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Alle paar Monate rettet ein Held die Welt. So auch in „Interstellar“.

23. November 2014, marcus - Mannablog

Die ISS im Orbit. Copyright: NASA.
Die ISS im Orbit. Copyright: NASA.

Alle paar Monate ist es wieder soweit: Irgendein anderer Held rettet die Welt. Meistens übernimmt diese Aufgabe ein Exemplar der Spezies Mensch sogar selbst, so wie z.B. im Film „Interstellar“.

 

Letzte Woche war es wieder einmal soweit, meine Frau musste sich mit mir im Kino das zwei Stunden und fünfundvierzig Minuten lange Science-Fiction-Epos „Interstellar“ anschauen (Achtung: leichter Spoiler! Der Film wird im folgenden stark zusammengefasst mit eigenen Worten beschrieben, habe mich aber so knapp wie möglich gehalten!)

 

Visionen für die Zukunft

Science Fiction ist ein Genre, das mich schon immer fasziniert hat, weil es uns Menschen die Möglichkeit gibt Träume und Vorstellungen über die Zukunft in unseren Köpfen „real“ werden zu lassen. „Interstellar“ bietet hier keine Ausnahme und dank immer realistischer werdender Filmtechniken schafft der Film es, einen für knapp drei Stunden mit in die Zukunft zu nehmen – zumindest in die Zukunft, wie sich der Erschaffer des Werks diese vorstellt. Inspiriert von den derzeitigen Zuständen auf der Welt und Prognosen für die nächsten fünfzig bis einhundert Jahre erschafft der Regiesseur eine Welt, die in Sandstürmen und Nahrungsmittelknappheit versinkt. Die meisten Pflanzen sind bereits an Krankheiten und Schädlingen zugrunde gegangen, eine der letzten essbaren Pflanzen ist Mais; es ist allerdings abzusehen, dass auch diese Nahrungsquelle bald versiegen wird.

 

Auf zu neuen Sternen

Im geheimen forscht die NASA immer noch an einem Programm, dass es der Menschheit ermöglichen würde einen neuen Planeten zu besiedeln. Durch Elemente wie Einsteins Relativitätstheorie erfährt die Geschichte durch kleines Fehlverhalten einige drastische Wendungen, die den Zuschauer erschaudern lassen, wie unglaublich kompliziert unsere Welt und ihre Naturgesetze sein können. Leider verläuft die Suche nach einem neuen Heimatplaneten zunächst erfolglos und zeugt nebenbei von den Ausmaßen des menschlichen Egoismus.

 

Ein weiterer Held für die Menschheit

Die Umstände erfordern letzten Endes, dass der Held der Geschichte bereit ist sein eigenes Leben zu geben, um wichtige Informationen über das Wesen eines schwarzen Lochs an die verbliebene Menschheit auf der Erde zurückzufunken. Doch anstatt zu sterben endet er in einer anderen Dimension, die ihn über der Zeit stehen lässt, er ist gleichzeitig in der Zukunft und in der Vergangenheit. Er schafft es, in die Dimension der Menschen einzuwirken und so deren Leben durch Wissen aus der Zukunft zu retten.

 

Ein einziger Mensch schafft es alle anderen zu retten

Das Thema der heldenhaft sich selbst rettenden Menschheit zieht sich durch die Geschichte der Filme, Sagen und Geschichten wie ein roter Faden. Wir merken, dass unsere Welt voller Gegensätze ist. Schöne Dinge und Gutes sind überall präsent und doch immer wieder durchzogen von Leid, Schmerz und Tod. Die Krisen und Kriege unserer Welt werfen einen düsteren Schatten auf die Zukunft unseres Planeten und so ist es kein Wunder, dass Wissenschaftler tatsächlich hoffen, dass der Traum eines neuen, bewohnbaren Planeten Wirklichkeit wird. In „Interstellar“ wird gleichzeitig die Verlorenheit, Verdorbenheit und Hoffnung auf Leben einer ganzen Rasse offenbar und spiegelt die Situation unseres Planeten wieder.

