Manna

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Gefiltert nach Tag erinnerung Filter zurücksetzen

Komm Schatz, wir hören uns ein paar Geräusche vom letzten Urlaub an!

11. Januar 2015

Sonnenschein am Chiemsee.
Sonnenschein am Chiemsee.

Urlaubsfotos kann jeder. Mit einem kleinen Trick werden sogar die akustischen Erinnerungen an den letzten Urlaub wieder lebendig.

Wenn meine Frau und ich in Urlaub fahren, dann darf eines ganz bestimmt nicht fehlen: eine Kamera, um schöne Erinnerungen einzufangen und mit nach Hause zu nehmen.

Fotoalbum

Vor ein paar Jahren hat Emma auch damit begonnen, Fotobücher zu gestalten. Auf diese Weise fristen die besten Bilder auch kein unbeachtetes Dasein auf irgendeinem elektronischen Datenträger. Und wenn jemand die Bilder sehen möchte, kann man das Album herumreichen, wie in den guten, alten Zeiten.

Geräuschealbum

Auf der Suche nach einem kleinen Aufnahmegerät für unterwegs bin ich im Internet beim Stöbern nach Testberichten auf Leute gestoßen, die im Urlaub Geräusche aufnehmen. Neben den Bildern, was so ziemlich jeder macht, nehmen diese Menschen sich also Erinnerungen in Form von Geräuschen an ihr Urlaubsland mit. Ich muss zugeben, dass mich diese Idee wirklich fasziniert hat. Im Nachhinein kommt es mir sogar sehr komisch vor, dass ich noch nie selber auf diese Idee gekommen bin. Vor allem, weil ich ja Hobby-mäßig ohnehin schon ein sehr akustischer Mensch bin.

In meinen nächsten Urlaub wird mich also neben meiner Frau und dem Fotoapparat auch ein kleines Aufnahmegerät begleiten. Ich bin jetzt schon gespannt, welche Geräusche mir vor das Mikrofon laufen werden. 

Welche Geräusche würdest du in deinem Lieblingsurlaubsland aufnehmen?

marcus

Manipulation von Gedächtnis und Erinnerung

28. Juli 2013

Forscher haben herausgefunden, wie einfach es ist, die Erinnerung eines Lebewesens zu manipulieren. Welche Auswirkungen hat das auf unser Leben?

Forscher des Massachusetts Institute of Technology haben erstmals an Mäusen bewiesen, dass es möglich ist, die Erinnerung eines Lebewesens zu manipulieren. Die Tiere werden normalerweise in einem Käfig gehalten, der spezifische Merkmale, wie Form und Farbe, hat. Um ihre Erinnerung an ihren gewohnten, blauen Käfig zu markieren, wurden diese bestimmten Gehirnzellen mit einem speziellen Licht so konditioniert, dass sie mit diesem Licht aktiviert werden konnten. Die Mäuse wurden in einen roten Käfig umgesetzt und bekamen dort leichte Elektroschocks, während mit Hilfe des Lichts ihre Erinnerung an den blauen Käfig wachgerufen wurde. Als die Tiere dann in den blauen Käfig zurückgesetzt wurden, zeigten sie Angst und das obwohl ihnen in diesen Käfigen nie etwas widerfahren war. Die Erinnerung der Mäuse an ihren Käfig scheint auf diese Art und Weise manipuliert worden zu sein.

Total Recall

Der Gedanke erinnert mich an den Film „Total Recall“, in dem ein Unternehmen Erinnerungen einpflanzt, sozusagen als „Kick“ für den Otto-Normal-Bürger. Wer meint, ein langweiliges Leben zu haben, der kann sich jegliche gewünschte Erinnerung einpflanzen und sein Leben damit aufpeppen lassen. Aus dem Bürohengst, der am Wochenende Picknicks mit der Familie macht oder eine Runde Golf spielen geht, wird im Handumdrehen ein Geheimagent mit Sondermission. 

Die Tatsache, dass unsere Erinnerung an die Vergangenheit tatsächlich ein Konstrukt der Gegenwart unseres eigenen Gehirns ist, kann schon etwas unbehaglich sein. Wir erinnern uns an etwas und denken, es war haargenau so, wie es uns vor Augen ist. Tatsächlich ist es gut möglich, dass unsere Sicht der Dinge meilenweit von der Realität entfernt ist. Wie oft schon waren wir uns absolut sicher, haben uns mit einem anderen Menschen gestritten, auf unser Recht bestanden - und dann stellte sich am Ende heraus, dass es doch ganz anders war.

