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Der Blick in den Mikrokosmos

20. Juli 2014, marcus - Mannablog

Der Mikrokosmos der Schnittlauchblüten.
Der Mikrokosmos der Schnittlauchblüten.

Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, kann der Blick viele faszinierende Dinge entdecken. Bis in den Mikrokosmos hinein steckt unsere Welt voller Detailreichtum.

Gestern lag ich bei schönstem Sonnenschein daheim im Gras und lies mir die Sonne auf den Pelz brennen. Gegen Abend erst, versteht sich, ich will ja keinen Sonnenbrand bekommen. Auf meiner Decke liegend wanderte mein Blick über das Gras hinweg und folgte meinen Gedanken auf eine kleine Reise durch den Mikrokosmos.

Eine Welt in der Welt

In der Froschperspektive sieht ein ganz normaler Garten aus wie ein Meer voller andersartiger Bäume und Sträucher. Endlose Weiten an Grasdschungel erstreckten sich gefühlt fast bis zum Horizont und haben mich neugierig gemacht. Den Blick auf die Grashalme und Kleeblüten direkt vor mir gerichtet, spielte sich vor meinen Augen das blühende Leben ab. Erst fielen mir nur die etwas größeren Käfer auf, die auf den riesigen Halmen auf- und abkletterten, ohne dabei großartig Pausen einzulegen. Je länger ich die filigranen Blüten angeschaut habe, desto mehr sind mir immer winzigere Lebewesen aufgefallen, mit dem bloßen Auge kaum mehr zu erkennen. Perfekte, mikroskopisch kleine Fliegen mit noch kleineren Flügeln bewegten sich zwischen den Haaren der Blütenstengel. Egal wie klein ein Wesen ist, es gibt wohl immer noch eines das eine noch geringere Größe vorzuweisen hat.

Der volle Überblick

Als ich so in der Sonne lag und dem quirligen Lebenswandel der Insekten zugeschaut habe, wurde mir bewusst: die kleinen Kerle haben wahrscheinlich überhaupt keine Ahnung, dass sie von mir beobachtet werden. Gerne hätte ich gewusst, was in ihnen so vorgeht, wie ihre „Gedanken“ eigentlich so aussehen oder ob sie überhaupt so etwas wie Gedanken haben. Außerdem wurde ich mir meiner Übermacht bewusst, mit der ich alles Mögliche mit ihnen hätte anstellen können. Eigentlich muss es mit Gott irgendwie ähnlich sein. Er ist so groß, und trotzdem hat er auf unserer kleinen Welt alles im Überblick. Egal wie klein etwas ist, sein Auge sieht es trotzdem. Und im Gegensatz zu mir weiß er genau was in seinen Geschöpfen so los ist. Trotz seiner Macht und Größe würde er diese niemals aus Willkür gegen uns verwenden, denn sein Herz fühlt mit unserem.

Du und Ich zur selben Zeit im Fokus

Eine weitere Sache, die ich mit meinen Insekten nicht hinbekommen habe ist, ihnen allen gleichzeitig zuzusehen. Meine Aufmerksamkeit konnte ich immer nur auf einen gewissen Bereich im Gras vor mir lenken. Gott kennt eine solche Einschränkung nicht. Du und Ich müssen nicht nebeneinander im Gras sitzen, damit er sich gleichzeitig um uns beide kümmern kann. Du musst nicht zu mir in die Nähe von Rosenheim kommen, damit du etwas von seiner Aufmerksamkeit abbekommst. Wo Du auch bist, Gott kann sich um uns beide gleichzeitig kümmern – und noch viele Menschen mehr.

Wenn Du das alles eigentlich total unglaublich findest, dann bist Du hier in bester Gesellschaft. Dennoch ist es wahr, Gott unterliegt nicht den Einschränkungen, die uns als Menschen zu schaffen machen. Und er begibt sich gerne auf unsere Ebene, um uns zu zeigen, dass er uns versteht und zu uns hält. Wie sonst hätte er als Mensch auf dieser Welt vor mehr als zweitausend Jahren so viel Gutes tun können. Wenn Du also das nächste mal die Welt um dich herum genauer inspizierst, dann denk daran: Gott ist Dir auch ganz nah und kümmert sich um Dich, auch wenn Du das vielleicht nicht immer merkst.


