon wir motiviert sind. 

Am Einfachsten ist es, wenn Liebe und Zuneigung unser Handeln motivieren. Was gibt es schöneres?


Ich bin gut vorbereitet. Oder doch nicht?

06. Dezember 2014, marcus - Mannablog

Ich bin gut vorbereitet. Oder doch nicht?

Vorbereitung auf den Winter: Loipe. (c) Marcus Eitzenberger
Vorbereitung auf den Winter: Loipe. (c) Marcus Eitzenberger

Im Leben gibt es eigentlich nichts, was nicht zumindest etwas Vorbereitung benötigt. Wer gut vorbereitet ist, braucht nichts zu fürchten. Oder?

Morgens um sechs Uhr klingelt der Wecker. Aufstehen, erstmal Toilette, dann duschen, anziehen und Zähne putzen. Klingt recht einfach, hat aber einiges an Vorbereitung gebraucht, wenn man mal genauer drüber nachdenkt. Erstmal musste initial ein Wecker gekauft werden oder ein Handy mit Wecker vorhanden sein. Für die Nutzung der Toilette muss die Miete und / oder Wasserrechnung gezahlt worden sein, fürs Duschen ebenso. „Warmduscher“ haben noch mehr Vorbereitung, die müssen sogar die Heizkosten im Blick haben. Damit man sich anschließend anziehen kann, muss irgendjemand einem vorher auch ein paar Hosen, T-Shirts oder ähnliches besorgt haben. Selbiges gilt natürlich auch für Zahnpasta und -bürste. 

Ohne Vorbereitung geht nichts

Das anfangs erwähnte Beispiel klingt natürlich etwas an den Haaren herbeigezogen und ist es im Alltag ja auch. Niemand muss sich ernsthaft auf das „Aufstehen“ am nächsten Tag vorbereiten. Was uns aber bei allen diesen simplen, alltäglichen Tätigkeiten meist nicht bewusst ist: wir können diese Dinge bereits auswendig, sie sind bereits zur Gewohnheit geworden, ein Teil unserer selbst. 

Andere Ereignisse oder Tätigkeiten müssen auf der anderen Seite sehr genau geplant und vorbereitet werden – egal ob es sich hierbei um Schulprüfungen, Geburtstagsfeiern, Heiratsanträge, Hochzeiten, Streitgespräche oder sonstiges handelt. Wer nicht vorbereitet ist steht so gut wie nackt da und meistens wird es dann ziemlich peinlich.

Wissen was kommt

Wer gut vorbereitet sind will muss als Erstes einmal wissen, was auf ihn zukommt, zumindest grob. Wer eine Feier macht muss in etwas wissen, wie viele Leute kommen, damit genügend Sitzplätze vorhanden sind und das Essen reicht. Wer sich auf eine Prüfung vorbereitet muss in etwa wissen, was er lernen soll, damit der Lernstoff überschaubar ist.

Erfolg im Leben

Wer also Erfolg im Leben haben möchte sollte gut darauf vorbereitet sein. Auch in diesem Fall zählt also das Sprichwort „Wissen ist Macht“. Das Leben ist eine spannende Sache und hält immer wieder Überraschungen für uns bereit. Wenn wir allerdings von den Erfahrungen anderer lernen und möglichst viel über das Leben wissen, können wir viel entspannter in die Zukunft blicken. Ich möchte hiermit also dich und mich dazu ermutigen, uns gut auf unser Leben und die Dinge die uns begegnen vorzubereiten.

Fest an der Hand

Natürlich kann man sich nicht auf alles perfekt vorbereiten. Allerdings gibt es eine Sache, die jeder machen kann ohne viel Wissen zu haben über das was kommt: Auf Gott vertrauen. Gott bereitet nämlich auch vor. Erstens seinen Plan für diese Welt in der wir Leben und zweitens für jeden eine Wohnung in der zukünftigen Welt. Wenn wir unsere Hand in seine legen, dann hält er uns fest, egal was kommt.


Sich dessen erinnern

05. Dezember 2014, gastbeitrag - Mannablog

Foto: David Mark, CC0 Public Domain, Pixabay

Der Himmel ist himmelweit
von der Erde entfernt.
Distanz ist gewollt.

Eine Himmelsleiter?
Gute Handwerker
könnten sie basteln;
aber: wo anlehnen?

Der Weg von oben nach unten -
zwar nicht gefahrlos -
wurde schon lange in Gang gesetzt.

Es wäre fatal,
die Geburtsstunde
dieses Geschehens zu vergessen.

Josef Butscher

Mehr Gedichte gibt es in Wachsen in der Liebe zu finden. 


Mein Dank

04. Dezember 2014, claudia - Mannablog

Vor zwei Tagen musste ich am Abend noch schnell einkaufen. An der Kasse bei Edeka war ich dann erst einen kleinen Moment enttäuscht, um danach spontan beschenkt zu werden.

Schaue ich in die Nachrichten und höre ich vielen Menschen in meinem weiteren Umfeld zu, entdecke ich eine recht graue und triste Welt. Die Menschen sind nicht mehr höflich, freundlich und denken nur an sich selbst, so klingt es immer wieder an mein Ohr.

Die Liste der Klagen über die Unzulänglichkeiten von uns Menschen ließe sich hier noch weiter ergänzen. Doch ich glaube, dass ich mir das sparen kann.

