Manna

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Esoterikmesse - Teilnahme nein oder doch ja?

21. September 2015, claudia - Mannablog

Zwei Mal schon waren wir mit modobonum und einem kleinen Team auf der Esoterikmesse. Im November wird es in München wieder eine Esoterikmesse geben und wir stellen uns die Frage aller Fragen: Teilnahme nein oder doch ja?

Jedes Jahr 2 Mal findet die Esoterikmesse statt, Anfang Mai und Anfang November. Unser erster Besuch war mehr ein auf die Messe stolpern, denn viel prägendes und übernommenes stand uns selbst im Weg. Wohlmeinende Menschen um uns herum waren um uns besorgt. Viele Gespräche mussten geführt werden. 

Die zweite Esoterikmesse war, im Vergleich dazu, richtig gut organisiert. Wir hielten zwei gut besuchte Vorträge über gute Entscheidungen und die sieben Siegel (im Buch Bibel, Offenbarung). Die Resonanz auf der Esoterikmesse war positiv. Die Menschen wollten in Kontakt bleiben. Und genau an dieser Stelle begann unser Problem.

Modobonum hat seinen Sitz in Landshut. Keiner aus unserem Team ist in München zu Hause. Wenn wir Veranstaltungen anbieten wollen und Kontakte pflegen ist der regionale Bezug Grundvoraussetzung. Daraufhin fragten wir in München einige Freunde und lokale Kirchengemeinden an. 

Wollen wir auf der Esoterikmesse sein, dann müssen wir die Anmeldung innerhalb der nächsten zwei Wochen abschicken. Doch nach aktuellen Stand brauchen wir über die Anmeldung nicht nachzudenken.

1. Wir haben keine ausreichenden finanziellen Mittel, für die Kosten von ca. 800 EUR.

2. Wir haben keine lokalen Freunde, die selbständig oder mit uns gemeinsam Veranstaltungen (auch/besonders) im Nachgang anbieten und vor allem, die Freundschaften zu den Besuchern pflegen wollen.

Denke ich an die Menschen, die ich dort kennen gelernt habe, dann bedauere ich es zutiefst. Selten habe ich so viele offene Menschen kennen gelernt, die sich Freundschaft und Annahme wünschen. Menschen die offen sind und bereit für Neues, die verändern wollen und nicht im Istzustand verharren.

Wenn ich darüber nachdenke, dann ist das Wort "enttäuscht" gar nicht so unpassend. Denn genau das ist es was ich empfinde, wenn ich daran denke, dass es bis jetzt nicht gelungen ist den Punkt 2 zu lösen.

Finden sich diese Freunde, dann findet sich auch das Geld dazu. Davon bin ich überzeugt.

Und Nun?

Suchen wir im Großraum München neue Freunde, die Freundschaften aufbauen wollen und mit uns gemeinsam neue Beziehungen schaffen. Wie sieht es mit dir aus?

Die nächsten Wochen zeigen ob unser Werbeblog erfolgreich ist und sich neue Türen öffnen. Vielleicht heißt es dann wieder: Ja, modobonum ist auf der Esotikmesse. 


Ich sehe was, was du nicht siehst

22. Februar 2014, Mannablog

Ich erlebe immer wieder, wie Christen ihre Statements zu bestimmten Themen abgeben und darin relativ wenig Liebe zu finden ist. Vielleicht aus Angst um und Verantwortungsgefühl für andere, aus Unsicherheit oder aus simplen Wortgefechten heraus. Eine gut durchdachte und von Gott bestätigte Meinung ist voll in Ordnung. Aber es gibt auch in der Bibel den Hinweis darauf, dass das, was wir ohne Liebe tun, sinnlos ist: „Wenn ich in Gottes Auftrag prophetisch reden kann, alle Geheimnisse Gottes weiß, seine Gedanken erkennen kann und einen Glauben habe, der Berge versetzt, aber ich habe keine Liebe, so bin ich nichts.“ 1. Korinther 13,2 Und in Vers 1 heißt es auch, dass alle Engelszungen nichts bringen, wenn sie lieblos daher reden.

Wir können das Wort „Liebe“ also herumschreien, können die Pinnwände unserer Facebookfreunde mit Liebesbekundungen tapezieren oder lieblose Kommentare schreiben, nur um unser Recht zu bestreiten. Die Liebe wird davon nicht stärker, geschweige denn ist das alles ein Nachweis für ihre Existenz.