 

Die fast unbegreifliche Wahrheit ist, dass es Gott es vor mehr als zweitausend Jahren, in der Gestalt eines Menschen, tatsächlich geschafft hat, zu uns durchzudringen. Er hat die Basis für eine beispiellose Rettungsaktion geschaffen. Wir müssen nicht darauf hoffen irgendwann auf dieser Welt oder einem anderen Planeten einen sicheren Ort zu finden, an dem wir bleiben können. Die Hoffnung der Menschen auf einen friedvollen, sicheren Ort ist in greifbare Nähe gerückt. Und dieser Ort beginnt bereits heute und hier in unserem Innersten, in unserem Herz und Verstand.


Exodus: Götter und Könige

23. Oktober 2014, Mannablog

Erst Noah, dann Moses. Die Reihenfolge in der die Bibel derzeit neu verfilmt wird ist schon merkwürdig. Als erstes wurde die Geschichte von Noah verfilmt.

Ich fand den Film nicht schlecht, jedoch hat Hollywood meiner Meinung nach etwas übertrieben. Zum Beispiel ist in der Bibel nichts von irgendwelchen gefallen Engeln zu finden. Dennoch der Grundgedanke kam gut zur Geltung!

Jetzt warte ich gespannt auf die Verfilmung der Geschichte von Moses. Der Titel „Exodus: Götter und Könige“ lässt schon vermuten, dass hier wieder viel dazu erfunden wird.

„Exodus: Götter und Könige“ kommt im Dezember in die deutschen Kinos und ich werde schauen, dass ich ihn mir anschauen werde, jedoch kommt im Dezember auch der dritte Teil von „Der Hobbit“ in die Kinos und zweimal in einem Monat ins Kino zu gehen und dann noch die Geschenke für Weihnachten besorgen, das wird ein bisschen viel.

Es geht um Erwählung und die Verantwortung seine Welt verändern zu wollen. Was ist das Wichtigste in deinem Leben? Wofür bist du bereit zu kämpfen? 

„Exodus: Götter und Könige“ bringt die innere Auseinandersetzung: wer ist Gott? ich oder doch ein anderer? auf den Höhepunkt. Ob das Absicht war? Wie werden die Zuschauer diese Frage für sich selbst beantworten? Das finde ich ist eine spannenden Frage.

Ich habe mal ein paar Informationen über den Film gesucht, die ich euch nicht vorbehalten möchte:

Der Regisseur heißt Ridley Scott. Ridley  war unter  Andrem der Regisseur von Alien, Königreich der Himmel und Robin Hood.

Wer für die Kamera verantwortlich ist, hat mich etwas überrascht: Sein Name ist Dariusz Wolski. Darius hat schon bei Ein perfekter Mord, Fluch der Karibik und Pirats oft he Caribbean – Am Ende der Welt mitgewirkt.

Moses  wird von Christian Bale gespielt. Christian ist ein sehr beliebter Schauspieler und hat schon in Filmen wie Batman Begins, Terminator – Die Erlösung und Auge um Auge mit gespielt.

Aaron wird von  Joshua Paul gespielt. Aaron konnte man schon in Hoffnungslos verliebt, Smashed und Need for Speed sehen.

Zusätzlich wirken noch Joel Edgerton, Sigourney Weaver als Tuya, Emun Elliott, Sir Ben Kinsley, John Turturro als Seti und Indira Varma als Miriam als Darsteller mit.

Bisher kannte ich nur „Die zehn Gebote“ als Verfilmung der Geschichte von Moses, welchen ich jedes Jahr um Ostern im Fernsehen anschaue. Deshalb bin ich schon auf die Neuverfilmung  gespannt .

Ich werde mir den Film auf jeden Fall anschauen, ob im Kino oder auf DVD bleibt sich ja im Endeffekt egal.

 


Die Mühle und das Kreuz

10. Juli 2014, marcus - Mannablog

Vor Kurzem habe ich mir in der Tagesschau App nebenbei die aktuellen Nachrichten angesehen. Mit von der Partie war auch die Vorstellung von zwei Filmen, die momentan im Kino laufen. Eigentlich interessiert mich das Ganze eher weniger, da es nicht gerade viele Filme gibt, die mich dazu bewegen mal wieder ins Kino zu gehen. Inzwischen ist das schon über zwei Jahre her. Doch da es den Film auch als DVD und Blu-Ray gibt, möchte ich ihn hier trotzdem vorstellen:

Der Film der mich beeindruckte trägt den Titel "Die Mühle und das Kreuz". Der Film handelt im Jahre 1564 und spielt in Flandern. Die Spanier bestrafen in dieser Kolonie jegliche Reformationsbewegungen mit strenger Grausamkeit. Der Künstler Pieter Bruegel bekommt in dieser Zeit von einem Kunstsammler den Auftrag, die Kreuztragung Christi zu malen. Beeinflusst vom Leben seiner Landsleute versetzt dieser die Szenen  des neuen Testaments in die Landschaft Flanderns und spielt damit auf die Zustände in seinem Heimatland an.

