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mein persönlicher modobonum Jahresrückblick

31. Dezember 2017

Chaos und Struktur

Blicke ich in dieses Jahr zurück, dann sieht es auf dem ersten Blick nach einer leichten Orientierungslosigkeit, gepaart mit Chaos aus. Bei modobonum, nein besser gesagt, im Leben von uns allen ging es etwas drunter und drüber.

Vor langer Zeit habe ich die Chaostheorie kennen gelernt. Diese besagt, dass auch hinter einem scheinbaren Chaos ein Ordnungssystem steht. Diese Theorie wurde damals getestet, um das Phänomen des plötzlichen Herztodes zu erforschen. Ich kann mich noch gut an die graphischen Darstellungen des Herzschlages in einem 3D Modell erinnern. Obwohl etwas scheinbar chaotisch und damit willkürlich ist, gibt es dahinter doch ein mathematisches Modell und damit klare Strukturen.

Schaue ich auf unseren Planeten und die Geschehnisse in diesem Jahr zurück, dann fühlt es sich so an, als ob unser Planet im Chaos versinkt.

Da gibt es die diversen Herrscher dieser Welt, die ihre Macht erhalten und ausbauen wollen. Es gibt eine Natur, die immer weniger berechenbar ist. Unternehmen bauen ihre eigenen Regeln und Gesetze, die Ungleichverteilung von Vermögen und Besitz nehmen zu, … .

Alles das macht die Welt nicht zu gerade zu einem sympathischen und lebenswerten Ort.

Doch mitten in diesem ganzen Chaos, gibt es Menschen die sich für andere einsetzen. Sie unterstützen Menschen die sie nicht kennen. Während wir im Alltag oft einen scheinbaren Rückgang von Fürsorge wahrnehmen bin ich mir nicht sicher ob das Objektiv betrachtet wirklich stimmt.

Seit den 90iger Jahren werden jedes Jahr neue Rekorde aufgestellt, beim Packen und Versenden von Kinderpaketen an Weihnachten. Die Sternstunden auf Bayern 3 haben in diesem Jahr an einem Tag über 7 Millionen Euro gesammelt. Eine syrische Flüchtlingsfrau hilft anderen Frauen dabei, Deutschland zu verstehen. Menschen laden Fremde zu einem gemeinsamen Weihnachtsessen ein, nur um ihnen eine Freude zu machen. Und so könnte ich die Liste weiterführen.

Brauchen wir Chaos damit Neues entstehen kann? Entdecken wir erst in Zeiten des Chaos, was wirklich wichtig ist. Dass wir einander brauchen und nur im Für- und Miteinander wirklich leben können? Jetzt wird es Zeit das scheinbare Chaos in diesem Jahr neu bewerten. Bei manchem Geschehen entdecken wir dann wohl doch mehr als nur Chaos. Wir entdecken neue Freunde und Menschen, die zu uns stehen. Wir entdecken, wie Verluste neu gefüllt werden. Ja, ich gebe zu, nicht immer wie ich es mir gewünscht habe. Aber ist es nicht meine Entscheidung, ob ein Glas halb voll oder halb leer ist?

Dankbarkeit und Neugier

Am letzten Tag dieses Jahres, blicken wir voller Dankbarkeit zurück. Dankbar, weil wir erlebten, wie ein persönlicher Vater seine Hand über unsere Familien gehalten hat. Dass wir leben, ist ein Geschenk, nein, es ist ein Wunder.

Blicke ich aus dem Fenster sehe ich bereits heute am Jahresende wie die Forsythie grüne Blätter bekommt. Bleiben die Temperaturen so frühlingshaft, wird die Forsythie bereits im Januar blühen. Auch wenn unsere Forsythie damit wohl 6 Wochen zu früh sein wird, freue ich mich an den austreibenden Blüten, an dem Neuen, das entstehen wird.

Und so blicken wir mit Zuversicht und einer großen Portion Neugier in das neue Jahr. Wann wird die Forsythie blühen? 

claudia

Vorfreude ist die schönste Freude - oder?

06. September 2014

Wer kennt nicht den Spruch „Vorfreude ist die schönste Freude“? Die Vorfreude soll schöner sein, als der Moment selbst, aber ist das wirklich immer so?

 

Sich auf etwas zu freuen ist meiner Meinung nach wesentlicher Bestandteil des Lebens. Die Vorfreude darauf, dass etwas Bestimmtes eintritt bedeutet, dass man die Zukunft im Blick hat und auf etwas hinarbeitet beziehungsweise –wartet. 

 

Vorfreude, aber auf was eigentlich?