 

Dem vertrauen, der mich liebt

Das Thema ist wirklich nicht immer leicht. Wenn Jesus sagte, das neue Gebot für uns ist die Liebe zu Gott und dem Nächsten, dann ist manchmal unklar, was Liebe bedeutet. Sich an die Ordnung Gottes zu halten, aber den anderen liebevoll anzunehmen, genau so wie er ist?

Bei Gott ist Erkennen und Liebe oft auf einer Ebene angesiedelt. Genauso Weisheit und Ehrfurcht vor Gott. Gottes Willen für mein Leben zu erkennen setzt voraus, dass mir seine Perspektive wichtig ist. Liebe ergibt sich aus meinem Vertrauen auf die Liebe, die er für mich hat. Wenn Gott von sich sagt, er ist die Liebe höchstpersönlich, kann ich ihm dann vertrauen, dass seine Wege für mich von dieser Liebe geprägt sind? Und kann ich diese liebevollen Wege Gottes auch anderen zumuten?

 

Eine gute Freundschaft?

Liebe soll eine Tür sein, die zum Echtsein einlädt und die eine Atmosphäre der Wertschätzung schafft. Jede gute Freundschaft sollte irgendwann an so einen Punkt kommen. Meine Freunde geben mir nicht nur positives Feedback. Ich verrenne mich vielleicht in eine Sache und komme allein nicht raus und mir sagt ein Freund – Hey, das fällt mir bei dir auf, und du scheinst damit nicht besonders glücklich zu sein. Kann ich dir helfen? Willst du mal das und das versuchen?

Ich bin sehr dankbar für solche Freunde. Die Jahre vergehen manchmal und man bemerkt währenddessen kaum von selbst, wo man in Gewohnheiten o.ä. abdriftet, die ungesund sind. Klar kann sich das Ego schnell aufplustern, wenn man plötzlich damit konfrontiert wird. Erst recht, wenn man bisher keinen Änderungsbedarf gesehen hat. Aber mein Gegenüber ist ein Freund, nicht wahr? Jemand, der mich kennt und der mich liebt. Wenn ich schon nicht den Bedarf in meinem Leben sehe, den Rat anzunehmen – nehme ich immerhin wahr, dass sich dieser Freund um mich kümmert, sich Gedanken um mich macht, mit mir Lebenserfahrung teilt, die ich vielleicht noch nicht habe?

 

Ein goldener Apfel

Dann rumort diese Sache vielleicht in mir und es tut vielleicht auch ein bisschen weh und es ist unbequem aus einer Gewohnheit herauszukriechen. Aber das Wissen um die Liebe und die Unterstützung schleift die harten Kanten der Worte.

Schon die Sprüche der Bibel fassen dieses Thema mit einer ähnlichen Quintessenz zusammen: „Ein gutes Wort zur rechten Zeit ist so lieblich wie goldene Äpfel in einem silbernen Korb. Eine weise Ermahnung ist dem, der sie beachtet, ebenso kostbar wie Schmuck aus reinem Gold.“ Sprüche 25, 11-12

 

Was ist Liebe denn überhaupt?

Und bei alledem ist es gut sich immer wieder klar zu machen, was das Wesen der Liebe ausmacht. Sie hofft immer, sie verzeiht. Sie kämpft gegen Ungerechtigkeit. Sie setzt sich für den Vorteil der anderen ein. Das sind ziemlich herausfordernde Worte in 1. Korinther 13. In Römer 5,5 wird denjenigen zugesagt, die Gottes Heiligen Geist bekommen (haben), auch die Liebe Gottes in sich zu tragen. Wo „Liebe Gottes“ drauf steht, da ist auch Liebe Gottes drin – davon können wir ausgehen, oder? Ich wünsche mir, dass wir lernen aus der Liebe, wie sie beschrieben wird, zu lieben und zu geben. Mehr aus dem Vertrauen zu Gott zu leben als aus dem Drang, immer die besseren Argumente haben zu müssen. Aus Gottes Frieden heraus Dinge anzusprechen, aber auch ruhen zu lassen und anderen Freiheit dem entgegen zu überlassen, was wir in Liebe sagen. Zu wissen, wann es dran ist, den den ersten Stein werfen zu lassen, der ohne Sünde ist. (vgl. Johannes 8,7)

 