Das dem Film zu Grunde liegende Bild wird vom Regisseur künstlerisch in Szene gesetzt und vermischt Realität mit Animation in gekonnter Art und Weise und ist wohl allein schon vom Künstlerischen einen Kinobesuch wert.

Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Liebe zum Detail, der diesem Film zuteil wurde. Im Interview beschreibt der Regisseur eine Unterhaltung mit einem special-effects-Designer, der dafür ständig war, eine Spinne auf einem Spinnennetz in Szene zu setzen. Nachdem er etwa einen Monat Arbeit investiert hatte, um diese Spinne Realität werden zu lassen, kam er mit der Frage zum Regisseur, mit welchem Bein denn die Spinne zu laufen beginnen sollte. Dieser entgegnete ihm, dass es doch wohl wirklich egal wäre, mit welchem Bein. Hauptsache sie läuft!

Fast etwas ärgerlich bestand der Designer darauf, diese Frage beantwortet zu bekommen, denn er habe sich ja schließlich nicht einen Monat abgemüht dieses Tier zu erstellen, um sich hinterher irgendwann anhören zu müssen, dass er schlampig gearbeitet habe und keine Liebe zum Detail habe.

Dies wurde zum Anlass genommen, um eine Woche lang viele verschiedene Spinnen mit Hochgeschwindigkeitskameras zu filmen, um der einen Frage nachzugehen: Mit welchem Bein beginnen Spinnen zu laufen?!? Und wisst ihr was? Nach einer Woche Recherche sind sie zu folgender Erkenntnis gekommen: Jede Spinne beginnt mit einem anderen Bein zu laufen!

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber das hat mich wirklich fast umgehauen. Plötzlich ist alles so lebendig, so unberechenbar, so unvorhersehbar. Die Welt scheint oft so, als müsste man einfach nur gut beobachten und lange genug schlaue Professoren darauf ansetzen wie Bluthunde, und alles wird erklärbar. Und dann macht einem so ein klitzekleines Geschöpf Gottes einen Strich durch die (Be-)Rechnung.

Diese Spinne, die mit so viel Liebe zum Detail gemacht wurde, und die, obwohl sie eigentlich so klein und unscheinbar ist, solche Wichtigkeit zugemessen bekommt, führt mich unweigerlich wieder zurück dorthin, wo sie herkommt.

Da ist er, dieser Special-Effects-Designer. Er ist ein wahrer Schöpfer, ein Künstler eigentlich schon. Er benötigt fast einen Monat, um sein Geschöpf so zu gestalten, dass er zufrieden damit ist. Stell dir mal vor, wie stolz er auf seine Schöpfung ist, und das obwohl die Spinne nur für wenige Momente in diesem Film zu sehen sein wird. Er kümmert sich um alles, sogar darum, mit welchem Bein sie zu laufen beginnen wird. Und dann kommt so ein arroganter Regisseur und wertet alles ab. Welches Bein?!? Völlig egal. Hauptsache es funktioniert. Wie, das ist doch egal Und doch ist jede Spinne ein Individuum und jede beginnt mit einem anderen Bein zu laufen.

Da ist er, dieser Welten-Designer. Er ist ein wahrer Schöpfer, ein Künstler eigentlich schon. Er hat die ganze Ewigkeit darauf gewartet, DICH zu schaffen, dich so zu gestalten wie du bist. Stellt dir mal vor, wie stolz er auf seine Schöpfung ist, und das obwohl du eigentlich nur wenige Augenblicke auf dieser Welt sein wirst. Er kümmert sich um alles, sogar mit welchem Bein du zu laufen beginnen wirst. Und dann kommt irgend so ein arroganter Mensch und wertet alles ab. Welches Bein?!? Völlig egal. Hauptsache du funktionierst. Wie, das ist doch egal. Und doch bist du ein Individuum. In Gottes Augen bist du richtig wertvoll. Richtig. Lass dir nicht einreden, dass du ein Zufallsprodukt bist, und dass sich der Welten-Designer eh nicht schert, wie es dir geht. Es interessiert ihn sehr wohl, denn du bist das Produkt seiner Hände.

