Garten, Erde, Pflanzen und jede Menge Steine in der Seele

Hortensie
Hortensie

Dieses Wochenende waren wir bei Freunden und haben im Garten ein paar Pflanzen in die Erde gebracht, allerdings haben jede Menge Steine die Arbeit ziemlich erschwert. Steine in der Seele sind allerdings noch viel schlimmer.

 

Freunde von uns sind erst kürzlich in ein neues Haus in München gezogen. Anfangs bestand der Garten nur aus Erde, mit der Zeit spross jedoch das erste Grün empor und wurde immer dichter. Um das kleine Gartenparadies etwas zu bereichern, haben wir am Freitag eine Rose, eine Hortensie und einen Flieder ausgepflanzt. 

Erde oder Steine

Die Pflanzen mussten in verschiedene Ecken des Gartens und beim Graben fiel mir auf, wie unterschiedlich die Beschaffenheit des Bodens war. In der ersten Ecke dominierten gefühlte 95 Liter Steine pro 100 Liter Erde – was für ein Glück, dass das Loch nur relativ klein sein musste. Pflanzen war hier mit Abstand am Anstrengendsten. Die Rose und der Flieder kamen in eine andere Ecke des Gartens und glücklicherweise waren hier kaum Steine in der Erde zu finden, lediglich ab etwa 40 cm Tiefe. Das Graben machte hier richtig Spaß und ging schnell von der Hand und das Einsetzen der Pflanzen sogar noch schneller. 

Der Boden ist wichtig – auch später

Wenn man also Dinge pflanzen möchte, ist die Beschaffenheit des Bodens extrem wichtig. Allerdings nicht nur beim Pflanzen selbst, sondern auch später für das Wachstum. Nur weil man das zuerst nicht gleich bemerkt, heißt das nicht, dass es im Laufe der Zeit nicht trotzdem seine Auswirkungen zeigen wird. Das Graben in den Steinen hat mich an ein Problem ganz anderer Art erinnert. 

Das Herz ist wie ein Erdboden

Oft haben wir Probleme unser Innerstes zu verstehen, wir sind eine Art „Black Box“. Wir verdrängen vieles und wollen vergessen. Nicht umsonst brauchen manche professionelle Hilfe von außen, um bestimmte Dinge aufarbeiten zu können. Sie können ihre Probleme selbst nicht mehr sehen. Wir verändern uns auch als Menschen im Leben, weil Dinge, die uns im Leben begegnen, Auswirkungen auf unsere Seele haben.

Dieses Problem existiert, seit es Menschen gibt, und sie haben es damals nicht besser verstanden als wir heute. Jesus hat damals mit einer Geschichte versucht, seinen Mitmenschen diesen Sachverhalt etwas zu erklären. Kurz gesagt ist unser Herz wie ein Erdboden, der mit verschiedenen Problemen behaftet sein kann. Da gibt es Dornen, Disteln, Steine, hartgetrampelte Wege und Vögel, die unsere Gedanken wegpicken. Wachsen können in seiner Geschichte die Dinge nur dort, wo diese Probleme entfernt werden und gute Erde zum Vorschein kommt. Zwar geht es in der Geschichte von Jesus vor allem um die Beziehung zu Gott, aber dieses Prinzip kann leicht auf unser Inneres im Allgemeinen angewendet werden.

Immer wieder mal umgraben

Ich für meinen Teil lerne daraus, dass ich immer wieder mal Zeit zum Umgraben brauche. Probleme, Schwierigkeiten und Hindernisse für ein vorankommen im Leben müssen immer wieder mal ausgemistet werden. Man würde heutzutage auch einfach „Psychohygiene“ dazu sagen. Also nicht immer nur ohne Pause durchs Leben rennen, sondern immer wieder mal Ruhepausen zum Abschalten und Kraft tanken einplanen. Dann klappt es auch besser mit einem „florierenden“ Leben.

 

Wenn Du die Geschichte selber mal nachlesen möchtest, dann wirst Du hier fündig: Matthäus 13:18-23

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