Wenn Steine auf die Erde fallen und Staub aufwirbeln

In dieser geschilderten Szene, in der die Ehebrecherin gesteinigt werden soll, ist Jesus wie der verstörende und doch ruhende Bildfehler: er zeichnet in den Sand. Er schenkt der Szene keine Beachtung, hängt sich nicht an den wütenden Mob und wird dennoch zu Rate gezogen. Seine gerechte Liebe war wohl irgendwie spürbar und sie war der einzige Weg beide Parteien sprachlos zu machen. Die religiösen Ankläger lassen ihre Steine heimlich fallen und stehlen sich beschämt davon. Die Frau, die ihren Mann betrogen hat, bleibt still, vielleicht schuldbewusst, erstaunt, ängstlich oder dankbar - bis Jesus sie fragt, wo denn ihre Ankläger seien. Sie sind weg. Und mit ihnen auch jede weitere Anklage. Denn Jesus spricht ihr Vergebung zu und gibt ihr einen Rat mit. Der Betrug war nicht richtig, aber er trennt sie nicht von der Liebe Gottes. Anstatt blind gesteinigt zu werden, wird ihr in die Augen gesehen und ein ehrlicher Rat gegeben, der sie in ihrem Leben fördern soll. Ist das nicht Liebe?


Party - und der Gastgeber sagt: Ich kenne euch nicht

20. September 2013, claudia - Mannablog

Eine Party findet statt, es ist ein rauschendes Fest. Doch Einlass bekommt nur wer den Gastgeber kennt. Die Menschen klopfen also an die Tür, der Gastgeber öffnet und die draußen Stehenden bitten um Einlass. Doch dann geschieht Unfassbares, der Gastgeber sagt zu ihnen: ich kenne euch nicht.

Ist doch erstaunlich. Einlass bekommt, wo der Gastgeber die Beziehung bestätigt. Der Satz „ich kenne euch nicht“ sagt klar, dass es nicht langt, dass die Anklopfenden den Gastgeber kennen. Der Gastgeber öffnet nur, wenn er diese Menschen von seiner Seite her  auch kennt.

Mit dem Bild ist die Beziehung der Menschen zu Jesus Christus gemeint. Er ist der Gastgeber, der die Party veranstaltet. Es langt nicht zu sagen, ich kenne die Bibel oder ich habe schon von dir, Jesus, gehört. Es langt nicht zu sagen, ich gehe in die Kirche. Es langt auch nicht, alle Regeln und Gebote zu halten. Es ist egal, was wir für Opfer bringen und meinen für ihn zu tun. Trotzdem sagt der Gastgeber: „ich kenne euch nicht“

Einzig und allein eine echte Freundschaft zum Gastgeber selbst öffnet die Tür zur Party.  

Wer nachlesen will: Die Texte stehen in Lukas 13 Vers 25 und in Matthäus 25, Vers 11-12.


Eisig kalt und hoch motiviert

16. November 2012, Mannablog

Es ist toll zu sehen, wie Gott uns Menschen so sozial geschaffen hat, dass wir uns gegenseitig ermutigen, stärken und aufhelfen können. Gemeinschaft tut nicht nur gut, sie kann auch durch den gegenseitigen Austausch von Zielen und Gedanken gesunde Grundsteine für die Zukunft legen. 

Ich hab es endlich geschafft, mal zum Fitness zu gehen. Alleine könnte ich mich kaum dazu motivieren, erst recht nicht bei den kalten Temperaturen. Man kommt aus dem Studio, wo es warm war – nicht nur wegen der Heizung- und dann ist es eisig kalt. Wie soll das erst im richtigen Winter werden?! Aber mit jemandem, der diese Entscheidung auch trägt, ist das alles viel leichter. Auch die anstrengenden, ewig lang wirkenden Minuten auf dem Hometrainer und die Gewichte, die die Beine stemmen müssen, ja auch das.

Gemeinsame Ziele, Ermutigung. Ich bin Gott sehr dankbar, dass er uns nicht als Eremiten geschaffen hat, die immer aus eigener Kraft alles – im wahrsten Sinne - stemmen müssen. Die Powermen und -women, die sich selbst motivieren und alles schaffen können. Gott hat uns Menschen gegeben, die unsere Freunde werden können, die unser Gutes wollen, es hervorkehren und denen wir genauso begegnen können. Und sollen. Erst das gegenseitige Hineingeben in ein Ziel, Investieren in eine Vision und in Freundschaften bewirkt eine Ausgeglichenheit in der Beziehung und auch in Projekten und Ähnlichem. 