Auch das Gemälde, um das sich "Die Mühle und das Kreuz" dreht, strotzt nur so vor Inhalt und Detailreichtum. Auch dort ist nichts unwichtig. Allein schon das Thema des Kreuzweges Christi ist so voller Bedeutung für uns Menschen, dass wir uns mehr damit beschäftigen sollten.

Ich bin jedenfalls gespannt auf den Film "Die Mühle und das Kreuz" und seine Botschaft. Und wenn du ihn dir ansiehst, dann denk in der Szene mit der Spinne auch an seinen Schöpfer.


The tree of life - Es gibt zwei Wege durch das Leben

26. Juni 2014, Mannablog

"Es gibt zwei Wege durch das Leben - den Weg der Natur und den Weg der Gnade. Man muss sich entscheiden, welchen man geht."

Ich habe diesen Film von einer sehr guten Freundin empfohlen bekommen. Also hab ich mich nach der Arbeit ins Kino gesetzt und mir "the tree of life" angeschaut.

Es ist ein Film, wie du noch nie einen gesehen hast, fern von Gewalt und Blutvergießen. Es geht um einen Erwachsenen, der auf seine Kindheit zurückschaut: Vater, Mutter, ewig ringt ihr in mir und nie hört ihr auf. Die Eltern vertreten völlig verschiedene Lebensanschauungen. Während die Mutter liebevoll mit ihren Söhnen umgeht und auf all das Schöne in der Natur weist, ist der Vater auf Drill und Stärke aus: Seine Söhne sollen es in der Welt zu etwas bringen, rücksichtslos, tyrannisch und gewalttätig ist sein Handeln.

Ich war so gefangen von dem Film, der Musik u.a. Die Moldau von Smetana, die man auch im Trailer hören kann. Wenn du also einen wirklich wundervollen Film sehen willst, der auf die Schönheit der Natur verweist, dann schau dir the tree of life an! Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen. Oder hast du schon mal einen Schmetterling auf der Hand gehabt oder gesehen, wie eine Qualle sich fortbewegt oder wie es im Inneren eines Vulkans ausschaut? Hast du gesehn, wie Wassertropfen in Großaufnahme aussehen? Wenn nicht, dann hast du jetzt die Möglichkeit, herrliche Bilder anzuschauen.

"Wer nicht liebt, dessen Leben fliegt an ihm vorbei."


Mit Jubel in die Hölle

17. April 2014, claudia - Mannablog

Was war vor 100 Jahren? Wir alle waren nicht dabei und doch haben die Veränderungen die in diesem Jahr begannen unsere Gesellschaft bis heute verändert.

Eine Dokumentation des ZDF erinnerte mich an meinen Schulunterricht. Im Unterricht waren es nur Zahlen, Daten und Fakten die zu lernen waren. In "Mit Jubel in die Hölle" wurde aus dem Geschichtswissen leben.

In einer Dokumentation zum Beginn des 1. Weltkrieges wurde nicht das große Panorama dargestellt. Drei junge Männer im Krieg, in Tagebüchern festgehalten bilden die Basis.

Viele begrüßten 1914 den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Kaum einer ahnte, wie mörderisch er wirklich werden würde und dass er das Ende des alten Europa bedeutete. 

Neben Spielfilmsequenzen sind es kolorierte historische Aufnahmen die die Dokumentation lebendig machen.

Ich denke an den Jubel mit denen viele Mensche heute noch bereit sind für die Sache anderer zu sterben. Was würde passieren, wenn die vielen digitalen Kriegsspiele real verletzen und töten würden?