Die Freude auf etwas zukünftiges kann verschiedener Natur sein. Man kann sich freuen, einen lieben Menschen endlich einmal wieder zu sehen, den wohlverdienten Urlaub in einem unbekannten Land endlich machen zu können oder den Lieblingsmusiker live zu erleben. Vielleicht ist es auch das neue iPhone, das am 9.9.14 vorgestellt wird, auf dass Du Dich freust oder irgendein anderes Objekt deiner Begierde. Egal was es auch immer sein mag – bereits die Vorfreude lässt in uns unglaubliche Motivations- und Glücksgefühle aufkommen.

 

Der große Moment ist da!

Das Kribbeln im Bauch und das Adrenalin, welches Dein Herz im schneller schlagen lässt nimmt stetig zu, bis er endlich da ist, der große Moment. Wenn Du dann endlich den Menschen im Arm hast, Deinen Fuß zum ersten Mal auf neuen Boden setzt, Deinen Musiker zum ersten mal aus nächster Nähe live erlebst oder dein iPhone aus der Verpackung schälst, dann weißt Du es ganz genau: Das ist der beste Moment überhaupt!

Allerdings dauert es meistens nicht lange, bis dieser erste Moment des allumfassenden Glücksgefühls einer etwas moderateren Stimmung platz macht. Meistens erfüllt sich die Vorfreude dennoch trotzdem und beschert einem viele weitere tolle Momente am Objekt der Freude. Sehr selten kommt es aber auch vor, dass das iPhone nur noch in der Ecke liegt und kaum beachtet wird oder man schon bald den Umstand beweint, dass man nicht das noch neuere Gerät hat.

 

Anhaltende Freude und Zufriedenheit

Langanhaltende Freude hat also auch etwas mit Zufriedenheit zu tun. Nur wer sich seine Wünsche gut überlegt und nicht ständig irgendwelche „unnötigen“ Dinge auf dem Schirm hat, der wird auch nach langer Zeit noch Freude an seinen Erlebnissen und Einkäufen haben. Genauso gehört an dieser Stelle auch Dankbarkeit mit zum Freude-Wohlfühl-Paket, damit dieses schöne Gefühl lange erhalten bleiben wird.

 

Das Beste kommt zum Schluß

Ob nun also die Vorfreude tatsächlich immer die schönste Freude ist sei dahingestellt, diese Frage muss jeder für sich von Fall zu Fall entscheiden. Aber eines weiß ich mit Sicherheit: Das Beste kommt erst noch. Denn anders als irgendwelche Sachen die wieder kaputt gehen und Beziehungen, bei denen man sich vielleicht wieder aus dem Auge verliert, hat Gott versprochen, dass er eine Lösung für unsere Sehnsucht parat hat, die ewig hält. Er hat versprochen, dass er, wenn diese Erde einmal zu Ende geht, er bereits mit Wohnungen an einem Ort auf uns wartet, den wir nie wieder verlassen müssen. Darauf dürfen wir uns jetzt schon freuen, aber eines ist sicher: 

 

Keine Vorfreude wird das Gefühl dieser einst eintreffenden Realität jemals übersteigen können.

marcus

Vorfreude

10. März 2013

Vorfreude ist etwas wirklich Schönes. Manchmal ist die Vorfreude sogar noch schöner als das Ereignis, das man voller Spannung erwartet. Wenn ich etwas intensiver darüber nachdenke, könnte es sogar sein, dass man manche Ziele einzig und allein wegen der Vorfreude hat. Ich kann mich noch sehr gut erinnern an die Weihnachtsabende, als ich noch ein Kind war. Wenn ich eine Vermutung hatte was ich bekommen könnte, dann habe ich mich schon Wochen vorher auf den Moment gefreut, an dem ich mein Geschenk in den Händen halten würde. Und es war ein richtiges Glücksgefühl, als es endlich soweit war. Doch dieses Glücksgefühl war einfach nicht bereit für immer in mir anwesend zu bleiben. Langsam aber sicher verschwand es.

Heute, als erwachsener Mann ist es immer noch genauso. Ich habe Vorfreude auf viele verschiedene Dinge. Momentan freue ich mich darauf, dass ich im Frühjahr einen Raum im Dachboden ausbauen werde und diesen dann für mich nutzen kann. Dort kann mein Zeug dann auch endlich mal liegen bleiben (im Gegensatz zum Rest der Wohnung). Ich freue mich auf das Audio-Interface, dass ich vorbestellt habe. Ich freue mich auf den Frühling und den Sommer und die Wärme, die er mitbringt. Und ich kann alle diese Dinge kaum erwarten. Das ist so, obwohl ich genau weiß, dass die extreme Freude abflauen wird und einer gewissen Art von „Normalität“ Raum machen wird, sobald das Ziel erreicht ist. Und das ist wahrscheinlich auch gut so. Wenn sich alle Freuden für immer festsetzen würden und kumulieren, dann würde ich wahrscheinlich irgendwann explodieren....
Die Tatsache, dass es nicht nur mir so geht, zeigt mir, dass wir Menschen so gemacht wurden. Wir sind dazu bestimmt, uns auf immer neue Sachen freuen zu können.