Nur in unserer Freundschaft zu Gott ist es etwas anders – ihm können wir niemals das zurückgeben, was er uns gibt. Er ist nicht unser Kumpel, den wir motivieren müssen, die Welt zu retten. Nein. Er ist der Schöpfer und er schenkt uns Kraft für unseren Tag und Kraft, um den des Anderen ebenfalls zu erleichtern. Was wir Gott zurückgeben können, ist unser ehrliches, offenes Herz, das sich von ihm führen lassen möchte und den Dank für das Vorrecht, motiviert zu werden und motivieren zu dürfen.

Wozu fehlt dir momentan die Motivation? Beginne doch damit, jemand Anderen zu motivieren – er tut es dir bestimmt gerne nach. 


Liebe (neu) wecken

26. September 2012, claudia - Mannablog

Heute heiraten die meisten Paare aus Liebe zueinander. Folgende Frage spielt also im Alltag keine Rolle mehr: Wie weckt man Liebe im Herz eines anderen Menschen?

Früher gab es öfters einmal Ehen, die von den Eltern eingefädelt wurden. Da ging es nicht um die Frage der Liebe, sondern um Vermögen und Beziehungen. Die Ehe, das Zusammenleben zweier Menschen spielte bei diesen Betrachtungen eine untergeordnete Rolle. Von manchen Ehen berichtet die Geschichte, dass sie Hund und Katz waren. Doch es gibt auch diese Geschichten, die von Liebe berichten. Eine Liebe, die durch die Beziehung und den Umgang miteinander wuchs und Bestand hatte.

Doch wie weckt man Liebe (neu) bei einem anderen Menschen? Wie kann ich zwei, die perfekt zueinander passen, miteinander  bekannt machen? Mich beschäftigt die Frage, ohne dass ich bis jetzt eine praxistaugliche Lösung gefunden habe.

Ich weiß zwei Dinge, die nötig sind um Liebe (neu) zu wecken. 1. Die Beiden müssen Zeit miteinander verbringen. Ohne Zeit miteinander wächste keine Liebe. 2. Sie müssen ein gewisses Interesse oder Neugier für den anderen haben. Ohne ein Interesse am anderen wächst keine Beziehung heran.

Ich werde sie wohl einfach miteinander bekannt machen müssen und alles andere ihnen überlassen. Dann wird die Zeit zeigen, ob Liebe zu wecken gelang.

PS. Für einen Neustart gilt Gleiches.

 


Die Zukunft beginnt jetzt (Teil 3) oder die Christen und Social Media

29. August 2012, claudia - Mannablog

Dies ist der dritte und letzte Teil zu Zukunft beginnt jetzt. Bis jetzt ging es um digitale Schaukästen und die Webseite der Kirchengemeinde, heute steht Social Media auf dem Programm:

Wir alle sehnen uns nach Annahme, Freundschaft und Ehrlichkeit. Alle Aktivitäten einer Kirchengemeinde sollten diese Werte im Umgang miteinander widerspiegeln. Wenn wir statisch und damit unpersönlich unterwegs sind, laufen wir aneinander vorbei. Unpersönliche Menschen, die Masken tragen, haben sie selbst in ihrem Umfeld genug. Ist das, was wir von uns weitergeben, eine Einladung zur Freundschaft mit uns und Jesus Christus?

Social Media ist das Bedürfnis Beziehung zu pflegen und gleichzeitig der Wunsch, einen offenen Rückzugsweg zu haben. Als Beispiel will ich Facebook aufgreifen, exemplarisch für viele ähnliche Angebote. Ich erlebe dort zwei Arten von Christen. Bei der einen Gruppe erfährt niemand, dass sie Christen sind. Es ist kein Verhalten sichtbar, dass darauf schließen lässt. Ich erfahre anhand ihrer Posts, welche Spiele sie spielen und womit sie ihre Zeit verbringen. Wie wäre es mit folgendem Vorschlag? Jeder Christ, der in Facebook ein Spiel spielt und Freunde dazu einlädt, schreibt an jedem Tag an diese Freunde ein kleines Erlebnis aus seinem Alltag. Das ist am Anfang nicht einfach, doch sie werden die Herzen der Freunde erreichen.

Die andere Gruppe postet mehr oder weniger fleißig irgendwelche geistlich- intellektuell-wirkenden Dinge wie EG-White-Zitate und Bibeltexte. Eine Erklärung dazu, warum sie ausgerechnet diesen Beitrag posten, schreiben sie nicht. Doch erst mit dem persönlichen Bezug macht so ein Post überhaupt Sinn. Besser wären Berichte aus ihrem eigenen Leben (mit Gott).