Der Film "Mit Jubel in die Hölle" befindet in der Mediathek vom ZDF. Im Presseportal des ZDF ist noch mehr zum Film und den Hintergründen zu finden. Dort habe ich auch folgende Auszüge aus Briefen und Tagebüchern gefunden:

Aus Briefen und Tagebuch von Kurt Hopffer, Offizier (2. Februar 1892, Bamberg - 2. Juni 1916, vor Verdun):
Brief von der Somme an die Eltern, 2. Oktober 1914:
"Meine Rekruten, meine Aspiranten riefen mir unter Handwinken begeistert 'Hurra' zu, als wir durch den Wald in die Höhe hinaufstürmten. Meine Leute, die ich erzogen habe, die ich zu Soldaten gemacht habe, durfte ich mit gezogenem Säbel, der das Wappen der Hopffer trägt, mit dem Eisernen Kreuz auf der Brust unter Hurra in die feindliche Stellung führen, als ich die Hände zum Vaterunser faltete. Ich schreibe das nicht um mich zu brüsten – nein bei weitem nicht – aber euch sage ich es, weil es der schönste Moment meines Lebens war, weil ich mich in diesem Moment selbst bezwang, für Deutschlands Ruhm und Größe." 


Aus dem Tagebuch von Karl Rosner, Jurist (18. Februar 1885, Neustadt an der Waldnaab/Oberpfalz – 21. Februar 1985, München)

9. Juni 1916, vor Verdun:
"Die Leute, die gefallen sind, waren liebe Freunde. Man hat in fremden Landen Leid und Freut mit ihnen geteilt und man empfindet ihren Tod fast wie das Ableben naher Verwandter. 
Wen mag dereinst die richtende Geschichte für das nutzlose Blutbad von Verdun verantwortlich machen? "

Aus dem Tagebuch von Käthe Kollwitz*, Künstlerin (1867 Königsberg - 1945 Moritzburg)

Berlin, 11. Oktober 1916:
Nie wird mir das alles klar werden. Wahr ist nur, dass die Jungen, unser Peter, vor zwei Jahren mit Frömmigkeit in den Krieg gingen. Und dass sie es wahrmachten, für Deutschland sterben zu wollen. Sie starben – fast alle. Starben für Deutschland und bei Deutschlands Feinden, Millionen. 
Ist es treulos gegen Dich – Peter – dass ich nur noch den Wahnsinn sehen kann im Kriege?


Eben noch hinter dem Blog, jetzt schon vor der Kamera

21. April 2013, marcus - Mannablog

Wenn alles normal abläuft und das Leben seinen gewohnten Gang geht, dann bekommst du von mir eigentlich nicht viel zu sehen. Meine in Worte formulierten Gedanken findest du nicht einmal in handschriftlicher Form, um mich intensiver analysieren zu können. Allein der Inhalt und mein Schreibstil ist es, der dir zur Verfügung steht.

Das Tolle am Bloggen ist, dass ich genügend Zeit habe, um das, was ich sagen möchte, zu formulieren und in Worte zu kleiden. Niemand sieht den Prozess, sondern nur das, was im Endeffekt dabei raus kommt.

Ganz anders ergeht es mir dieses Wochenende in Leipzig. Modobonum ist unterwegs, um Filmaufnahmen zu machen und Interviews zu geben. Natürlich weiß ich in diesem Fall in etwa, was ich sagen möchte. Aber wenn die Kamera läuft, dann läuft sie und ich muss an einem Stück, ohne Fehler, erzählen. Wie du dir sicher vorstellen kannst, habe ich einige Anläufe gebraucht, um ein zufrieden stellendes Ergebnis zu erreichen, Lachflashs und Zungendreher inklusive. Mein Trost dabei war, dass es, ausnahmslos, jedem im Team ganz genauso erging.

Das Leben ist eben nicht immer planbar und wohl überlegt. Viele Situationen im täglichen Leben erfordern kompromisslose Spontaneität, schnelle Entscheidungen, gutes Timing und den Mut trotz Fehler immer weiterzumachen. Wichtig ist dabei nur, dass du insgesamt weißt, was du im Leben möchtest. Selbst mit einem Plan im Kopf ist es noch schwer genug, in einem wichtigen Moment das Richtige zu sagen, zu tun oder die richtige Entscheidung zu treffen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man nicht alles wissen kann. Oft schon hat mir ein Gebet aber die entscheidende Hilfe von Gott gebracht.

Wenn du manchmal keinen Plan hast, wie es weitergehen wird, dann vertraue dich ihm an und verlasse dich auf die Stimme in dir drin.