Ich weiß nicht auf was du dich gerade freust. Ich wünsche dir aber, dass du - selbst wenn du diese Sache dann bekommen hast - auch immer dafür dankbar sein kannst. Sei dir jeden Tag bewusst, dass alles ein Geschenk ist. Nichts ist selbstverständlich. Nimm dir jeden Tag Zeit, für das was du hast und für die Freude darüber zu danken. Es wird deinem Herz gut tun.

marcus

Jetzt - gesegnet und in Farbe

22. November 2012

Ich habe vor vier Jahren begonnen in Übermaß an Mitteilungsbedürfnis und gemeinsam mit einer Freundin einen Blog zu schreiben. Nach zwei Jahren und hunderten Einträgen war Schluss damit. Zum Einen wegen meinem Umzug und zum Anderen, weil das Ganze mehr oder weniger einer Witzesammlung von alltäglichen Begebenheiten zu gleichen schien und für Außenstehende weniger interessant war.

Jetzt habe ich mir das Ding mal wieder angeschaut und musste an vielen Stellen ziemlich über mich selbst lachen. Aber nicht nur über mich und meinen Schreibstil damals, auch über die Erinnerungen, die hochkamen. Die Leichtigkeit, mit der ich die 16 bis 18 genommen habe, und gleichzeitig die Ernsthaftigkeit und die Sorgen, die sich immer mal Bahn brechen wollten.

Es kann leicht passieren, dass wir die Vergangenheit als einen Block von Unverstand, trivialer Kindheit oder schweren Zeiten hinter uns stellen. Doch diese Sicht ist überhaupt nicht ausgewogen. Unser Vater im Himmel hat uns Tag für Tag begleitet, er hat Türen geöffnet und uns Freude an kleinen wie größeren Dingen gegeben.

Mir wird immer mehr klar, wie schnell alles vergeht. Meine letzten Wochen waren voll von schönen Erlebnissen, aber auch Arbeit. Und es geht weiter und weiter. Wir können und sollen die Vergangenheit gerne ruhen lassen und nach vorn schauen, denn dort liegt die Ewigkeit. Aber wir dürfen Gott auch dankbar sein für das Erlebte und vor allem aus der Freude an den Erinnerungen lernen, dass wir unser Leben auch jetzt so wertschätzen sollten, wie es ist. In einem Jahr können uns wichtige Menschen weggezogen sein, unser Beruf anders aussehen, unser Status in unserer Gesellschaft und Familie. Dann ist es doch schade zurück sehen zu müssen und festzustellen, dass diese Zeit nur in der Retrospektive einzigartig und lebenswert war, ja sogar von Gott einzigartig gesegnet.

Halte danach doch mal bewusst in dieser Woche Ausschau. 

anne

Noch ein Ü-Ei - na toll!

19. Mai 2012

„Don't take for granted anything...“ kommt mir aus dem Radio entgegen. Nimm nichts für selbstverständlich.

Mir ist diese Woche aufgefallen, dass Rücksicht nehmen eine wichtige Sache ist.

Ich war mit meinem Freund einkaufen und wollte mir einfach nur ein Ü-Ei an der Kasse leisten. „Schau maaaal, mal wieder ein Ü-Ei wär doch super, ne?!“

Kettenreaktion. Mein Freund war eher abgeneigt, ich hab's mir trotzdem geschnappt. Neben uns in der Schlange höre ich eine Mutter sagen „Na, das war jetzt aber echt nicht die beste Idee...!“, mit einem leicht gequälten Lächeln im Gesicht. Ihr Kind ist nämlich mit den Worten „ICH WILL AUCH!!“ begeistert zu dem kindhohen Eierturm gerannt und hat bereits die ersten Paletten angehoben.

Das hab ich ja super hingekriegt, denke ich.

Das ist keine große Sache, aber sie hat mir trotzdem gezeigt, dass wir nicht ohne Blick nach rechts und links durch die Welt spazieren sollten. Manchmal besonders nicht in Bezug auf das, was Gott uns anvertraut hat an Finanzen, Gaben und anderem. 

Zu schnell bin ich dabei, mich aufzuregen, dass ich mir ja wieder eine Schokolade gekauft habe, obwohl ich doch eigentlich sparen wollte- an Geld und Kalorien. Oder jemand protzt allzu sehr mit seinem Talent – was auch immer das sei. Vielleicht unbewusst!

Der Punkt ist, dass es immer Menschen gibt, die weniger haben. Und sei es nur in den bestimmten Bereichen. Ich jedenfalls möchte mehr Verantwortung für mich selbst und für andere übernehmen, durch das, was ich sage und tu. Mehr darauf achten.

Vielleicht kann ich dann auch endlich dem Obdachlosen an der Bushaltestelle etwas Geld geben und nicht zehn Minuten lang mit mir selbst hadern.

Kommt dir so was bekannt vor?

ak

Alexander