Vor zwei Tagen war ich einkaufen. Ich brauchte nur Zuckerrübensirup und sonst nichts. Also rein in den Edeka, gesucht und gefunden. An der Kasse gab ich mein Kleingeld an die Verkäuferin um zu merken, dass ich mich um 10 Cent verrechnet hatte. Als ich den Rest in Cent dazu legte, fehlte ein Cent. Ich fand das uncool, weil ich dann mein Kleingeld behalten würde und noch Neues dazu bekommen. Mit einem kleinen enttäuschten Ausruf, hob ich meinen Kopf und murmelte mein Enttäuschen über den einen fehlenden Cent in ihre Richtung. 

Doch die Verkäuferin reagierte gelassen und professionell freundlich. Für mich unerwartet kam die Antwort: "lassen sie den einen Cent stecken, das passt schon." Noch während die Verkäuferin sprach, kam von dem hinter mir an der Kasse stehenden Mann ein Cent, einfach so. Er schaute einfach freundlich und gut. 

In dem Moment fühlte ich mich ein klein wenig wie in einer heilen Welt. Es ist also nicht nur grau und jeder denkt an sich. Es gibt Menschen, die einander helfen, ohne einander zu kennen und etwas dafür zu erwarten. 

VIELEN DANK!


"Vergiss nicht, wer der wahre Feind ist!"

03. Dezember 2014, Mannablog

Foto: OpenClips, CC0 Public Domain, Pixabay

Vielleicht kennst du solche Tage, wo du das Gefühl hast, jeder, den du triffst, hat irgendwas gegen dich. Da kommen dann so Kommentare von uns wie "Jetzt hack du auch noch auf mir rum!" und wir versichern uns selbst, dass wir mit unserer Einschätzung richtig liegen.

Viele Missverständnisse können ja allein durch nonverbales Verhalten ausgelöst werden und sowas finde ich persönlich ziemlich blöd. Klar kann man zu der Person gehen und fragen, ob man richtig liegt. Auf der anderen Seite muss die Person auch selbst damit zurecht kommen, weil es erstmal bei ihr begonnen hat und vielleicht niemand anderen betrifft, sondern nur ihr Innenleben. Und letztendlich hat jeder das Recht zu mögen, wen er mögen will.

Menschen sind meiner Meinung nach trotzdem manchmal echt schwierig. Ich verstehe den Autoren von Psalm 84, der sagt, dass er lieber einen Tag in den Tempelvorhöfen Gottes verbringen möchte als tausende in Gesellschaft von Menschen, mit denen er nicht auskommt - salopp gesagt. Ich verstehe, warum einige Atheisten genervt sind von den heuchlerischen Worten von Christen, die vorgeben sich an Gottes Wort halten zu wollen, sich dann aber auf den Worten ausruhen und lieber in authentische Lieblosigkeit verfallen als sich wirklich um andere zu bemühen. Ich selbst habe daran immer wieder zu knabbern und bin selbst oft nicht besser und das macht mich traurig.

Es gibt einige Gründe dafür, warum wir so sind. Einer wird sein, dass wir als Christen den Fokus auf Gott verlieren und vergessen, dass wir bei IHM alles bekommen, dass wir uns nicht von Umständen unseren Tank auffüllen lassen sollen. Mangeldenken kann so viel kaputt machen! Stell dir vor, du gehst in den Tag als ein Mensch, der sich benachteiligt fühlt - du wirst Leute nicht aufbauen, sondern unterbuttern, dich zurückziehen, gereizt sein u.ä. Ein Mensch dagegen, der sich davon ablöst und dankbar ist für einfach alles, was Gott ihm gibt, der kann davon abgeben, der hat keinen Grund immer in seine eigene (Emotions- und Ego-)Tasche zu wirtschaften.

Außerdem fehlt uns vielleicht oft das Bewusstsein dafür, dass wir einen Namen zu verteidigen haben. Jesus. Dieser Jesus lebt in uns und wir ruhen uns gemütlich auf UNSEREM Titel 'Christ' aus, anstatt praktische Liebe zu leben? Da läuft doch was falsch! Lasst uns nicht unsere Wunden lecken, sondern Liebe üben, die diese Selbstbezogenheit und die Schwächen der anderen überwindet. Ja, ÜBEN.

Ich habe neulich den zweiten Teil der "Tribute von Panem"-Filme gesehen. Echt ein guter Film und er enthält einen Satz, der mir bei diesem Thema passend erscheint: "Vergiss nicht, wer der wahre Feind ist!"

Vergiss nicht, dass wir gegen Sünde, Tod und Teufel kämpfen. Oder besser, dass Gott in uns kämpft. Nicht Menschen sind unsere Feinde, sondern die Mächte, die uns gegeneinander aufbringen wollen, die Verletzungen hervorrufen, die Missverständnisse schüren und Mangeldenken füttern. An dieser Stelle muss ich mich selbst entschuldigen für die Momente in meinem Leben, in denen ich Menschen die Schuld gegeben habe für meine Misere oder mein "blödes Gefühl", für Missverständnisse, denen ich lieber auf den Leim gegangen bin statt sie ausräumen zu lassen. Ich weiß, es braucht Geduld mit Menschen zusammen zu leben. Ich hoffe, ich kann sie aufbringen und meine Mitmenschen mir gegenüber auch. Danke. Ansonsten sind Menschen nämlich auch ganz ganz wunderbar. :)


To top

Nach oben