Wir bedanken uns bei René Karich vom dcf, dass er sich für uns Zeit genommen hat.


Gib mir die Welt

11. November 2012, marcus - Mannablog, Empfehlung Link

Schon vor einiger Zeit - ich glaub es sind schon etwa zwei Jahre - hat mir ein Freund von einem Film erzählt, den ich mir seither unbedingt mal ansehen wollte. Darauf gekommen waren wir, als ich ihm im Gespräch eröffnete, dass ich eigentlich überhaupt keine Ahnung habe, wie eigentlich das Finanzsystem dieser Welt funktioniert.
Ich behaupte jetzt einfach einmal ins blaue hinein, dass du davon auch nicht wirklich viel Ahnung hast. Vielleicht täusche ich mich jetzt auch und tue dir Unrecht, aber das nehme ich in Kauf. Wenn du oder ich nämlich mehr Ahnung hätten, dann hätten wir und alle anderen schon vor langer Zeit beginnen können, diesem System ordentlich Probleme zu bereiten. Da sich nun aber weder ich noch du bisher genauer dafür interessiert haben, leben wir weitgehend unbedarft in unserer kuscheligen kleinen Welt weiter. Mehr oder weniger. Denn gestern Abend habe ich es dann endlich mal geschafft, mir den Film - sogar mit meinem Freund zusammen - anzusehen. Ich muss sagen, ich bin wirklich erstaunt, ernüchtert und ausgekuschelt. Der Film hat mich wirklich beeindruckt, erklärt er doch auf einfache und anschauliche Weise das Leid mit dem lieben Geld, die Schulden der Menschen und die Krise in der wir uns als Menschen auf dieser Welt, in diesem System befinden. Er zeigt ganz klar, wieso die einen immer reicher und die anderen immer ärmer werden. Wieso die einen nicht wissen wohin mit ihrem Geld, und die anderen nicht wissen, woher sie das nächste Essen bekommen sollen.
Es ist wirklich ernüchternd, so klar vor Augen geführt zu bekommen, wo die Gier und Machtgeilheit eines Menschen ihn hinführen kann.

Ich muss dir wirklich sagen, ich bin froh, dass ich in Gott jemanden habe, der mir Hoffnung und Perspektive gibt über dieses Leben hinaus. Egal was mit dieser Welt in den nächsten Jahren noch passieren wird, ich weiss, dass Gott da ist, und dass er bereits eine neue Welt im Sinn hat, in der es wertvollere Dinge gibt als Geld.

Wenn ich dich neugierig gemacht habe, dann schau doch selber mal in den Film rein. Du brauchst nur nach dem Titel „Fabian Gib Mir Die Welt Plus 5 Prozent“ googlen. Oder du nimmst einfach den unten stehenden Link auf Youtube (auch wenn du ihn anderswo vielleicht in besser Qualität findest).

http://www.youtube.com/watch?v=ctHV8B5IJrI 


Die Bilder des Schöpfers

14. Oktober 2012, marcus - Mannablog, Newsletter

Eigentlich hätte dieser Blog schon vergangene Woche deine Augen erreichen sollen, aber trotz aller Bemühungen habe ich es nicht geschafft, diese Zeilen zu schreiben. Die Zeit hat mich einfach zu fest im Griff gehabt, und so liest du diese Zeilen druckfrisch von heute Morgen. Ich bin letzte Woche am Sonntag mit Holger auf dem Media Day der Stimme der Hoffnung gewesen. Ziel dieses Tages war es, alle kreativen Köpfe aus dem deutschsprachigen Raum unter ein Dach zu bringen, um ihre Projekte vorzustellen. Und welcher Ort könnte dafür besser geeignet sein als ein Medienzentrum?

Wir waren wirklich froh als wir am Sonntag Morgen dort angekommen waren, da es im Vorfeld noch nicht einmal sicher gewesen war, ob wir es tatsächlich dorthin schaffen würden. Würde das modobook rechtzeitig fertig werden? Würden Gott die Gebete um meine Gesundheit erhören? (Wobei die letzte Frage für Claudia und Alex nie zur Debatte stand - ER WIRD!!) 