Was für ein Traum für die Sinne

30. April 2014, claudia - Mannablog

Ich liebe Blumen. Das läßt sich noch steigern von Blumen die einen angenehmen Duft verbreiten. Blumen die nur schön aussehen aber keinen Eigengeruch haben empfinde ich als unvollkommen.

Derzeit ist bei uns ein wahres Fest für die Sinne. Nicht nur die Augen sehen wunderbare und sehr kreative Farben. Die Pflanzen lassen sich anfassen und befassen. Was noch schöner ist, die Blumen in unserem Garten sind zum riechen schön. 

Dabei sind sie doch auch wie mancher Mensch. Der angenehme Duft ist aus einem Meter Entfernung angenehmer und lieblicher als wenn man direkt seine Nase rein hält. 

So geht es mir mit unserer Paeonie auch. Sie ist ein Traum, in jeder Hinsicht! Doch am schönsten ist sie aus einem Meter Entfernung. Weil sie so schön ist musste ich die Fotos unbedingt mit dir teilen.


Thermorosen

24. Mai 2012, Mannablog

Das erste Mal habe ich Rosen geschenkt bekommen ? rot, voll in der Blüte, einfach wunderschön! Zu sechs Monaten Beziehung, für jeden Monat eine.

Ich hab mich total gefreut, als mein Freund damit bei mir vorbeikam. Besonders, weil ich echt nicht damit gerechnet hätte. Blumen lassen das Herz von so mancher Frau höher schlagen ? warum eigentlich?!

Vielleicht, weil sie so etwas Lebendiges haben, weil man sie pflegen muss, weil sie mit ihrer Farbigkeit Lebensfreude ausstrahlen und einfach mit ihrer Schönheit einen Raum positiv beeinflussen. Und vermutlich auch aufgrund ihrer symbolischen Bedeutung in unserer Kultur. Rosen, Liebe, na klar.

Ich stand mit den tollen Gewächsen erst mal unschlüssig im Raum herum ? noch überrascht, fasziniert von dem tollen Rot und ? mir klar werdend, dass ich keine Vase habe. So was sollte man vielleicht doch mal da haben, aber als Student besitze ich neben Kunstblumen eh nur eine Grünpflanze.

Mein Blick fiel auf einen Tonblumentopf, in dem eine dieser Kunstblumen ihr Dasein fristet. Aber schon bald konnte ich feststellen, dass die Rosen hoffnungslos zu lang waren. Also kam die Schere zum Einsatz. Ein paar Blätter ab ? aber immer noch keine Idee, wie es weitergehen sollte.

In meine afri cola- Flasche passen keine sechs Rosenstängel, auch wenn das wahrscheinlich ganz fash aussehen würde. Nein, meine Wahl fiel notgedrungen auf meine Thermoskanne.

In einem Rausch des Gruppenzwangs hatte ich die mir noch in Schulzeiten gewünscht- als alle damit ihren Kaffee und Tee in die Schule mitbrachten. Seitdem steht sie eigentlich ungenutzt herum und staubt ein.

Und ? ich mag den Anblick! Die Rosen strecken sich aus der Kanne in ihren kräftigen Farben wie aus einer metallisch glänzenden Kunstinstallation. Macht sich in meiner Wohnung super! ;)

Ich denke, viele Dinge muss man auch an sein Leben anpassen. Oder das Leben passt sich an die Umstände an. Die Rosen wurden beschnitten, der Charakter von uns Menschen wird beschnitten.

Wir haben vielleicht nicht die tollste Vase und passen vielleicht nicht perfekt in unser Umfeld, aber unser Umfeld und wir selbst werten sich gegenseitig auf und bringen die Schönheit und den Sinn, die Gott in beides gelegt hat, zum Vorschein.

Auch mal wieder Lust auf eine Tasse Kaffee aus der Thermoskanne? Oder doch lieber auf die Rosen?

ak

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