Hier mein Definitionsversuch: Social Media hat den Sinn, meinen Freunden aus meinem Leben zu erzählen. Wenn wir als Christen genau dazu Facebook und co. verwenden, nutzen wir das Medium Internet effektiv und erfüllen unseren Auftrag quasi ganz nebenbei.

Die Zukunft beginnt jetzt, denn bereits morgen ist sie Vergangenheit. Deshalb nutze die digitalen Möglichkeiten jetzt.


Ideale Unzufriedenheit

03. August 2012, Mannablog

Hast du Beziehungen in deinem Leben, die krankmachend sind? Es kann in solchen Fällen durchaus so sein, dass du es nicht sofort merkst. Aber es schleicht sich mit der Zeit ein ungutes Gefühl ein. Warum ich wieder über Freundschaften schreibe ist einfach der Fakt, dass das Leben von sozialen Beziehungen so sehr geprägt wird. Freunde und Bekannte geben uns Feedback, ihr offenes Ohr, sie sind da und sie prägen nicht nur unsere Zeit, sondern auch uns selbst. 
Mir ist aufgefallen, dass ich dazu neige, eine Person, die mir sehr wichtig ist, sehr für mich einzunehmen. Ich möchte, dass es ihr gut geht und möglichst viel Zeit mit ihr verbringen. Klar unternehme ich auch gern was mit anderen Freunden, aber bei diesem Menschen ist mir jede Stunde kostbar und wenn ich ihn lange nicht sehe, denke ich, wir verpassen wertvolle gemeinsame Zeit. Wie ich feststellen musste und auch von außen gehört habe – sind Männer anders gestrickt als Frauen! ;) Sie brauchen Freiraum und Zeit für sich und ihre Kumpels. Erdrücken hilft nicht, loslassen aber umso mehr.
Ich konnte diese Woche die Erfahrung machen, dass es mich innerlich freier und zufriedener macht, Beziehungen loszulassen und ausgewogen zu leben. Zu wissen, dass ich nicht immer alles haben muss und dass ich nichts verpasse. Vielleicht hast du auch Freundschaften, die dir mehr wert sind als andere. Vielleicht die Beziehung zu deinem Partner. Ich habe schon viele Beispiele von Menschen gesehen und erlebt, die enttäuscht und verbittert einem Ideal hinterher gerannt sind. Einem Ideal der Person, die sie eigentlich lieben sollten. Ein Ideal, das immer Zeit hat und immer die volle Aufmerksamkeit schenkt. Mit dieser Einstellung schaden wir uns selbst, das kann ich aus vollstem Herzen bestätigen. Diese Unzufriedenheit ist Gift für unsere Dankbarkeit Gott gegenüber und für unsere Beziehung an sich. Es kann sein, dass eine Freundschaft schon so bitter geworden ist, dass sie beiderseitig nur aus Erwartungen besteht.
Aber: es ist nicht zu spät, daraus auszubrechen. Anfangs kann es wirklich schwer sein, die unguten Gefühle zu überhören und sich zu überwinden, aber du kannst dich wirklich mit Gottes Hilfe für ein besseres Leben entscheiden. Ich glaube, dass Gott gerade im Umgang mit anderen Menschen von uns erwartet, dass wir ihm unsere Hand hinstrecken. Er nimmt sie und geht mit uns Schritt für Schritt. Wenn wir einen Unterschied machen und dafür ein Lächeln ernten, dann können wir darin Gottes Zuzwinkern sehen – er ist bei uns. Für ihn leben wir, für ihn leben wir auch in Beziehungen. Sie sollen nicht nur füreinander gesund sein, sondern unserem Gott gerecht und ihn ehren.
Ich wünsche euch viele gute Erfahrungen dabei, es lohnt sich! Nicht nur sehr einnehmende und unzufriedene Freundschaften können verändert werden, auch uneinsichtige. Vielleicht hast du Schwierigkeiten, Rat von einem Freund anzunehmen? Schau mal genau hin und beobachte deine Beziehungen.


Meine Elite-Beziehungen und meine Prioritäten

10. Mai 2012, Alexander - Mannablog

Das heutige Manna ist für mich selbst eher traurig. Ich hoffe trotzdem, dass ein Impuls für dich dabei ist. Mir ist in dieser Woche etwas klar geworden, das mich auf eine gewisse Art betroffen gemacht hat. Zum anderen denke ich, dass darin viel Potential steckt.

Stell dir vor, du hast einen Topf voll Energie, Liebe und Zuwendung und du darfst den Inhalt an alle Menschen, mit denen du zu tun hast, frei verteilen, wie du es für richtig hältst.