Am Sonntagmorgen um 9:30 Uhr fanden sich sowohl Holger und ich als auch die modobooks rechtzeitig vor dem Gebäude der Stimme der Hoffnung wieder, um ein letztes Mal den Ablauf unserer Präsentation durchzugehen.

Die Liste der anwesenden Kreativen förderte einige bekannte Gesichter zutage, und es waren auch einige Zuschauer vorhanden, die entweder Holger oder mir nicht fremd waren. Nach einer kurzen Einleitung und einem wirklich guten Impulsreferat ging es endlich an die Vorstellung der Projekte. Auch hier hatte Gott vorgesorgt und unser Gebet für einen zeitlichen Platz relativ weit vorne gesorgt. Wir betraten als dritte die Bühne um das modobook vorzustellen. Die Reaktion darauf bereits während der Vorstellung schien durchweg positiv, und auch später in den Pausen blieb Zeit für einige Gespräche mit Interessierten. 

Die Projekte der anderen Teilnehmer erstreckten sich von Internetseiten über Buchprojekte hin zu Film- und Firmenvorstellungen sowohl von Professionellen als auch Laien. Insgesamt war ich wirklich beeindruckt, welches Potential dort entfesselt wurde, und wie viel geballte Kreativität sich dort zeigte. Es war uns auch möglich Kontakte zu knüpfen, die vielleicht für zukünftige Projekte interessant sein könnten. 

Für uns als modobonum war dieser Tag meiner Ansicht nach ein voller Erfolg. Es war schön dort gewesen zu sein, und mitzuerleben, wie sich Gottes Wort bewahrheitet hat:

„Dann sprach Gott: Nun wollen wir Menschen machen, ein Abbild von uns, das uns ähnlich ist!“ (1. Mose 1:26).

Die Kreativität unserer Erschaffers spiegelt sich wirklich in den Menschen wieder.

Falls du mehr über das modobook wissen möchtest, dann melde dich einfach entweder in den Kommentaren auf Facebook oder unter info@modobonum.de


Einschlafen bei Titanic

26. April 2012, Alexander - Mannablog

Gestern habe ich es mir tatsächlich angetan: drei Stunden Überlängenkino in 3D. Titanic stand auf dem Programm und dem pärchenüberlasteten Kinosaal ins Gesicht geschrieben. Und wenn teilweise auch erst danach.

Auch 15 Jahre nach Produktion des Films und beim 4. Sehen geht er mir immer noch nahe. Die Szene, in der die Musiker auf dem Schiff weiterspielen, bis zum wirklich bitteren und kalten Ende. Die, in der eine Mutter ihren Kindern eine Gute-Nacht-Geschichte erzählt, bevor sich der Raum, in dem sie schlafen, mit Wasser füllt. Und zahlreiche weitere Szenen – sie regen bei den meisten Frauen (und vielleicht auch vereinzelten Männern?!) die Tränenproduktion an.

Als die Titanic schon fast zerbrochen war, kamen immer noch Leute aus den unteren Stockwerken gerannt bzw. wurden heraus geschwemmt. Ich habe mich gefragt, wieso sie erst so spät nach oben gekommen sind, wo doch schon einige Zeit viel Aufruhr und Chaos geherrscht hatte.
„Die haben einfach zu tief geschlafen...“, war die einfache Antwort meines Freundes. Und das mit fatalen Folgen.

Irgendwie hat mich das weiter beschäftigt. Als Student ist es so leicht, mal etwas zu verschlafen. Eine Vorlesung, wie ich heute fast. Oder man schläft so tief, dass man die Nachbarn beim Feiern nicht mehr hört. Aber auch metaphorisch gesehen, kann es doch passieren, dass ich zu tief „schlafe“, um mitzubekommen, dass Andere um mich herum Hilfe brauchen. Oder dass ich selbst in der Schieflage bin und mein Untergrund zu schwanken beginnt. Oder ich hole mir so viel Schlaf, dass ich keine Zeit dafür finde, darauf zu hören, ob der Kapitän etwas sagt. Was er sagt. In dem Zusammenhang kann schlafen vieles bedeuten – sprichwörtlich die Augen vor Dingen zu verschließen oder sie nur für Dinge zu öffnen, die eher irrelevant sind, zum Beispiel.

Gibt es auch in deinem Leben Schlafphasen, die dich unaufmerksam werden lassen? Wie wachst du auf?
ak


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