Leben im Hier und Jetzt

Vor diesem Hintergrund scheint es angebracht, weniger aus der Vergangenheit zu leben, sondern mehr aus dem, was im Hier und Jetzt passiert. Der aktuelle Moment ist der wichtigste, denn diesen können wir beeinflussen und aktiv erleben. Wer in der Vergangenheit lebt, aus welchem Grund auch immer, wird für sein Leben keine Zufriedenheit finden können.

Unsere Vergangenheit gibt uns auf der anderen Seite eine trügerische Sicherheit, denn sie ist ja bereits abgelaufen, kann nicht mehr verändert werden und wird dadurch als statisch erlebt. Und statische Dinge verleihen ein gewisses Maß an Sicherheit, selbst wenn die Erinnerung nicht sehr schön ist. 

Besser als die Krücke der Vergangenheit ist es allerdings, einen Freund zu haben, der Sicherheit geben kann. Menschen können das allerdings nur so lange, wie sie selbst stabil stehen. Die ultimative Sicherheit werden wir wohl nur beim Schöpfer des Lebens finden. Er sagt von sich selbst in seinem Wort, dass er sich nicht ändert. Er war gestern derselbe wie heute und das wird er auch morgen noch sein.

Wenn du dir bezüglich deiner Vergangenheit jetzt nicht mehr ganz so sicher bist, die Zukunft eher ungewiss ist (wie bei den meisten von uns übrigens) und deine Gegenwart etwas Hilfe gebrauchen kann, dann verlass dich doch auf seine Beständigkeit.

Quelle: Süddeutsche.de

marcus

Wandel der Zeit

26. Mai 2013

Letztes Wochenende waren wir mit Freunden in Prag  und Karlsbad und haben uns diese Städte angesehen. Dabei sind uns besonders die vielen alten Gebäude aufgefallen, die verbunden mit neuen Elementen ein wirklich tolles Bild abgeben. Alt und neu verbinden sich zu einer Reise durch die Zeit.
Selbst für historische Laien bietet das Stadtbild von Karlsbad und Prag einen wahren Augenschmaus. Wo man hinsieht buhlen reich verzierte Gebäude um die Gunst des Betrachters. Die allermeisten Fassaden und auch Innenräume sind schön renoviert worden und bilden ein farblich und auch optisch abwechslungsreiches Ambiente. Es ist faszinierend, durch Straßen zu schlendern, in denen schon vor Jahrhunderten Menschen gewandert sind und ihren täglichen Geschäften nachgegangen sind.
Heute ist das Stadtbild durchzogen von vielen neuen Errungenschaften. Ob es nun Reklameschilder sind, neuartig designte Gebäude wie das tanzende Haus Prags oder altbekannte Ketten, wie das überall auf der Welt bekannte Restaurant mit dem goldenen M, gerade die Gegensätze bieten eine interessante Einheit. Den Höhepunkt dieser „Verquickung“ findet man meiner Ansicht allerdings in alten Gebäuden, die mit neuen Elementen stilvoll ausgestattet worden sind. Ein bekanntes Beispiel in Deutschland hierfür wäre wohl der Reichstag in Berlin.
Das Festhalten an alten Dingen und die Vermischung mit Neuem kann nicht nur optisch sehr reizvoll sein. Sie erinnert uns auch immer wieder an das, was vergangen ist. Gebäude sind Zeugen aus einer anderen Zeit, die mahnen oder auch erbauen können und auch Einrichtungsgegenstände sagen etwas über ihren Schöpfer aus. Allerdings haben Orte oder Dinge den Nachteil, dass man „vor Ort“ sein muss, um den Nutzen der Erinnerung zu haben. Deshalb gibt es eine tolle Erfindung, die man überall nutzen kann, egal ob man zuhause ist oder in Prag oder sonst irgendwo auf der Welt: einen Tag der Erinnerung. Die Bibel nennt diesen Tag „Sabbat“, was „Ruhe“ bedeutet. Schon als er vom Schöpfer eingesetzt wurde, war es ein Tag des Zusammenseins und des Feierns. Das ist er auch bis heute geblieben, ist aber noch viel mehr als das: Es ist ein Tag der Erinnerung, der uns an eine vergangene Zeit erinnert. Die Zeit, als Gott die Erde gemacht hat und noch alles in Ordnung war. Gleichzeit ist der Sabbat ein fester Punkt in der Zeit, der immer da war und uns auch für die Zukunft die Sicherheit gibt, dass Gott unser Schöpfer ist und uns liebt.
Genauso wie uns alte Gebäude Orientierung in der Zeitleiste geben, so kann auch der Ruhetag Gottes, durch die Besinnung auf das Wichtige im Leben, eine Orientierung für uns sein. 

marcus