Der Haken kommt an der Stelle, an der ich als Mensch selbst entscheiden darf oder muss, wie ich die Prioritäten meiner Beziehungen setze. Bin ich in einer Beziehung, dann möchte ich am liebsten möglichst viel Liebe und Zeit in meinen Partner investieren.

Doch dabei kann die eine oder andere platonische Freundschaft ins Hintertreffen geraten. Sie liegt einfach auf Eis und irgendwann ist sie erfroren und ich wundere mich, wie das passieren konnte.

Das kann vorkommen, auch wenn ich die andere Person noch sehe, aber Vorurteile und fehlende tiefe Gespräche sich häufen. Aber natürlich auch bei räumlicher und zeitlicher Trennung, weil man nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“, den Anderen einfach verdrängt.

Ich habe mir überlegt, dass ich meine Zeit und Zuwendung so verteilen möchte, wie Gott es auch machen würde. Vor ihm gelten nicht nur meine ausgewählten Elite-Beziehungen, die ich hege und pflege. Vor ihm zählt auch die ehrliche, wenn auch vielleicht kurze Zeit und Liebe, die ich Menschen gebe, die mir viel gegeben haben oder die mir kaum etwas zurückgeben können. Einfach, weil es sie gibt.

Ich will dir nicht unterstellen, dass du auch so unachtsam mit manchen Freundschaften umgehst. Aber falls es doch solche Stellen gibt, die mal ein Pflaster nötig haben, warte nicht, bis sie sich zur Fleischwunde ausgeweitet haben.

ak


Perspektive Leben ist dienen, oder erfolgreiche Manager - Menschen

09. Mai 2012, claudia - Mannablog

Derzeit lese ich ein wunderbares Buch über Ehe. Wobei, eigentlich geht es gar nicht um Ehe, sondern um unsere Einstellung zu unseren Mitmenschen. Die These von Gary L. Thomas besagt, Beziehung gelingt, wenn die Menschen einander dienen. Das ist nicht immer populär. Wer steckt denn gerne zurück, draufhauen ist einfacher und schneller.

Als ich einer Freundin davon erzählte, fiel ihr eine Studie zu Managern ein. Sie berichtete, dass die Manager besonders erfolgreich sind, die ihrer Firma und ihren Mitarbeitern dienen. Interessant oder?

Weil wir in der Regel mit dienen nicht viel anfangen können, hier mein Definitionsversuch. Dienen heißt den anderen Groß machen und nicht sich selbst. Dienen gelingt nur, mit einem klaren Selbstwert. Ohne diesen ist dienen nicht möglich. Dienen heißt also, dem Anderen immer das Beste geben und das auch so meinen. Doof ist, das es damit bei mir selbst anfängt und ich nicht darauf warten kann, bis mein Gegenüber handelt.

Ich wünsche mir solche Freundschaften, Ehen, Familien, Chefs und Manager.


Freunde finden, Freundschaft beginnen

04. Mai 2012, claudia - Mannablog

Spontane Wünsche an den Blog von heute? Antwort: Was Schönes. Hm, da hatte ich es nun. Nachfolgend mein Vorschlag dazu:

Kannst du dich noch erinnern, wann du das letzte Mal eine Postkarte geschrieben hast. Nein, nicht am Computer, sondern real, mit Stift und Briefmarke und so? Gestern hatte ich einen kleinen Workshop, in dem es darum ging, wie man Freunde (wieder) findet. Als Übung am Abschluss schrieben alle Teilnehmer eine Postkarte an einen (neuen) Freund ihrer Wahl.

Mach doch auch mit beim Freunde finden. Noch nie hat es so herrlich schöne Postkarten gegeben. Es gibt alles für jeden Geschmack und Geldbeutel. Ausreden wie "ich habe keine schöne Schrift" oder "ich weiß nicht was" gelten nicht. Um es dir aber leichter zu machen, hier mein Textvorschlag:

Wir haben so lange nichts von einander gehört und das ist schade. Deshalb möchte ich dir ganz herzliche Grüße senden. Ich hoffe, dass es dir (und deiner Familie) gut geht und würde mich sehr freuen, wenn wir mal wieder voneinander hören (oder sehen). Bis dahin wünsche ich dir alles Gute, (sei umarmt) von ...

*Die Texte in der Klammer, sind wahlweise, je nach Variante.

Freundschaft beginnt immer bei uns, nie beim anderen. Deshalb mache mit und versende ein Lächeln.

cdj


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